zur Navigation springen
Mein Blog-ArchivThema: Interessen/Claus von Wagner
Samstag, 19. September 2026 22:14Die collste Geisterbahn ever!Weil wir jemanden kennen, die im Gärtnerplatztheater arbeitet, haben wir heute die Gelegenheit genutzt, sie beim Tag der offenen Tür zu besuchen. Wir sind nicht oft in der Innenstadt und eigentlich ist es an allen Tagen, an denen hier das Oktoberfestchaos herrscht, eine blöde Idee, irgendwohin mit der U-Bahn zu fahren. Aber was tut man nicht alles für die coolste Geisterbahn der Welt!
Leider durften wir nichts fotografieren, aber als wir die Stufen hinab unter die Bühne stiegen, begrüßte uns schaurige Musik und Blacklight. Ein gruselig kostümierter und geschminkter Mann sprang mir in den Weg und ich erschrak, zuckte zusammen und bekam den ersten Lachflash. Ich wusste, dass es keiner der Schauergestalten erlaubt war, die Besucher anzufassen, insofern blieb ich gelassen. Ein Skelettmädchen mit langen, blonden, geflochtenen Zöpfen hat mir besonders gefallen. In der Art hätte ich mich als Skelett-Mimi auf der KrähenFee-Con in Krefeld gerne geschminkt gehabt, da aber viele Kinder anwesend waren, habe ich mich für eine Lightversion entschieden.
Nachdem meine morbide Ader befriedigt war, haben wir uns weiter auf das Theater eingelassen. Auf der Bühne hatten wir einen phantastischen Blick in den Zuschauerraum und Florian war vom Cablep*rn begeistert. Zur Technikshow sind wir zunächst in den Zuschauerraum gegangen, haben dort aber nur vor verschlossenem Vorhang gesessen und sind dann doch wieder zurück, um uns in den schmalen Raum zwischen Wand und einer hinabgelassenen Stange zu stellen. Von dort aus konnten wir das Drehgestell bewundern, das mit diversen Türen und Rampen mit einer unglaublich geräuschlosen Hydraulik in verschiedenste Winkel positioniert werden konnte. Grandios und absolut beeindruckend!
Der dritte Punkt, der uns interessierte, war das
Danach liefen wir kreuz und quer durch das riesige Gebäude, fanden Werkstätten, einen Ballettsaal, Honigbienen auf dem Dach, ein Konzert im Pausenraum, Perückenknüpfer, Polsterer, Schuster und Schneidereien. Es ist der absolute Wahnsinn, was im Hintergrund von so einem Theater alles passiert. Absolut sehenswert und ich verstehe auch, wieso alle zwei Jahre so viele Menschen sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen.
Mit dem Gärtnerplatz habe ich bisher nur das Programm "Im Feld" von Claus von Wagner in Verbindung gebracht. Darin belagert sein literarisches Ich Joachim Wagner seine schwangere Freundin Penthesilea, indem er auf dem Gärtnerplatz zeltet, und sich mit der neuen Situation und dem Weltgeschehen auseinandersetzt. Am Ende waren wir noch an einer Garderobe auf Rang 3, wo unsere Freundin die Stempelkarten der Kinder einsammelte und zur Belohnung durften sie sich Stoffreste aussuchen und sich davon einen Button prägen lassen. Ich bekam auch einen aus schönem grünen Stoff, auf dem sogar eine Blume war. Zufälligerweise war es der gleiche Ausschnitt, den unsere Freundin trug, obwohl ich ihren Button gar nicht vorher bemerkt hatte. Wir haben wohl den gleichen Geschmack. Weil wir Hunger hatten und klassische Musik auch nicht so unseres ist, haben wir das abschließende Konzert um 18:30 Uhr nicht besucht, sondern sind in die Gaststätte Burg Pappenheim essen gegangen. Es war sehr gut, aber leider ein wenig laut.
Ein Gast aus Düsseldorf sprach mich dann auf mein T-Shirt an und wollte wissen, was "Ghostsitter" ist. Ich erzählte, dass darin Tom eine Geisterbahn erbt und dann feststellt, dass alle Geister echt sind. Und dass man das auch als Erwachsene absolut lustig und toll finden kann. Er erzählte von einem Freund, der drei Geisterbahnen besitzt und regelmäßig zu einer Fahrgeschäftsmesse nach Las Vegas fliegt. Florian gab ihm eine Visitenkarte. Vielleicht hat mein Lieblings-Hörspiel nun einen Fan mehr. Ich hatte nicht gefragt, ob auch eine historische Geisterbahn dabei war, aber Florian meinte auch, dass auf der Messe in Las Vegas wohl eher moderne Geisterbahnen ausgestattet werden. Schade, denn so eine historische Geisterbahn könnte vielleicht als Drehort für einen etwaigen Ghostsitter-Film oder eine -Serie dienen. Ich könnte mir vorstellen, La Cage Aux Folles (Musical), Pumuckl (vielleicht läuft das irgendwann mal wieder) oder Far West/Der mit dem Colt tanzt (Western Ballet) anzuschauen. Oper oder Operetten interessieren uns eher nicht so. Falls uns jemand Karten zu Weihnachten schenken will... Nein, Scherz!
Samstag, 29. März 2025 22:36Tobias Mann: Real/Fake - Kleines Theater HaarHeute haben wir mein Geburtstagsgeschenk eingelöst und sind mit Britta und Nobbse erst zum Almwirt, wo wir lecker gegessen haben, und dann ins Kleine Theater Haar. Dort trat Tobias 'I shit you not' Mann auf mit seinem Satireprogramm "Real/Fake". Er hatte das gleiche Problem wie Claus von Wagner: Wie soll man bei dieser Politik in der Welt überhaupt noch Satire machen, wenn sich jede Schlagzeile anhört, als wäre sie es bereits? Aber dazu hat Tobi auch noch gesungen, Flügel und Gitarre gespielt. Es war wirklich eine tolle Show! Den Namen muss ich mir merken. Das Programm hatte im wesentlichen drei Teile. Im ersten Teil kotzte sich Tobi mal über die weltpolitische Lage aus, insbesondere Trumps Horrorkabinett und unsere künftige Bundesregierung. Danach ging es im Schweinsgalopp durch die Social Media Kanäle. Nach einer Pause zeigte er uns noch die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von KI an praktischen Beispielen. Wir haben Tränen gelacht. Und Tobi ist auch sehr nerdig, also einer von uns :-) Theoretisch hätten wir auch im Theater essen können, aber die Tische dort sind klein und rund wie im Lustspielhaus und es gab auch nur eher kleine Imbisse. Dafür gab es Cryztal Cola Eizbach. Pepsi und Coca-Cola hatten das mal im Programm, aber es war ein Flop.
Montag, 13. Januar 2025 23:53Claus von Wagner - Projekt Equilibrium - VereinsheimNachdem ich im Milla Club auf dem Boden gesessen habe und ziemlich frustriert deswegen gewesen war, war ich diesmal bereits eine halbe Stunde vor Einlass vor dem Vereinsheim. Bei Eiseskälte, wohlbemerkt. Florian habe ich zum Aufwärmen zum Mäcces geschickt, ich blieb im Hauseingang stehen und ließ mich nach ein paar Minuten von weiteren Anstehenden einräuchern. Was tut man nicht alles. Als meine Karte nicht einzuscannen war, bin ich innerlich kurz in Panik geraten, aber es lag am Lesegerät. Wir haben uns dann in die Niesche rechts vor die Bühne gesetzt und hatten nicht nur einen bequemen Sitzplatz, sondern auch einen fantastischen Blick. Diesmal als audiovisuelle Show, nicht nur ein Hörspiel. Ich fragte mich, ob man sich auch hätte auf das Sofa auf der Bühne setzen können, aber das spielte später im Programm eine exquisite Rolle. Ein paar Plätze waren reserviert, aber anscheinend nicht für Freunde und Verwandte, sondern für Stammgäste. Die Speisekarte war zwar klein, aber fein, und ausgesprochen günstig. Florian hat sich eine Currywurst gegönnt und ich den Ziegenkäse, auch wenn etwas zu viel Rucola im Salat war für meinen Geschmack. [***] kam dann eine halbe Stunde vor der Show und kuschelte sich mit einem Glas Grauburgunder zu uns. Das Programm war insgesamt etwas runder als im Milla Club, auch wenn wir zur Vorpremiere immer noch Testpublikum waren. Einige Passagen kamen mir unbekannt vor. Aber an die Wegzugsteuer konnte ich mich noch erinnern. Am Ende ist [***] dann ohne uns nach Hause gegangen, weil wir noch etwas gewartet hatten. Wir hatten alle vier CDs der bisherigen Programme dabei, wobei nur das erste signiert war. Diese hatte ich seinerzeit von meinem damaligen Chef mal zu Weihnachten bekommen und war mit "Liebe Frau König... " signiert. Ich hatte auch einen Edding dabei. Claus kam dann nach einer kurzen Erholungspause nochmal in den Zuschauerraum und war so lieb, uns die anderen drei CDs ebenfalls noch zu signieren. Ich hatte ihn dann nach dem Literarischen Ich gefragt, das es diesmal nicht gegeben hatte. Wenn es wieder so eine Art Theaterstück geworden wäre, hätte er aber die vielen, vielen, vielen Inhalte nicht untergebracht. Also den Rundumschlag durch die irrsinnigen Deutschen Steuergesetze. Dabei bin ich nach wie vor großer Fan von "Isaac Nix". Dann hatte ich noch gefragt, ob er auch bei den anderen Programmen vorher vor Testpublikum gespielt hatte. Davon hatte ich damals nie etwas mitbekommen, weshalb ich diesmal etwas überrascht war. Ich hatte das wirklich nicht gecheckt, als ich die Karten gekauft habe. Andererseits fand ich es interessant, wie sich das Stück vom Milla Club bis zum Vereinsheim gewandelt hat. Und vielleicht schauen wir es uns in ein paar Monaten noch mal an, falls es eine Gelegenheit gibt. Ähnliches haben wir bei der Tour von Hoaxilla erlebt, wo wir in München die erste und in Dortmund die letzte Show gesehen haben. Das erinnert mich wieder daran, dass man eigentlich nie fertig mit irgendetwas sein kann. Es gibt immer Verbesserungen, oder zumindest Anpassungen an neue Umstände. Claus hat bei den anderen Programmen tatsächlich auch vor Testpublikum gespielt, aber nicht in dem Umfang wie dieses Mal. Es hat ihn auch überrascht, wie beliebt diese waren, ratz fatz ausverkauft. Zum Schluss wollte ich noch das obligatorische Foto machen lassen. Unser lieber Kellner hat dann ein paar mit meinem Handy gemacht, aber leider kam es mit den dunklen Lichtverhältnissen nicht so gut klar und die Fotos waren leicht unscharf. Mit Blitz ging irgendwie auch nicht. Claus war soooooo geduldig, wir haben uns so gefreut. Denn er hat dann noch versucht, ein Selfie mit meinem Handy zu machen, das ein klein wenig besser wurde, aber auch noch nicht schön. Und dann waren da noch ein paar Zuschauende, die ebenfalls Fotos haben wollten, und sie haben dann mit einem nagelneuen Samsung Galaxy A55 gute Fotos gemacht und mir dann gemailt. Dafür habe ich dann auch Fotos von ihnen gemacht. Vielen lieben Dank! Ich glaube, wir waren rechtzeitig fertig mit der Knipserei, bevor Claus sein Essen bekommen hat. Wäre ja schade gewesen, wenn das kalt geworden wäre. Vielen Dank nochmal für diesen tollen Abend!
Danke an M.S.
Montag, 18. November 2024 23:56Claus von Wagner - Projekt Equilibrium - Milla ClubSpontan ist ja normalerweise nicht so unser Ding. Aber als heute ein Freund fragte, ob wir mit zu Claus von Wagner gehen wollen, haben wir sofort zugesagt. Erstens weil Freund und zweitens weil Claus von Wagner. Zu diesem schönen Event sind wir vorher zum Ruff's Burger gegangen. Das war sehr lecker. Ich hatte einen Greenforce, und man merkt wirklich keinen Unterschied mehr zu Fleischpatties. Wahre Wunderwerke der Lebensmittelchemiker. Dazu phantastische Süßkartoffelpommes und Himbeerlimo. Für den Milla Club hatte ich keine Karten gekaufen, weil mir die Location etwas suspekt gewesen war. Ich hatte kaum Fotos gesehen, wo Leute irgendwie sitzen. Deshalb hatte ich Karten für das Vereinsheim gekauft. Die Bilder erinnerten ein wenig an das Lustspielhaus. Aber da steht auch auf den Karten "keine Sitzplatzgarantie". Ich bin echt zu alt für diesen Scheiß. Und so war es dann auch. Als wir ankamen, waren bereits alle Stühle besetzt oder mit Jacken und Taschen belegt. Wir haben dann am Rand gestanden, wo ich zumindest teilweise auf dem Boden sitzen konnte. Es war proppevoll. Der Milla Club gehört eindeutig der linken Szene an. Die schwarz bemalten Wände sind mit Aufklebern überseht, u.a. "FCK NZS". Claus hat wieder ein hervorragendes Programm abgeliefert, diesmal ohne literatisches Ich. Er war wirklich er selbst. Es gab eine geballte Ladung politischer Bildung. Jetzt wissen wir alles über die Schuldenbremse und Vermögenssteuer. Und auch eine Menge über Dinge, von denen wir noch nie gehört haben. Absolut empfehlenswert! Und das war erst mal die Vorpremiere und wir waren das Testpublikum. Claus hat von Blättern abgelesen (was man überhaupt nicht merkte) und sich Notizen gemacht, wo das Publikum lachte, und wo eine Formulierung nicht funktioniert hat. Ich bin gespannt, ob wir im Januar einen Unterschied bemerken. Denn dann werden wir uns das Programm nochmal anschauen. Diesmal aber geplant.
Last Update:
|
|||||||||||||||||||
|
© 1998 -
2026 by Sandra König |
Datenschutzerklärung |
Impressum
|
|||||||||||||||||||