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Mein Blog-ArchivThema: Interessen/Lydia Benecke
Sonntag, 7. Juni 2026 02:23Lydia Benecke - Die Psychologie des Bösen im SchlachthofSpontanität ist nicht so meine Stärke und eigentlich hatte ich mich auf vier Tage langes Wochenende und zu Hause rumgammeln (und ein wenig Pferd betüteln) gefreut. Kino? Bäh! Aber dann sind wir doch am Samstag spontan nach einem Anruf am Freitag zum Schlachthof und haben den Vortrag "Die Psychologie des Bösen" von Lydia Benecke angehört. Ich hatte vor ein paar Wochen schon gefragt, ob wir nicht wieder ein Zeugen-Kühlwaldi-Event daraus machen wollen, aber beim letzten Mal sind viele sehr weit angereist, aus Wien, aus der Pfalz... Das ging diesmal leider nicht zam. Um so mehr freute ich mich, dass wir nun insgesamt doch zu sechst da waren. Der Vortrag war wieder einmal eine richtige Druckbetankung, aber keine Sekunde langweilig. Wir wurden darüber aufgeklärt, dass man Lügen leider tatsächlich nicht an Gesten oder der Mimik erkennen kann. Und wie wichtig Prävention ist. Das Essen war wieder superlecker! Und vor der Show, in der Pause und im Anschluss wurden wieder interessante Gespräche geführt. Danke für den schönen Abend! Danke, dass du mich aus der Lethargie geholt hast.
Montag, 25. Mai 2026 20:56WTF Wissenschaft trifft Freundschaft in LeipzigAm Wochenende haben wir unsere Akkus in Leipzig beim Wissenschaft trifft Freundschaft aufgeladen. Es war während des WGTs, so dass wir auch den Flair der Schwarzen Szene genießen konnten. Natürlich haben wir wieder im Alex am Naschmarkt gegessen und gefrühstückt und leckere Cocktails getrunken. Wir haben uns mit vielen lieben Menschen aus der Zeugen Kühlwaldis-Bubble getroffen, inklusive ein überraschendes Wiedersehen mit jemanden, den wir zuletzt auf der legendären Ferngesprächs-Con gesehen hatten. Langsam kristallisiert sich ein harter Kern heraus. Aber was höre ich immer im Büro? Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Für jemanden, der so phlegmatisch ist wie ich, immer etwas schwierig zu akzeptieren. Von mir aus führe ich Veränderungen eher selten herbei. Aber für zwei Tage und drei Nächte konnte ich mal alles vergessen, was zur Zeit an meiner Seele nagt. Wir wurden druckbetankt mit einer Reihe von äußerst interessanten Vorträgen. Am meisten gefreut habe ich mich darüber, dass Christian von Aster meinem Florian die Absolution erteilt hat und dass ich dem zweitbesten Florian der Welt, Florian Aigner, meinen Quantenphysik-Werdegang erzählen durfte. Ich bin seit Holms Relativem Quantenquark kein Anhänger der Viele-Welten-Theorie mehr. Dabei fand ich den Gedanken immer tröstlich, wenn ich mal wieder eine Chance im Leben verpasst hatte, dass es da draußen irgendwo ein Paralleluniversum gibt, in dem ich den Mut hatte, besagte Chance zu ergreifen. Diesen Trost habe ich jetzt nicht mehr, seit ich mit der Kopenhagener Deutung die Existenz des fundamentalen Zufalls akzeptiert habe. Wegen akutem Schlafmangel musste ich auf der Heimfahrt wieder häufig Pausen machen, damit ich nicht in den Sekundenschlaf falle. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr dort zu Pfingsten?
Samstag, 14. Juni 2025 23:59Buchmesse Saar - Tim Vollert und Lydia BeneckeWegen dem Verkehrslärm und der Hitze haben wir nicht besonders lange geschlafen. Das Hotel hat keine Klimaanlage, deshalb mussten wir die Fenster aufmachen. Für heute hatte ich XComics und die Waffle Brothers geplant. Aber Saarlouis ist klein und es wahr sehr heiß draußen. Vor dem Comicladen haben wir ein kurzes Fotoshooting mit mir als Liv Moore (iZombie) gemacht, allerdings habe ich das Outfit wirklich nur kurz für die Fotos angezogen, weil es so heiß war. Den blau-braunen Stand habe ich mit einem Schweigeeinhorn bedacht und das fotografiert. Danach sind wir im Nanunana versackt. Als wir wieder rauskamen, hat mich eine blaubraune Frau mit "Entschuldigen Sie!" anquatschen wollen. Ich habe sie ignoriert. Ein blaubrauner Mann meinte dann "Lass sie gehen!". Danach habe ich ihr einen bösen Blick zugeworfen. Hunger hatte ich bei der Hitze und so kurz nach dem Frühstück noch keinen, weshalb wir keine Waffel aßen. Weil wir im Hotelzimmer noch die dritte Staffel Kohlrabenschwarz zu Ende hören wollten, waren wir dann noch beim Media Markt und haben ein JBL Go4 gekauft, das Tommy empfohlen hat. Wir waren sehr erstaunt über die Soundqualität. Aber auch danach war es noch eine halbe Ewigkeit bis zum abendlichen Vortrag. Wir kauften uns also Tickets für Tim Vollert, einem Influencer, und genossen den Nachmittag im klimatisierten Theater. Tim wollte den Sinn des Lebens wissenschaftlich erklären. Es waren wieder etwa 40 Zuschauer. Aber so richtig erschloss sich mir der Sinn des Lebens nicht. Gleich zu Beginn hat er praktisch meine Reise zur Antwort auf diese Frage wiedergegeben: Nichts währt ewig. Unser Planet wird eines Tages verbrannt, wenn sich unsere Sonne in einen Roten Riesen verwandelt. Selbst wenn es der Menschheit gelingt, das Sonnensystem vorher zu verlassen und andere Planeten oder gar Galaxien zu besiedeln, eines Tages würde das Universum kalt und tot sein und für niemanden mehr einen geeigneten Lebensraum bieten. Was hat das Leben also für einen Sinn? Für mich ganz einfach: Das kurze Leben, das wir haben, der Wimpernschlag im Strudel der Zeit, einfach glücklich leben. Es ist vollkommen egal, ob wir Kinder in die Welt setzen oder das Weltall besiedeln. Aber wir im hier und jetzt können versuchen, möglichst glücklich zu sein. Damit aber nicht genug, Tim erzählte von Physik und dass Menschen in der Lage wären, neue Universen zu erschaffen. Nunja. Statt ein Buch zu kaufen und signieren zu lassen, haben wir im Lothringer Hof zu Abend gegessen. Mir hat es sehr gut gefallen, weil auf der Damentoilette Hygieneartikel kostenlos verfügbar waren, auch wenn ich sie jetzt nicht mehr brauche, und es türmten sich sehr viele kleine Baumwollhandtücher statt Bazillenschleuderwarmluft oder Papierhandtücher. Gibt es dazu Studien, was die ökologischste Weise ist, seine Hände zu trocknen? Vermutlich sie einfach an der Hose abwischen... Abends bei Lydia Benecke zu "von Hochstapelei, Betrug und Gaslighting" war die Bude dann voll mit 250 Zuschauern. Den Vortrag kannten wir schon mit u.a. dem Tinder Schwindler auf Netflix. Florian hatte auch in Erfahrung gebracht, weshalb die Reihenfolge erst Kohlrabenschwarz und dann Ghostsitterstories war: Kohlrabenschwarz wurde erst später ins Programm aufgenommen und konnte nicht parallel zu Ghostsitterstories laufen, weshalb man es parallel zum Autorenpaar Iny Lorentz (Wanderhure) ins Programm nahm. Lydia hatte dann ein Gruppenfoto mit der Crew vom Drachenwinkel gemacht und uns gefragt, ob wir mit drauf möchten. Ich meinte aber, dass der Drachenwinkel uns wahrscheinlich eher nicht mit drauf haben möchte, weshalb wir dann noch zwei weitere separate Bilder gemacht haben, eins mit Drachenwinkel und uns und eins mit uns allein. Auf das Foto nur mit der Crew des Drachenwinkels kam dann auch die Fotografin, weil das Foto von Florian geschossen wurde. Sebastian meinte zu uns, dass wir "auf angenehme Weise verrückt" wären.
Sonntag, 8. Juni 2025 23:59WTF - Wissenschaft trifft Freundschaft - LeipzigDas Wochenende in Leipzig war wieder wunderbar. Am Samstag habe ich mein iZombie-Cosplay getragen und dabei Hirnis von Bears & Friends gegessen. Leider zerbröselt meine grüne Kunstlederjacke langsam. Am Sonntag habe ich mich wieder in ein bequemes Gothic-Outfit geworfen. Die Vortragsreihe war großartig. Morbide, sexy, kriminell. Christian von Aster hat ein paar unglaubliche Einblicke in vampiröse Begebenheiten gestattet. Jetzt bin ich stolzer Besitzer einer Dose "Bloodweiser". Traditionen müssen gepflegt werden, so haben wir uns mit Särgen in der Bäckerei Lukas eingedeckt und nachts sind wir im Alex essen gegangen. Ich war mal wieder ein Riesenschussel und habe in der letzten Tram bemerkt, dass ich meinen Rucksack im Restaurant vergessen hatte. So kam es, dass wir doch mit dem Nachtbus fahren mussten. Gemeinsam mit Florian wäre das natürlich noch schöner gewesen.
Samstag, 12. April 2025 23:59Lydia Benecke: Sadisten - Tödliche LiebeDen Vortrag hatten wir eigentlich auch schon gehört, aber es war trotzdem wieder interessant. Heute waren nur noch drei Leute aus unserer Bubble dabei. Lydia hat vom Podcast Tatwort erzählt, in dem sie auch schon zu Gast war. Gestern hatte sie häufig auf Der Fall (Funk) verwiesen, in dem sie oft über Hochstapler oder heute auch über Serienmörder gesprochen hat. Der Podcast wurde leider eingestellt. Lydia hat erzählt, dass sie dafür keine Gage bekommen hat. Das ist echt krass. Die Haupterkenntnis des Abends war, dass es auch Menschen gibt, die zwar Tötungsfantasien haben, aber wegen ihres Mitgefühls und Gewissens niemals in der Lage wären, diese in die Tat umzusetzen. Und für die Menschen auf der Kippe gibt es Organisationen, die helfen, z.B. 180 Grad Prävention. Diesmal wurde es noch später, weil wir uns noch festgequatscht haben. Wir waren erst um vier zu Hause. Und jetzt habe ich den totalen Ohrwurm von Luci van Orgs Song "Wissenschaft trifft Freundschaft", der immer vor dem Twitch-Stream läuft.
Freitag, 11. April 2025 23:59Lydia Benecke im Schlachthof: Hochstapler, Betrug und GaslightingWir waren wieder im Schlachthof mit einigen Leuten, was wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Im Vortrag ging es auch um Sekten, z.B. der Colonia Dignidad. Dabei haben wir dann die Checkliste für Sekten auf die Zeugen Kühlwaldis angewandt. Wir sind sozusagen "durchgefallen". Wir hatten den Vortrag bereits in Nürnberg gesehen. Deshalb kannten wir die Geschichte vom Tinder Schwindler (Netflix) schon. Aber Lydia schreibt ihre Vorträge immer mal wieder um, so dass wir wieder sehr viel Neues erfahren. Lydia hat den Youtube-Kanal Catfished empfohlen, wo Geschichten von Scamming-Opfer erzählt werden. Der Film Taxidrive (1976 mit Robert De Niro und Jodie Foster) wurde nochmal erwähnt. Und "Wir waren das Miljö". Die letzte Geschichte von Thomas Salme war dann auch noch spannend. Er flog als falscher Pilot 13 Jahre ohne Lizenz. Es wurde gar nicht so spät. Wir haben noch ein kleines Gruppenfoto gemacht, aber nicht mit allen aus unserer Gruppe, weil die meisten noch eine längere Fahrt vor sich hatten. Wegen der bauma hatten sie in München kein Hotel gefunden zu einem vernünftigen Preis. Wir sind halb eins los und waren dann um zwei zu Hause. Jetzt fährt die U-Bahn freitags und samstags immer die ganze Nacht durch, so dass man eigentlich immer irgendwie heim kommt und kein Taxi braucht.
Mittwoch, 28. August 2024 18:05Drei phantastische StreamsDiese Woche gab es wieder zwei herausragende Folgen von WildMics und WTF-Talk auf Twitch. Am Montag wurde im WTF-Talk über XY oder XX - ist es so einfach? gesprochen. Darin ging es auch um rechtliche Fragen, weshalb überhaupt ein Geschlecht in Formularen abgefragt werden muss und ob man das nicht einfach weglassen könnte. Die Sendung gibt auch viele Argumente an die Hand, sollte man mal in eine Diskussion verwickelt werden mit Ewiggestrigen. Am Dienstag wurde bei WildMics dann über Elektromobilität gesprochen und mit Volker Quaschning, Malik Aziz und Philipp Hellwig mal mit gängigen Vorurteilen aufgeräumt. Florian hat mich im Chat auch gefragt, wann wir denn endlich ein E-Auto kaufen, nachdem wir jetzt schon mehrere Leute im Freundeskreis haben, die damit zufrieden sind und nicht mehr zurückwechseln wollen. Ich möchte da erst eine eigene Wallbox in der Tiefgarage haben, die SWM lassen sich da noch ziemlich Zeit. Und unser Auto hat noch fast ein Jahr TÜV, deshalb habe ich da auch keine Veranlassung, jetzt sofort ein neues Gebrauchtfahrzeug zu holen. Aber es ist auf jeden Fall sicher, dass unser nächstes Auto ein E-Auto sein wird. Außerdem gab es vor zwei Wochen eine tolle Folge Hoffnung für die USA mit Annika Brockschmidt zu dem brandaktuellen Thema Kamala Harris. Es wird verdammt spannend im November. Ich frage mich angesichts der fürchterlichen Umfragewerte in Sachsen und Thüringen, wann das Pendel in Deutschland wieder in die andere Richtung ausschlägt. Hoffentlich, bevor sich 1933 wiederholt. Aber ich denke, dass es da auf jeden Fall Hoffnung gibt. So wie in Frankreich und Großbritannien und Polen und hoffentlich bald auch Ungarn.
Sonntag, 19. Mai 2024 23:06WTF und mehr in LeipzigDieses Wochenende waren wir in Leipzig zum WTF - Wissenschaft trifft Freundschaft. Dort haben wir uns mit anderen Zeugen Kühlwaldis getroffen und hatten sehr viel Spaß bei den wahnsinnig interessanten, obskuren und morbiden Vorträgen. Eingekehrt waren wir im Peter Pane, im Lukas und im Alex, letztere vor allen Dingen, weil dort auch noch nach Mitternacht geöffnet war. Bei der Veranstaltung selbst gab es nur Getränke und Snacks, was angesichts der Länge von elf Stunden ab Mittag mit nur drei 20-minütigen Pausen eine Herausforderung war. Aber ich hatte einige Knabbereien im Rucksack, so dass wir nicht vom Stuhl gekippt sind. Die Referenten waren teilweise auch bekannter, wie Florian Schröder, der bei einer Querdenken-Demo einen legendären Auftritt hatte, und Sängerin Luci van Org im musikalischen Abschluss. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und wiedergetroffen und enorm viel gelernt. Da einiges nicht jugendfrei ist, dieser Blog aber schon, werde ich im Einzelnen nicht darüber berichten. Wer aber Lydia Beneckes Vorträge kennt und mag, die die treibende Kraft hinter "Wissenschaft trifft Freundschaft" ist, der wird hier auch nächstes Jahr wieder ein tolles Programm neben dem WGT vorfinden. Am Sonntag waren wir noch auf der Moritzbastei beim Mittelaltermarkt und in der Deutschen Nationalbibliothek bei einer übervollen Lesung von Christian von Aster. Abends bedauerte ich kurz, dass wir keine WGT-Bändchen hatten, denn im Völkerschlachtdenkmal gab es ein Herr-der-Ringe-Konzert. Aber wir mussten auch wieder nach Hause und wollten nicht so spät ankommen. Die Heimfahrt verlief wie die Hinfahrt problemlos und entspannt. Außerdem wurde auf ein paar Anlaufstellen aufmerksam gemacht, die ich hier auch ans Herz legen möchte:
Samstag, 11. Mai 2024 23:50Skeptical, SkepKon und GWUPsitAm Donnerstag waren wir nach Augsburg gefahren. Das Turmhotel, der "Maiskolben" erinnert an die Marina Towers in Chicago, die auch die "Corn Cobs" genannt werden. Das war wohl Absicht. Das Hotel war mir aber zu teuer gewesen, deshalb haben wir im Ibis am Königsplatz gewohnt. Eine stillgelegte Rolltreppe war bepflanzt, das fand ich interessant. Donnerstag, 9. Mai 2024 - SkepticalDas Skeptical war begleitet von schöner Musik von vier Cellisten, die u.a. "Eine Kleine Nachtmusik" von Mozart und die Titelmelodie von "Game of Thrones" gespielt haben. Das war ein sehr schönes Programm, bei dem Jasmina geschröpft wurde. Kinesiotapes kamen nicht gut weg. Ich denke auch, dass die Eigenschaften, die den Farben zugeschrieben werden, Blödsinn sind. Ich nehme schwarz, blau und pink, weil mir die Farben gefallen. Ich habe aber schon das Gefühl, dass es hilft, einerseits Stabilität bringt, andererseits aber Flexibilität, so dass man gegen einen gewissen Widerstand bewegen und etwas trainieren kann, wie bei Bandagen, nur mit dem Vorteil, dass es individuell anpassbar ist, während Bandagen immer nur für ein bestimmtes Gelenk passen. Es gab tolle Vorträge zu den Themen Augsburgs Stadtgeschichte, Physiotherapie, was Hegedüs für Hasskommentare aushalten muss und wie er damit umgeht, Deepfakes, Exorzismus und Rituelle Gewalt/Mind Control. Wer nicht dabei gewesen ist, hat etwas verpasst. Danach waren wir in der Haifischbar mit Holm und Freunden. Am Thresen hängt auch der Kopf eines echten Makohais. Es war für 20 Personen reserviert, aber wir haben den Laden gesprengt. Ich hatte die Wurzelsuppe und Knoblauchbrot, sehr lecker! Es gab auch leckere Cocktails. Leider stand bei "S*x on the Bar" nicht dabei, woraus der gemixt war. Die Herrentoilette war über und über mit Aufklebern zugepflastert. Sowas habe ich noch nie gesehen. Auf dem Heimweg haben wir noch einen Blick in die Augsburger Puppenkiste geworfen. Ich habe aber kein Interesse, die zu besuchen. Ich fand Marionetten schon immer creepy. Freitag, 10. Mai 2024 - SkepKon Tag 1Das Frühstück im Ibis war ganz gut. Die Pancakes haben meinen Tag erhellt. Im Park war der Rasen gemäht, aber es blieben Inseln erhalten als Insekten-Wohnstätten. Das hat mir sehr gefallen. Im ersten Vortrag ging es um die Beweiskraft von Bildern. Als vom World Trade Center zwei Bilder gezeigt wurden, einmal mit einer Enterprise, die die Türme beschießt, und einmal mit einem AT-AT, da wurde die Enterprise als "UFO", und der AT-AT aber korrekt bezeichnet. Da durchzuckte es uns merklich. Jemand aus dem Publikum merkte das auch an, aber die Referentin meinte nur, dass sie kein Star Trek Fan wäre. Ich habe die Erschütterung der Macht gespürt. Bei der Frage, ob es einmal Riesen gegeben hatte, wurde meine Vermutung bestätigt, dass die Knochen eigentlich von Tieren (z.B. Mammuts) stammten und fehlinterpretiert wurden, ähnlich wie Dinosaurierknochen vermutlich die Mythen über Drachen begründeten. Bei den Fat Studies lernte ich den Unterschied zwischen qualitativer und quantitativer Forschung kennen, also "Viele Anekdoten ergeben noch keine Daten". Allerdings denke ich, dass die Erzählungen von Betroffenen trotzdem ernstzunehmen sind, sonst könnte man zu jeder Minderheit sagen, dass sie statistisch nicht relevant wären, was inhuman wäre. Ich denke nicht, dass man Wissenschaft so betreiben sollte. Anschließend gab es einen schönen Einblick in die Schwurbelkurse in Volkshochschulen. Stephanie und Tina haben den "Quack-Score" eingeführt, um die Kurse einzuteilen. Aber die Situation ist nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Ralf erklärte dann aus rechtlicher Sicht, dass wir leider mit der Werbung für esoterische Produkte leben müssen. In der Mittagspause waren wir im Biergarten. Offline wussten wir, dass er geöffnet war, aber online stand, dass er erst 16:00 Uhr öffnen würde. Google weiß eben doch nicht alles. Das ist etwas beruhigend. Der Buddler hat sich dann sehr über seine Lego-Minifigur gefreut, die ihm Florian schenkte. Der Vortrag über "Unwissenschaftlichkeit" musste leider ausfallen, aber Heiligenschein/Aura als optische Täuschung war auch interessant. Danach berichtete Holm noch von Nobelpreisträgern, die irgendwann abgedriftet sind. Das kannte ich teilweise schon. Bei der Prophylaxe bei Säuglingen mit Flouridtabletten, Vitamin K gegen Blutungen und Vitamin D (Rachitis) habe ich mich gefragt, wann die eingeführt wurden. Die Tabletten haben meine Jungs auch bekommen, aber an die Vitamine kann ich mich nicht mehr erinnern. Leider habe ich mich nicht getraut, danach zu fragen. Die meisten anderen im Publikum haben immer so tolle Fragen gestellt, da kam ich mir manchmal richtig dumm vor. Der Vortrag über Pro Ana war auch sehr schockierend. Damit hatte ich mich schonmal beschäftigt. Bei dem Vortrag über die Unwissenschaftlichkeit der Neuen Rechten kam mir zu viel Neue Rechte und zu wenig Unwissenschaftlichkeit vor. Ich hatte eher den Eindruck, dass hier gerechtfertigt werden sollte, dass das Team Sebastiani doch nicht in der Rechten Ecke verortet werden kann. Nach dem Abendessen im veganen Café Dreizehn waren wir noch beim Open Stage in der Kresslesmühle. Das war ein schön buntes Programm mit skeptischem Bezug mit Illusionskünstlern, Improtheater, Musik, Poesie und am Ende noch ein Vortrag von Jasmina über die Coping Mechanismen von Daenerys aus Game of Thrones. Da war ich aber schon so müde, dass ich fast vom Stuhl gekippt bin. In der Pause habe ich die ISS gesichtet, aber leider keine Polarlichter. Samstag, 11. Mai 2024 - SkepKon Tag 2 und Mitgliederversammlung
Am nächsten Tag gab es nochmal drei Vorträge. Bei dem über die Effektivität von Triggerwarnungen stieß es mir genauso sauer auf wie bei den Fat Studies, dass die Forschung ergibt, dass es nicht sehr effektiv ist, weil es nur eine Minderheit betrifft. Aber wie ich schon schrieb, das ist kein Grund, es nicht trotzdem zu tun, weil es einfach human ist, wenn man auch auf Minderheiten Rücksicht nimmt. Bei dem Vortrag über Soziale Ungleichheit fiel der Satz "Männer können keinen Windeln wechseln". Da war eindeutig klar, mit was für einer Person wir es hier zu tun hatten. Ich war ein klein wenig fassungslos. Das letzte Thema war "Kritisches Denken an Schulen" von André Sebastiani. Der war dann wieder ganz gut, auch wenn ich mich ernsthaft frage, was "Sei schlauer als ein junger Jagdhund" bedeuten soll. Das Mittagessen im Aposto war ein klein wenig gehetzt, weil 1:45 h doch etwas zu kurz war, um 20 Minuten hin und wieder zurück zu laufen und in Ruhe zu essen. Das war ein Lehrstück zum Thema Zeitmanagement. Wir hätten einfach wieder in den Biergarten gehen sollen. Danach folgte der nicht öffentliche Teil der Mitgliederversammlung mit einer entscheidenden Richtungswahl. Es traten Team Sebastiani und Team Holm an. Es ist nicht schwer zu erraten, auf wessen Seite ich war. Aber der Wahlkampf war meiner Meinung nach schonmal nicht ganz fair. Zum Beispiel hatte Holm zum Townhall über seine sozialen Medienkanäle eingeladen, Sebastianis Einladung erreichte mich über die Mailadresse, die ich der GWUP zur Verfügung gestellt hatte. Da gab es in unseren Kreisen auch Unmut, da diese Mail nicht alle bekommen hatten. Dann hatte sich das Team Sebastiani mit hübsch gestalteten Flyern vorgestellt - als PDF per Mail und auf der Veranstaltung auch in Papierform ausgedruckt ausgelegt - und auch auf der Bühne sehr gut präsentiert, während Team Holm eine schlichte Textdatei verschickt hatte und vor Ort überhaupt keine Werbung für sich gemacht hatte. Einzig ein paar Buttons mit "Wählt Holm" lagen dann noch da. Ich hatte den Eindruck, dass Personen, die von der ganzen Schlammschlacht in den Sozialen Medien im Vorfeld die letzten zwei Jahre nichts mitbekommen haben, zwischen den beiden Teams keinen Unterschied feststellen konnten. Jemand aus dem Publikum fragte zu Recht, dass es ihm vorkommt, als müsse er zwischen der "Volksfront von Judäa" und der "Judäischen Volksfront" entscheiden. Die Schicksalswahl ging dann auch entsprechend aus, etwa 3:4 für Team Sebastiani. Einige waren emotional davon sehr betroffen. Mich selbst hat es weniger betroffen, zumal ich auch erst seit Dezember 2023 Mitglied war. Aber für mich war von vorn herein klar, dass ich wieder kündigen würde, sollte die Wahl so ausgehen. Als wir uns dann wieder in der Haifischbar trafen, war klar, dass wir nicht die GWUP verloren haben, sondern wie Holm schön formuliert hat, die haben uns verloren. Und wenn Menschen auf schöne PR-Gags reinfallen, dann muss ich da nicht mehr mitschwimmen. Man möge B*ys of Reas*n oder V*rnan auf Youtube anschauen, mal nach R*senzweig guggeln, sich mit der Skeptischen Gesellschaft oder dem Humanistischen Pressedienst beschäftigen, dann weiß man, woran man ist. Wer ähnliche Ansichten hat, wie diese Personen, die nun die Richtung der GWUP bestimmen, und das auch noch gut finden, dann möchte ich zu dieser Personengruppe nicht mehr gehören. Ich werde postwendend wieder austreten. Sicher finde ich woanders eine neue skeptische Heimat.
Auf Youtube verfügbare Videos der Vorträge (Update):
Auf Youtube verfügbare Videos von Vorträgen, die später nochmal woanders gehalten wurden (Update):
Samstag, 20. April 2024 23:59Rosenheim: Lydia Benecke Psychologie des BösenDer Vortrag von Lydia Benecke "Die Psychologie des Bösen" war wieder sehr faszinieren. Es ging erst einmal um die Definition von "Psychopathy" nach Hare sowie "Antisoziale bzw. dissoziale Persönlichkeitsstörung". Lydia sprach auch von Statsitik, die einen großen Teil der Psychologie ausmacht. Sie zeigte auf, dass die Darstellung in Film und Fernsehen/Literatur nicht realistisch ist. An dieser Stelle wurde ein Bild mit sehr viel Blut aus einer Serie gezeigt und einer Frau wurde erst einmal schlecht. Wir mussten dann den Saal kurz räumen, was etwas Zeit kostete. Leider konnte man im Ballsaal die Fenster nicht aufmachen, nichtmal einen Spalt, um etwas Luft reinzulassen. Am härtesten waren dann die echten Fälle. Man kann schon ein wenig Mitleid mit diesen Leuten haben, aber noch viel mehr mit denen, die in ihre Fänge geraten und sich daraus nicht befreien können, und damit meine ich nicht nur die Opfer. In den Saal passten wohl etwa 450 Personen. Damit alle auch ihr Autogramm und Foto bekamen, begann sie schon vor dem Vortrag mit Signieren, in der Pause ebenfalls und am Ende auch, bis wirklich die Letzte ihre Unterschrift im Buch hatte. Es wurde mal wieder sehr spät, weshalb es sehr klug war, ein Hotel dazugebucht zu haben, obwohl wir von Rosenheim nur eine knappe Stunde heim brauchen. Auf dem Weg zum Hotel hat Florian noch die Kirche erkannt, die in der Serie Kohlrabenschwarz vorkam.
Donnerstag, 1. Februar 2024 23:51Skeptics in the Pub Köln - Wo bleibt denn euer Klimawandel?Wir sind kurz nach 9:00 Uhr losgefahren. Zuerst haben wir ein Paket aus der Packtation geholt. Ich hatte schon Angst, dass ich die Tür nicht aufbekomme, weil ein Packwagen vor der Tür stand. So konnte ich sie nicht gleich sehen und habe mich gefragt, ob sie klemmt. Aber dann habe ich doch gesehen, dass sie aufgesprungen ist. Darin waren meine Pralinen von Viba Sweets, die die Initiative "Weltoffenes Thüringen" unterstützen. Ich hatte ihnen auch einen Kommentar geschickt und mich dafür bedankt, auch dass sie Menschen aus aller Welt einstellen. Dafür hatten sie sich ebenfalls bei mir bedankt. Die Fahrt verlief eigentlich entspannt. Bis Frankfurt war relativ starker Regen, danach kam aber die Sonne raus. In Nürnberg-Feucht haben wir gefrühstückt und wir mussten noch eine kleine Toilettenpause machen und vorsichtshalber habe ich auch noch ein wenig getankt, auch wenn das wohl gar nicht notwendig gewesen wäre. In Köln kamen wir aber genau in den Feierabendverkehr. Auch rund um die Lanxess-Arena war mega viel los, weil da die "Lackende Kölnarena", also Karneval stattfand. Deshalb haben wir für den letzten Weg quer durch Köln über den Rhein noch eine Stunde gebraucht. Das hatte ich aber großzügig mit eingeplant, weshalb wir da entspannt blieben. Unser Hotel hatte einen Parkplatz im Innenhof. Auf unser Hotel habe ich mich auch sehr gefreut. Nicht nur, dass es ganz in der Nähe vom Herbrand's war, sondern auch ein ganz besonderes. Die kleine Kette heißt "The Black Hotels", und der Name ist Programm. Ich hatte zwar etwas Bedenken, dass ich mich etwas beklemmt fühle, wenn alles schwarz ist, sogar Wände und Decken, aber als wir unser Zimmer betraten, wurden die Bedenken sofort aufgelöst. Das Hotel ist in eine ehemalige Fabrikhalle gebaut, dem entsprechend sind auch die Decken sehr hoch gewesen. Im Zimmer gab es dann auch eine Treppe nach oben und auf der Empore war auch noch eine Badewanne. Die habe ich später am Abend dann natürlich noch benutzt. In einem Vorraum hingen riesige, schwarze Flügel an der Wand. Das haben wir gleich als Fotopoint benutzt. Das wäre auf jeden Fall etwas für Lucifer-Fans. Hammergeil! Ca. 18:30 Uhr waren wir dann im Herbrand's. Unsere Bubbles haben einige Überschneidungen, so waren auch Leute von LastGeekTonight, der Parakryptozoologischen Gesellschaft und Zeugen Kühlwaldis da. Beim Vortrag gab es ein paar technische Probleme mit der Frontkamera, es gab aber noch zwei weitere Kameras, so dass der Vortrag trotzdem komplett auf Youtube veröffentlicht werden konnte (Link unten). Am Ende haben wir noch ein paar Gruppenfotos gemacht. Mal sehen, ob und wann wir die online sehen können :-) Ich habe noch gesagt, dass wir die totalen Klimasünder sind, weil wir wegen einem Vortrag von München nach Köln gefahren sind. Und natürlich, um Freunde/Bekannte zu treffen. Aber wenigstens fahren wir Hybrid, die Übergangstechnologie, bevor unser nächstes Auto hoffentlich ein E-Auto sein wird. Ich habe auf jeden Fall zu viel gegessen... Schön war's!
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