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Sonntag, 3. Juni 2012 23:52

Premium Tours zu Stonehenge

An unserem ersten Urlaubstag haben wir so ein echtes Touri-Ding gemacht. Ich hatte eine Bustour bei Premiumtours gebucht. Und zwar die Tour, bei der man länger schlafen kann. Trotzdem war es ein wenig stressig, pünktlich mit der Underground nach Victoria zu fahren, dort etwas zu frühstücken und dann 11.00 Uhr am Grosvenor zu sein, denn das Hotel heißt manchmal Thistle, manchmal Grosvenor, dann gibt es noch eine Bar mit diesem Namen und im Endeffekt war es näher am Bahnhof, als es auf Guglmäps ausgesehen hatte.

Aber nachdem wir noch ein Paar aus Brasilien fanden, die ebenfalls diese Bustour gebucht hatten, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass wir am richtigen Ort zur richtigen Zeit waren. Der Bus hatte dann auch nur 10 Minuten Verspätung, was bei den Londoner Verkehrsverhältnissen gar nichts ist.

Zunächst ging es nach Bath, einer urigen Stadt, die unter den vier George-Königen erbaut wurde. Dort wurden die Ruinen eines alten, römischen Bades entdeckt, das touristentauglich aufbereitet wurde. Überhaupt war der Ort die reinste Touristenfalle. Aber gut, was macht man nicht alles, um in das Innere von Stonehenge zu gelangen ;-)

Der zweite Stop war das verschlafene Örtchen Lacock, in dem wir in einem englischen Pub, das von einem Polen geführt wurde, zu Abend aßen. Aber es war jetzt nicht so der kulinarische Hochgenuss, aber satt geworden sind wir. In Lacock wurden einige Szenen aus Harry Potter gedreht, und auch für andere Filme und Serien dient das Örtchen gerne als Kulisse, da dort keine oberirdischen Stromleitungen verlegt sind und es sich hervorragend dafür eignet, das alte England darzustellen.

Dann ging es endlich nach Stonehenge. Davon habe ich schon seit über zwanzig Jahren geträumt. Das fiel dann wohl in die Kategorie Erfüllung von Kindheitsträumen. Die meisten Touris waren schon gegangen, dann wurden wir in einem Reisebus angekarrt. Vor Ort trennten wir uns in zwei Gruppen, wobei eine Gruppe erst einmal außen rum die normale Touriroute ging, die andere Gruppe durfte in den Inner Circle, danach wurde getauscht.

Die Security-Leute müssen tagtäglich die Touristen und Betrunkene und allerlei anderes Gesindel davon abhalten, zu den Steinen zu gelangen. Bis 1976 war der Zutritt unbegrenzt, doch die Leute nahmen sich kleine Steinchen als Souvenir mit oder spühten Graffiti ran oder ritzten ihre Namen in den Stein. Was für dilletantische Idioten! Wir hatten also das große Privileg, hineingehen zu dürfen, wurden aber von den Security-Leuten nicht aus den Augen gelassen.

Es war schon beeindruckend, weil man sich überhaupt nicht vorstellen kann, wie die Leute diese riesigen Steine damals 250 km herangeschafft und aufgestellt haben könnten. Außerdem waren sie zurechtgeschliffen, denn oben hatten die Säulen große Noppen und die Steine, die oben draufgelegt wurden, hatten unten große Löchter für die Noppen. Trotzdem ist Stonehenge irgendwann zum Teil eingestürzt. Aber das mystische Gefühl, das ich eigentlich erwartet hatte, blieb irgendwie aus. Vielleicht lag es auch daran, dass es wieder regnete.

Stonehenge

Die Rückfahrt dauerte dann noch einmal fast zwei Stunden und wir kamen erst sehr spät ins Hotel zurück. Völlig kaputt, aber ich war froh, dass alles so gut geklappt hatte. Jetzt lassen wir es etwas ruhiger angehen :-)

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Themen: Patchwork-Familie | Urlaub
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