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Sandra's Blog-Archiv

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Samstag, 7. April 2007 23:36

DDR-Museum und Old Texas Town

Heute haben Viola und Hans-Peter einen schönen Tag mit den Kindern im Familien-Erlebnis-Zentrum Wuhlheide verbracht, während Florian und ich die "langweiligen" Erwachsenen-Attraktionen angeschaut haben. Gestartet sind wir am neuen Hauptbahnhof (ehemaliger Lehrter Bahnhof) und haben uns persönlich davon überzeugt, dass die Stahlträger diesmal halten. Außerdem gab es dort noch das weltgrößte Osterei zu bewundern, vor dem sich ein armer Tropf als Osterhase verkleidet einen abgeschwitzt hat. Zu Fuß ging es dann weiter zum Brandenburger Tor, wo wir auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas bewundert haben. Faszinierend ist das schon, aber ein beklemmendes Gefühl habe ich nicht bekommen, mir ist nur etwas schwindelig geworden, weil die Stelen nicht ganz parallel verlaufen. Wir haben uns gefragt, was die ganzen Notausgänge sollen, bis wir die Ausstellung unter den Stelen entdeckt haben. Das waren also die Notausgänge der Ausstellung, nicht des Stelenfeldes.

Auf dem Weg zur Friedrichstraße sind wir noch in die Peugeot Avenue gegangen und haben uns von den futuristischen Autos verzaubern lassen. Irgendwie stehe ich ja auf Autos :-)

Ab der Friedrichstraße sind wir dann die Spree auf der Suche nach dem DDR-Museum entlang gewandert. Irgendwann haben wir es dann auch tatsächlich gefunden und uns die Ausstellung angeschaut. Da ich in der DDR geboren bin und viele Sommerferien dort verbracht habe, konnte ich mit einigem schon etwas anfangen. Als ich endlich meinen Frührerschein hatte, war der Trabi von meinen Großeltern bereits verkauft, so dass ich nie Gelegenheit hatte, mal so eine Rennpappe selbst zu fahren. Hier konnte ich mich zumindest mal reinsetzen und so tun, als würde ich starten, und den ausgeleierten Schalthebel hin- und herdrehen. Florian meinte, dass die Sachen einfach nur "alt" aussahen und er damit nicht unbedingt den "Osten" verbindet. Nostalgie...

Schließlich sind wir noch einmal zum Alexanderplatz gegangen (mit einem kurzen White Chocolate Caramel-Zwischenstop im Balzac Coffee). Die Kutsche mit dem süßen Schimmel stand wieder da. Wir beobachteten erst die Pferde beim Fressen, bevor wir den Kutscher fragten, ob er uns auch an einen bestimmten Punkt fahren würde. Klar, ein Pferdetaxi fährt sie überall hin, auch zum Brandenburger Tor. Ein Franzose fragte: "Quelles âge sont des chevaux?" Hui, ich konnte übersetzen: "Wie alt sind die Pferde?" Polly, die süße Schimmelstute, ist schon 20 Jahre alt, Fliska, die Braune, immerhin schon 15! Als Polly unterwegs äpfelte, musste der Kutscher kurz anhalten und die Pferdeäpfel einsammeln. Er meinte: "Im wahrsten Sinne des Wortes ein 'Scheißjob'..." Ich habe die Kutschfahrt genossen.

Abends waren wir dann mit Viola, Hans-Peter und den Kindern in Old Texas Town, das schon von Truck Stop besungen wurde. Es ist nicht mal so groß, wie die Main Street von Pullman City, aber alles liebevoll zusammengestellt und restauriert. Der Cowboy Club hat leider nur sehr wenige Mitglieder und leidet unter Nachwuchsmangel. Wo sind die Cowboys und -girls rund um Berlin, die die Stadt am Leben erhalten? Unsere Kinder spielen einfach nicht mehr Cowboy und Indianer, daher ist das irgendwie out. Außerdem gehört das Gelände Siemens, und die würden das Grundstück gerne verkaufen... Das wäre natürlich das Ende der historischen Westernstadt mitten in Berlin. Sehr schade, denn wir hatten sehr viel Spaß dort. Am Grill gab es leckere Bratwurst und Nackensteaks und im Saloon haben wir dann eine tolle Square Dance und eine tolle Stepptanznummer sehen können. Aber die Kinder mussten dann langsam ins Bett...

Fotos

Themen: Patchwork-Familie | Urlaub | Auto | Pferde/Reiten | Der Wilde Westen
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09.01.2012 13:04 Clicks: 667582

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