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Thema: mein Senf/Sonstiges

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Freitag, 15. Juni 2018 17:12

Fahrräder wie Pilze

Also wie Pilze aus dem Boden geschossen, meine ich. Heise hat schonmal über das Leihfahrrad aus der Hölle berichtet, und ich denke mir auch jedes Mal, wenn ich die aufgeschichteten Kunstwerke am Straßenrand sehe oder das orangene Ding, dass in einem Bauzaun klemmt, ob sich das finanziell überhaupt lohnt für die Firmen. So wirklich jemanden damit rumfahren sieht man eher selten. Aber als wir neulich in Berlin waren, ist es mir wirklich ins Auge gefallen. Nicht nur, dass es sehr viele von diesen komischen Leihfahrrädern gibt, sondern auch von so vielen verschiedenen Firmen, die alle ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Aber seht selbst:

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Thema: Sonstiges
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Samstag, 8. Dezember 2012 13:50

Umgang mit Ressourcen

Letzt kam mein Schatz Florian mit so einer häßlichen Tasse von Burger King an, die es gratis zum Meal dazugab. Für sowas würden wir ja freiwillig kein Geld ausgeben. Und genau das macht mich irgendwie traurig.

Wenn die die Newsletter von Aldi oder Kaufland bekomme und dann durch die Geschäfte gehe, sehe ich diese Berge an Waren, die in irgendwelchen Billiglohnländern produziert worden sind. Teilweise liegen die Stapel dort tage- und wochenlang, ohne dass für mich ersichtlich wäre, dass sie schrumpfen. Was für ein Überfluss, was für ein Überdruss...

Und schockiert war ich, als ich letzt gelesen habe, dass viele Online-Versandhäuser die zurückgeschickte Ware vernichten. Das erinnert mich an ein Lied von Nik Kershaw aus den 80er Jahren. Darin singt er "use it up and throw away" ... "what a mess". Und es hat sich seither nichts geändert. Im Gegenteil, der Wahnsinn geht immer weiter.

Wir verschwenden Ressourcen, Rohstoffe werden verarbeitet, Dinge produziert, oft unter menschenunwürdigen Bedingungen, bestenfalls wenigstens einmal benutzt, weggeworfen und vernichtet.

Warum müssen wir in diesem Überfluss leben? Können wir nicht zufrieden sein, wenn wir ein warmes Bett haben, ausreichend Kleidung und zu Essen, Menschen, die uns wichtig sind, die wir lieben und die uns lieben? Müssen wir unseren Wohnraum unbedingt bis unter die Decke vollstopfen mit Sachen, die wir ohnehin nicht mehr verwenden können, weil uns dazu die Zeit fehlt und wir die Dinge nur noch konsumiert haben, aber gar nicht mehr richtig genießen können oder gar uns wirklich ausgiebig mit ihnen beschäftigen?

Bald ist Weihnachten. Das Konsumfest. Und ich wünsche mir ehrlichgesagt nicht viel. Ich wünsche mir Weltfrieden, dass alle Menschen sich gegenseitig respektieren, egal wie sie aussehen, wo sie herkommen, an was sie glauben. Ich wünsche mir überall auf der Welt Gleichberechtigung und dass es keine Korruption mehr gibt und dass es keine Ausbeutung mehr gibt.

Im Moment sieht es nicht danach aus :(

Thema: Sonstiges
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Montag, 20. August 2012 23:31

Parken im PEP

Früher, also ungefähr die letzten 30 Jahre, war das Parken im alten PEP-Parkhaus kostenlos. Seit ein paar Wochen ist es das nicht mehr, mit der Folge, dass ich bereits auf Ebene 2 immer locker einen Parkplatz in der Nähe der Aufzüge bzw. der Rolltreppen bekomme. Und ich fragte mich, ob das ein Hinweis darauf sein könnte, dass der Umsatz der Geschäfte im PEP deutlich nach unten gegangen sein könnten. Denn weniger parkende Autos bedeutet doch auch weniger Kunden, oder?

Mein Schatz Florian meinte, dass das so ist, wie mit verschiedenen Abteilungen in der Firma. Wenn der IT-Support eingespart wird, liest man sofort in der Bilanz, dass die IT-Kosten dramatisch gesenkt wurden. Dass aber in der Praxis all die Noobies nun mit ihren Rechnern auf Kriegsfuß stehen und daher vielleicht 20% weniger effektiv arbeiten können, das liest man in der Bilanz nicht.

Aber ich schweife vom Thema ab. Denn wahrscheinlich habe ich Recht, denn seit zwei oder drei Wochen höre ich im Kaufland ständig die Durchsage, dass man ab einem Einkauf von 10 Teuronen sich an der Info gegen Vorlage des Kassenzettels und des Parktickets 1,30 Teuronen Parkgeld holen kann. Zwar kostet eine Stunde nur 80 Cent, wenn man drüber kommt, zahlt man schon 1,80 Teuronen, aber egal. Wenn ich nur eine Stunde parke (und mehr brauche ich für den Wocheneinkauf in der Regel nicht), dann mache ich sogar 50 Cent gut ;-)

Aber die anderen Geschäfte sehen mich kaum noch, denn für einen Abstecher zum Restaurant zum goldenen Bogen oder zum Haiky oder zu einer anderen Fressbude reicht die Zeit dann eben nicht mehr. Wenn ich mich entscheide, die Stunde zu überziehen, dann meist richtig und nur dann, wenn ich auch Futter für die Kaninchen brauche oder sonst irgendetwas, das es im Kaufland nicht gibt (ich meine gutes grainless Futter, nicht die Ernteabfälle in der Pappschachtel mit Kaninchenkonterfei, die normalerweise in Supermärkten als Kaninchenfutter verscherbelt werden, nicht umsonst ist Picolo schon 11 Jahre alt).

Wie sagte Spock so schön: "Das Wohl vieler wiegt schwerer, als das Wohl weniger oder eines Einzelnen!" Das sollte man eigentlich mit dem kategorischen Imperativ verknüpfen. Zu deutsch: Man sollte alle Änderungen immer daraufhin abkopfen, welchen Nutzen bzw. welche Änderungen sie für die Allgemeinheit haben werden, und sollten die Änderungen anderen schaden, sollten sie nicht oder anders eingeführt werden. Denn normalerweise habe ich im PEP immer mehr als diese 80 Cent ausgegeben. Mal sehen, wie lange sich die Geschäfte dort noch halten können...

Themen: Sonstiges | Karnickel | Auto
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Dienstag, 4. Dezember 2007 20:05

Waris Dirie: Wüstenblume

Nachdem "Die weiße Massai" ziemlich unkritisch mit Afrika und dem fremden Leben dort umging und ich den Mut der Dummheit der Autorin ziemlich befremdlich fand, nun ein Buch aus der Sicht einer Afrikanerin, einer Somali: Wüstenblume von Waris Dirie.

Waris wuchs Ziegen und Kamele hütend in der somalischen Wüste auf. Ihre Eltern haben aus Liebe geheiratet, was dort wohl eher selten vorkommt. Ihre Mutter hatte den Botschafter Somalias in London in der Verwandtschaft, so dass Waris auf der Flucht vor einer Zwangshochzeit mit einem wesentlich älteren Mann in diese Familie als Haushälterin kam und nach London reiste. Durch Zufall wurde diese bildschöne Frau dort von einem Fotografen entdeckt und ein bekanntes Model und Bondgirl.

Ein Leben wie im Traum? Mitnichten, denn Waris wurde in ihrer Kindheit ihrer Weiblichkeit beraubt. Man hat sie beschnitten. Dieses grausame Ritual müssen täglich 6000, jährlich zwei Millionen Mädchen weltweit über sich ergehen lassen. Aufgrund der unhygienischen Verhältnisse müssen viele Mädchen qualvoll sterben, diejenigen, die es überleben, leiden ihr Leben lang unter Schmerzen, müssen in der Hochzeitsnacht wieder aufgeschnitten werden, haben ein erheblich größeres Sterberisiko bei den Geburten ihrer Kinder... und alles nur, um eine patriarchische Gesellschaft am Leben zu erhalten.

Als Waris Dirie ihre eigenen Empfindungen bei all dem schilderte, kamen mir die Tränen. Absolut treffend beschreibt sie die Hintergründe und weshalb sie sich als UNO-Sonderbotschafterin in der Welt für Aufklärung und Bekämpfung dieses Rituals einsetzt. Eine wahrhaft mutige Frau.

Am Ende des Buches sind auch einige Adressen von Organisationen veröffentlicht, die gegen die rituelle Genitalverstümmelung der Mädchen kämpfen. Eine von ihnen ist (I)NTACT e.V., die ich seit Jahren unterstütze. Und ich wünsche mir genau wie Waris Dirie, dass es eines Tages eine Welt ohne Genitalverstümmelung geben wird.

Themen: Bücher | Sonstiges
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Freitag, 30. November 2007 19:16

Die Jagd nach dem Lotto-Jackpot

Die Wahrscheinlichkeit, 6 Richtige im Lotto zu tippen, ist ziemlich gering. Es gibt 13.983.816 Kombinationsmöglichkeiten, und nur eine von ihnen wird jeden Mittwoch bzw. Samstag gezogen.

Wahrscheinlichkeitsrechnung 6 aus 49

Außerdem muss man dann noch die richtige Superzahl haben, um den Jackpot zu knacken. Damit gibt es zehn Mal so viele Kombinationsmöglichkeiten, nämlich 139.838.160. Wow, eine gewaltige Zahl. Auf einem Lottoschein sind 12 Felder zum Ankreuzen. Ich muss also 11.653.180 Lottoscheine ausfüllen, um definitiv einen 6er mit Zusatzzahl gelandet zu haben. Wenn ich eine Minute brauche, einen Lottoschein auszufüllen, dann benötige ich dazu 194.219,66 Stunden. Ups. Das schaffe ich nicht bis Samstag zum Abgabeschluss. Ich brauche für 20 Stunden 9.711 Aushilfskräfte, die mir helfen, Kreuzchen zu malen (Schichtdienst noch nicht einberechnet). Bei einem Stundenlohn von 10 Teuronen kosten die schon 1.942.200 Teuronen. Macht nichts, zahle ich dann aus der Portokasse.

Muss ich die Aushilfskräfte nur noch rekrutieren. Irgendwie aussichtslos. Und das Geld vorstrecken kann ich auch nicht, denn ein Lottoschein kostet 9,50 Teuronen, also insgesamt 110.705.210 Teuronen. Nö, soviel Geld habe ich gerade nicht... Und bei einem Jackpot von "nur" 38 Millionen lohnt sich das ja gar nicht.

Ich habe aber noch eine Idee, wie ich den Lotto-Jackpot knacken könnte. Ich habe doch neulich dieses Buch über die Quantentheorie gelesen. Demnach ist es möglich, Materie durch den Geist auf Quantenebene zu beeinflussen. Ergo müsste es doch auch möglich sein, Kraft meiner Gedanken die Lottokügelchen so zu beeinflussen, dass die Zahlen gezogen werden, die ich getippt habe. Kosten: 0,75 Teuronen für das Tippfeld und 0,50 Teuronen Bearbeitungsgebühr. *g*

Ja, genau so werde ich das machen. Ich werde mich einfach ganz doll konzentrieren und schwuppi, knacke ich am Samstag den Jackpot! :-)

Thema: Sonstiges
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09.01.2012 13:04 Clicks: 46885

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