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Sonntag, 15. April 2012 22:56

Legoland Backstage

Nachdem wir letztes Jahr fleißig ins Legoland gegangen waren und fünf Stempel geholt haben, durften wir am Samstag endlich unsere langersehnte Backstagetour antreten. Pünktlich wurden wir vor der grauen Tür neben dem Haupteingang von Jutta abgeholt. Und zwar nicht von irgendeinem Saisonmitarbeiter, der für den Job abgestellt wurde, sondern von jemandem aus dem Verwaltungsgebäude, die sich richtig, richtig gut auskannte und nur eine Frage nicht auf Anhieb beantworten konnte.

Es hat sich absolut gelohnt. Allerdings war die Tour nicht wirklich für Kinder. Veranschlagt waren 45 Minuten, was vielleicht auch daran lag, dass wohl oft Kinder dabei waren und sie nicht länger hätten aufmerksam zuhören können. In unserer Gruppe waren allerdings fast nur Erwachsene, nur ein kleiner Junge war dabei, dem dann auch merklich langweilig geworden war.

Uns war keine Sekunde langweilig. Jutta hat aus dem Nähkästchen geplaudert und all unsere Fragen geduldig beantwortet, so dass aus 45 Minuten fast zwei Stunden wurden. Absolut genial. Ich habe auch gar nicht so viele Fotos gemacht, da die Dinge, die wir zu Sehen bekamen, nicht wirklich spektakulär waren. Menschen beim Arbeiten halt ;-) Mal abgesehen von der Werkstatt, in der Modelle zusammengebaut wurden und ein paar wirklich tolle Modelle rumstanden, aber dort durften wir leider (aber verständlicherweise) nicht fotografieren.

Begonnen hat die Tour im Erste-Hilfe-Bereich, allerdings hat es noch nie größere Unfälle gegeben. Im Legoland arbeiten ca. 160 fest Angestellte und ca. 800 Saisonkräfte. Ich fand es toll, dass die Lebensmittel größtenteils aus der Region gekauft werden, um auf schwankendes Besucheraufkommen auch flexibler reagieren zu können. Außerdem haben sie schlechte Erfahrungen mit Outsourcing gemacht und haben deshalb die meisten Services als Inhouse-Lösungen umgesetzt. Schließlich kennen Techniker, die jahrelang im Park gearbeitet haben, jede Schraube persönlich und können Fehler viel schneller beheben, als irgendein Servicemechaniker, der erst anreisen muss und die Maschine vielleicht nicht kennt. Insofern kann ich die Backstagetour jedem Manager einer Großfirma empfehlen. Outsourcing hört sich nämlich nur auf der Powerpointfolie eines Unternehmensberaters toll an, in der Praxis ist es Sch***e.

Aber bleiben wir beim Thema. Audi hatte seine Partnerschaft nach Auslauf des Vertrages nicht verlängert, weil sie marketingtechnisch mehr in die Sportschiene gegangen sind. Mit Hyundai wurde aber ein Partner gefunden, der viel besser für die Zielgruppe Familien mit kleineren Kindern passt. Weil es nicht zur Zielgruppe passte, ereilte die Programmierbarkeit der Bionicle Roboterarmen, die jetzt Hero Factory heißen, das Schicksal, dass sie durch die Schwierigkeitsgrade 1-5 ausgetauscht wurde. Viele Kinder und auch deren Eltern hatten die rasanten Fahrten nämlich unterschätzt und es gab einfach zu viele weinende Kinder. Das passt nicht ins Legoland, wo doch alle Spaß haben sollen.

Der feuerspeiender Drache bei der kleinen Drachenbahn ist leider sehr störanfällig. Jedenfalls sind es nicht die horrenden Benzinpreise, die ihm das Feuer im Halse stecken lassen. Und gerade wird darüber nachgedacht, welche Investitionen als nächstes getätigt werden, z.B. ein Burghotel oder ein Wasserpark wären möglich.

In der Werkstatt haben wir ein paar tolle Modelle entdeckt, die wohl niemals ausgestellt werden können. Zum beispiel einen klingonischen Bird of Prey. Oder eine tolle Titanic. Gerade wird an einem neuen Millenium Falken gebaut, der dann nach Malaysia gehen soll, wo Ende 2012 ein neues Legoland eröffnet werden wird. Außerdem hat in Florida ein Legoland eröffnet, ein Grund mehr, für diesen Urlaub zu sparen und ihn möglichst bald wahr werden zu lassen. Die Legomodelle werden mit einem Lösungsmittel leicht angeätzt und dann zusammen mehr oder weniger verschweißt, so dass es tatsächlich nicht mehr möglich ist, die Modelle dann auseinanderzubauen, ohne sie kaputt zu machen. Überzogen werden sie von einem UV-Schutz-Lack, der aber hin und wieder mit einem Spezialsandstrahl abgewetzt wird, dann werden die Modelle neu lackiert und können bis zu vier Mal wieder ausgestellt werden. Um die Legobauer vor den Dämpfen dieses Lösungsmittels zu schützen, hat jeder Arbeitsplatz einen eigenen Dunstabzug.

Natürlich hat uns Jutta noch viel mehr erzählt. Auf jeden Fall hat es sich absolut gelohnt und war eine klasse Idee vom Legoland Marketing! Vielen, vielen Dank für diesen besonderen Tag!!!

Natürlich haben wir dann noch den Park besucht und die neue Attraktion Flying Ninjago ausprobiert. Es ist jedoch gar nicht so einfach, das Ding zum drehen zu bekommen. Erst muss man schaukeln, und wenn man den Wendepunkt erreicht hat, die Flügel in der Stellung belassen, was aber ziemlich viel Kraft in den Armen kostet. Kleinere Kinder konnten die Hebel gar nicht erreichen, für sie ist es eher wie ein Kettenkarussel. Ich habe es auch nicht geschafft, aber Florian am Sonntag dann schon. Der Rekord am Samstag hatte bei 44 Umdrehungen gelegen.

Ansonsten drohte ein ziemlicher Regen, aber am Samstag hatten wir Glück und blieben trocken. Am Sonntag hatte es dann dauergenieselt, so dass es eher eine Shoppingtour wurde. Außerdem sind wir dann in das neue Kino in Günzburg gegangen und haben uns "Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen" in 3D angeguckt. Aber dazu später mehr.

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09.01.2012 13:04 Clicks: 686662

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