Mein Blog-Archiv

Thema: Interessen/Der Wilde Westen

Seite: 1   [1] 

Sonntag, 7. August 2022 22:31

Pullman City

Dieses Wochenende waren wir mal wieder in Pullman City. Da es vormittags regnete und wir sowieso nicht gern so früh aufstehen, sind wir erst ca. 10.00 Uhr losgefahren. Die Autobahn (über Deggendorf) war erstaunlich frei. Ich hatte auch den Eindruck, dass nur sehr, sehr wenige Lkws unterwegs waren. Gegen Mittag haben wir uns dann mit Thomas, Monika und Martina getroffen. Es war auch das Community-Treffen von Max Hartl.

Samstag, 6. August 2022

Eigentlich waren wir schon so lange nicht mehr dort, weil es uns etwas langweilig geworden war. Ähnlich wie beim Legoland möchte man dann Programm haben, damit es wieder Abwechslung gibt. Wir waren in der Zeit, in der wir mit den Jungs immer Urlaub auf dem Bauernhof im Bayerischen Wald gemacht hatten, jedes Jahr dort. Danach nur 2008 zur Harley Stampede und dann 2013 zu Tom Astor und im Palace Hotel. Da hatten wir bedauert, dass der Weihnachtsmarkt schon vorbei war. Dorthin haben wir es aber all die Jahre auch nicht geschafft, weil es in der Vorweihnachtszeit sowieso immer so stressig ist. Aber vielleicht schaffen wir es mal gemeinsam mit Freunden, da ist die Motivation größer.

Unser erster Programmpunkt waren die Indianischen Tänze in der Reithalle. Es war nicht so wahnsinnig viel los, deshalb haben wir an der Bande noch ganz gute Plätze bekommen. Danach waren wir Shoppen. Ich hatte mal wieder einen Bestellungen-beim-Universum-Augenblick, denn auf der Hinfahrt dachte ich mir noch, dass ich es sehr bedauere, dass ich meine alten Cowboystiefel nicht mehr habe, weil der Schaft zu eng war und die Falten immer gerieben und Blasen verursacht hatten. Ich glaube auch, dass ich die mittlerweile entsorgt habe, auch weil die Sohle durchgelaufen war. Wegen meinen dicken Waden habe ich mir aber nie wieder welche gekauft, weil ich in Stiefel nie in den Schaft passe, auch nicht bei Weitschaftstiefeln. Ich dachte mir, dass ich solche Stiefel mit einem kurzen Schaft toll fände, und dann standen sie da... Schwarz, ähnlich bestickt wie meine alten Joe Sanchez, deshalb musste ich die sofort nehmen. Ein wenig entsetzt war ich, dass mein schwarzer Wildlederfransengürtel inzwischen über hundert Euro kostet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damals nicht so viel Geld dafür ausgegeben habe.

Danach haben wir im Scarlett's ein Päuschen gemacht. Weil ich schon so Unterzucker hatte, habe ich eine Ofenkartoffel gegessen. Danach waren wir noch in der Mainstreet und am Schießstand. Den alten Schießstand, wo ich mit dem Luftgewehr mit Zielfernrohr geschossen hatte, gibt es nicht mehr. Der Inhaber ist einem Herzinfarkt erlegen und hatte keine Nachfolge geregelt, so dass der Stand dann abgebaut wurde. Jetzt gibt es nur noch einen Witzstand, wo man lustige Figuren und andere Dinge aktiviert, und eventuell mal mit Wasser vollgespritzt wird.

Es waren ein paar Leute aus der Max Hartl-Community da. U.a. auch Tamma Ja'Ori (das heißt "Stute und Hengst" auf finnisch) mit ihren beiden Kindern, die wir schon auf dem Flauschhaufentreffen in Schweinfurt kennengelernt haben. Wir haben dann im Steakhouse nochmal eine Trinkpause eingelegt und die Fahne von Max Hartl unterschrieben, die wir während der Aufführung schwenken wollten. Wir haben einen tollen Hund gesehen, der wirklich wie ein Wolf aussah. Moni meinte, es könnte ein Malamut sein. Aber inzwischen habe ich noch etwas gegugelt. Es gibt ein paar Hunde, die Wölfen ähneln, aber der Malamut sieht für mich wie ein normaler Husky aus. Wenn ich raten müsste, würde ich auf den Tamaskan oder den Tschechoslowakischen Wolfhund setzen.

18.00 Uhr begann die Aufführung von Winnetou. Kurz nach 17.00 Uhr haben wir schon unseren Platz besetzt, da sich die Arena schnell füllte. Während die anderen warteten, sind Thomas und ich noch kurz zum Auto gegangen, wo ich dann noch meine schwarzen Wildlederfransen für die Schultern und meine schwarze Wildlederfransenhandtasche geholt habe und die neuen Cowbolystiefel angezogen habe. Die Pyrotechnik war schon sehr beeindruckend. Aber die Pferde waren nur in der Arena, wenn gerade kein Feuer und kein lautes Knallen war. Obwohl ich fast nur Augen für die Pferde hatte, fand ich die Aufführung doch ganz emotional. Und Max Hartl, der auf dem Dach der Kulisse sich mit einem stumpfen Messer "rasierte", freute sich über unseren Jubel.

Ich bin gespannt, ob die Süddeutschen Karl-May-Festspiele nach dem Tod von Fred Rai 2015 und dem Brand 2017 noch in Dasing stattfinden werden. Seit 2019 finden Karl-May-Spiele jedenfalls in Pullman City statt. Wer weiß, was die "strategische Neuausrichtung" von Dasing zu bedeuten hat... In Pullman City merkt man auf jeden Fall, dass sich die Investitionen seit 2017 gelohnt haben. Die Event Arena ist neu und ich glaube, auch das Hacienda Hotel. Die Gastronomie ist sehr gut, auch wenn der Boden überall etwas staubig ist und die Tische auch mal etwas klebrig, aber ich denke, das liegt auch daran, dass hier genau wie überall dringend Servicepersonal gesucht wird.

Für die Community war im Saloon leider kein Tisch reserviert, deshalb war es nicht ganz einfach, für unsere Gruppe einen Platz zu finden. Aber im Rodeo-Steakhouse kamen wir dann unter. Leider gab es da nicht wirklich etwas für den kleinen Hunger, auch kein Lady's Cut, so dass ich mein halbes Steak dann einpacken ließ. Lecker war es trotzdem und wir durften bei einem Line Dance zuschauen.

Nicht allzu spät sind wir dann in unser kleines Hotel gefahren. Ich verrate nicht, wo das war, denn das hat nur wenige Zimmer und die Hotelbesitzerin ist auch Trekkie. Dort wollen wir beim nächsten Mal wieder hin :) Vielleicht Halloween oder Weihnachtsmarkt, aber vielleicht noch nicht dieses Jahr. Wir werden sehen.

Sonntag, 7. August 2022

Um 6.00 Uhr morgens klingelten die Kirchturmglocken. Warum??? Heute hatte ich mir geflochtene Zöpfe gemacht wie eine Squaw und die Mokkasins angezogen, die ich 2008 in Nevada gekauft, aber bisher noch nicht getragen hatte. Nach einem Käffchen an der Hotelbar und der Bezahlung sind wir wieder nach Pullman City gefahren. Nach dem leckeren Frühstück mit Bacon im Saloon haben wir das Tiergehege angeschaut. Dort steht jetzt die Kinderbahn, die früher direkt rechts neben dem Eingang war. Und dann waren wir noch im Authentic Bereich. In einem Schaufenster sah man alte, medizinische Instrumente. Da kann man nur froh sein, in der heutigen Zeit zu leben... Einen Greifvogelflug über die Arena konnten wir dann auch sehen. Aber da zeigte sich wieder die Schwäche der Handycam. Deshalb das nächste Mal die Digicam nicht vergessen! Martina musste dann leider schon wieder los, da sie in die Schweiz einen sehr langen Weg hatte.

13.30 Uhr gab es dann eine witzige Wild West-Show in der Arena mit Vanessa und Donald Newman aus Italien und Pocahontas, Noname Cowboy und Jumping Jack. Danach waren wir noch im Erdhaus, wo uns die Indianische Kultur und Mystik näher gebracht werden sollte. Ich meinte zwar, dass das etwas zu wenig differenziert war, denn nicht alle Indianer waren friedliebende Menschen mit einer tiefen Verbundenheit zur Natur, sondern es gab durchaus auch kriegerischere Völker. Aber ich fand es schön, dass das American Native Ehepaar von zwei Stämmen stammte und sich dann für ein Reservat als ihre Heimat entschieden hatten. Je mehr die Menschheit durchmischt wird, desto weniger Feindlichkeiten sollte es doch geben, oder?

Mittlerweile ist Thomas vom Captain und Admiral noch zum Sheriff aufgestiegen. Sehr, sehr schick! Während 16.00 Uhr (am Sonntag etwas früher) die Winnetou-Vorführung stattfand, haben wir im Scarlett's zu Abend gegessen. Die Pommes sind einfach der Hammer! Man kann da von morgens bis abends durchfuttern... Und dann sind wir wieder nach Hause gefahren, bevor die Aufführung zu Ende war, damit wir nicht auf dem Parkplatz schon im Stau stehen.

Ich verstehe nicht, wie wir es 9 Jahre ohne Pullman City ausgehalten haben. Aber ich denke, jetzt wo die Westernstadt drei neue Fans gewonnen hat, werden wir doch wieder einigermaßen regelmäßig dort hinfahren, zumal es doch fast ein Heimspiel ist mit nur 1.45 h Fahrzeit. Da brauche ich dann am Montag auch keinen Urlaub zur Erholung, wenn ich Homeoffice machen kann.

Wir haben beide unseren Hochzeitstag vergessen. Dafür war es aber trotzdem ein sehr schöner Tag gewesen.

57 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Freunde | unterwegs | Der Wilde Westen | Fotografie
Clicks: 16

Dienstag, 22. Mai 2018 23:24

Leipziger Zoo, FSociety und Texas Inn

Da wir heute Florians Geb. feiern wollten, statt den Tag auf der Autobahn zu verbringen, haben wir noch einen Tag an das WGT-Wochenende drangehängt und sind heute in den Leipziger Zoo gegangen. Der Zoo ist wunderschön und ich habe mich an kein einziges Detail aus meiner Kindheit erinnern können, so viel wurde inzwischen umgebaut und verschönert. Einzig der Löwe aus Bronze, ich bin ziemlich sicher, dass ich da als Kind draufgesessen bin. Aber ob es davon Fotos gibt, glaube ich nicht. Es gibt nur Schwarz-weiß-Fotos von mir auf weißen Ponys.

Sehr lehrreich war das Haus, in dem die alten Haltungsbedingungen mit den neuen verglichen wurden. Man hätte vielleicht noch die Kaninchen aus ihren Ställen befreien können. Oder es wurde auch anschaulich erklärt, wie man Elefantenbullen hält. Mit unserer EOS haben wir zahlreiche sehr schöne Bilder schießen können.

Anschließend waren wir noch einmal imn derFSociety, diesmal aber nicht zur Depeche-Mode-Party, sondern zum spielen von einigen Virtual Reality Games. Es hat Spaß gemacht, als Godzilla durch ein Dorf zu trampeln oder als fliegender Feuerwehrmensch über die Dächer einer Großstadt zu fliegen und ein Brand nach dem anderen zu löschen.

Danach waren wir im Texas Inn, nicht, weil die bei Show Mein Lokal dein Lokal auf Kabel 1 gewonnen haben, das haben wir erst vor Ort auf einem Schild im Eingangsbereich gelesen, sondern weil das in Fußreichweite zur FSociety war. Das Ambiente ist nicht vegan, aber das würde ich von einem Steakhouse auch nicht erwarten. Dafür würde ich erwarten, dass die Steaks erstklassig sind. Waren sie aber nicht, weshalb ich froh war, dass wir uns für die günstigen Standardsteaks entschieden haben. Vielleicht haben sie gute Burger, das haben wir nicht mehr getestet. Das Essen war okay, aber für den Preis hätte ich schon etwas anderes erwartet.

98 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Urlaub | Fotografie | Der Wilde Westen
Clicks: 69

Dienstag, 31. Dezember 2013 17:06

Pullman City mit Tom Astor

Zu Weihnachten haben wir Karten und eine Übernachtung für Pullman City und dem Konzert mit Tom Astor geschenkt bekommen. Also sind wir am Sonntag aufgebrochen. Die Rezeption ist gleich beim Eingang, dort haben wir unser Frühstück für Montag bestellt und unseren Zimmerschlüssel bekommen. Das Palace Hotel in der Mainstreet ist tatsächlich bewohnbar und nicht nur Deko. Wir hatten dort ein kleines Doppelzimmer mit Dusche/WC. Fernsehen und WLAN gab es im wilden Westen noch nicht ;-)

Nachdem wir unseren Koffer abgelegt hatten, sind wir dann erst einmal shoppen gegangen. Nachdem ich Florians Westernshirt leider verwaschen hatte (das alte Kunstleder hat die Waschmaschine nicht mehr überlebt), musste er natürlich ein neues kaufen. Und einen Mantel, war schließlich kalt. Und so ein Lederband mit Schmuck, das man um den Hals trägt. Und einen Colt mit Halfter oder Holster (was ist der Unterschied?). Die Weste und Taschenuhr ist dann wohl das nächste Mal dran.

Zwischendurch sind wir noch beim Mexikaner eingekehrt, um noch einen kleinen Snack zu essen und etwas zu trinken. Die Essensstände hatten jetzt nicht mehr offen. Lecker war's!

Anschließend waren wir im Schießstand, wo Florian einen Blankbogen ausprobiert hat mit 25 Pfund. Das war ganz schön anstrengend. Ich hatte dann ein Luftgewehr mit Zielfernrohr ausprobiert, nachdem ich normalerweise immer mit Kimme und Korn geschossen habe. Nach 20 Schuss hatte ich dann auch keine Kraft mehr, das Ding zu halten. Und ich dachte immer, ich treffe gar nix, weil auf der Zielscheibe keine Einschüsse zu sehen waren aus der Ferne, auch nicht mit Zielfernrohr. Dabei hatte ich fast nur ins Schwarze getroffen. Schwarzes Loch auf schwarzem Papier sieht man halt schlecht ;-) Immerhin gab es dafür für uns je eine Cola :)

Dann war es auch schon so weit, dass wir uns zum 3-Gänge-Menü im Black Bison Saloon einfinden mussten. Es gab ein Pastinakenschaumsüppchen und zum Grillteller Bohnen im Speckmantel, wie ich zu Weihnachten gemacht hatte ;-) Da ich nicht so viel Hunger hatte, nahm ich nur die Gemüsenudeln. Zum Nachtisch gab es noch ein leckeres Schichtdessert. Zwischen den Gängen hat Tom Astor ein wenig geplaudert und gesungen.

Anschließend ging es rüber in die Music Hall, wo vorn Plätze für uns reserviert waren. Auf der Bühne war die Vorband The Crown Jewels, die wirklich klasse waren. Am besten hat mir ihre Interpretation von "These Boots are made for walking" gefallen.

Nach neun Uhr kam dann endlich Tom Astor auf die Bühne. Er hat ein paar Klassiker gesungen wie "Country Road" oder "Ring of Fire" (im Medley), aber auch viele Songs, die Florian auf der Festplatte hat und die letzten Tage gespielt hat. Damit war ich nicht so völlig unwissend ;-) Er hat auch eine sehr gute Band um sich geschart. Besonders Markus mit seiner Fidel hat mich beeindruckt. Und sein Sohn Leif spielt, sofern er Zeit hat, auch Gitarre, wie an diesem Abend.

Anschließend sind wir noch etwas über die Mainstreet gegangen und später zur Music Hall zurückgekehrt, wo Tom Astor Autogramme gab und sich mit seinen Fans fotografieren ließ. Das nächste Mal darf ich den Blitz nicht ausschalten :(

Im Palace Hotel haben wir dann übernachtet und am nächsten Morgen ein leckeres Frühstücksbuffet im Scarletts gehabt, bevor wir zurück nach München gedüst sind, um irgendwann mittags im Büro aufzuschlagen. Schön war's! Danke!

87 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Der Wilde Westen | Musik
Clicks: 72

Mittwoch, 18. Dezember 2013 17:14

Mr. Monk und Mr. Monk

[Unser Amazonstore: ] Mr. Monk und Mr. Monk [/Amazonstore Ende] ist wirklich gut gelungen. Mr. Monk und Nathalie finden sich in einem Örtchen namens Trouble wieder, um einen Mord (bzw. drei Morde im Verlaufe des Buches) aufzuklären. Und ganz nebenbei noch einen Zugüberfall aus grauer Vorzeit.

Besonders gut hat mir gefallen, wie immer wieder Geschichten aus grauer Vorzeit erzählt wurden, als Artemis Monk und seine Assistentin nicht nur Claims und Goldfunde beurteilten, sondern auch Morde aufklärten. Das Ganze erinnerte mich ein wenig an meinen Lieblings-Star-Trek-Roman Ishmael, in dem der Frauenmangel an der Westküste in der Goldrauschzeit thematisiert wird.

Fazit: Wer also Mr. Monk mag und den wilden Westen, der wird hier eine wahre Lesefreude haben.

Themen: Bücher | Der Wilde Westen
Clicks: 84

Dienstag, 19. August 2008 21:55

18. Tag: Bodie, die Geisterstadt und Mono Lake

Ursprünglich hatten wir die Idee, uns doch noch die kleine Stadt Rachel mit dem Little A'Le'Inn und den Extraterestrial Highway anzusehen, vielleicht noch ein wenig nahe an Area 51 heranfahren, soweit wir uns eben trauen. Aber irgendwie war ich nicht sicher, ob das eine sechsstündige Autofahrt (einfache Strecke!) rechtfertigt. Immerhin war es Florian gewesen, der mich gebeten hat, den Trip so zu planen, dass wir höchstens 4-5 Stunden an einem Tag im Auto sitzen.

Nachdem ich gestern in Lee Vining an der Tankstelle zwei Postkarten von der Geisterstadt Bodie und vom Salzsee Mono Lake gesehen habe, machte ich Florian darauf neugierig und wir sind da heute hingefahren.

Bodie ist eine total schöne Reise in die Vergangenheit mit einem alten Saloon, einer Schule, einer protestantischen Kirche (die katholische ist abgebrannt), Feuerwehr, Hotels, Ställen, einem Gefängnis, einer Mine (die aber nur mit Guide betreten werden darf) und einem Friedhof. Es ist schon interessant zu sehen, wie die Leute damals gelebt haben. Auf dem Friedhof hat mich geschockt, wie viele Kinder dort lagen. Aber das waren eben andere Zeiten damals und die Winter waren hart...

Bodie

Mono Lake ist ebenfalls faszinierend. Die Salzsäulen sind nicht wirklich salzig, eher Kalkgestein. An der Navy Beach nahe den South Tufa (so heißen die Salzsäulen) kann man sogar baden. Das ist wie im Toten Meer, man liegt sozusagen auf der Wasseroberfläche. Am Ufer schwirren Millionen Alkalifliegen herum, die sich von den angeschwemmten toten Krebstierchen ernähren. Das Wasser ist 2,5 mal salziger als Meerwasser, 100 mal alkalischer und hat sich richtig weich angefühlt. Daher schmeckt es gleichzeitig salzig und bitter. Darin können keine Fische leben, dafür aber Urzeitkrebschen namens Brine Shrimp.

Mono Lake

113 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Urlaub | Der Wilde Westen | Dinosaurier
Clicks: 67

Freitag, 15. August 2008 00:14

13. Tag - Grand Canyon

Im Holiday Inn Express gab es zum ersten Mal ein Frühstück, dass man tatsächlich als "kontinental" bezeichnen konnte. Es gab eine Art Eiomlette mit Käse gefüllt und Bacon. Aber es gab immer noch keine Wurst/Salami/Käse. Das werden wir hier wohl auch nicht bekommen...

Dann haben wir erst einmal versucht, uns zu informieren, weil es alles etwas chaotisch wirkt. Ich habe das Gefühl, dass Tusayan in dieser Form noch nicht lange existiert. Im IMAX-Kino gab es die Eintrittskarten für den Grand Canyon National Park. Pro Auto kostet es 25 Dollar, wenn wir für zwei Personen bezahlt hätten, dann hätten wir 24 Dollar bezahlt. Dafür gibt es einen kostenlosen Shuttleservice, der einen in den Park bringt bzw. im Park im Kreis fährt. Reine Fahrzeit wären 2:30 h gewesen, an den einzelnen Stationen hält der Bus ca. alle 20 Minuten bis 9:00 Uhr abens (soweit ich weiß). Wir wollten aber unabhängig sein.

Wir sind praktisch an jeden Aussichtspunkt des Grand Canyon gefahren und haben uns vieles angesehen. Wir haben diesmal auch die 2 GB vollgemacht mit Fotos, aber um ganz ehrlich zu sein, dieses gigantische Meisterwerk der Natur kann man nicht in Bildern festhalten. Es ist einfach unglaublich, wie riesig der Canyon ist. Und wir haben hier an der erschlossenen Stelle des South Rim nur einen winzigen Bruchteil des Canyons kennenlernen dürfen. Man muss es einfach mit eigenen Augen sehen.

Grand Canyon

Grand Canyon

Grand Canyon

Am Tage sind wir nur ein winziges Stück in den Canyon hinabgestiegen, da es nicht empfohlen wird, zwischen 12.00 und 16.00 Uhr zu wandern. Eine Marathonläuferin ist im Grand Canyon gestorben, da sie zu wenig Wasser bei sich hatte. Ihr Foto war als Warnung mit ihrer Geschichte an einer Tafel angeschlagen mit einigen wichtigen Tips, die man beachten sollte, wenn man im Canyon wandert. Also ließen wir es erst einmal damit bewenden. Statt dessen sahen wir uns die Ruinen und das Museum von Tusayan an, wie die Indianer dort gelebt haben und stiegen auf den Turm am Desert View, von wo aus man noch eine bessere Aussicht hatte.

Sandra im Grand Canyon

Später nach einigen Pausen in den Shops und in der Chase-Bank, die für EC-Karten-Abhebungen keine Gebühren verlangt, und dem General Store sind wir an das andere Ende des erschlossenen Gebietes gefahren und ein Stück entlang der inzwischen gesperrten Hermit Road entlang gelaufen. Der Sonnenuntergang war leider nicht ganz so spektakulär, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Der Schatten kroch sehr schnell das Tal hinauf und rötliches Licht oder Wolken gab es kaum, weil es sehr diesig war. Bei eintretender Dunkelheit sind wir dann wieder zurückgewandert.

Grand Canyon

Im Halbdunkel haben wir dann Fledermäuse beobachten können. Aber mehr als ein Squirrel, ein Chipmunk, viele Raben, eine Eidechse und zwei Rehe haben wir heute nicht entdeckt. Keine Pumas und keine Bären... Es war trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis. Am restlichen Grand Canyon grenzen mehrere riesige Indianerreservate der Stämme Hualapai, Havasupai, Hopi und Navajo.

Als ich erzählt hatte, dass wir auch zum Grand Canyon fahren würden, haben mich mehrere Leute gefragt, ob wir auch auf dieses Glasdach gehen würden, das in den Canyon reicht. Das Ding heißt Grand Canyon Skywalk und liegt nicht im Touristengebiet, sondern im Reservat der Hualapai, allerdings hätten wir dorthin drei Stunden mit dem Auto fahren müssen, 75 Dollar Eintritt in das Reservat und nochmals 25 Dollar für diese Plattform bezahlen müssen, die ich mit meiner Höhenangst eh nicht betreten hätte. Die Umgebung hat noch andere Naturschönheiten zu bieten, doch so viel Zeit haben wir nicht.

Abends sind wir erst in das IMAX-Kino gegangen, in dem atemberaubende Flug- und Raftingaufnahmen durch den Canyon gezeigt wurden sowie einige Geschichten von früheren Entdeckern, vor 500 Jahren die Spanier und vor 200 Jahren ein paar waghalsige Abenteurer, aber die ersten Entdecker waren noch immer die Indianer, die hier schon mindestens 4000 Jahre gelebt hatten. Danach sind wir in das Yippeh-Ei-O-Steakhouse gegangen. Das langsam gegrillte Fleisch war sehr gut, aber mit den Beilagen haben sie es nicht so.

129 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Urlaub | Der Wilde Westen
Clicks: 69

Samstag, 5. Juli 2008 22:28

Karl May Festspiele

Über Stayfriends hatte ich wieder Kontakt zu einer Freundin aus der fünften und sechsten Klasse der Orientierungsstufe aufgenommen. Es ist irgendwie schön zu sehen, was aus den Leuten so geworden ist, aber andererseits ist es doch so, dass man sich in den vielen Jahren auch fremd geworden ist. Ein komisches Gefühl. Jedenfalls hatten wir uns heute zu den Karl May Festspielen in Western City von Fred Rai, also hier. Dort trat ihr Mann und ihr jüngster Sohn auf.

Das Schauspiel war richtig Klasse. Natürlich gab es Ballereien und Stunts, wie sie in Pullman City verpönt sind. Aber das Stück ging richtig lange, mit Pause waren es fast 3½ Stunden und dann haben die Schauspieler noch Autogramme gegeben. Und weil die nette Programmheftverkäuferin gemeinsam mit Noah meine Autorität untergraben hat, haben wir auch noch Autogramme geholt.

Fred Rai ist ein Charmeur. Er sagte zu mir "Schätzchen" und meinte, die Cowboys auf meinem T-Shirt würden über Hügel reiten und er wäre auch gern solch ein Cowboy, dann könne er auch über diese Hügel reiten... Soso... Den Darsteller von Old Firehand Horst Janson kannte ich noch von den Immenhof-Filmen.

Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat, war die Reitweise nach Fred Rai. Keines der Pferde trug ein Gebiss (die Metallstange im Maul), sondern nur ein Halfter aus einem Seil, das sogenannte Bändele. Es hat gegenüber anderen gebisslosen Zaumzeugen den Vorteil, dass es dem Reiter nur die Möglichkeit gibt, leichten Druck auf den Nasenrücken auszuüben. Es wird keine Hebelwirkung entfaltet, wie bei einem Hackamore. Am Schluss ritt Fred Rai auf seinem Spitzbub sogar gänzlich ohne Zäumung in die Arena. Er lenkte sein Pferd allein durch Schenkel- und Gewichtshilfen. Ein Traum!

Ich habe die Karl May Spiele in Bad Segeberg noch nicht gesehen. Aber ich glaube nicht, dass sich die Süddeutschen Karl May Festspiele vor ihnen verstecken müssen, auch wenn ihre Bühne kleiner ist als in Bad Segeberg. Die Westernstadt selbst ist kleiner und wirkt eher wie eine Kulissenstadt wie Old Texas Town in Berlin, nicht so authentisch wie Pullman City. Trotzdem hat mir der Tag dort sehr gefallen und ich habe mich gefreut, wieder den Geruch von Pferden einatmen zu dürfen.

Fotos

Themen: Patchwork-Familie | unterwegs | Der Wilde Westen | Pferde/Reiten | Freunde
Clicks: 70

Samstag, 7. April 2007 23:36

DDR-Museum und Old Texas Town

Heute haben Viola und Hans-Peter einen schönen Tag mit den Kindern im Familien-Erlebnis-Zentrum Wuhlheide verbracht, während Florian und ich die "langweiligen" Erwachsenen-Attraktionen angeschaut haben. Gestartet sind wir am neuen Hauptbahnhof (ehemaliger Lehrter Bahnhof) und haben uns persönlich davon überzeugt, dass die Stahlträger diesmal halten. Außerdem gab es dort noch das weltgrößte Osterei zu bewundern, vor dem sich ein armer Tropf als Osterhase verkleidet einen abgeschwitzt hat. Zu Fuß ging es dann weiter zum Brandenburger Tor, wo wir auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas bewundert haben. Faszinierend ist das schon, aber ein beklemmendes Gefühl habe ich nicht bekommen, mir ist nur etwas schwindelig geworden, weil die Stelen nicht ganz parallel verlaufen. Wir haben uns gefragt, was die ganzen Notausgänge sollen, bis wir die Ausstellung unter den Stelen entdeckt haben. Das waren also die Notausgänge der Ausstellung, nicht des Stelenfeldes.

Auf dem Weg zur Friedrichstraße sind wir noch in die Peugeot Avenue gegangen und haben uns von den futuristischen Autos verzaubern lassen. Irgendwie stehe ich ja auf Autos :-)

Ab der Friedrichstraße sind wir dann die Spree auf der Suche nach dem DDR-Museum entlang gewandert. Irgendwann haben wir es dann auch tatsächlich gefunden und uns die Ausstellung angeschaut. Da ich in der DDR geboren bin und viele Sommerferien dort verbracht habe, konnte ich mit einigem schon etwas anfangen. Als ich endlich meinen Frührerschein hatte, war der Trabi von meinen Großeltern bereits verkauft, so dass ich nie Gelegenheit hatte, mal so eine Rennpappe selbst zu fahren. Hier konnte ich mich zumindest mal reinsetzen und so tun, als würde ich starten, und den ausgeleierten Schalthebel hin- und herdrehen. Florian meinte, dass die Sachen einfach nur "alt" aussahen und er damit nicht unbedingt den "Osten" verbindet. Nostalgie...

Schließlich sind wir noch einmal zum Alexanderplatz gegangen (mit einem kurzen White Chocolate Caramel-Zwischenstop im Balzac Coffee). Die Kutsche mit dem süßen Schimmel stand wieder da. Wir beobachteten erst die Pferde beim Fressen, bevor wir den Kutscher fragten, ob er uns auch an einen bestimmten Punkt fahren würde. Klar, ein Pferdetaxi fährt sie überall hin, auch zum Brandenburger Tor. Ein Franzose fragte: "Quelles âge sont des chevaux?" Hui, ich konnte übersetzen: "Wie alt sind die Pferde?" Polly, die süße Schimmelstute, ist schon 20 Jahre alt, Fliska, die Braune, immerhin schon 15! Als Polly unterwegs äpfelte, musste der Kutscher kurz anhalten und die Pferdeäpfel einsammeln. Er meinte: "Im wahrsten Sinne des Wortes ein 'Scheißjob'..." Ich habe die Kutschfahrt genossen.

Abends waren wir dann mit Viola, Hans-Peter und den Kindern in Old Texas Town, das schon von Truck Stop besungen wurde. Es ist nicht mal so groß, wie die Main Street von Pullman City, aber alles liebevoll zusammengestellt und restauriert. Der Cowboy Club hat leider nur sehr wenige Mitglieder und leidet unter Nachwuchsmangel. Wo sind die Cowboys und -girls rund um Berlin, die die Stadt am Leben erhalten? Unsere Kinder spielen einfach nicht mehr Cowboy und Indianer, daher ist das irgendwie out. Außerdem gehört das Gelände Siemens, und die würden das Grundstück gerne verkaufen... Das wäre natürlich das Ende der historischen Westernstadt mitten in Berlin. Sehr schade, denn wir hatten sehr viel Spaß dort. Am Grill gab es leckere Bratwurst und Nackensteaks und im Saloon haben wir dann eine tolle Square Dance und eine tolle Stepptanznummer sehen können. Aber die Kinder mussten dann langsam ins Bett...

Fotos

Themen: Patchwork-Familie | Urlaub | Auto | Pferde/Reiten | Der Wilde Westen
Clicks: 72

Freitag, 10. Februar 2006 23:50

Howdy

Heute haben wir uns Truck Stop in der Philharmonie angeschaut. Ich hatte meinem Schatz die Karte zu Weihnachten geschenkt. Natürlich hatten wir uns auch westernmäßig angezogen, vor allen Dingen Florian war in voller Montur da, mit Stiefel, Jeans und Stetson...

Natürlich sind die Jungs "keine 50 mehr"... aber sie sind trotzdem junggeblieben. Besonders der Seitenhieb auf das Windows Betriebssystem (Knut: "... man weiß nie, welches Bild angezeigt wird...") oder eBay (Knut: "Der Cowboyhut sieht Scheiße aus." Teddy: "Ich sage nur... eBay!") zeigten jedoch, dass sie durchaus mit der Zeit gehen. Am Impressum von Truck Stop kann man auch sehen, dass Knut selbst an der Homepage bastelt. Klasse, die Jungs!

Die Musik war Klasse, vor allen Dingen, weil die Jungs richtig was auf dem Kasten haben! Nicht umsonst sind sie Deutschlands Country-Band Nummer 1. Erich Doll schied am 01.10.2003 aus der Band aus, aber sie haben sich rechtzeitig im Mai 2003 eine "Frischzellenkur" verpasst und holten Dirk Schlag mit ins Boot.

Ich weiß, Country ruft bei den meisten bestenfalls ein Naserümpfen hervor, aber in der Freizeit- und Westernreiter-Szene (zu der ich mich schon noch zähle) ist Country natürlich DIE Musik und hat mir schon immer gefallen. Ich bin es also nicht nur "meinem Schatz zuliebe" auf das Konzert gegangen.

Neben neuen Songs spielten sie natürlich auch Klassiker wie "Take it easy, altes Haus" - der einzige Song, bei dem ich wenigstens den Refrain mitsingen konnte. Was mir an Truck Stop so gut gefällt sind die Texte, die davon zeugen, dass die Jungs alle das Herz am rechten Fleck haben und wissen, worauf es im Leben wirklich ankommt. Am Schluss spielten alle ein kurzes Solo, wobei Jungspund Dirk einen richtigen Westernklassiker auf seiner Gitarre hinlegte, dass mir die Kinnlade runterklappte. Leider fällt mir partout nicht ein, aus welchem Western dieses Stück war! Es war jedenfalls nicht "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Moon River" oder "Bonanza".

Was mir auch sehr positiv aufgefallen ist, dass die Jungs von Truck Stop sehr fan-nah sind und nach dem Konzert selbstverständlich Autogramme gegeben haben. Das ist mit Sicherheit keine Selbstverständlichkeit. Außerdem waren einige der Gäste behindert. (Ich hasse dieses Wort, aber es gibt nicht wirklich gute Alternativen... "mobilitätseingeschränkt" klingt auch bescheuert.)

Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Freunde | Musik | Der Wilde Westen
Clicks: 68
Seite: 1   [1] 

Last Update:
09.01.2012 13:04 Clicks: 1193519

© 1998 - 2022 by Sandra König |  Datenschutzerklärung |  Impressum