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Sandra's Blog-Archiv

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Donnerstag, 12. Februar 2009 21:29

Ayla und das Tal der Pferde - Jean M. Auel

[Unser Amazonstore: ] Ayla und das Tal der Pferde - Jean M. Auel [/Amazonstore Ende] hatte ich einerseits gekauft, weil ich musste (Buchclub...), andererseits weil mich das Leben der Urmenschen faszinierte. Kennt jemand den Film Am Anfang war das Feuer? Die Franzonsen scheinen auch von den Urmenschen fasziniert zu sein, klar, sie haben doch das Pferd von Lascaux. Jedenfalls mag ich den Film sehr gerne, denn er ist für jeden Menschen verständlich, muss nicht synchronisiert werden, da die Schauspieler sich ausschließlich in Gebährdensprache verständigen.

Von der Urzeit fasziniert hatte ich mir also quartals-zwangsmäßig die Ayla-Reihe zugelegt und kam nun Jahre nach Beendigung der Buchclubmitgliedschaft endlich dazu, eines der Bücher zu lesen. Ich entschied mich für den zweiten Band "Ayla und das Tal der Pferde", einerseits, weil ich den ersten Teil bereits als [Unser Amazonstore: ] DVD mit Daryl Hannah [/Amazonstore Ende] besaß und auch schon gesehen hatte, andererseits weil ich ein Pferdenarr bin. Das machte aber überhaupt nichts, denn die Autorin wiederholt ständig die Geschehnisse aus dem ersten Band, so dass man eigentlich nichts verpasst.

Leider wiederholt sie auch ständig Dinge, die in diesem Band passiert sind, oder sie verliert sich in genauen Beschreibungen der Boot- und Werkzeugherstellung. Ganz ehrlich: Wenn mich das so genau interessieren würde, dann hätte ich ein Sachbuch gekauft. Es gibt also Passagen, die man recht flott überlesen kann. Genau aus diesem Grund habe ich auch nie geschafft, ein Buch von Karl May zu lesen. Wenn ein Bandit die Saloontür aufstößt, dann braucht man keine Beschreibung der Landschaft hinter seinem Rücken über fünf Seiten. Ein Augenblick muss kurz beschrieben werden, und manchmal reicht es aus, wenn der Autor mit einem Nebensatz einen bestimmten Eindruck im Gehirn des Lesers erweckt, denn den Nebensatz zu lesen dauert etwa so lange, wie der beschriebene Vorgang.

Aber ich schweife vom Thema ab. Ayla, die alles könnende Titelheldin, die als kleines Kind von Neanderthalern (dem Clan der Bären) aufgenommen und großgezogen wurde, muss den Clan im zarten Erwachsenenalter verlassen und sich allein in der Wildnis herumschlagen. In einer Höhle findet sie ihr neues Zuhause, wo sie zuerst das Fohlen einer erlegten Stute, später ein verletztes Höhlenlöwenjunges bei sich aufnimmt. Sie erfindet das Feuermachen mit Feuerstein und Eisenpyrit, die Reiterei und die Jagd mit einem Löwen. Später erfindet sie gemeinsam mit Jondalar noch eine Speerschleuder. Die komplette menschliche Evolution in nur einem Frauenleben...

Irgendwo anders machen sich Thonolan und Jondalar, zwei Cro-Magnon-Menschen, auf eine Reise. Sie finden Familienanschluss bei den Mammutjägern, den Mamutoi, doch als Thonolans Frau bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt, ziehen sie weiter. Thonolan wird von Aylas Höhlenlöwen getötet, Jondalar schwer verletzt. Ayla versorgt Jondalar und die beiden verlieben sich ineinander. Es dauert aber immer noch das halbe Buch, bis sie endlich...

Das Buch ist zum Teil auch sehr erotisch. Schließlich hatten die Urmenschen auch keinen Fernseher ;-) Jondalar ist nämlich auch ein "Frauen-Macher", der gerne die "Riten der ersten Wonnen" bestreitet. Mal sehen, ob ich eines der anderen Bände noch lesen werde. Irgendwie hat es mir dann doch gefallen, sonst hätte ich es nicht bis zum Ende geschafft. Aber es ist kein Buch, das ich unbedingt aufheben muss.

Themen: Bücher | Pferde/Reiten
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09.01.2012 13:04 Clicks: 691076

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