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Samstag, 24. Oktober 2020 20:38

Sandra schaut...

Mal zusammengefasst:

Two and a Half Men

Nachdem Angus T. Jones meinte, dass Two and a half Men Dreck sei, habe ich mich gefragt, wie eine Serie aus einem jungen Menschen so etwas machen kann. Die Serie ist ja ganz lustig, aber zeichnet ein furchtbares Frauenbild. Und mir tat Jake immer leid, weil er als dämlich dargestellt wurde, aber keinerlei Unterstützung durch seine Eltern erfuhr. Nachdem Charlie Sheen die Serie verlassen musste, wurde es nicht besser. Meiner Meinung nach wäre es besser, Serien einzustampfen, wenn der Cast auseinander fällt, auch wenn es bedeutet, dass ein Teil des Casts dann seinen Job verliert. In dem Punkt hat es "The Big Bang Theory" besser gemacht und die Serie würdig beendet, als Jim Parsons ausstieg.

Mir ist es ja immer wichtig, dass eine Serie würdig endet, und nicht qualvoll dahinsiecht. So hat es "Two and a half Men" getan. Ashton Kutcher hat zwar frischen Wind in die Serie gebracht und der Cameo-Auftritt seiner zuckersüßen Frau Mila Kunis war herrlich selbstironisch, aber retten konnte es die Serie auch nicht mehr. Das Niveau sank und sank. Einmal hatte Alan Harper eine Freundin, die darauf hinwies, dass es nicht in Ordnung ist, wie er seinen Sohn Jake behandelt. Ansonsten wurde es immer unerträglicher, auch für die Schauspieler, so dass immer wieder hämische Selbstironie das Ende herbeisehnen ließ. Die letzte Folge ist dann ein Zusammenführen vieler Stränge, die absurd und komisch waren. Charlie taucht dann doch wieder kurz auf, auch wenn er nicht mehr von Charlie Sheen gespielt wurde, nur um von einem Flügel erschlagen zu werden. Und Jake hat seinen letzten Auftritt.

Anger Management

In "Anger Management" hat Charlie Sheen genau das getan: In der allerersten Eingangsszene lässt er seiner Wut freien lauf und erzählt in die Kamera, dass man ihn nicht feuern könne, er kündigt. Die Serie ist witzig, hat aber das gleiche, fürchterliche Frauenbild. Die Produktion der Sheen und Estevez-Familie hatte aber auch unter Charlie Sheens Eskapaden zu leiden, weshalb Selma Blair gehen musste. Nach 100 Folgen war dann aber auch Schluss.

Grey's Anatomy

Ich hatte schon Angst, dass ich jetzt einen Faible für unterirdisch schlechte Serien entwickel. Schließlich habe ich jetzt auch die 14. Staffel von "Grey's Anatomy" angeschaut. Staffel 15 und 16 sind noch zahlpflichtig, da warte ich noch. Aber auch hier ist ein stetiger Wechsel in der Belegschaft, der mir zu schaffen macht und ein Zeugnis von Streitigkeiten hinter den Kulissen ist. Ich verstehe, wenn Schauspieler ihre Karriere vorantreiben wollen und deshalb eine Serie verlassen, aber wenn es wegen Streitereien ist, dann finde ich spürt man das auch als Zuschauer.

Grey's Anatomy ist so grottig schlecht, dass ich wirklich keine Ahnung habe, warum ich den Sch***ß überhaupt noch weiter angucke. Da geht es um Superreiche, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, aber auch manchmal um das kranke US-Gesundheitssystem. Und jede Staffel endet mit einer Katastrophe, die einen Cliffhanger hervorquält. Und jeder Arzt hat schonmal irgendeine furchtbare Krankheit zu überstehen, amputierte Beine, Hirntumor, das ganze Arsenal. Und immer wieder verlassen Figuren die Serie auf Nimmerwiedersehen. Und wenn Szenen im OP spielen, wunder ich mich immer darüber, wie mit chirurgischem Besteck in den offenen Wunden herumgestochert wird.

Das Dilemma mit den sozialen Medien (Netflix-Doku)

Dann hat mich die Netflix-Doku Das Dilemma mit den sozialen Medien durchaus beeindruckt. Doch ich denke, dass es mit einer gewissen Medienkompetenz durchaus möglich ist, sich nicht zur Marionette von Facebook & Co. machen zu lassen. Wenn man die Tricks wie Infinite Scroll und andere Psychofallen kennt, dann ist man schon etwas gewappnet. Und man kann sein Profil auch verwässern, indem man Werbung bevorzugt anklickt, die einen überhaupt nicht betrifft. So wird mir ständig Werbung für Treppenlifte angezeigt, das ist schon ein Running Gag bei uns.

Kleine Germanen – Eine Kindheit in der rechten Szene (Dokumentarfilm im Ersten)

Diese Doku war auch erschreckend. Die hat Tommy Krappweis empfohlen. Die Indoktrination von Kindern ist in meinen Augen ein Verbrechen. Aber die Jugendämter haben da kaum eine Handhabe, die Kinder aus den Familien zu nehmen, da der Grundsatz gilt, dass Kinder nunmal zu ihren Familien gehören. Das ist im Prinzip auch richtig so. Die Hürden müssen sehr hoch sein und die Kinder nur dann weggenommen werden können, wenn das Kindswohl stark gefährdet ist. Ansonsten wäre es staatliche Indoktrination, was auch nicht richtig ist.

BlacKkKlansman

BlacKkKlansman ist ein Spielfilm, der auf einer wahren Begebenheit aus den 70er Jahren beruht, als sich ein schwarzer Polizist in den Ku-Klux-Klan einschleust. Adam Driver (Kylo Ren aus Star Wars) spielt einen jüdischen Polizisten, eine fantastische Rolle! Leider ist der Film bei Netflix nicht mehr zu sehen, aber er ist auf jeden Fall empfehlenswert!

Star Trek Discovery

Die dritte Staffel hat begonnen. Lasst es mich so ausdrücken: Nicht überall, wo "Star Trek" draufsteht, ist auch "Star Trek" drin. Das trifft auf Discovery am meisten zu. The Orville hat mehr Star Trek als Discovery. Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wieso die Gefühlsausbrüche von Michael Burnham stören, da gibt es für mich ganz andere Baustellen. Aber es ist auf jeden Fall Alex Kurtzman drin, der es gemeinsam mit J.J. Abrams und Roberto Orci geschafft hat, Star Trek kaputt zu machen. In den Filmen die Rote Materie und die vollkommen unnötige Zerstörung von Vulkan, und jetzt eben Discovery.

Florian und ich sind uns einig, dass das die erste Star Trek-Serie ist, die wir uns nicht ins Regal stellen werden. Ich bin gerne bereit, hin und wieder mal über Logikfehler hinwegzusehen. Aber die gequirrlte Sch***ße, die uns hier präsentiert wird, vom Sporenantrieb, rotem Engel bis zum parasitären Eis, ist wirklich unerträglich. Wieso legt Bryen Fuller kein Veto ein? Und das alles für Coolness und optische Effekte.

In Staffel 3 befindet sich die Discovery jetzt im Jahr 3000 oder so. Muss man sich nicht merken. Das einzig Gute daran ist, dass die da jetzt nicht mehr am Kanon herummurksen können. Ich finde Prequels immer problematisch. Aber es mangelt trotzdem an Ideen. Da fliegen Felsbrocken herum wie in Avatar und auf Facebook mehren sich die Stimmen, dass es an Andromeda erinnert, die in der Zukunft strandet, wo es kein Commonwealth mehr gibt. So ist es jetzt mit der Discovery, denn die Föderation gibt es auch nicht mehr.

Logische Handlungsstränge und Physik werden auf dem Altar der Effekthascherei und optischer Schönheit geopfert. Wie schön, dass wir uns die alten Serien noch reinziehen können. Derzeit wiederholen wir Voyager. Die Serien hatten auch ihre Schwächen, aber das war trotz allem noch Star Trek.

Twitch WildMics #ZEITVERSCHREIB und #FERNGESPRÄCH

Diese Woche natürlich wieder #ZEITVERSCHREIB mit Tommy Krappweis, diesmal zum Thema "Vorbilder - Früher wollte ich sein wie...". Es ging viel um die Marx-Brothers und Buster Keaten. Mein persönliches Highlight war am Ende, als Tommy mit seiner Leihguitarre generdet hat, einer VOX Guilietta, eine Guitarre, mit der man aber viele verschiedene Guitarren spielen kann, eine 12-saitige Akustikguitarre und sogar Banjo. Geiles Teil! Dabei hat Tommy hinten sogar ein echtes Banjo. Witzigerweise hat Ferdinand letzte Woche auch ein Banjo gekauft :)

In der Folge #FERNGESPRÄCH zum Thema Die Brüsseler Gurkenbieger - Über EU-Mythen hatte ich leider das Gefühl, dass die positiven Geschichten zur EU ziemlich zusammengesucht werden mussten. Die Norm, dass Gurken gerade zu sein haben, ist inzwischen wohl wieder aufgehoben, der Handel macht jedoch damit weiter, weil sich gerade Gurken besser stapeln und transportieren lassen. Aber auf die Von der Leyen-Personalie hatte auch niemand der schlauen Gäste eine Erklärung. Und auf die intransparenten TTIP-Verhandlungen und die Schiedsgerichtsproblematik, das Personalproblem, die iPhone-Ladekabel oder die Troika wurden gar nicht und auf Orbanistan und Polen nur am Rande eingegangen. Statt dessen wurde der Brexit als gutes Beispiel dargestellt, dass es möglich ist, die EU wieder zu verlassen. Und welche Folgen das hat.

Was die EU aber auf jeden Fall bringt, ist Frieden, zumindest auf unserem Kontinent, durch die wirtschaftliche Verflechtung, und ich bin auch ein großer Fan vom Schengener Abkommen, das uns einfaches Reisen ohne Visum ermöglicht. Aber die EU ist noch immer ein bürokratischer, träger Koloss, der noch einige Baustellen hat. Trotzdem befürworte ich die EU und würde sie auf keinen Fall abschaffen oder aus ihr austreten wollen.

Themen: Filme | Star Trek | Star Wars
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Kommentare:

Montag, 26. Oktober 2020 18:34

tcai schrieb:

Ja, Deiner Meinung zu Discovery schließen wir uns voll an. Auch wir werden uns die Serie nicht ins Regal stellen.

Wir schauen derzeit wieder einmal »Boston Legal« an. Da spielen jede Menge Star Trek-Stars mit.

Last Update:
09.01.2012 13:04 Clicks: 138330

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