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Mein Blog-ArchivThema: privat/Blick in die Vergangenheit
Sonntag, 8. März 2026 19:25LIV - vom AlternLIV - das ist die römische Zahl, die mein Alter darstellt. Ich bin jetzt 54 Jahre alt und vermutlich meinem Tod näher als meiner Geburt. Fühlt sich ein wenig komisch an. Im Kindergarten dachte ich, ich war schon immer im Kindergarten und würde das auch immer sein. Zeit spielte keine Rolle. Dann war die Schulzeit schwups vorbei und ich wusste nicht so genau, was ich machen soll. Aber ich habe immer gesagt, das Alter sei nur eine fortlaufende Nummer. Ich wollte immer jung sein im Herzen. Mein Deutschlehrer hatte mal gesagt, wenn man über 40 ist und es tut nix weh, dann ist man tot. Und je älter ich wurde, desto mehr musste ich mir eingestehen, dass das biologische Alter nicht mehr zu leugnen war. Verletzungen heilten langsamer, und auch sonst kam so das eine oder ander Kinkerlitzchen dazu. Mit 50 habe ich aufgehört, meine Haare zu färben. Eine Kollegin meinte: "You want to age gracefully." Es ist auch irgendwie befreiend, weil man sich nicht mehr so viele Gedanken darüber macht, was andere über einen denken könnten. Und ich habe inzwischen Selbstbewusstsein erlangt und ich führe exakt das Leben, das ich leben möchte. Vielleicht kommt das Beste noch. Ich habe mal eine Auswahl an Fotos zusammengestellt. Eigentlich wollte ich nur ein Bild pro Jahr verwenden, aber irgendwann konnte ich mich nicht mehr entscheiden. Die letzten Jahre, insbesondere die gemeinsamen mit meinem Schatz Florian, waren einfach so ereignisreich und wunderbar... Ich kann gar nicht dankbar genug für dieses Leben sein. Ich mach was draus. Ich hab nicht mehr so viel Zeit.
Vielleicht noch eine lustige Anekdote: Ich war in der Firma mal mit einer jugen Frau und einem älteren Herrn im Aufzug. Die junge Frau schaute mich an und sagte: "Das ist aber eine schöne lila Fleecejacke." Und die AfD ist Russland näher als uns.
Freitag, 6. März 2026 19:45Das Tagebuch der Anne FrankKaum eine Schullektüre hat so einen Einfluss auf mein Leben gehabt, wie das Tagebuch der Anne Frank. Das ganze Ausmaß des Schreckens der NS-Zeit war darin mehr oder weniger hautnah zu erleben. Wir hatten auch einen S/W-Film dazu angeschaut und die ganze Klasse hatte danach geheult. Eine Klassenkameradin war sogar noch schockierter, weil sie Jüdin war. Ich glaube, in dieser Zeit bin ich Antifaschistin geworden. Ich habe mein erstes Tagebuch zum 10. Geburtstag (1982) geschenkt bekommen. Damals wusste ich noch nicht so recht, was ich da hineinschreiben hätte sollen. Deshalb habe ich nur sporadisch mal ein paar Dinge notiert. Mit 12 (1984) habe ich dann angefangen, mehr oder weniger regelmäßig zu schreiben. Und mit 13 (1985) nach der Lektüre dieses Buches habe ich sehr lange wirklich jeden Tag geschrieben. Teilweise habe ich auch ihren Schreibstil imitiert, nur "Liebes Tagebuch..." habe ich nicht geschrieben. Irgendwann wurden die Einträge wieder sporadischer. Der letzte handschriftliche Eintrag im 37. Buch ist von 1994. Danach habe ich ab und zu mal im Computer auf Word meine Gedanken festgehalten und sortiert, wenn zu viel Chaos in meinem Kopf herrschte. Und seit 2005 blogge ich, aber auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Seit ich aber festgestellt habe, wie praktisch es ist, wenn ich in meinem Blog auch Dinge nachlesen kann, die ich vergessen habe, blogge ich wieder täglich. Meistens nur für mich, selten "for friends only", was man nur als eingeloggter User lesen kann, und hin und wieder öffentlich, insbesondere wenn wir von unseren Touren berichten. Als Tommy während der Corona-Pandemie die WildMics Community darum bat, für sein Projekt Da Bist Du Nicht Allein (Charity) Beiträge zu liefern, war für mich sofort klar, dass ich unbedingt die Zeile mit dem Tagebuch der Anne Frank lipsyncen möchte. Das Exemplar, das ich in dem Video hochhalte, ist exakt das Buch, das ich damals in der Schule gelesen hatte.
Im innerehelichen Wohlfühl-Laberpodcast "Ja, Schatz!" von Sophia und Tommy schreibe ich in Folge 6 in den Twitch-Chäd, dass ich auf dem 18. Geburtstag von Tommy zu Gast gewesen war. Tommy wollte dann wissen, ob das peinlich gewesen wäre. Es war nicht peinlich. Ich habe ihm den Eintrag aus meinem Tagebuch von 1990 herausgesucht, aber ich hatte die Party damals eher als langweilig empfunden, auch wenn ich Tommy und seinem damaligen Musiker-Kumpel zugestanden hatte, dass sie sich echt Mühe gegeben hatten. Aber was für ein Schätzchen, dass ich das nachlesen kann! Ich hatte immer gedacht, dass ich irgendwann in meinem Leben meine Tagebücher nochmal lesen müsse und sie dann verbrennen. Ich bin gerade bei Tagebuch Nummer 3 - und nein, ich habe sie nicht verbrannt. Ich habe aus Gründen gerade einen sehr nostalgischen Anflug. Ich finde es faszinierend, wie ich verschiedene Schriftarten ausprobiert habe. Am Ende bin ich jedoch wieder bei Druckschrift gelandet, wie 1984. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich in den Büchern nie explizit geworden bin. Vermutlich hatte ich immer im Hinterkopf, dass die ja auch jemand lesen könnte, oder noch schlimmer, veröffentlichen wie das Tagebuch der Anne Frank. Aber wenn ich das so lese, weiß ich natürlich, was da noch passiert ist oder was ich gefühlt habe. Das ist eine sehr interessante Reise in die Vergangenheit. Man könnte sagen, dass ich gerade meine Pubertät ein zweites Mal durchlebe. Und ich wollte noch sagen, weil wir gerade bei Antifaschismus sind: die Arschkrampen von der AfD vertragen die Wahrheit nicht.
Mittwoch, 4. März 2026 19:07Pubertät ist k*ackeDarüber sind wir uns sicher alle einig. Für den einen mehr, für den anderen weniger.
Dazugehören zu den Cool KidsIch hatte ein Schlüsselerlebnis in der 7. Klasse. Ich war 13 Jahre alt und freute mich schon auf das Skilager. Nicht so sehr wegen des Skifahrens, sondern mehr darauf, mit den anderen Gleichaltrigen Party zu machen. Ich hatte leider nicht auf dem Schirm, dass Fasching war, und deshalb kein Kostüm. Das improvisierte Kostüm hieß "Pipi Barfuß" und ja - es war so peinlich, wie der Name klingt. Die Party war dann sehr frustrierend. Ich saß die ganze Zeit am Rand und sah zu, wie sich Paare zum Schieber tanzen fanden. Ich schämte mich in Grund und Boden und beschloss, dass meine Kindheit hiermit beendet sei. Ab sofort wollte ich dazugehören, zu den ganzen Cool Kids, damit ich vielleicht auch mal einen Freund abbekomme. Die Hormone lassen grüßen.
Verhältnis zum KörperMit gerade mal 12 Jahren habe ich bereits meine Tage bekommen. Ich wusste überhaupt nicht, was da mit mir passierte und es gab auch kein Mutter-Tochter-Gespräch. Das war für mich sehr belastend. Meine Mutter dachte, ich wüsste schon alles aus dem Sexualkundeunterricht oder der Bravo/Dr. Sommer. Eine Freundin erklärte das so: "Da darf man nicht mehr zu Jungs hingehen, sonst wird man schwanger." Fragezeichen... Eine andere Freundin lieh mir dann das "Tage-Buch", in dem die Vorgänge im Körper einer Frau kindgerecht beschrieben wurden. Darin stand allerdings, dass die Periode alle 28 Tage käme. Das tat es bei mir nicht, sondern überraschte mich regelmäßig nach 21-26 Tagen. Ich konnte das Ziehen im Unterleib noch nicht richtig deuten, hielt es für Verdauungsprobleme. Wenn man bei Verwandten übernachtet und am nächsten Morgen in einem blutverschmierten Bett aufwacht, dann ist das zutiefst beschämend. Nach einem Jahr oder so nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte meiner Mama, dass ich meine Tage nicht alle 28 Tage bekomme. Ich dachte, mit mir würde etwas nicht stimmen. Meine Mama sagte nur, dass das bei jungen Mädchen normal ist, dass sich das erst einspielen muss. Das mag stimmen, aber bei mir spielte sich bis über 30 nix ein und mit 37 habe ich erfahren, woran das lag.
GewichtsproblemeIn dem Alter war das Aussehen alles. Ich war eigentlich nicht unzufrieden mit mir, aber ich hatte immer das Gefühl, dass alle anderen besser aussehen als ich. Eigentlich war ich immer schlank gewesen. Bevor ich meine Periode bekam, wog ich 48 kg. Danach ist mir aufgefallen, dass ich plötzlich viel mehr essen wollte, ständig Hunger hatte, und dann nahm ich natürlich etwas zu. Dass das vielleicht daran liegen könnte, dass mein Körper ein paar weibliche Rundungen bekam, wollte ich nicht so ganz einsehen. Ich wollte auch keine BH tragen. Mag ich bis heute übrigens nicht. Ich war doch eigentlich noch ein Kind.
Ab 13 oder so habe ich aber begonnen, dagegen ankämpfen zu wollen. Ich habe mein Gewicht in Milimeterpapier eingetragen. Und festgestellt, dass der JoJo-Effekt nicht dazu führt, dass man danach dasselbe Gewicht wieder hat, sondern jedes Mal, mit jeder Diät, ein oder zwei Kilo mehr drauf waren. Aber ich habe jede Menge probiert, FDH Friss die Hälfte, Hollywood Star Diät (zu der mich eine Klassenkameradin vollgelabert hat), Nulldiät... Ein Wunder, dass ich keine Essstörung entwickelt habe oder gar magersüchtig geworden bin. Mit 17 habe ich glücklicherweise aber auch mal gelesen, dass es für den Körper keine Diät gibt, sondern nur Hungersnöte, weshalb er aus archaischen Gründen massive Gegenmaßnahmen ergreift, z.B. dass man ständig ans Essen denken muss und Heißhunger bekommt. Dagegen kommt man mit Willenskraft kaum an. Und das steckt noch in uns drin, weil das die Urmenschen waren, die Hungersnöte überlebt haben. Da habe ich beschlossen, nie wieder eine Diät zu machen. Das habe ich bis heute durchgehalten. Und mein Höchstgewicht auch nie wieder nach oben gerissen. Ich denke, dass ich ansonsten mittlerweile so rund geworden wäre, wie meine Oma gewesen ist. Und da wäre ich vermutlich sehr unglücklich. Heute habe ich mich mit meiner Birnenform, dem sport- und diätresistenen gynoiden Adipositas abgefunden. Wenn ich abgenommen habe, kamen meist meine Schlüsselbeine und Rippen zum Vorschein, aber an Po und Oberschenkeln tat sich kaum etwas. Selbst als ich regelmäßig fünf Mal die Woche reiten ging, hat sich an der grundsätzlichen Birnenform nichts geändert. So ist das halt bei mir. Hauptsache, ich nehme nicht weiter zu.
JungsIn der Pubertät war ich natürlich ziemlich hormongesteuert. Ich war bestimmt alle 6 Wochen in jemand anderen verknallt. In der 7. Klasse habe ich noch den Mut gehabt, mich zu offenbaren, aber meine erste Abfuhr bekommen. Danach habe ich es irgendwie nie wieder probiert. Aber ich habe ein Muster erkannt: Die Jungs, für die ich mich interessierte, hatten kein Interesse an mir, und umgekehrt. Aber ich habe natürlich nur auf die Modelltypen gestanden, und ich war das Pummel mit Brille. Das hat natürlich nicht so wirklich zusammengepasst. Um so überraschter war ich, dass mich auf Stayfriends mal jemand als "Sahneschnitte" betitelt hatte. Deshalb war ich immer gerne auf Partys oder in der Schuldisco Franzi's Mobile, denn dann konnte man vielleicht Schieber tanzen oder auch mal rumknutschen. Deshalb war ich auch beim Tanzkurs, aber nach dem Grundkurs habe ich mit meinem besten Kumpelfreund getanzt, der hin und wieder auch in mich verliebt war, da war es dann nix mehr mit Jungsschau. Aber trotzdem habe ich mit ihm bis zum Goldstar weitergemacht. Ich hatte auch ein paar Brieffreunde, die ich in den Ferien kennengelernt habe, aber so Fernbeziehungen haben natürlich nicht funktioniert.
Verhängnisvolle BeziehungIch war kurz vor meinem 14. Geburtstag, als ich auf einer Geburtstagparty von jemanden massiv angebaggert wurde, den ich eigentlich nicht auf dem Schirm hatte. Er hat mich dann separiert und wir haben in einer Ecke rumgeknutscht. Ich war überrascht, dass mich da jemand anscheinend gut fand. Wir haben uns dann mehr oder weniger regelmäßig getroffen, aber es war immer nur Rumknutschen. Wir waren nie im Kino oder im Michaelibad oder so, was Paare eben so machen, dachte ich. Er war auch sehr direkt und sagte, dass er mit mir schlafen wolle. Ich meinte, dass ich mit niemandem schlafe, mit dem ich nicht gehe. Also hat er mich gefragt, ob ich mit ihm gehen wolle. Geändert hat das nix. Irgendwann erfuhr ich, dass er eine große Party geplant hatte. Ich war natürlich sauer, dass er mich nicht eingeladen hat. Deshalb habe ich darauf bestanden, zu dieser Party kommen zu dürfen. Er meinte dann, dass er für mich keine Zeit hätte, weil er so viele Gäste hat, um die er sich kümmern müsse. Aber einen Schieber habe ich ihm doch abverlangt. Und nachdem etwas Alkohol im Spiel war, saß ich auf dem Thresen und er stand vor mir und umarmte mich. Die Leute waren überrascht, weil sie jetzt wussten, dass wir zusammen waren. Oder so ähnlich. Das ließ meine Hemmungen etwas sinken. Er war auch allzeit bereit und hatte immer ein Kondom griffbereit. So kam es, wie es kommen musste, und wir beiden hatten mit gut 15 Jahren gemeinsam unser erstes Mal erlebt. Leider hat er bei seinen Kumpeln damit angegeben, dass er mich endlich flachgelegt hat, weshalb ich dann in der Schule gehänselt wurde. Gemoppt würde man heute sagen. Da habe ich das erste Mal mit ihm Schluss gemacht. Und bin dann doch wieder angekrochen gekommen. Nachdem ich die Bravo/Dr. Sommer gelesen habe, war mir bewusst, dass die Pille das sicherste Verhütungsmittel war. Ich hatte aber etwas Angst davor, weil sie in dem Ruf stand, dick zu machen, was ich auf keinen Fall wollte. Aber noch viel weniger wollte ich als Teenager schwanger werden. Deshalb habe ich erneut all meinen Mut zusammengenommen und meine Mutter gefragt, wann sie denn das erste Mal mit einem Jungen geschlafen hätte, um ins Gespräch zu kommen. Sie hat gelacht, abgewunken und gesagt, da hätte ich noch viel Zeit. Da war es aber schon passiert. Und ich wusste, dass ich auf ihre Hilfe nicht zählen konnte. Ich holte mir also heimlich einen Behandlungsschein und machte einen Termin bei einem Frauenarzt. Ich war so aufgeregt, aber als ich um die Pille bat, war das überhaupt kein Problem, er stellte sofort ein Rezept aus. Wenn er gerade Besuch von Pharmareferenten gehabt hatte, bekam ich sogar die Probepackungen kostenlos. Von da an war ich etwas entspannter und konnte die weichen Lippen, die gut küssen konnten, die lockigen Haare, die ich gerne durchwuschelte, den geilen, wunderbar gebräunten Body, der immer gut roch, und den knackigen Hintern genießen. Ins Kino oder Michaelibad gingen wir trotzdem nie. Deshalb habe ich ein paar Mal wieder Schluss gemacht und doch wieder angerufen. Irgendwann war Flaute. Und ich sah ihn dann mit einer anderen im Michaelibad Händchen haltend. Warum sie? Warum nicht ich? Ich war sauer und rief ihn mal wieder an. Wir trafen uns. Und es kam, wie es kommen musste. Er betrog seine "Freundin" mit mir. Das hatte den Vorteil, dass er damit nicht mehr angeben konnte und ich damit nicht mehr gemoppt wurde. Gefallen hat es mir nicht. Aber ich konnte meine Finger nicht von ihm lassen. Ich habe meine Haare blondiert, um "ihr" ähnlicher zu sehen. Ich war regelrecht süchtig nach ihm. Jahre später habe ich das mal einem Freund erzählt, der benutzte das Wort "hörig". Das könnte schon ungefähr hinkommen.
Freundinnen wenden sich abMeine Freundinnen haben versucht, mich zu warnen. Er nutzt mich nur aus. Er wurde mal wieder im Michaelibad oder sonst wo mit einem oder zwei Mädchen gesichtet. Sie haben nicht verstanden, wieso ich nicht einfach Schluss machen konnte. Und konnten mein Gejammer nicht mehr hören. Und wandten sich von mir ab. Absolut verständlich! Einzig mein Kumpelfreund, mit dem ich im Tanzkurs war, hörte sich die ganze Scheiße immer noch an, obwohl er in mich verliebt war. Er war auch in einer Therapie und sagte einmal zu mir, dass ich auch eine Therapie gebrauchen könnte. Heute glaube ich, dass das sein Therapeut gesagt hatte. Mit Sicherheit hatte er Recht, aber ich wusste doch, was ich tat. Der Kerl hat mir ja nie etwas vorgemacht, behauptet, er würde mich lieben oder so ein Quatsch. Ich war halt nur süchtig. Ich mag das alles nicht mehrMit 17 ist dann etwas passiert, das mich nachhaltig erschüttern ließ. Plötzlich wollte ich das alles nicht mehr. Weder mit ihm, noch mit irgendeinem anderen Kerl. Ich hatte die Schnauze gehörig voll! Von Partys, von Schieber tanzen, von der Balz, von dem Typen, der mich nur ausnutzte und mir nicht gut tat. Als dieser Schalter umgelegt war, war auch meine Pubertät schlagartig vorbei. Mir war klar, dass ich wieder lernen musste, mich selbst zu lieben, so wie ich bin. Und ich war keine Geliebte, keine Nymphomanin, keine Gespielin. Ich wollte die "Eine" für den "Einen" sein. Aber die Wunden würden einige Zeit brauchen, um zu heilen. Deshalb habe ich auf mich selbst aufgepasst, bin viel zum Ponyhof gefahren, ins Kino gegangen (z.B. alle Tripplefeature von Zurück in die Zukunft) und habe jede einzelne Folge Raumschiff Enterprise im ORF geschaut. Ich war das einzige Mädchen im Physik-Leistungskurs und interessierte mich fortan mehr für die Relativitätstheorie und Quantenphysik, für Computer/Informatik, für eine Handvoll guter Freunde. Keine Diäten mehr, kein jemandem gefallen wollen. Entweder, die Leute sollten mich so nehmen, wie ich war, oder mir gestohlen bleiben.
Ende mit SchreckenSo ätzend diese knapp drei Jahre waren, bin ich rückblickend dankbar, dass mir soetwas als Teenager passiert ist und nicht als junge Erwachsene. Dann hätten wir vielleicht zusammen gewohnt, wären vielleicht sogar verheiratet und hätten ein Kind/Kinder. Da wäre es nicht so leicht gewesen, die Notbremse zu ziehen. Und ich habe nie angefangen, Drogen zu nehmen. Und ich bin auch nicht schwanger geworden. Insofern habe ich die Pubertät eigentlich ganz gut überstanden.
Und außerdem ist die Kack-AfD gesichert frauenfeindlich. Und wer die wählt, ist es auch.
Montag, 2. März 2026 19:36Meine erste USA-ReiseIn der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut. In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte. Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre. Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war. Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.
Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...
Sonntag, 1. März 2026 13:38Sandras TrickfilmkisteWenn wir im Urlaub waren, hat mein Papa mit unserer Super 8-Kamera gefilmt. Die hat er von einem Verwandten abgekauft, der als Early Adopter immer die neuesten Gadgets hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte dieser sich dann eine Super 8-Kamera gekauft, die auch Ton aufnimmt. Es existieren deshalb auch Aufnahmen von meiner Taufe 1972. Nach den Urlauben hat Papa immer ein wenig auf der Kassette, die so 3-3,5 Minuten fassten, übrig gelassen, um mit den roten Tafeln mit weißen Magnetbuchstaben die Titel zu verfassen, die er dann mit der Schneidemaschine (hat mich immer an einen Locher erinnert) einfügte und dann die Filme zu etwa 20-minütigen Erinnerungsschätzen zusammengeschnitten hat, die dann auf den großen Rollen aufbewahrt werden konnten. Meist blieb am Ende immer noch ein wenig Film übrig, und damit es dann nicht bis zum nächsten Urlaub warten musste, bis der voll war und man ihn zum Entwickeln bringen konnte, hat er mir gezeigt, wie man Stop Motion-Filme dreht und erklärt, dass eine Sekunde Film aus 24 Einzelbildern besteht. Es war für mich aber eher ein "Abfallprodukt" und nicht wirklich ein Hobby. In der Zeit von 1984 bis 1989 sind dann ein paar kleine Trickfilme entstanden, die mir Papa vor geraumer Zeit mal als Datei geschickt hat. Er hat das einfach mit einer Kamera von der Wand abgefilmt, deshalb entält die Aufnahme nostalgische Staubflusen und das originale Projektorknattern. Das Geräusch löst Kindheitserinnerungen aus. Die verlinkten Filmschnipsel zeigen eine Stadt aus Bauklötzen, Papas Modellflugzeuge, kleine Männchen aus den Toasties-Packungen und ein lustiges Lego-Auto. Dann einen Stift, der etwas gezeichnet hat, was man aber nicht erkennen kann, weil das überbelichtet ist. Als Tiernarr habe ich natürlich meine Zootiere mit einer Holzeisenbahn herumtransportiert. Ein schwarzer Hund jagt ein Schaf. Dann hatte ich ein Gummipferd mit Drahtgestell, das eigentlich ideal für Stop-Motion-Filme gewesen ist, allerdings sieht man sehr deutlich, bei welchen Passagen mir mein Papa geholfen hat, und wo ich selbst experimentieren durfte. Mit den Magnetbuchstaben habe ich auch comic-haft das Gebellte an die Tafel geschrieben. Der schwarze Hund war auf der Suche nach Freunden (ich Sonderling irgendwie auch immer). Anscheinend habe ich auch ein Lego-Fabuland-Auto besessen. Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Dann habe ich eine Verkehrsstudie mit Straßenbahn (ich habe sie erst viel später als Zuagroaste "Tram" genannt) und allerlei Fahrzeugen an einer großen Kreuzung erstellt und eine Bewegungsstudie mit meinem Barbiepferd "Isara" ("die Reißende"). Da die Gelenke relativ natürlich beweglich waren, ist mir Schritt, Trab, Galopp und Pass recht gut gelungen. Am Ende hat Isara noch ausgeschlagen und ist gestiegen. Zum Schluss musste ich den Film noch vollkriegen und wollte nochmal was Zeichnen, da hat der Film dann aber nicht mehr gereicht. Zum Abspielen clicken :-) Und jetzt bin ich mal wieder überhaupt nicht überrascht, wie menschenverachtend so mancher Politikabschaum ist.
Donnerstag, 26. Februar 2026 21:13Von der Lügnerin über Schriftstellerin zur BloggerinMeine Eltern hatten keine Ahnung, was sie damit ins Rollen gebracht haben, als sie mich in der Grundschule das erste Mal auf ein Pony gesetzt haben. Vorher war ich schon ein Tiernarr, wollte alles streicheln, was ein Fell hatte. In Berlin war ich ganz vernarrt in den Hund von Nachbarn, einer schwarzen Bordercolliehündin namens Whisky. Aber seit dem ersten Besuch auf dem Ponyhof war ich mit dem Pferdevirus infiziert. Leider durfte ich nicht in die Reitschule gehen. Einerseits weil das sehr teuer war, andererseits weil meine Mutter Angst gehabt hat, dass ich runterfalle und mir was tue. Dummerweise habe ich mir dann auf dem Ponyhof aber lauter falsche Sachen angewöhnt, wie am Zügel zerren und die Füße in die Rippen des armen Ponies kloppen. Immerhin habe ich mir Leichttraben abgeschaut. In meiner Phantasie war ich aber in einer Reitschule. Und ich habe auch erzählt, ich wäre in einer Reitschule. Wir hatten Clubkleidung, rote Sweatshirts und beige Reithosen. Und eine Pferderasse namens Tölzer habe ich erfunden, braune Pferde mit schwarzer Mähne und weißen Köpfen. Natürlich haben mich die Mädchen, die tatsächlich in einer Reitschule waren, und die ich sehr beneidete, durchschaut, weil ich nicht wusste, was "Hilfen" sind. Oder ich dachte damals noch, dass alle männlichen Pferde Hengste wären. Als ich in die Orientierungsstufe kam, habe ich mit den Lügengeschichten aufgehört. Rückblickend habe ich das sehr geschickt gemacht, denn dann habe ich angefangen, Geschichten zu schreiben, z.B. "Nadja - Großstadtpflänzchen unter Pferden". Somit konnte ich in diese Phantasiewelt eintauchen, ohne Lügengeschichten zu erzählen, weil klar war, dass es nur ausgedachte Geschichten waren. Mit 12 durfte ich dann endlich in eine Reitschule gehen, nachdem ich meine Eltern jahrelang genervt habe. Die arme Reitlehrerin musste mir dann beibringen, die Pferde nicht so "einzuklemmen" und es hat eine Weile gebraucht, bis ich den Trab aussitzen konnte. Mich hat der militärische Drill aber dann doch genervt und ich habe mit dem Unterricht wieder aufgehört. Aber Geschichten geschrieben habe ich viele, z.B. über den Goldfuchs Mustanghengst Horizontsturm oder der braunen Stute Harysing, die gestohlen wurde und ein Zwillingspärchen den Fall aufklärte (dieses Manuskript ist aber leider verschollen). Und ich habe die Phantasiewelt "Gut Horseback" erfunden, in der ich alle möglichen Pferdegeschichten und auch Menschengeschichten erzählen konnte. Diese habe ich in einer Zeitschrift namens "Ponyexpress" verewigt, mit zahlreichen Illustrationen, und mich einmal wöchenlich mit einer Freundin getroffen, um in diese Phantasiewelt einzutauchen. Bis ich ihr dann irgendwann auch damit auf die Nerven gegangen bin. Als ich in die Pubertät kam, haben sich meine Interessen natürlich etwas gewandelt. Da habe ich diese Schundromanheftchen Denise verschlungen, amerikanische Teenager-Filme geschaut und in dem Stil Romane geschrieben. Die fanden eine begeisterte Leserschaft in meiner Klasse. Diese Liebesromane waren relativ autobiographisch und ich habe mir teilweise nicht allzu viel Mühe gegeben, die Charaktere zu verfremden oder so zu vermischen, dass man keine Rückschlüsse mehr hätte ziehen können, von wem ich da schreibe. So wusste jeder in der Klasse, wer gemeint war, als ich z.B. von "Peter Lighthouse" schrieb. Da hätte ich den Mädchen in der Klasse auch gleich meine Tagebücher geben können. Als ich dann irgendwann die Schnauze voll hatte von Jungs, habe ich mich mehr dem Science Fiction, insbesondere Star Trek zugewandt, ebenso wie der Physik (Leistungskurs/Abitur) und hobbymäßig der Astronomie und auch ein bisserl der UFO-Forschung. Die Relativitätstheorie hat mich fasziniert, ich war aber etwas enttäuscht, weil die gar nicht so kompliziert ist, wie man sich das als Laie vorstellt. Die Quantenphysik war nicht Teil des Abiturs, damit habe ich mich dann populärwissenschaftlich auseinandergesetzt, insbesondere mit den Büchern von John Gribbin. Gelesen habe ich sehr gerne Isaac Asimov, später dann Andreas Eschbach. In dieser Zeit habe ich einen Star Trek Roman geschrieben namens "Vulkans Kinder", in der der Charakter T'Ra Shrij Mar Shandij vorkam (wusste alles, konnte alles, und sah verdammt gut aus). Daher habe ich "Shandij" oft als Online-Pseudonym verwendet. Und einen Roman über zeitreisende Dinosaurier. Die Bücher zur Besiedelung des Mars und eines Genexperiments sind im Konzeptstadium stecken geblieben. Schreiben hat mir auch über eine depressive Phase geholfen, allderings ist diese Kurzgeschichtensammlung, die in dieser Zeit entstand, absolut nicht dazu geeignet, von irgendjemanden gelesen zu werden. In dieser Zeit war das Schreiben für mich so etwas wie eine Therapie. Als ich dann in den Offiziellen Star Trek Fanclub Deutschland eingetreten bin, habe ich als Redakteurin und Autorin für das Fanzine "Bordtime" gearbeitet, das neben der "Trekworld" abonniert werden konnte, aber eher ein Schattendasein fristete. Mein bester Artikel war "Stilbluten", in dem ich mich über das Leid einer Redakteurin ausließ und darüber philosophierte, was mit "Lockbüchern" gemeint sein könnte. Später habe ich noch sporatisch als Autorin für das Star Trek Forum Magazin und der halbjährlich erschienenen Starbase geschrieben. In dem Buch "The Great Link 2", in dem jeweils zwei Geschichten von TOS, TNG, VOY und DS9 erschienen, habe ich auch eine wunderschöne TOS-Geschichte "Die Stimme des Herzens" geschrieben, für die ich sehr viel Lob bekommen habe, in der die autobiographischen Komponenten aber stärker versteckt waren. Als ich 1999 zum ersten Mal Mutter wurde, war es mit dem Schreiben dann vorbei. Ich hatte einfach keine Zeit mehr, denn um zu schreiben, hätte ich mindestens 4 Stunden am Stück gebraucht, in denen ich nicht gestört werde, damit ich in meine Phantastiewelt eintauchen und in ihr leben kann. Diese Zeit und Muse hatte ich dann einfach nicht mehr. Ab und an habe ich noch Tagebuch geschrieben oder heute eben diesen Blog, aber für Geschichten oder gar Romane hat es nie wieder gereicht. Und die K*ck-AfD wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft zu werden. Das wird ihr aber nix nutzen, weil alle Faschisten zum Verlieren verdammt sind. Sooooo...
Sonntag, 22. Februar 2026 19:18Meine LederjackenMeine erste Lederjacke habe ich ca. 1990 im Jeans Kaltenbach gekauft. Sie sah exakt aus wie die, die Arnold Schwarzenegger in Terminator getragen hatte, einer meiner Lieblingsfilme damals. Eigentlich hat sie mir nicht gut gepasst. Die Ärmel waren zu lang und man konnte sie wegen der Steifheit des echten Leders und der Reißverschlüsse am Ärmelende nicht umschlagen. Es gibt davon leider kein Foto, außer dieses grauenhafte Passbild. Ich musste damals langsam wieder lernen, mich selbst zu lieben. Ich habe die Lederjacke fast nicht getragen und ein paar Jahre später bei eBay verkauft.
Bei eBay hingegen gekauft hatte ich mal eine echte Lederjacke in Kindergröße, die Ferdinand für sein Cosplay als Indiana Jones trug.
Für mein Liv Moore-Outfit für die ComicCon München im MOC 2018 habe ich mir eine günstige, grüne Lederimitat-Jacke gekauft. Den ganzen Tag eine blonde Perücke zu tragen war die Hölle und ich wollte das nie wieder tun. Wenn dann würde ich all in gehen und mir die Haare tatsächlich nochmal in meinem Leben blondieren.
2019 habe ich die Jacke auch mal privat angezogen, da sie farblich sehr gut zu meinem grünen, festlichen Kleid passte. Das war auf einer wundervollen Hochzeitsfeier beim Eibsee.
2025 hatte das Liv Moore-Cosplay seinen letzten Auftritt, nämlich während des WTFs in Leipzig. Ich hatte mein Vorhaben wahrgemacht. Ab 2022 hatte ich meine Haare nicht mehr schwarz nachgefärbt. Nach drei Jahren war die Farbe rausgewachsen und die Zeit reif, dieses eine und voraussichtlich letzte Mal meine Haare zu blondieren. Leider hat sich das Lederimitat der Jacke begonnen aufzulösen, weshalb die Jacke nach dem Cosplay endgültig entsorgt wurde.
Ich war ein wenig traurig und wollte mir eine ähnliche Jacke noch einmal kaufen, die ich zu festlichen Aktivitäten zu eben diesem Kleid tragen konnte. Bei bonprix dachte ich, dass ich fündig geworden wäre. Als die Jacke aber ankam, war ich enttäuscht, weil das grün viel dunkler war als auf den Fotos. Und mir war das Leopardenmusterfutter gar nicht aufgefallen. Das geht für mich gar nicht. Das ist doch total n*ttig. Die Jacke ging dann in Retoure.
Jetzt habe ich mich aber in eine andere Lederimitat-Jacke in schwarz-weiß von EMP verliebt. Die ist einfach hammer! Und wird auch zu anderen Outfits passen, nicht nur zu dem grünen Kleid.
Und die AfD ist immer noch ein faules System aus Macht und Korruption. EkelhAfD!
Freitag, 20. Februar 2026 19:48Frage an ChatGPTNachdem meine Gugl-Suche nicht erfolgreich war, habe ich mal wieder Chat Plausible Generated Trash bemüht. Meine Frage lautete aus Gründen: "Was könnte sich hinter der Schmiererei "Poser Slum Rock" verbergen, die jemand auf das Werbeplakat einer Coverband nach dem Konzert geschrieben hat?" Die Antwort von ChatGPT lautete: Wenn jemand nach einem Konzert „Poser Slum Rock“ auf ein Werbeplakat einer Coverband gesprüht hat, dann ist das sehr wahrscheinlich eine abwertende, spöttische Schmiererei – kein offizieller Begriff, sondern eine Zusammenstellung von Wörtern, die negative Assoziationen wecken sollen. Hier eine mögliche Deutung der einzelnen Bestandteile: - Poser Im Musik- und Jugendkultur-Jargon bezeichnet „Poser“ jemanden, der nur „so tut als ob“, ein falsches Image hat. Der Begriff ist abwertend: Er wirft der/dem Betreffenden vor, nicht echt oder unauthentisch zu sein. - Slum Ein „Slum“ ist ein arm und vernachlässigtes Wohngebiet. In übertragenem Sinne soll es hier wohl Schmutz, Dreck oder minderwertige Qualität suggerieren. - Rock Bezieht sich entweder auf das Musikgenre Rock oder allgemein auf die Band/den Sound. Zusammengesetzte Deutung „Poser Slum Rock“ könnte also bedeuten: => Eine sehr unhöfliche Kritik an der Band, z. B.: Die Band sei unecht („Poser“), ihre Musik schlecht oder billig („Slum Rock“), also im Kern: „schlechter, unauthentischer Rock, gespielt von Posern“. Das ist kein gängiger Begriff in der Musikszene, sondern eher eine sarkastische Wortschöpfung, die jemanden beleidigen soll — vergleichbar mit Sprüchen wie „fake rock“ oder „Trash-Music“. Ich habe seinerzeit zum Vorpremierepublikum gehört und kann dazu nur sagen: "Wer immer das war... Der muss einen anderen Gig gehört haben als ich." Und die perfiden Arschkrampen der AfD "beschäftigen" sogar 80-Jährige, um Steuergelder abzugreifen.
Freitag, 13. Februar 2026 20:15Freitag, der 13.Ich habe mit 12 oder 13 mal einen Freitag, den 13. lang notiert, bei welchen Sachen ich Glück gehabt habe. Zum Beispiel, dass eine Schulstunde ausgefallen ist. Am Ende des Tages kam ich zu dem Schluss, dass das alles nur Aberglaube ist. Ich finde das witzig, weil das natürlich nur anekdotische Evidenz ist, aber auch interessant, dass ich eine kleine Studie gemacht habe. Ich hätte mehrere Freitage, die 13. analysieren müssen, um genügend Daten zusammen zu bekommen. Meine Konsequenz damals war, dass ich fortan nicht mehr an "Pechbringer" oder böse Ohmen glaubte. Aber an Glücksbringer schon noch, weil ich positive Gedanken haben wollte. Ich mag die Art, wie ich in dem Alter gedacht habe. Und die AfD ist übrigens sche*ße, weil Höcke Naziparolen auskotzt.
Mittwoch, 11. Februar 2026 16:28Wie ich zum Depeche Mode-Fan wurde... erkläre ich in diesem Post auf bluesky. Und hier gibt es noch ein Video von meinem 50. Geburtstag. Ich hatte mir den Traum erfüllt, im Amerikanischen Schulbus zum Partybus im Diner-Stil umgebaut zwei Stunden durch München zu fahren. Mit der Technik war ich etwas überfordert, weshalb ich keine Playlist zur Verfügung stellen konnte. Ich meinte einfach was rockiges und es war super. Aber ich wollte natürlich auch Depeche Mode hören. Sie hatten nur einen einzigen Song im Repertoire: Never let me down again. Aber das hat ja gut gepasst mit "I'm taking a ride with my best friend(s)". Florian hat mich dabei gefilmt, wie ich abgegangen bin. Und übrigens ist die AfD scheiße!
Mittwoch, 4. Februar 2026 20:08False MemorysIch habe die Ehre, in ein Poesiealbum schreiben zu dürfen, dass 1974 begonnen wurde. Sowas kann einem also auch mit über 50 noch passieren. So erwachsen kann ich also gar nicht sein. Ich habe im Zuge dessen in meinen alten Fotos gewühlt und war überrascht, dass die Besitzerin des Poesiealbums gar nicht mit meinen Mädelz mitte der 90iger mit auf dem Kaltenberger Ritterturnier dabei gewesen ist. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass sie dabei gewesen sein musste. Das erste Foto, dass ich von ihr gefunden habe, war aus dem Jahr 2000. Ich habe sie gefragt, ob sie sich noch erinnern kann, wann wir uns eigentlich kennengelernt hatten und tatsächlich war das erst Ende 1999 gewesen. Diesen Effekt nennt man False Memory, weshalb Zeugenaussagen auch schwierig sind und heutzutage ihnen auch kein so großes Gewicht mehr eingeräumt werden vor Gericht. Dieser Effekt tritt bei mir immer häufiger auf und manchmal habe ich Angst, dass das schon die ersten Zeichen von Demenz sein könnten. Sogar Erinnerungen, die nicht so weit zurückliegen, sind bei mir davon betroffen. So korrigiert mich Florian manchmal. Das ist mir dann ein bisschen peinlich, weil sich das so anhört, als würde ich lügen. Ich muss zugeben, dass von meinem Elefantengedächtnis, das ich als Teenager und junge Erwachsene hatte, auch kaum noch etwas übrig ist. Manchmal kann ich mich nichtmal erinnern, was ich vergange Woche so gemacht habe. Seit es Navis gibt, habe ich die Fähigkeit verloren, mir die Route im ADAC Atlas und Falk-Stadtplan (ja, ich kann den wirklich falten!) einzuprägen und einfach mal so eben ohne nochmal reinzuschauen ans Ziel zu fahren. Mit dem Internet ist es auch schlimm geworden, weil warum soll ich mir irgendetwas merken, wenn ich doch jederzeit nachschlagen kann? Und noch einen interessanten Effekt habe ich neulich bemerkt. Seit ein paar Wochen habe ich ziemliche Schlafprobleme, die sich langsam auch auf mein Hirn auswirken. Ich habe mal gelesen, dass sich das ähnlich wie Alkohol auswirken kann. Und mich neulich dabei beobachtet, wie ich wie ein Buch geredet habe, was für mich eher schweigsamen Typ doch eher untypisch war. Und dann habe ich auch noch aus heiterem Himmel angefangen zu singen, was ich normalerweise nur im Auto mache, wenn ich allein bin, weil das niemand hören will, und zwar den Song Waiting for the Night von Depeche-Mode. Ferdinand meinte dann, dass er den Song kennt, aber von Ghost. Um den Bogen nochmal zu False Memorys zu spannen. Eigentlich blogge ich täglich, manchmal auch mehrmals täglich, aber ich schalte die Blogeinträge nur selten online. Denn eigentlich blogge ich, um meinen Kopf leerzubekommen, damit ich nicht in irgendwelche Gedankenspiralen falle. Wenn ich das rausgelassen habe, dann beschäftigt es mich normalerweise auch nicht mehr. Und es ist auch sehr praktisch, denn dann kann ich immer nachschauen, wie dies oder jenes denn gewesen war. Manchmal bin ich dann selbst überrascht, wie sehr sich meine Erinnerung im Laufe der Zeit verändert haben. Mein Blog geht aber nur bis zum Jahr 2005 zurück (ich schalte alles nach spätestens 2 Jahren offline). Damals habe ich mich in meinen Lieblings-Blogger Florian Spitzohr verliebt. Unser ganzes gemeinsames, wundervolles Leben ist also auch in irgendeiner Form digital gespeichert. Dazu kommt noch ein großer Schatz an Fotos, denn seit wir zusammen sind, fotografiere ich digital und bin nicht mehr auf die 36 Bilder pro Film und die umständliche Aufarbeitung angewiesen. Ich blogge auch, um diese wunderbare Zeit festzuhalten. Die beste Zeit meines Lebens. Der erste Mann in meinem Leben, bei dem ich immer frei von Zweifeln war. Ich freue mich schon auf die nächsten Jahrzehnte, die ich in meinem Offline-Blog festhalten darf. Update 15.02.2026Nicht nur ich habe falsche Erinnerungen. Tommy erzählt, wann er nachts nicht schlafen kann, aber die Situation ist genau umgekehrt, seiner Frau passiert das so.
Freitag, 23. Januar 2026 23:59Hubert Zitt in der Sternwarte NürnbergZu Hause war mal wieder das Internet ausgefallen, weil der Anschluss schon wieder beschädigt wurde. Ich habe langsam den Eindruck, die wollen, dass wir zu Glasfaser wechseln. Ich habe deshalb die Reiseroute mit Handy und Tablet und WLAN-Hotspot über Handy irgendwie rausgesucht. Bis auf einen normalen Baustellenstau war die Fahrt problemlos und wir haben wieder unser obligatorisches Foto an der Saturn V in Nürnberg-Feucht geschossen. In der Sternwarte Nürnberg hatten wir uns für den Vortrag
Science && Fiction – Der Einfluss der Mondlandungen auf die Menschlichkeitvon Hubert Zitt angemeldet, der von der Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) e.V. organisiert worden war. Hubert hat sich sehr gefreut und uns gleich mit einer Umarmung begrüßt. Wir hatten uns gar nicht angekündigt, es war also wirklich eine gelungene Überraschung. Uns hat eine Monika angesprochen, die uns von der FedCon her kennt. Sie hat sich nochmal bei mir bedankt, weil ich damals spontan angeboten hatte, von ihr, ihrem Mann und Hubert ein Foto zu machen, worüber sie sich sehr gefreut hatte. Diesmal konnte sie sich revangieren und hat von uns ein Foto gemacht. Das doppelte &-Zeichen stammt aus der Programmiersprache. Wie immer hat Hubert viele Ausschnitte aus Filmen gezeigt. Begonnen hat er mit dem Song Whitey On the Moon von Gil Scott-Heron, in dem er sich Luft darüber macht, dass ein Haufen Geld dafür bezahlt wurde, um Weiße auf den Mond zu bringen, aber er als Schwarzer seine Arztrechnung nicht bezahlen kann. Das mal gleich zur Einstimmung. Er hat auch die Serie For all Mandkind (AppleTV) gelobt, die im März in die fünfte Staffel gehen wird. Dann ging es um den Film "Apollo 13" und auch um den Satz "Failure is not an option", der so nie gesagt worden war. Aber den größten Teil hat der wunderbare Film "Hidden Figures" eingenommen, der um drei wunderbaren Frauen Katherine Johnson (Mathematikerin), Dorothy Vaughan (Programmiererin) und Mary Winston Jackson (Ingenieurin geht, die maßgeblich dazu beigetragen haben, dass John Glenn mit der Mercury-Atlas-Mission einen Raumflug absolvieren konnte. In dem Film schlägt in meiner Lieblingsszene Al Harrison (gespielt von Kevin Costner) das Schild "Colored Ladies Room" von der Wand und sagt den berühmten Satz "Bei der NASA pinkeln wir alle in derselben Farbe". Gäsenhaut pur! Und es sind auch einige Tränen geflossen. Zum Schluss hat Hubert von der bevorstehenden Artemis-Mission gesprochen. Der erste bemannte Flug, der aber noch keine Landung auf dem Mond vorsieht, wird dieses Jahr zwischen Februar und April stattfinden. Er hofft, dass dies die Menschheit vielleicht wieder zusammenschweißen könnte, wenn Bilder um die Welt gehen werden, auf denen man nur den blauen Planeten sieht, auf denen keine Grenzen sichtbar sind. Er meinte, man solle die Hoffnung niemals aufgeben, insbesondere nicht in Zeiten wie diesen. Anschließend haben wir den Abend noch im griechischem Restaurant Charisma ausklingen lassen. Dabei waren viele Leute, die wir auch von der FedCon kennen. Eine Frau hat erzählt, dass sie lange mit der Band Sarlacc Survivors aktiv war, es eine schöne aber anstrengende Zeit gewesen war, dann kamen die Kinder... Ich erinnerte mich, dass ich im Aufzug vom Sheraton-Hotel zu einer Twi'lek der Band gesagt hatte: "Die Orangenhaut solltest du mal von einem Arzt anschauen lassen." Sie antwortet: "Ja, das war ich!" Ich entschuldigte mich umgehend für den schlechten Witz, den sie wahrscheinlich noch nie nicht niemals gehört hatte. Später meinte Florian, dass ich vielleicht einer False Memory aufgesessen war, denn seiner Erinnerung nach hatte den Witz unser Freund Nobbse gebracht. Ich erlebe das öfter und erschrecke dann jedes Mal, weil ich dann Angst habe, dass so vielleicht Demenz beginnt. Aber ich glaube, dass ist ein normaler Effekt. Ich wundere mich immer, wenn ich alte Sachen nachlese, sei es im Blog oder gar in einem hangeschriebenen Tagebuch, dass ich mich überhaupt nicht an die Dinge erinnern kann oder manchmal auch eine vollkommen andere Erinnerung habe. Es war ein wunderbarer Abend mit ganz vielen wunderbaren Menschen. Es lohnt sich wirklich zu schauen, ob wir Hubert nicht auch auf kleinen Veranstaltungen sehen können. Rosenheim hatten wir 2025 leider nicht geschafft, weil ich eigentlich auf Dienstreise hätte gehen sollen (aber dann krank wurde). Da war Nürnberg eben auch naheliegend und hat zeitlich besser gepasst. Damit endete unsere Woche mit drei kostenfreien, aber phantastischen Vorträgen.
Sonntag, 28. September 2025 20:01Transrapid-BesucherzentrumWeil wir zufällig in der Nähe waren, sind wir zum Transrapid-Besucherzentrum gefahren. Es war schönes Wetter und wir haben uns ausgiebig mit der Matterie auseinander gesetzt und sind auch ein kleines Stück die ehemalige Teststrecke entlang gelaufen. Wir hatten den Eindruck, dass der Förderverein davon träumt, dass der Transrapid eines Tages DAS Verkehrsmittel werden wird und alle Probleme schöngeredet (Wirtschaftlichkeit) oder ausgeblendet (Unfall mit einem Werkstattwagen). Hätte sich die Technik durchgesetzt, gäbe es nicht nur einen einzigen in Shanghai. Angeblich soll die Strecke seit 2019 erweitert werden. Damals war ich gegen den Bau des Transrapids zwischen Bahnhof und Flughafen in München, insbesondere weil kein Geld für Kitas da war. Die Kitas sind mittlerweile in einer noch schlechteren Verfassung, aber statt die Vermögenssteuer wieder einzuführen, fällt dem Staat nur ein, das Bürgergeld sanktionieren zu wollen. Allerdings bin ich nicht grundsätzlich dagegen, dass der Staat in neue Technologien investieren sollte.
Montag, 25. August 2025 20:58WeimarDieses Wochenende haben wir uns mit Freunden in Weimar getroffen. Wir hatten ein dicht gepacktes Programm, viel gesehen, gegessen und gelacht. Freitag, 22. August 2025Am Freitagnachmittag haben wir einen Zwischenstop in Erfurt gemacht, um den neu eröffneten Brotladen (Bernd das Brot) heimzusuchen. Dort haben wir einiges gekauft. Dafür habe ich zum ersten Mal in Werner's Head Shop nichts gekauft. Nachdem wir in Weimar in unser Stammhotel B&B eingekehrt waren, gab es erst einmal Abendessen im El Burrito. Dort haben wir eine selbstgehäkelte Patchworkdecke im Klemmbaustein-Design geschenkt bekommen. Nun kann Florian über Noppensteine laufen, ohne sich die Füße wehzutun. Samstag, 23. August 2025Nach dem Frühstück ging es erst einmal ins Bauhaus. Die Geschichte der Hochschule für Baukunst ist auch eine Geschichte des Nazionalsozialismus. Mir gefällt das klare, funktionale Design der Möbel. Ich hatte auch einmal ein paar von diesen klassischen Freischwingern, die auch erstaunlich bequem waren. Nur das Kunstleder hat sich irgendwann aufgelöst. Es gab auch eine schöne Interviewsammlung zum Thema "Weltbürger":
Ich frage mich, ob die flächigen Bilder mit schwarzen Linien und weißen, gelben, roten und blauen Rechtecken etwas mit Piet Mondrian zu tun haben. Und ob Jacqueline White aus "Unbreakable Kimmy Schmidt" einen Original-Mondrian in ihrem Appartment hängen hatte. Anschließend waren wir im Haus der Weimarer Republik. Politische Bildung, so wichtig, für eine stabile Demokratie. Im Obergeschoss war eine Sonderausstellung über Sport und die Olympischen Spiele. Mittagessen gab es in der Pizzeria Napoli. Ich hatte noch keinen großen Hunger und deshalb nur eine Suppe und ein Tiramisu gegessen. Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek mussten wir leider streichen, weil keine Tickets an der Kasse mehr verfügbar waren. Ich wollte sie aber nicht im Voraus kaufen, da ich nicht genau wusste, wieviele Leute wir sind und wieviele dort überhaupt reingehen wollen. Wir haben einfach beschlossen, noch einmal nach Weimar zu fahren. Statt dessen sind wir in das Weimar Naturalien gegangen und haben wieder ziemlich viel eingekauft. An der Kasse lebt die "dicke Heidi", eine Madagaskar-Fauchschabe, in einer Kokosnussschale mit Mesokarp. Unser traditionelles Gruppenfoto haben wir am Shakespeare-Denkmal gemacht, weil wir es witzig fanden, dass in der Goethe- und Schillerstadt ein Shakespeare-Denkmal steht. Dabei entstanden noch eine Menge lustiger und epischer Bilder. Nach einem schönen Spaziergang im Park haben wir dann im Franz & Willi Burgerhaus gegessen. Leider war meine Reservierung vom April verschütt gegangen, aber es hat dann spontan doch geklappt. Wir saßen erst im Biergarten, aber weil es doch etwas kühl war, wurden wir tischeweise nach drinnen geholt, sobald wieder einer frei geworden war. Anschließend sind wir noch im Cielo eingekehrt, wo wir mit Cocktails den Abend ausklingen ließen. Dort haben wir eine sehr coole Bedienung kennengelernt, die wir gleich für ein Projekt rekrutieren wollten. Schöne Dinge können hier kommen, wenn alles klappt. Außerdem haben wir gleich Pläne für das nächste Jahr geschmiedet und schonmal das Wo & Wann geklärt. Das dreiköpfige Orga-Team (nicht wir) wird das toll machen! Bei unseren jährlichen Treffen hat bisher jedes Jahr jemand anderes die Orga übernommen und wir besuchen sozusagen reihum unsere Wohnorte. Nein, wir wohnen nicht in Weimar, aber wir haben mit unseren Freunden aus Weimar das Wochenende geplant. Florian hat noch eine Postkarte eingeworfen. Die hätten wir als solche gar nicht erkannt, weil sie rot war statt gelb. Das war ein Insidertip. Sonntag, 24. August 2025Der Sonntag war dann nicht mehr so dicht getaktet. Zum Frühstück hat unser Fotograf sein Meisterwerk signiert, dass seit unserer Renovierung im Schlafzimmer hängt. Vormittags waren wir im Bienenmuseum. Dort gibt es auch sehr guten Honig im Hofladen. Es gibt den Innenbereich, das Museum, und den Außenbereich, den Garten mit bienenfreundlichen Pflanzen und den Bienenstöcken. Das Café Bienenstock hat sehr leckere Speisen und dort kann man auch feiern und Catering bestellen. Netterweise durften wir uns noch an den Resten eines Hochzeitsbuffets bedienen. Danach haben wir dort noch eine kleine Pause eingelegt, bevor es zum letzten Programmpunkt überging. Wir hatten Buchenwald an das Ende gelegt, weil der Programmpunkt sehr umstritten war. Einige sagten bereits im Vorfeld, dass sie das sich nicht antun möchten. So konnten sie entweder bereits den Heimweg antreten oder etwas anderes anschauen. Ich finde es aber immer wieder wichtig, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Nie wieder ist jetzt! Abendessen gab es diesmal im Sächsischen Hof, wo wir einen Vierer-Pärchenabend hatten. Die meisten hatten bereits die Heimreise angetreten. Ich hatte Appetit auf Rotkohl mit Klößen, aber ohne Fleisch, weil ich auswärts normalerweise vegetarisch esse. Das war überhaupt kein Problem. Als ich dann noch beide Desserts im Weckglas essen musste, hatte ich meinen Rekord aufgestellt: Fünf Desserts an einem Tag, wenn man die Torte vom Bienenstock mitrechnet. Danach wollte ich aber nur noch ins Bett, so platt war ich. Montag, 25. August 2025Am Montag waren wir nur noch zu viert beim Frühstück. Florian hatte sein Notebook dabei, auf dem er Linux installiert hatte. Aber weil das Notebook einen 4K-Bildschirm hat, konnte er die Schrift nicht lesen, weil sie mini-mini-mini war. Aber mit Hilfe des anderen ITlers ist es dann gelungen, dem Betriebssystem die korrekte Bildschirmauflösung beizubringen. So ist Florian ein Schritt näher an seiner Befreiung von Microsoft. Sein neues Fairphone soll auch google-frei bleiben. Ich bewundere seine Beharrlichkeit. Ich bin da leider etwas zu bequem. Die Heimfahrt verlief wieder ohne Probleme.
Samstag, 5. Juli 2025 17:14The Spirit of No Name City in PoingNo Name City in Poing habe ich leider nie besucht. Das ist ein mahnendes Beispiel, wie aus "irgendwann" ein "nie" wird. Man bereut im Leben immer nur die Dinge, die man nicht getan hat. Und manchmal stelle ich mir vor, wie ich dort vielleicht aus den Socken gefallen wäre, hätte ich Tommy in einer Stuntshow erkannt. Als Florian neulich ein Poster als Werbung für The Spirit of No Name City auf dem Weg zum Supermarkt gesehen hatte, haben wir das natürlich gleich eingeplant. Heute waren wir dort. Das kleine Festival fand auf dem Außenparkplatz des CityCenter Poing statt. Es bestand aus einem Verkaufsstand für Cowboyhüte, schlichten Kulissen, Essensständen, ein paar Spielen wie Stiefel werfen, einem Bullriding und einer Bühne mit Tanzfläche. Es gab ein klein wenig Westernfeeling. Wir haben auch jemanden vom Trekdinner getroffen. Er hat erzählt, dass das Festival dieses Jahr wegen der Baustelle sehr klein ist und normalerweise auch noch zusätzlich auf der Straße stattfindet. Dieses Jahr konnte die Straße aber wegen der Baustelle nicht gesperrt werden, sonst hätten die Autos nicht in das Parkhaus vom CityCenter fahren können. Für nächstes Jahr haben wir uns dann gleich mal verabredet, damit wir das Festival nochmal in voller Größe erleben können. An Pullman City in Eging am See oder das El Dorado in Templin kommt das natürlich nicht heran. Für Countrymusik hat Ronny Nash gesorgt, während auf der Tanzfläche das Publikum zu Linedance eingeladen war. Mad-hias unterhielt als Jongleur und Feuerkünstler und machte einige Seitenhiebe gegen Rechts. Als wir gehen wollten, beeindruckten uns noch die Wild West Girls e.V. and Boys mit ihrem Cancan und Michi mit seiner Kinderschminke. Die Show mussten wir dann noch zu Ende sehen.
Samstag, 27. Mai 2023 23:48FedCon 31 - Tag 2Heute sind wir bereits 8:00 Uhr aufgestanden, aber das war fast zu knapp, um rechtzeitig um 10:00 Uhr zu Hubert Zitt zu gehen, weil im Frühstücksraum echt die Hölle los war. Der Vortrag ging über die Fehler in Star Trek, den wir eigentlich auch schon kannten. Aber die Vorträge von Hubert kann man sich immer wieder anhören. Er hat Captain Kirk und Jens Dombek hat Spock in einem Film von James Cawley gesprochen, damit auch Leute, die nicht so gut englisch können, das anschauen können. Danach waren wir nochmal im Händlerraum und haben die Art Show angeschaut. Sven Kinader macht auch Tattoos. Dann mussten wir ein bisschen in unser Zimmer und uns ausruhen. Wash meint zwar, meine Haare sähen mit dem Silberspray super aus, aber ich bin halt keine 25 mehr... Es war etwas verwirrend, wer wie wann wo was macht. Es hieß erst, dass wir uns 14:30 Uhr für ein kurzes Closing Video treffen würden, das ist dann aber auf 19:00 Uhr verschoben worden. Wir waren dann 15.00 Uhr im LGT-Studio, wo es einen Live-Podcast mit Jedipedia Echo 3 an Echo 7 gab. Allerdings redeten sie dann anfangs nur über Highlander (Sean Connery und Christopher Lambert). Moritz ist 21 Jahr alt und konnte mit Highlander nichts anfangen. Oder mit Demolition Man und den drei Muscheln. Das macht aber nichts. Man muss nicht alle alten Klassiker anschauen. Als dann über Rogue One gesprochen wurde und über Feuchtgebietssturmtruppler, sind wir wieder zum ESA-Panel gegangen, das 17:00 Uhr los ging. Das Interview mit Jens Dombek werde ich dann hoffentlich als VOD nachschauen können. Das war auch alles sehr interessant. Für die Landung von Marsrover und anderen Sonden ist eigentlich nur die Äquatorialgegend geeignet, weil nur dort genügend Sonnenstrahlen für die Solarpanele einfallen und nur dort die Atmosphäre dicht genug für die Bremsfallschirme ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist 2028 der Mars der Erde so nahe, wie nur einmal in 60.000 Jahren, weil die Flugbahnen nicht ganz auf der gleichen Ebene sind, so dass das tatsächlich "quiet an opportunity" ist für eine Marsmission. Danach bin nur ich zum Buffet gegangen, Florian ging es leider nicht gut und er hat seinen Voucher QChris gegeben. Es war wieder sehr lecker, besonders die Pastinakensuppe. Aber so ganz allein essen ist auch doof. Florian hat sich inzwischen im Zimmer etwas ausgeruht. 19:00 Uhr haben wir dann endlich etwas für das Closing Video gedreht und ein LGT-Gruppenfoto gemacht. Danach saßen wir nur noch im Hauptsaal und haben das Ende von Terry Farrells Panel gesehen und Richard Dean Anderson. Danach kam dann nochmal die ESA-Crew und hat Fragen beantwortet. Dabei war das beliebteste Thema der Mars und Sex im All. Naja... Ich fand die interessanteste Frage, welches die Lieblingsbücher seien. "The Martian" war sehr beliebt bei den ESA-Mitarbeitern. Und "Contact" von Carl Sagan. Der letzte Programmpunkt war dann der Cosplay Catwalk, der wieder ohne Jury stattfand. Ich denke, dass es der Show gut tut, wenn der Rivalitätsgedanke wegfällt, sondern man einfach nur Spaß hat, sein Kostüm zu zeigen. Shelley und Caspar trugen Kostüme aus Logan's Run, auch so ein alter Klassiker. Vielleicht mache ich mal einen Zusammenschnitt aus den ganzen sexistischen Szenen. In Logan's Run sucht sich ein Mann aus einer Art Aufzug eine Frau für den Abend aus. In Soylent Green gehört eine Frau zur Einrichtung der Wohnung. Und auf dem Raumschiff von Captain Future ist es die rothaarige Frau, die die Mannschaft bekocht. Soetwas gibt es heute nicht mehr. Zwischendrin hat sich eine Frau auf die Bühne geschlichen, die behauptete, Elon Musk würde die FedCon bezahlen. Warum hat eigentlich niemand gebuht? Sehr seltsamer Auftritt. Im Foyer haben sich dann alle LGTler zusammengefunden, aber wir haben uns in unser Zimmer zurückgezogen. Florian geht es immer noch nicht besser und Anna war so lieb, uns Iberogast auszuleihen. Stress und das ungewohnte Essen... Dabei haben wir Thomas und Steffen in einem sehr knalligen Outfit mit leuchtenden Schuhsohlen verpasst. Thomas' Anzug erinnerte mich an einen Vorhang, den wir in den 70igern in Berlin hatten. Aber wenn man sich nicht fit fühlt, macht es auch keinen Spaß, auf die Party zu gehen.
Sonntag, 7. Mai 2023 21:39The WhaleDer Film The Whale hat zwei Oscars gewonnen, einmal für die beste Hauptrolle (Brendan Fraser) und einmal für die Maske. Das ist normalerweise kein Kriterium für mich, ob mich ein Film interessiert, aber in dem Fall interessierte mich auch das Thema etwas. Und in einem Interview hat Brendan Faser auch gesagt, dass Menschen mit solch enormen Übergewicht nicht schwach sind, sondern dass sie sehr stark sein müssen, um jeden Tag weiterzuleben. Der Film zeigt eigentlich sehr deutlich, dass die Ursache für Übergewicht häufig in der Psyche liegt. Manche Menschen reagieren mit Appetitlosigkeit, manche eben mit Kompensation durch Essen. Und wenn das außer Kontrolle gerät, dann kann es zu extremer Adipositas führen. Das ist natürlich nicht die einzige Ursache, es gibt auch Stoffwechselerkrankungen, Hormonstörungen, Medikamentennebenwirkungen und genetische Faktoren, aber das ist hier nicht das Thema. Wie sieht so ein Leben aus? Man verlässt die Wohnung nicht mehr. Der Weg vom Sofa zum Klo und zum Bett und wieder zurück ist eine Tortur. Essen wird geliefert oder von Freunden/Verwandten gebracht. Man schafft es nicht mehr, heruntergefallene Gegenstände/Müll aufzuheben. Man möchte nicht, dass irgendjemand einen so sieht. Lustig fand ich dann den Auftritt von Samantha Morton interssant. Ich kannte sie nur als Alpha von Walking Dead. Ich fand es erstaunlich, dass Charlie zumindest eines nicht war: Einsam. Er bekam Besuch von einer guten Freundin, die sich auch um ihn kümmerte, seiner Tochter, seine Ex-Frau, sogar der Pizzabote. Und er hat einen Job, wo er 100% im Homeoffice arbeiten kann und auch gut verdient. Ich denke, dass ist eher selten der Fall. Fazit: Durchaus bedrückender Film, sogar mit einer gewissen Handlung. Der Oscar sei gegönnt. Noch ein Wort zum Kino. Wir waren im Filmstudio in Ottobrunn. Das ist im Wolf-Ferrari-Haus, aber das steht draußen nirgends dran. Wenn man reingeht, dann ist ein A4-Blatt laminiert an einer Säule, das darauf hinweist, dass sich das Kino im Keller befindet. Dort gibt es Tickets, aber weder Knabbereien noch Getränke. Die muss man selbst mitbringen. Aber es sind Kinosessel. Ich kann mich erinnern, dass ich vor Ewigkeiten mit meinen Eltern mal dort gewesen war und "Herbstmilch" angeschaut hatten. Damals saßen wir auf gewönlichen Stühlen und mir hat anschließend alles wehgetan.
Sonntag, 19. März 2023 23:15Sandra schaut...[Werbung - und nein, dafür bekomme ich kein Geld] Onward (Disney+)
Am Sonntagabend hatten wir mal wieder Lust, einen schönen Film anzuschauen. Unsere Wahl fiel auf Onward. Der Welt ist die Magie abhanden gekommen. Der Elfenjunge Ian bekommt kurz nach dem 16. Geburtstag einen Zauberstab geschenkt, mit dem er für einen Tag seinen verstorbenen Vater zurückholen kann. Doch etwas geht schief und es materialiseren sich nur dessen Beine. Gemeinsam mit seinem großen Bruder Barley begeben sie sich auf einen Ein schöner Film, auch wenn ich das Gefühl habe, dass Pixar seit der Übernahme durch Disney nicht mehr ganz so epische Geschichten bringt. Es wirkt alles nach gleichem Strickmuster gefertigt. WTF-Talk #003: ReichsbürgerAuch ein interessantes Thema: Reichsbürger. Wenn man sich vom Staat nix sagen lassen mag, kann man einen Piratensender auf einer verlassenen Bohrinseln gründen. Kein Staat ist 100%ig souverän. Richter Ralf Neugebauer erklärt, dass es eine grundlegende Fehlannahme der Reichsbürger ist, dass sie glauben, dass Recht total formalistisch ist. Recht ist aber etwas faktisches. Das heißt dass man keinen Friedensvertrag haben muss, um sich im Frieden zu befinden. Das nächste Thema ist "Amokläufe". Twitch WildMics #nachsitzen #006 | Cultural Appreciation in MusicZu Gast war Dara Starr Tucker. Das Gespräch fand komplett auf Englisch statt. Daher hat irgendwann auch der Chäd auf Englisch umgeswitcht. Es waren über 4.200 Zuschauer. Dara said that the Orange Guy showed the people that it is okay to be an asswhole. The loud minority is scary. Music was a way to get out of the disadvantages that black people still faced after slavery was over. And when white people (e.g. Elvis Presley) took that away, it hurt. There was not an own culture, not African, they had to create something new. That was the Music. People didn't know the originals from the Beatles songs. White people took from the black people to earn money, but never gave anything back. The word "woke" comes from the black community. Dara says it is so important to educate people and she appreciates what Tommy, Alexa and Alexander do. An then Dara said in German: "Danke für die Einladung!" Dara hat auch eine eigene Website: https://www.daratucker.net/ Die Anstalt vom 14. März 2023... über das deutsche Polizeiwesen. Twitch WildMics HOAXILLA RE:Live #002 | Elektrosmog und HandystrahlungDas Thema ist immer noch aktuell: Elektrosmog und Handystrahlung. Und die Reaktionen auf den alten Podcast von 2010 zu sehen. Man muss halt manchmal einfach machen. Perfektionismus wäre hier nur hinderlich. Und wenn man die Entwicklung bis heute nachverfolgt, dann ist es schon erstaunlich, was daraus geworden ist. Es wurde auch über die alte Website und das Forum gesprochen und wieso das wieder eingestampft wurde. Und als die GW*P erwähnt wurde, wurden kurz die Gesichter ein bisserl lang. Hoaxilla sind aber schon lange ausgetreten. Aber das allerwichtigste war die Ankündigung, dass es bald irgendwann mal etwas mit Noppen geben wird. Das wird bestimmt ein ganz besonderes Schmankerl ;-) Da das Wort im Bayerischen Wörterbuch vorkommt, würde ich mal behaupten, dass Alexander seiner Zeit schon voraus war und sich damals eben schon auf den Einbürgerungstest für das Voralpenland vorbereitet hat. Aber ich bin mal ganz still. Nur meine Oma aus Sachsen hat behauptet, ich würde Bayerisch sprechen :D Twitch WildMics #AlleBekloppt #028Diesmal ging es auch um Post Covid und wie man da mit Einladungen zu Familienfeiern oder wie bei Tommy zum Klassentreffen (wir warenn nicht in der gleichen Klasse, er war auf der Realschule, ich im Gymnasium) umgeht. Alexander hat auch etwas Schönes gesagt, nämlich dass man eben ein gewisses Energiekonto hat, und dass man es nicht überziehen sollte. Das klappt bei mir immer besser, seit ich immer mit dem Wichtigsten beginne und dann die weniger wichtigen Sachen auch mal vor mir herschieben kann. Und das "Akku auffüllen" ernster nehme. Ich hatte nach Covid auch viele Wochen mit Kreislaufproblemen und Erschöpfung zu kämpfen. Jetzt geht es langsam wieder. Das nächste #nachsitzen wird eine "Ask us anything". Wer sich nicht mit dem Thema Krieg auseinandersetzen möchte, bitte nicht weiterlesen. Auslandsjournal vom 15. März 2023
Dienstag, 27. September 2022 21:02Pre-Opening The Lego StoreGanz lieben Dank an Daniel und Schwabenstein, die uns dieses VIP-Event ermöglicht haben. Offiziell wird der Lego-Store erst am 29.09.2022 eröffnet, doch wir durften schon zwei Tage vorher rein. Einerseits wurde die Technik mit uns als Friendly User getestet, andererseits gingen die zahlungskräftigen AFOLs von Bricking Bavaria, Schwabenstein, SwissLUG und wie sie alle heißen nicht ohne gelber, großer Papiertüte raus. Von Dallmayr wurden alkoholfreie Getränke gereicht, u.a. eine Variation des Bavaria Sprizz mit Almdudler. Und man traf das eine oder andere bekannte Gesicht. Ich war bereits 1,5 Stunden vorher da, weil es sich nach der Arbeit nicht gelohnt hatte, nach Hause zu fahren. Ich habe ein wenig das Treiben am Marienplatz und auf der Kaufingerstraße beobachtet, einen leckeren Crêpe mit Nutella und Banane gegessen und den Elbenwald besucht, der drei Mal größer ist als der im PEP. 18.00 Uhr ging es los, da war Florian dann auch pünktlich da. Wir wurden auf der Liste abgehakt und durften dann über den roten Teppich durch einen Nebeneingang hinein. Die Security fischte ein paar Leute raus, die nicht auf der Liste standen, die wohl aber in nicht böser Absicht einfach rein gegangen waren. Florian bekam den allersersten Stempel vom Store in seinen Pass rein. Der war kurz zuvor noch originalverpackt gewesen. Juhu! Ein paar Mitarbeiter sind vom Lego-Store Barcelona da gewesen, um die Crew zu unterstützen. Manche sprachen echt gut deutsch. Ansonsten halt englisch. Alle waren sehr freundlich und gut drauf. Ich musste so lachen, weil der Store ein einziges Klischee war, voller Dirndl, Lederhosen und Brez'n. Ich vermute mal, dass es in Zukunft in erster Linie die Touristen anlocken soll. Der Drucker, mit dem man einen Torso nach individuellen Wünschen hätte bedrucken können, litt leider mehrmals unter Stromausfall. Die Sicherung flog immer wieder raus, weshalb wir das erst einmal auf einen späteren Besucht vertagten. Florian hat sich dann doch gegen die neue Ritterburg aber für das Medieval Blacksmith-Haus entschieden. Wir haben nach wie vor das Problem, dass uns der Platz ausgegangen ist. Und bis die Jungs irgendwann mal ausziehen, wird es sicher noch ein paar Jahre dauern. Aber ich möchte sie nicht einfach vor die Tür setzen, das habe ich selbst erlebt. Die beiden dürfen so lange zu Hause wohnen, wie sie möchten. Deshalb muss Florians Brickoseum noch ein Weilchen warten. Es war ein sehr schönes Date mit meinem Mann gewesen :)
Freitag, 26. August 2022 23:59RTL Samstag Nacht - Das WiedersehenUm vier sind wir bereits vor dem Studio mit der Hausnummer 22 in Köln gestanden und haben auf Wolfgang gewartet. Wegen unserer Brickgespräch-T-Shirts hat man uns sofort erkannt und gefragt, ob wir Sandra und Florian wären. So warteten wir gemeinsam auf den Fahrdienst. Wegen den Stufen vor dem Studio hat sich Florian schonmal vorab erkundigt, wo Wolfgang denn rein könne. Da sagte man ihm, dass alles ebenerdig sei. An die Stufen vor dem Eingang hatte man nicht gedacht. Aber er solle sich nochmal melden, wenn Wolfgang eingetroffen ist, dann könnte er mit ihm durch den Seiteneingang fahren. Als er dann endlich da war und von seinem Begrüßungskommitee geknuddelt worden war, ist Florian mit ihm durch den Seiteneingang, wo er kurz Sophia, Alexa und Alexander Hallo sagen konnte. In der Schlange standen auch Lydia, Sebastian und Steffi. Die Abholung durch den Fahrdienst hatte Wolfgang für 22:00 Uhr bestellt. So genau wusste aber niemand, wann die Show zu Ende sein würde. Auf der Website von Endemolshine waren die Informationen hierzu eher dürftig, aber wahrscheinlich kann man höchstens die Mindestdauer angeben, wie lange eine TV-Aufzeichnung dauern würde. 22:00 Uhr kam mir aber schon sehr knapp vor. Im Foyer hatte ich gehofft, noch etwas essen zu können, aber es gab irgendwie Fritz-Cola (die ganz okay ist), Quinoa-Salat, Foccacia und halb-vegane Wraps. Letzterer war zwar lecker, aber nur was für den hohlen Zahn. 17:00 Uhr begann dann die Ticketausgabe. Ich fand den Bestellvorgang schon seltsam, weil man seine Tickets reservieren, dann bezahlen, und dann nochmal in einem engen Zeitfenster vom 20.-23.08. bestätigen sollte. Zumindest hatte es dann den Vorteil, dass wir sieben zusammen sitzen konnten, weil die Plätze erst am Abend vergeben wurden. Außerdem gab es in den Reihen keine freien Plätze zwischendrin, was vielleicht blöd ausgesehen hätte bei Kamerafahrten über den Köpfen des Publikums hinweg. Weil das so ein Megaevent war, hatten wir keine Lego-Figuren mitgebracht, außer der für Wolfgang. Allerdings hatten wir die noch in unseren Rucksack verstaut (den wir an der Garderobe abgegeben hatten) und wollten sie ihm nach der Show geben. Wir saßen in der vierten Reihe ganz rechts, wo zwei Stühle statt nur einer fehlte. Der nette Mitarbeiter von der Platzzuweisung hat mir dann aber schnell wieder einen geholt. Die Show war toll. Und lang. Mit vielen Gästen. Wann genau RTL Samstag Nacht - Das Wiedersehen ausgestrahlt wird, wissen wir noch nicht. Aber ich freue mich schon wie blöd darauf. Ich saß neben einem Publikums-Micro. Als ich damals, als ich noch jung war, mal bei einer Aufzeichnung der Talkshow "Gottschalk" im Bavaria Studio gewesen war, der Sendung, in der die kleinste Frau und der größte Mann Deutschlands eingeladen waren, hatte man mein Lachen aus dem Publikum herausgehört. Leider habe ich das Video nicht mehr, das ist bei der Entsorgung meiner VHS-Sammlung wohl flöten gegangen. Ich bin gespannt, ob mein Lachen auch herauszuhören sein wird. Früher fand ich Far Out! Extreme... irgendwas nur mäßig lustig, aber diesmal habe ich mich scheckig gelacht. Vielleicht war ich damals für diese Art von Humor noch nicht reif genug. Oder noch nicht verspielt genug. Um 22:00 Uhr war die Aufzeichnung noch lange nicht vorbei. Erst kurz nach 23:00 Uhr ging sie dann zu Ende und Wolfgang ist mit seiner Begleitung schnell raus. Glücklicherweise war der Fahrdienst noch da und hatte gewartet. Aber genießen konnte er die letzte Stunde nicht mehr. Das war sehr schade gewesen. Da man auch kein Handy mit reinnehmen durfte, konnte er auch nicht Bescheid geben, dass es etwas länger dauert. So konnten wir uns auch nicht mehr richtig verabschieden und eine Fotosession gab es auch nicht mehr. Das mit der Inklusion üben wir nochmal. Wir haben auch nicht viel länger gewartet, weil uns mittlerweile der Magen in den Kniekehlen hing. Und gefroren hatte ich auch, weil sich in den Studios inzwischen keine Hitze mehr wegen der Scheinwerfer anstaut. Statt dessen saß ich mitten im Luftzug der Klimaanlage. Zumindest hatte ich noch mitbekommen, dass Tommy gerufen hatte: "Wo ist meine Frau? Meine richtige Frau?" Was er damit gemeint haben könnte, erfahrt ihr, wenn ihr die Sendung anschaut. Sobald ich weiß, wann sie ausgestrahlt wird, gebe ich nochmal Bescheid. Samstag, 27. August 2022Am nächsten Vormittag haben wir Wolfgang dann zu Hause besucht und ihm seine Lego-Figur gebracht. Und das haben Alexander und Tommy nach der Show gepostet. Hachz!
Sonntag, 20. Juni 2021 20:53Sandra schaut...[Werbung - und nein, dafür bekomme ich kein Geld] Fuller HouseAuch wenn es heißt, Horror- oder Zombiefilmseriengucker würden besser durch die Corona-Krise kommen, muss ich sagen, dass ich seit einem Jahr nicht mehr so wahnsinnig viel Lust auf Dystopisches hatte, dazu war ich zu wirr im Kopf, zumindest die ersten Wochen. Da es zahlreiche Aufgüsse alter Sitcoms gibt, habe ich mal Fuller House angeschaut. Full House habe ich gemocht, weil ich DJ so toll fand und John Stamos süß. Die Serie ist auch locker flockig anzusehen. DJ ist eine tolle Frau geworden, aber Candace Cameron Bure verbringt wahrscheinlich auch sehr viel Zeit im Fitnessstudio (wo mich keine zehn Pferde reinbekommen), was sie in einer Folge eindrucksvoll unter Beweis stellte, als sie im Wohnzimmer Liegestütze machte. Bei mir würde das eher so aussehen. Und John Stamos ist immer noch hübsch anzusehen, wobei sich mein Männergeschmack aber gänzlich geändert hat. Das Haus im viktorianischen Stil hat mir schon immer gefallen. 2013 haben wir in einem viktorianischen Hotel auf Key West einige Tage verbracht. Auch wenn es mich schon immer gestört hat, dass der Grundriss vom Studio nicht zur Fassade passt. Dort wo die Treppe nach oben führt, ist nämlich der Zwischenraum zum Nachbarhaus. Und es gibt keinen Dachboden, den man für Onkel Jesse und Becky hätte ausbauen können. 2016 hat der Produzent der Serie das Haus für 4,15 Mio. US-Dollar erstanden und renovieren lassen. 2020 hat er es dann für 5,25 Mio. US-Dollar wieder verkauft. Innen hat es keine Ähnlichkeit mit der Serie, es ist aber sehr schön und modern geworden. Aber wer möchte schon ein Haus haben, vor dem sich alle Nase lang Touristen fotografieren lassen? Die Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen, die damals Michelle gespielt hatten, wollten nicht noch einmal in der Serie auftreten. In der ersten Folge haben sich auch alle Tanners und Fullers mit verschränkten Armen aneinandergereiht und böse in die Kamera geblickt, hat aber nichts genutzt. Kurzzeitig bemühte man sich um die Schwester Elizabeth Olsen, die ist aber durch die Marvel-Filme so zum Star geworden, dass sie auch kein Interesse an einer Sitcom hatte. Die hätte mir als erwachsene Michelle tatsächlich besser gefallen, weil sie nicht aussieht wie eine Vogelscheuche. Lori Loughlin (Tante Becky) trat in der letzten Staffel nicht noch einmal auf, was vielleicht auch mit ihrem Gefängnisaufenthalt zu tun gehabt haben mag. Naja, ich kann das verschmerzen. Schmerzen hatte ich jedoch in den Füßen, wenn ich die Schauspielerinnen sah, wie sie ständig mit High Heels durch die Gegend liefen. Nichts für mich... Nette Serie, kann man schonmal angucken, muss man aber nicht. Twitch WildMics #Ferngespräch #066 - Früher war alles besser!!!Das ist ja immer ein Thema, dass früher alles besser gewesen sein soll. War es nicht, und an Beispielen wie Frauenrechte und Medizin wird das in diesem Ferngespräch gut veranschaulicht. Wieder einmal sehr sehenswert! Twitch WildMics #Pärchenabend #009 - Die Party, über die sich alle freunBei diesem Pärchenabend ging es u.a. um Intervallfasten. Und Bettpfannen am Rande. Ich bin ja kein Freund von irgendwelchen Essensregeln. Für mich gibt es eigentlich nur eine Regel: "Ich ess nur Kalorien, die mir schmecken!" Und dann bin ich froh, dass ich einen kleinen Magen habe, dann ist das alles nicht so kritisch. Obwohl ein paar Kilo weniger natürlich trotzdem schön wären... Hoaxilla #206 – "Herr Balder und Wunsch-Bullshit"Es geht in dem Interview aus dem Jahr 2017 über The Secret und Bestellungen beim Universum. Inzwischen bin ich auch etwas skeptischer geworden und glaube, dass die Quantenphysik und Wunscherfüllung nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Ich finde den Ansatz von Nana Walzer von den Ferngesprächen inzwischen besser, die besagt, dass man wach durch's Leben gehen sollte, dankbar sein für das was man hat, und Chancen ergreifen, wenn sie sich bieten. Denn The Secret ist durch eine einfache Überlegung ad absurdum geführt: Kein Mensch kann etwas dafür, wo er geboren wurde, oder wann, oder welche Schicksalsschläge und Krankheiten ihn ereilen. Deshalb ist es einfach nicht richtig zu behaupten, dass man sich dann sein Glück nur nicht intensiv genug herbeigewünscht hat. Bullshit eben ;-) Ich kannte Hugo Egon Balder auch nur aus Tutti Frutti und anderen unterirdischen TV-Formaten. Aber in dem Interview habe ich ihn als Agnostiker und durchaus intelligenten Menschen kennenlernen dürfen.
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