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Freitag, 1. Juni 2018 22:29

CERN und Genf

Da wir schon mal in der Schweiz waren, haben wir endlich unseren Traum verwirklicht und in Genf das CERN besucht. Die Anmeldung zu der Tour war aber sehr mühselig. Nicht nur, dass die Touren ca. 14 Tage vor Datum erst freigeschaltet werden zur Buchung, sondern sie sind auch innerhalb von Sekunden nach 8.30 Uhr ausgebucht. So ging es uns damals, als wir Karten für Die Anstalt kaufen wollten, die sind auch ein paar Minuten nach Mitternacht ausgebucht gewesen.

Deshalb hatte ich im Vorfeld schon von allen Teilnehmern (vom Trekdinner und von den Geburtstagsgästen am Samstag) die notwendigen Daten wie Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit etc. eingesammelt. Am Vorabend habe ich schon geübt, das Bestellformular zu reloaden und auszufüllen. Man bucht gleich für die Gesamtzahl der Leute und hat dann 48 Stunden Zeit, die Daten einzugeben. Danach ist die Buchung fix, man kann sie aber jederzeit online ändern oder stornieren. Das hat ganz schön Nerven gekostet.

Aber es hat sich gelohnt. Die beiden Ausstellungen in der Holzkuppel und im Besucherzentrum sind jederzeit ohne Anmeldung zu besichtigen. Aber die Tour ist natürlich noch einmal etwas Besonderes. Unsere Führung hat eine junge Spanierin geleitet. Ich hatte erst ein wenig Probleme, bis ich mich in ihr Englisch eingehört habe, aber dann war es wirklich toll. In die unterirdischen Gänge konnten wir zwar nicht, weil sich dort im laufenden Betrieb niemand aufhalten darf, auch keine CERN-Mitarbeiter. Das liegt wohl an den starken Magneten, die auch die intimsten Piercings durch jeden Jeansstoff reißen würden, schätze ich. Aber wir durften eines der ersten Collidern aus bewundern, dass durch mehrere Beamer so bestrahlt wurde, als könne man hineinsehen und die physikalischen Vorgänge live miterleben.

Am Ende haben wir noch den Kontrollraum durch eine Glasscheibe sehen können. Dort saßen ein paar Leute und wirkten ziemlich gelangweilt. Wenn man bedenkt, dass es mehrere Millionen Kollisionen pro Minute gibt, aber nur alle Jubeljahre mal eine wirkliche Entdeckung gemacht wird (siehe Higgs-Boson 2012), dann kann man sich das gut vorstellen. Vielleicht ist es dann für die Mitarbeiter mehr eine willkommene Abwechslung statt einer Strafe, die Touris durch die Gegend führen zu müssen und mehr oder weniger qualifizierte Fragen beantworten zu müssen. Insgesamt haben wir uns fünf Stunden im CERN aufgehalten und danach rauchten unsere Köpfe.

Mit Nobbse und Britta haben wir dann Genf angeschaut und das Bankenviertel gemieden. Wir waren beim UN-Gebäude, im Botanischen Garten und sind dann bis zum Jet d'Eau gelaufen, dem Wahrzeichen der Stadt. Da wird aber tatsächlich abends das Wasser abgedreht. In einem American Diner sind wir dann eingekehrt und waren dann noch in dem amerikanischen Supermarkt im ersten Stock. Ich war überrascht, wie locker mir das "C'est aussi pour moi" über die Lippen kam, weil ich gleich zwei Getränke bestellt hatte. Ganz weg ist mein Französisch also noch nicht ;-) Schee war's!

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09.01.2012 13:04 Clicks: 557647

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