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Dienstag, 17. April 2018 19:09

Dead like me

Ich weiß gar nicht mehr, wer mir die Serie Dead like me empfohlen hat, aber jetzt haben wir sie endlich durchgeschaut. Das kurze Leben von George (Georgia) endete tragisch, als sie mit 18 Jahren von einer Raumstationstoilette erschlagen wird. Das kannte ich schon aus dem Buch "Mieses Karma" von 2008, aber Dead like me ist älter.

Achtung, Spoiler

Doch sie weilt weiter unter den Lebenden als Milly, die zwar ihren Lebensunterhalt verdienen muss, aber gemeinsam mit ihrem Boss Rube, Betty (später durch Daisy ersetzt), Roxy und Mason Seelen einsammelt, bevor sie durch Unfälle oder andere Ereignisse zu Tode kommen, und sie dann ins Licht begleiten. Die Geschichten der Sterbenden sind jedoch eher Randerscheinungen. Wie die Seelensammler gelebt haben, wird immer wieder in Flashbacks erzählt. Ich fand es schade, dass Betty ersetzt wurde, aber Daisy war auch ein schöner Charakter. Sie war eine Schauspielerin auf der ständigen Suche nach Liebe, doch fand nur Sex und wurde ausgenutzt. Rube war auf der Suche nach seiner Tochter, die er kurz vor ihrem Tod finden durfte. Mason war ein Chaot, der weder zu Lebzeiten noch im Tod die Dinge im Griff hatte. Und Roxy war irgendwie seltsam, im Leben eine Tänzerin, im Tod eine Politesse und später Polizistin.

Achtung, Spoiler

Auch George macht eine Entwicklung durch. Sie verliert ihre Jungfräulichkeit, aber der Typ taucht nie wieder auf. Das hätte meiner Meinung nach eine tolle Storyline ergeben, wenn er sie fragt, was denn ihr richtiger Name sei, denn George Lass ist längst tot. Wurde aber nie aufgegriffen. Sie beobachtet ihre Familie, die nach ihrem Tod zerbricht. Ihre kleine Schwester verkraftet das nicht so gut, hat aber bald den Verdacht, dass George in Milly noch da ist.

Achtung, Spoiler

Die erste Staffel endet lieblos. In der zweiten Staffel werden die Geschichten etwas netter weitererzählt, doch im Grunde bleiben lose Enden. Wir hatten gehofft, dass der Film dann einen würdigen Abschluss gibt, doch das tut er leider nicht. Statt dessen wird Rube durch Cameron (Desmond aus Lost) ersetzt, der alles modernisiert und die gelben Postits durch Smartphones ersetzt. George begegnet ihrer Schwester Reggie erst am Ende (das wäre auch toll gewesen, wenn sie ihre Mutter und/oder Eltern davon überzeugt hätte, dass Milly - durch eine hübschere Schauspielerin ersetzt - eigentlich George ist). Und Daisy wurde plötzlich von einer anderen Schauspielerin ersetzt, was gar nicht ging!

Fazit: War ganz nett, aber man hätte viel mehr draus machen können. Wie entstehen Gruftlinge? Wie finden unsere Untoten ins Licht? Deshalb werden wir die DVDs nicht behalten. Wurde die Serie wirklich eingestellt, weil Ellen Muth magersüchtig war und stationär behandelt werden musste?

Thema: Serien
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09.01.2012 13:04 Clicks: 46893

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