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Dienstag, 5. Juni 2012 22:05

Plötzlich Shakespeare - David Safier

Nachdem ich von Mieses Karma eigentlich gar nicht so angetan war, hatte ich mir von David Safier keine weiteren Bücher mehr gekauft, obwohl mir die Plakate mit den orangenen Covern und den lustigen Figuren doch ins Auge gesprungen waren. Aber was soll ich sagen, jemand hat mir das Buch [Unser Amazonstore: ] Plötzlich Shakespeare [/Amazonstore Ende] zum Geburtstag geschenkt. Da musste ich es auch lesen (auch wenn ich noch nicht alle Bücher gelesen habe, die mir jemals zum Geburtstag geschenkt wurden).

Rosa ist unglücklich, weil der Mann, den sie zu lieben glaubt, bald eine andere heiraten wird. Auf ihrem Selbstfindungstrip lässt sie eine Rückführung machen und findet sich plötzlich im Körper von William Shakespeare wieder. In ferner Vergangenheit erlebt sie einige Abenteuer, aber hauptsächlich soll sie eigentlich herausfinden, was die wahre Liebe ist.

Auch wenn David Safier zu Beginn schon schrieb, dass das Buch sicher schlecht recherchiert sei, musste ich doch bei Wikipedia nachlesen, was der Gute Shakespeare so getrieben hat. Offensichtlich war Anne jedoch nicht seine geliebte und leider viel zu früh verstorbene Ehefrau. Das fällt dann wohl unter dichterische Freiheit ;-) Aber den Ort mit dem komischen Namen Stratford-upon-Avon gibt es tatsächlich.

Wie dem auch sei, das Buch ist wirklich total albern und ich lag manchmal auf dem Klappstuhl im Garten und habe laut vor mich hingelacht. Aber wieso um alles in der Welt wollte Rosa nicht ausprobieren, wie es sich anfühlt, als Mann mit einer Frau... naja, ihr wisst schon... Also, wenn ich mal für ein paar Stunden oder Tage im Körper eines Mannes... und dann eine junge Frau auf ihre Defloration besteht... also, ich weiß nicht... ähm... Reden wir über etwas anderes.

Wieder kam es mir gegen Ende des Buches vor, als hätte David Safier die Lust verlassen. Natürlich hat man so seine eigenen Ideen, wie das Buch hätte enden können. Zum Beispiel hätte Rosa, als William in ihrem Körper in der heutigen Zeit steckte, einen Mann kennenlernen können, der das Lächeln von Anne aus Stratford-upon-Avon (ich liebe diesen Ortsnamen) hat und schwupp hat sie die wahre Liebe gefunden. Aber wahrscheinlich war das zu naheliegend und David musste sich einen neuen Schluss ausdenken. Auf jeden Fall ging es dann ziemlich schnell und alles war gut.

Und überhaupt, liebt eure Seelen, also euch selbst und... kann ein Buch nicht einfach nur albern sein? Muss es dann am Schluss doch noch so etwas wie eine Aussage haben? Das hinterlässt irgendwie so einen komischen Nachgeschmack.

Und mittlerweile denke ich nicht mehr, dass David Safier eigentlich eine Frau ist. Ich denke einfach nur, dass er schwul ist. Mal sehen, wer mir das nächste Buch von ihm empfiehlt oder schenkt ;-)

Fazit: Kurzweilig, sehr witzig, schwaches Ende. Also genau wie Mieses Karma. Ob David noch etwas anderes kann?

Thema: Bücher
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09.01.2012 13:04 Clicks: 667581

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