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Samstag, 8. Januar 2022 20:35

Wissenschaftskommunikation

Wissenschaftskommunikation ist schwierig. Wenn ein Wissenschaftler sagt: "Die Impfung ist sicher und schützt vor Covid-19", dann glaubt der Normalo, dass dies zu 100% gilt. Dem ist aber nicht so. Und die Wirksamkeit von 90% bedeutet auch nicht, dass 10% der Impfungen vollkommen unwirksam sind. Wer soll das noch kapieren? Korrekt und verständlich wäre also so oder ähnlich: "Die Impfung ist sehr sicher und schüzt sehr gut vor schweren Verläufen und Tod durch Covid-19."

Je einfacher etwas ausgedrückt wird, desto weniger bildet die Sprache aber die Komplexität der Realität ab. Ich höre sehr gerne den NDR-Info-Podcast Das Coronavirus-Update mit Christian Drosden und Sandra Ciesek. Aber hier geht es schon ziemlich in die Tiefe und für Normalos oft nicht so verständlich. Christian Drosden hat ja die Pandemie erfunden, um mit diesem Podcast so richtig erfolgreich zu werden ;-) - ab Minute 2:17. Er möchte trotz aller Schwierigkeiten aber dennoch die Öffentlichkeit informieren, weshalb er nur dann Interviews gibt, wenn sie nicht hinter einer Paywall versteckt werden. Das finde ich sehr lobenswert.

Wie soll man also komplexe Sachverhalte kurz und verständlich darstellen? Wer Englisch gut kann, dem sei dieses Video Kurzgesagt - In a Nutshell (10 Minuten): ...And We'll Do it Again about simplification and lies ans Herz gelegt. Dort ist die Problematik sehr schön dargelegt. Und in dem Podcast Gram's Sprechstunde spricht Natalie Grams-Nobmann mit Martin Moder darüber, wie man mit Hatern umgehen und wie man Unentschlossene doch noch von einer Impfung überzeugen kann.

Die Knoff-Hoff-Show gibt es ja nicht mehr, aber ich finde, dass es sehr gute Wissenschaftskommunikation gibt, z.B. der Kanal M.E.G.A. Make Europe Gscheit Again mit Molekularbiologe Martin Moder, Kriminologin und Epidemiologin Christina Emilian und Physiker Florian Aigner, der Podcast Aigners Universum über Physik, das Universum und den Rest, die #Ferngespräche Dienstagabend auf Twitch/WildMics, Quarks und MaiThinkX, wenn sie nicht gerade als Organe verkleidet rumtanzen und singen, das war eher verstörend. Außerdem finde ich, dass Immunologe Carsten Watzl, der auch mal in der Tagesschau, bei Hart aber fair oder Markus Lanz auftritt, wunderbar schlicht erklären kann.

So geht Wissenschaftskommunikation :)

Thema: News
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09.01.2012 13:04 Clicks: 851812

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