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Freitag, 31. August 2018 23:59

Kill the Darling - Serientod oder Tod einer Serie

Lange Zeit war "The Walking Dead" meine Lieblingsserie. Nicht, weil ich so auf Zombies stehe, eher das Gegenteil ist der Fall. Mir hat eben gefallen, wie die Charaktere mit den apokalyptischen Lebensumständen umgehen. Mein erklärter Liebling war Carl, der Sohn von Anführer "Dann ist das keine Demokratie mehr"-Rick. Ja, er nervt. So sind Kinder nunmal. Wir Eltern lieben sie trotzdem. Und er war der Grund, weshalb Rick unter allen Umständen überleben wollte.

 Achtung, Spoiler 

Dann kam die Walker Stalker in Mannheim, und ich musste erfahren, dass Carl sterben wird. Mehr noch, ich musste erfahren, dass er es in den Comics nicht tut. Die Serienmacher müssen von der Comicvorlage abweichen, sonst wäre alles zu vorhersehbar. Verstehe ich. Aber ernsthaft? Carl? Er war für mich das Symbol für die Zukunft und die Hoffnung, also das, was meiner Meinung nach die Serie ausgemacht hat. Es hat eine ganze Weile gedauert, aber jetzt ist mir klar, dass ich noch nicht einmal mehr Lust habe, die Serie weiterzuschauen. Oder nochmal von vorn zu beginnen, weil es so schön war...

Achtung, Spoiler

Vielleicht war es für die Serienmacher nicht anders machbar - in ihren Augen. Denn die Storyline wird einen Zeitsprung in die Zukunft machen, und der Schauspieler Chandler Riggs, der in den vergangenen Staffeln irgendwie zu schnell gewachsen ist (eine Staffel bei Walking Dead war nie ein komplettes Jahr, sondern eigentlich immer nur wenige Wochen, womit auch erklärt ist, warum Maggies Babybäuchlein einfach nicht wachsen will). Das hat der Serie aber keinen Abbruch getan. Und es hätte ihr auch keinen Abbruch getan, wenn er plötzlich eine ältere Version von Carl hätte spielen sollen. Das geht, wenn man nur will. Mich schmerzt der Verlust!

Achtung, Spoiler

Ich glaube, Serien können immer nur für einen Zeitraum von vielleicht sieben Jahren gut bleiben. Danach geht es unweiterlich bergab. Siehe Roseanne, die den dämlichen Einfall hatte, einen Lottogewinn zu haben und das White Trash-Image zerstört hat. Oder Big Bang Theory. Die Serie mag ich zwar immer noch, aber irgendwie hat sie den Witz vom Anfang nicht mehr, und man hätte sie schon viel früher beenden können. Dass Jim Parsons die Ikone Sheldon nicht mehr verkörpern möchte, nichtmal mehr für eine Millionengage, ist auch verständlich. Irgendwann möchten Schauspieler eben auch mal weiterkommen oder etwas anderes machen. Verstehe ich vollkommen! Und bin in diesem Fall auch froh darüber, dass das Pferd nicht weitergeritten wird, bis es zu Staub zerfällt. Oder Scrubs ist auch so ein Beispiel. Da wurde bis zur 8. Staffel eigentlich alles gesagt und man hat versucht, die Serie in der 9. Staffel am Laufen zu halten, was aber nicht funktioniert, wenn man zu viel ändert. Die Stammbesetzung zum Beispiel. Total verkackt!

Ein tolles Beispiel für eine gelungene Serie, was Länge und Finale anbelangt, ist Monk. Sie kommt erst nach der zweiten Staffel (wie sehr viele Serien insbesondere fast alle Star-Trek-Serien) in Schwung, bleibt dann aber bis zum Finale gleichbleibend gut und löst alle offenen Fragen am Ende auf (nicht so wie Lost, wo sich die Macher meiner Meinung nach so in den vielen offenen Fragen verstrickt haben, dass es keine Auflösung mehr gab, jedenfalls keine in meinen Augen zufriedenstellende).

Achtung, Spoiler

Jedenfalls haben die das bei TWD verkackt. Und es ist mir auch egal, ob Rick die Serie verlässt. Alles völlig egal. Verhunzt, verspielt, Ende!

Achtung, Spoiler

Ein schönes Ende wäre für mich gewesen, wenn sie die Serien einfach zu einem Ende gebracht hätten. Jetzt. Negan tot, alle Siedlungen vereint, ein kurzer Ausblick auf die Zukunft, wo Ackerbau betrieben wird, Judith im Feld herumspringt, Maggie ein hübsches Kind auf dem Arm trägt, so à la Hunger Games. Das wäre nach meinem Geschmack gewesen. Aber so...

Achtung, Spoiler

Meine neue Lieblingsserie ist iZombie. Ich bete inständig, dass die das nicht auch verkacken. Ich werde mich als Liv Moore auf der German Comic Con verkleiden. Die Serie ist witzig, etwas weniger apokalyptisch und hat so viele Wendungen und verwobene Storylines, dass ich sie mir gerade ein zweites Mal ansehe, um alles nochmal Revue passieren zu lassen. Mein Gedächtnis ist halt nicht mehr das, was es mal war. Aber ich genieße auch beim zweiten Mal jede Minute dieser Serie. Ich hoffe, es bleibt so <3

Themen: Serien | Zombies | Star Trek | Conventions
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