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Thema: Interessen/Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)

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Mittwoch, 5. August 2026 21:44

Maraverse-Event auf der KrähenFee - Burg Linn Krefeld (01.08.2026)

Ich hatte mich schon sehr lange auf das Event gefreut und mir sehr viele Gedanken über das Cosplay gemacht. So habe ich Lazarus-Serum in Fläschchen abgefüllt. Und zwei Spoiler mit dem Pendel/dem Medaillon und dem Skelett-Bodysuit auf Discord gepostet.

Am Freitag sind wir nach Krefeld gefahren und haben abends noch zu einem spontanen Maraverse-Usertreffen zusammengefunden. Das war sehr schön!

Mein erstes Cosplay war die Skelett-Mimi aus der Folge Staffel 3.3 "Hermina vom Hohenblick", wo Mimi aus dem Grab steigt, aber noch kein Geist ist, und nicht sprechen kann. Dazu hatte ich den oben erwähnten Skelett-Bodysuit, meine Bones-Schuhe und Knochen-Handschuhe an. Darüber hatte ich das Mimi-Kleid, das ich ursprünglich als Banshee-Kleid gekauft hatte. Allerdings hatte ich beim Probecosplay vor ein paar Tagen festgestellt, dass man das Skelett gar nicht durchsieht, so dass ich das Innenkleid heraustrennte und das Kleid nochmal ordentlich zerriss. Nun kann ich es wohl nicht mehr als Banshee tragen, aber egal. Dieses Kleid hätte bei Breuninger über 500 Euro gekostet, ich hatte es für etwas über 200 Euro im Angebot gekauft. Ist trotzdem ein komisches Gefühl, wenn man so ein Kleid dann zerschneidet.

Ich hatte auch einen Tom. Und einen riesigen Denkfehler. So ein Bodysuit mit Kleid drüber ist äußerst unpraktisch, wenn man Pipi muss. Deshalb habe ich vor der Hörspiel-Aufzeichnung tatsächlich das Kleid gewechselt und mein zweites Cosplay angezogen: Mimi 24 Mal pro Sekunde flackernd und dadurch länger feststofflich aus der Folge 24 "Tickets für die Gilde". Darin trug sie ein rotes Mittelalterkleid, einen silbernen Haarreif mit einem roten Stein und auf dem Vorschaubild hatte sie einen französischen Zopf, den mir nach der Hörspielaufzeichnung Caro geflochten hatte, die zufällig direkt hinter mir saß. Mein Kleid war noch etwas nass, weil dummerweise mein Ventilator mit Sprühflasche ausgelaufen war. Zum Glück waren die Bücher aber nicht nass geworden.

Für dieses Outfit hatte ich auch einen Super 8-Film dabei (einen der billigsten auf eBay, Buster Keaton - Der Straßenfeger, fand ich irgendwie passend), um das mit den 24 Bildern pro Sekunde erklären zu können. Hat nur niemand gefragt, und Marten hat es nicht so interessiert. Leider ist mir von dem Film, den ich zwei Mal um den Hals lose gelegt hatte, ein Stück abgerissen. Flo Oswald meinte, sie hätten in der bumm film so ein Gerät zum Kleben, aber ich meinte, das ist nicht so wichtig...

Am meisten habe ich mich über meine Säggssch-Frage an Thomas Nicolai gefreut, die Arlett aus dem Discord vorgelesen hatte. Und natürlich das Konzert am Ende, wo ich schön abtanzen konnte. Ich liebe das einfach!

Insgesamt ging es mir nicht so gut, auch wegen der Ereignisse der letzten drei-vier Wochen. Ich fühle mich immer noch wie ein Zug, den man von den Gleisen gehoben und in ein Kiesbett gesetzt hat. Irgendwie ist für mich die Zeit stehengeblieben und vergeht nur außerhalb von mir, nicht innen drin. Ich war auch ein wenig überfordert, dass hier Menschen aus drei Communitys (Maraverse, LastGeekTonight und ZeugenKühlwaldis) aufeinandertrafen, auch wenn diese direkt oder indirekt alle mit Tommy Krappweis zu tun haben. Deshalb musste ich in der Signierstunde auch einmal raus. Das war schade, denn in dieser Zeit sind sehr schöne Fotos entstanden. Ich hätte mir gewünscht, dass meine Cosplays mehr gewürdigt worden wären. Da wäre in dieser Zeit die Gelegenheit dazu gewesen. Diesmal haben wir auch kein gemeinsames Foto mit Tommy.

Abends gab es nochmal ein Maraverse-Usertreffen in anderer Zusammensetzung.

Am nächsten Tag war ich wieder einfach nur Mara, diesmal wie schon auf der Hinfahrt mit dem Star Trek/Dark Side of the Moon-Shirt von Wil Wheaton. Das hatte Mara im Film nicht getragen, aber ich bin sicher, dass sie dieses Shirt im Schrank hat.

Der Conblues war diesmal sehr heftig. Deshalb musste ich mich am Montag hinsetzen, den Stream noch einmal komplett anschauen und dazu Notizen machen. Am Dienstag habe ich dann aus den Notizen den Text geformt, an MimiWombie geschickt und sie hat wunderbaren Input geliefert, wie wir ihn noch besser machen können. Wir haben vor und nach dem #Laberfeuer per Whatsapp hin- und hergeschrieben. Parallel hatte ich um Fotoerlaubnis, Zitaterlaubnis und Tommy nach den Namen des Gitarristen und die beiden Cosplayfotos gefragt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wurde am Mittwoch, nachdem ich es auf Discord veröffentlich hatte, von Tommy gelobt als "liebevoll und detailliert" und auch auf Mastodon und Bluesky gepostet. Ich fühle mich geehrt und bin sehr gerührt.

Diesen ausführlichen Bericht über das Event könnt ihr hier nachlesen:

Maraverse Special im Oberen Rittersaal im Rahmen der KrähenFee Fantasy-Convention auf der Burg Linn in Krefeld am 1. August 2026

Florian als Spiegeluniversums-Wombie mit Bart und Heavy Metal statt Blues Haaren

Spiegeluniversums-Tom mit Hermina, das Skelett frisch aus dem Grab

Sandra Hermina, das Skelett frisch aus dem Grab

Grabstein und Episodenbild von Hermina Freifrau von Hohenblick

Caro macht mir französischen Zopf

Französischer Zopf

24/Min flackernde Hermine mit Super 8-Film

Tiara und Episodenbild von Tickets für die Gilde

Grogu Viktor als Vlarad mit Pendel

Grogu Viktors als Rückseite Fledermaus

Fleur als Hop-Tep

Fleur, nicht Odor, als Hop-Tep. Wombie ist Grobmotoriker, deshalb ist das Cosplay nicht so gut gelungen.
Und Fleur, weil kluge Eltern ihren Kindern immer noch ein zweites Exemplar von ihrem Lieblingsstofftier kaufen,
damit sie eins waschen können oder sie Ersatz haben, sollte es verloren gehen.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Tommy Krappweis | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz) | Conventions | Fotos | LastGeekTonight (LGT) | Zeugen Kühlwaldis | Sonnenstrahl
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Samstag, 18. Juli 2026 12:50

Vorfreude ist die schönste Freude

Wir freuen uns schon sakrisch auf die KrähenfeeCon auf der Burg Linn. Ich habe schon ein paar Vorbereitungen getroffen für zwei Mimi-Cosplays, möchte aber noch nix verraten. Und mein Grogu Viktor kommt wie immer als Vlarad, diesmal auch etwas gepimpt. Stay tuned...

In diesem Video fülle ich Lazarus-Sirup ab. Ähm, ich meine natürlich Lazarus-Serum.

Zum Abspielen auf das Bild clicken :-)

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Dienstag, 14. Juli 2026 18:42

Smiling Depression

Ich hatte vermutlich so etwas wie eine Smiling Depression / Funktionale Depression. Es waren sehr anstrengende zwei Jahre vom Sommer 2023 bis Sommer 2025. In der Zeit hatte ich einen Chef, der zwar sehr nett war und mich mit Nougatpralinen aufwog, aber er war auch sehr fordernd. Beim allerersten Jour Fixe damals kam ich mit zwei DIN A4-Seiten Aufgaben (hangeschrieben) aus dem Meeting und musste erst einmal schlucken. Gleichzeitig waren zwei Kolleginnen in Elternzeit, die ich zum Teil vertreten musste. Das war eine sehr anstrengende Zeit.

2014 hatte ich ein Coaching bei einer sehr lieben Pyschotherapeutin aus der Sozialberatung meiner Firma, bei dem ich sehr viele Werkzeuge an die Hand bekommen habe zum Stressmanagement und auch einige Denkmuster durchbrochen habe. Zum Beispiel habe ich gelernt, zu priorisieren, zu delegieren, zu prokrastinieren und Dinge auch einfach auf die Drop-Liste zu setzen (Eisenhower-Matrix). Damals habe ich angefangen, eine Done-Liste zu führen und meine eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen, damit meine Akkus auch immer wieder gefüllt werden (Achtsamkeit ohne Klangschale). "Carpe Diem" hieß nicht mehr, "Was du heute kannst besorgen, ach, das habe ich bereits gestern erledigt", sondern ein Gleichgewicht herstellen zwischen Akku leeren und Akku füllen, damit er nicht eines Tages ganz leer ist.

Bis zu diesem wertvollen Coaching war ich ein Hamster im Rad und kurz vorm Burnout. Als mich ein damaliger Chef gefragt hatte, ob ich noch eine Zusatzaufgabe übernehmen könnte, habe ich einfach angefangen zu heulen. Ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er sagte, dass er das "nein" verstanden habe und mich zur Sozialberatung geschickt hatte.

In der schwierigen Zeit habe ich alle Register gezogen, mein Stress- und Zeitmanagement optimiert, aber auch Stress reduziert. Ich habe Montag bis Freitag abends nicht mehr gekocht, ich habe uns zwei weitere Staubsaugroboter gekauft, ich habe kommuniziert und durchgezogen, dass ich das Trekdinner nicht mehr leiten möchte. Ein paar Dinge sind auf der Strecke geblieben, so habe ich es kaum mehr geschafft, mich um meine ehemalige Reitbeteiligung Frami oder die Islandstute einer Freundin urlaubsvertretungsmäßig zu kümmern. Und auch mein Schatz Florian kam zu kurz. Ich war kaum in der Lage, ihn bei seinen Problemen zu unterstützen, was über "den Rücken freihalten" und "nicht auf die Nerven gehen" hinausgegangen wäre.

Im Januar 2025 hatte ich dann Magenprobleme bekommen. Und endlich auch den Mut, im Job um Hilfe zu bitten. Ich hatte ein paar konkrete Vorschläge, wie ich entlastet werden könnte und bin damit offene Türen eingerannt. Mein Team ist wirklich phantastisch!

Mein neuer Chef, der im Sommer 2025 das Team übernommen hatte, ist ein sehr pragmatischer Typ und auch sehr selbständig. Und zumindest eine Kollegin kehrte aus der Elternzeit zurück. Dadurch habe ich wieder mehr Luft. Vielleicht war es ein wenig der Effekt wie ihn manche Leute im Urlaub kennen, wenn die Anspannung endlich nachlässt und man dann erst einmal krank wird. Jedenfalls hatte ich eine Art Panikattacke, vielleicht auch einen Nervenzusammenbruch, oder einen Autistic Meltdown (#AlleBekloppt #84), als ich am Bahnhof die Navigator-App falsch verstanden hatte und dadurch meinen Zug verpasst hatte. Die frühe Uhrzeit, die ungewohnte Baustelle und die Menschenmassen taten das Übrige. Auf jeden Fall hatte ich aber einen Hörsturz, denn seit dem habe ich einen Tinnitus im linken Ohr.

Die ganze Situation, in der mein Gehirn plötzlich drölfzig Dinge gleichzeitig erledigen wollte, die Zeit aber nicht reichte, fühlte sich ein wenig an, nach einer langen Strecke auf sehr dünnem Eis plötzlich durchzubrechen und ins kalte Wasser zu plumpsen. Von diesem Augenblick an hatte ich nicht mehr nur eine Smiling Depression, sondern eine heftige depressive Verstimmung, wie ich sie seit Jahrzehnten nicht mehr hatte. Ich heulte rum, konnte kaum noch schlafen (teilweise nur 2-3 Stunden die Nacht) und vergaß zu essen. Letzteres hatte den angenehmen Nebeneffekt, dass ich nochmal ca. 5 kg abgenommen habe, was mir sehr gut gefällt. Jetzt versuche ich, das neue Gewicht wenigstens zu halten.

Ich hatte eine absolute Sinnkrise. Natürlich habe ich mir immer gesagt, dass man jeden Tag leben müsse, als wäre es der letzte. Aber ich war gleichzeitig auch immer zuversichtig gewesen, dass mir niemals wirklich schlimme Dinge passieren würden und ich sehr alt werden würde. Doch plötzlich schienen sich die Ereignisse in meinem engeren Umfeld zu häufen, so dass mir unsere Sterblichkeit plötzlich unmittelbarer vorkam. Insbesondere eine krebskranke Freundin, die nur noch palliativ behandelt wird, hat meinen Zug des Lebens von den Gleisen gehoben und in ein Schotterfeld abgestellt. Mir wurde schlagartig bewusst, dass unser wunderbares Leben, das wir führen, von jetzt auf gleich jeden Augenblick vorbei sein könnte. Ich hatte meine Zuversicht verloren.

Seit Mai, seit wir in Erfurt waren, geht es mir deutlich besser. Da hatte ich im Hotelzimmer das letzte Mal geheult. Ich schlafe wieder besser und esse wieder halbwegs normal. Mein Magen scheint sich nochmal verkleinert zu haben, so dass nicht mehr so viel reinpasst. Aber das ist gut so.

Ich möchte nur noch Dinge tun, die mir gut tun und Spaß machen. Deshalb habe ich angefangen, meine Lieblingshörspiele aus dem Ghostsitter-Maraverse noch einmal von vorn zu hören. Und ich habe beschlossen, mein Pferd Felix nicht mehr zu reiten, weil ich eingesehen habe, dass es mit seiner Arthrose nie wieder besser werden wird. Ich habe meine Zeit auf Nachrichten- und Social Media-Kanälen nochmal deutlich reduziert. Und wenn der Tab geschlossen ist, dann öffne ich ihn an diesem Tag auch nicht noch einmal. Außer im Maraverse-Discord oder dem Kanal von LastGeekTonight tummel ich mich häufiger, weil dort so viele liebe Menschen versammelt sind, die mir einfach gut tun. Viele von ihnen kenne ich auch aus dem realen Leben.

Ich bin jetzt 54 Jahre alt. Ich weiß nicht mehr, wieviel Zeit mir noch bleibt. Deshalb bin ich mit der wertvollen Zeit jetzt sehr geizig geworden, mit was und wem ich diese noch verbringen möchte.

Themen: Sonnenstrahl | mein Job | Blick in die Vergangenheit | Gesundheit | Trekdinner | Islandstute Birna | Reitbeteiligung Frami | Meine Sonderanfertigung Florian | Kampf den Pfunden | Eigenes Pferd Felix | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz) | LastGeekTonight (LGT)
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Freitag, 10. Juli 2026 16:42

Duck Soup / Die Marx Brothers im Krieg (1933) - DVD

Nachdem Tommy Krappweis ungefähr drölfzigmillionen Mal den Film Duck Soup / Die Marx Brothers im Krieg empfohlen hat und sich sogar eine Userin des Maraverse-Discords diesen Nickname gegeben hat, habe ich mal geschaut, wo man den Film ansehen kann. Leider gibt es den nirgends zu streamen, auch nicht gegen Shut-up-and-take-my-money. Also habe ich die DVD bei Medimops bestellt. Und erstaunlicherweise relativ zeitnah angeschaut, statt sie auf dem Pile of Shame/Joy verstauben zu lassen. Dafür musste ich zunächst einen Nahkampf mit drei Fernbedienungen, dem Smart-TV und der Playstation gewinnen. Ich weiß nicht, wieviele Jahre es jetzt her ist, dass wir mal eine Silberscheibe angeschaut haben...

Aber es hat sich gelohnt, ich habe Tränen gelacht. Was für ein witziger Film, insbesondere getragen durch Rufus T. Firefly (Groucho Marx), der zum Präsidenten des bankrotten Landes Freedonia ernannt wird. Dabei umgarnt er die Reiche Mrs. Teasdale. Das erinnerte mich sehr stark an die recht eigenartigen Avancen von Rufus T. Feuerflieg aus den großartigen, lustigen und warmherzigen Ghostsitter-Hörspielen, wunderbar kauzig gesprochen von Wigald Boning (RTL Samstag Nacht). Er hat sogar seinen eigenen Spin-Off Die phantastischen Fälle des Rufus T. Feuerflieg. Der Vampir Vlarad wird übrigens vom einzigartigen Christoph Maria Herbst (Stromberg/Er ist wieder da) gesprochen.

Diese Avancen richteten sich, bevor Kreszenzia in sein Leben trat, beispielsweise an Desirée von Dumont, deren hervorstechendes Merkmal ebenso wie bei Mrs. Teasdale ist, dass sie sehr reich ist (und nebenbei bemerkt auch Beatles-Fan).

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Film schon einmal vor 40 Jahren oder so gesehen habe. Das könnte gut sein, denn die Marx Brothers mochte ich ebenso gern wie Laurel & Hardy und Charlie Chaplin. Ein paar Szenen kamen mir deshalb wohl dunkel bekannt vor. Aber die Spiegelszene kannte ich auf jeden Fall, allerdings aus jüngerer Vergangenheit und als Homage. Fox Mulder erlebt Ähnliches in der Akte-X-Doppelfolge Dreamland. Was für Meisterwerke!

Und weil Tommy alles, was er tut, mit größter Leidenschaft tut, hat er ebenfalls selbst einmal Rufus T. Firefly in der Nachtschleife von Bernd das Brot interpretiert, natürlich inklusive des absurd aufgemalten Schnurrbarts.

Ja, ich weiß... Ich bin ein Fangirl! Aber nicht toxisch, hoffe ich...

Themen: Blick in die Vergangenheit | Filme | Tommy Krappweis | The Beatles | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz) | Serien | Sonnenstrahl
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Samstag, 27. Juni 2026 16:11

Pumuckl-Tour in Haidhausen von Mingatours

Heute war ich mit Florian bei der Pumuckl-Tour in Haidhausen von Mingatours. Ich bin über Fatzebuck darauf aufmerksam geworden, aber leider war sie bisher immer ausgebucht. Wir wollten eigentlich eventuell vielleicht zum CSD, aber nachdem noch Tickets verfügbar waren, habe ich umdisponiert.

Natürlich bin ich im Cosplay mit wenig Aufwand gegangen: Grüne Hose (ja, trag ich tatsächlich ab und an und pass auch wieder rein) und ein gelbes Raumschiff Enterprise-T-Shirt, das ich irgendwann mal von Sat.1 als Werbegeschenk erhalten habe. Da ich eigentlich meine Haare nicht mehr färben möchte, habe ich mal Haarkreide ausprobiert. Sieht zwar nicht rot aus, daber zumindest rötlich. Meine Haare habe ich mit einem roten Samtgummi zusammengebunden, das sieht man auf dem Bild leider nicht. Chrsitine, unsere Tourguidin, hat sich auch über das Outfit gefreut. Eine Tasche, ein Poloshirt mit Stickerei und ein Plüsch-Pumuckl waren auch mit von der Partie, die meisten Leute kamen aber in normaler Kleidung.

Wir versammelten uns am Treffpunkt und Christine erzählte uns dann eine ganze Menge über die Drehorte und Schauspieler. Weil es so heiß war, haben wir immer schön schattige Plätze aufgesucht. Für eine Rollstuhlfahrerin war die Tour auch barrierefrei. Haidhausen ist wirklich malerisch und wird auch gern für andere Filmproduktionen als Kulisse verwendet. Auf einem großen Tablet zeigte uns Christine auch immer passende Szenenfotos. Da ich die Hörspiele vor ein paar Jahren gehört habe, aber die Serie schon ewig nicht mehr gesehen, die neue leider auch noch nicht und den Film "Der blaue Klabauter" habe ich auch noch auf einer verstaubten DVD irgendwo rumliegen, konnte ich leider gar nichts zu den Folgen sagen. Einfach zu lange her. Es gab auch noch Anekdoten aus anderen Serien, z.B. Monaco-Franze. Bei "Die Hausmeisterin" habe ich immer überlegt, wann eine Hausmeisterin bei Pumuckl vorgekommen wäre. Ich hab's nicht so mit deutschen Serien (außer Kohlrabenschwarz).

Haidhausen ist so schon wunderschön anzusehen, aber mit den Anekdoten von Christine auf der Pumuckl-Tour sieht man alles nochmal mit anderen Augen. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir am Ende wegen der Hitze keine Lust mehr auf ein Selfie mit einem tollen Pumuckl-Gemälde auf einem Rolladen hatten.

Mit der netten Familie mit Plüsch-Pumuckl und -Tasche habe ich mich auch ein wenig unterhalten. Sie lieben auch den Film "Hui Buh" von Michael Herbig und mit Christoph Maria Herbst. Und ich habe dann die Hörspiele Ghostsitter von Tommy Krappweis (dem Co-Erfinder von Bernd das Brot) empfohlen. Darin geht es um einen 14jährigen Jungen, der eine Geisterbahn erbt und dann feststellt, dass alle Geister echt sind. Christoph Maria Herbst spricht darin den Vampir Vlarad, einfach großartig! Die Hörspiele höre ich gerade rauf und runter. Florian hatte sogar ein T-Shirt an, auf dem man viele Figuren aus Ghostsitter anschauen konnte, inklusive dem Anwalt Feuerflieg und dem Pummeleinhorn.

Sandra als Pumuckl mit grüner Hose, gelben T-Shirt, rot angemalten Haaren und barfuß.

Malerisches Haidhausen

Florian mit Tiberius und Ghostsitter-Shirt und Sandra

Pumuckl-Drehort

Eichhörnchen

Fußmatte vor dem Colorbirds

Holzhaus vom Alpenverein

Malerisches Haidhausen

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Montag, 1. Juni 2026 17:50

Verpasste Chancen

Weil ich im letzten Blog-Beitrag über die Quantentheorie geschrieben hatte, dass ich mich immer damit getröstet hatte, dass in irgendeinem Paralleluniversum eine Sandra lebt, die meine verpassten Chancen wahrgenommen hat, berichte ich mal über eben diese.

Als Teenager hatte mich mal eine Freundin gefragt, ob ich mit ihr auf das George-Michael-Konzert gehen würde. Das Ticket hätte damals 39 Mark gekostet. Meine Mama war aber dagegen, weil sie Angst hatte, dass ich auf so einem Konzert meine ersten Drogenerfahrungen machen würde. Nun, jetzt ist George Michael nicht mehr unter uns... Und wegen dieser Angst hatte ich bis 1998 gebraucht, als ich 26 Jahre alt war, bis ich mich das erste Mal auf ein richtiges Konzert getraut hatte: Depeche Mode. Seit dem gehe ich hin und wieder, habe a-ha, Nik Kershaw und Billy Idol nachgeholt, und bin erstaunlicherweise nie mit Drogen in Kontakt gekommen.

Ich wollte auch immer in die Westernstadt No Name City gehen. Aber irgendwie wollte niemand mit mir dort hin. Damals hatte ich das Problem, dass ich mich nicht getraut habe, irgendwohin alleine zu gehen, außer ich war dort schonmal (z.B. Ponyhof oder Kino). Bis zur Schließung 1997 habe ich das nie geschafft und immer bedauert. Als ich mit meiner Mama und den Jungs dann 2005 Urlaub im Bayerischen Wald machte, fiel mir ein Flyer von Pullman City in die Hände. Da ein Sohnemann Geburtstag hatte und kostenlos rein durfte, konnte ich meine Mama überreden, dort hinzugehen. Es war so wunderbar! Und später bin ich auch mit meinem Schatz Florian einige Male dort gewesen, zur Harley Stampede, zu Tom Astor, da haben wir auch im Palace Hotel übernachtet, und zum Twitch-Community-Treffen von RealHartlMax. Und nicht nur das, wir waren auch in Old Texas Town in Berlin, das von Truck Stop besungen wurde, bei den Süddeutschen Karl May Festpielen in Dasing (Western City von Fred Rai), in El Dorado in Templin und beim Spirit of No Name City in Poing. Und irgendwann lese ich dann auch endlich das Buch von Tommy Krappweis dazu.

1992 arbeitete ich in einer taiwanesischen Computerfirma. Unsere Buchhalterin kam aus Hong Kong. Als sie zu ihrer Familie flog, hatte sie mich gefragt, ob ich mitkommen wolle. Ich hatte damals aber große Angst vor Auslandsreisen. Im Nachhinein dachte ich mir aber, dass es doch nichts Besseres gibt, als mit einer Einheimischen die Stadt zu erkunden. Seit Hong Kong 1997 an China zurück fiel, habe ich kein Interesse mehr daran, die Stadt jemals zu besuchen.

Als Florian und ich 2008 in den USA waren, hatte er im Vorfeld den Newsletter von Eugene Roddenberry mit einer Partyeinladung in das Hilton Hotel in Las Vegas bekommen. Wir hatten rumüberlegt, ob wir unsere Reiseroute ändern sollten. Es wäre schon irgendwie gegangen, wir wären dann eben eine Woche früher in Las Vegas gewesen und etwas zick-zack gefahren. Aber dann haben wir die Idee verworfen, weil wir beide keine so großen Partygänger sind. Als wir dann eine Woche später in Uniform das komplette Programm machten, wurden wir gefragt, ob wir letzte Woche auch da gewesen wären zur Convention. Welche Convention? Verdammt! Die Party wäre ein Teil dieser Convention gewesen. Jetzt gibt es die Star Trek Experience nicht mehr. Wir waren kurz vor Schließung dort. Immerhin haben wir diese Chance nicht verpasst.

Als wir 2013 in den USA gewesen waren, fanden kurz danach in München Dreharbeiten zu dem Film Mara und der Feuerbringer statt. Fans hatten dort in der Residenz einen Mittelaltermarkt bevölkert. Es hätte bedeutet, dass wir drei Tage im Büro gewesen wären und dann schon wieder zwei Tage Urlaub hätten nehmen müssen. Ich hatte keinen Urlaub mehr, den ich hätte nehmen können, meine Überstunden reichten auch nicht, ich hätte auch ein schlechtes Gewissen gehabt, und Florian wollte nicht ohne mich gehen. Die Jungs wären mit 12 und 14 schon alt genug gewesen, dass wir sie hätten alleine lassen können. Aber es passte irgendwie nicht. Als wir den Film später anschauten, waren wir aber schon etwas traurig, da dort bekannte Gesichter dabei gewesen waren wie Daniel und Wolfgang. Danach haben wir versucht, möglichst keine Gelegenheit mehr auszulassen, bei Projekten von Tommy mitmachen zu können, z.B. bei den Dreharbeiten für den Song "Ich sage nein" mit Schandmaul und Bernd das Brot, das Lipsync-Video Da Bist Du Nicht Allein (Charity) oder die legendäre, im positivsten Sinne lebensverändernde Ferngesprächs-Con auf dem Arlberg.

Die letzte große, verpasste Chance, wegen der wir uns heute noch in den Hintern beißen, ist der Captain's Table der FedCon 2011. An diesem Wochenende war ursprünglich das Trekdinner United in Berlin geplant, das relativ kurzfristig "aus Gründen" abgesagt wurde. Kurz darauf erfolgte die Ankündigung des Captain's Tables. Wir hatten aber schon die Flüge nach Berlin unstornierbar für 436,96 Euro gebucht für uns vier. Das war damals für mich eine Menge Kohle. Deshalb haben wir uns entschieden, trotzdem nach Berlin zu fliegen. Es war auch eine schöne Zeit, aber ich hatte damals nicht damit gerechnet, dass das die letzte Chance gewesen sein könnte, Patrick Steward live zu erleben. Bei Leonard Nimoy und William Shatner hatte ich schließlich auch eine zweite Chance erhalten. Leider stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, Patrick Steward jemals live zu erleben, immer mehr schwand. Mittlerweile habe ich mich schon damit abgefunden, dass dies tatsächlich wieder eine echte verpasste Chance werden wird.

Uns wäre etwas Ähnliches beinahe wieder passiert. Wir hatten in der Annahme, dass Sophia und Tommy wieder zum Elbenwaldfestival kommen würden, Tickets gekauft und Hotel gebucht. Im Stream haben sie dann aber relativ kurzfristig angekündigt, dass sie an diesem Wochenende beim Das große Treffen in Aach am Bodensee sein würden. Wir waren eigentlich auch mit jemanden in Cottbus verabredet, deshalb fiel es uns tatsächlich etwas schwer, unsere Pläne zu ändern. Aber nach drei Tagen meinte Florian, dass das Elbenwaldfestival für uns eigentlich ohne Tommy und Sophia keinen Sinn machen würde. Also habe ich das Hotel storniert und die Tickets über Discord günstig abgegeben. Wir haben es nicht bereut, denn Sophia war im Lesezelt sofort aufgestanden, als sie uns gesehen hatte, und hat uns freudig begrüßt und umarmt. Das Wochenende war für uns dann in jeder Hinsicht etwas Besonderes geworden.

Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft einen guten Riecher für Chancen habe, die ich auf keinen Fall verpassen möchte. Dann muss ich auch nicht auf ein Ich in irgendeinem Paralleluniversum eifersüchtig sein. Äh, ich meine mich mit dem Gedanken trösten.

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Sonntag, 17. Mai 2026 17:25

Datum verwechseln

Ich habe schon immer gerne das Datum verwechselt. Als Kind hatte ich Schwierigkeiten mit vier und sieben. Und als ich den Kalender gelernt habe, wurde es auch nicht besser. Als Sekretärin hatte ich auch immer Angst, dass mir das beim Buchen von Reisen passieren würde, weshalb ich da immer dröfzig Mal kontolliert habe, ob auch alles stimmt. In Excel formatiere ich die Zellen dann auch immer so, dass automatisch der Wochentag mit zwei Buchstaben dabei steht (TT.MM.JJJJ (TTT)), dann fällt es schneller auf, wenn ich mich geirrt habe.

Das sind meine drei Best-ofs:

  1. Als ich Ende der 90iger in meiner Firma angefangen hatte zu arbeiten, sammelten wir noch zu jedem Geburtstag Geld und schenkten uns dann was. Ich habe mal ein Boxenschild auf Holz gebrannt für mein damaliges Pferd Shiras bekommen, das ich einmal nebenbei erwähnt hatte, und worüber ich mich sehr gefreut hatte. Von einer Kollegin wusste ich, dass sie auch ein Depeche-Mode-Fan war und ich hatte die Idee, dass wir ihr ein Ticket für ein Konzert schenken könnten und dass ich dann mit ihr gemeinsam auf dieses Konzert gehen könnte. Das war im Oktober 1998. Meine KollegInnen fanden die Idee super und ich sammelte Geld, kaufte die Tickets und stellte fest, dass der Geburtstag erst im November sein würde. Es war mir peinlich, aber ich habe gebeichtet und wir haben ihr einfach das Geschenk schon ein paar Wochen vor ihrem Geburtstag überreicht.
  2. Das zweite Mal war unsere erste USA-Reise. Wir wollten eine dreiwöchige Rundreise machen. Und ich hatte damals die dumme Angewohnheit, erst die unwichtigen Dinge von der ToDo-Liste zu erledigen, damit ich die wichtigen auf jeden Fall auch noch machen musste und am Ende des Tages richtig viel erledigt hatte. Deshalb hatte ich die Flüge etwa 23:30 Uhr gebucht, zu einer Zeit, zu der ich normalerweise schon ins Bett ging. So übermüdet hatte ich dann das Datum verwechselt und den Rückflug nach zwei Wochen gebucht. Ich habe mich tierisch geärgert, aber sofort in dem Online-Reisebüro angerufen und tatsächlich auch einen echten Menschen erreicht. 2008 ging sowas noch. Die nette Dame am Telefon hat gesagt, dass es nach der Online-Buchung etwa 30 Minuten dauert, bis die Buchung fix im System der Fluggesellschaft ist. Innerhalb diesen Zeitraums war es noch möglich, den Flug einfach umzubuchen. Ich war so erleichtert. Das Wissen hat mir auch in Zukunft schon einmal den A*sch gerettet, weil ich nach einer Fehlbuchung sofort angerufen hatte und die Kartoffeln so aus dem Feuer holen konnte. Und zum Dank habe ich danach die Flüge immer bei diesem Anbieter gebucht, bis ich irgendwann festgestellt habe, dass die Domain an einen anderen Anbieter verkauft worden war.
  3. Das dritte Mal war in einer Zeit, in der ich einen recht anspruchsvollen Chef hatte, während gleichzeitig zwei Kolleginnen in Elternzeit waren, weshalb ich Hamster im Rad bis kurz vorm zweiten Burnout war. Ich sollte eine kleine Konferenz organisieren. In der Stadt war aber gleichzeitig Messe, so dass es nicht so einfach war, ein Hotel zu bekommen. Ich hatte einige Anfragen rausgeschickt und dann einem Hotel zugesagt. Als ich merkte, dass ich einen Tag zu spät gebucht hatte, habe ich erst einmal das Notebook im Homeoffice zugeklappt, eine Runde geheult und bin dann in den Stall zum Pferd gefahren, um meinen Kopf wieder frei zu bekommen. Als ich dann wieder nach Hause kam, habe ich festgestellt, dass ich noch ein unbeantwortetes Angebot im Posteingang mit dem richtigen Datum hatte, weil ich zeitgleich noch eine Agentur beauftragt hatte, ein passendes Hotel zu suchen, und da anscheinend das richtige Datum angegeben hatte. Ich musste also nur dieses Angebot annehmen und konnte das andere Hotel noch kostenlos stornieren.

Ich bin wirklich froh, dass noch nie schlimme Sachen deswegen passiert sind. Aber erst neulich ist mir wieder so ein Faux Pas passiert. Ich hatte auf allen Sozialen Medien Werbung für den Podcast Ghostsitter & Co. – Der Offizielle Maraverse Podcast #31 Gäste: Florian "Spitzohr" & Wolfgang Fröhning gemacht und überall 05. Mai geschrieben gehabt, obwohl wir vorher schon davon gesprochen hatten, dass die Aufnahme am Star Wars Tag, also am May the Force/Forth stattfinden würde. Wolfgang HäkelHägar musste mich dann erst korrigieren, dann habe ich in allen Sozialen Medien dann die Posts nochmal bearbeiten bzw. ganz neu machen müssen.


Update: Samstag, 06. Juni 2026

Mir ist noch eine Datumsverwechslung eingefallen. Ferdinand hatte einen Vorstellungstermin für eine Ausbildung. Und wir beide hatten uns den letzten Januar gemerkt: 31.01. Dumm nur, dass der Termin am 30.01. war. Als wir das bemerkten, war der Termin natürlich schon verstrichen. Ferdinand hat aber eine sehr nette Entschuldigungsmail geschrieben und man hat ihm tatsächlich noch eine zweite Chance gegeben. Heute hat er dort seine Ausbildung abgeschlossen und wurde fest eingestellt.

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Samstag, 9. Mai 2026 19:02

ComicPark im egapark Erfurt - mit Tommy Krappweis, Norman Cöster und Harpo Speaks!

Heute waren wir auf dem ComicPark. Zuerst haben wir geschaut, wo die wichtigste Bühne war, nämlich Bühne 1, wo später Tommy Krappweis und Norman Cöster, die beiden Erfinder von Bernd das Brot, ein Panel haben würden und am Abend dann noch Tommys Band Harpo Speaks! spielen würde. Danach sind wir über das Gelände gelaufen und haben uns alles angeschaut. Am Bücherstand haben wir die Mara- und Ghostsitterbücher entdeckt und gleich mal gefragt, ob es auch eine Signierstunde geben würde. Die Frau im Stand hat dann sofort Tommy kontaktiert, da anscheinend noch nichts konkret vereinbart wurde. Florian durfte Maraverse-Visitenkarten hinterlegen.

Ich war froh, dass es keine Dixie-Klos gab, sondern an mehreren Standorten ordentliche Toilettenbungalows. Es gab neben den Bierbänken noch riesige Plastiksessel, die für Florian ideal und sogar bequem waren. Wir sicherten uns gute Plätze in der ersten Reihe. Allmählich kamen dann auch alle aus dem Maraverse-Discord, die eingefleischten Fans sozusagen. Ich setzte mich schonmal vor das Mikrophon auf den Boden, um gleich als erstes dranzukommen. Nachdem die Geschichte von der Erfindung von Bernd das Brot zum Besten gegeben wurde, richtete ich meine alten Knochen auch auf und sprach in das Mikrophon, das ich zuvor auf meine Höhe eingestellt hatte, einen Geburtstagsgruß für Tommy aus. Damit hatte ich die Organisation der Veranstalter etwas durcheinander gebracht, denn eigentlich sollte erst am Ende eine Sonnenblume überreicht und ein Ständchen gesungen werden. Das wurde dann mal eben schnell vorgezogen.

Danach habe ich einen USB-Stick mit einem Papa-Schlumpf übergeben, auf den wir ein paar Grußbotschaften in Form kurzer Videos aus dem Flauschhaufen gesammelt hatten, die Sophia und Tommy auf ihrem Umzug nach Irland begleiten sollen. Es gab noch ein paar weitere Geburtstagsgeschenke. Und dann habe ich eine Frage gestellt, nämlich ob Bernd das Brot einmal in einem Pummeleinhorn- oder Ghostsitter-Hörspiel vorkommen könnte, ob das rechtlich möglich sei, aber das ist es nicht. In der Zwischenzeit haben sich ein paar Leute hinter mir versammelt, die ebenfalls Fragen stellen wollten, weshalb meine weiteren Fragen unter den Cuttertisch fielen und ich ihnen das Mikrophon überließ. Es wurden wirklich tolle Fragen gestellt.

Florian hat Norman gefragt, weil wir in Hotels immer die Nachtschleife anschauen, ob er das Allpaka oder die Alligatorin lieber mag. Und Rica vom 12vor5-Podcast hat nach der Ghostsitter-Musicalfolge (die wirklich kommen wird!) und das Bernd das Brot-Computerspiel gefragt.

Bereits während des Panels haben am Stand neben der Bühne Hardy vom Brotladen und die Buchverkäufer fleißig verkauft. Danach haben Tommy und Norman dann fleißig signiert. Tommy hat ein wundervolles Geschenk bekommen mit einem Hermannsdenkmal-Flaschenöffner in einer weißen Ikea-SANNAHED-Rahmen, auf dem Glas waren zwei Krähen und das Rätsel aus "Mara und der Feuerbringer - Band 2", das zum Hermannsdenkmal führen sollte als schwarze Silhouette geklebt.

Plötzlich wurde ich von hinten angetippt und ich kreischte los, weil ich Kes endlich wiedersah, die mein Lieblingsmotiv Realität ist was für Leute, die Angst vor Drachen haben Shirt und extra für mein Zottelpony Felix ein Norweger Pferdi für den Spreadshop entworfen hat. Ich hoffe, es hat niemand ein Knalltrauma erlitten.

Nachdem wir am Fleischspießstand lecker gegessen haben, gab es noch das Konzert von Harpo Speaks! Anfangs waren nur wenig Leute da, was aber auch daran lag, dass Tommy, Ingmar und Lenzi etwas vor dem Start angefangen haben zu spielen. Ich habe am Weg fernab der Bühne zwei junge Frauen tanzen sehen und bin zu ihnen hinmarschiert. Ich war überrascht, dass sie sich nicht lange haben überreden lassen, doch direkt vor der Bühne zu tanzen. Und schwupp kamen noch mehr Leute und tanzten. Es wurde harsch beendet, weil Tommy am Ende kurz die Stimme versagte. Das war richtig schön!

Danach sind wir in unser Hotel gegangen. Der Plan für den weiteren Abend ist beim Podcast Umzugspecial von Ja, Schatz etwas ausruhen und dann an der Hotelbar absacken.

Ein Mann sitzt in Steampunk-Kleidung in einer Timemachine nach H.G. Wells auf einem elktrischen Fahrzeug montiert

Bücherstand mit Mara- und Ghostsitter-Büchern

Endzeit-Fahrzeug

Star Wars Schaukampf

Tommy auf der Bühne im Sessel beantwortet Fragen

Tommy und Norman auf der Bühne in Sesseln beantworten Fragen

Tommy mit Geschenk zum Hermannsdenkmal im weißen Rahmen

Sandra und Florian mit Bernd das Brot-Mütze

Tommy mit Gitarre auf der Bühne

Lenzi auf der Bühne am Keyboard

Ingmarauf der Bühne am Schlagzeug

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Tommy Krappweis | Freunde | Fotos | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Montag, 4. Mai 2026 22:37

Ghostsitter & Co. - Der Offizielle Maraverse Podcast - Mit HäkelHägar und Florian Spitzohr

Florian war so aufgeregt, dass er das ganze Wochenende das Gästezimmer in ein Ton- und Filmstudio umgebaut hat. Aber laut Chef hat es sich gelohnt, der Ton war super. Hätte Florian nur mehr gesprochen. Aber da hat ihn die Aufregung dann doch etwas ausgebremst. Kurz vorher bin ich nochmal ins Zimmer gehuscht, um ihn mit Puder abzutupfen, damit er nicht ganz so glänzt. Es hat auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht!

Die Folge ist aber noch nicht veröffentlicht. Die ist grad in der Postproduction.

Und jetzt weiß ich, dass der Vorbesitzer des Gebäudes, in dem sich die bummfilm befindet, ein Installateur war und sehr viele Bäder eingebaut hat. Aber was mache ich jetzt mit diesem Wissen?


Update Dienstag, 12. Mai 2026

Die Podcast-Folge ist nun erschienen und kann unter #31 Gäste: Florian "Spitzohr" & Wolfgang Fröhning angehört werden.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Freunde | Tommy Krappweis | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Sonntag, 15. März 2026 15:10

AFOLs - Adult Fans Of Lego

Hin und wieder kommt es vor, dass ich von Leuten aus unseren Communitys gefragt werde, wie ich es mit dem Lego-Fan Florian Spitzohr aushalten würde. Diese Frage macht mich regelmäßig traurig, denn sie impliziert, dass ich, vielleicht weil ich eine Frau bin (?), mich nicht für Lego interessieren könne. Das ist aber falsch.

Schon als Kind habe ich viel lieber mit Lego gespielt als mit Puppen. Ich hatte als Architektentochter in erster Linie Platten, Fenster, Türen und Dachteile zu den normalen Legosteinen. Einmal habe ich im Urlaub in Dietramszell mit dem Sohn des Hotelbesitzers eine Platte gegen zwei rote 2x4-Steine mit Gummirädern getauscht, so dass ich dann auch Autos bauen konnte.

Das Bild stammt aus dem Jahr 1977. Sandra ist ca. 5 Jahre alt und lässt aus einem bunten Legohaus mehrere Legosteine auf den Boden fallen und grinst dabei. Sie hockt mit angewinkelten Beinen auf dem Boden, die in einer dunkelgrünen Strumpfhose stecken. Sie trägt ein blaues Kleid mit bunt gestreiften Ärmeln, auf denen auch Zahlen stehen. Vor ihr auf dem Boden liegen weitere Legosteine und Platten in verschiedenen Farben. Im Hintergrund steht ein weiß-roter Puppenwagen vor einer rosa geblümten Tapete.

Ein Sceenshot aus einem Super8-Film, daher unscharf. Ein schlichtes Legoauto aus weißen, gelben, roten und blauen Steinen. Die Frontscheibe ist ein Fenster, das eigentlich für Häuser ist, mit blauen Fensterläden.

Als ich 1991 in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich meine Legokiste einem Cousin geschickt. Ich weiß nicht, ob er das Lego heute noch besitzt. Damit begannen die "Dark Ages", wie Florian immer sagt, die Zeit, in der man denkt, man wäre zu erwachsen für Lego. Naja, ich hatte auch Pferde und Star Trek im Kopf, ich habe viele Hobbys. Insofern waren es nur die "Partly Dark Ages".

Als meine Jungs auf der Welt waren, haben sie selbstverständlich von Anfang an auch Lego Duplo und bald auch richtiges Lego bekommen. Ich habe gehofft, dass sie genauso begeistert davon sein würden wie ich, was auch funktioniert hat. Als Alleinerziehende hatte ich zwar nicht so viel Geld, aber das musste schon sein.

Auf einem Teppichboden bedeckt mit Geschenken hockt ein kleiner Junge, der mit einer Schere das Geschenkpapier von einem Legokarton 'Knight Kingdom' aufschneidet.

Zum 6. Geburtstag von Ferdinand sind wir auch zum ersten Mal im Legoland gewesen. Das hatte ich mir auch nur leisten können, weil für ihn der Eintritt kostenlos war, und der Rucksack war voll mit Brotzeit und Getränken. Einzig Eis haben wir uns vor Ort gegönnt. Es war ein wunderschöner Tag mit meinen beiden Jungs.

Sandra ist mit schwarzer Winterjacke und einer Lego-World-Club-Kappe im Legoland. Im Hintergrund sieht man ein paar Büsche und Bänke. Man kann den Lego-Tukan verschwommen erkennen, wie er auf einem Fels sitzt und hinter dem Busch das Affentheater. Sandra strahlt glücklich.

Seit Florian bei mir 2005 eingezogen ist, hat sich der Legoanteil in unserem Haushalt vervielfacht. Die Thatcher Perkins und das Piratenschiff mit den rot-weißen Segeln standen fortan in unserem Wohnzimmerschrank. Seit dem hat sich die Sammlung immer mehr erweitert. Außerdem waren wir mindestens einmal im Jahr im Legoland und hatten alle vier lange auch Jahreskarten gehabt, so dass wir auf längeren Autofahrten auf der A8 auch mal einfach nur für eine Stunde Pause ins Legoland gegangen sind. Die Jahreskarte, auf der ich ein Halloween-Foto hatte, behielt ich natürlich als Andenken. In einem Jahr haben wir auf einer Karte fünf Stempel geholt und durften dann an einer Backstagetour teilnehmen. Das war ein absolutes Highlight.

Eine Legoland-Jahreskarte mit dem Portrait von Sandra halloweenmäßig als Lily Munster geschminkt. Daneben prangt das Logo in Form eines Ritterschildes, auf dem 'Helden gesucht' steht. Unter der Jahreskarte aus Plastik liegt noch eine Stempelkarte aus Papier, auf der jeder Besuch im Legoland mit einem Stempel dokumentiert wurde.

Nach unserem Umzug in unsere "Scheibe Haus", wie Florian unser Traumhaus gerne nennt, hatten wir sogar ein Lego-Computer-Kaninchen-Zimmer. Aber auch im Treppenhaus und im Wohnzimmer und im Heimkino sammelte sich immer mehr Lego an. Im Treppenhaus schmale Vitrinen, die eigentlich für Modelleisenbahnen gedacht waren, aber für die Minifiguren-Reihen ideal waren. Nachdem unser letztes Kaninchen über die Regenbogenbrücke gegangen ist, wurde es zum Lego-Computer-Zimmer, was so ziemlich unser Lebensmittelpunkt ist.

Die großartigste Aktion war jedoch unser Millenium Falke. Den hatte ich schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste bei Amazing, aber 580 Euro waren schon eine Hausnummer. Irgendwann war er dann in der Vorweihnachtszeit auf 450 Euro reduziert. Da ergriffen wir die Gelegenheit und schenkten ihn uns zu Weihnachten. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis wir zu Ostern 2013 Zeit fanden, ihn aufzubauen. Damals gab es noch kein Twitch, aber wir streamten über Jutjub vier Tage lang aus unserem Keller. Am ersten Abend hat Florian sogar einen Chäd zusammengeklöppelt, den wir mit dem Beamer an die Wand hinter uns warfen und ab Tag 2 dann mit unseren 4-6 Zuschauern sogar chatten konnten. Für das Modell habe ich sogar einen Vitrinen-Couchtisch in passender Größe besorgt und in einer fabelhaften Schwertransportaktion, die man auch auf Jutjub ebenso wie unsere mehrstündigen Aufbaustreams im Zeitraffer und sogar in voller Länge noch sehen kann. Die Dreharbeiten zum Schwertransport haben zu meinem 42. Geburtstag stattgefunden.

Florian hat ein Space Invader-T-Shirt an und Sandra ein rotes Sweatshirt. Sie breiten die Arme aus, um den fertig gebauten Millenium Falken zu präsentieren, der auf einem Tisch mit grüner Tischdecke steht. Im Hintergrund stehen Umzugskartons.

Wir hatten auch einmal die Idee, dass wir alle Legoländer der Welt besuchen wollen. So waren wir in Billund (Dänemark), Windsor (UK), Tampa (Florida/USA - meiner Meinung nach das schönste Legoland), Carlsbad (California/USA) und Malaysia. Dort hatten wir uns beim Grenzübertritt aufgrund der schwer bewaffneten Grenzbeamten nicht wohl gefühlt und beschlossen, dass wir das Legoland in Dubai niemals besuchen wollen. Japan steht aber auf jeden Fall noch auf der Bucketlist.

Was wir aber Großartiges geschafft haben, war unsere Lego-Store-Tour im Jahr 2018. Auf einem unserer Wochenendtrips quer durch Deutschland meinte Florian im Sommer, dass wir in dem Jahr bereits 9 von 11 Lego-Stores in Deutschland besucht hätten. Wenn wir Hamburg und Saarbrücken auch noch schaffen würden, dann hätte Florian in seinem Lego-Reisepass von jedem Store innerhalb nur eines Jahres alle Stempel gesammelt. Wir wären nicht wir, wenn wir das nicht geschafft hätten, gerade weil es verrückt war. Wenn wir es nicht gemacht hätten, dann hätten wir es mit Sicherheit bereut. So sind wir im November zum Jubiläumskonzert 20 Jahre Schandmaul nach Köln gefahren. Und wenn wir schonmal da waren, sind wir auf dem Rückweg über Hamburg gefahren. Und im Dezember waren wir in Dillingen zur Ghostsitter-Lesung von Tommy Krappweis im Drachenwinkel, was in der Nähe von Saarbrücken war. Mission Completed!

Inzwischen sind natürlich noch weitere Stores hinzugekommen, die werden wir natürlich auch noch alle besuchen. Über unseren Verein Schwabenstein konnten wir sogar zum Preopening des Lego-Stores in der Fußgängerzone gehen.

Florian hat jahrelang Star Wars-Sets von Lego gesammelt. Das war aber eher eine Ersatzhandlung, weil wir mehr Trekkie als Warsler sind. Der Star Trek-Serie von Bluebrixx hat er widerstehen können. Aber seit 2025 das erste Enterprise-Modell rausgekommen ist, sind wir Feuer und Flamme. Das wird teuer. Das wird sehr teuer... Denn diesmal werden wir alles haben müssen. Florian hat immer mal wieder schöne Sets haben brauchen wollen müssen, wie die Achterbahn oder den Mittelaltermarkt. Ich selbst war vor allen Dingen von den NASA-Sets begeistert und natürlich dem Gruselhaus, und den Dinosaurieren und den Back to the Future-Sets.

Und seit ein paar Jahren streamen wir auch hin und wieder über Florians Twitch-Kanal. Dort könnt ihr also sehen, wie sehr ich zusammen mit Florian unsere gemeinsame Lego-Leidenschaft zelebriere.

Sandra hat eine rote TNG-Uniform an, Florian den roten TNG-Hoodie. Sie sitzen an einem Tisch mit Weltraumtischdecke. Im Hintergrund ist das Innere eines Raumschiffs zu sehen, ein Hintergrundbild. Auf dem Tisch stehen Getränke und Schälchen zum Sortieren vom Lego bereit. Die Miniwarpgondeln und der Unterboden des Shuttles von Ro Laren ist bereits fertig. Florian hält einen Stapel Schälchen in den Händen und Sandra schaut freudig auf ihr Tablet, wo sie den Chäd verfolgt.

Der nächste Schritt wird sein, dass Florian endlich wohlverdient sein eigenes Legozimmer bekommen wird, das er dann sein "Brickoseum" nennen wird. Sobald Ferdinand ausgezogen ist. Damit wird für ihn ein großer Traum in Erfüllung gehen.


Update 16.03.2026

Beim Schwabenstein e.V. sind ca. 20% der Mitglieder weiblich.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Blick in die Vergangenheit | Sonnenstrahl | 1001 Steine | Fotos | Star Trek | Star Wars | Traumhaus | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Montag, 19. Januar 2026 22:30

Harald Lesch in der KulturEtage - Klimawandel

Heute haben wir uns mit Freunden in der KulturEtage getroffen, um einen Vortrag von Harald Lesch über den Klimawandel anzuhören. Es ist schon großartig, dass uns diese Möglichkeit in der Messestadt geboten wird, und das sogar kostenlos.

Was habe ich an diesem Abend mitgenommen?

  • Wir können den Klimawandel nicht mehr aufhalten.

    Das CO2 wird die nächsten hunderte Jahre als Treibhausgas aktiv sein. Das 1,5°C-Ziel haben wir gerissen. Die Auswirkungen sind klar:

    -> mehr Hochwasser-Ereignisse, klar, wenn es wärmer ist, verdunstet mehr Meerwasser, das muss irgendwie irgendwo wieder runter

    -> mehr tropische Wirbelstürme, weil ein erhitzter Ozean mehr Energie abgibt und daher die Entstehung von energiereicheren Wirbelstürmen begünstigt

    -> mehr Hitzewellen, mehr Hitzetote, usw. Wir müssen leider damit leben. Aber es ist essentiell, dass wir unseren CO2-Ausstoss verringern. (Methan war nicht Thema des Vortrags, daher ging es nur um fossile Brennstoffe und nicht um Rinderhaltung)

  • Wie kann man nachweisen, dass die Klimaerwärmung menschengemacht ist?

    Erstaunlicherweise durch den radioaktiven Zerfall von Kohlenstoff. Die Halbwertszeit von C14 ist lediglich 5.730 Jahre. Verglichen mit den Millionen Jahren, die die organischen Stoffe im Boden verblieben sind, bevor sie zu Kohle und Öl geworden sind, ist das ein Wimpernschlag. Das führt dazu, dass in Kohle praktisch kein einziges radioaktives C14-Isotop mehr zu finden ist. Wenn Kohle also verbrannt wird, dann ist auch das Kohlendioxid in der Luft frei von C14. Kohlendioxid, dass durch organische Prozesse entsteht, z.B. das was wir ausatmen, enthält aber den natürlichen Anteil von eins zu einer Billion. Dadurch ändert sich auch das Verhältnis der C12 und C13-Isotope in der Atmosphäre, was eindeutig beweist, dass der CO2-Anstieg in der Atmosphäre durch fossile Brennstoffe verursacht wird und damit tatsächlich menschengemacht ist.

    Und mal ganz banal gesagt: Es ist sehr vermessen zu glauben, dass wir Milliarden Tonnen Öl aus der Erde pumpen und verbrennen können, ohne dass es den Anteil von CO2 in der Atmosphäre erhöht. Wir müssen also weg von fossilen Brennstoffen. Auch um unsere Abhängigkeit von anderen Staaten zu reduzieren. Im übrigen hat China das schon längst erkannt.

  • Gute Nachricht: Hier wird der Markt regeln!

    Und damit meine ich nicht meine dystopische Phantasie, dass es zu einem extremen Sozialdarwinismus führen wird und am Ende nur ein kleiner Teil der Menschheit überleben wird. Das vielleicht auch, aber wir sehen schon jetzt, dass der Energiesektor unaufhaltsam transformiert wurde - egal was The Orange One von sich gibt. Der Verkehrssektor wird in den nächsten Jahren ebenfalls transformiert. Es wird eine Zeit kommen, da muss man mit einem Verbrenner sehr weit fahren, um überhaupt noch eine Tankstelle zu finden, während das E-Auto bequem lädt, während man im Restaurant sitzt, einkaufen geht oder im Bett liegt und schläft. Beim Gebäudesektor wird es etwas länger dauern, weil Häuser und Heizungen die längste Lebensdauer haben. Aber auch hier wird eine Transformation nicht mehr aufzuhalten sein.

    Warum? Weil Erneuerbare (Wasser, Wind, Sonne und Biomasse) einfach viel kostengünstiger und effizienter sind als fossile Brennstoffe. Das hat man sogar in Texas kapiert.

Ich hatte befürchtet, dass sich auch Personen im Publikum einfinden werden, die nur gekommen sind um zu stänkern. Ganz so schlimm war es dann nicht. Es gab eine Wortmeldung von einem ewiggestrigen Kernenergie-Fanboy, der offensichtlich nicht zugehört hat oder die Argumente nicht gelten lassen möchte. Die Website verlinke ich mal nicht, die sieht höchst professionell aus und kann mit ihren unhaltbaren Argumenten dazu beitragen, dass Menschen ihrem Confirmation Bias aufsitzen.

Harald Lesch hat sich darüber aufgeregt, dass die Standorte der Castorbehälter frei im Internet eingesehen werden können. Da muss nur ein größenwahninniger Diktator/Terrorist einen Bunkerbrecher draufschmeißen, dann können wir bei uns auch testen, wie gut wir mit dieser erhöhten radioaktiver Strahlung klarkommen.

Die Frage des ewiggestrigen Kernenergie-Fanboy war durchaus vernünftig und nachvollziehbar: War es ein Fehler, die Atomkraftwerke stillzulegen, statt sie noch weiter laufen zu lassen, bis unser Stromnetz allmählich auf dezentrale, erneuerbare Energiegewinnung und -speicherung ausgebaut wurde? Mag sein, aber erstens bekommt das unsere Bundesnetzargentur sehr gut hin, Blackouts zu vermeiden (Wieviele Blackouts gab es in Deutschland, weil die AKWs abgeschaltet wurden?), und zweitens ist das Problem mit dem Radioaktivem Abfall nicht gelöst. Und nein, Transmutation ist (noch) keine Lösung, kleine modulare Reaktoren auch nicht. Ich bin da aber entspannt, denn Kernenergie findet immer weniger Akzeptanz in der Bevölkerung, und auch hier wird das schlichtweg der Markt regeln.

Harald Lesch war großartig! Er kann nicht nur sehr gut erklären, sondern ist auch bissig und witzig. Die Präsentation hieß "Purer Optimismus". Und auch wenn ich kein Schwarzseher sein möchte und mein #Trotzhoffnung-Sweatshirt angehabt habe, ist mir doch bewusst, dass wir hier Jahrzehnte verschlafen haben. Aber vielleicht schaffen wir es doch noch, das Ruder herumzureißen.

Ich bin übrigens dafür, eine vierte, bzw. fünfte Gewalt einzuführen. Die vierte gilt als die Presse. Und als fünfte könnte man eine Scientive etablieren. Wenn der Wissenschaftsrat die Macht erhalten würde, nicht nur Ratschläge zu erteilen, sondern gegen Gesetzesvorhaben ein Vetorecht hätte, wenn die Gesetze gegen wissenschaftliche Erkenntnisse verstoßen. Dann wäre die Regierung beispielsweise verpflichtet, klimaschädliche Subventionen abzubauen, und niemand könnte etwas dagegen tun.

Wer den Vortrag verpasst hat, kann sich über den thematisch verwandten Podcast Klimawandel-Leugner Tr*mp - warum es trotzdem Hoffnung gibt anhören. Oder sich von MaiThinkX erklären lassen, weshalb wir mit Methan einen viel größeren Hebel haben als mit CO2 und deshalb ebenfalls noch Hoffnung besteht.

Apropos Podcast: Weil wir persönlich vor Ort unter echten Menschen bei diesem Vortrag gewesen sind, konnten wir leider die Live-Aufzeichnung meines Lieblings-Wohlfühl-RestoreMyTimeline-Podcasts Ja, Schatz! auf Twitch.tv/WildMics nicht anschauen und mit Tommy & Sophia chatten. Jetzt muss ich warten, bis die Folge als Podcast veröffentlicht wird. Mist!

Vorn sind ein paar Hinterköpfe des Publikums zu sehen. Auf der Bühne steht rechts Harald Lesch mit einem dunkelgrauen Pullover und hält seinen Präsentationsstick in der Hand. Hinter ihm steht eine Werbefahne mit der Aufschrift 'Messestadt Riem - Klimatreff'. Auf der Bühne ist die Leinwand herabgelassen, auf der das Weltall und die Erdkugel zu sehen sind. 'Klima und Energie, der Stand' steht drauf, unten 'Dr. Cecilia Scorza-Lesch, Fakultät für Physik'.

Themen: Freunde | Schöne neue Welt | Tommy Krappweis | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Samstag, 3. Januar 2026 21:21

Twitch-Stream: DeLorean

Heute haben wir endlich den DeLorean aufgebaut. Ich glaube, der lag drei Jahre rum. Florian hatte ihn damals nur gekauft, weil er günstiger war mit dem eingedellten Karton, aber je mehr wir zusammen gebaut haben, desto verliebter wurde ich. Außerdem hat Florian beim Steindrucker das TimeMachine-Set und das Hoverboard geholt. Ich war wieder Marty McFly und Florian hat das "Flux Capacitor" Shirt und einen weißen Kittel angehabt, bevor uns langsam zu warm wurde. Am Ende konnte man entscheiden, aus welchem Film man den DeLorean bauen möchte. Erst hatte ich die Idee, dass wir erst Variante 1 bauen und dann jährlich ändern, aber dann haben wir uns doch für Variante 2 entschieden, aber mit dem Outatime-Licenceplate statt dem Strichcode. Ich habe sogar ein wenig gesungen, nachdem HäkelHäger getextet hat. Wir haben noch ein paar tolle Sachen erwähnt:

Lego-Minifiguren Doc Brown im gelb-braunen Anzug und Marty McFly in Jeans mit heraushängenden Hosentaschen und einer roten Weste stehen auf einer Weltalltischtecke

Unterboden des Lego-DeLorean aus überwiegend schwarzen Platten und grauen Kacheln mit rotem Hebel

Tablet mit Tastatur zeigt den Stream mit Sandra und Florian sowie den Chat an. Daneben steht eine blaue Mara und der Feuerbringer-Tasse und eine Tasse von Krist und Münch, auf der steht 'Wenn du glücklich bist, informiere dein Gesicht'

Der Lego-DeLorean von vorn. Stoßstange und Schweinwerfer sowie das scharze Schild 'DMC' sind schon da, die Motorhaube fehlt noch.

Florians Hand hält den Flux Kompensator, ein grauer Kasten mit transparenter Front und dem dreigeteilten Kernstück. In roter Schrift steht darauf 'disconnect capacitor drive before opening' und 'shield eyes from light'

Der Lego-DeLorean von vorn-oben. Es sind die beiden Sitze, das Lenkrad und der Flux Kompensator zu sehen, der orange leuchtet, als Sandra oben auf ein Knopfchen drückt

Der Lego-DeLorean von oben-hinten. Es sind das Lenkrad und das Cockpit zu sehen. Die Zeitmaschine ist aus bedruckten Steinen statt beklebten Steinen gestaltet.

Der Lego-DeLorean von links. Er ist fast fertig, nur die Motorhaube und die Reifen fehlen noch. Im Kofferraum vorn befindet sich der gelbe Koffer mit Plutonium und das pinke Hoverboard.

Der Motorraum am Heck mit dem weißen Mr. Fusion.

Der DeLorean ist fertig als Variante 2 mit Mr. Fusion und eingeklappten Rädern zum Flug. Davor steht das schwarze Schild 'Back to the Future Time Machine - Manufactured: Dr. E. Brown Enterprises, Year: 1985, Power: 1.21 GW, Fuel: Plutonium, Activation Speed: 88 MPH' und die Mini-Figuren Marty McFly und Doc Brown.

Auf dem Tisch ist eine Weltall-Tischdecke. Darauf steht der verbeulte Karton des Lego-DeLoreans, zwei Plastikschalen mit Kleinteilen, eine Schere, ein Stein der Schande, ein Konferenzmikrofon, ein schwarzes Brillenetui mit Brille, der DeLorean mit Schild und das Heft mit der Anleitung. Dahinter sieht man drei Gestelle mit Kamera. Florian sitzt an seinem Schreibtisch mit zwei Monitoren.

Ein Birke-Ikea-Billy-Regal, obere Hälfte. Auf dem obersten Regalboden steht der Leichenwagen vom Wiener Zentralfriedhof, ein dunkelblauer Mustang, zwei Motorräder aus Tron. Auf dem mittleren Regalboden steht der das NASA Mondfahrzeug, ein roter Truck/Sattelschlepper und ein türkis-farbener Mini-Porsche in einem Acryldisplay. Auf dem untersten Regalboden steht der große DeLorean mit Display und der kleine DeLorean jeweils mit den Minifiguren Doc Brown und Marty McFly. Außerdem steht dort die Lokomotive Thatcher Perkins (Lego 396 von 1976)

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | 1001 Steine | Back to the Future | Hoaxilla | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Montag, 11. August 2025 21:03

Das Große Treffen - Aach am Bodensee

Dieses Wochenende waren wir das erste Mal bei Das Große Treffen in Aach am Bodensee. Gewohnt haben wir in einem nahegelegenen Hotel, weil wir weder lagern noch campen. Hauptgrund war natürlich, dass Tommy und Sophia Krappweis da waren für Lesungen und Harpo Speaks! Aber ich war insgesamt sehr begeistert. Es gab zusätzlich zum Mittelalterdorf noch ein Wikinger- und ein Piratendorf und Steampunk war auch vertreten. Letzteres war auf einem großen Reitplatz, dessen Boden ziemlich plattgetreten war und ich denke, dass der ordentlich gefahren werden muss, bevor er wieder bereitbar ist. Es gab auch einen Bereich, der auf der Karte als "privat" gekennzeichnet war. Anfangs dachte ich, dass das ein Bereich für die Crew wäre, so ähnlich wie beim Legoland für die Teilnehmer der 501 German Garrison, als es noch die Star Wars Tage gab, bevor Disney das Franchise geschluckt und die Kooperation beendet hat. Aber es war überraschender Weise ein Pferdestall mit kleinen Paddocks und einem Round Pen. Als Pferdebesitzer wäre das für mich der Horror, wenn da ein Mega Event Park um meinen Stall herum wäre, wo regelmäßig solche Festivals stattfinden. Und ich hatte Recht, dort finden auch Reitturniere statt.

Wir haben uns auch mit Freunden aus der LastGeekTonight-Bubble getroffen und auch mit lieben Menschen, die wir bisher nur aus dem Discord kannten. Es gab hier Überschneidungen zur WildMics- und Maraverse-Bubble. Es wurden auch interessante Gespräche geführt. Zu Essen gab es auch reichlich und lecker. Besonders der Flammkuchen, der Langosch, das Slush und die Crêpes haben es mir angetan. Am Sonntag waren leider die Bananen aus. Ich nahm statt dessen Kirschen und hatte leider einen Kirschkern drin. Gut, dass ich nicht zu fest zugebissen hätte, sonst hätte sich die Zahnzusatzversicherung gelohnt.

Die Lesung von Sophia und Tommy Krappweis war wirklich schön. Es ging um Kohlrabenschwarz. Am nächsten Vormittag war ein Ask us Anything, wo ich Streberin Fragen zu den Podcasts Ja, Schatz! und Der offizielle Ghostsitter Podcast stellte und wissen wollte, wieviel Autobiografisches in manchen Szenen aus Kohlrabenschwarz steckt. Und es ging nicht um die Hirschkuh. Florian hat gefragt, wofür die beiden dieses Wochenende dankbar sind.

Am Samstagnachmittag und auch am Sonntagnachmittag spielte Harpo Speaks! auf ziemlich kleinen Bühnen. Vielleicht war die Hafenbühne die kleinste Bühne, auf der sie jemals gespielt haben. Ich hatte so den leisen Verdacht, dass die Veranstalter das deshalb so gemacht haben, damit Tommy nicht wieder das Publikum zum Mitsingen auf die Bühne bittet, wenn sie Ein echter wahrer Held spielen.

Außerdem hat mir das Endzeitlager wahnsinnig gut gefallen. Mad Max live. Bisher kannte ich Rotten Raptor nur von der ComicCon, dort war es aber nur ein Auto mit ein paar Endzeitlern, die in irgendeiner Ecke rumstanden. Aber hier war es ein ganzes Lager und eine ganze Show mit Feuer, Akrobatik und einem Showkampf. Leider war die Donnerkuppel ungünstig positioniert, weil es keine Tribüne gab. Das Publikum hat eigentlich nur etwas mitbekommen, wenn es das Glück hatte, in der ersten, zweiten Reite zu stehen. Wir hatten eigentlich einen tollen Sitzplatz, aber die Security hat uns aufgescheucht und als wir dann mit Abstand zur Donnerkuppel standen, haben sich dazwischen natürlich Leute positioniert, die erst später dazugekommen waren. Ich war sehr frustriert, dass ich nichts mehr sehen konnte und die Show erst später auf den Videoschnipseln sehen konnte, die Florian mit der hochgehaltenen Kamera gemacht hat. Ich stand nur am Zugang zur Basis, so dass ich die Kämpfer vorbeilaufen sehen konnte oder wenn sie aus der Donnerkuppel als Verlierer rausgetragen wurden.

Besonders lustig fand ich auch das Teapot-Race. Da traten unterschiedliche ferngesteuerte Fahrzeuge gegeneinander an. Sie mussten einen interessanten Parcours absolvieren. Die einzige Bedingung war, dass auf dem Gefährt eine Teekanne befestigt sein musste. Die konnte aber auch winzig klein sein, wie aus einer Puppenstube, oder wie bei dem Gefährt der Umbrella Corporation größer als der fahrbare Untersatz.

Ursprünglich hatten wir vor, wieder auf das Elbenwaldfestival zu gehen, aber wegen Tommy und Sophia Krappweis haben wir unsere Pläne geändert. Es war wieder ein wunderbares Wochenende geworden, von dem ich noch eine Weile zehren werde. Und ich habe mich riesig über ein kleines, großes Geschenk gefreut.

220 Fotos

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Samstag, 5. Juli 2025 23:56

Theater Mara und der Feuerbringer

Zu Tommys Mara und der Feuerbringer gibt es zu den drei Büchern noch den Film sowie die Hörspiele. Als wir erfahren haben, dass es hierzu eine Theateradaption gibt, haben wir natürlich sofort Tickets besorgt, zumal Augsburg von uns nur ein Katzensprung entfernt ist. Zuvor waren wir im Westernoutfit unterwegs gewesen, weshalb ich mich im Parkhaus noch etwas umstylen musste. Ich kann schließlich nicht ohne mein Mara-Outfit zu solch einem Event gehen.

Das Theaterstück fand im Pfarrsaal Augustinus statt. Ich finde es großartig, dass dort für wenig Geld das Theater gemietet werden kann und so Kultur gefördert wird. Dort befindet sich eine kleine Bühne und ein Zuschauerraum für schätzungsweise etwa 100 Personen. Es gibt leider keine Klimaanlage - muss man bei den derzeitigen Temperaturen erwähnen. Aber man konnte Getränke vor Ort kaufen. Mara durfte deshalb heute auch in kurzen Hosen auftreten.

Wir haben uns dort mit drei Leuten vom Trekdinner getroffen, wobei zwei von ihnen "Mara und der Feuerbringer" noch gar nicht kannten. Die Kulissen waren einfach hergestellt, teils aus mehrfach verwendbaren Teilen wie lange Paletten, die man als Bett, als Sofa und auch als Steg am See aufbauen konnte. Da in dem Stück einige Visionen von Mara realisiert werden mussten, war es für die Mitwirkenden Schwerstarbeit, die Bühne zig mal umzubauen. Die Szene, in der Mara von den Leuten im Bus mit schwarzen Augen bedrängt wurde, war sehr toll umgesetzt mit schwarzen Masken, die sich die Schauspieler kurz vor das Gesicht hielten. Was für eine tolle Idee!

Aber es war auch sehr witzig, ganz im Stil von Tommy Krappweis mit nerdigem Humor. Selbst der Satz "Das sind nicht die Droiden, die ihr sucht!" fehlte nicht. Manches war auch nicht ganz absichtlich, hatte ich den Eindruck, wie das Wegpusten der Haare und der Mütze der Polizistin. Oder wie der Professor mit dem Ledersessel an den Tisch gerückt/gehoppelt ist. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob bei Loki nicht der Suebenknoten gefehlt hat, als Mara ihn in einer Vision auf dem Fels gefesselt mit den Eingeweiden seines Sohnes (bemalten Fahrradschläuchen) gesehen hatte. Oder ob es mir nur nicht aufgefallen ist, weil Loki in einer anderen Vision schöne lange Haare hatte. Und wir haben gelernt: Mittwoch ist Schnitzeltag!

Die Schauspieler waren wirklich toll, insbesondere Mara, die sich herrlich über ihre Mutter und den Umstand, die letzte Spakona zu sein, die nun die Welt vor Rrrragnarrrrrök retten muss, aufregen konnte. Auch der Professor hat mir sehr gut gefallen mit seiner Mimik. Und Siegfried hat zwar nicht viel gesagt, aber das muss ein Unterwäschemodell auch nicht. Fotos durften leider nicht gemacht werden.

Am Ende der Show gab es auch Standing Ovations. Ich war ein wenig traurig, weil nur etwa 30 Leute im Publikum gesessen haben, teils auch Kinder. Alle SchauspielerInnen haben sich in ihre Privatklamotten geworfen und begonnen, die Requisiten und Bühnenbilder abzubauen. Eine Mitwirkende hat sich dann vor uns auf die Stufen gesetzt und mit uns geplaudert.

Das war Nathalie, die gemeinsam mit ihrem Mann Benjamin mit reACTed das theaterpädagogische Projekt gegründet hat, das Theater allen soziale Schichten näher bringen möchte und sich gegen Faschismus engagiert. Sie erzählte uns, dass sie und ihr Mann große Tommy Krappweis-Fans sind. Als sie letztes Jahr die Idee hatte, das Stück auf die Bühne zu bringen, hat sie natürlich mit Tommy Kontakt aufgenommen, um die urheberrechtlichen Fragen zu klären. Im Herbst hat Tommy sie dann mit dem Ensemble in die bumm-film eingeladen. Er war von der Darstellerin von Mara sofort begeistert: "Ja, das ist die Mara!"

Mir hat das rollende R von Mara und dem Professor gefallen, was in Bayern weit verbreitet ist. Ich kann's immer noch nicht, obwohl ich seit 1979 in Bayern lebe. Naja, München, das ist eigentlich nicht Bayern. Benjamin hat auch seine Masterarbeit über "Mara und der Feuerbringer" geschrieben. Das Bühnenbild wurde vom Ensemble komplett selbst gebaut, wohlbemerkt in ihrer Freizeit. Die Krone von Loge, dem Feuerbringer und die Schwurbel-Ornamente auf Maras Rücken sind mit dem 3D-Drucker hergestellt worden. Florian kam ihr bekannt vor, aber der Name "Spitzohr" hatte ihr nichts gesagt.

Nathalie freute sich darüber, dass jemand sogar aus der Schweiz extra angereist war. Somit war das Publikum international gewesen. Letztes Wochenende war die Vorstellung sogar ausverkauft, worüber ich mich sehr gefreut habe.

Schade, dass wir die letzte Vorstellung besucht haben und nicht die erste. Dann hätten wir noch etwas mehr Werbung machen können.

Florian mit Ghostsitter-Tom-Shirt und mit Tiberius und Sandra im The Who-Shirt und kariertem Flanellhemd stehen vor einem Plakat für das Theaterstück Mara und der Feuerbringer

Unbeleuchtete Bühne mit Treppenstufen davor. Hinten steht eine Wand mit Tor aus dunklen Steinen. Rechts ein Torbogen von einer mittelalterlichen Burg.

Beleuchtete Bühne mit Treppenstufen davor. Hinten steht eine Wand mit Tor aus dunklen Steinen. Davor stehen weiße Felsen mit Tarnnetzen und eine Europalette. Von der Decke hängen Stalaktiten.

Themen: Tommy Krappweis | Meine Sonderanfertigung Florian | Trekdinner | unterwegs | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Sonntag, 15. Juni 2025 23:53

Buchmesse Saar - Wigald Boning, Kohlrabenscharz und Ghostsitter Stories

Heute haben wir das volle Programm genossen. Als wir im Theater am Ring in Saarlouis ankamen, war Tommy auch da und hat sich gefreut, dass ich das T-Shirt "Seltsam ist das neue schön" von Sophia trug. Zum Vortrag von Wigald Boning, der fast wie eine klassische Diashow anmutete, saß er mit Teresa Boning und deren Kindern links neben der Bühne, wo eine Art kleiner Balkon separat vom Zuschauerraum war. Die Bude war wieder voll mit ca. 250 Zuschauern. Wigald erzählte, dass er einmal eine Kalkschulter hatte und deshalb ein Jahr jeden Tag im Ammersee schwimmen wollte, um diese zu kurieren. Er hatte dabei aber nicht bedacht, dass so ein Jahr auch einen Winter beinhaltete. Daraus wurde dann der Spleen, dass er zumindest einmal am Tag zumindest in einem freien Gewässer baden wollte. So kam es, dass er auch im Winter eisbaden ging.

Es folgten die irrsten Stories. Mittlerweile sind es über 1000 Tage, die Wigald Boning am Stück in allen möglichen Gewässern gebadet hat. Er hat sogar eine Bodenseequerung gemacht, bei der er zum Weltmeister im Langsamschwimmen wurde. Auf der Zugspitze zu einem Dreh hat er auch darum gebeten, im Freien in ein Gewässer hüpfen zu dürfen, worauf man ihm draußen einen Badezuber bereitete und eine pinke Badehaube sowie einen pinken Bademantel bereitlegte. Die dort entstandenen Fotos wurden als Werbematerial verwendet. Aus dem Ghostsitter-Podcast mit Teresa Boning (Kreszenzia) wussten wir schon, dass sie Wigald zum Geburtstag im Januar einmal gemeinsames Eisbaden geschenkt hatte. Die Story wurde nun noch einmal aus seiner Sicht erzählt. Unser Wissen wurde auch erweitert: Der Hawaiisee bei Flintsbach heißt deshalb so, weil er von den amerikanischen Soldaten "Highway-Lake" genannt wurde, weil er direkt an der Autobahn gelegen ist.

In der Pause waren wir dann doch bei den Waffle Brothers gemeinsam mit einem langjährigen Drachenwinkel-Geher, den wir seinerzeit im Dezember 2018 in Dillingen bei der Mara-Lesung von Tommy kennengelernt hatten. Die Pause war aber nur sehr kurz. Wieder im Theater haben wir Christian von Aster mit Umarmung begrüßt.

Die Anschließende Kohlrabenschwarz-Lesung begann mit einer Slapstick-Einlage von Tommy, der mit dem Notenständer kämpfte. Es waren etwa 60 Zuschauer im Raum. Das Publikum hat Sophia gute Besserung gewünscht und Tommy hat das für sie im Video festgehalten. Irgendwann kam der nervige Klingelton von Stefan Schwab dran, aber keine Einspielung.

Der Gong zum Ende der Pause hat mich und die Leute immer sehr erschrocken. In der Pause haben Florian und ich über den nervigen Klingelton von Stefan Schwab gesprochen. Wenn ich ihn anrufe (Florian hat diesen Klingelton am Handy), dauert es zu lange, aber er hat die Seite von Kohlrabenschwarz schonmal geöffnet und hielt sich bereit. Als dann der Klingelton wieder erwähnt wurde, hat Florian ihn schnell abgespielt. Der Blick von Tommy - unbezahlbar. Er kam dann an den Bühnenrand und Florian durfte den nervigen Klingelton aus der Hölle nochmal am Mikrophon abspielen. Am Ende der Lesung gab es verdient Standing Ovations. Einen Teil der Lesung kann man auf Youtube anschauen: Christian von Aster & Tommy Krappweis: Live Lesung Buchmesse Saar 2025.

Die letzte Lesung war komplett Rufus T. Feuerflieg gewidmet, dem irrwitzigen Ghostsitterableger mit Wigald Boning. Es wurden drei Folgen von Muxi aufgezeichnet. Obwohl es so spät war, waren sehr viele Kinder im Publikum. Es waren einige mehr Zuschauer als bei Kohlrabenschwarz. Wigald Boning hat den Song zu Rufus T. Feuerflieg live gesungen. Sie brauchten dann jemanden, der Wienerisch sprach, aber Martin (Brotigkeit) war leider nicht da. Nein, sie brauchten jemanden, der Saarländisch sprach und hatten dann einen Gastredner aus dem Publikum auf die Bühne geholt. Ei joh! Muxi hat auch mitgemacht als Vermieter Dieter, der ständig Mietnachzahlungen verlangt. Er sollte aber auch die Geräusche mit der Stimme machen mangels geräuscherzeugende Gegenstände. Worauf Tommy ihn einmal ungläubig fragte, als er eine Türklingel machen sollte: "Hast du gerade Ding Dong gesagt?" In der ersten Folge ging es darum, wie der alte Assistent, dessen Name sich Feuerflieg nicht merken konnte, die Kanzlei verließ und Kreszenzia kam. Teresa hat sogar gesungen.

Am Ende zur Fragerunde meinte Tommy, dass alle Fragen erlaubt seien. Ich habe mich trotzdem nicht getraut zu fragen, ob Muxi eine Gehaltserhöhung bekommen hat oder warum Tommy seine Haare abgeschnitten hat. Letzteres habe ich ihn dann später beim AUA #nachsitzen im Chat gefragt (Sophia war darüber auch etwas traurig. Kann ich verstehen). Aber die Fragen der Kinder waren sowieso viel besser!

Anschließend bildete sich noch eine sehr lange Schlange mit Kindern, die ein Autogramm wollten. Wir haben in der Zwischenzeit lange auf unsere Pizza warten müssen. Isa war dann so lieb und hat alle Pizzen verteilt, die für Bonings und Tommy in den Backstagebereich gebracht und uns zu den anderen Drachenwinkelfans zur Theke begleitet. Dort haben wir uns noch gut unterhalten. Wir wurden gefragt, was es mit den "Zeugen Kühlwaldis" auf sich hat. Tommy sagt auf Twitch dann immer "googelt einfach", aber ich glaube, ich habe es schön kurz zusammengefasst. Unsere Gesprächspartner hatten Kühlwaldi auf der Übersicht der Gäste vom WTF-Talk bemerkt und ich sagte dann, dass Lydia Kühlwaldi sehr feiern würde.

Es war wieder ein wunderbares Wochenende gewesen, in einer tollen Stadt voller wunderbarer Menschen.

70 Fotos

Klingelton aus der Hölle für alle im Theater

Youtube: Christian von Aster & Tommy Krappweis: Live Lesung Buchmesse Saar 2025

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Tommy Krappweis | Christian von Aster | Zeugen Kühlwaldis | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Samstag, 14. Juni 2025 23:59

Buchmesse Saar - Tim Vollert und Lydia Benecke

Wegen dem Verkehrslärm und der Hitze haben wir nicht besonders lange geschlafen. Das Hotel hat keine Klimaanlage, deshalb mussten wir die Fenster aufmachen. Für heute hatte ich XComics und die Waffle Brothers geplant. Aber Saarlouis ist klein und es wahr sehr heiß draußen. Vor dem Comicladen haben wir ein kurzes Fotoshooting mit mir als Liv Moore (iZombie) gemacht, allerdings habe ich das Outfit wirklich nur kurz für die Fotos angezogen, weil es so heiß war. Den blau-braunen Stand habe ich mit einem Schweigeeinhorn bedacht und das fotografiert. Danach sind wir im Nanunana versackt. Als wir wieder rauskamen, hat mich eine blaubraune Frau mit "Entschuldigen Sie!" anquatschen wollen. Ich habe sie ignoriert. Ein blaubrauner Mann meinte dann "Lass sie gehen!". Danach habe ich ihr einen bösen Blick zugeworfen. Hunger hatte ich bei der Hitze und so kurz nach dem Frühstück noch keinen, weshalb wir keine Waffel aßen.

Weil wir im Hotelzimmer noch die dritte Staffel Kohlrabenschwarz zu Ende hören wollten, waren wir dann noch beim Media Markt und haben ein JBL Go4 gekauft, das Tommy empfohlen hat. Wir waren sehr erstaunt über die Soundqualität. Aber auch danach war es noch eine halbe Ewigkeit bis zum abendlichen Vortrag.

Wir kauften uns also Tickets für Tim Vollert, einem Influencer, und genossen den Nachmittag im klimatisierten Theater. Tim wollte den Sinn des Lebens wissenschaftlich erklären. Es waren wieder etwa 40 Zuschauer. Aber so richtig erschloss sich mir der Sinn des Lebens nicht. Gleich zu Beginn hat er praktisch meine Reise zur Antwort auf diese Frage wiedergegeben: Nichts währt ewig. Unser Planet wird eines Tages verbrannt, wenn sich unsere Sonne in einen Roten Riesen verwandelt. Selbst wenn es der Menschheit gelingt, das Sonnensystem vorher zu verlassen und andere Planeten oder gar Galaxien zu besiedeln, eines Tages würde das Universum kalt und tot sein und für niemanden mehr einen geeigneten Lebensraum bieten. Was hat das Leben also für einen Sinn? Für mich ganz einfach: Das kurze Leben, das wir haben, der Wimpernschlag im Strudel der Zeit, einfach glücklich leben. Es ist vollkommen egal, ob wir Kinder in die Welt setzen oder das Weltall besiedeln. Aber wir im hier und jetzt können versuchen, möglichst glücklich zu sein.

Damit aber nicht genug, Tim erzählte von Physik und dass Menschen in der Lage wären, neue Universen zu erschaffen. Nunja. Statt ein Buch zu kaufen und signieren zu lassen, haben wir im Lothringer Hof zu Abend gegessen. Mir hat es sehr gut gefallen, weil auf der Damentoilette Hygieneartikel kostenlos verfügbar waren, auch wenn ich sie jetzt nicht mehr brauche, und es türmten sich sehr viele kleine Baumwollhandtücher statt Bazillenschleuderwarmluft oder Papierhandtücher. Gibt es dazu Studien, was die ökologischste Weise ist, seine Hände zu trocknen? Vermutlich sie einfach an der Hose abwischen...

Abends bei Lydia Benecke zu "von Hochstapelei, Betrug und Gaslighting" war die Bude dann voll mit 250 Zuschauern. Den Vortrag kannten wir schon mit u.a. dem Tinder Schwindler auf Netflix.

Florian hatte auch in Erfahrung gebracht, weshalb die Reihenfolge erst Kohlrabenschwarz und dann Ghostsitterstories war: Kohlrabenschwarz wurde erst später ins Programm aufgenommen und konnte nicht parallel zu Ghostsitterstories laufen, weshalb man es parallel zum Autorenpaar Iny Lorentz (Wanderhure) ins Programm nahm.

Lydia hatte dann ein Gruppenfoto mit der Crew vom Drachenwinkel gemacht und uns gefragt, ob wir mit drauf möchten. Ich meinte aber, dass der Drachenwinkel uns wahrscheinlich eher nicht mit drauf haben möchte, weshalb wir dann noch zwei weitere separate Bilder gemacht haben, eins mit Drachenwinkel und uns und eins mit uns allein. Auf das Foto nur mit der Crew des Drachenwinkels kam dann auch die Fotografin, weil das Foto von Florian geschossen wurde. Sebastian meinte zu uns, dass wir "auf angenehme Weise verrückt" wären.

70 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Lydia Benecke | Zombies | Fotos | Tommy Krappweis | Sonnenstrahl | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Montag, 14. April 2025 23:59

Rosenheim Lokschuppen: TITANIC Die Nacht des Untergangs

... oder auch...

Nachts im Museum

Montag und Dienstag hatten wir Urlaub, weil wir uns zu der nerdigen Veranstaltung "TITANIC Die Nacht des Untergangs" angemeldet hatten. Also sind wir heute Nachmittag nach Rosenheim gefahren. Erst haben wir die Ausstellung im Schweinsgalopp angeschaut, weil wir nur bis 17:00 Uhr dazu Zeit hatten. Danach sind wir im Duschl-Bräu essen gegangen, wo wir bei schönstem Wetter im Biergarten sitzen konnten. Zurück in unserem Hotel Tryp by Wyndham haben wir uns dann in Schale geworfen. Mein Herz des Ozeans kam endlich mal zum Einsatz. Dazu hatte ich passende Ohrringe. Damit das Schmuckstück, ein altes Familienerbstück von meiner Ururururgroßmutter, die als 12jährige mit der Titanic untergegangen ist, ein hübsches Film-Merch, auch gut zur Geltung kommt, habe ich mich für mein schlichtes, schwarzes Abendkleid mit Samtbolero entschieden. Dazu royalblauen Nagellack, blauen Lidschatten mit silbernem Kajal und einem royalblauen Samthaargummi. Florian hat sich auch in Schale geworfen und Tiberius hatte Frack und Schwimmflügelchen an. So niedlich!

Das Programm war dann ein klitzekleines bisschen chaotisch, aber so nerdig und es gab so tolle Besucher mit Kapitänsmütze, mit Frack, Gehstock und Chapeau Claque, Charleston Stirnband mit Federn und Perlenketten. Es war ein Fest!

19:00 Uhr war die erste Lesung von Christian von Aster (prinzipiell zeitgleich mit dem Einlass), der auch den Text für den Raum gesprochen hatte, in dem man sich in ein halbes Rettungsboot setzen und auf Leinwänden die Titanic beobachten konnte, der Boden mit Wellengang des Wassers beprojiziert. Im Gegensatz zur Heldenausstellung, wo man seine Stimme nur über die Kopfhörer hörte, kam sein Bass über Lautsprecher gut zur Geltung, so dass ich sie sofort erkannte. Er las eigene Werke, aber auch aus dem Buch "Der Untergang der Titanic" von Hans Magnus Enzensberger (Gedichte 1967-1978) die ersten Gesänge.

19:30 Uhr begann dann schon das Konzert ein Stockwerk weiter oben des White Star Line Quintets, die u.a. auf dem Piano des Schwesterschiffs Olympic spielen. Wir haben leider nur eine halbe Stunde zugeschaut/zugehört. Aber es war wirklich großartig! Sie haben aber bis nach 22:00 Uhr gespielt mit kleinen Pausen.

Per Mail hatte ich uns zur Führung durch Dr. Jennifer Morscheiser (Museumsleiterin) um 20:00 Uhr angemeldet. Auf der Website stand etwas von 20:15 Uhr, weshalb wir die ersten drei Minuten verpasst hatten, und auch nur weil wir das Konzert früher verlassen hatten, weil wir nochmal zum Schließfach wollten. Wegen dem Konzert konnten wir auch nicht in die oberen Räume zur Führung, aber das machte nichts, wir sind dann einfach durch die Geheimtüren im Erdgeschoss in den anderen Ausstellungsteil gelaufen. Dr. Morscheiser hatte sich standesgemäß gekleidet in einem hellblauen, hochgeschlossenen Kleid mit weißer Spitze, einem passenden Hut mit weißen Straußenfedern, die damals absolut in Mode waren, einer weißen Spitzenhandtasche und weißen Schuhen, die recht bequem sind. Für mein Steampunk-Outfit habe ich solche Schuhe in braun. Eigentlich hatten sie mit 30 Nerds für diese Nacht gerechnet, aber es gab einen deutlich größeren Zulauf, so dass das Museum diese Nacht aus allen Nähten platzte.

Die Führung war fantastisch. Ich hatte schon Angst, dass mir in den Stunden langweilig werden würde. Man durfte sich eine Führung aussuchen, insgesamt gab es vier Führungen von der Lokschuppen-Crew oder auch von Günter Bäbler, dem Vorstand des Titanic-Vereins Schweiz/Swiss Titanic Society. Wir wollten natürlich zu Dr. Morscheiser, die wir zur Kohlrabenschwarz-Lesung am 22. September 2024 im Lokschuppen kennengelernt hatten. Sie hat fantastische Geschichten erzählt über exorbitante Versicherungssummen, Zollbürokratie und Einzelheiten der originalen Ausstellungsstücke, die zum Teil von Überlebenden der Titanic stammten, zum Teil aber auch von den Schwesterschiffen Olympic und Britannic. Der Besuch im Lokschuppen lohnt sich wirklich für Titanic-Fans. Dieses Jahr ist das 40-jährige Jubliäum des Fundes auf dem Meeresboden, weshalb es gleich mehrere Ausstellungen in Deutschland zu dem Thema gibt. Wirklich gelobt wurde jedoch nur die Ausstellung in Ludwigsburg, die ab November nach Potsdam kommt. Vielleicht schaffen wir es da auch noch hin. Außerdem wurde das Ulster Transport Museum in Belfast (Irland) empfohlen.

Um 22:00 Uhr gab es die zweite Lesung mit Christian von Aster mit weiteren Gesängen von Enzensberger. Er musste ziemlich gegen das Konzert ansprechen, was trotz Mikrofon und Lautsprecher nicht ganz einfach war. Wir haben mit ihm anschließend noch etwas geplauscht an der frischen Luft, was bei den Temperaturen kein Problem war. Er ist gerade sehr viel unterwegs, letzt auf der Leipziger Buchmesse und auf kleineren Cons.

Um 23:00 Uhr gab es in dem kleinen Bistro eine Bohnensuppe nach einem alten Rezept. Die war sehr lecker, auch wenn ich Witze darüber machte, ob es so eine kluge Idee ist, den Leuten Bohnensuppe zu geben, wenn sie anschließend in einem Raum über mehrere Stunden eingepfercht sein werden.

Denn um 23:30 Uhr begann dann der Höhepunkt des Abends. Wir versammelten uns wieder in dem Projektionsraum, ein paar Leute saßen in dem halben Rettungsboot, andere auf Stühlen (wir hatten auch Glück, dass wir noch zwei freie Stühle angeboten bekamen) oder den Klapphockern und verfolgten den Untergang der Titanic in Echtzeit. Wir hatten Audioguides erhalten, wie man sie auch für die Ausstellung ausleihen kann. Günter Bäbler von der Swiss Titanic Society kommentierte alles mit seinem Fachwissen über Schwimmgürtel (noch nicht Westen), Rettungsboote, Schiffsschrauben und wie Personen die letzten Stunden an Bord erlebten. Mein Gerät war leider defekt, aber ich hatte Glück, dass ich noch ein Austauschhörer bekommen konnte. Um 0:30 Uhr leerte sich der Saal ein wenig, danach blieben aber die Meisten bis zum bitteren Ende. Zwischendurch gab es noch Kommentare von der "Wracklady" zu James Camerons Film. Er hat erstaunlich auf Details geachtet, z.B. welches Fahrzeug sich an Bord befand, wie der Sternenhimmel in jener Nacht am Untergangsort ausgesehen hatte, aber ein paar Mal hat er auch aus dramaturgischen und anderen Gründen etwas gebogen. Die dritte Klasse war beispielsweise nicht mit Gittern von den oberen Klassen getrennt, sondern lediglich durch Hinweisschilder, dass es verboten war, in die zweite oder dritte Klasse hochzugehen. Die letzten 20 Minuten wurden dann nicht mehr kommentiert. Die Animation war zwar mit nicht weiter animierten, anonymisierten Menschengestalten in schwarz, dennoch bekam ich eine Gänsehaut, als sich der Bug aufrichtete und viele Menschen hinabfielen und anschließend im eiskalten Wasser trieben. Es wurde nur Musik gespielt und auf menschliche Stimmen verzichtet, die hatte ich aber noch aus dem Film "Titanic" im Ohr.

Mit diesem Gefühl fielen wir nebenan in unser Hotel ins Bett. Wir werden noch zu Nachteulen.

Auch wenn dies ein einmaliges Event war, lohnt sich der Besuch im Lokschuppen. Wir werden sicher nochmal hingehen, um die Teile in Ruhe anzuschauen, für die wir in dieser Nacht keine Zeit mehr gefunden haben. Vielen Dank für dieses einmalige, hautnahe, unvergessliche Erlebnis!

Das Foto zeigt eine Ausstellungsfläche in einem Museum, das sich mit der Geschichte der Titanic befasst. Im Vordergrund ist groß das kunstvoll verzierte Logo der „White Star Line“ auf den dunklen Boden gemalt – in goldener Schrift und Ornamentik. Im linken Bildbereich befindet sich ein glänzendes Holzklavier auf einer kleinen schwarzen Plattform. Rechts daneben sind verschiedene Teile der originalen Titanic-Inneneinrichtung ausgestellt, darunter ein Türrahmen, Spiegel und weitere hölzerne Elemente. In der rechten Bildhälfte sieht man beleuchtete Vitrinen mit Exponaten, darunter Geschirr und persönliche Gegenstände. An der Rückwand werden in einer Grafik die Klassenstruktur der Passagiere erklärt. Die gesamte Szene ist dezent ausgeleuchtet und vermittelt eine ruhige, würdige Atmosphäre.

Das Foto zeigt eine Ausstellungswand in einem Museum zur Titanic. Auf der linken Wandseite ist ein großformatiger, detailreicher Querschnitt des Schiffs dargestellt. Die Titanic ist in mehreren Decks geöffnet gezeigt, mit zahlreichen Räumen und Frachtbereichen. Aus den vier Schornsteinen steigt animierter, blauer Rauch auf, was dem Schiff ein lebendiges Aussehen verleiht. Rechts an der Wand steht in großen roten Buchstaben der Titel: „DAS WAR AN BORD – Fracht und eine Menge für Unterwegs“. Darunter sind zahlreiche Gegenstände aufgelistet und grafisch dargestellt, die auf der Titanic transportiert wurden, darunter Champagnerflaschen, Tee, Spiegel, Klaviere, Autos, Post, Wein und viele weitere Waren. Im Raum stehen zwei interaktive schwarze Infoterminals mit blauen Bildschirmen. Die Beleuchtung ist gedimmt und betont gezielt die Exponate an den Wänden.

Florian und Sandra im Duschl-Bräu

Ein Plüschspielzeug in Form von „Grogu“ (auch bekannt als Baby Yoda) aus der Star-Wars-Serie „The Mandalorian“ sitzt auf einem Schoß. Es trägt ein schwarzes Nadelstreifen-Sakko mit weißem Hemd und Fliege sowie bunte Schwimmflügel mit bunten Mustern.

Christian von Aster vor einem Mikrofon. Er trägt ein blaues Hemd und eine braune Weste und Sakko.

Ein Geiger im Frack, eine Cellospielerin im schwarzen Kleid mit Pailletten, eine Dame mit schwarzem Minikleid am Piano der Olympic aus mittelbraunem Holz mit goldenen Verzierungen. Vorn eine Kamera, die das Konzert aufnimmt.

Christian von Aster, Sandra und Florian vor der Fotowand mit der Titanic auf dem Meer bei Sonnenschein. Rechts oben die Aufschrift „TITANIC - Ihre Zeit. Ihr Schicksal. Ihr Mythos. Lokschuppen Ausstellungszentrum Rosenheim“

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Christian von Aster | Fotos | unterwegs | Titanic | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Freitag, 14. Februar 2025 23:59

Eskapismus

In diesen verrückten Zeiten ist es nicht so leicht, sich abzulenken. Da hat dieses Wochenende sehr gut getan, auch wenn es nicht zu 100% geklappt hat. Wir sind am Freitag nach Leipzig gefahren.

Wir waren auf dem 66. Jahreskongress der Parakryptozoogischen Gesellschaft. Auf der Website steht immer noch, dass "Nähere Informationen folgen". Das war etwas abenteuerlich, denn Programm und Location wurden nur sporadisch in Fatzebuck oder auf Insta veröffentlicht. Trotzdem hat alles geklappt mit Tickets bestellen und so.

Wir waren wieder im Hotel ibis Leipzig Nord-Ost in Taucha. Da ist man sofort, wenn man von der Autobahn runter fährt und muss nicht erst durch die Stadt fahren. Parkplatz und Straßenbahn vor der Tür. Dass das Hotel insgesamt schon etwas älter ist, macht mir nichts aus. Es ist günstig und hat alles, was man braucht.

Wir waren rechtzeitig da und haben uns dann mit den ersten Zeugen Kühlwaldis im d'Italy in der Nähe des Naturkundemuseums getroffen. Dort im Naturkundemuseum fand nämlich als Warm Up die "ausverkaufte" Pressekonferenz statt. In Anführungszeichen, weil die Tickets 0,- Euro gekostet haben, man musste sich nur anmelden. Florian hatte für den Zweck für uns auch Presseausweise gefälscht. Er war von der "Tentakel der Wissenschaft", ich vom "Kühlwaldischen Kurrier" (inklusive Tippfehler) und Don Clemente von der "ApokalYPS". Es war sehr abgefahren und das Publikum spielte mit.

Nach der Pressekonferenz sind wir zu neunt dann losgezogen und haben wieder im Alex gefragt, ob noch ein Plätzchen frei wäre. Wir saßen dann mitten im Raum an einem großen, runden Tisch. Später kam dann noch Nummer zehn dazu. Es war eine illustre Runde, das Essen fantastisch und ein Gruppenfoto haben wir vor lauter Ratschen vergessen. Ein Teil der Leute hatte sich in Hotels in Bahnhofsnähe einquartiert, vornehmlich die Bahnfahrer, und ein Teil ist danach mit uns wieder nach Taucha ins ibis gefahren.

In einer Nachtschicht hat Florian dann als Möchtegern-Reporter die Pressekonferenz sehr schön zusammengefasst, während ich mir wieder Viktorianische Locken gemacht habe.


Samstag, 15. Februar 2025

Auf das Frühstück haben wir verzichtet, nachdem wir gestern gleich mit gefrühstückt und Nachtisch gegessen hatten. Zum Berufsförderungswerk hatten wir dann ca. 45 Minuten Fahrzeit, was ich nicht mit eingerechnet hatte. Und auch nicht, dass die Straßenbahn nur alle 30 Minuten fährt. Normalerweise versuche ich, ein Hotel in Fußreichweite zu buchen. In Möckern gab es aber nicht so eine große Auswahl, so dass wir dann wie die Lemminge umgebucht hatten, ohne groß zu prüfen, ob das sinnvoll wäre. Macht aber nichts :-)

Hier ein paar Notizen von mir, die ich mal zusammenhanglos stehen lasse und die vermutlich kaum einen Sinn ergeben: Nessi (nicht von LGT) drohte mit einer Klage wegen Namensrechtsverletzung gegen den Kryptozoologen.

Auch hier hat Florian diesmal sogar live berichtet. Er nahm seine Rolle als Möchtegern-Reporter sehr ernst. Florian fragte, ob es Dr. Astersen auch als Plüschfigur geben würde. Und tatsächlich gibt es bereits Versuche mit beflockten Figuren. Dr. Dr. Marius T. von Putzer hat sich mal in seinem Museum verlaufen und galt kurzzeitig als verschollen. Was ist ein "Upp-Dahte"? Versteht man wohl erst, wenn man die korrekte Schreibweise "Update" liest. Der wissenschaftliche Beweis ist erbracht: Die "eierlegende Wollmilchsau" hat es tatsächlich nie gegeben, weil Schweine keine Eier legen. Vielmehr entsprang diese Bezeichnung dem Ausdruck "eine Samurai erlegende Wollmilchsau" und wurde später verkürzt weitergegeben. Alles an dem Vortrag war prüfungsrelevant.

Der Bekleidungsmull verfügt über einen aufrechten Gang. Dr. Rosa-Eleonore Meyer-Hübschlieb beschreibt hier tatsächlich eine Spezies, die noch nicht ausgestorben zu sein scheint. Respekt! Die gezeigten Exemplare bzw. Fotografien weisen allerdings Fragmente der Wackelaugistik auf, weshalb gemunkelt wurde, dass es sich hierbei um Fälschungen handelte. Das Publikum hätte hier sicher gerne mehr schlüpfrige Details gehört, weshalb die Q&A-Runde nach dem Vortrag sehr lebhaft war. Als Powerpaddy meinte, ihm würden regelmäßig Bilder von Bekleidungsmullen zugeschickt, sogenannte "Durable, Ill-fitting Clothes King mole-rat"-Pigs (abgekürzt "D.I.C.K.-Pigs), hörte ich ein Raunen. Außerdem ließe sich aus der Existenz von Mullbinden belegen, dass es den Bekleidungsmull zu pharaonischen Zeiten auf jeden Fall noch gegeben haben muss. Zu den Latexmullen wurde auffällig geschwiegen. Zumindest wurde die Hypothese geäußert, dass der Bekleidungsmull eine symbiotische Vereinigung mit männlichen Exemplaren des Homo Sapiens eingegangen sein könnte, wahrscheinlich bereits auch mit dem Homo Erectus.

Das Mittagessen war in der Kantine. Es gab ein vegetarisches Linsengericht mit Reis oder Bœuf Stroganoff, ein kleines Salatbuffet und Bayerisch Creme (es ist nicht alles schlecht, was aus Bayern kommt). Leider waren in dem Fleischgericht Pilze, weshalb Florian der Appetit vergangen ist. Er ist auch hier nicht zu einem koffein-haltigen Getränk gekommen. Kaffee trinkt er ja nicht.

Nach der Mittagspause wurde die nicht artgemäße Massensteinhaltung in deutschen Vorgärten angeprangert. Der Übersetzer für den englisch-sprachigen Vortrag war krank oder verstorben, dazu gab es widersprüchliche Aussagen. Der spontan freiwillig gemeldete Übersetzer gab hin und wieder jedoch Kommentare von sich, die vermutlich keine ganz so korrekte Übersetzung darstellten.

Dass der Ohrwurm tatsächlich existiert, wurde bewiesen, indem die Liedzeile "Ein belegtes Brot mit Schinken..." zitiert wurde, welches sogleich für einen Ohrwurm sorgte, selbst dann, wenn dies ohne Melodie vorgetragen wurde. Wegen dem hirnfressenden Ay Ay Ooh Whee aus Madagaskar sind die Menschen, die dort leben, sehr intelligent.

Mein Lieblingstier war das Frostfrettchen, gewonnen hatte aber der Bücherwurm, gefolgt vom Bekleidungsmull. Den dritten Platz musste sich der Twilight Monarch (kein Schmetterling) und der Ay Ay Ooh Whee teilen. Die Wahl des Lieblingstieres fand jedoch statt, bevor die letzten vorgestellt wurden. Dies erfolgte, weil angeblich sonst der Drackel mit Sicherheit gewonnen hätte, der dem Fuchur aus der Unendlichen Geschichte nicht unähnlich ist.

Herr Niederhammer war auch zugegen, obwohl er dieses Jahr keinen Vortrag gehalten hatte. Er wirkt immer so humorlos, aber wenn man ihn genau beobachtete, konnte man ihn doch heimlich hinter dem Programmheft gegen das Lachen kämpfen sehen. Bei LOL: Last One Laughing wäre er schon rausgeflogen. Es wurde der Vorwurf laut, dass die Bilder nur KI-generiert seien. Mich wunderte das aber nicht bei derart ausgestorbenen, niemals existiert habenden Tieren. Die Leydische Flammechse wurde erneut besprochen, die wir noch vom letzten Kongress in Saarbrücken kennen. Es wurde die Frage gestellt, ob leerstehende Lokschupen für diese als Unterschlupf geeignet wären. Das war auf der Meta-Ebene doch sehr entlarvend. Dr. Doerthe Syille Ebermann-Schlingwurtz (gesch. Trottenham) und Dr. cand. Hans-Eduard Schnakenbrink wurden als Prinzenpaar bezeichnet.

Bei der traditionellen Doktortitel-Aberkennung kam auf den dritten Platz Dr. Dr. Marius T. von Putzer. Auf den zweiten Platz Dr. Astersen und auf den ersten Platz Dr. Dr. D. R. Wolf. Der aberkannte Doktortitel sollte an Herrn Niederhammer gehen, der diesen aber vehement und lautstark ablehnte. Daher bekam Eugenie Yongden-Drakon eine zweite Chance und nahm diesen an. Bis September sollen sich Kolleginnen für einen Adventskalender melden. Onlyfans-Accounts wurden in diesem Zusammenhang auch erwähnt.

Vielleicht seid ihr weniger verwirrt, wenn ihr Florians Live-Berichterstattung nachlest:

Da wir es versäumt hatten, für vierzehn Personen ein Lokal zu reservieren, das Alex leider auch keinen Platz mehr frei hatte, hat unsere Heldin Ms Huffle eine Reservierung bei der Osteria Pizzeria L'Arena klar gemacht. Eine kleine Treppe führte nach oben in einen separaten Raum, wo wir alle genug Platz hatten. Es gab sogar eine große Auswahl an veganen Pizzen, allerdings mit 40cm Durchmesser. Das schaffe ich normalerweise nicht, weshalb ich mich für ein Nudelgericht mit Lachs entschied.

Die Gespräche an diesem Abend waren nicht minder durchgeknallt als die soeben besuchte Veranstaltung. Wir überlegten, ob es "Parakryptovegane Pizza" gibt. Und wir hatten auch eine Idee für einen Vortrag bei einem hoffentlich nachfolgenden Kongress, nämlich die Parakryptozoologie aus veterinärmedizinischer Sicht.


Sonntag, 16. Februar 2025

Zum Frühstück in unserem Hotel waren wir dann noch zu sechst. Uns wurde von Pestratte die bestellten Muffins der sehr stabilen Konditorei Hart & Herzlich Pâtisserie übergeben, die wir später zu Hause genüsslich verspeisten. So ließen wir das Event gemütlich und voller intensiver Gespräche ausklingen.

Während des langen Frühstücks war auch die Frontscheibe mittlerweile wieder aufgetaut und durchsehbar. Die Heimfahrt verlief dann ohne Probleme. Ab Nürnberg-Feucht hatten wir eine nette Anhalterin aus London mitgenommen, mit der wir sogleich unsere englischen Konversationskompetenzen erweitern konnten. Damit hatten wir auch noch eine gute Tat für diesen Tag vollbracht.

Das Wochenende war so abgefahren surrealistisch, dass wir fast komplett auf andere Gedanken kamen. Nun sind wir wieder zu Hause und jetzt ist sie wieder da. Diese Angst. #Trotzhoffnung fällt mir gerade sehr schwer. Mein Optimismus wird zwischen durchgeknallten Diktatoren mit Großmachtsphantasien und der Bromance aus administrativen Putschisten zermalmt. Wie ich an diesem Wochenende sagte: Ich beneide die Leute, die keine Kinder haben.

116 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Zeugen Kühlwaldis | unterwegs | Fotos | Christian von Aster | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Dienstag, 21. Januar 2025 18:53

Die Lego-Burg

Vor Weihnachten hatte Tommy im Spendenstream von #nachsitzen für das Aula-Projekt von Marina Weisband die Lego-Burg an Florian geschenkt, falls mehr als 5000 Euro zusammenkommen. Das ist kurz darauf passiert. Falls jemand RTL+ hat, die Szene mit Wigald Boning, Tommy Krappweis und der Lego-Burg kann hier nachgeschaut werden.

Heute durften wir zum Studio fahren und ein wenig bei den Aufnahmen für die dritte Staffel von Kohlrabenschwarz zuschauen. Es war spannend und dann kam..., was total lustig war, weil... und dann war das noch sehr, wie soll ich sagen, gruselig. Ich bin schon ganz gespannt, wenn die dritte Staffel auf Audible erscheinen wird. Auf der Herfahrt von Würzburg haben wir Staffel 2 gehört zur Einstimmung. Und wir hatten wieder unsere Franz & Susanne-Outfits an, die wir bereits bei der Lesung im Rosenheimer Lokschuppen an hatten. Ich war sehr beeindruckt, wie hochkonzentriert alle bei den Aufnahmen waren. Teils haben die Schauspieler sich selbst wiederholt, wenn sie merkten, dass es nicht ganz rund war, teilweise bat aber auch Tommy oder Mel darum, etwas zu wiederholen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie anstrengend solche Aufnahmetage sind. Michael Kessler, Christian von Aster, Bettina Zimmermann, Bettina Lamprecht und Jürgen Tonkel waren da.

In einer Pause durfte Marina, die die Videos mit Genoveva macht, Fragen aus dem Discord stellen, die in Kürze auf der Website Kohlrabenschwarz-Fans zur Verfügung gestellt werden.

Dann wechselte noch die Burg den Besitzer. Wir hatten extra einen Umzugskarton mitgenommen, aber so groß war die Burg dann doch nicht.

Wir haben dann noch weiter zugeschaut und ein kleines Making Of gedreht. Schade, dass unsere Kameras nicht so gut sind, aber vielleicht kann man einen Teil der Aufnahmen verwenden.

Inzwischen ist die Burg auch heil bei uns zu Hause angekommen. Vielen lieben Dank, dass wir dabei sein durften! Die Burg wird einen Ehrenplatz im "Burgzimmer" (dem neuen Gästezimmer) bekommen.

Tommy übergibt die Lego-Burg an Florian

Florian freut sich über die Lego-Burg

Florian, die Lego-Burg und Tommy

Die Lego-Burg, Florian und Christian

Bettina, Bettina, Tommy, Michael, Jürgen

Sandra mit Genoveva

Genoveva, Florians Notebook und das Tonstudio

Florian trägt die Burg zum Auto

Die Burg bei uns zu Hause vor der Lego-Vitrine

Themen: Tommy Krappweis | Traumhaus | 1001 Steine | Fotos | Christian von Aster | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Donnerstag, 19. Dezember 2024 23:59

Startrekvorlestung - The Final Lecture

Gestern Abend hat Florian noch die Badges "Wolle Rose kaufe?" mit Bastian P. als Spock erstellt und ausgedruckt, ich habe sie noch laminiert.

Die Fahrt war ganz okay. Es hat ein bisserl geregnet. Wir haben einen neuen Podcast Nerds at Work angehört. Das ist aus Pausengesprächen von MaiThinkX entstanden. Es ging u.a. um ChatGPT. Da dachte ich, dass "GPT" für "Generated Plauslible Trash" steht. Und es war auch interessant, was der Marshmallowtest eigentlich aussagt, nämlich ob die Kinder eher aus ärmeren oder aus wohlhabenderen Familien kommen. Wer die Erklärung wissen möchte, kann sich die Podcasts selbst anhören. Wir haben bereits auf der Fahrt gegessen, weil wir bereits 17:00 Uhr zum Helferbriefing sein wollten und es im Audimax nur Föderationsbrezeln gibt.

Es gab auch eine Liveübertragung auf dem Twitch-Kanal von LastGeekTonight. Man kann aber das Video nicht nachschauen. Nessi hat aber auch auf der Bühne moderiert. Anfangs hat die Bergkapelle St. Ingbert gespielt. Es gab viel Star Trek und Star Wars Musik. Währenddessen sind Leute von der 501. German Garrison vor der Bühne vorbeigelaufen. Es wurden auch Spenden gesammelt, einmal für den Verein der Bergkapelle, und dann für das Myelin Projekt (Multiple Sklerose), für das Belora vom Khemorex Klinzhai warb.

Hubert hat die vergangenen 28 Jahre Revue passieren lassen. Das war eine Reise in die Vergangenheit mit vielen tollen Erinnerungen. Nessi hatte ihn seinerzeit zur FedCon gebracht und dann wurde er im Fandom bekannt. Auch wenn diese 500. Vorlesung (inklusive 13 Vorlesungen aus dem Sondervermögen) die letzte seiner Art an der Fachhochschule Zweibrücken sein würde, wird Hubert selbstverständlich auch in Zukunft auf Tour sein, auf der FedCon, der FaRK, der ComicCon Saar, der Noris Force Con und andere.

Vor der Pause traten noch ein paar Politiker auf mit Danksagungen. Einer von ihnen meinte, dass es vielleicht komisch aussieht, wenn der Elon Musk tatsächlich zum Mars umzieht und dann mit ihm der Erstkontakt wäre... Und Jens Dombek, der neue deutsche Spock, ebenfalls. In unserer Reihe saßen ein paar liebe Menschen von der LastGeekTonight-Community, die teilweise den Stream auf ihrem Handy offen hatten und den Chat verfolgten. Hubert hat einen Stern für den Walk of Fame bekommen.

In der Pause haben wir mit ganz lieben Menschen von der LastGeekTonight-Community Lose verkauft. Diesmal waren die Zuschauer sehr viel spendenfreudiger als das letzte Mal, einerseits weil auch mehr Publikum nicht aus Studierenden bestand, die normalerweise nicht so viel Geld übrig haben, und andererseits weil es die letzte Vorlesung dieser Art war. Viele haben sogar gleich 10 oder sogar 20 Lose auf einmal gekauft, so dass wir im Büro Nachschub holen mussten.

Der berühmteste Gast an diesem Abend war vermutlich Marc Okrand. Er hat dann mit Lieven L. Litaer über die Entstehung der klingonischen Sprache gesprochen. Er hat auch einmal ein Filmstück bearbeitet und dabei festgestellt, dass die Sequenz rückwärts gespielt wurde, weil es "cooler" wirkte. Auf die Frage, ob er mal mit einem Schauspieler einen Twist hatte, meinte er: "Yes... and I won't answer your next question!"

Christoph Endres hat dann über Isaac Asimov gesprochen und was er mit Star Trek zu tun hat. Ich wusste gar nicht, dass er sich an einer Bluttransfusion mit AIDS infiziert hatte und daran gestorben war. Meine Meinung, dass er eher patriarchisch war, ein Kind seiner Zeit, musste ich jetzt aber ablegen. Er war ebenso wie Star Trek seiner Zeit voraus. Nicht umsonst ist er einer meiner Lieblingsautoren.

Der Vortrag von Hubert ging dann daüber, was die Zukunft bringen könnte. Aber letztendlich können wir sie nicht vorhersehen.

Für die Kapelle kamen 1.680 Euro Spenden zusammen. Für das Myelin Projekt 4.669 Euro, aus dem Losverkauf (dieses Jahr vollständig ausverkauft), den eBay-Versteigerungen, Spenden aus dem Live-Stream und sonstigen Spenden. Am Ende wurden noch die Losnummern gezogen.

Kurz vor 1:00 Uhr waren wir dann auf dem Weg zum Parkplatz und haben noch die Sternwarte bewundert. R2D2 wurde hell angestrahlt und machte die typischen Piepsgeräusche. Das war so wunderbar!


Freitag, 20. Dezember 2024

Auf der Heimfahrt haben wir die neueste Folge von Ghostsitter angehört, die jetzt nicht mehr exklusiv auf Audible, sondern auch auf anderen Plattformen verfügbar ist. Wir haben noch einen Verwandtenbesuch eingeschoben, weshalb wir erst später am Abend wieder zu Hause waren. Deshalb haben wir den Stream vom #nachsitzen mit Spenden für aula (Demokratieförderung an Schulen) mit Marina Weisband angehört. Wir sind fast in Ohnmacht gefallen, als Tommy meinte, dass er Florian die Lego-Burg aus RTL Samstag Nacht - Das Wiedersehen, dem Sketch mit Tommy und Wigald Boning, schenken würde, wenn 5.000 Euro beim Spenden überschritten würden. Etwas später wurde die Marke tatsächlich geknackt. Und jetzt müssen wir einen Termin finden, die Burg im neuen Jahr abzuholen. Wir sind total geflasht!

47 Fotos



Update 24.02.2025

Zwei Youtube-Videos von diesem Abend:

Themen: Hubert Zitt | Meine Sonderanfertigung Florian | Noah | Farid | unterwegs | LastGeekTonight (LGT) | Star Trek | Tommy Krappweis | 1001 Steine | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Sonntag, 22. September 2024 23:57

Lokschuppen in Rosenheim Kohlrabenschwarz-Lesung

Heute haben wir uns mit ein paar Freunden in Rosenheim getroffen. Erst waren wir im Flötzinger Bräustüberl, dann im Lokschuppen. In Rosenheim gab es nämlich das Lesefestival. Leider waren nur die Lesungen von Tommy ausverkauft. Es gab aber auch Wochenendtickets, was die Inhaber jedoch vor das Problem stellte, dass sie zwischen den Lesungen die Location wechseln mussten, was zeitlich unmöglich war und an Menschen mit Gehproblemen wurde überhaupt nicht bei der Planung gedacht. Sehr schade.

Bei der Lesung mit Tommy & Sophia Krappweis und Christian von Aster war volles Haus und wir konnten auch nicht ganz alle zusammen sitzen, weil die Sitzplätze nicht nummeriert waren und es den üblichen Run beim Einlass gab. Auch ein Grund, weshalb ich nicht mehr in den Circus Krone gehe. Die Lesung war großartig. Wir haben viel gelacht und es gab auch ein paar sehr emotionale Momente. Tommy hat erzählt, dass sein Buch Sportlerkind in Buchhandlungen unter der Kategorie "Sport" ausgestellt war, obwohl es da eben genau darum ging, dass er Sport nicht mag. Mir ist auch meine Frage wieder eingefallen: Weil Christian von Aster so viel Text für die Figur Erdmann geschrieben hat, habe ich mich gefragt, ob man beim Hörspiel pro Zeile bezahlt wird als Sprecher. Die Modelle gibt es auch, aber Tommy zahlt die Zeit. Und die Profis brauchen nicht soooo lange, um ihre Texte einzusprechen für Ghostsitter, Kohlrabenscharz, Feuerflieg & Co..

Ursprünglich sollte das nicht live gestreamt werden, weil die Leute ja nach Rosenheim kommen sollten und Tickets kaufen, aber Tommy hat sich dann spontan umentschieden. Daher kann man die Lesung hier auf WildMics nochmal nachschauen. Wir sind aber nicht zu sehen. Und wir haben uns auch in der Pause nicht vor die Kamera gemogelt.

Anschließend hat sich Tommy noch Zeit genommen zum Signieren. Es gab aber keinen Tisch, weshalb das eine Kuddelmuddel-Stehparty wurde in den finsteren Ausstellungsräumen des Lokschuppens. Florian hat Tommy einen Bernd das Brot zum Unterschreiben hingehalten. Den hat Tommy auch noch als exklusiven Bausatz bekommen inklusive Bauanleitung. Ein Legofan mag schließlich keine fertig gebauten Sachen ;-) Und Sophia hat endlich ihr MOC bekommen unter dem Motto #AlleBekloppt. Aber da kann ich noch nichts verlinken.

Es war ein wunderschöner Abend. Die Ausstellung Heldinnen & Helden kann ich auch empfehlen. Teilweise sind die Texte auch von Christian von Aster gesprochen. Und es gibt ein Batmobil zu bestaunen!

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Spitzohr: Bernd the Brick

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Sonnenstrahl | Tommy Krappweis | Zeugen Kühlwaldis | LastGeekTonight (LGT) | Christian von Aster | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Sonntag, 8. September 2024 23:40

Festival Mediaval in Selb

Dieses Jahr waren wir zum ersten Mal auf dem Festival Mediaval. Tommy war dort eigentlich schon häufig, aber dieses Jahr zusammen mit Sophia, und das war dann auch der ausschlaggebende Grund, weshalb wir dort hingefahren sind.

Es war gar nicht so einfach, ein Hotel zu finden, das nicht zu weit weg ist und auch nicht allzu teuer. Auf der tschechischen Seite hätte es wohl günstigere Hotels gegeben, aber auch nicht so wirklich, und die Fahrt wäre dann immer blöd gewesen, weil es in Grenznähe nur wenige Straßen gibt. Man hätte also immer irgendwelche Bögen fahren müssen. Letztendlich habe ich aber doch etwas Nettes gefunden.

Wir hatten riesiges Glück mit dem Wetter. Es war schön warm, aber nicht zu heiß. Und die Straßen waren auch noch relativ leer, weil in Bayern noch Ferien waren.

Als ich die lange Schlange vor dem Eingang gesehen hatte, bekam ich schon Angst, dass wir es nicht rechtzeitig zur Lesung ins Literaturzelt schaffen würden. Es ging dann aber doch recht flott. Da muss man mal die Orga und die Helfer loben.

Im Literaturzelt war gerade noch die Lesung von Isa Theobald. Sie hat einen schönen Schreibstil. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit zu lesen. Aber derzeit reizen mich tatsächlich eher Sachbücher. Als Tommy und Sophia dann Kohlrabenschwarz lasen, eine Szene aus dem Hörspiel, war das Zelt knackevoll. Es hat sich angehört, wie eine Szene aus ihrer Kennenlernzeit. Man weiß halt nie, wieviel Autobiografisches tatsächlich in den Werken steckt.

Abends haben wir dann noch lecker gegessen und ein bisschen In Extremo angeschaut. Ich wusste gar nicht, dass die überwiegend deutsch singen. Mein Erstkontakt mit ihnen war This Corrosion, das ich davor von den Sisters of Mercy kannte. An dem Abend kamen wir nicht ganz so spät ins Bett.


Am zweiten Tag konnten wir richtig ausschlafen, weil der erste Programmpunkt, der uns interessierte, erst am frühen Nachmittag war. Wieder im Literaturzelt waren Luci van Org und Florentine Joop. Letztere hat aus einem Büchlein vorgelesen, was mir eigentlich total gut gefiel. Ich wusste nur, dass ich wahrscheinlich nicht so bald dazu käme, es zu lesen, und wenn dann hätte ich vielleicht schon vergessen, was mir daran gefallen hatte. Deshalb haben wir den Verlag und sie glücklich gemacht und das Büchlein gekauft, "für dich" signieren lassen und in den Bücher-Tausch-Schrank gestellt. Ich hoffe, dass sich darüber jemand gefreut hat.

Ju Hanisch hat auch eine großartige Phantasie. Aber auch hier habe ich das Problem, dass ich einfach nicht dazu komme zu lesen. Florian hat trotzdem ein Buch zum Signieren geholt.

Beim Living Chess haben mir die Türme leid getan. Wir waren zu spät dran, weshalb wir das Spektakel nur von Weitem beobachten konnten. Es hatte ein wenig etwas von Battle Chess. Insgesamt ist das Festival wirklich schön und wir haben uns sehr wohl gefühlt. 8.000 bis 10.000 Besucher sollen es sein. Aber da es auch in einem schönen Stadtpark stattfindet, verteilt sich das sehr gut. Essen und die Verkaufsstände haben auch für jeden etwas zu bieten.

Am frühen Abend trat Tommy dann mit Harpo Speaks! auf. Das war großartig, die Stimmung war super und Florian durfte mit Tommys Handy mitfilmen. Ich war fasziniert von dem kleinen Mikrophon, das auf das Handy aufgesteckt war. Ich habe von so Tontechnik überhaupt keine Ahnung. Ich könnte das auch nicht, weil ich etwas Schwerhörig bin. Ich habe einen angeborenen Hörfehler, so dass ich ab 6.500 Hz ungefähr absolut taub bin. Deshalb kann ich die ganze Breite von Musik und Stimmen und all den Geräuschen gar nicht wahrnehmen. Manchmal bedauer ich das, aber manchmal denke ich, dass es auch seine Vorteile hat, wenn ein Zug bremst und laut quietscht und sich die Leute die Ohren vor Schmerzen zuhalten.

Aber ich schweife ab. Es wurde getanzt und Seifenblasen in die Luft gepustet und es gab sogar eine Polonaise.

Abends war dann noch das Konzert von Schandmaul. Ich kann mich immer noch nicht an die neue Stimme gewöhnen. Aber Dein Anblick und Bunt und nicht Braun wurde gespielt. Es war so voll, dass wir uns auf den Hügel zum Spielplatz gesetzt haben, damit wir wenigstens ein wenig mitbekommen.

Überall auf dem Festival stehen Feuerschalen oder sind kleine Feuerstellen, was eine wunderbare Nachtstimmung gibt. Wir haben die Zeit totgeschlagen, indem wir umhergewandert sind, um einen gehäkelten Yoda zu suchen, den jemand verloren hatte. Wir wurden nicht fündig, haben aber andere Dinge gefunden und im Fundbüro abgegeben.

Um Mitternacht gab es nämlich nochmal Harpo Speaks! im Aktionszelt. Ich war mir nicht sicher, ob ich das durchhalten würde, aber ich war so aufgedreht, dass es gar kein Problem war. Die Stimmung war bombig, auch wenn die Technik etwas Probleme machte. Und weil es so gut lief, haben sie einfach so lange weitergespielt, bis Tommy seine Hand nicht mehr spührte und nichts mehr ging. Wir waren erst kurz vor drei im Hotel.


Am Sonntag haben wir erfahren, dass der gehäkelte Yoda im Bücherzelt auf seinen Besitzer wartet. Später ist er auch abgeholt worden. Ich liebe Happy Endings. Tommy und Sophia haben eine "Ask us anything"-Stunde gegeben. Ich hatte gefragt, ob der Song "Ein echter Wahrer Held" für die für die Deutsches Kinderhilfswerk (Hilfe für unbegleitete Flüchtlingskinder) auch auf Festivals Einnahmen/Spenden generiert, oder nur, wenn er irgendwo gekauft oder dauergestreamt wird. Florian hatte nach den Schafen und Eseln in Irland gefragt. Und später noch Werbung für den Noob Tours Snagger gemacht.

Die Zaubershow von Chris Hyde konnten wir auch nicht anschauen, weil das Aktionszelt voll mit begeisterten Kindern war. Ich war mir nicht sicher, ob wir ihn im Legoland mal gesehen hätten, aber ich konnte mich nicht erinnern. Der Name kam mir nur bekannt vor.

Im Literaturzelt haben wir dann noch eine tolle, musikalisch untermalte Lesung von Florian Schäfer von Forgotten Creatures gehört. Das ist so fantastisch, dass ein Mädchen sich das Buch von ihrem Taschengeld kaufen wollte. Allerdings war es bereits vergriffen, als sie am Verkaufsstand ankam und war darüber sehr traurig. Die Verkäuferin hatte dann Florian Schäfer gefragt, ob er noch ein Exemplar da hätte und er meinte, er müsse dafür nochmal kurz zum Auto gehen. Das Mädchen war dann nur nicht mehr da. Wir haben sie dann auf dem Weg zum Auto getroffen und gemeint, sie solle nochmal hoch gehen, dann bekommt sie doch noch ein Buch. Habe ich schon erwähnt, dass ich Happy Endings mag?

Auf der Heimfahrt war dann viel Regen, aber das machte uns nichts mehr aus. Es war ein sehr schönes Wochenende gewesen.

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Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Mittelalter | Tommy Krappweis | unterwegs | Fotos | Ghostsitter & Co. (Mara, Kohlrabenschwarz)
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Samstag, 8. Juni 2024 23:44

Role Play Verse - Samstag

Das Frühstück im Hotel Select ging bis 11:30 Uhr. Das fand ich schonmal sehr gut! Und geschmeckt hat es auch.

Zuerst waren wir beim Eingang für Aussteller und Künstler (beim McFit). Wir mussten um Turbinenhalle herum, aber das ging nicht unmittelbar, sondern wir mussten erst die Straße ein Stück entlang gehen und dann über das Firmengelände vom Bildungsinstitut Pflege der Arbeiterwohlfahrt Oberhausen e.V. und SLV Bildungszentrum Oberhausen gehen. Das hatte ich aber bei der Vorbereitung auf unsere Reise schon auf Gugel Mäps gesehen. Uns sind einige Besucher gefolgt. Ausgeschildert war da aber nichts. Eigentlich kam man nur vom Osten her auf das Gelände. Das hätte man in der Rubrik "Anfahrt & Parken" genauer beschreiben können. Aber das war nicht das Einzige, was in der Organisation nicht so ganz gut gelaufen ist. Aber wenigstens ging der Umtausch der ausgedruckten Tickets in Festival-Bändchen sehr schnell, zumindest um diese Uhrzeit, weil wir erst gegen Mittag dort eintrafen.

Ich fand es auch schwierig, uns anhand des Plans zu orientieren. Der Samstag und der Sonntag waren immer gemischt dargestellt, nur die Lokalitäten zusammen. Umgekehrt hätte ich es besser gefunden. Es standen Nummern statt z.B. "Main Stage" auf dem Lageplan, weshalb wir ständig rumblättern mussten, um zu sehen, wo denn jetzt was ist. Zumindest bei den großen Bühnen, auf denen Programmpunkte stattfanden, hätte man statt der Nummer den Namen drucken können. Wenigstens waren die Künstler nach Alphabet sortiert.

Es gab Bons für Essen/Trinken, aber nur das, was es in der Turbinenhalle gab. Draußen wurde überall bar bezahlt. Die WCs kosteten extra. Aber wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Da die meisten Sachen, die uns interessierten, draußen stattfanden, haben wir die Sonne sehr genossen. Das Programm wurde erst sehr spät veröffentlicht. Wenn wir früher gewusst hätten, dass die meisten Programmpunkte mit Tommy Krappweis am Sonntag sind, wären wir vielleicht noch einen Tag länger geblieben. Aber wir sehen ihn ja bald wieder.

Wir haben einige Leute aus der LGT- und WildMics-Community getroffen. Wir brauchten eigentlich auch den "barrierefreien" Eingang, doch der war eine recht steile Rampe, die der motorisierte Rollstuhl nicht aus eigener Kraft hoch kam. Außerdem musste erst jemand vom Orga-Team angerufen werden, um die Tür zu öffnen, wenn man rein oder raus wollte. Das haben wir dann nur einmal gemacht und blieben dann für den Rest des Tages draußen im Mittelalterbereich. Zumal die Kabelkanäle in der Turbinenhalle mit Rollstuhl nur schwer zu überwinden waren.

Unsere Programmpunkte waren dann 14:00 Uhr auf der Bühne "Kingdome Come" Saltatio Mortis. Allerdings blieben sie nicht auf der Bühne stehen, sondern sind runtergekommen, um dann auf Biertischen zu spielen, um näher am Publikum zu sein. Da haben wir natürlich nichts mehr gesehen und sind weiter gezogen. Als ich ein einen leckeren Crêpe gegessen habe, saßen mir gegenüber Jutta und Michael vom Podcast Tabulaludo und haben eine Aufnahme gemacht.

Um 15:00 Uhr waren wir doch nochmal in der Halle beim RPV Mainstage, um den Cosplay Contest mit Kes in der Jury anzuschauen. Aber wir haben keinen Platz bekommen und standen nur oben auf der Empore und haben nach ein paar Kostümen aufgegeben. Die konnte man draußen viel besser bewundern und fotografieren als in der muffigen Halle, auch wenn es eine tolle Pyrotechnik-Show gab. Außerdem stellen sich die Leute immer in coole Posen, wenn man sie fragt, ob man ein Foto machen darf. Auf der Bühne bewegen sie sich viel zu sehr. Manchmal habe ich auch einfach die Gelegenheit genutzt und mich neben einen Fotografen gestellt, um auch ein schönes Foto von den tollen Cosplays machen zu können. Etwas später haben wir dann tatsächlich Kes gesehen, aber konnten nicht Hallo sagen, weil sie gerade telefoniert hat.

Außerdem haben uns die Stände vom Verlag Roter Drache (Halle Händlerraum) wegen Mara/Ghostsitter und vom Verlag Farbe und Bunt (Zelt) wegen Torsten Walch interessiert. Und bei Forgotten Creatures haben wir Florian Schäfer kurz Hallo gesagt, den wir vom Kongress der Parakryptozoologischen Gesellschaft her kennen. Da hatte er als E.L. Niederhammer den helvetischen Drachen vorgestellt.

Dann sind wir wieder raus gegangen und haben im Lesezelt Torsten Walch und könnte Joachim Sohn gewesen sein zugehört. Torsten hat eine Geschichte von einem Star Wars Weihnachtsspecial vorgelesen, das zwar gedreht und gesendet wurde, aber dann im Nirvana verschwand, weil es so grottenschlecht war. Und er hat von dem Buch DeForest Kelley - Ganz nah & persönlich geschwärmt, das er übersetzen durfte und ihn zu Tränen gerührt hat. Leider waren wir nur wenige Zuhörer im Lesezelt, und wenn der Dunkelelf (Name der Redation bekannt) nicht da gewesen wäre, hätten die beiden die meiste Zeit für die Bierbänke vorgelesen.

Um 16:30 Uhr im Zelt nebenan namens "Fame Verse" gab es dann das Meet & Greet mit Tommy. Es hat wirklich niemand angestanden, weshalb ich mich dann draußen hingestellt und Leute darauf aufmerksam gemacht habe. Ich denke, dass es aus dem Plan auch nicht so leicht ersichtlich war, wo denn das "Fame Verse" eigentlich ist und am Zelt stand auch nix. Nachdem alle ihr Autogramm bekommen haben, haben wir noch ein Gruppenbild mit den Kohlrabenscharz-Fans gemacht. Ich habe Charlie vom Kongress der Parakryptozoologischen Gesellschaft gar nicht wiedererkannt mit ihrer Perücke und den Schmetterlingen im Haar.

Wir haben dann noch etwas im großen Zelt gesessen, in dem man auch Spiele spielen konnte, und einfach nur geredet. Da musste ich einen niedlichen, pastellregenbogenfarbenen Drachen (Schlüsselanhänger) kaufen. Um 18:30 Uhr trat dann auf der Bühne "Kingdom Come" Harpo Speaks! mit Tommy auf. Allerdings war der Start wegen technischer Probleme erst viel später. Deshalb waren wir etwas in Zeitnot geraten, weil wir auch um 19:00 Uhr im "Fame Verse" das Meet & Greet mit Mháire erleben wollten. Und das verzögerte sich, weil sie auf der Bühne noch Programm hatten. Das habe ich dann auf dem Handy über Twitch verfolgt, um mitzubekommen, wann Mháire kommt. Das war 19:30 Uhr zu Ende und dann hat es nochmal 15 Minuten gedauert, bis sie im Zelt war. Mit uns hatte jemand mit einem Kostüm aus Baldur's Gate 3 angestanden. Sie war ganz neidisch auf Florians Kühlturm, aber wir werden definitiv keine 3. Auflage mehr nachdrucken. Der ist einmalig! Ihr hat es dann aber doch zu lange gedauert und ist ist gegangen, weil sie morgen auch noch da ist. Wir nicht. Da wussten wir aber noch nicht, dass Mháire am Sonntag gar nicht da sein würde, weil sie da auf der Stay Forever Con in Karlsruhe sein würde. (Dort hat ein Freund dann für mich die Frage gestellt, wieviele Stofftiere sie besitzt und ob sie alle Namen haben, denn das habe ich vor lauter Aufregung total vergessen. Es sind über 100 und manchmal vergisst sie die Namen, wofür sie sich ein bisserl schämt.) Insofern war es gut, dass wir nur Samstag da waren, denn das war der Programmpunkt, auf den ich mich am meisten gefreut habe.

Ich habe die DVD Jurassic Road signieren lassen. Ich liebe diesen Film. Mháire und Freunde fahren in einem schrottreifen Wohnmobil nach China, um dort einen Dinosaurier abzuholen. Ich habe so mitgelitten und will ganz sicher niemals nach China reisen. Außerdem hat sich Mháire über die Situation der Uiguren geäußert, was ich für ein sehr wichtiges Thema halte. Florian hat seinen Kühlturm signieren lassen. Ich habe damals den Steckbrief von Mháire geschrieben und sie hat sich darin tatsächlich wiedererkannt. Und Mháire kennt Tiberius!

Und dann bin ich noch mit vollem Karacho in ein Fettnapf gehüpft. Ich hatte nämlich jemanden mit Mháires Freund Nico verwechselt, obwohl mein Bauchgefühl gesagt hatte, dass er es gar nicht sein könne, weil er viel hellere Haare hatte. Nico war nämlich noch mit der Technik beschäftigt und ist deshalb nicht mit auf dem Foto.

Als wir mit dem Meet & Greet fertig waren, haben wir noch die letzten Lieder von Harpo Speaks! mitbekommen. Es waren leider nur sehr wenig Publikum da. Daher standen wir direkt an der Bühne. Zu "Ein echter wahrer Held" durften wir dann auf die Bühne. Auf der Role Play Convention in Köln 2018 habe ich mich das nicht getraut, weil ich nicht sehr textsicher bin, aber diesmal haben wir die Chance ergriffen und mitgesungen. Dafür habe ich mir den Text auf mein Handy geholt.

Damit ging die RolePlay Verse zu Ende. Trotz der organisatorischen Mankos war es wirklich sehr schön gewesen. Wir haben wahnsinnig viele schöne Cosplays gesehen, wirklich großartig! Und natürlich liebe Menschen getroffen, teilweise zum ersten Mal, die wir während Corona über Twitch.TV kennengelernt haben. Zum Abschluss waren wir noch zu viert im Derman gut und günstig essen. Ich war aber so voll, dass mir sogar die Pizzaröllchen zu viel waren. Außerdem gab es einen Salat als Vorspeise und einen kleinen Nachtisch dazu.

Im Hotel habe ich mich dann noch in der Badewanne ausgeruht. Was für ein toller Tag!

111 Fotos

der Drache auf Youtube

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Sonntag, 21. April 2024 16:09

Rosenheim: Kohlrabenschwarz-Drehorte

Am Sonntag haben wir im B&B-Hotel erst einmal mit den Zeugen Kühlwaldis gefrühstückt.

Danach bin ich mit Florian nochmal zu der Kirche gelaufen, um uns die Drehorte von Kohlrabenschwarz zu fotografieren und mit den Szenen verglichen, wo Stefan Schwab von der Kirche bis zum VW-Bus läuft und telefoniert. Dabei haben wir auch ein paar kleine Filmschnipsel gedreht, die Florian eventuell noch verwurstet, wenn er dazu Zeit findet.

Die Heimfahrt über die A8 verlief wieder staufrei.

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Samstag, 20. April 2024 23:59

Rosenheim: Lydia Benecke Psychologie des Bösen

Der Vortrag von Lydia Benecke "Die Psychologie des Bösen" war wieder sehr faszinieren. Es ging erst einmal um die Definition von "Psychopathy" nach Hare sowie "Antisoziale bzw. dissoziale Persönlichkeitsstörung". Lydia sprach auch von Statsitik, die einen großen Teil der Psychologie ausmacht. Sie zeigte auf, dass die Darstellung in Film und Fernsehen/Literatur nicht realistisch ist. An dieser Stelle wurde ein Bild mit sehr viel Blut aus einer Serie gezeigt und einer Frau wurde erst einmal schlecht. Wir mussten dann den Saal kurz räumen, was etwas Zeit kostete. Leider konnte man im Ballsaal die Fenster nicht aufmachen, nichtmal einen Spalt, um etwas Luft reinzulassen.

Am härtesten waren dann die echten Fälle. Man kann schon ein wenig Mitleid mit diesen Leuten haben, aber noch viel mehr mit denen, die in ihre Fänge geraten und sich daraus nicht befreien können, und damit meine ich nicht nur die Opfer.

In den Saal passten wohl etwa 450 Personen. Damit alle auch ihr Autogramm und Foto bekamen, begann sie schon vor dem Vortrag mit Signieren, in der Pause ebenfalls und am Ende auch, bis wirklich die Letzte ihre Unterschrift im Buch hatte. Es wurde mal wieder sehr spät, weshalb es sehr klug war, ein Hotel dazugebucht zu haben, obwohl wir von Rosenheim nur eine knappe Stunde heim brauchen.

Auf dem Weg zum Hotel hat Florian noch die Kirche erkannt, die in der Serie Kohlrabenschwarz vorkam.

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Mittwoch, 21. Februar 2024 20:17

For All Mankind und Foundation (Apple TV)

Wir haben jetzt die ersten vier Staffeln von For All Mankind angeschaut. Es zeigt eine alternative Zeitlinie, wenn die Russen statt den Amerikanern zuerst auf dem Mond gelandet wären. Sehr spannend. Jede Staffel hat ein Jahrzehnt beleuchtet, wodurch man die Leben der Protagonisten über lange Zeiträume verfolgt. Es ist sehr spannend. Ich hoffe, dass es noch drei weitere Staffeln geben wird.

Man merkt, dass die Macher Star Trek Fans sind, denn es gibt immer wieder Bezüge. Das liegt sicherlich auch an der Mitwirkung von Ronald D. Moore.


Derzeit schauen wir Foundation. Die Serie basiert auf dem Foundation-Zyklus von Isaac Asimov. Das war mein Lieblingsautor, bevor es Andreas Eschbach wurde. Allerdings habe ich eigentlich nur seine ganzen Roboter-Bücher gelesen, die teils spannend wie Agatha-Christie-Krimis waren. Die Foundation-Bücher habe ich mal auf dem Flohmarkt erstanden, allerdings nach ein paar Seiten aufgehört zu lesen. Es hatte mich einfach nicht gepackt. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, weshalb.

Die Serie ist sehr bildgewaltig, so wie man es von Star Wars kennt. Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte (bisher), was ein Grund sein könnte, weshalb ich nicht weiter gelesen habe. Aber durch gewisse Tricks bleiben einige Protagonisten trotzdem über die Zeiträume für die Zuschauer erhalten. Allerdings stört mich ein bisschen, dass die Mathematik zur wagen Vorhersage der Geschichte herangezogen wird, ähnlich wie Esoteriker und andere Schwurbler gerne die Quantenphysik zur Erklärung ihrer Fantastereien heranziehen, da die meisten Menschen davon so wenig Ahnung haben, dass sie den Anstrich der Wissenschaftlichkeit glauben. Die Abraxas Vermutung und dessen Beweis gibt es nicht in der Mathematik, genausowenig wie die spukhafte Fernwirkung außerhalb von Laborbedingungen, also in unserer Realität. Und es gibt Hellseherei in der Serie.

Trotzdem ist die Serie spannend und wegen der schönen Bilder sehenswert.


Wenn wir durch sind, werden wir Apple TV wieder kündigen und schauen, welchen Dienst wir als nächstes abonnieren. Das werden wir abhängig davon machen, welche Serien/Filme wo gestreamt werden. Netflix habe ich auch gekündigt, obwohl wir dort seit 2017 Kunde waren. Aber wir wollen einfach nicht für alle Streamingdienste jeden Monat so viel Geld bezahlen. Auch weil man der Lizenz-Willkür ausgesetzt ist, wie derzeit bei Paramount+, wo viele interantionale Produktionen einfach aus dem Programm geworfen wurden.

Ein Opfer war unser Herzensprojekt Kohlrabenschwarz, die es zwar noch als Kaufoption bei Prime gibt. Allerdings ist das Wort "kaufen" hier irreführend für uns Verbraucher, denn man kauft die Serie/den Film nicht, wie eine DVD, die dann für immer im Regal steht, sondern sie könnte sang- und klanglos aus dem Onlinedienst verschwinden, wenn die Lizenzen auslaufen oder zurückgezogen werden. Mit einer DVD würde das nicht passieren, dass jemand von Paramount oder so ins Haus kommt und die DVD vernichtet. Daher wäre ich dafür, dass man bei Streamingdiensten nicht von "kaufen" fabulieren würde, sondern es für Verbraucher verständlicher "temporäre Lizenz erwerben" nennen würde...

Für Kohlrabenschwarz gibt es derzeit ein Projekt von Fans in der Hoffnung, dass das ZDF die Rechte erwirbt und die Serie fortsetzt. Das wäre ein Träumchen!

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