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Thema: Interessen/Hirnforschung

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Mittwoch, 10. September 2014 23:19

Lucy

Heute haben wir uns Lucy angeschaut. Der Trailer verrät wohl mal wieder zu viel von dem Film. Er war schon recht interessant gemacht. Auch die Darstellung, wie Lucy plötzlich ihre Umwelt verändert wahrnimmt, ist sehr gut gelungen. Und Scarlett Johansson liefert natürlich eine erstklassige Leistung ab. Aber irgendwie fand ich, dass der Film gegen Ende etwas zu abgefahren wurde. Außerdem fand ich, dass das Rumgeballer nicht notwendig ist, wenn man in der Lage ist, durch die Kraft seiner Gedanken die Umwelt zu beeinflussen. Das hat mich auch schon in den Matrix-Filmen gestört. Da hat man die Fähigkeit und es fällt den Drehbuchautoren trotzdem nichts anderes ein, als herumzuballern.

Fazit: Leider verschwendetes Potential. Kann man aber schon angucken.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Kino | Hirnforschung | Quantentheorie
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Samstag, 29. Januar 2011 20:18

Der Nobelpreis - Andreas Eschbach

Nein, ich lese nicht so schnell... Aber ich lese immer mehrere Bücher parallel ;-)

[Unser Amazonstore: ] Der Nobelpreis von Andreas Eschbach [/Amazonstore Ende] ist ein Roman, der eigentlich keine phantastischen oder Science-Fiction-Elemente enthält. Und er ist ein eher untypischer Eschbach, zum einen wegen dem Vorgenannten, zum anderen weil es einen richtig schönen Schluss hat :-)

Das Buch beginnt als Erzählung gewisser Hintergründe von der Nobelpreisverleihung und was so schiefgeht. Wir befinden uns in einem Komplott aus Entführung, Erpressung und Korruption - mitten drin Hans-Olof, Mitglied im Kommitee, dessen Tochter entführt wurde. Plötzlich mitten im Buch wechselt Eschbach zur Ich-Form und wir erleben den Rest der Geschichte aus der Sicht von Gunnar, dem Schwager von Hans-Olof, der aus dem Gefängnis entlassen wird und nun versucht, das Komplott aufzudecken. Ein paar Mal entkommt er knapp seiner erneuten Verhaftung, was bei seinen Bewährungsauflagen nicht gut für ihn gewesen wäre.

Sofia Hernandez Cruz bekommt den Nobelpreis, da ihr Arbeitgeber Rütlipharm ihn sich erkauft hat. Ihre Forschung betraf das Zusammenspiel von Gehirn und Hormonen.

Gegen Ende des Romans wird der Leser direkt angesprochen und gefragt, ob er jetzt sauer wäre und vor Wut gerne das Buch in die Ecke pfeffern würde. An dieser Stelle war ich mir erst nicht sicher, ob Andreas Eschbach zu mir sprach, oder Gunnar, der Industriespion. Doch es war Gunnar und ich musste herzlich lachen. Warum, das kann ich hier nicht verraten ;-)

Aber der Schluss ist wirklich gelungen. Nicht plötzlich und er hinterlässt auch nicht den typischen, schalen Nachgeschmack, wie viele andere seiner Bücher. Es wird komplett alles aufgeklärt und, was ich persönlich besonders genossen habe, es wird wie in manchen Filmen jeder Charakter noch einmal erwähnt und erzählt, was aus ihm denn geworden ist. Ein happy end? In gewisser Weise. Zumindest ein Ende, wie man es sich gewünscht hat, nachdem alles aufgeklärt war.

Geht es in diesem Buch um den Nobelpreis? Hm, in gewisser Weise ja. Aber eigentlich ist es ein Buch über Hirnforschung. Und der Leser, der ist das Versuchskaninchen ;-)

Update 30.01.2011 13:30 Uhr

Außerdem ist dieses Buch ein Lehrstück. Es zeigt uns, welche zerstörerischen Kräfte durch Misstrauen und Lügen entfaltet werden können. Und dass es nicht zu spät ist, die Chemie unseres Gehirns zu durchschauen und uns selbst zu versuchen zu ändern.

Themen: Bücher | Hirnforschung
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09.01.2012 13:04 Clicks: 35042

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