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Donnerstag, 21. Januar 2021 19:55

Elf Wochen

So lange war die Zeit zwischen den US-Präsidentschaftswahlen und der Amtseinführung von President-elect Joe Biden. Es gab schlimme Befürchtungen, was in dieser Zeit alles geschehen könnte, bis hin zum Bürgerkrieg und einem atomaren Erstschlag. Die schlimmsten Befürchtungen sind glücklicherweise nicht eingetroffen. Dennoch hat Trump in diesen Elf Wochen noch eine Menge verbrannte Erde hinterlassen (siehe Linkliste).

Die Amtseinführung habe ich leider nicht ganz live verfolgt, aber auf CNN gibt es ein Video, in dem Lady Gaga die Nationalhymne singt. Ich wusste gar nicht, dass sie so eine kraftvolle Stimme hat. Das Kleid sieht komisch aus, finde ich, aber da sind wir von ihr ja ganz andere Sachen gewöhnt. Aber die goldene Friedenstaube hat mir gefallen.

Mir ist Joe Biden sehr sympathisch, auch wenn er kein "Socialist" ist wie Bernie Sanders. Er hat auch eine schöne Rede zur Amtseinführung gehalten. Im Radio habe ich von seinen Schicksalsschlägen gehört, wie er 1972 seine erste Frau und eine Tochter bei einem Autounfall und 2015 seinen ältesten Sohn wegen eines Gehirntumors verlor. Es wurde berichtet, dass Donald und Melania im Weißen Haus getrennte Schlafzimmer gehabt hatten, Jill und Joe aber ein normales Ehebett haben werden. Die beiden scheinen eine wesentlich glücklichere Ehe zu führen.

Und weil es so vielen Menschen gefallen hat, habe ich mir auch noch das Gedicht von Amanda Gorman vorgetragen angehört. Darin geht es um Frieden und Diversity. Und tatsächlich ist das neue Cabinet von Joe Biden sehr divers. Es gibt sogar eine Transgender Frau als assistant health secretary. Wie wichtig Diversität ist, hat schon Gene Roddenberry gewusst, als er einen Russen, einen Asiaten, einen Außerirdischen und eine dunkelhäutige Frau auf die Brücke der Enterprise setzte. Mein Trekkie-Herz schlägt nun um einiges höher.

Nach dem Trümmerhaufen, den Trump hinterlassen hat, kann es eigentlich nur besser werden. Er war bei der Amtseinführung seines Nachfolgers nicht anwesend - als erster Präsident seit 150 Jahren. Er hielt aber am Flughafen nochmal eine Abschiedsrede an seine Fans und endete mit den Worten, dass man sich in der einen oder anderen Form eines Tages wiedersehen würde. Für mich klingt das wie eine Drohung. Zumindest konnte er sich so ein klitzekleines Bisschen Würde bewahren, bevor er nach Mar-a-Lago in Florida abdüste.

Jetzt bin ich auf die nächsten vier Jahre gespannt.


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09.01.2012 13:04 Clicks: 851801

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