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Mein Blog-ArchivThema: mein Senf/Schöne neue Welt
Montag, 19. Januar 2026 22:30Harald Lesch in der KulturEtage - KlimawandelHeute haben wir uns mit Freunden in der KulturEtage getroffen, um einen Vortrag von Harald Lesch über den Klimawandel anzuhören. Es ist schon großartig, dass uns diese Möglichkeit in der Messestadt geboten wird, und das sogar kostenlos. Was habe ich an diesem Abend mitgenommen?
Ich hatte befürchtet, dass sich auch Personen im Publikum einfinden werden, die nur gekommen sind um zu stänkern. Ganz so schlimm war es dann nicht. Es gab eine Wortmeldung von einem ewiggestrigen Kernenergie-Fanboy, der offensichtlich nicht zugehört hat oder die Argumente nicht gelten lassen möchte. Die Website verlinke ich mal nicht, die sieht höchst professionell aus und kann mit ihren unhaltbaren Argumenten dazu beitragen, dass Menschen ihrem Confirmation Bias aufsitzen. Harald Lesch hat sich darüber aufgeregt, dass die Standorte der Castorbehälter frei im Internet eingesehen werden können. Da muss nur ein größenwahninniger Diktator/Terrorist einen Bunkerbrecher draufschmeißen, dann können wir bei uns auch testen, wie gut wir mit dieser erhöhten radioaktiver Strahlung klarkommen. Die Frage des ewiggestrigen Kernenergie-Fanboy war durchaus vernünftig und nachvollziehbar: War es ein Fehler, die Atomkraftwerke stillzulegen, statt sie noch weiter laufen zu lassen, bis unser Stromnetz allmählich auf dezentrale, erneuerbare Energiegewinnung und -speicherung ausgebaut wurde? Mag sein, aber erstens bekommt das unsere Bundesnetzargentur sehr gut hin, Blackouts zu vermeiden (Wieviele Blackouts gab es in Deutschland, weil die AKWs abgeschaltet wurden?), und zweitens ist das Problem mit dem Radioaktivem Abfall nicht gelöst. Und nein, Transmutation ist (noch) keine Lösung, kleine modulare Reaktoren auch nicht. Ich bin da aber entspannt, denn Kernenergie findet immer weniger Akzeptanz in der Bevölkerung, und auch hier wird das schlichtweg der Markt regeln. Harald Lesch war großartig! Er kann nicht nur sehr gut erklären, sondern ist auch bissig und witzig. Die Präsentation hieß "Purer Optimismus". Und auch wenn ich kein Schwarzseher sein möchte und mein #Trotzhoffnung-Sweatshirt angehabt habe, ist mir doch bewusst, dass wir hier Jahrzehnte verschlafen haben. Aber vielleicht schaffen wir es doch noch, das Ruder herumzureißen. Ich bin übrigens dafür, eine vierte, bzw. fünfte Gewalt einzuführen. Die vierte gilt als die Presse. Und als fünfte könnte man eine Scientive etablieren. Wenn der Wissenschaftsrat die Macht erhalten würde, nicht nur Ratschläge zu erteilen, sondern gegen Gesetzesvorhaben ein Vetorecht hätte, wenn die Gesetze gegen wissenschaftliche Erkenntnisse verstoßen. Dann wäre die Regierung beispielsweise verpflichtet, klimaschädliche Subventionen abzubauen, und niemand könnte etwas dagegen tun. Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich über den thematisch verwandten Podcast Klimawandel-Leugner Tr*mp - warum es trotzdem Hoffnung gibt anhören. Oder sich von MaiThinkX erklären lassen, weshalb wir mit Methan einen viel größeren Hebel haben als mit CO2 und deshalb ebenfalls noch Hoffnung besteht. Apropos Podcast: Weil wir persönlich vor Ort unter echten Menschen bei diesem Vortrag gewesen sind, konnten wir leider die Live-Aufzeichnung meines Lieblings-Wohlfühl-RestoreMyTimeline-Podcasts Ja, Schatz! auf Twitch.tv/WildMics nicht anschauen und mit Tommy & Sophia chatten. Jetzt muss ich warten, bis die Folge als Podcast veröffentlicht wird. Mist!
Montag, 27. Oktober 2025 19:22Früher war alles schlechter - Guido MingelsIch bin mir nicht sicher, ob das Buch Früher war alles schlechter heute noch so geschrieben werden könnte. Aber ich habe die These, dass alle Verbesserungen aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Und wenn es den Menschen gut geht, dass sie auch fähig sind, altruistisch zu sein. Geht es ihn nicht gut, dann werden sie egoistisch, um zu überleben. Wer kann es ihnen verdenken. Altruismus muss man sich halt auch leisten können. Die meisten Tendenzen zur Besserung in diesem Buch gelten nach wie vor. Aber in der derzeitigen Krise steigt z.B. der Hunger, wie der Welthunger-Index zeigt. Ich denke, dass das Pendel immer etwas hin und her schwingt, nach dem Motto zwei Schritte vor, einer zurück. So geht es immer vorwärts, aber nie überall gleichmäßig und auch nicht immer gleichzeitig. Deshalb versuche ich immer, die positiven Nachrichten zu finden, die es ja auch gibt, aber sich leider schlechter verkaufen. Mein Savespace sind derzeit die vielen Wissenschaftspodcasts:
Freitag, 26. September 2025 19:54Hambach - Zwischen verwundeter Erde und RenaturierungDa wir zufällig in der Nähe waren, sind wir bei :terra nova Tagebau Hambach auf die Aussichtsplattform gefahren. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn man dieses riesige Loch sieht und die riesigen Maschinen, die dort baggern. Auf einem Hinweisschild stand etwas von Wildpferden. Also sind wir nach einem Eis zum Wanderparkplatz hambach gefahren, von wo aus wir erst einmal den Lehrpfad für Kinder gegangen sind, dann aber den kleinen blauen Schildern bis zu den Goldenen Auen gefolgt sind, wo die ausgewilderten Koniks in einem eingezäunten Bereich lebten. Wir waren schon eine ganze Weile unterwegs und ich fürchtete schon, dass wir die Pferde nicht zu Gesicht bekommen würden, aber dann haben wir sie auf einem Hügel grasen sehen. Als wir das Gebiet schon verlassen hatten und auf dem Heimweg waren, hatten sich die Pferde schon an den Zaun herangewagt, so dass wir sie von ganz nah sehen konnten. Eigentlich sollte man 25 Meter Abstand halten, aber ich denke, dass gilt nicht, wenn der Zaun dazwischen ist. Es waren drei graue Stuten mit ihren Fohlen und ein fast schwarzer Hengst. Ich konnte mich kaum losreißen. Danach sind wir auf dem kürzesten Weg zum Parkplatz zurück gegangen. Wir haben noch einen keltischen Kompass gesehen und das ehemalige Gipfelkreuz, wo uns eine Reiterin auf einem Schecken mit einem Schecken als Handpferd entgegenkam. Florian hatte die Vermutung, dass die Berge hier entstanden sind von dem Erdreich, dass im Tagebau abgetragen wurde, und dann eben bepflanzt und renaturiert wurde, auch als Greenwashingmaßnahme von RWE. Deshalb ist das ehemalige Gipfelkreuz auch nicht mehr die höchste Stelle. Konik Wildpferde auf der Sophienhöhe Aussichtspunkt Terra Nova Hambach
Samstag, 25. Januar 2025 16:54PV-Anlagen sind hässlich, oder was?Mag sein, aber es wird in Zukunft so sein, dass man sie gar nicht mehr bemerkt:
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