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Mein Blog-ArchivThema: Interessen/Mittelalter
Sonntag, 14. September 2025 19:53Festival Mediaval - Gothic SpecialDieses Jahr waren wir wieder auf dem Festival Mediaval. Ich hatte mir im Programm schonmal alle Punkte eingekringelt, die mich interessierten: Gabria, PurPur und Heiter bis Folkig, Sarina Wood und Christian von Aster. Der Wetterbericht war so la la, Freitag und Samstag zumindest trocken, aber nur Höchsttemperaturen bis 17°C, weshalb ich mein Gothic Kleid nicht mitgenommen habe, das ich auf dem M'Era Luna getragen habe. Das wäre mir dann doch zu kalt geworden. Statt dessen habe ich einen Loopschal und meine Winterjacke mitgenommen. Es war ein Gothic Spezial, deshalb trug ich statt Mittelalterkleidung einen wilden Mix aus meiner zweifarbigen EMP-Hose und dem Hofnarren-Hoodie. Freitag, 12. September 2025Wir sind am Freitag direkt zum Festivalparkplatz gefahren. Diesmal mussten wir nicht so lange anstehen. Ich fragte mich, ob deutlich weniger los war als letztes Jahr. Die letzten Wochen wurden mir am Handy massiv Werbung für das Event eingespielt. Es war aber eigentlichh alles wie gewohnt. Da wir noch nicht gefrühstückt hatten, haben wir erst einmal etwas gegessen, bevor wir 16:30 Uhr dann PurPur angehört haben. Sie spielen bereits seit 15 Jahren auf dem Festival. Eigentlich hatte ich nicht vor, etwas zu kaufen, aber ich hatte mich beim ersten Rundgang in einen Piratendreispitz verliebt. Handgefertigt aus einem einfachen, schwarzen Strohhut (aus Kunststoff) und mit diversen Perlen, Federn und Borten verziert. Das hätte ich sicherlich auch selbst basteln können, allerdings fehlt mir derzeit noch die Zeit für so etwas. Also habe ich ihn gekauft und wurde das ganze Wochenende darauf angesprochen, dass der Hut wirklich sehr schön ist. 18:45 Uhr haben wir dann die Raubvogelshow angeschaut. Eulen, Falken und Bussarde haben wir gesehen, sehr beeindruckend. Leider war aber das Licht schon schwach, so dass wir nicht gut fotografieren konnten. Auf dem Weg zum Literaturzelt haben wir noch die Zaubershow von Chris Hyde am Denkmal angeschaut. Sarinas Tochter hat dort dann zwei Euro bei einem Zaubertrick ergattert. Ich hatte Sarina im Vorfeld über Facebook angeschrieben, dass ich mich auf sie freuen würde. Allerdings wusste ich nicht mehr, wie es dazu gekommen war, dass wir auf Facebook befreundet sind. Sarina wusste es aber noch: Wir kannten uns von den FKM-Events in Deggendorf, die es leider nicht mehr gibt. 21:00 Uhr war dann die Lesung von Sarina "Düsteres Fichtelgebirge: Die Mine". Eigentlich ist Horror bzw. Grusel nicht so mein Ding, aber von Sarina musste ich ihr Erstlingswerk natürlich haben und signieren lassen. Danach mussten wir noch fast zwei Stunden überbrücken. Wir sind dann noch einmal durch die Verkaufsstände geschlendert. Es war zwar dunkel, aber alles war gut beleuchtet und deutlich weniger Leute unterwegs, so dass wir alles nochmal genauer begutachten konnten. Für mein zukünftiges Piratenoutfit habe ich dann noch einen schönen schwarzen Rock aus Baumwolle gefunden, der etwas zerfetzt aussieht und aus unterschiedlichen Stoffen besteht. Ich habe ihn auch anprobiert. Er war auch nicht gerade billig. Es hätte noch einen ähnlichen für etwas mehr als die Hälfte gegeben, allerdings wäre der ohne Gummibund gewesen. Den brauche ich aber schon, weil mein Gewicht sich halt doch hin und wieder etwas verändert. Um Mitternacht haben wir dann noch an der Theaterbühne eine LED- und eine Feuer-Show angeschaut. Die LED-Show war im Prinzip das gleiche wie so eine Feuershow, allerdings mit diversen LED-Elementen. Sehr beindruckend und mit schöner Musikuntermalung, u.a. mit Feuertanz von Schandmaul. Danach sind wir in der Dunkelheit zum Auto gelaufen und zu unserem Hotel in Marktredwitz gefahren. Gegen 2:00 Uhr waren wir zwar im Bett, aber immer noch etwas aufgedreht. Ich hatte den Checkin-Code erst falsch eingetippt und kurz Angst gehabt, dass wir nicht ins Zimmer können. Aber einmal kurz durchgeatmet und ich habe richtig getippt. Leider war die Zugstange von der Ablaufgarnitur ab, weshalb das Zahnputzwasser nicht ablaufen konnte. Es gab aber noch eine kleine Spüle, auf die wir dann ausgewichen sind. Samstag, 13. September 2025Am Samstag war unser erster Programmpunkt erst 14:00 Uhr, weshalb wir nach dem Aufstehen erst einmal nach Bad Alexanderbad gefahren sind, wo wir am Ortseingangsschild ein paar Fotos machten. Für Insider: Alexanders Bädertour war hier der Grund. Auf dem Parkplatz haben wir dann feierlich den Star Trek Insignia- und den DeLorean-Aufkleber auf unser neues Auto geklebt. Wir wollten es nicht übertreiben, deshalb habe ich alle anderen Aufkleber mal wieder weggepackt. 13:00 Uhr waren wir wieder im Literaturzelt. Dort in der Ecke ist es immer angenehm ruhig und ich habe mich gefragt, wieso ich überhaupt auf Festivals gehe. Bernhard Hennen hat mit zwei Selfpublishern aus dem gemeinsamen Projekt "Die Minen der Macht" gelesen. Es war sehr interessant, was sie erzählten, wie die Zusammenarbeit funktionierte. Selfpublisher bekommen eher mal 1.000 Bewertungen in einem Jahr, während Verlagsautoren das nur schwer erreichen, weil der Weg vom Buchhandel zur Onlinebewertung ein weiterer ist. Mira Valentin hat erzählt, was passiert, wenn man die drei Komponenten für die Herstellung von Schwarzpulver für Recherchezwecke bei Amazon bestellt. Danach las Christian ein paar gruselige Geschichten vor, auch eine aus dem ersten Liber Vampirorum, das es nicht mehr zu kaufen gibt. Am Samstag war die Raubvogel-Show bereits um 16:00 Uhr. Wir hatten diesmal aber nicht so gute Plätze, dafür war das Licht besser zum Fotografieren. Leider hatte ich vergessen, den Akku von der Kamera aufzuladen, weshalb bei den Falken bereits Schluss war. Ich bin einfach ein Schussel. 17:30 Uhr war dann Heiter bis Folkig auf der Burgbühne. Ich habe keinen großen Unterschied zu PurPur festgestellt. Ihr Motto ist "Saufen für den Weltfrieden". Wir trinken mittlerweile tatsächlich gar keinen Alkohol mehr, ich nur wenn ich nicht Auto fahre, also auch so gut wie nie. 20:30 Uhr haben Gabria und ihre Zwillingsschwester Leonora aka PurPur im Literaturzelt Volksliedersingen angeboten. Das Zelt war rappelvoll. Als wir ein altes Antikriegslied sangen von Burschen, die nicht mehr heimkehrten, hatte ich einen fetten Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Im Kanon haben wir dann das Zelt in links und das andere links eingeteilt, denn auf diesem Festival ist niemand rechts. Deshalb ist es auch so eine Wohlfühloase. Ich hatte total übersehen, dass 22:15 Uhr nochmal eine Feuershow auf der Burgwiese war. Deshalb kamen wir dort etwas zu spät nach dem Abendessen an. Wir haben uns dann erst auf dem Hang auf einen Felsbrocken gesetzt und dann an eine Feuerschale zum Aufwärmen. Viel gesehen haben wir leider nicht, aber es scheint sehr beeindruckend gewesen zu sein. Leider wurden wir dann unromantisch von der Feuerschale vertrieben, weil diese aus unerfindlichen Gründen an eine andere Stelle gebracht wurde. Um Mitternacht waren wir wieder im Literaturzelt und haben von vier Autoren Gruselgeschichten angehört. Beim ersten Autor Kai Focke waren die Zuhörer immer perplex von den Enden. Einer fragte sogar "Wie jetzt?", aber das war eben der Schreibstil. Die letzte Geschichte stammte wieder von Christian von Aster. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit und Ruhe im Kopf zu lesen, aber mehr als zwei Bücher schaffe ich nicht im Jahr. Bei Christian genieße ich aber auch immer das Vorlesen, weil er so eine fantastische Stimme hat. Amandara hat dann angekündigt, dass Tommy Krappweis nächstes Jahr wieder dabei sein würde. Da bin ich mal gespannt. Das Hotel hatte inzwischen angeboten, uns ein anderes Zimmer zu geben wegen dem Abfluss. Aber für eine Nacht wollte ich nicht mehr wechseln, zumal wir wieder erst 2:00 Uhr im Bett waren. Da lohnte sich der Aufwand nicht. Diesmal waren wir so durch, dass wir sofort einschliefen. Sonntag, 14. September 2025Am Sonntag war dann Regen angesagt. Wir waren aber zu einem Geburtstag eingeladen, weshalb wir nicht mehr auf das Festival gegangen sind. Ich hatte noch Gabria im Programm angekreuzt gehabt, aber da wir sie bereits mit PurPur und Heiter bis Folkig gesehen hatten, war ich nicht allzu traurig. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.
Samstag, 6. September 2025 16:15Burgbelebung auf der CadolzburgHeute haben wir mal eine Burgbelebung angeschaut auf der Cadolzburg. Das ist kein Konsum- und Leckerschmeckermarkt wie die üblichen Mittelaltermärkte, sondern es sind einfach ein paar Zelte mit Lagerern, wie sie auf Mittelaltermärkten am Rand aufgebaut sind. Ein junger Mann spielte auf einer Fidel/einer Gambe, aus der sich später alle möglichen Streichinstrumente mit gewölbten Böden und Deckeln entwickelt haben. Die Fidel hat im Gegensatz dazu einen glatten Boden/Deckel. Am Stand des Schreibers vom Aufgebot 1474 haben wir eine Geschichtsstunde bekommen. Die Tinte ist zunächst grau, oxidiert aber durch Gerbsäure, ich glaube von der Eiche, zu schwarz und verblasst deshalb auch nach mehreren hundert Jahren nicht. Wir hatten dann die Idee, dass man Trump Stifte geben sollten, deren Tinte nach einer Woche unsichtbar wird und alle Dekrete ungültig werden. An der Rückwand des Zeltes hingen mehrere Blätter mit im Kreis, der in zwölf Segmente geteilt war, geschriebenen Text. Das hatte aber nichts mit Kalender oder Horoskop zu tun, sondern war eine Art Spiel des Lebens. Auch damals gab es schon Nerds. So rund und bunt geschriebener Text konnte nicht so leicht kopiert werden, da man die Buchstaben so nicht in eine Presse setzen konnte. Das war also so eine Art Kopierschutz. Jemand hatte eine Gutenbergpresse nachgebaut und damit ein Büchlein "Dracule" nachgedruckt. Schrift wurde gesetzt, Bilder als Holzschnitz eingefügt. Bevor es die Gutenbergpresse gab, wurden die Seiten mühsam in Spiegelschrift auf Holz geschrieben, dann um die Schrift rausgeschnitzt und so hatte man für jede Seite eine Holzdruckvorlage. Deshalb konnte man nur in geringen Auflagen produzieren. Der Schreiber hatte auch ein Musikstück gemalt. An seinem Stand hatten schon einmal Leute, die diese alte Notenschreibweise lesen konnten, das Lied dann im Canon gesungen. Farbige Tinte wurde auch aus Edelsteinen, z.B. Lapislazuli für blau gemahlen. Allerdings war das sehr teuer. Günstiger war es, Farben aus oxidiertem Metall zu gewinnen, z.B. Grünspan vom Kupfer oder Bleiweiß. Die Griechen haben für ihre Statuen keine so haltbaren Farben verwendet, weshalb diese heute alle weiß sind. Er zeigte uns dann auch einen Gegenstand, der an einen Schlüssel ohne Bart erinnerte. Das war ein Bleistift, mit dem man feine, graue Linien zeichnen konnte, die als Zeilen dienten. Nach dieser Wissensdruckbetankung haben wir uns den Garten und den Museumsshop angeschaut. Für eine Burgbesichtigung hatten wir leider keine Zeit. Um 15:00 Uhr wurden zwei Kanonen abgefeuert, allerdings nur mit Schwarzpulver ohne Kanonenkugeln. Unser Schreiber hatte die Aufgabe, die Behältnisse aus Gusseisen mit Schwarzpulver zu befüllen. Der erste war ein Blindgänger. Der wurde dann mit Wasser gelöscht, allerdings besteht da immer noch die Gefahr, dass sich das Pulver doch noch entzündet und man sich schwer verletzt. Später hat er die Behältnisse gereinigt. Das winzige Loch für das feine Schwarzpulver wurde mit Messingstäbchen gereinigt, da diese keine Funken erzeugen. Die kleinere, mobile Kanone hatte beim ersten Schuss sogar einen Rauchring erzeugt. Das passiert aber nur sporadisch und kann nicht beeinflusst werden. Zwischendurch haben wir im Vesperhäusla lecker gegessen. Dort gab es frisch gebackene Pinsas.
Sonntag, 8. September 2024 23:40Festival Meidaval in SelbDieses Jahr waren wir zum ersten Mal auf dem Festival Mediaval. Tommy war dort eigentlich schon häufig, aber dieses Jahr zusammen mit Sophia, und das war dann auch der ausschlaggebende Grund, weshalb wir dort hingefahren sind. Es war gar nicht so einfach, ein Hotel zu finden, das nicht zu weit weg ist und auch nicht allzu teuer. Auf der tschechischen Seite hätte es wohl günstigere Hotels gegeben, aber auch nicht so wirklich, und die Fahrt wäre dann immer blöd gewesen, weil es in Grenznähe nur wenige Straßen gibt. Man hätte also immer irgendwelche Bögen fahren müssen. Letztendlich habe ich aber doch etwas Nettes gefunden. Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter. Es war schön warm, aber nicht zu heiß. Und die Straßen waren auch noch relativ leer, weil in Bayern noch Ferien waren. Als ich die lange Schlange vor dem Eingang gesehen hatte, bekam ich schon Angst, dass wir es nicht rechtzeitig zur Lesung ins Literaturzelt schaffen würden. Es ging dann aber doch recht flott. Da muss man mal die Orga und die Helfer loben. Im Literaturzelt war gerade noch die Lesung von Isa Theobald. Sie hat einen schönen Schreibstil. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit zu lesen. Aber derzeit reizen mich tatsächlich eher Sachbücher. Als Tommy und Sophia dann Kohlrabenschwarz lasen, eine Szene aus dem Hörspiel, war das Zelt knackevoll. Es hat sich angehört, wie eine Szene aus ihrer Kennenlernzeit. Man weiß halt nie, wieviel Autobiografisches tatsächlich in den Werken steckt. Abends haben wir dann noch lecker gegessen und ein bisschen In Extremo angeschaut. Ich wusste gar nicht, dass die überwiegend deutsch singen. Mein Erstkontakt mit ihnen war This Corrosion, das ich davor von den Sisters of Mercy kannte. An dem Abend kamen wir nicht ganz so spät ins Bett. Am zweiten Tag konnten wir richtig ausschlafen, weil der erste Programmpunkt, der uns interessierte, erst am frühen Nachmittag war. Wieder im Literaturzelt waren Luci van Org und Florentine Joop. Letztere hat aus einem Büchlein vorgelesen, was mir eigentlich total gut gefiel. Ich wusste nur, dass ich wahrscheinlich nicht so bald dazu käme, es zu lesen, und wenn dann hätte ich vielleicht schon vergessen, was mir daran gefallen hatte. Deshalb haben wir den Verlag und sie glücklich gemacht und das Büchlein gekauft, "für dich" signieren lassen und in den Bücher-Tausch-Schrank gestellt. Ich hoffe, dass sich darüber jemand gefreut hat. Ju Hanisch hat auch eine großartige Phantasie. Aber auch hier habe ich das Problem, dass ich einfach nicht dazu komme zu lesen. Florian hat trotzdem ein Buch zum Signieren geholt. Beim Living Chess haben mir die Türme leid getan. Wir waren zu spät dran, weshalb wir das Spektakel nur von Weitem beobachten konnten. Es hatte ein wenig etwas von Battle Chess. Insgesamt ist das Festival wirklich schön und wir haben uns sehr wohl gefühlt. 8.000 bis 10.000 Besucher sollen es sein. Aber da es auch in einem schönen Stadtpark stattfindet, verteilt sich das sehr gut. Essen und die Verkaufsstände haben auch für jeden etwas zu bieten. Am frühen Abend trat Tommy dann mit Harpo Speaks! auf. Das war großartig, die Stimmung war super und Florian durfte mit Tommys Handy mitfilmen. Ich war fasziniert von dem kleinen Mikrophon, das auf das Handy aufgesteckt war. Ich habe von so Tontechnik überhaupt keine Ahnung. Ich könnte das auch nicht, weil ich etwas Schwerhörig bin. Ich habe einen angeborenen Hörfehler, so dass ich ab 6.500 Hz ungefähr absolut taub bin. Deshalb kann ich die ganze Breite von Musik und Stimmen und all den Geräuschen gar nicht wahrnehmen. Manchmal bedauer ich das, aber manchmal denke ich, dass es auch seine Vorteile hat, wenn ein Zug bremst und laut quietscht und sich die Leute die Ohren vor Schmerzen zuhalten. Aber ich schweife ab. Es wurde getanzt und Seifenblasen in die Luft gepustet und es gab sogar eine Polonaise. Abends war dann noch das Konzert von Schandmaul. Ich kann mich immer noch nicht an die neue Stimme gewöhnen. Aber Dein Anblick und Bunt und nicht Braun wurde gespielt. Es war so voll, dass wir uns auf den Hügel zum Spielplatz gesetzt haben, damit wir wenigstens ein wenig mitbekommen. Überall auf dem Festival stehen Feuerschalen oder sind kleine Feuerstellen, was eine wunderbare Nachtstimmung gibt. Wir haben die Zeit totgeschlagen, indem wir umhergewandert sind, um einen gehäkelten Yoda zu suchen, den jemand verloren hatte. Wir wurden nicht fündig, haben aber andere Dinge gefunden und im Fundbüro abgegeben. Um Mitternacht gab es nämlich nochmal Harpo Speaks! im Aktionszelt. Ich war mir nicht sicher, ob ich das durchhalten würde, aber ich war so aufgedreht, dass es gar kein Problem war. Die Stimmung war bombig, auch wenn die Technik etwas Probleme machte. Und weil es so gut lief, haben sie einfach so lange weitergespielt, bis Tommy seine Hand nicht mehr spührte und nichts mehr ging. Wir waren erst kurz vor drei im Hotel. Am Sonntag haben wir erfahren, dass der gehäkelte Yoda im Bücherzelt auf seinen Besitzer wartet. Später ist er auch abgeholt worden. Ich liebe Happy Endings. Tommy und Sophia haben eine "Ask us anything"-Stunde gegeben. Ich hatte gefragt, ob der Song "Ein echter Wahrer Held" für die für die Deutsches Kinderhilfswerk (Hilfe für unbegleitete Flüchtlingskinder) auch auf Festivals Einnahmen/Spenden generiert, oder nur, wenn er irgendwo gekauft oder dauergestreamt wird. Florian hatte nach den Schafen und Eseln in Irland gefragt. Und später noch Werbung für den Noob Tours Snagger gemacht. Die Zaubershow von Chris Hyde konnten wir auch nicht anschauen, weil das Aktionszelt voll mit begeisterten Kindern war. Ich war mir nicht sicher, ob wir ihn im Legoland mal gesehen hätten, aber ich konnte mich nicht erinnern. Der Name kam mir nur bekannt vor. Im Literaturzelt haben wir dann noch eine tolle, musikalisch untermalte Lesung von Florian Schäfer von Forgotten Creatures gehört. Das ist so fantastisch, dass ein Mädchen sich das Buch von ihrem Taschengeld kaufen wollte. Allerdings war es bereits vergriffen, als sie am Verkaufsstand ankam und war darüber sehr traurig. Die Verkäuferin hatte dann Florian Schäfer gefragt, ob er noch ein Exemplar da hätte und er meinte, er müsse dafür nochmal kurz zum Auto gehen. Das Mädchen war dann nur nicht mehr da. Wir haben sie dann auf dem Weg zum Auto getroffen und gemeint, sie solle nochmal hoch gehen, dann bekommt sie doch noch ein Buch. Habe ich schon erwähnt, dass ich Happy Endings mag? Auf der Heimfahrt war dann viel Regen, aber das machte uns nichts mehr aus. Es war ein sehr schönes Wochenende gewesen.
Sonntag, 13. August 2023 15:23Elbenwaldfestival in CottbusAm Freitag sind wir nach Cottbus gefahren. Die Autobahn war meistens frei es gab nur ein paar kleine Staus an den Baustellen. Das war aber nicht der Rede wert. An der Raststätte Pregnitz war wahnsinnig viel los. Das Hotel Radisson Blu ist sehr schön, auch wenn die Möbel schon etwas älter sind und es nur wenig Steckdosen gibt. Wir hatten Zimmer 701. Ich meinte, da würde noch eine 1 vorn fehlen. Dann wäre es die Registernummer der Enterprise gewesen. Am nächsten Morgen haben wir uns mit Stephan um 09:00 Uhr zum Frühstück verabredet. Wir kannten niemanden, außer Sanifox / Sven, mit dem Florian ein ausführliches Männergespräch führte: Sie haben sich zugenickt. Bis zum Festivalgelände waren es ca. 20 Minuten zu Fuß. Das sind wir natürlich gelaufen. Da wir spät dran waren, gab es auch keine Schlange mehr, sondern wir konnten unsere Festivalbändchen sofort abholen. Kaum waren wir auf dem Gelände, kam uns auch schon Tommy entgegen und hat uns gegrüßt. Er musste aber schnell weiter. Deshalb meinte ich nur freudig: „Wir sehen uns!“ Unser erster Programmpunkt war Liza Grimm auf der Seebühne. Sie war kurz vorher noch auf M'era Luna in Hildesheim. Sie war sehr begeistert davon, dass sie dort einen eigenen Backstagebereich hatte. Das sind Autoren gar nicht gewöhnt. Es gab Dixi-Klos, auch eines für Rollstuhlfahrer, aber auch einen Containerwagen mit ordentlichen Toiletten. Ich war meistens auf den ordentlichen Toiletten. Auf dem Gelände gab es zwar Brunnen, aber es stand dran, dass es kein Trinkwasser ist. Die Getränke hatten lustige Namen wie Cola of Duty oder Level up. Es war ziemlich teuer und eigentlich durfte man auch keine vollen Flaschen mit auf das Gelände nehmen, und wenn hätte man sie nicht auffüllen können. Es waren unheimlich schöne Cosplays zu sehen, unter anderem auch eine Narcisa Malfoy, die sich das Kleid hat schneidern lassen. Ein wenig bedauere ich, dass ich mir meine Haare nicht mehr schwarz und blond färbe, aber ich freue mich auch darauf, wenn sie irgendwann komplett weiß sind, denn das sieht bestimmt auch interessant aus. Das Essen war sehr lecker. Ich hatte einen interessanten Burger mit Süßkartoffelpommes und als Nachtisch Churros. Florian war Christian von Aster begegnet, der ihn sogar kannte und ihm eine Packung Prokrastenol („pro Grasten OWL“ hat die Diktiersoftware daraus gemacht) schenkte. Wir haben uns am Seeufer auf Liegestühlen noch etwas ausgeruht. Nachdem wir uns mit dem Gelände vertraut gemacht haben, ließen wir uns vor der Wiesenbühne nieder. Ich hatte leider nicht die Picknickdecke dabei, sondern nur zwei Sitzkissen. Und dann kam unser erstes persönliches Highlight, eine live Aufzeichnung eines Hörspiels zu Kohlrabenschwarz. Das war echt genial. Anschließend bei der Autogrammstunde von Kohlrabenschwarz haben wir Autogramme von Götz Otto und den anderen anwesenden Schauspielern geholt. Die beiden Streifenpolizisten, gespielt von Alexander Prinz Osei und Sogol Faghani, haben dann für Nessi die Liebeskartoffel gemacht. Tommy meinte, dass wir uns für ein Autogramm nicht hätten anstellen müssen. Ich sagte darauf, dass wir auch nicht wegen ihm hier sind, sondern wegen der anderen Schauspieler. Gelächter! Dafür hat Tommy uns eine blaue Mara Tasse geschenkt. Das wird ab sofort meine neue Lieblingstasse. Die Fotos in der Autogrammschlange hat alle Stephan gemacht. Auf die müssen wir bis nach seinem Urlaub warten. Zum Scherz meinte ich, weil er so lange an der Kamera herumhantierte: „Einmal mit Profis arbeiten!“ Ich hatte immer gedacht, Bettina Zimmermann hätte Uschi in "Der Schuh des Manitu" gespielt. Aber das war Marie Bäumer. Wieder was gelernt. Aber eine gewisse Ähnlichkeit ist schon vorhanden. Abends begann es dann leicht zu regnen. Die Mittelalterband Das Lumpenpack war traurig, weil man nun die schönen Cosplays nicht mehr sehen konnte. Alle waren als „gelber Sack“ verkleidet. Wir sind aber ins Hotel zurück, weil uns die Musik nicht so interessiert hat. Am Sonntag hatten wir ein dicht gepacktes Programm. Aber genau deshalb sind wir noch einen zweiten Tag geblieben. Ursprünglich hatte ich nur den Samstag geplant gehabt. Erst waren wir bei der Seebühne. Dort haben wir von Christian von Aster gelernt, wieviel Drachen fressen und sch**ßen. Jetzt bin ich echt froh, dass ich bloß ein Pferd habe. Auf jeden Fall hat Christian von Aster nun einen Fan mehr. Anschließend waren wir bei der Lesung von Mara und der Feuerbringer (Band 4) mit Tommy Krappweis. Das erscheint, wenn es fertig ist :-) Darauf freue ich mich schon. Ich war wieder im Mara-Cosplay, aber ich muss zugeben, dass mir aus dem Maraverse die Ghostsitter-Geschichten am liebsten sind. Es gab noch eine andere Mara, einen Tom, eine Sygin und eine Mimi. Großartig! Die Mara neben uns hat mich gefragt, ob wir vom Flauschhaufen wären. Sie hat uns aus dem Musikvideo "Da bist du nicht allein" erkannt. Während ich mich wieder für die Autogrammstunde angestellt habe, hat Florian versucht, in die ESO Taverne zu kommen (das hat nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist die Abkürzung von "Elder Scrolls Online"), wo Christian von Aster den Workshop für Wackelaugistik veranstaltete. Leider war das Zelt schon vollkommen überfüllt, so dass er nicht teilnehmen konnte. Tommy hat sich über mein Mara-Cosplay gefreut. Ich hatte noch einen sprechenden Zweig dabei und mit dem Handy ein Kalkove-Video abgespielt, so dass es so aussah, als würde der Zweig wirklich sprechen. Irgendwas mit Gundel Gaukeley :-) Zum Unterschreiben hatte ich den Mara-Met in der grünen Flasche dabei, den wir damals auf dem Bummfilm-Event gekauft hatten. Aber den sollen wir bitte nicht mehr trinken. Hatten wir auch nie vor :-) Obwohl ich langsam auf den Geschmack gekommen bin und nach dem LGT-Grillen mir ein paar Flaschen gekauft habe. Florian kam dann auch und hat sich ein Autogramm bei Christian von Aster in dem Buch "Eine Soche namens Rechts" geholt, das er extra im Elbenwaldzelt gekauft hatte. Troll hatten wir zu Hause vergessen. Anschließend gab es noch eine Fotosession mit Tommy Krappweis, wovon einige Bilder auf Instagram & Co. gelandet sind. Zu Mimi meinte ich dann: "Das ist ein neuer Rekord in Feststofflichkeit!" Irgendjemand hat lauter kleine Glasentchen verteilt. Eine haben wir in unserem Stoffbeutel gefunden. Und überall waren kleine Häufchen aus Holz wie für ein Lagerfeuer aufgestellt. Dann haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Erst einmal nach Meerane auf Verwandtenbesuch und am nächsten Morgen dann weiter nach Hause. Wir sind total geflasht!!! Was für ein wunderschönes Wochenende!
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