Mein Blog-Archiv

Thema: privat/Sonnenstrahl

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Samstag, 26. September 2020 14:40

Brille nicht beschlagen

Wir waren gerade kurz einkaufen, weil ich dringend Kontaktlinsenmittel brauchte. In meiner Dusseligkeit hatte ich vergessen, welches nachzubestellen, nachdem ich die letzte Flasche mit in den Urlaub genommen hatte. Deshalb war ich zum ersten Mal mit Brille und Maske unterwegs. Aber erfreulicherweise ist sie in den RiemArcaden nicht beschlagen, erst als ich nach Hause kam, aber da nicht wegen der Maske, sondern weil das immer passiert, wenn man aus der Kälte in die Wärme kommt.

Echt super, ich hatte eine Maske von der Polsterei Brückl auf. Da ist oben ein Metallbügel drin, den man sehr gut an die Nasenkontur anpassen und zum Waschen ganz leicht herausnehmen kann. Bei Monika von Fantasie und Raum kann man sich seine Maske sogar nach eigenen Wünschen gestalten lassen. Die sind nach dem gleichen Muster genäht. Mein großer Sohn trägt auf Arbeit auch den ganzen Tag eine solche Maske und kommt damit als Brillenträger sehr gut klar :)

Thema: Sonnenstrahl
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Samstag, 26. September 2020 13:44

Verhörhammer

Seit gestern war ich auf der Suche nach Sid, unserem Saugroboter. Wir haben ihn so nach dem Krümelmonster benannt. Ich hatte in der Familiengruppe gefragt, ob jemand weiß, wo unser Saugroboter wäre, doch es hat niemand geantwortet. Nachdem ich ihn dann gestern Abend unter unserem Bett wiedergefunden habe, stellte ich ihn an die Treppe, damit ich ihn am nächsten Tag aufräumen kann.

Heute morgen hat sich dann folgender Dialog abgespielt:

Florian: "Sid steht im Treppenhaus."

Ich (traurig): "Oh, warum denn das?"

Florian: "Keine Ahnung. Vielleicht hat ihn jemand da hingestellt."

Ich (verwundert): "Was hast du gerade gesagt?"

Florian wiederholt: "Sid steht im Treppenhaus."

Ich lache: "Weißt du, was ich verstanden habe? 'Der Zitt ist im Krankenhaus'."

So ist das, wenn man schwerhörig ist...

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Hubert Zitt | Sonnenstrahl
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Donnerstag, 24. September 2020 20:47

Depressionen

Ich kenne einige Leute, die an Depressionen leiden und deswegen auch in Behandlung sind oder waren. Man sagt auch gerne so dahin: "Ich glaub ich hab eine Depression." Dabei ist eine Depression eine schwerwiegende Erkrankung. Da kommt man ohne professioneller Hilfe normalerweise nicht wieder heraus.

Ich denke, dass ich eher hin und wieder an einer depressiven Verstimmung leide. Insgesamt bin ich sehr resilient und komme mit Erschütterungen des Lebens in der Regel gut klar. Auch in der Coronasituation habe ich nach anfänglichen Panikattacken und schlaflosen Nächten relativ schnell eine Linie gefunden, um damit gelassener umzugehen. Dabei hat mir natürlich geholfen, dass ich mit dem Blog meine Gedanken gut strukturieren und rauslassen konnte, damit mir der Schädel nicht explodiert.

Trotzdem merke ich, dass ich immer mehr in einem Sumpf von ständiger Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit feststecke. Meistens merke ich das auch daran, dass ich viel zu viel am Handy spiele. Dabei bin ich objektiv betrachtet doch in einer rundum glücklichen Situation.

Als Beispiel möchte ich mein Pferd Felix anführen. Ich habe mir vor über einem Jahr den Traum erfüllt und mein Herzenspferd gekauft. Trotzdem fällt es mir immer wieder schwer, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und in den Stall zu fahren, wenn ich gerade nicht verabredet bin oder irgendwelche Schmied- oder Tierarzttermine habe. Wenn ich dann auf Gugl Mäps sehe, wie sich ein Stau zusammenbraut, dann habe ich gleich eine Ausrede, zu Hause zu bleiben. Meine Reiterfreundinnen habe ich deshalb schon gebeten, sich öfter mit mir zu verabreden, um mich aus dieser Lethargie zu holen.

Aus eigenem Antrieb mache ich im Moment eher wenig. Die meisten Dinge sind Pflichterfüllung (Arbeit, Haushalt) oder Gewohnheiten. Viele Dinge, die nur die Prädikate "nice-to-have" oder "irgendwann" tragen, schiebe ich seit Monaten vor mir her. Wahrscheinlich drückt die ganze Inaktivität und eingeschränkte Bewegungsfreiheit derzeit doch stärker auf mein Gemüt, als ich zugeben möchte. Mir fehlt das persönliche Trekdinner und die offline Conventions. Wir haben uns schon im kleinen Kreis immer wieder getroffen oder schauen Nessis SOFA-Con oder Last Geek Tonight, aber es ist halt nicht dasselbe.

Im Winter wird der Mangel an Sonne auch noch eine Rolle spielen. Und die hormonellen Schwankungen spielen ebenfalls eine Rolle - ich darf das sagen, ich bin eine Frau.

Nein, das ist keine echte Depression. Aber schön ist es auch nicht.


Updates

Süddeutsche (26.09.2020): Psychologie: Teuflisches Duo

Themen: Sonnenstrahl | Eigenes Pferd Felix | Trekdinner | Conventions
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Samstag, 19. September 2020 17:01

Kein Oktoberfest

Heute hätte das diesjährige Oktoberfest begonnen. Es ist kein Geheimnis, dass ich das Oktoberfest nicht leiden kann und jedes Jahr froh bin, wenn der Wahnsinn vorbei ist. Deshalb war ich nicht sonderlich traurig, als es im April abgesagt wurde. Statt dessen wurde das Programm "Sommer in der Stadt" aus dem Boden gestampft und jetzt gibt es die "Wiesn light" bzw. "WirtshausWiesn". Die heute-show hat auch einen heißen Tip, wei man Oktoberfestfeeling herstellen kann. Dabei ist das Oktoberfest in 210 Jahren schon 24 Mal ausgefallen, meist wegen Kriegen, aber auch wegen Cholera.

Überhaupt hat die ganze Corona-Sache bisher mein Leben nicht wirklich sonderlich aus der Bahn geworfen. Mich interessiert Fußball nicht. Ich muss nicht zum Skifahren nach Ischgl. Ich bin ein Partymuffel und gehe auch nur selten auf Konzerte oder ins Kino. Ich find Homeoffice mittlerweile super. Überhaupt bin ich eher ein Stubenhocker. Bei meinen Jungs hat sich auch nicht viel geändert, die kamen vorher nur aus ihren Zimmern, wenn das Internet ausgefallen ist oder es etwas zu Essen gab. Zu den Pferden durfte ich auch nach wie vor. Und Spargel esse ich auch nicht.

Das hat mir also alles kaum etwas ausgemacht.


Updates

Süddeutsche (04.10.2020): Ein bisschen Wiesn, ein bisschen Freude

Stern (03.10.2020): "Ruhigste Wiesn der Geschichte" – Polizei hält ironische "Pressekonferenz" zum abgesagten Oktoberfest ab

Themen: Corona | Sonnenstrahl
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Mittwoch, 26. August 2020 23:45

Outpost One

Der Besuch beim Outpost One war das Einzige, das wir im Voraus geplant hatten für unseren Kurzurlaub. Wir haben erst einmal ausgeschlafen und dann drinnen gefrühstückt, einerseits wegen der Wespen und andererseits wegen dem Regen.

Ich hatte zwei Touren gebucht, einmal die Standard-Tour und danach die Premium-Tour. Die VIP-Tour war leider schon ausgebucht gewesen. Während der Standard-Tour wird man per Audioguide über das Soundsystem durch die Ausstellung geleitet. Das dauert etwa 80 Minuten. Das ist empfehlenswert für Familien mit kleineren Kindern, die sich vielleicht nicht so lange konzentrieren können. Für uns war es dann aber fast zu kurz, weil wir mit Fotografieren nicht ganz nachkamen.

Die Premium-Tour war dann mit Tourguide. Da durften wir dann auch hinter die eine oder andere Absperrung für ein exklusives Foto. Die Tour hat dann über zwei Stunden gedauert. Es hat sich sehr gelohnt, denn den Tourguide kann man natürlich auch mal etwas fragen. Zum Beispiel brannte mir sofort nachdem ich zum ersten Mal davon gelesen hatte die Frage auf der Zunge, ob man da nicht mächtig Probleme mit Disney bekommt, wenn man so eine Fanausstellung auf die Beine stellt. Aber der Initiator Marc ist Anwalt und hat das natürlich vorher alles abgeklärt, damit das nicht passiert :)

Ich habe mit Absicht nur eine sehr kleine Fotogalerie erstellt, obwohl wir eine Menge Fotos geschossen haben. Denn die Ausstellung MUSS man einfach mit eigenen Augen gesehen haben. Sie ist der absolute Hammer! Man erlebt sozusagen Episode IV bis VI hautnah. Die Figuren aus Silikon sind zum Teil so lebensecht, dass einem nur die Kinnlade runterklappt. Man merkt einfach, dass die Ausstellung von Fans mit jeder Menge Herzblut erschaffen wurde, und nicht von einem Konzern mit dem Zweck "making money". Wer mal in der Nähe ist, unbedingt vorbeischauen! Und nicht nur einmal, denn die Ausstellung wird noch weiter wachsen, so dass sich bestimmt mehrmals ein Besuch lohnt!

Für ein wenig Verwirrung hat die Mailadresse gesorgt, die ich angegeben habe. Da ich eine eigenen Domain habe und eine Catch-All-Mail eingerichtet habe, ist es im Grunde egal, was vor dem "@sandrakoenig.net" steht, es kommt alles an. Meistens gebe ich dann die Domain an, wo ich mich gerade angemeldet habe, also in diesem Fall "outpost-one@s...net". Aber das konnte ich dann aufklären.

Bevor wir wieder in unsere Ferienwohnung gefahren sind, haben wir noch in der Alten Sattlerei gegessen. Auf der Tageskarte gab es auch Fisch und einen vegetarischen Teller (einfach eine Mischung der Beilagen) für meine Jungs. So ließen wir den fantastischen Tag würdig ausklingen.

26 Fotos

Themen: Farid | Meine Sonderanfertigung Florian | Noah | Sonnenstrahl | Urlaub | Fotografie | Star Wars
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Dienstag, 25. August 2020 23:52

Alpakawanderung

Heute haben wir auf der Terrasse unserer Ferienwohnung gefrühstückt. Aber die Wespen waren ein wenig aufdringlich. An der Hauswand saß ein Prachtexemplar von einer Wespenspinne, die sich nicht einen Milimeter gerührt hat. Dann sind wir zum Badeplatz am Bossower See hinuntergelaufen. Sehr idyllisch, aber für mich war es zu kalt. Aber ich gehe nur bei 30° im Schatten ins Wasser.

Heute waren wir mit Marco am Strandhafer Aparthotel in Warnemünde verabredet zu einer kleinen Alpakawanderung. Marco macht auch Ergotherapie mit Alpakas. Die wunderbaren Tiere sind für uns jedes Mal das Highlight. Florian hat Lenny geführt und Farid Dylan. Noah und ich haben uns auf's Fotografieren konzentriert.

Abends waren wir noch im Restaurant Paulo Scutarro zum Abendessen auf der Terrasse. So kann man einen Alpakatag kulinarisch ausklingen lassen.

74 Fotos

Themen: Familienbande | Farid | Noah | Meine Sonderanfertigung Florian | Sonnenstrahl | Urlaub | Fotografie
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Montag, 18. Mai 2020 17:01

Homeoffice

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Homeoffice ist schon eine praktische Sache. Früher musste ich immer Urlaub oder Gleittage oder zumindest Überstunden nehmen, wenn ich irgendwelche Termine mitten am Tag hatte. Mit Homeoffice konnte ich dann vorher und/oder nachher einfach von zu Hause aus arbeiten und habe weder Urlaubstage noch Stunden verloren. Trotzdem war ich grundsätzlich lieber im Büro. Dort hatte ich einen ordentlichen Bürostuhl, einen großen Bildschirm, kostenfreien Kaffee und eine richtig gute Kantine.

Nachdem wir mehr oder weniger plötzlich ins Homeoffice geschickt wurden, hatte ich zuerst die Vorteile im Blick. Ich kann jetzt länger schlafen, was mir sehr gut tut. Und es ist auch besser, als in Kurzarbeit geschickt zu werden, auch wenn da finanziell ganz schön was aufgefangen wird. Da habe ich wohl mal wieder Glück gehabt.

Normalerweise dürfen wir ungefähr 20% unserer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen, nach Absprache mit der Führungskraft und es darf nicht immer derselbe Wochentag sein. Theoretisch müsste ich also ab nächster oder übernächster Woche wieder ins Büro, denn dann sind die 20% aufgebraucht. Aber die Ansage ist, dass wir auch voraussichtlich bis mindestens Herbst, vielleicht sogar bis Ende des Jahres erst einmal im Homeoffice bleiben sollen, wer kann. Ich sehe schon unsere Pflanzen alle vertrocknen...

Unsere Kantine hat dichtgemacht. Deshalb koche ich jetzt wieder fast jeden Tag, außer wenn ich etwas von der Landlust hole. Weil ich in Kochstreik getreten war und wir einen Saugroboter angeschafft haben, konnte ich meine durchschnittliche Hausarbeitszeit von 10:28 Stunden pro Woche in 2016 auf 8:42 Stunden pro Woche in 2019 senken. Jetzt bin ich aber schon wieder bei 10:41 Stunden pro Woche angelangt. Das liegt aber auch daran, dass ich die Handtücher öfter wasche, insgesamt mehr putze und viel mehr Zeit zum Einkaufen benötige. Ich brauche die Hausarbeit auch, um zwischendurch immer mal wieder aufzustehen und mich zu bewegen, damit ich keine Rückenschmerzen bekomme. Das liegt aber nicht nur am fehlenden Bürostuhl, sondern auch daran, dass ich jetzt viel weniger reite, seit Felix krank ist, und wieder die Bauchtasche nehme, damit ich unterwegs meine Hände frei habe.

Den großen Bildschirm vermisse ich schon manchmal, aber es geht auch ganz gut ohne. Zu Hause hätte ich sowieso keinen Platz, den ordentlich hinzustellen. Falls es wäre, dürfte ich ihn mir aus dem Büro holen.

Was natürlich auch ein großer Vorteil ist: Ich spare Benzin. Wenn alle, die irgendwie im Homeoffice arbeiten können, in Zukunft nicht nur 20% dürften, sondern deutlich mehr, dann wäre das auch gut für die CO2-Bilanz. Und es gäbe weniger Stau.

Außerdem scheint es sich herauszukristallisieren, dass Großraumbüros (eventuell sogar mit Klimaanlage) keine so gute Idee sind. Ob sich da etwas tut? Bisher hatte ich Glück und musste mein Büro höchstens mit zwei Kolleginnen teilen, was ganz gut funktioniert hat. In letzter Zeit war ich sogar meistens alleine gewesen. Aber das ist natürlich Luxus. Ich bin echt gespannt, wie sich die Situation auf die künftige Bürogestaltung auswirken wird.

Mit meinen Mittagsdates habe ich mich jetzt über MS Teams verabredet, damit man sich nicht ganz fremd wird. Den persönlichen Kontakt vermisse ich am meisten. Es gibt auch Kollegen, die ich schon über zwanzig Jahre kenne. Da mein Mann auch Homeoffice macht, gehe ich immer ins Wohnzimmer, wenn ich mal ein Online-Meeting habe. Sonst stören wir uns zu sehr. Und ich kann wieder aufstehen und mich bewegen, während Florian einen höhenverstellbaren Monitorhalter hat.

Ich verstehe auch nicht, wie Leute im Homeoffice vor Netflix und Co. versumpfen. Da bekommt man doch seine Arbeit nicht erledigt. Das hat sich bei mir nicht geändert. Ich beginne morgens ca. 8.00 Uhr und klappe zwischen 16.00 und 17.00 Uhr mein Notebook zu, schalte das Handy auf stumm. Nur die Mittagspause ist etwas länger, weil ich eventuell in den Stall fahre oder einkaufen gehe. Und manchmal frage ich mich, welcher Wochentag gerade ist :D

Im Moment halte ich es also ganz gut aus im Homeoffice. Mal sehen, wie das in ein paar Monaten aussieht.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes


Updates

Washington Post: Das weiße Haus erlaubt Homeoffice zum ersten Mal in seiner 231-jährigen Geschichte

Heise (13.05.2020): Twitter erlaubt seinen Mitarbeitern Homeoffice für immer

Heise (13.05.2020): Homeoffice mit (kleinen) Kindern ist die Hölle

Tagessspiegel (17.05.2020): Büroetage infizierte sich beinahe komplett

Heise (20.05.2020): Auf Wiedersehen, Homeoffice? Die Tücken der Bürorückkehr

Heise (21.05.2020): Diskussion um Recht auf Homeoffice

Stern (27.05.2020): Berufspendler spielten große Rolle bei Ausbreitung des Coronavirus

Heise (29.06.2020): Corona krempelt die Arbeitswelt um – Sieger ist das Homeoffice

Süddeutsche (16.07.2020): Siemens macht Homeoffice für 140.000 Mitarbeiter möglich

Heise (20.08.2020): Greenpeace-Studie: Homeoffice verringert CO2-Ausstoß um Millionen Tonnen

Heise (12.09.2020): Geplantes Homeoffice-Gesetz soll vor Entgrenzung der Arbeit schützen

Heise+ (15.09.2020): Recht: Wenn der Arbeitgeber Mitarbeiter ins Homeoffice schickt

Heise (16.09.2020): Zoom-Fatigue: Virtuelle Meetings machen müde

Heise (26.09.2020): SAP: Homeoffice bis Mitte 2021

ntv (04.10.2020): Recht auf Homeoffice könnte Jobkiller werden

Heise (13.10.2020): Die Zukunft des Büros ist ungewiss

Heise (13.10.2020): Home Office: Woher kommt die Ablehnung?

Neue Zürcher Zeitung (22.10.2020): Viele Unternehmen wälzen Kosten für Home-Office auf Mitarbeitende ab

Heise (24.10.2020): Überwachung im Homeoffice – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?

Themen: Corona | mein Job | Auto | Meine Sonderanfertigung Florian | Eigenes Pferd Felix | Sonnenstrahl
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Montag, 6. April 2020 17:01

Entschleunigung

Am Ende wird alles gut... und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

Eigentlich habe ich mein Leben schon drastisch entschleunigt. Massenaufläufe wie das Oktoberfest waren mir schon seit Ewigkeiten ein Graus, nicht erst seit dem Anschlag 1980. Als Kind liebte ich die blinkenden Lichter nachts und den Geruch von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln. Später arbeitete ich zwischen Theresienwiese und Goetheplatz und hatte das Gefühl, die Achterbahn fährt durch mein Büro. Von den Tretminen auf dem Weg von der U-Bahn ganz zu schweigen. Die Bierleichen. Einfach nur gruselig.

Auch Sportveranstaltungen haben mich nie interessiert. Fußball. Tennis. Springreiten. War mir schon immer völlig egal. Auch im Fernsehen.

Ich glaube, die größte Massenveranstaltung, die ich jemals gerne besucht habe, war die ComicCon in Stuttgart mit ca. 40.000 - 50.000 Besuchern. Aber das ist schon hart an der Grenze und brauche ich auch nicht unbedingt jedes Jahr.

2012 war das Jahr, in dem ich erkannte, dass Freizeitstress auch Stress ist, den es zu reduzieren galt. Man musste nicht jedes Jahr auf jede Con. Oder jedes lange Wochenende irgendwo hinfahren. Oder auch noch in den Pfingstferien irgendwo Urlaub machen. Carpe Diem hieß auch, zur Ruhe kommen, relaxen, herumlümmeln, die Batterien wieder auftanken.

2014 stand ich dann mal beim Chef heulend im Büro. Kurz vorm Burnout machte ich ein Coaching und lernte, dass ich auch delegieren darf, im Job genauso wie in der Familie. Und dass ich dabei kein schlechtes Gewissen haben brauchte. Und dass ich nicht dringende Dinge auch mal vor mir herschieben darf. Und auch hier kein schlechtes Gewissen haben brauchte. Diese Erkenntnis tat gut.

2013 habe ich wieder zu reiten angefangen. Seit dem habe ich immer mehr Geld in dieses Hobby investiert. In die lokale Realwirtschaft, wenn man es so sehen mag. Und die Ruhe, die einen umgibt, wenn man allein mit dem Pferd den Wald durchstreift, oder mit ein paar wenigen Freunden. Das hatte auch etwas Entschleunigendes.

Konsumverweigerer bin ich schon länger. Manchmal aus wirtschaftlicher Not, wie als ich studiert habe oder alleinerziehend war. Manchmal auch, weil ich die vollgestopften Schränke sehe oder den Krempl, den ich in regelmäßigen Abständen beim Wertstoffhof entsorge. Da frage ich mich manchmal, wieso ich das überhaupt gekauft habe. Was braucht man eigentlich zum Leben? Essen. Kleidung. Ja, klar, aber alles andere? Ich will gar nichts mehr haben, das man irgendwo hinstellt und dann abstauben muss. Natürlich werde ich öfter auch mal schwach. Aber das hat auch mehr mit der lokalen Realwirtschaft zu tun.

"Shoppen" war für mich nie eine erstrebenswerte Freizeitgestaltung, sondern eher notwendiges Übel. Deshalb haben wir aus dem Urlaub auch eher selten etwas mit nach Hause gebracht, außer vielleicht Super Soakers aus den USA und Honig aus Neuseeland. Deshalb war es für mich auch nie ein Problem, direkt neben den Konsumtempeln PEP oder den RiemArcaden zu wohnen. Der einzige Shop, den wir im Moment vermissen, ist der Lego-Store.

Und ich möchte eigentlich immer lieber reparieren als wegwerfen und neu kaufen. Im Erziehungsurlaub hatte ich Zeit, die Kleidung der Kinder auch mal zu flicken. Später dann nicht mehr, dann habe ich sie doch eher weggeworfen. Aber wenn ich z.B. mal wieder ein Smartphone, dessen Akku noch zwei Tage hält und einwandfrei funktioniert, wegen fehlender Sicherheitsupdates austauschen MUSS, dann blutet mir das Herz. Ebenso wenn ich die vielen Leute in den Malls sehe mit ihren Primark-Tüten. Dann denke ich immer: "Da geht er dahin, der Planet."

Die Bosch-Waschmaschine meiner Eltern hat über 20 Jahre gehalten. Heute muss man froh sein, wenn die Haushaltsgeräte 10 Jahre durchhalten. Reparaturen lohnen sich zumindest finanziell eher selten, dabei wäre das so gut für den Planeten, wenn es umgekehrt wäre. Ich hoffe inständig, dass sich hier etwas Grundlegendes ändert nach der Coronakatastrophe.

Aber ich schweife vom Thema ab. Entschleunigung.

Wir haben erstaunlich wenig ändern müssen. Kein rumstehen mit dem Auto in der Rush Hour mehr. Ich gehe zu Fuß zum einkaufen. Zum Pferd darf ich noch immer, wenn auch unter strengen Auflagen. Ich koche mehr, auch weil ich die Zeit habe, weil die Heimfahrt wegfällt. Und wir haben jetzt schon den zweiten echten Lazy Sunday erlebt, an dem wir uns mal in den Garten setzen konnten. Dafür blieb sonst nur wenig Zeit.

Das sind Aspekte, die ich gerade sehr genieße. Aber mir ist auch bewusst, wie privilegiert wir hier sind, dass wir überhaupt einen kleinen Garten haben, eine glückliche Ehe führen, finanziell ein kleines Polsterchen haben, das Haus groß genug ist, dass sich jeder zurückziehen kann. Ich persönlich könnte es also noch eine ganze Weile mit dieser Ausgangsbeschränkung aushalten.

Everything's going to be okay!
Carl Grimes

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Freitag, 3. April 2020 14:50

Blätterwald

Neulich wurde ich gefragt, wie ich mich so informiere über die Geschehnisse der Welt. Es ist ein bisschen wie ein Helikopterflug über den Blätterwald, den ich fast täglich veranstalte. Details interessieren mich dabei eher weniger, sondern der grobe Überblick. Ich beobachte den Wald als Ganzes, nicht den einzelnen Baum, oder den Borkenkäfer. Zumal ich gar nicht unterscheiden könnte, ob das jetzt wirklich ein Borkenkäfer ist oder doch ein Juchtenkäfer, sprich, wie nahe liegt die Quelle an der Wahrheit?

Beginnen tue ich immer mit Newstral, wobei ich mir mein Profil so angelegt habe, dass mir als erstes die Schlagzeilen folgender Zeitungen/Quellen angezeigt werden:

Wobei

leider nicht mehr angezeigt werden.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch nochmal sagen, dass mir die ganzen Abos viel zu teuer sind. Wenn ich für die o.g. Zeitungen alle Abos abschließen würde, dann wäre ich arm. Es gab auch früher schon Zeitungsleser, die kein Abo hatten, sondern sich hin und wieder mal eine Zeitung am Kiosk geholt haben. Diese Leser (also ich) werden durch das Angebot überhaupt nicht angesprochen. Und ich will auch keine Papierzeitung und ein Zusatz-Online-Abo. Ich hätte gerne die Möglichkeit eines Leserkontos bei den Zeitungen, wo ich meine Kreditkarte hinterlegen kann, und falls mich mal ein Artikel näher interessiert, dass ich dann für diesen einen Artikel zwei, drei Euro bezahle. Habe ich früher manchmal gemacht, da habe ich Dossiers beim Spiegel gekauft. Heute verschwinden vielleicht gute Artikel hinter einer Paywall, die ich dann halt wegklicke. Zumindest habe ich keine Adblocker. Aber so... Nöööööööö!!!


Meinen zweiten Streifzug starte ich bei Heise, wo ich für 9,95 Euro im Monat das heise+ Abo abgeschlossen habe. Das ist mal ein akzeptabler Preis. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um die zusätzlichen Inhalte, die mir dadurch zur Verfügung stehen, sondern dass ich Heise insgesamt eben regelmäßig Geld zuschustern kann. Bei Heise gibt es nicht nur Nachrichten für ITler, sondern immer wieder auch politische Themen. Nachdem in den meisten anderen Medien die Kommentarfunktionen bereits deaktiviert wurden, weil das redaktionell nicht mehr handhabbar war (Meinungsfreiheit bitte nicht mit Zuhörpflicht verwechseln), dürfen sich hier immer noch die Heise-Foristen rot und grün malen lassen. Dort finde ich immer wieder Kritisches, interessante Zusatzinformationen und auch weiterführende Links.

Danach gehe ich noch auf Telepolis (von Heise), wo viele Themen nochmals kritischer beleuchtet werden und die Mainstream-Medien in ein etwas anderes Licht gerückt werden.


Station drei sind dann die Mainstreamnachrichten bei Gugl Njus, wobei ich meinen Account so konfiguriert habe, dass mir der Dreck von Alex Jumper oder Bruda aus Gründen nicht vorgesetzt wird, indem ich da auf die drei Pünktchen geklickt und dann "Alle Meldungen von drecksblatt.de ausblenden" ausgewählt habe. Die Liste mit den ausgeblendeten Schmierenblättern kann man dann unter "Einstellungen" - "Ausgeblendete Quellen - verwalten" ansehen und eventuell einigen die Absolution erteilen.


Und dann kommen noch die sozialen Medien dran. Über Twitter folge ich eigentlich nur Edward Snowden, um aufzupassen, dass es ihm in seinem russischen Exil gut geht, und weil ich auf ihn höre.

Influencer interessieren mich schonmal grundsätzlich nicht.

Wesentlich mehr Infos bekomme ich über Facebook, wo ich vor allen Dingen NGOs abonniert habe. Da muss man eben ein wenig Zeit anfangs investieren, um sich sein Profil und die Privatsphäre-Einstellungen etc. einzurichten und ab und zu nachzujustieren. Da finden sich auf meiner Liste der abonnierten Seiten

Allerdings begrenze ich meine Zeit bei Facebook aktiv auf maximal 15 Minuten pro Tag (außer in schlaflosen Nächten), da mir bewusst ist, dass der Infinite Scroll den Eindruck erwecken soll, dass es da noch mehr Infos gibt, dabei gibt es da in erster Line noch mehr Werbung. Die finde ich übrigens manchmal echt witzig, so Treppenlift oder so. Man kann sein Profil verwässern, indem man immer auf die Werbung klickt, die so gar nicht relevant ist. Zum Beispiel für Private Krankenversicherung. Oder Investmentfonds. Und bei gesponsorten Beiträgen der A-Ef-De oder neoliberalen Schwurblern schreibe ich ganz gerne mal, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre, und an deren Stelle mein Geld von FB zurückfordern würde. Jedenfalls muss man bei FB ein wenig selbstdiszipliniert sein und sich manchmal nur mit den Benachrichtigungen zufrieden geben, ohne Angst zu haben, etwas zu verpassen.


All dies, man glaubt es kaum, kostet mich an einem normalen Tag 30 Minuten Scanzeit. Ich überfliege tatsächlich nur die Lage der Welt und lese sehr selten mal einen Artikel wenn überhaupt bis zum Ende. Damit gewinne ich zwar nur einen Überblick statt Details, aber nach dem Motto "man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht" genügt es mir, den Blätterwald von oben zu betrachten.


Update Sonntag, 3. Mai 2020:

Nachdem auf newstral.com New York Times, Washington Post, derStanard.at und Die Zeit nicht mehr bzw. nicht mehr korrekt angezeigt wurden, habe ich diese Zeitungen nun in Facebook abonniert. Da ich derzeit ein riesiges Bedürfnis habe, mich zu informieren und die aktuelle Lage fasziniert und auch etwas verängstigt verfolge, benötige ich natürlich deutlich mehr Zeit als bisher für meinen täglichen Rundflug über den Blätterwald. Im Gegensatz zu vielen anderen kann ich "Corona" immer noch hören.

Außerdem schätze ich in Facebook, dass man viele Pressekonferenzen und Bundestagsdebatten live mitverfolgen kann.

Inzwischen haben sich drei Medien zu meinen Lieblingsinformationsquellen gemausert:

Wir leben in spannenden Zeiten.


Updates

Youtube Rezo (31.05.2020): Mal eben die Presse zerpflückt, sehr gut!

Süddeutsche (21.06.2020): Journalismus: Dieser Text ist nicht neutral

Tagesspiegel (18.10.2020): Wie Trump die Medien verändert hat: Möglichst neutraler Journalismus kommt an seine Grenzen


Blendle Kiosk: Einzelne Artikel online kaufen/Lesen ohne Abo

Themen: Sonstiges | Sonnenstrahl
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Freitag, 18. Mai 2018 20:15

Achtsamkeit

Seit geraumer Zeit läuft mir immer häufiger der Begriff Achtsamkeit über den Weg, zu dem es auch zahlreiche Seminare, Coaching und Bücher gibt. Ich habe mir davon überhaupt kein Bild gemacht und nur eine vage Vorstellung davon, was das eigentlich sein soll. Aber allein das Wort "Achtsamkeit" hat bereits etwas in mir ausgelöst.

Früher war ich als Hamster im Rad und Effizienzmonster ständig davon getrieben, mein Zeitmanagement zu optimieren und so viel wie möglich zu schaffen. Dinge unerledigt zu lassen oder gar eine Weile vor mir herzuschieben, war für mich schwierig. Deshalb wurde ich von Zeit zu Zeit sehr hektisch und fahrig, so dass mir dann Dinge aus der Hand rutschten und kaputt gingen oder schlimmer, ich mit dem Auto irgendwo eine Delle reingefahren habe, im schlimmsten Fall in ein anderes Auto. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Oder ich habe mich lange gefragt, ob ich den Herd auch wirkich ausgemacht habe.

Durch den Begriff "Achtsamkeit" ist es mir gelungen, aus diesem Teufelskreis (das Rad des Hamsters) auszubrechen. Nun achte ich mehr auf mich, auf den Augenblick, auf das, was ich gerade tue. Ich sehe Regenerationszeit nicht mehr als verschwendete Zeit an, selbst wenn ich sie auf dem Sofa mit Netflix und Prime verbringe. Ich achte darauf, dass ich genügend Schlaf bekomme, egal ob man mich als Langschläfer belächelt oder meint, ich würde dadurch den halben Tag versäumen. Ich achte darauf, dass ich alles, was ich tue, mit voller Aufmerksamkeit tue, damit ich mich auch daran erinnern kann, dass ich das Auto tatsächlich abgeschlossen habe. Oder dass mir eben nichts aus der Hand rutscht oder ich die Treppe runterstürze.

Ich mag das Wort "Achtsamkeit". Auch wenn ich es wohl nicht in dem Sinne lebe, wie die buddhistische Lehre es vorschreibt, aber es hat definitiv Positives für mein Leben bewirkt.

Themen: Sonnenstrahl | Auto
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Donnerstag, 19. Juni 2014 19:21

Abgetaucht

Heute habe ich endlich meinen Schnuppertauchkurs gemacht, den ich von Florians Papa zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Dazu waren wir in der Sauerkrautfabrik in der Nähe von Erding. Ich war letztes Jahr im Sommer vom Schnorcheln in Key West und vom Georgia Aquarium so begeistert gewesen, dass ich eben laut darüber nachgedacht hatte, ob Tauchen nicht auch etwas für mich wäre.

Um diese Frage zu klären ist der Schnupperkurs bei den Divers genau das Richtige. Zunächst haben wir unsere Leihausrüstung bekommen. Das war dann schon schwierig für mich, einen Neoprenanzug zu finden, in den meine Oberschenkel reinpassen. Letztendlich musste ich dann die Fußenden hochschlagen und die Ärmel gingen mir bis zum Daumenknöchel. Außerdem musste ich ins Wasser steigen, um den Anzug anziehen zu können. Blöde Birnenform -.-

Aber irgendwann war ich drin. Dann wurde uns erklärt, was die vielen Schläuche und so an der Gasflasche waren und welche Handzeichen es gibt. Daumen hoch bedeutet nicht, dass alles in Ordnung ist, sondern dass man auftauchen möchte ;-) Und auch noch ein paar andere, grundlegende Sicherheitshinweise.

Danach ging es schon ins Wasser. Zunächst haben wir an der Oberfläche einfach wie beim Schnorcheln unter Wasser atmen geübt. Dann ging es jeweils zu Zweit mit unserem Tauchtrainer in die Tiefe. Angst hatte ich keine und ich war auch überrascht, wie gut das mit dem Atmen unter Wasser klappte. Aber ich hatte leider ein wenig Pech, weil mir ständig Wasser in die Maske geflossen ist. Das war dann sehr unangenehm. Und das hat mich dann auch etwas überfordert, das Luft ablassen aus der Weste habe ich gleich mal ganz vergessen, so dass es mich immer wieder nach oben getrieben hatte, und atmen, Wasser aus der Maske blasen und Druckausgleich, das hat mich dann erst einmal etwas überfordert.

Während die anderen dann schon durch die Fenster in die anderen Becken geschwommen sind, habe ich dann erst einmal in Oberflächennähe weiter ruhiges Atmen geübt. Eine Tauchtrainerin war dann so lieb und hat mir eine passendere Maske geholt, in die dann auch nicht mehr so viel Wasser reingeflossen ist. Sie ist dann nochmal ganz in Ruhe mit mir abgetaucht, und dann haben wir mit dem Unterwasserball ein wenig gespielt und ich durfte dann auch durch die Fenster in die anderen Becken tauchen. Diesmal habe ich das mit dem Luft reinblasen und ablassen in die Weste auch ein wenig besser hinbekommen.

Als ich dann aber nach etwa einer Stunde wieder aus dem Wasser kam, war ich fast schon ein wenig froh, weil das schon sehr anstrengend ist. Die heiße Dusche hat dann sehr gut getan und dann ging es ab nach Hause, essen fassen.

Es ist wirklich toll, erst einmal zu schnuppern, ob einem Tauchen überhaupt liegt, bevor man sich für den Anfängerkurs anmeldet. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob es wirklich mein Traum ist, einmal im Georgia Aquarium mit den Walhaien zu tauchen, oder ob mir das Hobby vielleicht eher doch nicht so liegt. So sehe ich das genauso wie mein Tauchlehrer, dass ich vielleicht erst einmal nochmal einen Schnupperkurs machen sollte, bevor ich mich zum Anfängerkurs anmelde, um etwas sicherer zu werden. Aber jetzt muss ich das Erlebte erst einmal sacken lassen. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung!

25 Fotos

Themen: Sonnenstrahl | Tauchen
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Montag, 10. Mai 2010 21:03

FedCon 3. Tag - 2. Mai 2010

Der Sonntag war dann nicht mehr ganz so aufregend. Nachdem wir am Samstag in Classic Uniformen und spitzen Ohren herumgelaufen waren, war heute TNG angesagt, diesmal mit Trillpunkten. Leider hatte ich vergessen, einen Spitzer für den Kajal mitzunehmen, deshalb gab es einen kleinen Transporterunfall ;-) Alternativ hätte ich auch behaupten können, dass mein Symbiont schwanger ist und dann die Punkte verschwinden.

Endlich hatten wir einmal Zeit, die Kunst- und Modellausstellung im Obergeschoss anzusehen, allerdings wird da am Sonntag bereits früh abgebaut, so dass wir uns das nächste Mal wohl wirklich am Samstag die Zeit hierfür nehmen müssen. Ich habe einen Flaschenöffner in Form eines Bathlets gekauft. Aber Florian wollte trotzdem nicht anfangen Bier zu trinken ;-)

Ein Highlight ist jedes Mal der Maschinenraum von Picard's Enterprise. Ich freue mich jedes Mal, ihn zu sehen. Und wenn wir mal einen Beamerraum einrichten sollten, dann wäre das schon die perfekte Wandverkleidung, oder? Danach schmissen wir uns in unsere Hochzeitsroben, wobei ich mich nochmal mit James Cawley und einem Alien beim Walzertanzen fotografieren ließ.

Die Panels bestanden nun aus gemeinsamen Auftritten der Schauspieler, für jede Serie ein Panel. Zunächst war Battlestar Galactica dran, aber das Panel war ein wenig träge. Geschockt war ich, als Aaron Douglas erzählt hatte, dass es für ihn ein Leichtes gewesen war, die bedrückende Atmosphäre von Battlestar mit seiner stark dezimierten Menschheit zu spielen, da zwischen der ersten und zweiten Season seine Frau an (Brust?)krebs gestorben war. Das erinnerte auf schockierende Weise daran, dass Schauspieler auch nur Menschen sind.

Michael Dorn und Terry Farrell waren ein ganz süßes Paar auf der Bühne. Diesmal schien sich Terry schon ein wenig an ihre Auftritte gewöhnt zu haben, die im Gegensatz zu Theaterstücken ihrer Person gewidmet sind. Jemand fragte sie, wer denn besser küssen würde, Michael Dorn oder David Hasselhoff? Wir mussten so lachen, als Michael dann hinter ihrem Rücken mit beiden Daumen auf sich selbst zeigte und wissend nickte :-)

David Hewlett und Joe Flanigan waren irgendwie wie Feuer und Eis. David hat genau wie Rodney die Angewohnheit, ständig mitteilen zu müssen, was er so alles gegessen hat. Anschließend hatten wir noch kurz Zeit, dass ich mich wieder aus dem Kleid schälen konnte, denn auf der Mainbridge ist es doch ein wenig kalt... Außerdem mussten wir noch schnell unsere Essensbons loswerden ;-)

Die Closing Ceremony war geprägt von Standing Ovations vor allen Dingen für Terry Farrell. Sie hatte sogar Tränen in den Augen und musste ihre rahmenlose Brille absetzen :-) Es war wundervoll gewesen und der Conblues setzte fast augenblicklich ein.

Auf der Suche nach etwas bezahlbarem Essbaren weigerte ich mich dann, die TNG-Uniform abzulegen und die Trillpunkte zu entfernen. In Laufreichweite haben wir dann aber nur die Rheinaue gefunden, die uns ein wenig zu teuer erschien und außerdem musste ich befürchten, als Trill nicht willkommen zu sein. Also zurück zum Maritim, wo wir dann mit dem Auto rein nach Bad Godesberg gefahren sind und in der Pizzaria Valtellina dann fündig und satt wurden. Und ich könnte schwören, dass das kein normales Oregano auf der Pizza gewesen sein kann ;-)

Die Frage lautet nun: Wurde ich im Tunnel geblitzt? Oder war das nur die Reflektion der Scheinwerfer? Ich werde es erfahren. Das erinnert mich daran, dass ich noch ein neues Buchungskonto in meiner Exceltabelle eröffnen muss. Das nenne ich dann "völlig überflüssige Ausgaben / Lehrgeld".

Ich hätte nie gedacht, dass es so angenehm ist, den Sonntag Abend auch noch in Bonn zu verbringen. Früher habe ich mich nach der Closing immer ins Auto oder ins Flugzeug gestürzt und bin heimgehechtet. Aber so konnten wir noch gemütlich auf unserem Hotelzimmer Fotos tauschen, den Abend bei einem immer noch billigen FedCon-Cocktail ausklingen lassen und Joe Flanigan und Chase Masterson an der Bar beobachten.

Diesmal ließ ich das Tanzen gleich ganz bleiben, aber dafür bewunderte ich eine Gruppe junger Damen, wie sie eine Art Square Dance zu Doctor Who darboten. Florian hat das gefilmt, aber mangels Einverständniserklärung der Damen und natürlich der Rechteinhaber des Musikstücks können wir das natürlich nicht bei Youtube hochladen. Aber es reicht, um die Schrittfolge einzustudieren :-)

Leute, das war eine wunderbare Con. Nächstes Jahr in Düsseldorf wird sie vier Tage dauern. Aber ob wir dabei sein werden??? Das steht noch in den Sternen.

46 Fotos


Rückfahrt von der FedCon - 3. Mai 2010

Am Montag haben wir dann noch einmal das gute Frühstück genossen. Diesmal habe ich auch endlich unsere Zimmernummer auf Anhieb richtig sagen können. Es war schon nach 11.30 Uhr, als wir endlich mit Tetris-Spielen fertig waren und alles in den Toyota verfrachtet hatten. Trotz Händlerraumverbot ist das Gepäck doch auf wundersame Weise mehr geworden, und schließlich wollten wir doch auch alle wieder heil nach Hause kommen, also die Sicherheit nicht aus den Augen lassen. Exokomp musste dann mit seinen Knien an den Ohren nach Hause fahren und unsere Witze über sich ergehen lassen, z.B. dass ich trotz des relativ günstigen Benzinpreises nicht tanken kann, weil der Tank voll ist, da hätte er auch noch etwas drin verstaut ;-)

Mit nur einer halben Stunde Stau und einer gemütlichen Rast habe ich wieder alle heil in München abgeliefert. Fliegen wäre vielleicht bequemer gewesen, aber längst nicht so lustig :-) Und wieder mal tröste ich mich über den Conblues hinweg, indem ich mir immer wieder sage: "Nach der Con ist vor der Con! Nach der Con ist vor der Con! ..."

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Sonntag, 9. Mai 2010 22:09

FedCon 2. Tag - 1. Mai 2010

Samstag ist immer der lustigste Tag auf der FedCon. Da laufen die meisten Leute in Kostüm herum, ein Panel jagd das nächste und dieses Mal wurde alles von unseren Paparazzi-Damen mit ihrer professionellen Kameraausrüstung festgehalten.

Unser erstes Panel war von Chase Masterson (Leeta - Deep Space Nine). Wahnsinn, wieviel die Frau schon wieder abgenommen hatte. Als sie einmal beim An Evening with aufgetreten war, hatte ich mich richtig erschrocken, was aus dem zierlichen Persönchen geworden ist (Wahrscheinlich denken das auch einige über mich, die mich noch mit 18 kg weniger in Erinnerung haben). Aber irgendwie hat sie auch ihre Sanftheit verloren, jetzt scheint sie ein Vamp geworden zu sein.

Als wir uns mit den Filmstudentinnen trafen, musste Florian twittern, dass er nun mit vier Damen auf das Hotelzimmer geht ;-) Dort haben wir ein paar Shots gemacht, wie wir Kostüme anziehen und uns die spitzen Ohren ankleben. Und weil wir so schnell waren, konnten wir auch gleich noch die geplanten Szenen im Händlerraum drehen und ein wenig Werbung für Starbase 8 in Köln machen.

Die Arschlöcher aus Spaceballs haben die Nummern für die Autogrammstunde verkündet. Da wir glücklicherweise recht gute Nummern hatten, konnte ich mich recht früh in die Schlange stellen. Terry Farrell und Michael Dorn haben auf ihrem Hochzeitsfoto von Dax und Worf unterschrieben, und David Hewlett auf einem anderen schönen Bild. Mehr Autogramme wollte ich nicht.

13.00 Uhr trafen sich dann alle, um den Weltrekord der Briten mit 99 Star Trek Kostümen zu brechen. Wir hatten eine harte Konkurrenz, denn zeitgleich versuchten Vulcan Events den Rekord zu brechen, doch es wurden nur 110 Kostümierte, während wir auf der FedCon doch tatsächlich 507 Star Trek Kostüme zusammenbrachten. Wahnsinn!

Leider hatten wir aufgrund dieser äußerst wichtigen Mission (sogar Dirk hatte ein gelbes Classic-Kostüm an) den Bericht von Robert Vogel über die Atlantis-Crew und das Meiste von Josef Philips Bericht über das Battlestar Galactica-Set verpasst. Aber es ist schon beruhigend zu hören, dass man die Requisiten auch bei Ikea kaufen kann, wenn man denn unbedingt möchte ;-)

Anschließend mussten wir mal etwas essen, damit wir nicht vom Fleisch fallen. Avatar war auch der Renner. Und auf welchem Planeten leben die Na'vis? Auf dem Saturn ;-) Eine Frau wurde mit Bodypainting in eine Na'vi verwandelt, das sah wirklich klasse aus.

16.00 Uhr trafen sich dann alle Trekdinner auf der Wiese vor dem Maritim, um das jährliche Gruppenfoto zu machen. Anschließend haben wir kurz bei Aaron Douglas (Chief Tyrol - Battlestar Galactica) und Kandyse McClure (Dee - Battlestar Galactica) vorbeigeschaut, doch das Wichtigste war der Costume Contest. Nessi hat durch das Programm geführt und sich erst einmal beschwert, dass sich viel zu wenige anmelden. Es war dann aber doch eine tolle Show, vor allen Dingen das Trekdinner Bonn mit ten times six waren der Brüller, also zehn Männer und Frauen in roten Schlauchkleidern *g* Und natürlich Vater Abraham mit seinem Schlümpfelied und den blauen Na'vis :-) Die Diva aus "Das fünfte Element" hatte eine Wahnsinnststimme. Ihr Zimmer muss in der Nähe des Zimmers einer Freundin gewesen sein, denn sie hatte Gesangsübungen durch die Wände gehört.

Anschließend kam außerplanmäßig Tahmoh Penikett (Helo - Battlestar Galactica), da sich so viele Leute mit Joe Flanigan fotografieren lassen wollten, dass sie ihn nicht früher gehen ließen ;-) Und dann dauerte sein Panel leider nur eine halbe Stunde, weil sonst der Zeitplan durcheinander gekommen wäre. Joe machte sich ziemlich über seinen Kollegen David lustig: "Oh, we're gonna die!!!" Oder er erzählte, dass seine Frau wie eine Prinzessin aussieht, aber wenn sie am Steuer sitzt, mutiert sie: "Get of the road, you son of a bitch!" Das kommt mir irgendwie bekannt vor ;-)

Michael Dorn war der letzte Gast diesen Abend, der sein Panel hielt. Er ist ein sehr ruhiger, sympathischer Typ, der noch einmal die klassische Geschichte von Marina Sirtis' kleinem Hund Skilaki und der Mikrowelle erzählte :-)

Anschließend wollten wir eigentlich noch kurz auf die Party, als wir beobachteten, wie G. vom Trekdinner Aaron Douglas und Gordon Michael Woolvett (Seamus Harper - Andromeda) zu einem Schnäpschen überredete. Da mussten wir doch gleich die Kamera zücken und diesen wunderbaren Augenblick festhalten. Ich konnte auch nicht widerstehen, mich mit Aaron fotografieren zu lassen.

Auf der Party habe ich dann wieder versucht, ein wenig in Tanzstimmung zu kommen, es war aber die gleiche Musik wie am Vortag, so dass ich doch lieber ins Bett gekrochen bin.

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Sonntag, 9. Mai 2010 20:53

FedCon 1. Tag - 30. April 2010

Freitag, der Tag zum Einstimmen. Es geht doch nichts über ein ordentliches Frühstück im Maritim, auch wenn sie das Rührei immer noch nur glibberig anbieten.

Anschließend haben wir das Maritim erkundet und die Stimmung genossen. Dieses Jahr waren drei Aliens gekommen. Und ganz besonders beliebt war Doctor Who. Der Händlerraum war wieder gut bestückt, auch wenn wir Martin Netter vermisst haben. Exokomp war dieses Jahr Helfer.

Gegen Mittag begann dann das offizielle Conprogramm. Da wir bereits ganz entspannt am Vorabend eingecheckt und unsere schönen, schwarzen Umhängetaschen entgegengenommen haben, konnten wir nun abseits der langen Schlangen das Gelände erkunden. Dieses Jahr gab es sogar eine Kinderbetreuung im Obergeschoss. Welche Qualifikation man als Betreuerin hierzu mitbringen musste, behalte ich mal für mich ;-)

Der Fanfilm Stargate Combination war leider relativ langweilig. Ich mag keine Fanfilme, die sich zu ernst nehmen. Wenn schon technisch unzulänglich, dann ist es nur erträglich, wenn es auch witzig ist. Und das war dieser Film leider nicht, weswegen wir dann auch wieder rausgegangen sind.

Star Trek Phase II haben wir nur die letzten Minuten angschaut. Den laden wir uns lieber runter und schauen ihn gemütlich auf dem heimischen Sofa an. Aber über den Gast James Cawley habe ich mich richtig gefreut, denn die New Voyages, wie Phase II früher hieß, haben wir uns schon einmal angesehen. Er spielt Kirk, wobei er immer etwas arrogant wirkt. Aber auf seinem Panel war er ein wirklich sympathischer Kerl. Als ich ihn später im Foyer noch einmal traf, fragte ich ihn, wie alt er ist. 43 antwortete er... Und ich konnte es gar nicht glauben.

Luciana Carro hätte ich fast nicht erkannt. Im Gegensatz zu ihrer Rolle Kat in Battlestar Galactica hatte sie nämlich eine wilde Lockenmähne.

Nachmittags trafen wir uns dann mit unseren persönlichen Paparazzi, nämlich drei Filmstudentinnen der Uni Eichstätt, die sich mit uns verabredet hatten und die Dreharbeiten für den Folgetag durchgesprochen haben. Ich bin mal auf die DVD zum Thema "Zukunft" gespannt :-)

Bei der Opening Ceremony wurde ein Video vorgeführt, in dem sich Terry Farrell (Jadzia Dax - Deep Space Nine) dafür entschuldigte, dass sie schon wieder nicht kommen konnte. Es war auch der Running Gag gewesen zu fragen, ob Terry denn schon abgesagt hätte. Doch das Video war nur ein Fake gewesen, Terry war da :-) Dafür fehlte Joe Flanigan (John Shepard - Stargate Atlantis). Er hatte eine SMS an Dirk geschickt, dass er die richtige Station verpasst hätte und zu weit gefahren war. Er würde später nachkommen.

Das erste Panel hielt dann auch Terry Farrell, die fürchterlich aufgeregt war und sich ständig die schweißnassen Hände an ihrem Kleid abwischen musste. Von einem Ex-Model erwartet man eigentlich eine gewisse Arroganz, aber Terry überraschte uns mit ihrem warmherzigen Wesen. Sie ist wie eine nette Mami aus der Nachbarschaft.

Dann kam David Hewlett (Dr. Rodney McKay - Stargate Atlantis), auf den ich mich ganz besonders gefreut hatte. Er war richtig witzig und wunderte sich, weshalb jeder mehrere Fragen stellte. Deutsche stellten zwei Fragen, Kroaten zwei ¼ Fragen, usw. Seine Schwester spielte tatsächlich Rodneys Schwester in der Serie, das war mir bisher nie aufgefallen.

Auf der Party habe ich dann nochmal einen Spaß am Strand probiert. Admiral TomTom hatte Recht, der FedCon-günstig-Cocktail schmeckte wirklich nicht so gut. Ich versuchte auch, in Tanzlaune zu kommen, aber die Musik war einfach nicht so mein Fall. Damals, als S.P.O.C.K. aufgetreten war, hätte ich die ganze Nacht durchtanzen können. Die hören sich auch an wie die frühen Depeche Mode. Auf den normalen Mainstream stehe ich eben nicht so und wir sind dann relativ früh ins Bett gegangen.

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Sonntag, 9. Mai 2010 19:56

Fahrt zur FedCon - 29. April 2010

Wir haben das Auto wirklich bis zum Anschlag vollgepackt. Sechs Sitze - sechs Leute... Was natürlich auch bedeutete, dass wir uns auf das Minimum an Gepäck beschränken mussten, also nur ein Kostüm pro Tag ;-) Denn Toyota Picnic bedeutet, dass in den Kofferraum nur ein Picnickorb Platz hat.

Auf der Fahrt standen wir am Frankfurter Flughafen fast 1½ Stunden im Stau. Die armen Leute, die deswegen ihren Flieger verpasst haben... Ursache war ein Wohnwagen, der in Einzelteilen wie die Schalen einer geknackten Nuss herumlag. Es sah so aus, als hätte der Fahrer vergessen, dass er einen Wohnwagen hinten dran hatte, als er vor einem Lastwagen wieder auf die rechte Spur einscheren wollte. Von drei Spuren waren zwei gesperrt.

Aber das Wichtigste ist doch, heil anzukommen. Es ist absolut Tradition, dass ich erst einmal am Maritim vorbei fahre, so auch dieses Mal ;-) Aber jedes Mal, wenn ich die Auffahrt hinauffahre und in die Tiefgaragenfahrt einfahre, fühlt es sich an, als würde ich nach Hause kommen.

Abends waren wir dann auf der Suche nach etwas bezahlbarem Essbaren. Das Jasmin war bereits hoffnungslos überfüllt. Aber der Il Duetto bot uns wirklich leckere Pizza. Leider hat er am Sonntag zu.

Zur Einstimmung waren wir abends in der Pianobar. Dort habe ich einen Spaß am Strand getrunken. Zwar sind 10 Teuronen schon ganz schön heftig, aber er war der leckerste Cocktail, den ich je getrunken habe! Jeden Cent wert! Admiral TomTom meinte dann, dass am Donnerstag die Cocktails immer am besten schmecken. Die anderen Tage gibt es dann für weniger Teuronen die FedCon-Version. Hm, das musste ich mir gleich mal merken.

7 Fotos

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Dienstag, 26. Februar 2008 21:09

I survived Blutspende

Vor ein paar Tagen flatterte eine Einladung vom Blutspendedienst ins Haus. Ich finde, dass das eine gute Sache ist, und wollte schon seit Ewigkeiten mal Blut spenden, aber irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen. Ich besitze auch seit Jahren einen Organspendeausweis, den ich seinerzeit bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung angefordert, ausgefüllt und in meinen Geldbeutel gesteckt habe. Man wird nicht registriert und muss keine Gesundheitstests machen. Einfacher geht es nicht. Aber ich schweife vom Thema ab.

Laster vom Blutspendedienst

Dieses Mal hatte ich es mir ganz fest vorgenommen, zum Blutspenden zu gehen, wenn der Blutspendedienst schon zu mir nach Hause kommt. Todesmutig bin ich heute also ins Kulturhaus gestiefelt, ein paar Formulare ausgefüllt, meinen Personalausweis hergezeigt und los ging's. Zunächst wurde mir in den Finger gepiekst, um den Hämoglobinwert (13,8 g/dl) zu messen. Der Blutdruck wurde auch gemessen, der ist bei mir immer etwas niedrig. Dafür war der Puls etwas hoch, weil ich so aufgeregt war. Und die Temperatur wird noch gemessen. Dann ging es zu einem kurzen Beratungsgespräch mit einer Ärtzin, der man auch Fragen stellen konnte. Anschließend holte ich mir meine Röhrchen und Beutelchen ab und legte mich auf eine freie Liege.

Die anwesenden Ärztinnen (nehme ich mal an) waren sehr freundlich, obwohl sie schon viele Stunden im Kulturhaus verbracht hatten und noch einige Zeit vor sich hatten. Routiniert klärten sie die Blutspender über alles auf, legten die Venenkanülen und wurden nicht müde, uns zu fragen, ob alles in Ordnung sei. Eine nette Ärztin hatte sogar Zeit, ein Foto von mir zu machen. Ich fühlte mich wirklich wohl.

Sandra bei der Blutspende

Ich weiß leider nicht, wie lange das Spenden an sich gedauert hat. Insgesamt war ich aber ungefähr zwei Stunden im Kulturhaus. Nach der Blutspende blieb ich noch zehn Minuten auf der Liege, bevor ich mich auf einen Stuhl setzte und Kekse aß und Cola trank. Nach weiteren zehn Minuten wurde mir das elastische Band vom Arm entfernt und Florian brachte mich nach Hause. Zur Belohnung gab es auch ein paar Leckereien.

Belohnung für die Blutspende

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Dienstag, 8. Januar 2008 07:22

Der Zombie erwacht

In Allerherrgottsfrühe klingelt der Wecker. Der Zombie erwacht. Er torkelt durch die Wohnung mit halb geschlossenen Augen und vernebeltem Verstand. In ausgetretenen Pfaden wandert er, um sein Ziel zu erreichen. Keine Abweichung darf den Ablauf stören, das würde ihn in seinem desolaten Zustand empfindlich aus der Bahn werfen. Er geht über den Friedhof und öffnet zwei Gräber. Die beiden Mini-Zombies kämpfen sich mühselig aus ihren Gruften, doch es muss sein. Unbarmherzig ruft die Pflicht... Wie eine Dampfmaschine zieht der mittlerweile halbwache große Zombie die beiden Mini-Zombies mit sich, bringt sie auf ihren Weg. Die Tat ist vollbracht. Die Sonne steht schon am Horizont und beleuchtet die kargen Wolken von unten. Der Tag kann beginnen.

Oh, Mann, hab ich einen Feiertags-Jet-Lag... Ich brauche im Büro erst Mal einen Cappucino...

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Dienstag, 19. Juni 2007 20:35

Fundstück

Heute habe ich einen Block gebraucht, um mir beim Elternabend Notizen machen zu können. Dabei ist mir ein zerfleddertes Ding in die Hände gefallen, in dem ich uralte Notizen gesammelt hatte. Ratet mal:

Vom 09.09.2001, eine Sendung von Günther Jauch namens "IQ-Test"... Sprache 13/15 (13 von 15 richtig), Gedächtnis 10/12, Reihen 14/18, Rechnen 6/12 (war schon lange außer Übung), Technik/Raum 18/18. Das ergab einen IQ von 128 :-)

Und ich arbeite als Tippse und Kaffeeschupse...

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Sonntag, 1. Oktober 2006 20:30

Venusfliegenfalle

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Die Venusfliegenfalle habe ich bei die moderne Hausfrau bestellt. Sie wurde in einer Dose geliefert.

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In dieser Dose befand sich ein Beutelchen Erde und ein Beutelchen mit fünf winzigen Samenkörnchen.

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Die Erde habe ich in einen kleinen Topf getan und befeuchtet.

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Danach habe ich die Samenkörnchen in die Erde gedrückt. Der Topf steht jetzt am Wohnzimmerfenster. Hoffentlich ist es dort hell und warm genug. Jetzt hoffe ich, dass die Venusfliegenfalle bei mir wächst. Ich werde berichten.

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