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Mein Blog-ArchivThema: privat/Fotos
Samstag, 8. August 2026 23:53Trekgrillen 2026Wir hatten wieder ein schönes Trekgrillen mit tollen Gesprächen über Trauerbewältigung. Wir haben ein wenig D.'s Geburtstag gefeiert und über die Definition von "Liebe" philosophiert. Das Essen war wie immer lecker.
Freitag, 7. August 2026 22:5317. HochzeitstagWir sind spontan ins Ciao Bella essen gegangen und danach noch in den Lego-Store. Weil es zum X-Files-Set noch Scullys Labor dazu gab, haben wir es jetzt schon gekauft. Florian konnte am Flipper spielen, aber den holen wir uns erst, wenn wir das nächste Mal ins Legoland fahren. Ich hatte Florian gefragt, ob er eine Idee hat, wie man diesen Spruch ohne Bezug auf Gott umformulieren könnte. Wir kamen dann darauf:
Drei Bausteine brauchen wir zu einem glücklichen Leben:
Mittwoch, 5. August 2026 21:44Maraverse-Event auf der KrähenFee - Burg Linn Krefeld (01.08.2026)Ich hatte mich schon sehr lange auf das Event gefreut und mir sehr viele Gedanken über das Cosplay gemacht. So habe ich Lazarus-Serum in Fläschchen abgefüllt. Und zwei Spoiler mit dem Pendel/dem Medaillon und dem Skelett-Bodysuit auf Discord gepostet. Am Freitag sind wir nach Krefeld gefahren und haben abends noch zu einem spontanen Maraverse-Usertreffen zusammengefunden. Das war sehr schön! Mein erstes Cosplay war die Skelett-Mimi aus der Folge Staffel 3.3 "Hermina vom Hohenblick", wo Mimi aus dem Grab steigt, aber noch kein Geist ist, und nicht sprechen kann. Dazu hatte ich den oben erwähnten Skelett-Bodysuit, meine Bones-Schuhe und Knochen-Handschuhe an. Darüber hatte ich das Mimi-Kleid, das ich ursprünglich als Banshee-Kleid gekauft hatte. Allerdings hatte ich beim Probecosplay vor ein paar Tagen festgestellt, dass man das Skelett gar nicht durchsieht, so dass ich das Innenkleid heraustrennte und das Kleid nochmal ordentlich zerriss. Nun kann ich es wohl nicht mehr als Banshee tragen, aber egal. Dieses Kleid hätte bei Breuninger über 500 Euro gekostet, ich hatte es für etwas über 200 Euro im Angebot gekauft. Ist trotzdem ein komisches Gefühl, wenn man so ein Kleid dann zerschneidet. Ich hatte auch einen Tom. Und einen riesigen Denkfehler. So ein Bodysuit mit Kleid drüber ist äußerst unpraktisch, wenn man Pipi muss. Deshalb habe ich vor der Hörspiel-Aufzeichnung tatsächlich das Kleid gewechselt und mein zweites Cosplay angezogen: Mimi 24 Mal pro Sekunde flackernd und dadurch länger feststofflich aus der Folge 24 "Tickets für die Gilde". Darin trug sie ein rotes Mittelalterkleid, einen silbernen Haarreif mit einem roten Stein und auf dem Vorschaubild hatte sie einen französischen Zopf, den mir nach der Hörspielaufzeichnung Caro geflochten hatte, die zufällig direkt hinter mir saß. Mein Kleid war noch etwas nass, weil dummerweise mein Ventilator mit Sprühflasche ausgelaufen war. Zum Glück waren die Bücher aber nicht nass geworden. Für dieses Outfit hatte ich auch einen Super 8-Film dabei (einen der billigsten auf eBay, Buster Keaton - Der Straßenfeger, fand ich irgendwie passend), um das mit den 24 Bildern pro Sekunde erklären zu können. Hat nur niemand gefragt, und Marten hat es nicht so interessiert. Leider ist mir von dem Film, den ich zwei Mal um den Hals lose gelegt hatte, ein Stück abgerissen. Flo Oswald meinte, sie hätten in der bumm film so ein Gerät zum Kleben, aber ich meinte, das ist nicht so wichtig... Am meisten habe ich mich über meine Säggssch-Frage an Thomas Nicolai gefreut, die Arlett aus dem Discord vorgelesen hatte. Und natürlich das Konzert am Ende, wo ich schön abtanzen konnte. Ich liebe das einfach! Insgesamt ging es mir nicht so gut, auch wegen der Ereignisse der letzten drei-vier Wochen. Ich fühle mich immer noch wie ein Zug, den man von den Gleisen gehoben und in ein Kiesbett gesetzt hat. Irgendwie ist für mich die Zeit stehengeblieben und vergeht nur außerhalb von mir, nicht innen drin. Ich war auch ein wenig überfordert, dass hier Menschen aus drei Communitys (Maraverse, LastGeekTonight und ZeugenKühlwaldis) aufeinandertrafen, auch wenn diese direkt oder indirekt alle mit Tommy Krappweis zu tun haben. Deshalb musste ich in der Signierstunde auch einmal raus. Das war schade, denn in dieser Zeit sind sehr schöne Fotos entstanden. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Cosplays mehr gewürdigt worden wären. Da wäre in dieser Zeit die Gelegenheit dazu gewesen. Diesmal haben wir auch kein gemeinsames Foto mit Tommy. Abends gab es nochmal ein Maraverse-Usertreffen in anderer Zusammensetzung. Am nächsten Tag war ich wieder einfach nur Mara, diesmal wie schon auf der Hinfahrt mit dem Star Trek/Dark Side of the Moon-Shirt von Wil Wheaton. Das hatte Mara im Film nicht getragen, aber ich bin sicher, dass sie dieses Shirt im Schrank hat. Der Conblues war diesmal sehr heftig. Deshalb musste ich mich am Montag hinsetzen, den Stream noch einmal komplett anschauen und dazu Notizen machen. Am Dienstag habe ich dann aus den Notizen den Text geformt, an MimiWombie geschickt und sie hat wunderbaren Input geliefert, wie wir ihn noch besser machen können. Wir haben vor und nach dem #Laberfeuer per Whatsapp hin- und hergeschrieben. Parallel hatte ich um Fotoerlaubnis, Zitaterlaubnis und Tommy nach den Namen des Gitarristen und die beiden Cosplayfotos gefragt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wurde am Mittwoch, nachdem ich es auf Discord veröffentlich hatte, von Tommy gelobt als "liebevoll und detailliert" und auch auf Mastodon und Bluesky gepostet. Ich fühle mich geehrt und bin sehr gerührt. Diesen ausführlichen Bericht über das Event könnt ihr hier nachlesen:
Fleur, nicht Odor, als Hop-Tep. Wombie ist Grobmotoriker, deshalb ist das Cosplay nicht so gut gelungen.
Samstag, 25. Juli 2026 22:45Legoland mit FreundenMir geht es gerade nicht so gut und ich muss meine Gefühle neu sortieren. Aber beim Trekdinner am Freitagabend sind wir gefragt worden, ob wir Lust hätten, am Samstag mit ins Legoland zu fahren. Und Florian hatte große Lust dazu, deshalb habe ich nicht nein gesagt. Wir sind nicht allzu früh losgefahren und haben erst einmal traditionell beim Edeka Wollny in der Backstube gefrühstückt. Danach haben wir uns im Legoland getroffen. Es war wirklich sehr heiß, deshalb habe ich mich dazu überreden lassen, zu den Piraten zu gehen, wo wir alle natürlich nass wurden, aber danach auch sehr schnell wieder trocken. Bei Ninjago haben wir dann nochmal das Fahrgeschäft gemacht, wo man nur mit den Händen feuert. Das ist echt anstrengend, deshalb mach ich das nicht so gern. Als wir weiter gegangen sind, ist ein kleiner Junge, vielleicht 5 Jahre alt, weinend durch die Menschenmenge gelaufen. Es waren so viele Menschen da, und niemanden hat das interessiert! Ich begreife es nicht! Selbst Florian, Dirk und Melli haben mich nur ratlos angeschaut. Ich bin dann zu dem kleinen Jungen hin und habe gefragt, ob er seine Eltern sucht. Er hat genickt. Dann habe ich seine Hand locker genommen und gesagt, dass wir jetzt zu dem Legomitarbeiter gehen und fragen, was wir machen sollen. Darauf hat er sofort zu weinen aufgehört und genickt. Es war ein Fenster für Essen und ich habe mich von der Seite ein bisserl vorgedränelt. Als der Mitarbeiter dann aufmerksam war, habe ich gesagt, dass ich hier ein Kind habe, dass seine Eltern sucht, und gefragt, was wir machen sollen. Er musste erst einmal eine Kollegin fragen. Da hat aber derjenige, der als nächstes dran war, mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Junge ein Papierarmbändchen mit Telefonnummer trug. Also habe ich mich wieder dem Jungen zugewandt und gesagt, dass seine Eltern toll sind, die haben die Nummer aufgeschrieben. Da rufen wir jetzt an, sagen, wo wir sind, und dann sind sie gleich da. Der Junge hat wieder nur genickt. Meine Freundin hat dann gesagt, ich soll die Nummer vorlesen, sie ruft an, aber ich war nichtmal bis zur Schweizer Vorwahl gekommen, da war dann schon Mama und ein Geschwisterkind da und der kleine ist an ihr hochgesprungen, hat sie umarmt und wieder geweint. Alles gut. Ich hab gesagt, dass mir das auch schon passiert ist, einmal kurz nicht aufgepasst, und schon ist das Kind weg. Das war auf dem Oktoberfest und ich hatte damals die Polizei angerufen. Aber so ist es wirklich schön gewesen, dass das so schnell ging. In der Fabrik (20% Summer Sale) und im Shop (Jahreskartenrabatt 20% und auf ein Set 25%) hat Florian dann zugeschlagen. Und ich habe mich in die neuen Lego-Ponys verliebt. Auf dem Heimweg sind wir der zweiten etablierten Tradition gefolgt und haben im Miss Peppers in Dasing zu Abend gegessen. Dabei haben wir ausgiebig mit einem jungen Mann vom Bedienpersonal über Star Wars gefachsimpelt, weil er so begeistert von Tiberius war. Es hat mir sehr gut getan, von meinen traurigen Gedanken abgelenkt worden zu sein. Danke, dass ihr mich zu diesem Ausflug überredet habt!
Samstag, 27. Juni 2026 16:11Pumuckl-Tour in Haidhausen von MingatoursHeute war ich mit Florian bei der Pumuckl-Tour in Haidhausen von Mingatours. Ich bin über Fatzebuck darauf aufmerksam geworden, aber leider war sie bisher immer ausgebucht. Wir wollten eigentlich eventuell vielleicht zum CSD, aber nachdem noch Tickets verfügbar waren, habe ich umdisponiert. Natürlich bin ich im Cosplay mit wenig Aufwand gegangen: Grüne Hose (ja, trag ich tatsächlich ab und an und pass auch wieder rein) und ein gelbes Raumschiff Enterprise-T-Shirt, das ich irgendwann mal von Sat.1 als Werbegeschenk erhalten habe. Da ich eigentlich meine Haare nicht mehr färben möchte, habe ich mal Haarkreide ausprobiert. Sieht zwar nicht rot aus, daber zumindest rötlich. Meine Haare habe ich mit einem roten Samtgummi zusammengebunden, das sieht man auf dem Bild leider nicht. Chrsitine, unsere Tourguidin, hat sich auch über das Outfit gefreut. Eine Tasche, ein Poloshirt mit Stickerei und ein Plüsch-Pumuckl waren auch mit von der Partie, die meisten Leute kamen aber in normaler Kleidung. Wir versammelten uns am Treffpunkt und Christine erzählte uns dann eine ganze Menge über die Drehorte und Schauspieler. Weil es so heiß war, haben wir immer schön schattige Plätze aufgesucht. Für eine Rollstuhlfahrerin war die Tour auch barrierefrei. Haidhausen ist wirklich malerisch und wird auch gern für andere Filmproduktionen als Kulisse verwendet. Auf einem großen Tablet zeigte uns Christine auch immer passende Szenenfotos. Da ich die Hörspiele vor ein paar Jahren gehört habe, aber die Serie schon ewig nicht mehr gesehen, die neue leider auch noch nicht und den Film "Der blaue Klabauter" habe ich auch noch auf einer verstaubten DVD irgendwo rumliegen, konnte ich leider gar nichts zu den Folgen sagen. Einfach zu lange her. Es gab auch noch Anekdoten aus anderen Serien, z.B. Monaco-Franze. Bei "Die Hausmeisterin" habe ich immer überlegt, wann eine Hausmeisterin bei Pumuckl vorgekommen wäre. Ich hab's nicht so mit deutschen Serien (außer Kohlrabenschwarz). Haidhausen ist so schon wunderschön anzusehen, aber mit den Anekdoten von Christine auf der Pumuckl-Tour sieht man alles nochmal mit anderen Augen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir am Ende wegen der Hitze keine Lust mehr auf ein Selfie mit einem tollen Pumuckl-Gemälde auf einem Rolladen hatten. Mit der netten Familie mit Plüsch-Pumuckl und -Tasche habe ich mich auch ein wenig unterhalten. Sie lieben auch den Film "Hui Buh" von Michael Herbig und mit Christoph Maria Herbst. Und ich habe dann die Hörspiele Ghostsitter von Tommy Krappweis (dem Co-Erfinder von Bernd das Brot) empfohlen. Darin geht es um einen 14jährigen Jungen, der eine Geisterbahn erbt und dann feststellt, dass alle Geister echt sind. Christoph Maria Herbst spricht darin den Vampir Vlarad, einfach großartig! Die Hörspiele höre ich gerade rauf und runter. Florian hatte sogar ein T-Shirt an, auf dem man viele Figuren aus Ghostsitter anschauen konnte, inklusive dem Anwalt Feuerflieg und dem Pummeleinhorn.
Sonntag, 21. Juni 2026 20:28Wer hat den coolsten Job der Welt? Jennifer Morscheiser vom LokschuppenWir waren am Samstag auf dem Römerfest in Rosenheim und danach noch in der Römer-Ausstellung im Lokschuppen. Auf dem Römerfest war ich natürlich sehr von den Freibergern vom Schmarhof und den nach Ausgrabungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellten baumlosen Sätteln und Zaumzeugen fasziniert. Auf dem lebendigen Römerfest gab es natürlich auch eine Hochzeit und einen Gladiatorenkampf. Das Fest ist nun erst einmal vorbei, aber die Ausstellung im Lokschuppen zu Römern könnt ihr natürlich immer noch besuchen bis 1. August 2027. Warum hat Jennifer Morscheiser den coolsten Job der Welt? Weil sie für die Ausstellungen im Lokschuppen von überall her fantastische Ausstellungsstücke herbeiholt. Bei Heldinnen und Helden war es das Batmobil. Bei der Römerausstellung ist es das Originalkostüm von Obelix aus dem Film Im Auftrag Ihrer Majestät. Und dann gibt es da noch die römische Stadt aus Noppensteinen, für die mal eben der Weltmarkt der Farbe dark orange 6x2 zusammengekauft wurde. Wer mag denn bitte nicht sein Geld mit Noppensteinen verdienen und dabei eine Menge Spaß haben? Diese Stadt wird von euch, den Besuchern aufgebaut. Gegen eine kleine Schutzgebühr bekommt man ein Set mit Anleitung. Den Schwierigkeitsgrad darf man wählen. Und dann mit dem wunderbaren Gefühl nach Hause gehen, einen Teil an diesem Monument beigetragen zu haben. In der Folge vom WTF-Talk vom 09.03.2026 - Was haben die Römer je für uns getan? erzählt Jennifer Morscheiser über die Ausstellung und die Noppenstein-Stadt. Man merkt ihr die Begeisterung einfach an! Einfach nur Wow! Man kann teilweise Orignal-Fundstücke anfassen. Es gibt überall etwas zu bauen und zu tun für die Kleinsten. Ich bin ein absoluter Lokschuppen-Fan! Den Abend haben wir dann gemütlich im Flötzinger Bräustüberl ausklingen lassen, wo wir noch sehr lecker gegessen haben. Und bei der Hitze habe ich meinen Rekord in Johannisbeerschorle trinken gebrochen.
Sonntag, 7. Juni 2026 02:23Lydia Benecke - Die Psychologie des Bösen im SchlachthofSpontanität ist nicht so meine Stärke und eigentlich hatte ich mich auf vier Tage langes Wochenende und zu Hause rumgammeln (und ein wenig Pferd betüteln) gefreut. Kino? Bäh! Aber dann sind wir doch am Samstag spontan nach einem Anruf am Freitag zum Schlachthof und haben den Vortrag "Die Psychologie des Bösen" von Lydia Benecke angehört. Ich hatte vor ein paar Wochen schon gefragt, ob wir nicht wieder ein Zeugen-Kühlwaldi-Event daraus machen wollen, aber beim letzten Mal sind viele sehr weit angereist, aus Wien, aus der Pfalz... Das ging diesmal leider nicht zam. Um so mehr freute ich mich, dass wir nun insgesamt doch zu sechst da waren. Der Vortrag war wieder einmal eine richtige Druckbetankung, aber keine Sekunde langweilig. Wir wurden darüber aufgeklärt, dass man Lügen leider tatsächlich nicht an Gesten oder der Mimik erkennen kann. Und wie wichtig Prävention ist. Das Essen war wieder superlecker! Und vor der Show, in der Pause und im Anschluss wurden wieder interessante Gespräche geführt. Danke für den schönen Abend! Danke, dass du mich aus der Lethargie geholt hast.
Sonntag, 10. Mai 2026 21:34ComicPark im egapark Erfurt - mit Harpo Speaks!Am Sonntag haben wir auf dem egapark-Gelände gefrühstückt, sind etwas herumgelaufen, haben uns über Pferdezähne und Dimetrodons (das D wusste ich noch, als Kind kannte ich alle Namen) unterhalten und haben dann noch den zweiten Gig von Harpo Speaks! angeschaut. Diesmal war eigentlich sofort Stimmung und es wurde getanzt. So toll! Ich war mal wieder ganz berauscht. Nur bei "Staying Alive" war ich einmal kurz traurig. Gestern und heute durften wir Fans wieder mit auf die Bühne und "Ein echter wahrer Held" singen. Eine junge Frau hat Tommy während des Konzerts gefragt, ob sie ein Autogramm bekommen könnte, aber Tommy vertröstete sie auf nach der Show. Die wurde auch harsch beendet, weil eine Saite gerissen war... Norman hatte auch Stifte und Karten dabei, so dass sich dann auch noch weitere Leute sich anstellten. Und jemand machte spontan für seinen Podcast ein superkurzes Interview mit Tommy. Der durfte schließlich seinen Zug nicht verpassen. Nach einem kurzen Mittagssnack haben wir uns aber schon auf den Weg nach Hause gemacht, damit ich bei Tageslicht fahren kann und abends noch etwas ausruhen. Diesmal war ich fitter und wir kamen mit nur einem Zwischenstop aus. Abends habe ich dann sogar noch schnell einen kurzen Bericht für die Maraverse-Seite geschrieben. Ich würde so gerne mehr machen, aber mir fehlen einfach im Moment die Löffelchen dazu.
Ich hatte gesagt: "Das klingt jetzt komisch, aber darf ich deinen Schwanz anfassen?"
Samstag, 9. Mai 2026 19:02ComicPark im egapark Erfurt - mit Tommy Krappweis, Norman Cöster und Harpo Speaks!Heute waren wir auf dem ComicPark. Zuerst haben wir geschaut, wo die wichtigste Bühne war, nämlich Bühne 1, wo später Tommy Krappweis und Norman Cöster, die beiden Erfinder von Bernd das Brot, ein Panel haben würden und am Abend dann noch Tommys Band Harpo Speaks! spielen würde. Danach sind wir über das Gelände gelaufen und haben uns alles angeschaut. Am Bücherstand haben wir die Mara- und Ghostsitterbücher entdeckt und gleich mal gefragt, ob es auch eine Signierstunde geben würde. Die Frau im Stand hat dann sofort Tommy kontaktiert, da anscheinend noch nichts konkret vereinbart wurde. Florian durfte Maraverse-Visitenkarten hinterlegen. Ich war froh, dass es keine Dixie-Klos gab, sondern an mehreren Standorten ordentliche Toilettenbungalows. Es gab neben den Bierbänken noch riesige Plastiksessel, die für Florian ideal und sogar bequem waren. Wir sicherten uns gute Plätze in der ersten Reihe. Allmählich kamen dann auch alle aus dem Maraverse-Discord, die eingefleischten Fans sozusagen. Ich setzte mich schonmal vor das Mikrophon auf den Boden, um gleich als erstes dranzukommen. Nachdem die Geschichte von der Erfindung von Bernd das Brot zum Besten gegeben wurde, richtete ich meine alten Knochen auch auf und sprach in das Mikrophon, das ich zuvor auf meine Höhe eingestellt hatte, einen Geburtstagsgruß für Tommy aus. Damit hatte ich die Organisation der Veranstalter etwas durcheinander gebracht, denn eigentlich sollte erst am Ende eine Sonnenblume überreicht und ein Ständchen gesungen werden. Das wurde dann mal eben schnell vorgezogen. Danach habe ich einen USB-Stick mit einem Papa-Schlumpf übergeben, auf den wir ein paar Grußbotschaften in Form kurzer Videos aus dem Flauschhaufen gesammelt hatten, die Sophia und Tommy auf ihrem Umzug nach Irland begleiten sollen. Es gab noch ein paar weitere Geburtstagsgeschenke. Und dann habe ich eine Frage gestellt, nämlich ob Bernd das Brot einmal in einem Pummeleinhorn- oder Ghostsitter-Hörspiel vorkommen könnte, ob das rechtlich möglich sei, aber das ist es nicht. In der Zwischenzeit haben sich ein paar Leute hinter mir versammelt, die ebenfalls Fragen stellen wollten, weshalb meine weiteren Fragen unter den Cuttertisch fielen und ich ihnen das Mikrophon überließ. Es wurden wirklich tolle Fragen gestellt. Florian hat Norman gefragt, weil wir in Hotels immer die Nachtschleife anschauen, ob er das Allpaka oder die Alligatorin lieber mag. Und Rica vom 12vor5-Podcast hat nach der Ghostsitter-Musicalfolge (die wirklich kommen wird!) und das Bernd das Brot-Computerspiel gefragt. Bereits während des Panels haben am Stand neben der Bühne Hardy vom Brotladen und die Buchverkäufer fleißig verkauft. Danach haben Tommy und Norman dann fleißig signiert. Tommy hat ein wundervolles Geschenk bekommen mit einem Hermannsdenkmal-Flaschenöffner in einer weißen Ikea-SANNAHED-Rahmen, auf dem Glas waren zwei Krähen und das Rätsel aus "Mara und der Feuerbringer - Band 2", das zum Hermannsdenkmal führen sollte als schwarze Silhouette geklebt. Plötzlich wurde ich von hinten angetippt und ich kreischte los, weil ich Kes endlich wiedersah, die mein Lieblingsmotiv Realität ist was für Leute, die Angst vor Drachen haben Shirt und extra für mein Zottelpony Felix ein Norweger Pferdi für den Spreadshop entworfen hat. Ich hoffe, es hat niemand ein Knalltrauma erlitten. Nachdem wir am Fleischspießstand lecker gegessen haben, gab es noch das Konzert von Harpo Speaks! Anfangs waren nur wenig Leute da, was aber auch daran lag, dass Tommy, Ingmar und Lenzi etwas vor dem Start angefangen haben zu spielen. Ich habe am Weg fernab der Bühne zwei junge Frauen tanzen sehen und bin zu ihnen hinmarschiert. Ich war überrascht, dass sie sich nicht lange haben überreden lassen, doch direkt vor der Bühne zu tanzen. Und schwupp kamen noch mehr Leute und tanzten. Es wurde harsch beendet, weil Tommy am Ende kurz die Stimme versagte. Das war richtig schön! Danach sind wir in unser Hotel gegangen. Der Plan für den weiteren Abend ist beim Podcast Umzugspecial von Ja, Schatz etwas ausruhen und dann an der Hotelbar absacken.
Sonntag, 3. Mai 2026 23:50Simon Pearce - Funny Bones - Stadthalle GermeringHeute waren wir mal wieder bei Simon Pearce. Davor waren wir beim Griechen essen. Es gab irgendwie kein einziges vegetarisches Gericht, aber ich bin mit Bohnensuppe, Kofibrot und Tzaziki auch satt geworden. Die armen Menschys, die um uns herum gesessen sind. Diesmal waren wir in der Stadthalle Germering, weil wir nicht so gern ins Lustspielhaus oder Circus Krone gehen. Die Tische standen zwar weiter auseinander, aber Florian fand die Stühle dort auch nicht bequem. Als ich auf Toilette war, standen zwei Frauen und ich geduldig an. Irgendwann hat dann die Erste in der Reihe doch nochmal an der Tür gerüttelt und siehe da, die war nur schwergängig, dahinter waren drei freie Kabinen. Ich lachte und meinte, dass mir das auch hätte passieren können. Und die dritte sagte dann auch etwas ähnliches. Simon hatte eine Art Gilchrist an, weil ihm auch eine Sehne abgerissen ist. Sehr unangenehm. Er fragte dann, wer auch schonmal an der Schulter operiert werden musste. Florian meldete sich und sagte, er hatte mal eine Schulterluxation. Darauf meinte Simon, dass man deswegen nicht operiert werden müsste. Und Florian: "Beim dritten Mal schon!" und alles lachte. Simon hat wieder viele tolle, ausgeschmückte Geschichten aus seinem Leben erzählt und wir haben uns scheckig gelacht. Traurig war nur, dass seine Mama mittlerweile verstorben ist. U.a. hat er sich über Sprachnachrichten ausgelassen. Aber mir dürfen zwei Freundinnen Sprachnachrichten schicken. Eine Pferdefreundin, weil sie immer im Streß ist und nur im Auto zum Antworten kommt. Und die Freundin mit abgerissener Schultersehne, weil sie das Handy nicht mehr so gut halten kann. Sie fängt auch nicht (mehr) mit einer Entschuldigung an, weil sie weiß, dass ich Sprachnachrichten nicht mag, sondern mit "So, Sandra, dein persönlicher Podcast". Außerdem hat Simon eine tolle These gehabt, woher die ganzen Prinzenmails aus Nigeria kommen. Dort scheint es von ihnen nur so zu wimmeln. Er hat genau das gleiche Problem wie ich: Wenn mir in der Nacht etwas einfällt und ich Notizen ins Handy tippe, dann muss ich schon ein wenig ausführlicher werden. Denn sonst steht da was komisches, gerne auch mit verdrehten Buchstaben wegen Wurstfingern und ohne Brille, mit dem ich dann am nächsten Tag nichts mehr anzufangen weiß. Und dann ärgere ich mich, weil das hätte ja DIE Idee für einen Bestseller sein können. Nicht dass ich noch schreiben würde... Es war ein wunderschöner Abend. Allerdings plane ich gerade nur sehr wenige solcher Events im Voraus, weil mir dazu einfach die Löffelchen fehlen. Ich hoffe, 2027 wird dann wieder besser.
Freitag, 1. Mai 2026 15:59BalkonkraftwerkSeit Sonntag haben wir unser kleines Kraftwerk für Fernfusion am Balkon installiert. Ich habe mich für dieses Modell entschieden, weil es in heise Testsieger war. Im Angebot für 299 Euro statt 451 Euro konnte ich dann auch nicht widerstehen. Es war nicht ganz so einfach, aber wir haben es zusammen hinbekommen. Da wir keinen Gitterbalkon haben, mussten wir mit der Befestigung ein wenig improvisieren, aber mit neuen, längeren Schrauben vom Obi haben wir die finale Montage am Montag (haha!) abschließen können. Die App habe ich dann erst am Mittwoch installiert, weil das auch wieder Löffelchen verbraucht hat. Seit dem haben wir 8,27 kWh geerntet. Ich weiß zwar nicht, wie das funktioniert, weil die App dauernd behauptet hat, dass das geänderte PW falsch sei. Trotzdem kann ich auch die Daten abrufen, wenn ich irgendwo anders bin. Sehr seltsam.
Samstag, 28. März 2026 23:59Stadtrundgang Wien und World of Bricks in der StadthalleHeute haben wir uns mittags am Stephansdom getroffen, um einen Stadtrundgang zu machen. Es war eisig kalt, aber interessant. Ich habe gelernt, dass man am Dom nachmessen konnte, ob der Laib Brot die korrekte Größe hat oder der Meter Stoff die korrekte Länge und dann konnte man das reklamieren. So wurde für Recht und Ordnung gesorgt. Und Maria Theresia hatte 16 Kinder und die Schulpflicht eingeführt. Obwohl es so eisig war, haben wir lecker Eis gegessen. Nachmittags waren wir dann in der Stadthalle zur Ausstellung World of Bricks. Es war wunderschön, so viele liebevolle Details. Und wieder einmal haben wir festgestellt, dass Florian eigentlich harmlos ist. Und sei es nur aus Platzmangel. Aber sein Brickoseum ist in greifbarer Nähe. Nach einem leckeren Abendessen im Stadthallen Bräu sind wir dann zurück nach München aufgebrochen. Geplant war eigentlich die Legoausstellung gegen Mittag zu besuchen, da man aber Zeitslots buchen musste und wir spät dran waren, gab es erst um 16:30 Uhr den frühesten Eintritt. Es ist spät geworden und ich brauchte doch drei kurze Pausen, bis wir kurz nach Mitternacht heil zu Hause angekommen waren.
Mittwoch, 18. März 2026 21:48Deutschland im (Informations-)Krieg - Hoaxilla in GoslarHeute fand im Amsdorfhaus in Goslar der Vortrag "Deutschland im (Informations-)Krieg" von Hoaxilla, dem skeptischen Podcast statt. Ab sofort bin ich Fan vom Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus. So viele stabile Menschen auf einem Haufen. Wie sind wir denn dazu gekommen? Mal eben so durch die halbe Republik zu fahren? Als wir das über bluesky erfuhren, haben wir sofort geschaut, wo genau Goslar ist und gedacht, in der Nähe von Hannover, das trifft sich gut, da haben wir auch noch was zu erledigen. Also schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Hinfahrt war auch sehr schön, bestes Wetter, wenig Verkehr, keine Idioten auf der Straße. Unser Hotel war auch ganz nett und wir haben dort noch sehr lecker gegessen, bevor wir uns in das Armsdorfhaus begeben haben. Goslar ist ein wunderhübsches, kleines Städchen, sauber und mit gepflegten Häusern. Der Spaziergang an der frischen Luft hat uns gut getan. Ebenso wie der Vortrag. Im Vorfeld haben wir zwei stabile Menschen mit Ferngesprächs-Shirts gesehn und uns prima unterhalten. Alexa und Alexander haben sich auch die Zeit genommen, ein wenig mit den Leuten zu plaudern und für ein Foto zu posieren. Der Vortrag war dann wieder hervorragend, sehr spannend und informativ. Was klickt gut, wie werden wir durch Soziale Medien manipuliert, was können wir dagegen tun? Die Welt ist kompliziert geworden, aber ich denke, dass es durchaus möglich ist, auch wahre Geschichten kurz und knapp zu formulieren. Tr*mp hat in seiner ersten Amtszeit mehr als 30.000 Fake News über Twitter verbreitet. Den Artikel auf der von Amazing Jeff Bezos gekaufter Washington Post finde ich aber nicht mehr, deshalb denke ich, dass der inzwischen redaktionell geschönt oder gelöscht wurde. Auch das Wahlkampfthema Migration wurde mit Accountfarmen hochgekocht, obwohl de facto die Nettozuwanderung bereits abgenommen hat. Ich habe mich dann aber gefragt, was Ursache und was Wirkung ist, denn die spürbare Ausländerfeindlichkeit in Deutschland schreckt Menschen auch ab, zu uns kommen zu wollen. Auf jeden Fall können wir die Öffentlich Rechtlichen mit Mails überfluten, dass wir die rechten Napfsülzen nicht mehr sehen wollen! Und uns nicht zu Handlangern machen lassen, sondern das Internet dafür benutzen, gute Nachrichten und Wahrheiten zu verbreiten, statt unsere Zeit damit zu verschwenden, mit Unbelehrbaren oder gar Bots zu diskutieren. Am Ende gab es noch eine Fragerunde und Alexander hat ein paar Schritte gesammelt, indem er das Mikrophon durch den Saal getragen hat. Ich habe mich nicht getraut, Fragen zu stellen, auch wenn ich mir während des Vortrags ein paar Notizen im Handy gemacht hatte. Aber es gab sehr gute Fragen und kein einziger Störenfried unter den Zuschauern. Sollte Hoaxilla mal bei euch in der Nähe sein, dann empfehle ich wärmstens, zu ihren Vorträgen zu gehen. Es lohnt sich und man sieht die Welt danach durch eine klarere Brille. Für uns hat sich die lange Fahrt auf jeden Fall gelohnt. Es war ein wundervoller Abend mit wirklich großartigen Menschen, der unsere Akkus wieder etwas gefüllt hat. Das haben wir dringend gebraucht. Ganz herzlichen Dank dafür!
Sonntag, 15. März 2026 15:10AFOLs - Adult Fans Of LegoHin und wieder kommt es vor, dass ich von Leuten aus unseren Communitys gefragt werde, wie ich es mit dem Lego-Fan Florian Spitzohr aushalten würde. Diese Frage macht mich regelmäßig traurig, denn sie impliziert, dass ich, vielleicht weil ich eine Frau bin (?), mich nicht für Lego interessieren könne. Das ist aber falsch. Schon als Kind habe ich viel lieber mit Lego gespielt als mit Puppen. Ich hatte als Architektentochter in erster Linie Platten, Fenster, Türen und Dachteile zu den normalen Legosteinen. Einmal habe ich im Urlaub in Dietramszell mit dem Sohn des Hotelbesitzers eine Platte gegen zwei rote 2x4-Steine mit Gummirädern getauscht, so dass ich dann auch Autos bauen konnte.
Als ich 1991 in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich meine Legokiste einem Cousin geschickt. Ich weiß nicht, ob er das Lego heute noch besitzt. Damit begannen die "Dark Ages", wie Florian immer sagt, die Zeit, in der man denkt, man wäre zu erwachsen für Lego. Naja, ich hatte auch Pferde und Star Trek im Kopf, ich habe viele Hobbys. Insofern waren es nur die "Partly Dark Ages". Als meine Jungs auf der Welt waren, haben sie selbstverständlich von Anfang an auch Lego Duplo und bald auch richtiges Lego bekommen. Ich habe gehofft, dass sie genauso begeistert davon sein würden wie ich, was auch funktioniert hat. Als Alleinerziehende hatte ich zwar nicht so viel Geld, aber das musste schon sein.
Zum 6. Geburtstag von Ferdinand sind wir auch zum ersten Mal im Legoland gewesen. Das hatte ich mir auch nur leisten können, weil für ihn der Eintritt kostenlos war, und der Rucksack war voll mit Brotzeit und Getränken. Einzig Eis haben wir uns vor Ort gegönnt. Es war ein wunderschöner Tag mit meinen beiden Jungs.
Seit Florian bei mir 2005 eingezogen ist, hat sich der Legoanteil in unserem Haushalt vervielfacht. Die Thatcher Perkins und das Piratenschiff mit den rot-weißen Segeln standen fortan in unserem Wohnzimmerschrank. Seit dem hat sich die Sammlung immer mehr erweitert. Außerdem waren wir mindestens einmal im Jahr im Legoland und hatten alle vier lange auch Jahreskarten gehabt, so dass wir auf längeren Autofahrten auf der A8 auch mal einfach nur für eine Stunde Pause ins Legoland gegangen sind. Die Jahreskarte, auf der ich ein Halloween-Foto hatte, behielt ich natürlich als Andenken. In einem Jahr haben wir auf einer Karte fünf Stempel geholt und durften dann an einer Backstagetour teilnehmen. Das war ein absolutes Highlight.
Nach unserem Umzug in unsere "Scheibe Haus", wie Florian unser Traumhaus gerne nennt, hatten wir sogar ein Lego-Computer-Kaninchen-Zimmer. Aber auch im Treppenhaus und im Wohnzimmer und im Heimkino sammelte sich immer mehr Lego an. Im Treppenhaus schmale Vitrinen, die eigentlich für Modelleisenbahnen gedacht waren, aber für die Minifiguren-Reihen ideal waren. Nachdem unser letztes Kaninchen über die Regenbogenbrücke gegangen ist, wurde es zum Lego-Computer-Zimmer, was so ziemlich unser Lebensmittelpunkt ist. Die großartigste Aktion war jedoch unser Millenium Falke. Den hatte ich schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste bei Amazing, aber 580 Euro waren schon eine Hausnummer. Irgendwann war er dann in der Vorweihnachtszeit auf 450 Euro reduziert. Da ergriffen wir die Gelegenheit und schenkten ihn uns zu Weihnachten. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis wir zu Ostern 2013 Zeit fanden, ihn aufzubauen. Damals gab es noch kein Twitch, aber wir streamten über Jutjub vier Tage lang aus unserem Keller. Am ersten Abend hat Florian sogar einen Chäd zusammengeklöppelt, den wir mit dem Beamer an die Wand hinter uns warfen und ab Tag 2 dann mit unseren 4-6 Zuschauern sogar chatten konnten. Für das Modell habe ich sogar einen Vitrinen-Couchtisch in passender Größe besorgt und in einer fabelhaften Schwertransportaktion, die man auch auf Jutjub ebenso wie unsere mehrstündigen Aufbaustreams im Zeitraffer und sogar in voller Länge noch sehen kann. Die Dreharbeiten zum Schwertransport haben zu meinem 42. Geburtstag stattgefunden.
Wir hatten auch einmal die Idee, dass wir alle Legoländer der Welt besuchen wollen. So waren wir in Billund (Dänemark), Windsor (UK), Tampa (Florida/USA - meiner Meinung nach das schönste Legoland), Carlsbad (California/USA) und Malaysia. Dort hatten wir uns beim Grenzübertritt aufgrund der schwer bewaffneten Grenzbeamten nicht wohl gefühlt und beschlossen, dass wir das Legoland in Dubai niemals besuchen wollen. Japan steht aber auf jeden Fall noch auf der Bucketlist. Was wir aber Großartiges geschafft haben, war unsere Lego-Store-Tour im Jahr 2018. Auf einem unserer Wochenendtrips quer durch Deutschland meinte Florian im Sommer, dass wir in dem Jahr bereits 9 von 11 Lego-Stores in Deutschland besucht hätten. Wenn wir Hamburg und Saarbrücken auch noch schaffen würden, dann hätte Florian in seinem Lego-Reisepass von jedem Store innerhalb nur eines Jahres alle Stempel gesammelt. Wir wären nicht wir, wenn wir das nicht geschafft hätten, gerade weil es verrückt war. Wenn wir es nicht gemacht hätten, dann hätten wir es mit Sicherheit bereut. So sind wir im November zum Jubiläumskonzert 20 Jahre Schandmaul nach Köln gefahren. Und wenn wir schonmal da waren, sind wir auf dem Rückweg über Hamburg gefahren. Und im Dezember waren wir in Dillingen zur Ghostsitter-Lesung von Tommy Krappweis im Drachenwinkel, was in der Nähe von Saarbrücken war. Mission Completed! Inzwischen sind natürlich noch weitere Stores hinzugekommen, die werden wir natürlich auch noch alle besuchen. Über unseren Verein Schwabenstein konnten wir sogar zum Preopening des Lego-Stores in der Fußgängerzone gehen. Florian hat jahrelang Star Wars-Sets von Lego gesammelt. Das war aber eher eine Ersatzhandlung, weil wir mehr Trekkie als Warsler sind. Der Star Trek-Serie von Bluebrixx hat er widerstehen können. Aber seit 2025 das erste Enterprise-Modell rausgekommen ist, sind wir Feuer und Flamme. Das wird teuer. Das wird sehr teuer... Denn diesmal werden wir alles haben müssen. Florian hat immer mal wieder schöne Sets haben brauchen wollen müssen, wie die Achterbahn oder den Mittelaltermarkt. Ich selbst war vor allen Dingen von den NASA-Sets begeistert und natürlich dem Gruselhaus, und den Dinosaurieren und den Back to the Future-Sets. Und seit ein paar Jahren streamen wir auch hin und wieder über Florians Twitch-Kanal. Dort könnt ihr also sehen, wie sehr ich zusammen mit Florian unsere gemeinsame Lego-Leidenschaft zelebriere.
Der nächste Schritt wird sein, dass Florian endlich wohlverdient sein eigenes Legozimmer bekommen wird, das er dann sein "Brickoseum" nennen wird. Sobald Ferdinand ausgezogen ist. Damit wird für ihn ein großer Traum in Erfüllung gehen. Update 16.03.2026Beim Schwabenstein e.V. sind ca. 20% der Mitglieder weiblich.
Montag, 2. März 2026 19:36Meine erste USA-ReiseIn der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut. In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte. Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre. Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war. Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.
Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...
Freitag, 30. Januar 2026 23:32Christian von Aster - LITERARISCHE VERGNÜGLICHKEITEN - Galeriehaus HofDa wir zufällig in der Nähe waren, haben wir die Lesung "LITERARISCHE VERGNÜGLICHKEITEN" von Christian von Aster im Galeriehaus in Hof besucht. Er hat aus Neudeutsch 2.0 und Das Schlachthaus der Träume gelesen sowie ein paar Raritäten auf dem Tablet, die teilweise nirgends veröffentlicht worden sind. Die Schaffenskraft dieses Mannes ist unglaublich. Er ist wahrlich ein Meister der Wortakrobatik und unerwarteter Plottwists. Und wegen seiner zuweil düsteren Geschichten wurde er von der Gothic-Szene adoptiert. Leider wurden die falschen Bücher geliefert, so dass das Paket gleich mal in der Packstation gelassen wurde. Es ging zwar eine Liste herum, in die wir uns gleich eingetragen hatten, um das Eis zu brechen, aber das hat leider nicht so gezogen wie ein Stapel Bücher, der gleich vor Ort hätte erworben und signiert werden können. Das war extrem schade.
Memo an mich selbst: Nicht in Hotels übernachten, die die Hausnummer 88 haben. Das hatte bad bad vibes.
Freitag, 23. Januar 2026 23:59Hubert Zitt in der Sternwarte NürnbergZu Hause war mal wieder das Internet ausgefallen, weil der Anschluss schon wieder beschädigt wurde. Ich habe langsam den Eindruck, die wollen, dass wir zu Glasfaser wechseln. Ich habe deshalb die Reiseroute mit Handy und Tablet und WLAN-Hotspot über Handy irgendwie rausgesucht. Bis auf einen normalen Baustellenstau war die Fahrt problemlos und wir haben wieder unser obligatorisches Foto an der Saturn V in Nürnberg-Feucht geschossen. In der Sternwarte Nürnberg hatten wir uns für den Vortrag
Science && Fiction – Der Einfluss der Mondlandungen auf die Menschlichkeitvon Hubert Zitt angemeldet, der von der Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) e.V. organisiert worden war. Hubert hat sich sehr gefreut und uns gleich mit einer Umarmung begrüßt. Wir hatten uns gar nicht angekündigt, es war also wirklich eine gelungene Überraschung. Uns hat eine Monika angesprochen, die uns von der FedCon her kennt. Sie hat sich nochmal bei mir bedankt, weil ich damals spontan angeboten hatte, von ihr, ihrem Mann und Hubert ein Foto zu machen, worüber sie sich sehr gefreut hatte. Diesmal konnte sie sich revangieren und hat von uns ein Foto gemacht. Das doppelte &-Zeichen stammt aus der Programmiersprache. Wie immer hat Hubert viele Ausschnitte aus Filmen gezeigt. Begonnen hat er mit dem Song Whitey On the Moon von Gil Scott-Heron, in dem er sich Luft darüber macht, dass ein Haufen Geld dafür bezahlt wurde, um Weiße auf den Mond zu bringen, aber er als Schwarzer seine Arztrechnung nicht bezahlen kann. Das mal gleich zur Einstimmung. Er hat auch die Serie For all Mandkind (AppleTV) gelobt, die im März in die fünfte Staffel gehen wird. Dann ging es um den Film "Apollo 13" und auch um den Satz "Failure is not an option", der so nie gesagt worden war. Aber den größten Teil hat der wunderbare Film "Hidden Figures" eingenommen, der um drei wunderbaren Frauen Katherine Johnson (Mathematikerin), Dorothy Vaughan (Programmiererin) und Mary Winston Jackson (Ingenieurin geht, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass John Glenn mit der Mercury-Atlas-Mission einen Raumflug absolvieren konnte. In dem Film schlägt in meiner Lieblingsszene Al Harrison (gespielt von Kevin Costner) das Schild "Colored Ladies Room" von der Wand und sagt den berühmten Satz "Bei der NASA pinkeln wir alle in derselben Farbe". Gäsenhaut pur! Und es sind auch einige Tränen geflossen. Zum Schluss hat Hubert von der bevorstehenden Artemis-Mission gesprochen. Der erste bemannte Flug, der aber noch keine Landung auf dem Mond vorsieht, wird dieses Jahr zwischen Februar und April stattfinden. Er hofft, dass dies die Menschheit vielleicht wieder zusammenschweißen könnte, wenn Bilder um die Welt gehen werden, auf denen man nur den blauen Planeten sieht, auf denen keine Grenzen sichtbar sind. Er meinte, man solle die Hoffnung niemals aufgeben, insbesondere nicht in Zeiten wie diesen. Anschließend haben wir den Abend noch im griechischem Restaurant Charisma ausklingen lassen. Dabei waren viele Leute, die wir auch von der FedCon kennen. Eine Frau hat erzählt, dass sie lange mit der Band Sarlacc Survivors aktiv war, es eine schöne aber anstrengende Zeit gewesen war, dann kamen die Kinder... Ich erinnerte mich, dass ich im Aufzug vom Sheraton-Hotel zu einer Twi'lek der Band gesagt hatte: "Die Orangenhaut solltest du mal von einem Arzt anschauen lassen." Sie antwortet: "Ja, das war ich!" Ich entschuldigte mich umgehend für den schlechten Witz, den sie wahrscheinlich noch nie nicht niemals gehört hatte. Später meinte Florian, dass ich vielleicht einer False Memory aufgesessen war, denn seiner Erinnerung nach hatte den Witz unser Freund Nobbse gebracht. Ich erlebe das öfter und erschrecke dann jedes Mal, weil ich dann Angst habe, dass so vielleicht Demenz beginnt. Aber ich glaube, dass ist ein normaler Effekt. Ich wundere mich immer, wenn ich alte Sachen nachlese, sei es im Blog oder gar in einem hangeschriebenen Tagebuch, dass ich mich überhaupt nicht an die Dinge erinnern kann oder manchmal auch eine vollkommen andere Erinnerung habe. Es war ein wunderbarer Abend mit ganz vielen wunderbaren Menschen. Es lohnt sich wirklich zu schauen, ob wir Hubert nicht auch auf kleinen Veranstaltungen sehen können. Rosenheim hatten wir 2025 leider nicht geschafft, weil ich eigentlich auf Dienstreise hätte gehen sollen (aber dann krank wurde). Da war Nürnberg eben auch naheliegend und hat zeitlich besser gepasst. Damit endete unsere Woche mit drei kostenfreien, aber phantastischen Vorträgen.
Donnerstag, 22. Januar 2026 23:06Haken Dran Live - Juristische BibliothekHeute haben wir ein kleines Konzilchen abgehalten. Um 17:30 Uhr haben wir uns am Fischbrunnen getroffen. Die Bademändel sind aber zu Hause geblieben. Im Wildmosers haben wir lecker gegessen und uns u.a. über die "Fernfusion" (PV-Anlagen) unterhalten. 19:30 Uhr haben wir uns dann in die Juristische Bibliothek zu München begeben, die Gavin mit Hogwarts verglich. Irgendwann war dort auch Hoaxilla, ich glaube zu einem Hörertreffen. Leider hatten wir damals keine Zeit, aber die Bilder der Bibliothek waren schon sehr beeindruckend, weshalb ich dort unbedingt einmal hin wollte und mir auch überlegen könnte, dort selbt einmal einen Vortrag mit Hubert zu veranstalten. Elwood war auch als offizieller Fotograf vor Ort. Gavin hat dann die Technik aufgebaut. Wir saßen mal wieder in der ersten Reihe, mitten drin, statt nur dabei. In dem Video auf Youtube sieht man auch Florian, als er mit Elwood in Minute 41 den Platz getauscht hat. Zu Gast waren Roland Hindl, Social-Media-Redakteur BR24, war am 28. November bei Haken dran mit "Sucht und Süchtig-tok" und Dominik Hammes, Podcaster, 12. November mit "Mit fremder Zunge schmücken". Außerdem kam Rolands Publikumsjoker Gregor Schmalzried in Minute 47 zum Thema KI nach vorn. Im Video nicht zu sehen war noch Torsten Beeck da, der Chefredakteur der c't. Nach einer kurzen Pause hat sich Gavin Karlmeier dann den Fragen des Publikums gestellt, die via Menti eingesammelt wurden. Manche Fragen wurden nur gestellt, um das Bingo endlich voll zu bekommen. Und am Ende war es besonders lustig, weil jemand die Frage gestellt hat, ob man auch während der Q&A-Sessions noch Fragen einreichen könne. Elwood hat Gavin dann noch vier Star Trek-Filme geschenkt, damit er endlich mal gucken kann. Wir waren uns alle einig, dass er mit "First Contact" anfangen sollte. Und am Ende haben wir noch ein Zeugen Kühlwaldis-Gruppenbild gemacht. Es war ein wirklich schöner, informativer Abend!
Haken Dran höre ich immer, wenn ich in den Stall fahre, weil der praktischer Weise genau die richtige Länge hat und immer Montag, Mittwoch und Freitag rauskommt, also genau an den Tagen, an denen ich normalerweise in den Stall fahre. Verpasst habe ich diesen Abend den Vortrag von Jasmina zum Thema "Incels" bei Skeptics in the Pub Köln. Den hatten wir aber schon am Donnerstag, 3. Juli 2025 in Augsburg gesehen. Außerdem war ein Zoom-Meeting vom PAN (Phantastik-Autor*innen-Netzwerk e. V.) mit Isa Theobald und Tommy Krappweis, von dem ich zwar aus dem Newsletter wusste, aber da ich selbst nicht mehr schreibe (außer meinen Blog), wäre ich da wohl sowieso fehl am Platz gewesen. Update 03.02.2026:Zum zeitsufferänen Nachschauen: PAN Academy Vortrag: "Audiotechnik für Schreibkreative" mit Tommy Krappweis und Isa Theobald
Sonntag, 11. Januar 2026 22:20Fast vergessene Kreaturen - Wandelhalle in Bad WildungenDafür gibt es eigentlich keine Kategorie. Über die Parakryptozoologische Gesellschaft haben wir einige großartige Menschen kennengelernt, die wie Christian von Aster Phantasiewelten erschaffen. Es wird auch wieder einen Jahreskongress geben. Darüber haben wir Forgotten Creatures kennengelernt. Dazu gibt es ganz wunderbare Bücher. Und als wir erfahren haben, dass es eine Ausstellung über die Fast vergessenen Fabelwesen geben soll, haben wir natürlich in unserem Kalender ein Wochenende freigeschaufelt. Leider haben wir die Kuratorenführung mit Florian Schäfer am 10.10.2025, die Fantasy-Führung am 13.11.2025 oder die Kuratorenführung mit Dr. Daniel Wolf am 09.01.2026 nicht geschafft, die Wunderkammer von Dr. Wolf leider ebenfalls nicht, obwohl sie nur eine Stunde von Bad Wildungen entfernt ist. Aber vielleicht haben wir noch eine weitere Chance, denn die Ausstellung wandert noch zu drei weiteren Standorten. Und das ganze ohne Eintritt. Ich bin immer wieder tief berührt und erstaunt, was für wunderbare Menschen wir über unsere Aktivitäten auf Twitch und auf dem Discord kennenlernen durften. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, wieviel Herzblut und Arbeit in der Ausstellung steckt, kann dies in der Doku "Wie ein Biologe Fabelwesen lebendig macht" in der ARD-Mediathek auf sich wirken lassen. Wir waren natürlich auf Forschungsreise und hatten unsere weißen Kittel an, Florian mit Leselupe und Lampe und ich mit Einhornmütze. Meine Lieblingskreatur ist eindeutig der Rollibock, aber leider durfte ich ihn nicht streicheln. Die Leckerlis hatte ich sowieso zu Hause vergessen. Unsere Freundin, die extra aus der Schweiz angereist ist, war zufälligerweise ein paar Tage vorher auf dem Aletschgletscher gewesen. Sie hatte den Rollibock aber nicht gesehen, weil sie sich respektvoll der Natur gegenüber verhalten hat. Danach haben wir uns noch die beiden anderen Ausstellungen angeschaut, über den Maler Willi Tillmans, dem die Malerei buchstäblich in den Genen lag. Ich fand auch die Geschichte, wie er seine Frau Meta kennenlernte, romantisch. Die war aus der Kategorie "Zufälle, die wie Vorherbestimmung wirken". Und das Quellenmuseum, wo es um den Kurort Bad Wildungen ging, um Nieren- und Blasensteine (ein medizinhistorisches Museum) und ein künstliches Pferd, das Harnleitersteine lockern soll. Reiten ist gesund! Sollte die Ausstellung nochmal Richtung Süden wandern, würden wir gerne noch Kuraturenführungen mitmachen. Es war wirklich ein wunderbares Wochenende. Nur das Hotel... Die haben "Sophia" falsch geschrieben.
Freitag, 28. November 2025 10:42Lego-Store Enterprise kaufenHeute hatte ich ein ganz besonderes Date mit Florian. Wir sind zum Lego-Store gegangen mit dem Bollerwagen, um zwei Enterprises zu kaufen. Ich hatte extra meine Lego Insider-Nummer in mein Wallet gespeichert. Eigentlich wollten wir 9:30 Uhr dort sein, aber weil wir versäumt hatten, die Uniformen zurechtzulegen, hat sich das etwas verzögert. Als wir dann kurz vor Geschäftsöffnung um 10:00 Uhr dort waren, standen bereits 11 Leute vor uns an. Einer sogar mit TNG-Hoodie. Wir waren ein wenig nervös, weil wir neben den Kassen nur zwei Stapel mit jeweils 6 Boxen sahen. Das war aber unbegründet, weil wirklich genügend da waren. Die Mitarbeiter gingen ständig hinter ins Lager und holten weitere. Auch der Stapel mit den Shuttles mit Ro Laren verriet, dass sie doch einige vorrätig hatten. Außerdem hatte sich die Reihenfolge der anstehenden Trekkies komplett geändert, als sie sich an die drei Kassen verteilten. Da es anscheinend keine Begrenzung gab, wieviele Enterprises pro Person gekauft werden durften - Florian hatte einfach beide geordert -, habe ich spontan noch eine weitere als Geldanlage gekauft. Ich wollte nicht den gleichen Fehler machen wie damals beim Millenium Falken. Am Ende wollte der Storemanager noch mit uns ein privates Foto machen. Das hat uns natürlich sehr geehrt. Dieses Foto wird auch die Praktikantin für eine Arbeit benutzen. Die wird allerdings nirgends veröffentlicht. Schade! Jetzt müssen wir nur noch einen Termin finden, an dem wir die Enterpise in einem Twitch-Stream zusammenbauen. Möglichst noch vor Weihnachten und wenn nicht LGT streamt.
Sonntag, 28. September 2025 20:01Transrapid-BesucherzentrumWeil wir zufällig in der Nähe waren, sind wir zum Transrapid-Besucherzentrum gefahren. Es war schönes Wetter und wir haben uns ausgiebig mit der Matterie auseinander gesetzt und sind auch ein kleines Stück die ehemalige Teststrecke entlang gelaufen. Wir hatten den Eindruck, dass der Förderverein davon träumt, dass der Transrapid eines Tages DAS Verkehrsmittel werden wird und alle Probleme schöngeredet (Wirtschaftlichkeit) oder ausgeblendet (Unfall mit einem Werkstattwagen). Hätte sich die Technik durchgesetzt, gäbe es nicht nur einen einzigen in Shanghai. Angeblich soll die Strecke seit 2019 erweitert werden. Damals war ich gegen den Bau des Transrapids zwischen Bahnhof und Flughafen in München, insbesondere weil kein Geld für Kitas da war. Die Kitas sind mittlerweile in einer noch schlechteren Verfassung, aber statt die Vermögenssteuer wieder einzuführen, fällt dem Staat nur ein, das Bürgergeld sanktionieren zu wollen. Allerdings bin ich nicht grundsätzlich dagegen, dass der Staat in neue Technologien investieren sollte.
Freitag, 26. September 2025 19:54Hambach - Zwischen verwundeter Erde und RenaturierungDa wir zufällig in der Nähe waren, sind wir bei :terra nova Tagebau Hambach auf die Aussichtsplattform gefahren. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man dieses riesige Loch sieht und die riesigen Maschinen, die dort baggern. Auf einem Hinweisschild stand etwas von Wildpferden. Also sind wir nach einem Eis zum Wanderparkplatz hambach gefahren, von wo aus wir erst einmal den Lehrpfad für Kinder gegangen sind, dann aber den kleinen blauen Schildern bis zu den Goldenen Auen gefolgt sind, wo die ausgewilderten Koniks in einem eingezäunten Bereich lebten. Wir waren schon eine ganze Weile unterwegs und ich fürchtete schon, dass wir die Pferde nicht zu Gesicht bekommen würden, aber dann haben wir sie auf einem Hügel grasen sehen. Als wir das Gebiet schon verlassen hatten und auf dem Heimweg waren, hatten sich die Pferde schon an den Zaun herangewagt, so dass wir sie von ganz nah sehen konnten. Eigentlich sollte man 25 Meter Abstand halten, aber ich denke, dass gilt nicht, wenn der Zaun dazwischen ist. Es waren drei graue Stuten mit ihren Fohlen und ein fast schwarzer Hengst. Ich konnte mich kaum losreißen. Danach sind wir auf dem kürzesten Weg zum Parkplatz zurück gegangen. Wir haben noch einen keltischen Kompass gesehen und das ehemalige Gipfelkreuz, wo uns eine Reiterin auf einem Schecken mit einem Schecken als Handpferd entgegenkam. Florian hatte die Vermutung, dass die Berge hier entstanden sind von dem Erdreich, dass im Tagebau abgetragen wurde, und dann eben bepflanzt und renaturiert wurde, auch als Greenwashingmaßnahme von RWE. Deshalb ist das ehemalige Gipfelkreuz auch nicht mehr die höchste Stelle. Konik Wildpferde auf der Sophienhöhe Aussichtspunkt Terra Nova Hambach
Samstag, 6. September 2025 16:15Burgbelebung auf der CadolzburgHeute haben wir mal eine Burgbelebung angeschaut auf der Cadolzburg. Das ist kein Konsum- und Leckerschmeckermarkt wie die üblichen Mittelaltermärkte, sondern es sind einfach ein paar Zelte mit Lagerern, wie sie auf Mittelaltermärkten am Rand aufgebaut sind. Ein junger Mann spielte auf einer Fidel/einer Gambe, aus der sich später alle möglichen Streichinstrumente mit gewölbten Böden und Deckeln entwickelt haben. Die Fidel hat im Gegensatz dazu einen glatten Boden/Deckel. Am Stand des Schreibers vom Aufgebot 1474 haben wir eine Geschichtsstunde bekommen. Die Tinte ist zunächst grau, oxidiert aber durch Gerbsäure, ich glaube von der Eiche, zu schwarz und verblasst deshalb auch nach mehreren hundert Jahren nicht. Wir hatten dann die Idee, dass man Trump Stifte geben sollten, deren Tinte nach einer Woche unsichtbar wird und alle Dekrete ungültig werden. An der Rückwand des Zeltes hingen mehrere Blätter mit im Kreis, der in zwölf Segmente geteilt war, geschriebenen Text. Das hatte aber nichts mit Kalender oder Horoskop zu tun, sondern war eine Art Spiel des Lebens. Auch damals gab es schon Nerds. So rund und bunt geschriebener Text konnte nicht so leicht kopiert werden, da man die Buchstaben so nicht in eine Presse setzen konnte. Das war also so eine Art Kopierschutz. Jemand hatte eine Gutenbergpresse nachgebaut und damit ein Büchlein "Dracule" nachgedruckt. Schrift wurde gesetzt, Bilder als Holzschnitz eingefügt. Bevor es die Gutenbergpresse gab, wurden die Seiten mühsam in Spiegelschrift auf Holz geschrieben, dann um die Schrift rausgeschnitzt und so hatte man für jede Seite eine Holzdruckvorlage. Deshalb konnte man nur in geringen Auflagen produzieren. Der Schreiber hatte auch ein Musikstück gemalt. An seinem Stand hatten schon einmal Leute, die diese alte Notenschreibweise lesen konnten, das Lied dann im Canon gesungen. Farbige Tinte wurde auch aus Edelsteinen, z.B. Lapislazuli für blau gemahlen. Allerdings war das sehr teuer. Günstiger war es, Farben aus oxidiertem Metall zu gewinnen, z.B. Grünspan vom Kupfer oder Bleiweiß. Die Griechen haben für ihre Statuen keine so haltbaren Farben verwendet, weshalb diese heute alle weiß sind. Er zeigte uns dann auch einen Gegenstand, der an einen Schlüssel ohne Bart erinnerte. Das war ein Bleistift, mit dem man feine, graue Linien zeichnen konnte, die als Zeilen dienten. Nach dieser Wissensdruckbetankung haben wir uns den Garten und den Museumsshop angeschaut. Für eine Burgbesichtigung hatten wir leider keine Zeit. Um 15:00 Uhr wurden zwei Kanonen abgefeuert, allerdings nur mit Schwarzpulver ohne Kanonenkugeln. Unser Schreiber hatte die Aufgabe, die Behältnisse aus Gusseisen mit Schwarzpulver zu befüllen. Der erste war ein Blindgänger. Der wurde dann mit Wasser gelöscht, allerdings besteht da immer noch die Gefahr, dass sich das Pulver doch noch entzündet und man sich schwer verletzt. Später hat er die Behältnisse gereinigt. Das winzige Loch für das feine Schwarzpulver wurde mit Messingstäbchen gereinigt, da diese keine Funken erzeugen. Die kleinere, mobile Kanone hatte beim ersten Schuss sogar einen Rauchring erzeugt. Das passiert aber nur sporadisch und kann nicht beeinflusst werden. Zwischendurch haben wir im Vesperhäusla lecker gegessen. Dort gab es frisch gebackene Pinsas.
Montag, 25. August 2025 20:58WeimarDieses Wochenende haben wir uns mit Freunden in Weimar getroffen. Wir hatten ein dicht gepacktes Programm, viel gesehen, gegessen und gelacht. Freitag, 22. August 2025Am Freitagnachmittag haben wir einen Zwischenstop in Erfurt gemacht, um den neu eröffneten Brotladen (Bernd das Brot) heimzusuchen. Dort haben wir einiges gekauft. Dafür habe ich zum ersten Mal in Werner's Head Shop nichts gekauft. Nachdem wir in Weimar in unser Stammhotel B&B eingekehrt waren, gab es erst einmal Abendessen im El Burrito. Dort haben wir eine selbstgehäkelte Patchworkdecke im Klemmbaustein-Design geschenkt bekommen. Nun kann Florian über Noppensteine laufen, ohne sich die Füße wehzutun. Samstag, 23. August 2025Nach dem Frühstück ging es erst einmal ins Bauhaus. Die Geschichte der Hochschule für Baukunst ist auch eine Geschichte des Nazionalsozialismus. Mir gefällt das klare, funktionale Design der Möbel. Ich hatte auch einmal ein paar von diesen klassischen Freischwingern, die auch erstaunlich bequem waren. Nur das Kunstleder hat sich irgendwann aufgelöst. Es gab auch eine schöne Interviewsammlung zum Thema "Weltbürger":
Ich frage mich, ob die flächigen Bilder mit schwarzen Linien und weißen, gelben, roten und blauen Rechtecken etwas mit Piet Mondrian zu tun haben. Und ob Jacqueline White aus "Unbreakable Kimmy Schmidt" einen Original-Mondrian in ihrem Appartment hängen hatte. Anschließend waren wir im Haus der Weimarer Republik. Politische Bildung, so wichtig, für eine stabile Demokratie. Im Obergeschoss war eine Sonderausstellung über Sport und die Olympischen Spiele. Mittagessen gab es in der Pizzeria Napoli. Ich hatte noch keinen großen Hunger und deshalb nur eine Suppe und ein Tiramisu gegessen. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek mussten wir leider streichen, weil keine Tickets an der Kasse mehr verfügbar waren. Ich wollte sie aber nicht im Voraus kaufen, da ich nicht genau wusste, wieviele Leute wir sind und wieviele dort überhaupt reingehen wollen. Wir haben einfach beschlossen, noch einmal nach Weimar zu fahren. Statt dessen sind wir in das Weimar Naturalien gegangen und haben wieder ziemlich viel eingekauft. An der Kasse lebt die "dicke Heidi", eine Madagaskar-Fauchschabe, in einer Kokosnussschale mit Mesokarp. Unser traditionelles Gruppenfoto haben wir am Shakespeare-Denkmal gemacht, weil wir es witzig fanden, dass in der Goethe- und Schillerstadt ein Shakespeare-Denkmal steht. Dabei entstanden noch eine Menge lustiger und epischer Bilder. Nach einem schönen Spaziergang im Park haben wir dann im Franz & Willi Burgerhaus gegessen. Leider war meine Reservierung vom April verschütt gegangen, aber es hat dann spontan doch geklappt. Wir saßen erst im Biergarten, aber weil es doch etwas kühl war, wurden wir tischeweise nach drinnen geholt, sobald wieder einer frei geworden war. Anschließend sind wir noch im Cielo eingekehrt, wo wir mit Cocktails den Abend ausklingen ließen. Dort haben wir eine sehr coole Bedienung kennengelernt, die wir gleich für ein Projekt rekrutieren wollten. Schöne Dinge können hier kommen, wenn alles klappt. Außerdem haben wir gleich Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und schonmal das Wo & Wann geklärt. Das dreiköpfige Orga-Team (nicht wir) wird das toll machen! Bei unseren jährlichen Treffen hat bisher jedes Jahr jemand anderes die Orga übernommen und wir besuchen sozusagen reihum unsere Wohnorte. Nein, wir wohnen nicht in Weimar, aber wir haben mit unseren Freunden aus Weimar das Wochenende geplant. Florian hat noch eine Postkarte eingeworfen. Die hätten wir als solche gar nicht erkannt, weil sie rot war statt gelb. Das war ein Insidertip. Sonntag, 24. August 2025Der Sonntag war dann nicht mehr so dicht getaktet. Zum Frühstück hat unser Fotograf sein Meisterwerk signiert, dass seit unserer Renovierung im Schlafzimmer hängt. Vormittags waren wir im Bienenmuseum. Dort gibt es auch sehr guten Honig im Hofladen. Es gibt den Innenbereich, das Museum, und den Außenbereich, den Garten mit bienenfreundlichen Pflanzen und den Bienenstöcken. Das Café Bienenstock hat sehr leckere Speisen und dort kann man auch feiern und Catering bestellen. Netterweise durften wir uns noch an den Resten eines Hochzeitsbuffets bedienen. Danach haben wir dort noch eine kleine Pause eingelegt, bevor es zum letzten Programmpunkt überging. Wir hatten Buchenwald an das Ende gelegt, weil der Programmpunkt sehr umstritten war. Einige sagten bereits im Vorfeld, dass sie das sich nicht antun möchten. So konnten sie entweder bereits den Heimweg antreten oder etwas anderes anschauen. Ich finde es aber immer wieder wichtig, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Nie wieder ist jetzt! Abendessen gab es diesmal im Sächsischen Hof, wo wir einen Vierer-Pärchenabend hatten. Die meisten hatten bereits die Heimreise angetreten. Ich hatte Appetit auf Rotkohl mit Klößen, aber ohne Fleisch, weil ich auswärts normalerweise vegetarisch esse. Das war überhaupt kein Problem. Als ich dann noch beide Desserts im Weckglas essen musste, hatte ich meinen Rekord aufgestellt: Fünf Desserts an einem Tag, wenn man die Torte vom Bienenstock mitrechnet. Danach wollte ich aber nur noch ins Bett, so platt war ich. Montag, 25. August 2025Am Montag waren wir nur noch zu viert beim Frühstück. Florian hatte sein Notebook dabei, auf dem er Linux installiert hatte. Aber weil das Notebook einen 4K-Bildschirm hat, konnte er die Schrift nicht lesen, weil sie mini-mini-mini war. Aber mit Hilfe des anderen ITlers ist es dann gelungen, dem Betriebssystem die korrekte Bildschirmauflösung beizubringen. So ist Florian ein Schritt näher an seiner Befreiung von Microsoft. Sein neues Fairphone soll auch google-frei bleiben. Ich bewundere seine Beharrlichkeit. Ich bin da leider etwas zu bequem. Die Heimfahrt verlief wieder ohne Probleme.
Montag, 11. August 2025 21:03Das Große Treffen - Aach am BodenseeDieses Wochenende waren wir das erste Mal bei Das Große Treffen in Aach am Bodensee. Gewohnt haben wir in einem nahegelegenen Hotel, weil wir weder lagern noch campen. Hauptgrund war natürlich, dass Tommy und Sophia Krappweis da waren für Lesungen und Harpo Speaks! Aber ich war insgesamt sehr begeistert. Es gab zusätzlich zum Mittelalterdorf noch ein Wikinger- und ein Piratendorf und Steampunk war auch vertreten. Letzteres war auf einem großen Reitplatz, dessen Boden ziemlich plattgetreten war und ich denke, dass der ordentlich gefahren werden muss, bevor er wieder bereitbar ist. Es gab auch einen Bereich, der auf der Karte als "privat" gekennzeichnet war. Anfangs dachte ich, dass das ein Bereich für die Crew wäre, so ähnlich wie beim Legoland für die Teilnehmer der 501 German Garrison, als es noch die Star Wars Tage gab, bevor Disney das Franchise geschluckt und die Kooperation beendet hat. Aber es war überraschender Weise ein Pferdestall mit kleinen Paddocks und einem Round Pen. Als Pferdebesitzer wäre das für mich der Horror, wenn da ein Mega Event Park um meinen Stall herum wäre, wo regelmäßig solche Festivals stattfinden. Und ich hatte Recht, dort finden auch Reitturniere statt. Wir haben uns auch mit Freunden aus der LastGeekTonight-Bubble getroffen und auch mit lieben Menschen, die wir bisher nur aus dem Discord kannten. Es gab hier Überschneidungen zur WildMics- und Maraverse-Bubble. Es wurden auch interessante Gespräche geführt. Zu Essen gab es auch reichlich und lecker. Besonders der Flammkuchen, der Langosch, das Slush und die Crêpes haben es mir angetan. Am Sonntag waren leider die Bananen aus. Ich nahm statt dessen Kirschen und hatte leider einen Kirschkern drin. Gut, dass ich nicht zu fest zugebissen hätte, sonst hätte sich die Zahnzusatzversicherung gelohnt. Die Lesung von Sophia und Tommy Krappweis war wirklich schön. Es ging um Kohlrabenschwarz. Am nächsten Vormittag war ein Ask us Anything, wo ich Streberin Fragen zu den Podcasts Ja, Schatz! und Der offizielle Ghostsitter Podcast stellte und wissen wollte, wieviel Autobiografisches in manchen Szenen aus Kohlrabenschwarz steckt. Und es ging nicht um die Hirschkuh. Florian hat gefragt, wofür die beiden dieses Wochenende dankbar sind. Am Samstagnachmittag und auch am Sonntagnachmittag spielte Harpo Speaks! auf ziemlich kleinen Bühnen. Vielleicht war die Hafenbühne die kleinste Bühne, auf der sie jemals gespielt haben. Ich hatte so den leisen Verdacht, dass die Veranstalter das deshalb so gemacht haben, damit Tommy nicht wieder das Publikum zum Mitsingen auf die Bühne bittet, wenn sie Ein echter wahrer Held spielen. Außerdem hat mir das Endzeitlager wahnsinnig gut gefallen. Mad Max live. Bisher kannte ich Rotten Raptor nur von der ComicCon, dort war es aber nur ein Auto mit ein paar Endzeitlern, die in irgendeiner Ecke rumstanden. Aber hier war es ein ganzes Lager und eine ganze Show mit Feuer, Akrobatik und einem Showkampf. Leider war die Donnerkuppel ungünstig positioniert, weil es keine Tribüne gab. Das Publikum hat eigentlich nur etwas mitbekommen, wenn es das Glück hatte, in der ersten, zweiten Reite zu stehen. Wir hatten eigentlich einen tollen Sitzplatz, aber die Security hat uns aufgescheucht und als wir dann mit Abstand zur Donnerkuppel standen, haben sich dazwischen natürlich Leute positioniert, die erst später dazugekommen waren. Ich war sehr frustriert, dass ich nichts mehr sehen konnte und die Show erst später auf den Videoschnipseln sehen konnte, die Florian mit der hochgehaltenen Kamera gemacht hat. Ich stand nur am Zugang zur Basis, so dass ich die Kämpfer vorbeilaufen sehen konnte oder wenn sie aus der Donnerkuppel als Verlierer rausgetragen wurden. Besonders lustig fand ich auch das Teapot-Race. Da traten unterschiedliche ferngesteuerte Fahrzeuge gegeneinander an. Sie mussten einen interessanten Parcours absolvieren. Die einzige Bedingung war, dass auf dem Gefährt eine Teekanne befestigt sein musste. Die konnte aber auch winzig klein sein, wie aus einer Puppenstube, oder wie bei dem Gefährt der Umbrella Corporation größer als der fahrbare Untersatz. Ursprünglich hatten wir vor, wieder auf das Elbenwaldfestival zu gehen, aber wegen Tommy und Sophia Krappweis haben wir unsere Pläne geändert. Es war wieder ein wunderbares Wochenende geworden, von dem ich noch eine Weile zehren werde. Und ich habe mich riesig über ein kleines, großes Geschenk gefreut.
Samstag, 19. Juli 2025 21:25Edeka Wollny, Legoland, Miss Pepper DasingHeute waren wir bei schönstem Wetter im Legoland. Auf dem Hinweg haben wir im Edeka Wollny in Friedberg gefrühstückt. Wir haben relativ weit hinten auf dem Schotterplatz geparkt, damit wir bei der Ausfahrt nicht so lange warten müssen. Dafür war der Weg vom Auto bis zum Eingang 6 Minuten lang. Weiß nicht, ob das sinnvoll war oder ob es auch ausgereicht hätte, wenn wir weiter vorn geparkt hätten, weil die Ausfahrt um 17:00 Uhr problemlos war. Später wäre es vielleicht schwieriger geworden. Unser erstes Ziel war die Factory. Dort hat uns ein Spatz ein Ständchen gesungen. Beim Shoppen haben wir uns zurückgehalten und sind unter 100 Euro geblieben, was aber auch daran liegen könnte, dass wir sehr viele der Tierchen aus der Vitrine bereits hatten. Auf dem Turm waren wir auch. Das absolute Muss ist auch die Tempel X-pedition. Diesmal saß ich links und hatte mehr Punkte. Vielleicht ist das die bessere Position. Bisher hatte ich nie eine Chance gegen Florian. Es gab auch einige Änderungen: Im Miniland gibt es jetzt auch Fortnite. Es gibt einen Laden nur für Florist. Die Blumen sind sehr erfolgreich, was ich nicht nachvollziehen kann. Ich glaube, dass die nicht nur die Hölle zum Abstauben sind, sondern ich mag auch so Blumen nicht so gern. Und statt dem Schnäppchenmarkt gibt es jetzt das Mini-Figuren-Atelier, wo man noch eine viel größere Auswahl als in den Lego-Stores hat, um seine Figuren zusammen zu bauen. Dort haben wir wieder coole Frisuren ergattert. Am Ende waren wir noch im Kino und haben Dreamzzz gesehen. Das war schon teilweise ziemlich heftig mit den schwarzen Gestalten. Das nächste Mal würde ich gerne "Friends Alien Invastion" anschauen. Das lief heute aber nur um 14:30 Uhr, da waren wir noch nicht da. Vielleicht klappt es das nächste Mal. Der Abschluss war dann Wellenreiter, mein Lieblingsfahrgeschäft und das einzige, das ich mich im Moment noch traue. Ich weiß nicht, ob mein Nacken jemals wieder in Ordnung kommt. Beim Autofahren oder lange am PC sitzen merke ich das zwar nicht mehr, aber wenn ich den Kopf bewege, knackt es immer noch. Fast 3,5 Jahre ist der Sturz jetzt her. Im Einsteins haben wir dann noch die Lego-Geschichte bewundert, wie das letzte Mal. Im Miniland noch ein Alienraumschiff auf einem Weinberg entdeckt. Und wir haben es geschafft, nicht in den Shop zu gehen. Dieses Wochenende waren die "Erfahre Hyundai"-Tage, weshalb viele Werbeveranstaltungen waren. Eigentlich hätten wir am Freitag gehen wollen, da wäre wohl weniger los gewesen und es wäre nicht so heiß gewesen, aber wir hatten Termine. Vielleicht nächstes Jahr und da frage ich dann die Jungs, ob sie mal wieder mitkommen möchten. Auf dem Heimweg waren wir dann bei Miss Pepper in Dasing, wo wir vor Jahren mal auf der Rückfahrt von Stuttgart Trekdinner United gewesen sind. Ich dachte, dass es vielleicht etwas günstiger wäre, als im Legoland zu essen, aber da hatte ich mich getäuscht, das nimmt sich nicht viel. Wir hatten nur mehr Zeit im Legoland, andere Sachen zu machen. Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, nur Vorspeisen oder Nachspeisen zu essen.
Samstag, 5. Juli 2025 17:14The Spirit of No Name City in PoingNo Name City in Poing habe ich leider nie besucht. Das ist ein mahnendes Beispiel, wie aus "irgendwann" ein "nie" wird. Man bereut im Leben immer nur die Dinge, die man nicht getan hat. Und manchmal stelle ich mir vor, wie ich dort vielleicht aus den Socken gefallen wäre, hätte ich Tommy in einer Stuntshow erkannt. Als Florian neulich ein Poster als Werbung für The Spirit of No Name City auf dem Weg zum Supermarkt gesehen hatte, haben wir das natürlich gleich eingeplant. Heute waren wir dort. Das kleine Festival fand auf dem Außenparkplatz des CityCenter Poing statt. Es bestand aus einem Verkaufsstand für Cowboyhüte, schlichten Kulissen, Essensständen, ein paar Spielen wie Stiefel werfen, einem Bullriding und einer Bühne mit Tanzfläche. Es gab ein klein wenig Westernfeeling. Wir haben auch jemanden vom Trekdinner getroffen. Er hat erzählt, dass das Festival dieses Jahr wegen der Baustelle sehr klein ist und normalerweise auch noch zusätzlich auf der Straße stattfindet. Dieses Jahr konnte die Straße aber wegen der Baustelle nicht gesperrt werden, sonst hätten die Autos nicht in das Parkhaus vom CityCenter fahren können. Für nächstes Jahr haben wir uns dann gleich mal verabredet, damit wir das Festival nochmal in voller Größe erleben können. An Pullman City in Eging am See oder das El Dorado in Templin kommt das natürlich nicht heran. Für Countrymusik hat Ronny Nash gesorgt, während auf der Tanzfläche das Publikum zu Linedance eingeladen war. Mad-hias unterhielt als Jongleur und Feuerkünstler und machte einige Seitenhiebe gegen Rechts. Als wir gehen wollten, beeindruckten uns noch die Wild West Girls e.V. and Boys mit ihrem Cancan und Michi mit seiner Kinderschminke. Die Show mussten wir dann noch zu Ende sehen.
Samstag, 14. Juni 2025 23:59Buchmesse Saar - Tim Vollert und Lydia BeneckeWegen dem Verkehrslärm und der Hitze haben wir nicht besonders lange geschlafen. Das Hotel hat keine Klimaanlage, deshalb mussten wir die Fenster aufmachen. Für heute hatte ich XComics und die Waffle Brothers geplant. Aber Saarlouis ist klein und es wahr sehr heiß draußen. Vor dem Comicladen haben wir ein kurzes Fotoshooting mit mir als Liv Moore (iZombie) gemacht, allerdings habe ich das Outfit wirklich nur kurz für die Fotos angezogen, weil es so heiß war. Den blau-braunen Stand habe ich mit einem Schweigeeinhorn bedacht und das fotografiert. Danach sind wir im Nanunana versackt. Als wir wieder rauskamen, hat mich eine blaubraune Frau mit "Entschuldigen Sie!" anquatschen wollen. Ich habe sie ignoriert. Ein blaubrauner Mann meinte dann "Lass sie gehen!". Danach habe ich ihr einen bösen Blick zugeworfen. Hunger hatte ich bei der Hitze und so kurz nach dem Frühstück noch keinen, weshalb wir keine Waffel aßen. Weil wir im Hotelzimmer noch die dritte Staffel Kohlrabenschwarz zu Ende hören wollten, waren wir dann noch beim Media Markt und haben ein JBL Go4 gekauft, das Tommy empfohlen hat. Wir waren sehr erstaunt über die Soundqualität. Aber auch danach war es noch eine halbe Ewigkeit bis zum abendlichen Vortrag. Wir kauften uns also Tickets für Tim Vollert, einem Influencer, und genossen den Nachmittag im klimatisierten Theater. Tim wollte den Sinn des Lebens wissenschaftlich erklären. Es waren wieder etwa 40 Zuschauer. Aber so richtig erschloss sich mir der Sinn des Lebens nicht. Gleich zu Beginn hat er praktisch meine Reise zur Antwort auf diese Frage wiedergegeben: Nichts währt ewig. Unser Planet wird eines Tages verbrannt, wenn sich unsere Sonne in einen Roten Riesen verwandelt. Selbst wenn es der Menschheit gelingt, das Sonnensystem vorher zu verlassen und andere Planeten oder gar Galaxien zu besiedeln, eines Tages würde das Universum kalt und tot sein und für niemanden mehr einen geeigneten Lebensraum bieten. Was hat das Leben also für einen Sinn? Für mich ganz einfach: Das kurze Leben, das wir haben, der Wimpernschlag im Strudel der Zeit, einfach glücklich leben. Es ist vollkommen egal, ob wir Kinder in die Welt setzen oder das Weltall besiedeln. Aber wir im hier und jetzt können versuchen, möglichst glücklich zu sein. Damit aber nicht genug, Tim erzählte von Physik und dass Menschen in der Lage wären, neue Universen zu erschaffen. Nunja. Statt ein Buch zu kaufen und signieren zu lassen, haben wir im Lothringer Hof zu Abend gegessen. Mir hat es sehr gut gefallen, weil auf der Damentoilette Hygieneartikel kostenlos verfügbar waren, auch wenn ich sie jetzt nicht mehr brauche, und es türmten sich sehr viele kleine Baumwollhandtücher statt Bazillenschleuderwarmluft oder Papierhandtücher. Gibt es dazu Studien, was die ökologischste Weise ist, seine Hände zu trocknen? Vermutlich sie einfach an der Hose abwischen... Abends bei Lydia Benecke zu "von Hochstapelei, Betrug und Gaslighting" war die Bude dann voll mit 250 Zuschauern. Den Vortrag kannten wir schon mit u.a. dem Tinder Schwindler auf Netflix. Florian hatte auch in Erfahrung gebracht, weshalb die Reihenfolge erst Kohlrabenschwarz und dann Ghostsitterstories war: Kohlrabenschwarz wurde erst später ins Programm aufgenommen und konnte nicht parallel zu Ghostsitterstories laufen, weshalb man es parallel zum Autorenpaar Iny Lorentz (Wanderhure) ins Programm nahm. Lydia hatte dann ein Gruppenfoto mit der Crew vom Drachenwinkel gemacht und uns gefragt, ob wir mit drauf möchten. Ich meinte aber, dass der Drachenwinkel uns wahrscheinlich eher nicht mit drauf haben möchte, weshalb wir dann noch zwei weitere separate Bilder gemacht haben, eins mit Drachenwinkel und uns und eins mit uns allein. Auf das Foto nur mit der Crew des Drachenwinkels kam dann auch die Fotografin, weil das Foto von Florian geschossen wurde. Sebastian meinte zu uns, dass wir "auf angenehme Weise verrückt" wären.
Montag, 14. April 2025 23:59Rosenheim Lokschuppen: TITANIC Die Nacht des Untergangs... oder auch... Nachts im Museum
Montag und Dienstag hatten wir Urlaub, weil wir uns zu der nerdigen Veranstaltung "TITANIC Die Nacht des Untergangs" angemeldet hatten. Also sind wir heute Nachmittag nach Rosenheim gefahren. Erst haben wir die Ausstellung im Schweinsgalopp angeschaut, weil wir nur bis 17:00 Uhr dazu Zeit hatten. Danach sind wir im Duschl-Bräu essen gegangen, wo wir bei schönstem Wetter im Biergarten sitzen konnten. Zurück in unserem Hotel Tryp by Wyndham haben wir uns dann in Schale geworfen. Mein Herz des Ozeans kam endlich mal zum Einsatz. Dazu hatte ich passende Ohrringe. Damit das Schmuckstück, Das Programm war dann ein klitzekleines bisschen chaotisch, aber so nerdig und es gab so tolle Besucher mit Kapitänsmütze, mit Frack, Gehstock und Chapeau Claque, Charleston Stirnband mit Federn und Perlenketten. Es war ein Fest! 19:00 Uhr war die erste Lesung von Christian von Aster (prinzipiell zeitgleich mit dem Einlass), der auch den Text für den Raum gesprochen hatte, in dem man sich in ein halbes Rettungsboot setzen und auf Leinwänden die Titanic beobachten konnte, der Boden mit Wellengang des Wassers beprojiziert. Im Gegensatz zur Heldenausstellung, wo man seine Stimme nur über die Kopfhörer hörte, kam sein Bass über Lautsprecher gut zur Geltung, so dass ich sie sofort erkannte. Er las eigene Werke, aber auch aus dem Buch "Der Untergang der Titanic" von Hans Magnus Enzensberger (Gedichte 1967-1978) die ersten Gesänge. 19:30 Uhr begann dann schon das Konzert ein Stockwerk weiter oben des White Star Line Quintets, die u.a. auf dem Piano des Schwesterschiffs Olympic spielen. Wir haben leider nur eine halbe Stunde zugeschaut/zugehört. Aber es war wirklich großartig! Sie haben aber bis nach 22:00 Uhr gespielt mit kleinen Pausen. Per Mail hatte ich uns zur Führung durch Dr. Jennifer Morscheiser (Museumsleiterin) um 20:00 Uhr angemeldet. Auf der Website stand etwas von 20:15 Uhr, weshalb wir die ersten drei Minuten verpasst hatten, und auch nur weil wir das Konzert früher verlassen hatten, weil wir nochmal zum Schließfach wollten. Wegen dem Konzert konnten wir auch nicht in die oberen Räume zur Führung, aber das machte nichts, wir sind dann einfach durch die Geheimtüren im Erdgeschoss in den anderen Ausstellungsteil gelaufen. Dr. Morscheiser hatte sich standesgemäß gekleidet in einem hellblauen, hochgeschlossenen Kleid mit weißer Spitze, einem passenden Hut mit weißen Straußenfedern, die damals absolut in Mode waren, einer weißen Spitzenhandtasche und weißen Schuhen, die recht bequem sind. Für mein Steampunk-Outfit habe ich solche Schuhe in braun. Eigentlich hatten sie mit 30 Nerds für diese Nacht gerechnet, aber es gab einen deutlich größeren Zulauf, so dass das Museum diese Nacht aus allen Nähten platzte. Die Führung war fantastisch. Ich hatte schon Angst, dass mir in den Stunden langweilig werden würde. Man durfte sich eine Führung aussuchen, insgesamt gab es vier Führungen von der Lokschuppen-Crew oder auch von Günter Bäbler, dem Vorstand des Titanic-Vereins Schweiz/Swiss Titanic Society. Wir wollten natürlich zu Dr. Morscheiser, die wir zur Kohlrabenschwarz-Lesung am 22. September 2024 im Lokschuppen kennengelernt hatten. Sie hat fantastische Geschichten erzählt über exorbitante Versicherungssummen, Zollbürokratie und Einzelheiten der originalen Ausstellungsstücke, die zum Teil von Überlebenden der Titanic stammten, zum Teil aber auch von den Schwesterschiffen Olympic und Britannic. Der Besuch im Lokschuppen lohnt sich wirklich für Titanic-Fans. Dieses Jahr ist das 40-jährige Jubliäum des Fundes auf dem Meeresboden, weshalb es gleich mehrere Ausstellungen in Deutschland zu dem Thema gibt. Wirklich gelobt wurde jedoch nur die Ausstellung in Ludwigsburg, die ab November nach Potsdam kommt. Vielleicht schaffen wir es da auch noch hin. Außerdem wurde das Ulster Transport Museum in Belfast (Irland) empfohlen. Um 22:00 Uhr gab es die zweite Lesung mit Christian von Aster mit weiteren Gesängen von Enzensberger. Er musste ziemlich gegen das Konzert ansprechen, was trotz Mikrofon und Lautsprecher nicht ganz einfach war. Wir haben mit ihm anschließend noch etwas geplauscht an der frischen Luft, was bei den Temperaturen kein Problem war. Er ist gerade sehr viel unterwegs, letzt auf der Leipziger Buchmesse und auf kleineren Cons. Um 23:00 Uhr gab es in dem kleinen Bistro eine Bohnensuppe nach einem alten Rezept. Die war sehr lecker, auch wenn ich Witze darüber machte, ob es so eine kluge Idee ist, den Leuten Bohnensuppe zu geben, wenn sie anschließend in einem Raum über mehrere Stunden eingepfercht sein werden. Denn um 23:30 Uhr begann dann der Höhepunkt des Abends. Wir versammelten uns wieder in dem Projektionsraum, ein paar Leute saßen in dem halben Rettungsboot, andere auf Stühlen (wir hatten auch Glück, dass wir noch zwei freie Stühle angeboten bekamen) oder den Klapphockern und verfolgten den Untergang der Titanic in Echtzeit. Wir hatten Audioguides erhalten, wie man sie auch für die Ausstellung ausleihen kann. Günter Bäbler von der Swiss Titanic Society kommentierte alles mit seinem Fachwissen über Schwimmgürtel (noch nicht Westen), Rettungsboote, Schiffsschrauben und wie Personen die letzten Stunden an Bord erlebten. Mein Gerät war leider defekt, aber ich hatte Glück, dass ich noch ein Austauschhörer bekommen konnte. Um 0:30 Uhr leerte sich der Saal ein wenig, danach blieben aber die Meisten bis zum bitteren Ende. Zwischendurch gab es noch Kommentare von der "Wracklady" zu James Camerons Film. Er hat erstaunlich auf Details geachtet, z.B. welches Fahrzeug sich an Bord befand, wie der Sternenhimmel in jener Nacht am Untergangsort ausgesehen hatte, aber ein paar Mal hat er auch aus dramaturgischen und anderen Gründen etwas gebogen. Die dritte Klasse war beispielsweise nicht mit Gittern von den oberen Klassen getrennt, sondern lediglich durch Hinweisschilder, dass es verboten war, in die zweite oder dritte Klasse hochzugehen. Die letzten 20 Minuten wurden dann nicht mehr kommentiert. Die Animation war zwar mit nicht weiter animierten, anonymisierten Menschengestalten in schwarz, dennoch bekam ich eine Gänsehaut, als sich der Bug aufrichtete und viele Menschen hinabfielen und anschließend im eiskalten Wasser trieben. Es wurde nur Musik gespielt und auf menschliche Stimmen verzichtet, die hatte ich aber noch aus dem Film "Titanic" im Ohr. Mit diesem Gefühl fielen wir nebenan in unser Hotel ins Bett. Wir werden noch zu Nachteulen. Auch wenn dies ein einmaliges Event war, lohnt sich der Besuch im Lokschuppen. Wir werden sicher nochmal hingehen, um die Teile in Ruhe anzuschauen, für die wir in dieser Nacht keine Zeit mehr gefunden haben. Vielen Dank für dieses einmalige, hautnahe, unvergessliche Erlebnis!
Freitag, 4. April 2025 18:29Galopp am WaldrandHeute kam mein Schatz Florian mit in den Stall und hat ein paar schöne Fotos gemacht. Ich habe die letzten Wochen mit Felix geübt, die große Koppelrunde zu gehen, damit er warm ist, dann bis zum Jägerstand und dann zurück in den Stall. Davon bin ich nicht abgewichen, damit Felix wirklich weiß, dass es nach dem Jägerstand heim geht, aber auch, dass er auf jeden Fall bis dort hingehen soll. Nach ein paar Mal habe ich auch den Trab dazu genommen. Heute war dann Premiere mit Galopp. Das Wetter war perfekt und es gab noch nicht zu viele Insekten, die Felix immer etwas narrisch machen. Florian hat sich auf die abgesprochene Position gestellt, während ich um die Koppeln durch den Wald geritten bin. Dann an den Holzstapeln vorbei bis zum Jägerstand, dann bin ich umgedreht und habe Felix angetrabt und schließlich angaloppiert. Er ist so schön gelaufen und dann nach Hause getrottet. Ich freue mich total über das Video.
Samstag, 29. März 2025 22:36Tobias Mann: Real/Fake - Kleines Theater HaarHeute haben wir mein Geburtstagsgeschenk eingelöst und sind mit Britta und Nobbse erst zum Almwirt, wo wir lecker gegessen haben, und dann ins Kleine Theater Haar. Dort trat Tobias 'I shit you not' Mann auf mit seinem Satireprogramm "Real/Fake". Er hatte das gleiche Problem wie Claus von Wagner: Wie soll man bei dieser Politik in der Welt überhaupt noch Satire machen, wenn sich jede Schlagzeile anhört, als wäre sie es bereits? Aber dazu hat Tobi auch noch gesungen, Flügel und Gitarre gespielt. Es war wirklich eine tolle Show! Den Namen muss ich mir merken. Das Programm hatte im wesentlichen drei Teile. Im ersten Teil kotzte sich Tobi mal über die weltpolitische Lage aus, insbesondere Trumps Horrorkabinett und unsere künftige Bundesregierung. Danach ging es im Schweinsgalopp durch die Social Media Kanäle. Nach einer Pause zeigte er uns noch die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von KI an praktischen Beispielen. Wir haben Tränen gelacht. Und Tobi ist auch sehr nerdig, also einer von uns :-) Theoretisch hätten wir auch im Theater essen können, aber die Tische dort sind klein und rund wie im Lustspielhaus und es gab auch nur eher kleine Imbisse. Dafür gab es Cryztal Cola Eizbach. Pepsi und Coca-Cola hatten das mal im Programm, aber es war ein Flop.
Freitag, 14. Februar 2025 23:59EskapismusIn diesen verrückten Zeiten ist es nicht so leicht, sich abzulenken. Da hat dieses Wochenende sehr gut getan, auch wenn es nicht zu 100% geklappt hat. Wir sind am Freitag nach Leipzig gefahren. Wir waren auf dem 66. Jahreskongress der Parakryptozoogischen Gesellschaft. Auf der Website steht immer noch, dass "Nähere Informationen folgen". Das war etwas abenteuerlich, denn Programm und Location wurden nur sporadisch in Fatzebuck oder auf Insta veröffentlicht. Trotzdem hat alles geklappt mit Tickets bestellen und so. Wir waren wieder im Hotel ibis Leipzig Nord-Ost in Taucha. Da ist man sofort, wenn man von der Autobahn runter fährt und muss nicht erst durch die Stadt fahren. Parkplatz und Straßenbahn vor der Tür. Dass das Hotel insgesamt schon etwas älter ist, macht mir nichts aus. Es ist günstig und hat alles, was man braucht. Wir waren rechtzeitig da und haben uns dann mit den ersten Zeugen Kühlwaldis im d'Italy in der Nähe des Naturkundemuseums getroffen. Dort im Naturkundemuseum fand nämlich als Warm Up die "ausverkaufte" Pressekonferenz statt. In Anführungszeichen, weil die Tickets 0,- Euro gekostet haben, man musste sich nur anmelden. Florian hatte für den Zweck für uns auch Presseausweise gefälscht. Er war von der "Tentakel der Wissenschaft", ich vom "Kühlwaldischen Kurrier" (inklusive Tippfehler) und Don Clemente von der "ApokalYPS". Es war sehr abgefahren und das Publikum spielte mit. Nach der Pressekonferenz sind wir zu neunt dann losgezogen und haben wieder im Alex gefragt, ob noch ein Plätzchen frei wäre. Wir saßen dann mitten im Raum an einem großen, runden Tisch. Später kam dann noch Nummer zehn dazu. Es war eine illustre Runde, das Essen fantastisch und ein Gruppenfoto haben wir vor lauter Ratschen vergessen. Ein Teil der Leute hatte sich in Hotels in Bahnhofsnähe einquartiert, vornehmlich die Bahnfahrer, und ein Teil ist danach mit uns wieder nach Taucha ins ibis gefahren. In einer Nachtschicht hat Florian dann als Möchtegern-Reporter die Pressekonferenz sehr schön zusammengefasst, während ich mir wieder Viktorianische Locken gemacht habe. Samstag, 15. Februar 2025Auf das Frühstück haben wir verzichtet, nachdem wir gestern gleich mit gefrühstückt und Nachtisch gegessen hatten. Zum Berufsförderungswerk hatten wir dann ca. 45 Minuten Fahrzeit, was ich nicht mit eingerechnet hatte. Und auch nicht, dass die Straßenbahn nur alle 30 Minuten fährt. Normalerweise versuche ich, ein Hotel in Fußreichweite zu buchen. In Möckern gab es aber nicht so eine große Auswahl, so dass wir dann wie die Lemminge umgebucht hatten, ohne groß zu prüfen, ob das sinnvoll wäre. Macht aber nichts :-) Hier ein paar Notizen von mir, die ich mal zusammenhanglos stehen lasse und die vermutlich kaum einen Sinn ergeben: Nessi (nicht von LGT) drohte mit einer Klage wegen Namensrechtsverletzung gegen den Kryptozoologen. Auch hier hat Florian diesmal sogar live berichtet. Er nahm seine Rolle als Möchtegern-Reporter sehr ernst. Florian fragte, ob es Dr. Astersen auch als Plüschfigur geben würde. Und tatsächlich gibt es bereits Versuche mit beflockten Figuren. Dr. Dr. Marius T. von Putzer hat sich mal in seinem Museum verlaufen und galt kurzzeitig als verschollen. Was ist ein "Upp-Dahte"? Versteht man wohl erst, wenn man die korrekte Schreibweise "Update" liest. Der wissenschaftliche Beweis ist erbracht: Die "eierlegende Wollmilchsau" hat es tatsächlich nie gegeben, weil Schweine keine Eier legen. Vielmehr entsprang diese Bezeichnung dem Ausdruck "eine Samurai erlegende Wollmilchsau" und wurde später verkürzt weitergegeben. Alles an dem Vortrag war prüfungsrelevant. Der Bekleidungsmull verfügt über einen aufrechten Gang. Dr. Rosa-Eleonore Meyer-Hübschlieb beschreibt hier tatsächlich eine Spezies, die noch nicht ausgestorben zu sein scheint. Respekt! Die gezeigten Exemplare bzw. Fotografien weisen allerdings Fragmente der Wackelaugistik auf, weshalb gemunkelt wurde, dass es sich hierbei um Fälschungen handelte. Das Publikum hätte hier sicher gerne mehr schlüpfrige Details gehört, weshalb die Q&A-Runde nach dem Vortrag sehr lebhaft war. Als Powerpaddy meinte, ihm würden regelmäßig Bilder von Bekleidungsmullen zugeschickt, sogenannte "Durable, Ill-fitting Clothes King mole-rat"-Pigs (abgekürzt "D.I.C.K.-Pigs), hörte ich ein Raunen. Außerdem ließe sich aus der Existenz von Mullbinden belegen, dass es den Bekleidungsmull zu pharaonischen Zeiten auf jeden Fall noch gegeben haben muss. Zu den Latexmullen wurde auffällig geschwiegen. Zumindest wurde die Hypothese geäußert, dass der Bekleidungsmull eine symbiotische Vereinigung mit männlichen Exemplaren des Homo Sapiens eingegangen sein könnte, wahrscheinlich bereits auch mit dem Homo Erectus. Das Mittagessen war in der Kantine. Es gab ein vegetarisches Linsengericht mit Reis oder Bœuf Stroganoff, ein kleines Salatbuffet und Bayerisch Creme (es ist nicht alles schlecht, was aus Bayern kommt). Leider waren in dem Fleischgericht Pilze, weshalb Florian der Appetit vergangen ist. Er ist auch hier nicht zu einem koffein-haltigen Getränk gekommen. Kaffee trinkt er ja nicht. Nach der Mittagspause wurde die nicht artgemäße Massensteinhaltung in deutschen Vorgärten angeprangert. Der Übersetzer für den englisch-sprachigen Vortrag war krank oder verstorben, dazu gab es widersprüchliche Aussagen. Der spontan freiwillig gemeldete Übersetzer gab hin und wieder jedoch Kommentare von sich, die vermutlich keine ganz so korrekte Übersetzung darstellten. Dass der Ohrwurm tatsächlich existiert, wurde bewiesen, indem die Liedzeile "Ein belegtes Brot mit Schinken..." zitiert wurde, welches sogleich für einen Ohrwurm sorgte, selbst dann, wenn dies ohne Melodie vorgetragen wurde. Wegen dem hirnfressenden Ay Ay Ooh Whee aus Madagaskar sind die Menschen, die dort leben, sehr intelligent. Mein Lieblingstier war das Frostfrettchen, gewonnen hatte aber der Bücherwurm, gefolgt vom Bekleidungsmull. Den dritten Platz musste sich der Twilight Monarch (kein Schmetterling) und der Ay Ay Ooh Whee teilen. Die Wahl des Lieblingstieres fand jedoch statt, bevor die letzten vorgestellt wurden. Dies erfolgte, weil angeblich sonst der Drackel mit Sicherheit gewonnen hätte, der dem Fuchur aus der Unendlichen Geschichte nicht unähnlich ist. Herr Niederhammer war auch zugegen, obwohl er dieses Jahr keinen Vortrag gehalten hatte. Er wirkt immer so humorlos, aber wenn man ihn genau beobachtete, konnte man ihn doch heimlich hinter dem Programmheft gegen das Lachen kämpfen sehen. Bei LOL: Last One Laughing wäre er schon rausgeflogen. Es wurde der Vorwurf laut, dass die Bilder nur KI-generiert seien. Mich wunderte das aber nicht bei derart ausgestorbenen, niemals existiert habenden Tieren. Die Leydische Flammechse wurde erneut besprochen, die wir noch vom letzten Kongress in Saarbrücken kennen. Es wurde die Frage gestellt, ob leerstehende Lokschupen für diese als Unterschlupf geeignet wären. Das war auf der Meta-Ebene doch sehr entlarvend. Dr. Doerthe Syille Ebermann-Schlingwurtz (gesch. Trottenham) und Dr. cand. Hans-Eduard Schnakenbrink wurden als Prinzenpaar bezeichnet. Bei der traditionellen Doktortitel-Aberkennung kam auf den dritten Platz Dr. Dr. Marius T. von Putzer. Auf den zweiten Platz Dr. Astersen und auf den ersten Platz Dr. Dr. D. R. Wolf. Der aberkannte Doktortitel sollte an Herrn Niederhammer gehen, der diesen aber vehement und lautstark ablehnte. Daher bekam Eugenie Yongden-Drakon eine zweite Chance und nahm diesen an. Bis September sollen sich Kolleginnen für einen Adventskalender melden. Onlyfans-Accounts wurden in diesem Zusammenhang auch erwähnt. Vielleicht seid ihr weniger verwirrt, wenn ihr Florians Live-Berichterstattung nachlest:
Da wir es versäumt hatten, für vierzehn Personen ein Lokal zu reservieren, das Alex leider auch keinen Platz mehr frei hatte, hat unsere Heldin Ms Huffle eine Reservierung bei der Osteria Pizzeria L'Arena klar gemacht. Eine kleine Treppe führte nach oben in einen separaten Raum, wo wir alle genug Platz hatten. Es gab sogar eine große Auswahl an veganen Pizzen, allerdings mit 40cm Durchmesser. Das schaffe ich normalerweise nicht, weshalb ich mich für ein Nudelgericht mit Lachs entschied. Die Gespräche an diesem Abend waren nicht minder durchgeknallt als die soeben besuchte Veranstaltung. Wir überlegten, ob es "Parakryptovegane Pizza" gibt. Und wir hatten auch eine Idee für einen Vortrag bei einem hoffentlich nachfolgenden Kongress, nämlich die Parakryptozoologie aus veterinärmedizinischer Sicht. Sonntag, 16. Februar 2025Zum Frühstück in unserem Hotel waren wir dann noch zu sechst. Uns wurde von Pestratte die bestellten Muffins der sehr stabilen Konditorei Hart & Herzlich Pâtisserie übergeben, die wir später zu Hause genüsslich verspeisten. So ließen wir das Event gemütlich und voller intensiver Gespräche ausklingen. Während des langen Frühstücks war auch die Frontscheibe mittlerweile wieder aufgetaut und durchsehbar. Die Heimfahrt verlief dann ohne Probleme. Ab Nürnberg-Feucht hatten wir eine nette Anhalterin aus London mitgenommen, mit der wir sogleich unsere englischen Konversationskompetenzen erweitern konnten. Damit hatten wir auch noch eine gute Tat für diesen Tag vollbracht. Das Wochenende war so abgefahren surrealistisch, dass wir fast komplett auf andere Gedanken kamen. Nun sind wir wieder zu Hause und jetzt ist sie wieder da. Diese Angst. #Trotzhoffnung fällt mir gerade sehr schwer. Mein Optimismus wird zwischen durchgeknallten Diktatoren mit Großmachtsphantasien und der Bromance aus administrativen Putschisten zermalmt. Wie ich an diesem Wochenende sagte: Ich beneide die Leute, die keine Kinder haben.
Samstag, 8. Februar 2025 18:28Demokratie braucht dich!Heute war wieder eine große Demo gegen rechts in München. Wegen der erwarteten hohen Anzahl wurde sie vom Geschwister-Scholl-Platz auf die Theresienwiese verlegt. Wir waren bereits über eine Stunde vorher verabredet, damit wir dann ganz weit vorn in der Reihe stehen konnten. Es war auch recht warm in der Sonne. Wir wurden oft fotografiert (Abendzeitung, Bild 48) und sogar interviewt. Ein Schnipsel von mir schaffte es in den Länderspiegel vom ZDF (Minute 1:30). Ein Freund hatte das zufällig im Fernsehen gesehen und dachte, die Stimme kennt er doch. Als wir von der U-Bahn auf die Theresienwiese kamen, wurden uns Flugblätter von der BSW angeboten, ob das etwas für uns wäre. Ich meinte laut: "Ne, die Wagenknecht? Bestimmt nicht! Links blinken und rechts abbiegen, das geht gar nicht!" Unser Freund wurde noch deutlicher: "Nicht die Putin-Speichelleckerin!" Besonders beeindruckt hat mich der Redebeitrag von Robert Milik, einem österreichischem Journalist. Dort droht ein Rechtsextremer Bundeskanzler zu werden. Wir sind sowas von 5 vor 1933. Weltweit. Es ist einfach nur noch gruselig. Ich habe Angst vor einem dritten Weltkrieg. Ich habe Angst, um meine drei Männer. Es gab aber einen Comic Relief von Hans Well & Wellbappn. Das Lied, bei dem wir alle so gelacht haben, finde ich leider nicht online, aber da wurden immer Gegensätze genannt. Bei der Tagesschau hört man das im Hintergrund am Anfang ein wenig. Leider bekomme ich den Text nicht mehr hin (Mir ist wieder einer eingefallen: "Die guaden Audofaarer und die Eebersberger".). Eine andere Künstlerin war Tamara Banez, die u.a. "Entfreunde dich" sang. Angekündigt waren 75.000, die Veranstalter München ist bunt! (gemeinsam mit DGB, Kreisjugendring und Fridays for Future) sprachen von 320.000, in der Zeitung stand dann was zwischen 200.000 und 250.000. Das war wirklich beeindruckend. Sogar als es schon begonnen hatte, kamen immer noch Leute von den umliegenden U-Bahn-Stationen und wurden dann aufgefordert, sich auf die "abgeflatterten" Flächen zu stellen, damit die Fluchtwege frei bleiben. Es blieb aber sehr gesittet, alle Menschen waren rücksichtsvoll, es gab kein Gedränge. Der MVG hatte auch extra weitere Züge bereitgestellt. Wir haben uns nach zwei Stunden, als es langsam kühl wurde, trotzdem dazu entschlossen, besser den Heimweg anzutreten. Die Menschenmassen mussten schließlich auch wieder abtransportiert werden.
Sonntag, 2. Februar 2025 16:28Ausstellung Pussy Riot im Haus der KunstHeute waren wir im Haus der Kunst zur Ausstellung "Velvet Terrorism: Pussy Riot's Russia. Ich dachte, heute wäre der letzte Tag der Ausstellung, aber diese wurde anscheinend verlängert bis 09.04.2025. Die Zeitfenster-Tickets muss man im Voraus online kaufen. Auf dem Weg dort hin konnten wir die Surfer am Eisbach beobachten. Selbst bei dieser Eiseskälte lassen sie sich nicht davon abhalten. Vielleicht hat es sogar den Vorteil, dass sie nicht so lange warten müssen, bis sie wieder dran sind. Die Ausstellung zu Pussy Riot ist im Luftschutzkeller. Den Eingang findet man, wenn man rechts um das Haus der Kunst herumgeht. Die Ausstellung ist grell bunt und laut. Einzig in den Nebenräumen ist es etwas leiser, aber auch nicht überall. Ich bin mir grad nicht sicher, ob es in den Räumen, in denen es um die Zeit in Haft ging, mehr oder weniger ganz still war. Jedenfalls ist Florian vorzeitig nach draußen gegangen. Die Ausstellung ist nichts für schwache Nerven. Gleich zu Beginn sieht man ein Video, in dem auf ein Putin Portrait gep*nkelt wird. Ich bewunder diese mutigen Frauen. Ich hätte das niemals machen können. Ich weiß auch nicht, wie man in den Arbeitslagern überleben kann. Wie stark man da sein muss. Nachdem Putin/Russland die Ukraine völkerrechtswidrig angegriffen hatte, sind sie spektakulär geflohen. Wahrscheinlich leben sie jetzt irgendwo in Europa.
Dienstag, 21. Januar 2025 18:53Die Lego-BurgVor Weihnachten hatte Tommy im Spendenstream von #nachsitzen für das Aula-Projekt von Marina Weisband die Lego-Burg an Florian geschenkt, falls mehr als 5000 Euro zusammenkommen. Das ist kurz darauf passiert. Falls jemand RTL+ hat, die Szene mit Wigald Boning, Tommy Krappweis und der Lego-Burg kann hier nachgeschaut werden. Heute durften wir zum Studio fahren und ein wenig bei den Aufnahmen für die dritte Staffel von Kohlrabenschwarz zuschauen. Es war spannend und dann kam..., was total lustig war, weil... und dann war das noch sehr, wie soll ich sagen, gruselig. Ich bin schon ganz gespannt, wenn die dritte Staffel auf Audible erscheinen wird. Auf der Herfahrt von Würzburg haben wir Staffel 2 gehört zur Einstimmung. Und wir hatten wieder unsere Franz & Susanne-Outfits an, die wir bereits bei der Lesung im Rosenheimer Lokschuppen an hatten. Ich war sehr beeindruckt, wie hochkonzentriert alle bei den Aufnahmen waren. Teils haben die Schauspieler sich selbst wiederholt, wenn sie merkten, dass es nicht ganz rund war, teilweise bat aber auch Tommy oder Mel darum, etwas zu wiederholen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie anstrengend solche Aufnahmetage sind. Michael Kessler, Christian von Aster, Bettina Zimmermann, Bettina Lamprecht und Jürgen Tonkel waren da. In einer Pause durfte Marina, die die Videos mit Genoveva macht, Fragen aus dem Discord stellen, die in Kürze auf der Website Kohlrabenschwarz-Fans zur Verfügung gestellt werden. Dann wechselte noch die Burg den Besitzer. Wir hatten extra einen Umzugskarton mitgenommen, aber so groß war die Burg dann doch nicht. Wir haben dann noch weiter zugeschaut und ein kleines Making Of gedreht. Schade, dass unsere Kameras nicht so gut sind, aber vielleicht kann man einen Teil der Aufnahmen verwenden. Inzwischen ist die Burg auch heil bei uns zu Hause angekommen. Vielen lieben Dank, dass wir dabei sein durften! Die Burg wird einen Ehrenplatz im "Burgzimmer" (dem neuen Gästezimmer) bekommen.
Montag, 20. Januar 2025 23:37Marc-Uwe Kling in WürzburgMit dem Programm NORMAL UND DIE ZERO HEROES + NEUES VOM KÄNGURU hat Marc-Uwe uns überrascht. Mir war eigentlich egal, welches Programm wir sehen, ich wollte nur nicht durch die ganze Republik fahren, deshalb habe ich mich für Würzburg entschieden. München war entweder schon ausverkauft oder noch nicht verfügbar, als ich die Tickets gekauft hatte. Ich weiß es nicht mehr genau. Mein Hirn ist ein Sieb. Wir sind große Känguru-Fans und die Känguru-Chroniken sind sozusagen die Bibel der Zeugen Kühlwaldis. Heute sind wir mittags losgefahren. Die Autobahn war frei von Schnee und Stau. Die Tankstelle in Allersberg war aber etwas teurer, da muss ich für die Rückfahrt eine andere suchen. Unser Hotel Strauss hat zwar ein paar Parkplätze und auf Gugel Streetview hat man dort auch Autos stehen sehen, aber als wir ankamen, war der Parkplatz abgesperrt und es standen Entsorgungscontainer drauf. Also Plan B ins Parkhaus Pleich. Der Ausgang für Fußgänger war dafür direkt vor dem Hotel. Der eingerechnete Puffer war unangetastet, so dass wir noch viel Zeit hatten und richtig essen gehen konnten. Montag Abend ist da nur etwas ungünstig, denn die meisten Lokale hatten Ruhetag. Und vor einer Imbissbude in der Kälte stehen wollten wir natürlich nicht. Und Asiatisch ist nicht so Florians Fall. Aber wir wurden fündig. Wir haben sehr lecker mexikanisch im Habaneros gegessen. Das Ambiente ist toll, als wäre man in einer mexikanischen Kleinstadt. Aber auch das Essen war sehr lecker, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass das Gemüse in meinen Weizentortillas etwas länger gekocht hätte. Florian hatte Sparerips und Brownies zum Nachtisch. An einem anderen Tisch wurden Flame Grilled Chicken Wings serviert, die vom Kellner mit Alkohol übergossen und dann angezündet wurden. Das sah spektakulär aus. Wir waren pünktlich zum Einlass an der Posthalle, allerdings hat uns Gugel Mäps auf die falsche Seite des Gebäudes geleitet. Der Eingang zur Veranstaltungshalle ist auf der anderen Seite. Es gab eine kleine Schlange, weil die Taschen kontrolliert wurden. Aber man durfte prinzipiell schon Rucksäcke mit rein nehmen. Wir hatten tolle Plätze in der dritten Reihe. Florian hat das Reclambüchlein gekauft, weil er die Idee witzig fand. Und kurze Zeit später kam er mit einem Mod von WildMics an. Die Welt ist doch klein. Es war schon witzig, dass wir diese linksgrünversiffte Show ausgerechnet am Tag der Amtseinführung von Trump anschauen. Ich hätte Marc-Uwe Kling auch den ganzen Abend Dialoge mit dem Känguru vortragen hören, aber die Show war doch so viel mehr. Es ging um das Comic, in dem Normal der einzige Mensch ohne Superkräfte in einer Welt voller Superhelden war. Das Publikum wurde wohldosiert mit einbezogen, um es nicht zu verschrecken. Man bedenke, dass es sich hier um deutsches Publikum handelt. Marc-Uwe Kling war auch nicht allein auf der Bühne, sondern zusammen mit Zeichner Florian Biege und Jan Cronauer. Sie führten uns durch eine unperfekte Reise durch die Comicwelt von Normal und den Zero Heroes. Das hat uns so mitgerissen, dass Florian am Ende doch noch das Comic gekauft hat. Wir stellten uns dann an die lange Schlange an zum Signieren. Von zu Hause hatte ich das Kanguru-Comic dabei und die beiden neu erworbenen Bücher ließen wir signieren. Dann haben wir noch ein leider etwas unscharfes Foto gemacht. Marc-Uwe lächelt auch nicht wirklich. Vielleicht war die Show und die Signierstunde einfach anstrengend. Vielleicht fand er es auch nicht witzig, dass wir Känguru-Shirts anhatten von Anbietern, die auf seine Kosten Geld machen. Aber ich hatte ehrlich zuerst auf seiner Seite gesucht, aber nichts Passendes gefunden. Es war großartig! Und wir müssen unbedingt Elon & Jeff auf dem Mars anschauen! Letzt hatte Marc-Uwe Kling auf Instagram nach falsch zugewiesenen Zitaten gefragt. Ich habe auch eins: "Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!" Gerhard Schröder
Montag, 20. Januar 2025 20:40StatementWir trinken selbst keinen Alkohol. Aber ab und an bringen wir doch mal ein Gastgeschenk mit. Als ich von diesem Sekt vom Weingut Mehling erfahren habe, musste ich den natürlich kaufen. Vielleicht bestelle ich auch noch den Traubensaft für uns :-)
Freitag, 17. Januar 2025 23:51The Sound of Hans Zimmer & John Williams - Isarphilharmonie Gasteig HP8Eigentlich wollte ich für das Trekdinner ein Event mit Hans Zimmer organisieren, aber als ich von den Konzerten erfahren hatte, war in München schon alles ausverkauft. Also habe ich beim Trittbrettfahrer mit Moderator Steven Gätjen ein Trekdinner-Event daraus gemacht und Karten besorgt. Wir waren zwar nur eine kleine Runde mit fünf Leuten, aber es hat richtig Spaß gemacht. Wir haben uns im Foyer des HP8 getroffen, weil es draußen eiskalt war. Als wir dann zu unseren Plätzen gegangen sind, waren wir erst etwas verwirrt, weil wir über der Bühne hinter dem Orchester saßen. Aber eigentlich waren das sehr coole Plätze. Steven Gätjen hat zwischen drin immer ein paar Anekdoten aus der Filmwelt erzählt und die Stücke angekündigt. Hans Zimmer ist eher jemand, der mit der Musik Bilder malt, aber nicht so wirklich einprägsame Melodien schafft. Außer vielleicht Fluch der Karibik, was aber eine Gemeinschaftsproduktion mit Klaus Badelt war. John Williams dagegen hat unvergessliche Melodien geschaffen, die mit den Filmen eng verbunden sind, besonders Star Wars, Indiana Jones oder Der Weiße Hai. Uns hat das Konzert sehr gut gefallen. Die Skulpur vor dem Eingang nennt sich Torkonstruktion. Irgendjemand hatte mir mal erzählt, die Skulptur würde "Aus dem Rahmen fallen" heißen. Leider finde ich dazu keinerlei Belege. Witzig finde ich, dass das krumme Ding beim U-Bahn-Eingang Messestadt West Nicht mit uns heißt. Wir nenne das immer die "Käsereibe".
Montag, 13. Januar 2025 23:53Claus von Wagner - Projekt Equilibrium - VereinsheimNachdem ich im Milla Club auf dem Boden gesessen habe und ziemlich frustriert deswegen gewesen war, war ich diesmal bereits eine halbe Stunde vor Einlass vor dem Vereinsheim. Bei Eiseskälte, wohlbemerkt. Florian habe ich zum Aufwärmen zum Mäcces geschickt, ich blieb im Hauseingang stehen und ließ mich nach ein paar Minuten von weiteren Anstehenden einräuchern. Was tut man nicht alles. Als meine Karte nicht einzuscannen war, bin ich innerlich kurz in Panik geraten, aber es lag am Lesegerät. Wir haben uns dann in die Niesche rechts vor die Bühne gesetzt und hatten nicht nur einen bequemen Sitzplatz, sondern auch einen fantastischen Blick. Diesmal als audiovisuelle Show, nicht nur ein Hörspiel. Ich fragte mich, ob man sich auch hätte auf das Sofa auf der Bühne setzen können, aber das spielte später im Programm eine exquisite Rolle. Ein paar Plätze waren reserviert, aber anscheinend nicht für Freunde und Verwandte, sondern für Stammgäste. Die Speisekarte war zwar klein, aber fein, und ausgesprochen günstig. Florian hat sich eine Currywurst gegönnt und ich den Ziegenkäse, auch wenn etwas zu viel Rucola im Salat war für meinen Geschmack. [***] kam dann eine halbe Stunde vor der Show und kuschelte sich mit einem Glas Grauburgunder zu uns. Das Programm war insgesamt etwas runder als im Milla Club, auch wenn wir zur Vorpremiere immer noch Testpublikum waren. Einige Passagen kamen mir unbekannt vor. Aber an die Wegzugsteuer konnte ich mich noch erinnern. Am Ende ist [***] dann ohne uns nach Hause gegangen, weil wir noch etwas gewartet hatten. Wir hatten alle vier CDs der bisherigen Programme dabei, wobei nur das erste signiert war. Diese hatte ich seinerzeit von meinem damaligen Chef mal zu Weihnachten bekommen und war mit "Liebe Frau König... " signiert. Ich hatte auch einen Edding dabei. Claus kam dann nach einer kurzen Erholungspause nochmal in den Zuschauerraum und war so lieb, uns die anderen drei CDs ebenfalls noch zu signieren. Ich hatte ihn dann nach dem Literarischen Ich gefragt, das es diesmal nicht gegeben hatte. Wenn es wieder so eine Art Theaterstück geworden wäre, hätte er aber die vielen, vielen, vielen Inhalte nicht untergebracht. Also den Rundumschlag durch die irrsinnigen Deutschen Steuergesetze. Dabei bin ich nach wie vor großer Fan von "Isaac Nix". Dann hatte ich noch gefragt, ob er auch bei den anderen Programmen vorher vor Testpublikum gespielt hatte. Davon hatte ich damals nie etwas mitbekommen, weshalb ich diesmal etwas überrascht war. Ich hatte das wirklich nicht gecheckt, als ich die Karten gekauft habe. Andererseits fand ich es interessant, wie sich das Stück vom Milla Club bis zum Vereinsheim gewandelt hat. Und vielleicht schauen wir es uns in ein paar Monaten noch mal an, falls es eine Gelegenheit gibt. Ähnliches haben wir bei der Tour von Hoaxilla erlebt, wo wir in München die erste und in Dortmund die letzte Show gesehen haben. Das erinnert mich wieder daran, dass man eigentlich nie fertig mit irgendetwas sein kann. Es gibt immer Verbesserungen, oder zumindest Anpassungen an neue Umstände. Claus hat bei den anderen Programmen tatsächlich auch vor Testpublikum gespielt, aber nicht in dem Umfang wie dieses Mal. Es hat ihn auch überrascht, wie beliebt diese waren, ratz fatz ausverkauft. Zum Schluss wollte ich noch das obligatorische Foto machen lassen. Unser lieber Kellner hat dann ein paar mit meinem Handy gemacht, aber leider kam es mit den dunklen Lichtverhältnissen nicht so gut klar und die Fotos waren leicht unscharf. Mit Blitz ging irgendwie auch nicht. Claus war soooooo geduldig, wir haben uns so gefreut. Denn er hat dann noch versucht, ein Selfie mit meinem Handy zu machen, das ein klein wenig besser wurde, aber auch noch nicht schön. Und dann waren da noch ein paar Zuschauende, die ebenfalls Fotos haben wollten, und sie haben dann mit einem nagelneuen Samsung Galaxy A55 gute Fotos gemacht und mir dann gemailt. Dafür habe ich dann auch Fotos von ihnen gemacht. Vielen lieben Dank! Ich glaube, wir waren rechtzeitig fertig mit der Knipserei, bevor Claus sein Essen bekommen hat. Wäre ja schade gewesen, wenn das kalt geworden wäre. Vielen Dank nochmal für diesen tollen Abend!
Danke an M.S.
Donnerstag, 17. Oktober 2024 23:17Hubert Zitt in Neufahrn (Künstliche Intelligenz)Heute waren wir in der Bibliothek in Neufahrn, wo in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule der Vortragsabend mit Hubert veranstaltet wurde. Es ist auch ein schönes Trekdinner-Event geworden. Vorher waren wir noch mit Britta und Nobbse beim Italiener Le Vespe. Das war sehr lecker und trotzdem günstig. Die Pizzen sahen gut aus, ich hatte aber Spaghetti aglio e olio. Hubert hat sich sehr gefreut, uns zu sehen. Wir haben auch über die Weihnachtsvorlesung gesprochen, die die letzte sein wird, die er organisiert. Das wird episch! Den Vortrag Künstliche Intelligenz – Science vs. Science-Fiction haben wir bereits einmal gesehen, aber das macht nichts. Die können wir immer wieder anschauen, auch weil Hubert diese immer wieder aktualisiert. Am Ende haben wir noch ein schönes Gruppenfoto gemacht. Dann musste die arbeitende Bevölkerung auch schon wieder heim.
Foto: Nobbse
Foto: Melli
Sonntag, 8. September 2024 23:40Festival Mediaval in SelbDieses Jahr waren wir zum ersten Mal auf dem Festival Mediaval. Tommy war dort eigentlich schon häufig, aber dieses Jahr zusammen mit Sophia, und das war dann auch der ausschlaggebende Grund, weshalb wir dort hingefahren sind. Es war gar nicht so einfach, ein Hotel zu finden, das nicht zu weit weg ist und auch nicht allzu teuer. Auf der tschechischen Seite hätte es wohl günstigere Hotels gegeben, aber auch nicht so wirklich, und die Fahrt wäre dann immer blöd gewesen, weil es in Grenznähe nur wenige Straßen gibt. Man hätte also immer irgendwelche Bögen fahren müssen. Letztendlich habe ich aber doch etwas Nettes gefunden. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter. Es war schön warm, aber nicht zu heiß. Und die Straßen waren auch noch relativ leer, weil in Bayern noch Ferien waren. Als ich die lange Schlange vor dem Eingang gesehen hatte, bekam ich schon Angst, dass wir es nicht rechtzeitig zur Lesung ins Literaturzelt schaffen würden. Es ging dann aber doch recht flott. Da muss man mal die Orga und die Helfer loben. Im Literaturzelt war gerade noch die Lesung von Isa Theobald. Sie hat einen schönen Schreibstil. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit zu lesen. Aber derzeit reizen mich tatsächlich eher Sachbücher. Als Tommy und Sophia dann Kohlrabenschwarz lasen, eine Szene aus dem Hörspiel, war das Zelt knackevoll. Es hat sich angehört, wie eine Szene aus ihrer Kennenlernzeit. Man weiß halt nie, wieviel Autobiografisches tatsächlich in den Werken steckt. Abends haben wir dann noch lecker gegessen und ein bisschen In Extremo angeschaut. Ich wusste gar nicht, dass die überwiegend deutsch singen. Mein Erstkontakt mit ihnen war This Corrosion, das ich davor von den Sisters of Mercy kannte. An dem Abend kamen wir nicht ganz so spät ins Bett. Am zweiten Tag konnten wir richtig ausschlafen, weil der erste Programmpunkt, der uns interessierte, erst am frühen Nachmittag war. Wieder im Literaturzelt waren Luci van Org und Florentine Joop. Letztere hat aus einem Büchlein vorgelesen, was mir eigentlich total gut gefiel. Ich wusste nur, dass ich wahrscheinlich nicht so bald dazu käme, es zu lesen, und wenn dann hätte ich vielleicht schon vergessen, was mir daran gefallen hatte. Deshalb haben wir den Verlag und sie glücklich gemacht und das Büchlein gekauft, "für dich" signieren lassen und in den Bücher-Tausch-Schrank gestellt. Ich hoffe, dass sich darüber jemand gefreut hat. Ju Hanisch hat auch eine großartige Phantasie. Aber auch hier habe ich das Problem, dass ich einfach nicht dazu komme zu lesen. Florian hat trotzdem ein Buch zum Signieren geholt. Beim Living Chess haben mir die Türme leid getan. Wir waren zu spät dran, weshalb wir das Spektakel nur von Weitem beobachten konnten. Es hatte ein wenig etwas von Battle Chess. Insgesamt ist das Festival wirklich schön und wir haben uns sehr wohl gefühlt. 8.000 bis 10.000 Besucher sollen es sein. Aber da es auch in einem schönen Stadtpark stattfindet, verteilt sich das sehr gut. Essen und die Verkaufsstände haben auch für jeden etwas zu bieten. Am frühen Abend trat Tommy dann mit Harpo Speaks! auf. Das war großartig, die Stimmung war super und Florian durfte mit Tommys Handy mitfilmen. Ich war fasziniert von dem kleinen Mikrophon, das auf das Handy aufgesteckt war. Ich habe von so Tontechnik überhaupt keine Ahnung. Ich könnte das auch nicht, weil ich etwas Schwerhörig bin. Ich habe einen angeborenen Hörfehler, so dass ich ab 6.500 Hz ungefähr absolut taub bin. Deshalb kann ich die ganze Breite von Musik und Stimmen und all den Geräuschen gar nicht wahrnehmen. Manchmal bedauer ich das, aber manchmal denke ich, dass es auch seine Vorteile hat, wenn ein Zug bremst und laut quietscht und sich die Leute die Ohren vor Schmerzen zuhalten. Aber ich schweife ab. Es wurde getanzt und Seifenblasen in die Luft gepustet und es gab sogar eine Polonaise. Abends war dann noch das Konzert von Schandmaul. Ich kann mich immer noch nicht an die neue Stimme gewöhnen. Aber Dein Anblick und Bunt und nicht Braun wurde gespielt. Es war so voll, dass wir uns auf den Hügel zum Spielplatz gesetzt haben, damit wir wenigstens ein wenig mitbekommen. Überall auf dem Festival stehen Feuerschalen oder sind kleine Feuerstellen, was eine wunderbare Nachtstimmung gibt. Wir haben die Zeit totgeschlagen, indem wir umhergewandert sind, um einen gehäkelten Yoda zu suchen, den jemand verloren hatte. Wir wurden nicht fündig, haben aber andere Dinge gefunden und im Fundbüro abgegeben. Um Mitternacht gab es nämlich nochmal Harpo Speaks! im Aktionszelt. Ich war mir nicht sicher, ob ich das durchhalten würde, aber ich war so aufgedreht, dass es gar kein Problem war. Die Stimmung war bombig, auch wenn die Technik etwas Probleme machte. Und weil es so gut lief, haben sie einfach so lange weitergespielt, bis Tommy seine Hand nicht mehr spührte und nichts mehr ging. Wir waren erst kurz vor drei im Hotel. Am Sonntag haben wir erfahren, dass der gehäkelte Yoda im Bücherzelt auf seinen Besitzer wartet. Später ist er auch abgeholt worden. Ich liebe Happy Endings. Tommy und Sophia haben eine "Ask us anything"-Stunde gegeben. Ich hatte gefragt, ob der Song "Ein echter Wahrer Held" für die für die Deutsches Kinderhilfswerk (Hilfe für unbegleitete Flüchtlingskinder) auch auf Festivals Einnahmen/Spenden generiert, oder nur, wenn er irgendwo gekauft oder dauergestreamt wird. Florian hatte nach den Schafen und Eseln in Irland gefragt. Und später noch Werbung für den Noob Tours Snagger gemacht. Die Zaubershow von Chris Hyde konnten wir auch nicht anschauen, weil das Aktionszelt voll mit begeisterten Kindern war. Ich war mir nicht sicher, ob wir ihn im Legoland mal gesehen hätten, aber ich konnte mich nicht erinnern. Der Name kam mir nur bekannt vor. Im Literaturzelt haben wir dann noch eine tolle, musikalisch untermalte Lesung von Florian Schäfer von Forgotten Creatures gehört. Das ist so fantastisch, dass ein Mädchen sich das Buch von ihrem Taschengeld kaufen wollte. Allerdings war es bereits vergriffen, als sie am Verkaufsstand ankam und war darüber sehr traurig. Die Verkäuferin hatte dann Florian Schäfer gefragt, ob er noch ein Exemplar da hätte und er meinte, er müsse dafür nochmal kurz zum Auto gehen. Das Mädchen war dann nur nicht mehr da. Wir haben sie dann auf dem Weg zum Auto getroffen und gemeint, sie solle nochmal hoch gehen, dann bekommt sie doch noch ein Buch. Habe ich schon erwähnt, dass ich Happy Endings mag? Auf der Heimfahrt war dann viel Regen, aber das machte uns nichts mehr aus. Es war ein sehr schönes Wochenende gewesen.
Samstag, 8. Juni 2024 23:44Role Play Verse - SamstagDas Frühstück im Hotel Select ging bis 11:30 Uhr. Das fand ich schonmal sehr gut! Und geschmeckt hat es auch. Zuerst waren wir beim Eingang für Aussteller und Künstler (beim McFit). Wir mussten um Turbinenhalle herum, aber das ging nicht unmittelbar, sondern wir mussten erst die Straße ein Stück entlang gehen und dann über das Firmengelände vom Bildungsinstitut Pflege der Arbeiterwohlfahrt Oberhausen e.V. und SLV Bildungszentrum Oberhausen gehen. Das hatte ich aber bei der Vorbereitung auf unsere Reise schon auf Gugel Mäps gesehen. Uns sind einige Besucher gefolgt. Ausgeschildert war da aber nichts. Eigentlich kam man nur vom Osten her auf das Gelände. Das hätte man in der Rubrik "Anfahrt & Parken" genauer beschreiben können. Aber das war nicht das Einzige, was in der Organisation nicht so ganz gut gelaufen ist. Aber wenigstens ging der Umtausch der ausgedruckten Tickets in Festival-Bändchen sehr schnell, zumindest um diese Uhrzeit, weil wir erst gegen Mittag dort eintrafen. Ich fand es auch schwierig, uns anhand des Plans zu orientieren. Der Samstag und der Sonntag waren immer gemischt dargestellt, nur die Lokalitäten zusammen. Umgekehrt hätte ich es besser gefunden. Es standen Nummern statt z.B. "Main Stage" auf dem Lageplan, weshalb wir ständig rumblättern mussten, um zu sehen, wo denn jetzt was ist. Zumindest bei den großen Bühnen, auf denen Programmpunkte stattfanden, hätte man statt der Nummer den Namen drucken können. Wenigstens waren die Künstler nach Alphabet sortiert. Es gab Bons für Essen/Trinken, aber nur das, was es in der Turbinenhalle gab. Draußen wurde überall bar bezahlt. Die WCs kosteten extra. Aber wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Da die meisten Sachen, die uns interessierten, draußen stattfanden, haben wir die Sonne sehr genossen. Das Programm wurde erst sehr spät veröffentlicht. Wenn wir früher gewusst hätten, dass die meisten Programmpunkte mit Tommy Krappweis am Sonntag sind, wären wir vielleicht noch einen Tag länger geblieben. Aber wir sehen ihn ja bald wieder. Wir haben einige Leute aus der LGT- und WildMics-Community getroffen. Wir brauchten eigentlich auch den "barrierefreien" Eingang, doch der war eine recht steile Rampe, die der motorisierte Rollstuhl nicht aus eigener Kraft hoch kam. Außerdem musste erst jemand vom Orga-Team angerufen werden, um die Tür zu öffnen, wenn man rein oder raus wollte. Das haben wir dann nur einmal gemacht und blieben dann für den Rest des Tages draußen im Mittelalterbereich. Zumal die Kabelkanäle in der Turbinenhalle mit Rollstuhl nur schwer zu überwinden waren. Unsere Programmpunkte waren dann 14:00 Uhr auf der Bühne "Kingdome Come" Saltatio Mortis. Allerdings blieben sie nicht auf der Bühne stehen, sondern sind runtergekommen, um dann auf Biertischen zu spielen, um näher am Publikum zu sein. Da haben wir natürlich nichts mehr gesehen und sind weiter gezogen. Als ich ein einen leckeren Crêpe gegessen habe, saßen mir gegenüber Jutta und Michael vom Podcast Tabulaludo und haben eine Aufnahme gemacht. Um 15:00 Uhr waren wir doch nochmal in der Halle beim RPV Mainstage, um den Cosplay Contest mit Kes in der Jury anzuschauen. Aber wir haben keinen Platz bekommen und standen nur oben auf der Empore und haben nach ein paar Kostümen aufgegeben. Die konnte man draußen viel besser bewundern und fotografieren als in der muffigen Halle, auch wenn es eine tolle Pyrotechnik-Show gab. Außerdem stellen sich die Leute immer in coole Posen, wenn man sie fragt, ob man ein Foto machen darf. Auf der Bühne bewegen sie sich viel zu sehr. Manchmal habe ich auch einfach die Gelegenheit genutzt und mich neben einen Fotografen gestellt, um auch ein schönes Foto von den tollen Cosplays machen zu können. Etwas später haben wir dann tatsächlich Kes gesehen, aber konnten nicht Hallo sagen, weil sie gerade telefoniert hat. Außerdem haben uns die Stände vom Verlag Roter Drache (Halle Händlerraum) wegen Mara/Ghostsitter und vom Verlag Farbe und Bunt (Zelt) wegen Torsten Walch interessiert. Und bei Forgotten Creatures haben wir Florian Schäfer kurz Hallo gesagt, den wir vom Kongress der Parakryptozoologischen Gesellschaft her kennen. Da hatte er als E.L. Niederhammer den helvetischen Drachen vorgestellt. Dann sind wir wieder raus gegangen und haben im Lesezelt Torsten Walch und könnte Joachim Sohn gewesen sein zugehört. Torsten hat eine Geschichte von einem Star Wars Weihnachtsspecial vorgelesen, das zwar gedreht und gesendet wurde, aber dann im Nirvana verschwand, weil es so grottenschlecht war. Und er hat von dem Buch DeForest Kelley - Ganz nah & persönlich geschwärmt, das er übersetzen durfte und ihn zu Tränen gerührt hat. Leider waren wir nur wenige Zuhörer im Lesezelt, und wenn der Dunkelelf (Name der Redation bekannt) nicht da gewesen wäre, hätten die beiden die meiste Zeit für die Bierbänke vorgelesen. Um 16:30 Uhr im Zelt nebenan namens "Fame Verse" gab es dann das Meet & Greet mit Tommy. Es hat wirklich niemand angestanden, weshalb ich mich dann draußen hingestellt und Leute darauf aufmerksam gemacht habe. Ich denke, dass es aus dem Plan auch nicht so leicht ersichtlich war, wo denn das "Fame Verse" eigentlich ist und am Zelt stand auch nix. Nachdem alle ihr Autogramm bekommen haben, haben wir noch ein Gruppenbild mit den Kohlrabenscharz-Fans gemacht. Ich habe Charlie vom Kongress der Parakryptozoologischen Gesellschaft gar nicht wiedererkannt mit ihrer Perücke und den Schmetterlingen im Haar. Wir haben dann noch etwas im großen Zelt gesessen, in dem man auch Spiele spielen konnte, und einfach nur geredet. Da musste ich einen niedlichen, pastellregenbogenfarbenen Drachen (Schlüsselanhänger) kaufen. Um 18:30 Uhr trat dann auf der Bühne "Kingdom Come" Harpo Speaks! mit Tommy auf. Allerdings war der Start wegen technischer Probleme erst viel später. Deshalb waren wir etwas in Zeitnot geraten, weil wir auch um 19:00 Uhr im "Fame Verse" das Meet & Greet mit Mháire erleben wollten. Und das verzögerte sich, weil sie auf der Bühne noch Programm hatten. Das habe ich dann auf dem Handy über Twitch verfolgt, um mitzubekommen, wann Mháire kommt. Das war 19:30 Uhr zu Ende und dann hat es nochmal 15 Minuten gedauert, bis sie im Zelt war. Mit uns hatte jemand mit einem Kostüm aus Baldur's Gate 3 angestanden. Sie war ganz neidisch auf Florians Kühlturm, aber wir werden definitiv keine 3. Auflage mehr nachdrucken. Der ist einmalig! Ihr hat es dann aber doch zu lange gedauert und ist ist gegangen, weil sie morgen auch noch da ist. Wir nicht. Da wussten wir aber noch nicht, dass Mháire am Sonntag gar nicht da sein würde, weil sie da auf der Stay Forever Con in Karlsruhe sein würde. (Dort hat ein Freund dann für mich die Frage gestellt, wieviele Stofftiere sie besitzt und ob sie alle Namen haben, denn das habe ich vor lauter Aufregung total vergessen. Es sind über 100 und manchmal vergisst sie die Namen, wofür sie sich ein bisserl schämt.) Insofern war es gut, dass wir nur Samstag da waren, denn das war der Programmpunkt, auf den ich mich am meisten gefreut habe. Ich habe die DVD Jurassic Road signieren lassen. Ich liebe diesen Film. Mháire und Freunde fahren in einem schrottreifen Wohnmobil nach China, um dort einen Dinosaurier abzuholen. Ich habe so mitgelitten und will ganz sicher niemals nach China reisen. Außerdem hat sich Mháire über die Situation der Uiguren geäußert, was ich für ein sehr wichtiges Thema halte. Florian hat seinen Kühlturm signieren lassen. Ich habe damals den Steckbrief von Mháire geschrieben und sie hat sich darin tatsächlich wiedererkannt. Und Mháire kennt Tiberius! Und dann bin ich noch mit vollem Karacho in ein Fettnapf gehüpft. Ich hatte nämlich jemanden mit Mháires Freund Nico verwechselt, obwohl mein Bauchgefühl gesagt hatte, dass er es gar nicht sein könne, weil er viel hellere Haare hatte. Nico war nämlich noch mit der Technik beschäftigt und ist deshalb nicht mit auf dem Foto. Als wir mit dem Meet & Greet fertig waren, haben wir noch die letzten Lieder von Harpo Speaks! mitbekommen. Es waren leider nur sehr wenig Publikum da. Daher standen wir direkt an der Bühne. Zu "Ein echter wahrer Held" durften wir dann auf die Bühne. Auf der Role Play Convention in Köln 2018 habe ich mich das nicht getraut, weil ich nicht sehr textsicher bin, aber diesmal haben wir die Chance ergriffen und mitgesungen. Dafür habe ich mir den Text auf mein Handy geholt. Damit ging die RolePlay Verse zu Ende. Trotz der organisatorischen Mankos war es wirklich sehr schön gewesen. Wir haben wahnsinnig viele schöne Cosplays gesehen, wirklich großartig! Und natürlich liebe Menschen getroffen, teilweise zum ersten Mal, die wir während Corona über Twitch.TV kennengelernt haben. Zum Abschluss waren wir noch zu viert im Derman gut und günstig essen. Ich war aber so voll, dass mir sogar die Pizzaröllchen zu viel waren. Außerdem gab es einen Salat als Vorspeise und einen kleinen Nachtisch dazu. Im Hotel habe ich mich dann noch in der Badewanne ausgeruht. Was für ein toller Tag!
Sonntag, 19. Mai 2024 23:06WTF und mehr in LeipzigDieses Wochenende waren wir in Leipzig zum WTF - Wissenschaft trifft Freundschaft. Dort haben wir uns mit anderen Zeugen Kühlwaldis getroffen und hatten sehr viel Spaß bei den wahnsinnig interessanten, obskuren und morbiden Vorträgen. Eingekehrt waren wir im Peter Pane, im Lukas und im Alex, letztere vor allen Dingen, weil dort auch noch nach Mitternacht geöffnet war. Bei der Veranstaltung selbst gab es nur Getränke und Snacks, was angesichts der Länge von elf Stunden ab Mittag mit nur drei 20-minütigen Pausen eine Herausforderung war. Aber ich hatte einige Knabbereien im Rucksack, so dass wir nicht vom Stuhl gekippt sind. Die Referenten waren teilweise auch bekannter, wie Florian Schröder, der bei einer Querdenken-Demo einen legendären Auftritt hatte, und Sängerin Luci van Org im musikalischen Abschluss. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und wiedergetroffen und enorm viel gelernt. Da einiges nicht jugendfrei ist, dieser Blog aber schon, werde ich im Einzelnen nicht darüber berichten. Wer aber Lydia Beneckes Vorträge kennt und mag, die die treibende Kraft hinter "Wissenschaft trifft Freundschaft" ist, der wird hier auch nächstes Jahr wieder ein tolles Programm neben dem WGT vorfinden. Am Sonntag waren wir noch auf der Moritzbastei beim Mittelaltermarkt und in der Deutschen Nationalbibliothek bei einer übervollen Lesung von Christian von Aster. Abends bedauerte ich kurz, dass wir keine WGT-Bändchen hatten, denn im Völkerschlachtdenkmal gab es ein Herr-der-Ringe-Konzert. Aber wir mussten auch wieder nach Hause und wollten nicht so spät ankommen. Die Heimfahrt verlief wie die Hinfahrt problemlos und entspannt. Außerdem wurde auf ein paar Anlaufstellen aufmerksam gemacht, die ich hier auch ans Herz legen möchte:
Samstag, 11. Mai 2024 23:50Skeptical, SkepKon und GWUPsitAm Donnerstag waren wir nach Augsburg gefahren. Das Turmhotel, der "Maiskolben" erinnert an die Marina Towers in Chicago, die auch die "Corn Cobs" genannt werden. Das war wohl Absicht. Das Hotel war mir aber zu teuer gewesen, deshalb haben wir im Ibis am Königsplatz gewohnt. Eine stillgelegte Rolltreppe war bepflanzt, das fand ich interessant. Donnerstag, 9. Mai 2024 - SkepticalDas Skeptical war begleitet von schöner Musik von vier Cellisten, die u.a. "Eine Kleine Nachtmusik" von Mozart und die Titelmelodie von "Game of Thrones" gespielt haben. Das war ein sehr schönes Programm, bei dem Jasmina geschröpft wurde. Kinesiotapes kamen nicht gut weg. Ich denke auch, dass die Eigenschaften, die den Farben zugeschrieben werden, Blödsinn sind. Ich nehme schwarz, blau und pink, weil mir die Farben gefallen. Ich habe aber schon das Gefühl, dass es hilft, einerseits Stabilität bringt, andererseits aber Flexibilität, so dass man gegen einen gewissen Widerstand bewegen und etwas trainieren kann, wie bei Bandagen, nur mit dem Vorteil, dass es individuell anpassbar ist, während Bandagen immer nur für ein bestimmtes Gelenk passen. Es gab tolle Vorträge zu den Themen Augsburgs Stadtgeschichte, Physiotherapie, was Hegedüs für Hasskommentare aushalten muss und wie er damit umgeht, Deepfakes, Exorzismus und Rituelle Gewalt/Mind Control. Wer nicht dabei gewesen ist, hat etwas verpasst. Danach waren wir in der Haifischbar mit Holm und Freunden. Am Thresen hängt auch der Kopf eines echten Makohais. Es war für 20 Personen reserviert, aber wir haben den Laden gesprengt. Ich hatte die Wurzelsuppe und Knoblauchbrot, sehr lecker! Es gab auch leckere Cocktails. Leider stand bei "S*x on the Bar" nicht dabei, woraus der gemixt war. Die Herrentoilette war über und über mit Aufklebern zugepflastert. Sowas habe ich noch nie gesehen. Auf dem Heimweg haben wir noch einen Blick in die Augsburger Puppenkiste geworfen. Ich habe aber kein Interesse, die zu besuchen. Ich fand Marionetten schon immer creepy. Freitag, 10. Mai 2024 - SkepKon Tag 1Das Frühstück im Ibis war ganz gut. Die Pancakes haben meinen Tag erhellt. Im Park war der Rasen gemäht, aber es blieben Inseln erhalten als Insekten-Wohnstätten. Das hat mir sehr gefallen. Im ersten Vortrag ging es um die Beweiskraft von Bildern. Als vom World Trade Center zwei Bilder gezeigt wurden, einmal mit einer Enterprise, die die Türme beschießt, und einmal mit einem AT-AT, da wurde die Enterprise als "UFO", und der AT-AT aber korrekt bezeichnet. Da durchzuckte es uns merklich. Jemand aus dem Publikum merkte das auch an, aber die Referentin meinte nur, dass sie kein Star Trek Fan wäre. Ich habe die Erschütterung der Macht gespürt. Bei der Frage, ob es einmal Riesen gegeben hatte, wurde meine Vermutung bestätigt, dass die Knochen eigentlich von Tieren (z.B. Mammuts) stammten und fehlinterpretiert wurden, ähnlich wie Dinosaurierknochen vermutlich die Mythen über Drachen begründeten. Bei den Fat Studies lernte ich den Unterschied zwischen qualitativer und quantitativer Forschung kennen, also "Viele Anekdoten ergeben noch keine Daten". Allerdings denke ich, dass die Erzählungen von Betroffenen trotzdem ernstzunehmen sind, sonst könnte man zu jeder Minderheit sagen, dass sie statistisch nicht relevant wären, was inhuman wäre. Ich denke nicht, dass man Wissenschaft so betreiben sollte. Anschließend gab es einen schönen Einblick in die Schwurbelkurse in Volkshochschulen. Stephanie und Tina haben den "Quack-Score" eingeführt, um die Kurse einzuteilen. Aber die Situation ist nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Ralf erklärte dann aus rechtlicher Sicht, dass wir leider mit der Werbung für esoterische Produkte leben müssen. In der Mittagspause waren wir im Biergarten. Offline wussten wir, dass er geöffnet war, aber online stand, dass er erst 16:00 Uhr öffnen würde. Google weiß eben doch nicht alles. Das ist etwas beruhigend. Der Buddler hat sich dann sehr über seine Lego-Minifigur gefreut, die ihm Florian schenkte. Der Vortrag über "Unwissenschaftlichkeit" musste leider ausfallen, aber Heiligenschein/Aura als optische Täuschung war auch interessant. Danach berichtete Holm noch von Nobelpreisträgern, die irgendwann abgedriftet sind. Das kannte ich teilweise schon. Bei der Prophylaxe bei Säuglingen mit Flouridtabletten, Vitamin K gegen Blutungen und Vitamin D (Rachitis) habe ich mich gefragt, wann die eingeführt wurden. Die Tabletten haben meine Jungs auch bekommen, aber an die Vitamine kann ich mich nicht mehr erinnern. Leider habe ich mich nicht getraut, danach zu fragen. Die meisten anderen im Publikum haben immer so tolle Fragen gestellt, da kam ich mir manchmal richtig dumm vor. Der Vortrag über Pro Ana war auch sehr schockierend. Damit hatte ich mich schonmal beschäftigt. Bei dem Vortrag über die Unwissenschaftlichkeit der Neuen Rechten kam mir zu viel Neue Rechte und zu wenig Unwissenschaftlichkeit vor. Ich hatte eher den Eindruck, dass hier gerechtfertigt werden sollte, dass das Team Sebastiani doch nicht in der Rechten Ecke verortet werden kann. Nach dem Abendessen im veganen Café Dreizehn waren wir noch beim Open Stage in der Kresslesmühle. Das war ein schön buntes Programm mit skeptischem Bezug mit Illusionskünstlern, Improtheater, Musik, Poesie und am Ende noch ein Vortrag von Jasmina über die Coping Mechanismen von Daenerys aus Game of Thrones. Da war ich aber schon so müde, dass ich fast vom Stuhl gekippt bin. In der Pause habe ich die ISS gesichtet, aber leider keine Polarlichter. Samstag, 11. Mai 2024 - SkepKon Tag 2 und Mitgliederversammlung
Am nächsten Tag gab es nochmal drei Vorträge. Bei dem über die Effektivität von Triggerwarnungen stieß es mir genauso sauer auf wie bei den Fat Studies, dass die Forschung ergibt, dass es nicht sehr effektiv ist, weil es nur eine Minderheit betrifft. Aber wie ich schon schrieb, das ist kein Grund, es nicht trotzdem zu tun, weil es einfach human ist, wenn man auch auf Minderheiten Rücksicht nimmt. Bei dem Vortrag über Soziale Ungleichheit fiel der Satz "Männer können keinen Windeln wechseln". Da war eindeutig klar, mit was für einer Person wir es hier zu tun hatten. Ich war ein klein wenig fassungslos. Das letzte Thema war "Kritisches Denken an Schulen" von André Sebastiani. Der war dann wieder ganz gut, auch wenn ich mich ernsthaft frage, was "Sei schlauer als ein junger Jagdhund" bedeuten soll. Das Mittagessen im Aposto war ein klein wenig gehetzt, weil 1:45 h doch etwas zu kurz war, um 20 Minuten hin und wieder zurück zu laufen und in Ruhe zu essen. Das war ein Lehrstück zum Thema Zeitmanagement. Wir hätten einfach wieder in den Biergarten gehen sollen. Danach folgte der nicht öffentliche Teil der Mitgliederversammlung mit einer entscheidenden Richtungswahl. Es traten Team Sebastiani und Team Holm an. Es ist nicht schwer zu erraten, auf wessen Seite ich war. Aber der Wahlkampf war meiner Meinung nach schonmal nicht ganz fair. Zum Beispiel hatte Holm zum Townhall über seine sozialen Medienkanäle eingeladen, Sebastianis Einladung erreichte mich über die Mailadresse, die ich der GWUP zur Verfügung gestellt hatte. Da gab es in unseren Kreisen auch Unmut, da diese Mail nicht alle bekommen hatten. Dann hatte sich das Team Sebastiani mit hübsch gestalteten Flyern vorgestellt - als PDF per Mail und auf der Veranstaltung auch in Papierform ausgedruckt ausgelegt - und auch auf der Bühne sehr gut präsentiert, während Team Holm eine schlichte Textdatei verschickt hatte und vor Ort überhaupt keine Werbung für sich gemacht hatte. Einzig ein paar Buttons mit "Wählt Holm" lagen dann noch da. Ich hatte den Eindruck, dass Personen, die von der ganzen Schlammschlacht in den Sozialen Medien im Vorfeld die letzten zwei Jahre nichts mitbekommen haben, zwischen den beiden Teams keinen Unterschied feststellen konnten. Jemand aus dem Publikum fragte zu Recht, dass es ihm vorkommt, als müsse er zwischen der "Volksfront von Judäa" und der "Judäischen Volksfront" entscheiden. Die Schicksalswahl ging dann auch entsprechend aus, etwa 3:4 für Team Sebastiani. Einige waren emotional davon sehr betroffen. Mich selbst hat es weniger betroffen, zumal ich auch erst seit Dezember 2023 Mitglied war. Aber für mich war von vorn herein klar, dass ich wieder kündigen würde, sollte die Wahl so ausgehen. Als wir uns dann wieder in der Haifischbar trafen, war klar, dass wir nicht die GWUP verloren haben, sondern wie Holm schön formuliert hat, die haben uns verloren. Und wenn Menschen auf schöne PR-Gags reinfallen, dann muss ich da nicht mehr mitschwimmen. Man möge B*ys of Reas*n oder V*rnan auf Youtube anschauen, mal nach R*senzweig guggeln, sich mit der Skeptischen Gesellschaft oder dem Humanistischen Pressedienst beschäftigen, dann weiß man, woran man ist. Wer ähnliche Ansichten hat, wie diese Personen, die nun die Richtung der GWUP bestimmen, und das auch noch gut finden, dann möchte ich zu dieser Personengruppe nicht mehr gehören. Ich werde postwendend wieder austreten. Sicher finde ich woanders eine neue skeptische Heimat.
Auf Youtube verfügbare Videos der Vorträge (Update):
Auf Youtube verfügbare Videos von Vorträgen, die später nochmal woanders gehalten wurden (Update):
Sonntag, 21. April 2024 23:49Krimidinner im Marriot: Sherlock Holmes und der Fluch der AshtonburrysNachdem wir aus Rosenheim zu Hause angekommen waren, habe ich mich sofort drangesetzt und ein Baumwoll-Shirt zerschnippelt und mir viktorianische Locken nach dieser Video-Anleitung gedreht. Drei Stunden habe ich die Stoffstreifen drinnen gelassen und dann etwas lufttrocknen lassen, aber es wäre wohl wirklich besser gewesen, das über Nacht drauf zu behalten, das ging aber zeitlich nicht. Abends waren wir mit einigen Leuten von LastGeekTonight (LGT) zum Krimidinner verabredet. Wir haben uns alle mächtig in Schale geworfen. Es war sehr lustig und das Essen war lecker im Marriot-Hotel. Ich hatte vegetarisch bestellt, was angesichts der Kalbsbäckchen nicht ganz leicht gewesen war. Die Getränke waren inbegriffen, weshalb wohl eher selten rumgegangen wurde. Dies galt auch für die Weine, aber wir trinken den ja nicht. Aber wenigstens standen Wasserflaschen auf den Tischen. Florian war ein Celebrity, nämlich Oscar Wilde, hatte eine kleine Rolle und musste an einer Stelle einen Trinkspruch aufsagen. Er sagte dann: "Skål! ...und danke für den Fisch!" Sein berühmtester Trinkspruch wäre zu lang gewesen :-) Wegen meinem Hörfehler hatte ich leider Schwierigkeiten, der Story zu folgen und am Ende natürlich auch keine Ahnung, wer der Mörder gewesen sein könnte. Aber das macht nichts, denn am Ende wurden einige der lustigsten Antworten vorgelesen. Es war wirklich Florians Abend, denn er durfte nicht nur mitspielen, sondern hat auch gewonnen, da er den Fall gelöst hatte und aus dem Hut gezogen wurde. Es gab ein Kochbuch. Die besten Kostüme wurden ebenfalls prämiert. Diagonal gegenüber saßen auch einige Kostümierte an einem Tisch, die diesen Preis gewonnen hatten. Das war auch eine sehr schön in Schale geworfene Truppe. Nach ein paar Gruppenfotos mit dem Cast und mit Nessi haben wir dann die Heimfahrt angetreten. Leider hatte das Auto gegenüber Deutschlandticket 17 zu 46 Minuten gewonnen, aber da es schon spät wurde und wir abends nur noch nach Hause und ins Bett wollten, war ich darüber schon froh. Nur die Schuhe musste ich im Auto wechseln, da ich mit den viktorianischen Absätzen wohl zwischen den Pedalen hängen geblieben wäre.
Sonntag, 21. April 2024 16:09Rosenheim: Kohlrabenschwarz-DrehorteAm Sonntag haben wir im B&B-Hotel erst einmal mit den Zeugen Kühlwaldis gefrühstückt. Danach bin ich mit Florian nochmal zu der Kirche gelaufen, um uns die Drehorte von Kohlrabenschwarz zu fotografieren und mit den Szenen verglichen, wo Stefan Schwab von der Kirche bis zum VW-Bus läuft und telefoniert. Dabei haben wir auch ein paar kleine Filmschnipsel gedreht, die Florian eventuell noch verwurstet, wenn er dazu Zeit findet. Die Heimfahrt über die A8 verlief wieder staufrei.
Samstag, 20. April 2024 23:59Rosenheim: Lydia Benecke Psychologie des BösenDer Vortrag von Lydia Benecke "Die Psychologie des Bösen" war wieder sehr faszinieren. Es ging erst einmal um die Definition von "Psychopathy" nach Hare sowie "Antisoziale bzw. dissoziale Persönlichkeitsstörung". Lydia sprach auch von Statsitik, die einen großen Teil der Psychologie ausmacht. Sie zeigte auf, dass die Darstellung in Film und Fernsehen/Literatur nicht realistisch ist. An dieser Stelle wurde ein Bild mit sehr viel Blut aus einer Serie gezeigt und einer Frau wurde erst einmal schlecht. Wir mussten dann den Saal kurz räumen, was etwas Zeit kostete. Leider konnte man im Ballsaal die Fenster nicht aufmachen, nichtmal einen Spalt, um etwas Luft reinzulassen. Am härtesten waren dann die echten Fälle. Man kann schon ein wenig Mitleid mit diesen Leuten haben, aber noch viel mehr mit denen, die in ihre Fänge geraten und sich daraus nicht befreien können, und damit meine ich nicht nur die Opfer. In den Saal passten wohl etwa 450 Personen. Damit alle auch ihr Autogramm und Foto bekamen, begann sie schon vor dem Vortrag mit Signieren, in der Pause ebenfalls und am Ende auch, bis wirklich die Letzte ihre Unterschrift im Buch hatte. Es wurde mal wieder sehr spät, weshalb es sehr klug war, ein Hotel dazugebucht zu haben, obwohl wir von Rosenheim nur eine knappe Stunde heim brauchen. Auf dem Weg zum Hotel hat Florian noch die Kirche erkannt, die in der Serie Kohlrabenschwarz vorkam.
Dienstag, 19. März 2024 21:30Kurztrip nach Wien - Der Urknall war 1 Fehler (mit Florian Aigner und Martin Moder)Wir hatten uns Karten für "Der Urknall war ein Fehler" gekauft und zwei Übernachtungen in Wien gebucht. Außerdem wollten wir mit der österreichischen Westbahn fahren, weil die als zuverlässiger und pünktlicher gilt, als die Deutsche Bahn. Leider wurde unser Zug nach Hause storniert und ich habe in den anderen Verbindungen keine Sitzplätze mehr buchen können. Die Strecke wollte ich dann auf keinen Fall ohne Sitzplatz fahren. Also haben wir Erstattung beantragt und die Hinfahrt verfallen lassen. Aber ich war am Ende froh, mit dem Auto gefahren zu sein, denn so konnten wir auf dem Hinweg das Stargate besuchen und uns am Montag länger Zeit lassen für spontane Dinge. Samstag, 16. März 2024Heute sind wir schon kurz nach 10 Uhr losgefahren, was recht früh war. Die Fahrt auf der A94 verlief problemlos. Nach der Grenze kurz nach Braunau haben wir getankt. Ich bin dafür, dass sich Braunau in Grünau umbenennt. Die Tankstelle hieß Pink und war ein richtiges Erlebnis. Die Toiletten waren aus Stahl und sahen genauso aus wie auf den Autobahnparkplätzen, wie wir sie kennen und h*ss*n. Florian hat dann erzählt, dass es im Internet gerade rund geht, wegen den lila-pinken Fußballtrikots. Er hat mir auch ein KI-generiertes Bild von H*tl*r gezeigt, der einen rosa Anzug trug. Die zweite Station war das Stargate in Kappern von Metallkunst Mayrbäurl. Hier kann man über Paypal für das Stargate spenden. Das ist wirklich ein toller Fotopoint gewesen. Das nächste Mal müssen wir unbedingt ein Stativ mitnehmen. Vor dem Stargate saßen noch zwei Guardians of Time. Auf der Autobahn war es auch angenehm zu fahren, weil das Tempolimit 130 km/h ist. Nur in Wien war der übliche Stadtverkehr etwas stressig. Vor der Pension kurz halten und ausladen war dann nicht wirklich möglich, aber hier gibt es jede Menge Parkhäuser. Erst haben wir auf dem Parkplatz am Stafa Tower geparkt, aber wir stellten das Auto dann in die Tiefgarage Mariahilfstraße am C&A, weil die deutlich günstiger war. Als wir das Auto vom Parkplatz holten, haben wir erst einmal einen Comicladen besucht. Dort stand ein alter Worf Pappaufsteller, aber der war leider nicht verkäuflich. Wir haben das Auto dann ins Parkhaus gefahren und sind dann noch mal zum Müller gegangen. Es gab keine Spielzeug-Hanteln, aber dafür Tentakel-Gummi-Spielzeug und einen kleinen "Vorsicht nass"-Aufsteller. Dann sind wir zum Stephansplatz gefahren, wo wir zwei Zeugen Kühlwaldis getroffen haben. Wir sind ein bisschen durch das nächtliche Wien gelaufen, unter anderem durch die Blutgasse. Dann haben wir uns auf ein Restaurant geeinigt. Im Kellergewölb haben wir lecker gegessen und noch lange geredet. Florian hat dann ein Plakat entdeckt von "Fans Strike Back", einer Star Wars Ausstellung von Fans. Jetzt wissen wir was wir am Montag noch tun werden, bevor wir nach Hause fahren. Unsere Pension ist ein Wortspiel "Wienderland" für Alice im "Wonderland". Alles ist mit Spielkarten, Grinsekatzen und Hut vom verrückten Hutmacher bemalt und verziert. Sonntag, 17. März 2024Eigentlich wollten wir bei "Der Mann, der verwöhnt" frühstücken, aber da gab es keine Sitzgelegenheit. Deshalb waren wir dann bei McDonald's. Der war schon sehr geräumig und stylisch. Zwar nicht so wie der Burger King, wo wir letztes Jahr waren, aber auch schick. Danach sind wir in den Stadtsaal gegangen, und nach und nach trafen die Zeugen Kühlwaldis ein. Wir waren zu acht. Vielleicht werden wir eines Tages zu den "Kühlwaldi Ultras". Vor der Show haben wir noch ein paar Spaßfotos gemacht, bevor wir uns alle in der ersten Reihe niedergelassen haben. Martin Moder und Florian Aigner haben in der ersten Hälfte über alles andere gesprochen, aber nicht über den Urknall. Ich witzelte schon, dass es Themaverfehlung wäre (wir hatten auf der Autofahrt den Podcast "Thema verfehlt" mit Christian von Aster und Germaine Paulus gelauscht. Ich glaube, Florian und Martin haben uns auch in der ersten Reihe entdeckt. Florian kann nicht nur Klavier spielen, sondern auch singen. Nach der Pause ging es dann endlich um den Urknall, und was danach geschah. Es gab sogar eine Fragerunde, und ich habe mich getraut, eine Frage zu stellen: Ich dachte immer, dass die leichten Atome durch Supernovae entstehen, aber wie entstehen dann die schweren Atome? Florian hat das dann so schön erklärt, dass ich es verstanden habe, und mir jetzt hoffentlich auch merken kann. Die leichten Atome bis Eisen enstehen bereits in den Sonnen durch Kernfusion, die schwereren brauchen deutlich mehr Energie und entstehen durch die Supernovae. Am Ende der Show haben wir wieder gewartet, bis die Autogrammschlange abgearbeitet war, da es bei uns meistens ein bisschen länger dauert. Florian Aigner hat sich sehr gefreut, uns zu sehen. Wir haben ihm dann den Pokal überreicht mit dem Text "bester Sidekick von Martin Moder". Ein Zeuge Kühlwaldis hatte ein Beschriftungsgerät dabei gehabt, schwarze Schrift auf Gold. Das sah schon sehr schick aus, aber noch ist es kein Nobelpreis. Am Ende haben wir noch ein schönes Gruppenfoto gemacht. Zum Essen sind wir dann zum Brandauer gegangen. Von da oben hatte man einen schönen Blick. Das Essen war auch sehr lecker, und ich habe sogar etwas veganes Essen können. Zum Nachtisch gab es Marilleneisknödel. Danach waren wir nur noch zu fünft. Wir sind dann zu dem japanischen Garten Setagayapark gefahren, um die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Wir sind beim U-Bahn-Ausgang kontrolliert worden, unsere Handytickets von WienMobil haben die Feuerprobe bestanden. Danach waren wir nur noch zu viert und sind zum Italiener Francesco gefahren, wo wir noch zu Abend gegessen haben. Auf dem Heimweg waren wir dann im Westbahnhof noch in einem kleinen Supermarkt, und haben uns noch etwas mit Süßigkeiten eingedeckt. Es gab Energy Drink Dosen, die ich noch nicht hatte, aber ich habe sie nicht gekauft. Update 14. April 2024:Youtube MEGA: Moder & Aigner erklären Schwerkraft & Flache Erde Montag, 18. März 2024Weil die Fahrt nach Hause nicht so lang ist, haben wir uns noch einen schönen Tag in Wien gemacht. Erst waren wir im Gaming Museum, das in einem Luftschutzbunker war. Das war echt cool. Ich habe eine Runde Tetris gespielt, wäre aber erstmal daran gescheitert, dass ich den Controller verkehrt herum hielt. Aber dann habe ich mal eben einen Rekord aufgestellt. Danach waren wir auf dem Haus des Meeres im 360° Ocean Sky Restaurant. Die Karte war sehr übersichtlich, aber es gab Falafelburger. Das Essen kam sehr schnell nach der Bestellung. Wahrscheinlich ist alles schon auf Vorrat vorbereitet, damit es schneller geht. So können sie moderate Preise halten. Dann waren wir bei Fans Strike Back im Studio F der Stadthalle. Das ist wirklich eine beeindruckende Sammlung von überwiegend selbstgebauten Objekten von Fans aus aller Welt, die sich in kurzen Videos vorstellen. Auf das Speeder Bike durfte man sich sogar draufsetzen. Dann haben wir das Auto aus dem Parkhaus geholt und haben uns auf den Heimweg gemacht. Leider ging es mir nicht besonders gut, weshalb wir uns auf halber Strecke entschieden, in ein Hotel zu gehen. Ich habe dann das Best Western in Wels über die Booking-App am Handy gebucht, weil das nicht so teuer war wie die Hotels in Linz und eine Garage hatte. 20:30 Uhr lag ich im Bett und habe geschlafen. Dienstag, 19. März 2024Ich habe bis 9:00 Uhr geschlafen. Checkout wäre 12:00 Uhr gewesen, aber wir wollten ja heim. Weil ich das Navi nicht auf laut hatte, habe ich dann die Ausfahrt zur Tankstelle Pink verpasst. Der Rückweg hätte eine halbe Stunde gekostet, aber weil die Benzinpreise in Österreich doch deutlich niedriger sind, hätte sich das trotzdem gelohnt. Irgendwie kurvten wir dann rum und haben dann nach der Grenze wieder zurück, weil wir doch kurz in Deutschland waren, eine Tankstelle gesehen, die Super für 160,9 hatte. Das war aber E10, das E5 hat doch 187,9 gekostet, auf der deutschen Seite 184,9. Das hat sich also überhaupt nicht gelohnt... Aber weil Florian auch ab 13:00 Uhr arbeiten wollte, haben wir das dann einfach gemacht und sind dann schnurstraks nach Hause. Es ging dann auch ganz schnell, Dorfen, Pastetten, Stau auf der rechten Spur beim Autobahnkreuz, zu Hause. Memo an mich: Nicht nur die Route im Navi vorher raussuchen und anschauen, sondern auch auf laut stellen!
Donnerstag, 7. März 2024 23:59Depeche Mode Momento Mori in der OlympiahalleMir wurde die Werbung für das zweite Depeche Mode-Konzert in München im Juli 2023 angezeigt. Da war ich aber gerade in Berlin und am Handy kaufe ich normalerweise nicht gerne ein, weil mir das Gefummel am Mini-Bildschirm ohne gescheite Tastatur zu blöd ist. Als ich dann zwei Tage später zu Hause eine Karte kaufte, kostete die schon fast das doppelte von dem, was wir für das Konzert im Juli bezahlt hatten. Das hat auch etwas mit der dynamischen Preisanpassung zu tun. Entsprechend gab es bei Fatzebuck entsprechende Kommentare wie "The grabbing hands grab all they can". Da Florian eigentlich nicht zum Black Swarm gehört, meinte ich dann, dass ich einfach alleine hingehe. Das war auch gut so, denn Florian hätte da auf Dienstreise gemusst. Nicht dass ich Probleme gehabt hätte, die Karte dann loszuwerden... Die Dienstreise wurde dann zwar abgesagt, aber so ist das Leben. Eine Bekannte hatte überhaupt keine Karte mehr bekommen. Sie hat auf ihrem Handy sämtliche personalisierte Werbung irgendwie ausgeschlossen, weshalb sie erst von dem Konzert erfuhr, als es bereits ausverkauft war. Personalisierte Werbung hat halt doch auch etwas für sich. Soweit ich weiß, war nach dem offiziellen Verkaufsstart das Konzert bereits nach 20 Minuten ausverkauft gewesen. Ich war dann schon ein bisserl aufgeregt. Vor dem Konzert habe ich wieder einen Crêpes mit Kinderschokolade und einen Cuba Libre genossen. Als ich auf meinem Platz saß, sprach mich ein Herr aus meiner alten Heimat an, ob ich alleine da wäre. Ich war etwas verwirrt, weil er offensichtlich mit seiner Familie da war. Also konnte es kein blöder Anmachspruch sein. Ich bejahte also. Dann fragte er, ob ich mit seiner Tochter den Platz tauschen könnte, das wäre sogar näher dran, damit sie bei ihnen sitzen konnte. Das habe ich dann auch getan. Wenn man einmal drin ist, wird das Ticket auch nicht nochmal kontrolliert und beim letzten Mal hatte Florian auch nur mein Handy abfotografiert, wenn er rausgegangen ist, um Getränke zu holen, aber eher, damit er sich die Sitzplatznummer nicht merken musste. Die Vorband war Suzie Stapleton, die mir auch sehr gut gefallen hat. Es waren noch sehr viele Plätze frei, was mich wunderte, weil ja ausverkauft. Aber viele kommen anscheiend mit Absicht später, weil sie die Vorband nicht sehen wollen. Die Setlist (die ich die letzten vier Wochen im Auto rauf und runter gehört habe), wurde etwas geändert und gekürzt. Dave und Martin haben aber eine tolle Show geliefert und die Masse hat getobt und mitgesungen. Maria am Stage bekam ein Happy Birthday gesungen. Dave hat nicht immer alle Töne getroffen. Ich musste ein bisserl an das Konzert von Meat Loaf denken, der dann von einer Sängerin vertreten wurde, wenn ihm die Stimme weg blieb. Bevor die Zugabe kam, ist das Paar neben mir schon gegangen, die auch die ganze Zeit gesessen sind, statt zu tanzen. Dann hatte ich mehr Platz. Auf dem Heimweg bin ich wieder eine Station Richtung Moosach gefahren. Diesmal war die U-Bahn nicht so voll wie beim letzten Mal. Das kann auch daran liegen, dass in der Olympiahalle nur maximal 15.500 Leute fasst, während ins Stadion 69.000 Leute passen. Dann hatte ich auf der Heimfahrt bis zum Sendlinger Tor einen Sitzplatz. Schön war's!
Donnerstag, 29. Februar 2024 23:59Premiere Hoaxilla Live Die wahre Wahrheit im FZW DortmundWir sind wirklich so wahnsinnig und extra nach Dortmund gefahren, um Hoaxillas letzte Show auch noch anzusehen. Wir wollten auch den Vergleich anstellen, wie sich die Show verändert hat. Florian hatte auch kurz die Idee, alle fünf Shows, also auch Hamburg, Berlin bei den Wühlmäusen und Leipzig anzuschauen, allerdings hätte er das dann ohne mich mit der Bahn machen müssen. Das wäre dann genau in einen Streik gefallen. Außerdem wurde Hamburg aufgezeichnet und bald in irgendeiner Form veröffentlicht. Wir kamen gut durch, nur leider lotste uns Google Maps über die A45, die bei Lüdenscheid voll gesperrt ist, und wir den Anwohnern auf die Nerven gehen mussten. Wären wir nach den blauen Schildern gefahren, hätten wir eine andere Route genommen, da "Dortmund" auf der A45 nicht mehr dransteht. Bzw. eigentlich hätten wir bereits vor Würzburg auf die A73 Richtung Bamberg/Schweinfurt abfahren müssen. Die Show war etwas routinierter als die erste Show in München. Aber es war trotzdem total interessant, alles noch einmal anzuhören. Am Ende der Show war noch ein Teil 6 angehängt, den es in München noch nicht gegeben hatte: nämlich das Gegenteil der Wahrheit, die Lüge. Den Teil haben sie nach der Correktivrecherche zur Wannseekonferenz 2.0 eingefügt. Dafür fiel die Improvisation weg, bei der das Publikum nach einer Geschichte gefragt wurde und sie live recherchiert haben, ob diese Geschichte stimmt oder nicht. In München wurde gefragt, ob es im Bodensee einen Hai gibt. Allerdings kann so etwas auch etwas träge werden, wenn keine Frage aus dem Publikum kommt. Alexa und Alexander haben sich viel Zeit gelassen zu signieren und mit den Leuten zu sprechen. Das war wirklich schön. Aber der Sicherheitsdienst schien etwas genervt. Es war ein sehr schöner Abend gewesen.
Samstag, 13. Januar 2024 23:59Premiere Hoaxilla Live Die wahre Wahrheit im SchlachthofEines der schönsten Erlebnisse zu Beginn dieses Jahres war unser Besuch bei der Premiere von Hoaxilla Live. Seit den Ferngesprächen auf Twitch/WildMics sind wir Fans von dem skeptischen Podcast. Es hatten sich einige Leute vom Flauschhaufen angekündigt, so dass wir schon sehr früh losgegangen sind, damit wir auch wieder vor der Bühne sitzen können mit der großen Gruppe (18-20). Freie Platzwahl im Schlachthof... Wir durften dann aber schon vor Einlass um 18.00 Uhr rein, weil es wirklich extrem kalt war draußen. Viele hatten auch ihre Bademäntel dabei und wir bekamen selbstgehäkelte Kühlwaldi-Mützen. Die Zeit bis 20.00 Uhr haben wir dann erstmal gegessen und geratscht. Die Spannung wuchs. Was würde uns heute Abend erwarten? An den Seiten waren Bilder über Beamer an die Wand geworfen worden. Diese spielten dann später noch eine Rolle. Von der Show selbst habe ich keine Fotos gemacht. Ihr sollt ja selbst dort hingehen und schauen, was da passiert :-) Es gab auch eine Pause. Einen kleinen Teaser gibt es auf Mastodon/Hoaxilla zu sehen. Die Fotografin Nadine kannte ich noch von der Ferngesprächs-Con und ich habe sie sofort an ihren Schuhen und hochgekremptelten Hosen erkannt :-) Ich glaube, Alexa und Alexander haben sich sehr gefreut über uns. Als Alexander uns als "Zeugen Kühlwaldis" vorgestellt hat, ging ein "Ah!" durch das Publikum. Wir sind aber keine Sekte ;-) Dirk van den Boom hat uns mal als "Radikale Randgruppe des Flauschhaufens" bezeichnet. Der Flauschhaufen sind die Fans von den Ferngesprächen/Nachsitzen auf WildMics. Am Ende haben wir wieder geduldig gewartet, bis alle ihr Autogramm bekommen haben, denn wir hatten noch ein Geschenk dabei. Bei dem Vortrag in der HFF Hochschule für Fernsehen und Film München am 1. Mai 2022 hatte Alexander zumindest einen Mini-Schieferuntersetzer aus Lego bekommen. Damals hatten wir schon erzählt, dass wir der Stammbesetzung und wiederkehrenden Gästen ihr eigenes Lego-MOC mit Figur schenken wollen. Darauf musste Alexander nun fast zwei Jahre warten. Aber Florian hat sich sehr ins Zeug gelegt und fast drei Tage lang ein tolles Studio Bavaria gebaut. Die beiden waren begeistert von den vielen Details und ganz erstaunt, als wir sagten, dass das wirklich ein Geschenk ist. Am Ende haben wir dann noch ein Gruppenfoto gemacht. Alexander erwähnte am Ende der Autogrammrunde, dass auch Lars Naber vom Podcast "Auf Distanz" zu Gast war. Den kannten anscheinend auch viele Zuschauer schon. Die Autogrammkarten (die Buchcover) waren von Sarah Burrini. Sie macht auch die Nerd Girl Comics und war auch schon beim Nachsitzen mit dabei. Was für ein toller Abend. Wir sind noch ganz geflasht. Next Stop Lydia in Rosenheim am 20. April 2024, dort haben wir uns verabredet. Und dann sind wir noch mit den Zeugen Kühlwaldis, die von der Pfalz bis Wien extra nach München gekommen sind, unterwegs gewesen und erst am Sonntagnachmittag heimgekommen. Aber das ist eine andere Geschichte. Weitere Termine von Hoaxilla gibt es hier: Hoaxilla Live Termine. Update 20.01.2024:Im Hoaxilla Re:Live zum Thema Dracula hat Alexander ab Minute 9 u.a. Florians MOC gezeigt. Darüber haben wir uns sehr gefreut :-)
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