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Dienstag, 31. März 2026 17:47

Power Child e.V.

Neulich bin ich in meiner Musiksammlung über zwei Songs gestolpert, die meine Jungs mal aus dem Tagesheim mit nach Hause gebracht haben. Die stammten von Power Child e.V.. Der eine Song heißt "Mir geht's nicht gut" und der andere "Lied von der Grenze" - auf der Single "Nein heißt nein". Ich fand das sehr wichtig, dass Kindern ermutigt werden, sich auch gegen die aufgedrängten Küsse von Tante Erna zu wehren. Und dass es absolut okay ist, wenn es einem mal nicht gut geht.

Ich hoffe, dass das nicht nur spendenfinanziert ist, sondern dass die Schulen hierfür auch eigenes Budget haben. Da gehen die Erfahrungen ja leider auseinander.

Themen: Blick in die Vergangenheit | (B)engel
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Montag, 30. März 2026 18:03

Diskursverschiebung

Normalerweise bin ich gegen pauschale Aussagen, in denen die Worte „alle“, „jede(r)“, „immer“ oder „nie“ vorkommen, weil sie auch unfair sind. Deshalb finde ich die Relation „not all men“ eigentlich okay. Aber damit verschiebt man den Diskurs. Genauso wenn man von der Unschuldsvermutung spricht.

Natürlich gibt es auch Männer, die anders sind. Ich bin seit 21 Jahren mit einem solchen zusammen und ich habe einfach nur verdammtes Glück. Ich war bei Florian vom ersten Tag an frei von Zweifeln. Christian v. A. hat mal zu mir gesagt, dass ich von Anfang an wusste, dass Florian "einer von den Guten" ist.

Und natürlich gibt es auch nette Männer, die irgendwann mal Idioten waren. Menschen machen nunmal Fehler. Wenn jemand aber selbstreflektiert ist, Fehler zugibt, gewillt ist, sich zu bessern und zu entschuldigen, dann ist das absolut anerkennenswert, denn das zeigt Größe!

Trotzdem dürfen wir uns nicht durch Relativierungen ablenken lassen. Es geht darum, dass es gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert werden darf, wenn Männer einfach mal eben ihre Hand auf das Knie einer Frau legen. Es sollte nicht mehr akzeptiert werden, wenn Männer übergriffig werden, auch nicht "nur" verbal, auch nicht mit der Entschuldigung, dass Alkohol im Spiel war. Grenzen müssen respektiert werden. Wir müssen Mädchen und Frauen zur Seite stehen, jeder einzelne von uns, wenn wir sehen, wie Männer zudringlich und distanzlos werden. Wir müssen den Diskurs in der Gesellschaft verschieben.

Themen: News | Meine Sonderanfertigung Florian | Menschenrechte
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Samstag, 28. März 2026 23:59

Stadtrundgang Wien und World of Bricks in der Stadthalle

Heute haben wir uns mittags am Stephansdom getroffen, um einen Stadtrundgang zu machen. Es war eisig kalt, aber interessant. Ich habe gelernt, dass man am Dom nachmessen konnte, ob der Laib Brot die korrekte Größe hat oder der Meter Stoff die korrekte Länge und dann konnte man das reklamieren. So wurde für Recht und Ordnung gesorgt. Und Maria Theresia hatte 16 Kinder und die Schulpflicht eingeführt. Obwohl es so eisig war, haben wir lecker Eis gegessen.

Nachmittags waren wir dann in der Stadthalle zur Ausstellung World of Bricks. Es war wunderschön, so viele liebevolle Details. Und wieder einmal haben wir festgestellt, dass Florian eigentlich harmlos ist. Und sei es nur aus Platzmangel. Aber sein Brickoseum ist in greifbarer Nähe.

Nach einem leckeren Abendessen im Stadthallen Bräu sind wir dann zurück nach München aufgebrochen. Geplant war eigentlich die Legoausstellung gegen Mittag zu besuchen, da man aber Zeitslots buchen musste und wir spät dran waren, gab es erst um 16:30 Uhr den frühesten Eintritt. Es ist spät geworden und ich brauchte doch drei kurze Pausen, bis wir kurz nach Mitternacht heil zu Hause angekommen waren.

Sandra, Tiberius und Florian vor dem Plakat für World of Bricks

Zwei eingemeißelte Ringe in der Mauer vom Stephansdom, um die Größe von Brotlaibern zu messen und ein Yard bzw. Meter als Eisenstange, um die korrekte Länge von Stoffen zu messen

Die Seite vom Stephansdom, die nicht auf Postkarten abgebildet wird, da der zweite Turm nie fertig gebaut wurde.

Die Eisdiele Greissler mit hellblauer Fassade. Davor hält Sandra ihr Eis in der Waffel hoch.

Eine riesige Achterbahn aus Lego, weiß mit roten Schienen.

Hübsches Lego-Dach mit bunten Dachziegeln, Giebeln und rundem Dachfenster.

Der Mars-Rover als kleines MOC auf einem sandfarbenem Sockel.

Eine riesige Classic Space City mit blauen, transparenten Kuppeln, Raumschiffen und Astronauten.

Miniaturstadt mit Fluß. Am Ufer stehen kleine Bäume und auf dem Wasser schwimmt ein hübsches Bot, schwarz mit weißen Luken.

Dagobert Ducks Geldspeicher mit Panzerknackerwagen, Helikopter auf dem Dach und einem Oldtimer-Mobil auf der Straße. Wenn man genau hinschaut, entdeckt man auch Gundel Gaukeley.

Florian hat 'S+F' aus neonleuchtenden Steinen gebaut.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | unterwegs | 1001 Steine | Fotos
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Freitag, 27. März 2026 23:50

Denksalon im Café Engländer in Wien

Bevor wir heute Morgen aufgebrochen sind, hatte ich noch schnell Thalia und Tolino auf dem Handy installiert, damit wir Data & Welf 4 mit Mara (Lilian Prent, sie hat geklungen wie ein Hamster) und Feuerflieg 29 (total romantisch) und 30 hören können. Florian hatte das vorgeschlagen statt Podcast. Bevor wir über die Grenze gefahren sind, hat Florian noch schnell eine digitale Vignette bestellt, weil ich das total vergessen habe. Dafür habe ich an das WienMobil-24h-Ticket gedacht. Man kann auch die Anfangszeit einstellen, so dass ich 16:30 Uhr heute bis 16:30 Uhr Samstag gewählt habe, so dass wir nur ein Ticket pro Person brauchten.

Die Fahrt nach Wien verlief problemlos. Ich musste nur ein Päuschen machen schon vor dem Tankstop. Das hat gut getan und war genau richtig. Achtsamkeit ohne Klangschale. Nach dem Tankstop haben wir etwas ganz Weirdes gemacht. Statt Podcast zu hören, haben wir uns unterhalten. Das war ein richtiger Deep Dive und es sind auch ein paar Tränen geflossen.

Die Hoteleinfahrt in die Tiefgarage ist wieder ziemlich steil und an der Wand sind viele Kratzspuren. Ich bin gespannt, wie wir da wieder rauskommen... Im Hotelzimmer haben wir dann erst mal eine Stunde geschlafen, bevor wir mit den Öffis zum Café Engländer gefahren sind, wo der Wiener Denksalon stattfand, der Skeptische Stammtisch.

Sarah vom Podcast Österreich WTF?! organisiert den Stammtisch. Mein Schatz Florian hat mit ihr sogar mal einen MOC gebaut für den WTF-Talk. Florian Aigner konnte leider nicht da sein, weil er sich ein Bein gebrochen hat. Das ist natürlich ein ungünstiger Zeitpunkt, weil er für sein neues Buch Die Wirklichkeit ist auch nicht wahr eigentlich auf Promotiontour sein wollte. Dann müssen wir einfach das Buch bewerben. Wer auch einmal beim Wiener Denksalon dabei sein möchte, kann sich über den Discord Skepticord anmelden. Es war ein wunderschöner Abend!

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | unterwegs | Skeptix/Skeptics in the Pub
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Donnerstag, 26. März 2026 13:21

Übergriffiges Verhalten

  1. verbal: Fred Rai "Über diese Hügel will ich auch mal reiten!"
  2. verbal: Claus DTK Computer
  3. angedeutet: Erik
  4. verbal, angetrunken: HP
  5. extrem übergriffig: Typ im PEP/McDonalds (Unterhose durch Hosentasche, falsche Nummer, falschen Name gegeben)
  6. Missverstanden: Dominik v.D. (Videoabend)
  7. Missverstanden: Tanjas dunkelhäutiger Arbeitskollege (Kaffee?)
  8. übergriffig, angetrunken: Christian H. (Kuss auf Mund, betrunken)
  9. übergriffig: Roberto (abbusseln)
  10. übergriffig: Klaus (Hand in Rücken gelegt)
  11. verbal: Catcalling, weil extrem kurzen Rock, Pumps und Bluse mit Ausschnitt getragen
  12. verbal: Typ in U-Bahn (mit Tanja) Verpiss dich
  13. übergriffig: Exhibitionist in Neuperlach nachts auf dem Heimweg (Jeans bis zum Knie runtergelassen, Jeansjacke vor das Gesicht gehalten, nur die Augen waren zu sehen, hat sich einen runtergeholt, ich bin weggerannt)
  14. verbal: Typ in Beate-Uhse-Museum
  15. übergriffig: LKW Fahrer der mich fast überfahren hätte
  16. übergriffig: Typ der Nachts angerufen hat und schwer ins Telefon geatmet hat bis Florian die Fritzbox so eingerichtet hat, dass nachts nur noch VIP Nummern durchkommen
  17. verbal: Mann beim Asylheim an der Bushaltestelle. Vermute, dass er aus Verzweiflung deutsche Frauen kennenlernen wollte, um zu heiraten und hier bleiben zu dürfen.
  18. übergriffig: Typ in der Sauna, der sich in meiner und Tanjas Gegenwart einen runtergeholt hat

Thema: Blick in die Vergangenheit
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Sonntag, 22. März 2026 12:02

Sandras Ohrwurm Hit FM

Seit meiner Panikattacke am Bahnhof Ende November habe ich einen Tinnitus im linken Ohr. Anfangs war es, als säße ich im Flieger direkt am Flügel und höre die Flugzeugturbine. Jetzt ist es glücklicherweise etwas weniger geworden und ich höre die Flugzeugturbine nur noch aus dem Terminal weit weg. An stressigen Tagen kann es auch mal wieder nerviger werden, dann stehe ich in der Fluggastbrücke, aber alles in allem kann ich damit ganz gut leben.

Im Dezember habe ich mir noch ein Meeresrauschen über Youtube auf die Ohren gegeben, jetzt höre ich tatsächlich gerne wieder viel Musik. Normalerweise habe ich zu Hause lieber Stille, aber mit den Headsets und den tollen Bluetooth Earbuds macht es auch Spaß und übertönt den Tinnitus. Die Earbuds haben den Vorteil, dass ich da nix ins Ohr stecken muss, weil die Stöpsel bei mir nicht gut halten und ich es auch nicht leiden kann, wenn etwas in meinem Ohr ist. Aber sie fallen im Gegensatz zu dem Headset nicht vom Kopf, wenn ich mich bei der Hausarbeit mal bücken muss.

Jedenfalls habe ich jetzt ein sehr seltsames Phänomen an mir entdeckt. Seit einiger Zeit habe ich so eine Art Radiosender in meinem Kopf. Passend zu der jeweiligen Gelegenheit spielt er dann einen Song. Ich weiß nicht, ob es mit der seit einigen Wochen anhaltenden Schlaflosigkeit zusammenhängt, die sich auf mein Hirn ein wenig wie Alkohol auswirkt, auf jeden Fall ist in meinem Kopf einiges los. Ich muss nur aufpassen, dass ich meine Ohrwürmer nicht laut mitsinge, denn ich kann weder singen noch mir irgendwelche Texte merken.

Und auch sonst habe ich das Gefühl, dass in meinem Kopf gerade viel zu viele Tabs offen sind. Wenn ich nachts aufwache, kann ich oft nicht mehr einschlafen. Am Handy spielen oder im Wohnzimmer netflixen hilft ein wenig, um den Lärm in meinem Kopf dann leisezudrehen und wieder die nötige Bettschwere zu bekommen. Und wenn das nicht hilft, dann mache ich mir am Handy Notizen von meinen Gedanken, die in meinen Gehirnwindungen umherirren. Daraus entstehen dann irgendwann Blogeinträge, die vielleicht sogar Sinn ergeben. Denn wenn ich meine Gedanken schriftlich festgehalten habe, dann sind sie nicht mehr in meinem Kopf.

Ich bin sicher, dass mein desolater Zustand nicht ewig anhalten wird. Mein Fitbit-Schlaftracker sagt mir schon jetzt, dass sich meine Schlafzeit langsam wieder erhöht. Es wird schon wieder. Und dann wird es hoffentlich in meinem Kopf auch wieder ruhiger.

Themen: Sonnenstrahl | Musik
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Donnerstag, 19. März 2026 21:57

Lego-Store Hannover

Seit unserer legendären Lego-Store-Tour durch Deutschland im Jahr 2018 haben weitere Stores eröffnet. Diese wollen wir natürlich nach und nach abklappern. Und da wir rein zufällig in der Nähe waren, haben wir heute den Lego-Store in Hannover besucht.

Mein von Aster'sches Brauch-o-meter hat leider wieder angeschlagen. Wenn wir so unterwegs sind und gut gelaunt, dann bin ich etwas mehr in Kauflaune. Und diesmal wollte ich mit auf das Bild vor dem Lego-Store, damit alle Welt weiß, dass ich Florian nicht nur "ertrage", sondern selbst ein Lego-Fan bin. Immerhin sind im Schwabenstein e.V. 20% Frauen, das ist also gar nicht so seltsam. Und mein Gothic-Outfit wurde gelobt.

Jetzt fehlen uns Stand heute noch (glaube ich) Bonn und Dresden.

Florian und Sandra vor dem Lego-Store Hannover, nur Schultern und Köpfe, weil Selfie. Sandra himmelt Florian an. Zwischen ihnen Tiberius mit Kamera.

Florian und Sandra vor dem Lego-Store Hannover, die ganze Front des Lego-Stores und Sandra und Florian komplett. Sie machen den vulkanischen Gruß. Florian hat ein blaues T-Shirt mit dem Classic-Space-Logo an.

Sandra zeigt auf das kleine Schaufenster im Regal, in dem Wall-E und Eve ausgestellt sind, grinst Florian mit dem Blick 'müssen wir haben' an.

Auf dem Tresen des Lego-Stores liegt Florians Lego-Reisepass aufgeklappt. Eine Mitarbeiterin (man sieht nur ihre Hände) stempelt auf eine freie Stelle den Store-Stempel.

Die Heimfahrt war etwas anstrengend, weil das Navi die erste Etappe bis zur günstigen Tankstelle irgendwie einen größeren Umweg angezeigt hat und die Fahrt damit etwa eine Stunde länger gedauert hat. Es könnte an diesem Unfall mit 25 Tonnen Zuckerrüben gelegen haben. Aber wir sind auch ein Stück über die A38 gefahren. Gut, dass ich immer meinen Passierschein dabei habe. Wir kamen erst 21:00 Uhr zu Hause an.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | 1001 Steine | Disney | unterwegs
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Mittwoch, 18. März 2026 21:48

Deutschland im (Informations-)Krieg - Hoaxilla in Goslar

Heute fand im Amsdorfhaus in Goslar der Vortrag "Deutschland im (Informations-)Krieg" von Hoaxilla, dem skeptischen Podcast statt. Ab sofort bin ich Fan vom Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus. So viele stabile Menschen auf einem Haufen.

Wie sind wir denn dazu gekommen? Mal eben so durch die halbe Republik zu fahren? Als wir das über bluesky erfuhren, haben wir sofort geschaut, wo genau Goslar ist und gedacht, in der Nähe von Hannover, das trifft sich gut, da haben wir auch noch was zu erledigen. Also schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Hinfahrt war auch sehr schön, bestes Wetter, wenig Verkehr, keine Idioten auf der Straße. Unser Hotel war auch ganz nett und wir haben dort noch sehr lecker gegessen, bevor wir uns in das Armsdorfhaus begeben haben. Goslar ist ein wunderhübsches, kleines Städchen, sauber und mit gepflegten Häusern. Der Spaziergang an der frischen Luft hat uns gut getan.

Ebenso wie der Vortrag. Im Vorfeld haben wir zwei stabile Menschen mit Ferngesprächs-Shirts gesehn und uns prima unterhalten. Alexa und Alexander haben sich auch die Zeit genommen, ein wenig mit den Leuten zu plaudern und für ein Foto zu posieren. Der Vortrag war dann wieder hervorragend, sehr spannend und informativ. Was klickt gut, wie werden wir durch Soziale Medien manipuliert, was können wir dagegen tun? Die Welt ist kompliziert geworden, aber ich denke, dass es durchaus möglich ist, auch wahre Geschichten kurz und knapp zu formulieren. Tr*mp hat in seiner ersten Amtszeit mehr als 30.000 Fake News über Twitter verbreitet. Den Artikel auf der von Amazing Jeff Bezos gekaufter Washington Post finde ich aber nicht mehr, deshalb denke ich, dass der inzwischen redaktionell geschönt oder gelöscht wurde. Auch das Wahlkampfthema Migration wurde mit Accountfarmen hochgekocht, obwohl de facto die Nettozuwanderung bereits abgenommen hat. Ich habe mich dann aber gefragt, was Ursache und was Wirkung ist, denn die spürbare Ausländerfeindlichkeit in Deutschland schreckt Menschen auch ab, zu uns kommen zu wollen. Auf jeden Fall können wir die Öffentlich Rechtlichen mit Mails überfluten, dass wir die rechten Napfsülzen nicht mehr sehen wollen! Und uns nicht zu Handlangern machen lassen, sondern das Internet dafür benutzen, gute Nachrichten und Wahrheiten zu verbreiten, statt unsere Zeit damit zu verschwenden, mit Unbelehrbaren oder gar Bots zu diskutieren.

Am Ende gab es noch eine Fragerunde und Alexander hat ein paar Schritte gesammelt, indem er das Mikrophon durch den Saal getragen hat. Ich habe mich nicht getraut, Fragen zu stellen, auch wenn ich mir während des Vortrags ein paar Notizen im Handy gemacht hatte. Aber es gab sehr gute Fragen und kein einziger Störenfried unter den Zuschauern.

Sollte Hoaxilla mal bei euch in der Nähe sein, dann empfehle ich wärmstens, zu ihren Vorträgen zu gehen. Es lohnt sich und man sieht die Welt danach durch eine klarere Brille.

Für uns hat sich die lange Fahrt auf jeden Fall gelohnt. Es war ein wundervoller Abend mit wirklich großartigen Menschen, der unsere Akkus wieder etwas gefüllt hat. Das haben wir dringend gebraucht. Ganz herzlichen Dank dafür!

Vorn ist ein gepflasterter Bürgersteig, der viel Platz bietet. Die Straße ist mit Betonstegen abgetrennt. Das hübsche Häuschen in der Mitte des Bildes besteht aus drei Ebenen. Das Erdgeschoss ist aus Steinen unterschiedlicher Größe und Farbe gemauert. Das erste Geschoss ist mit einem dunklen Relief bis zu den Fesntern gesaltet, darüber die helle Wand mit recht großen Sprossenfenstern. Das Dach mit schwarzen Schindeln ist steil. Der Garten ist mit einer Mauer ebenfalls mit Steinen unterschiedlicher Größe und Farbe umfriedet. Der Garten scheint sehr begrünt zu sein.

Im Zuschauerraum sitzen in der ersten Reihe Florian mit einem Alexander-Shirt, Tiberius mit Fotoapparat und er macht einen vulkanischen Gruß. Daneben sitzt Sandra mit einem Katzen-Shirt. Daneben ein weiterer Herr mit Ferngesprächs-Shirt und Zeugen-Kühlwaldis-Button. Dahinter haben sich Alexander und Alexa positioniert. Alle lächeln in die Kamera.

Auf der Bühne stehen links Alexa, in der Mitte der Moderator, rechts Alexander, alle ganz in schwarz gekleidet. Links vor Alexa steht ein Ständer mit Handy, das filmt. Vor dem Tisch hängt ein Banner mit 'Gegen Neonazis und Rassismus' und 'kein Kiez für Nazis'. Auf dem Tisch steht Wasser und ein Notebook bereit. Vor der holzvertäfelten Wand ist eine große Leinwand, auf der der Vortrag angekündigt wird.

Ein älteres Gebäude mit hellen Wänden und Farbglasfenstern. Vor der Front ist eine gemauerte Treppe, man sieht jedoch nur die Steinwand mit dem Relief. Unter der Veranda, zu der die Treppe führt, ist ein Tunnel mit gothischen Torbögen hell erleuchtet. Es ist eine wundervolle Abendstimmung in Goslar bei Nacht.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Hoaxilla | unterwegs | Fotos
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Montag, 16. März 2026 18:40

Ghostsitter, mein Lieblingshörspiel

Bernd das Brot und Pummeleinhorn kennt irgendwie jeder. Ersteres hat Tommy Krappweis zusammen mit Norman Köster erfunden, weil Brot lustig ist. Und das Pummeleinhorn von Steffi Engel hat er mit der Firma bummfilm, die er gemeinsam mit seinem Bruder Nico leitet, zum Hörspiel verholfen.

Aber viel zu wenige kennen Ghostsitter. Das ist wirklich schade, denn in meinen Augen ist das mein Lieblingsprojekt von Multitalent Tommy. Tom Röschenberg erbt eine Geisterbahn und stellt fest, dass alle Geister echt sind. Die Figuren sind mit Herzblut erschaffen und erleben miteinander in dem Universum wunderbare Abenteuer. Die Hörspiele sind nicht nur lustig, sondern es werden auch mal ernstere Töne angeschlagen wie in meiner Lieblingsfolge Teufelspakt, in der die Herkunft des Zombies Wombie und seines Kuschelhasen erzählt wird. Da habe ich wirklich ein paar Tränchen verdrückt.

Es gibt sogar einen wunderbaren Podcast zu Ghostsitter und dem ganzen Maraverse drumherum, in dem Arlett Drexler (Sprecherin von Dada) die Macher rund um die Hörspiele interviewt und teilweise Fragen aus der Fan-Community stellt. Das ist immer sehr vergnüglich anzuhören. In der letzten Folge #27 mit Sophia und Tommy Krappweis wurde am Ende bei 1:02 DIE Frage beantwortet, nämlich ob es einen Film zu Ghostsitter geben würde. Tobis Film wurde als Partner gefunden, die als Verleih den Film auch in die Kinos bringen können. Es sind zwar noch nicht alle Voraussetzungen erfüllt, aber es besteht auf jeden Fall Grund zu Hoffnung, dass dieses wunderbare Projekt in die Tat umgesetzt werden wird. Das würde ich mir so sehr wünschen!

Themen: Tommy Krappweis | Filme
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Sonntag, 15. März 2026 15:10

AFOLs - Adult Fans Of Lego

Hin und wieder kommt es vor, dass ich von Leuten aus unseren Communitys gefragt werde, wie ich es mit dem Lego-Fan Florian Spitzohr aushalten würde. Diese Frage macht mich regelmäßig traurig, denn sie impliziert, dass ich, vielleicht weil ich eine Frau bin (?), mich nicht für Lego interessieren könne. Das ist aber falsch.

Schon als Kind habe ich viel lieber mit Lego gespielt als mit Puppen. Ich hatte als Architektentochter in erster Linie Platten, Fenster, Türen und Dachteile zu den normalen Legosteinen. Einmal habe ich im Urlaub in Dietramszell mit dem Sohn des Hotelbesitzers eine Platte gegen zwei rote 2x4-Steine mit Gummirädern getauscht, so dass ich dann auch Autos bauen konnte.

Das Bild stammt aus dem Jahr 1977. Sandra ist ca. 5 Jahre alt und lässt aus einem bunten Legohaus mehrere Legosteine auf den Boden fallen und grinst dabei. Sie hockt mit angewinkelten Beinen auf dem Boden, die in einer dunkelgrünen Strumpfhose stecken. Sie trägt ein blaues Kleid mit bunt gestreiften Ärmeln, auf denen auch Zahlen stehen. Vor ihr auf dem Boden liegen weitere Legosteine und Platten in verschiedenen Farben. Im Hintergrund steht ein weiß-roter Puppenwagen vor einer rosa geblümten Tapete.

Ein Sceenshot aus einem Super8-Film, daher unscharf. Ein schlichtes Legoauto aus weißen, gelben, roten und blauen Steinen. Die Frontscheibe ist ein Fenster, das eigentlich für Häuser ist, mit blauen Fensterläden.

Als ich 1991 in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, habe ich meine Legokiste einem Cousin geschickt. Ich weiß nicht, ob er das Lego heute noch besitzt. Damit begannen die "Dark Ages", wie Florian immer sagt, die Zeit, in der man denkt, man wäre zu erwachsen für Lego. Naja, ich hatte auch Pferde und Star Trek im Kopf, ich habe viele Hobbys. Insofern waren es nur die "Partly Dark Ages".

Als meine Jungs auf der Welt waren, haben sie selbstverständlich von Anfang an auch Lego Duplo und bald auch richtiges Lego bekommen. Ich habe gehofft, dass sie genauso begeistert davon sein würden wie ich, was auch funktioniert hat. Als Alleinerziehende hatte ich zwar nicht so viel Geld, aber das musste schon sein.

Auf einem Teppichboden bedeckt mit Geschenken hockt ein kleiner Junge, der mit einer Schere das Geschenkpapier von einem Legokarton 'Knight Kingdom' aufschneidet.

Zum 6. Geburtstag von Ferdinand sind wir auch zum ersten Mal im Legoland gewesen. Das hatte ich mir auch nur leisten können, weil für ihn der Eintritt kostenlos war, und der Rucksack war voll mit Brotzeit und Getränken. Einzig Eis haben wir uns vor Ort gegönnt. Es war ein wunderschöner Tag mit meinen beiden Jungs.

Sandra ist mit schwarzer Winterjacke und einer Lego-World-Club-Kappe im Legoland. Im Hintergrund sieht man ein paar Büsche und Bänke. Man kann den Lego-Tukan verschwommen erkennen, wie er auf einem Fels sitzt und hinter dem Busch das Affentheater. Sandra strahlt glücklich.

Seit Florian bei mir 2005 eingezogen ist, hat sich der Legoanteil in unserem Haushalt vervielfacht. Die Thatcher Perkins und das Piratenschiff mit den rot-weißen Segeln standen fortan in unserem Wohnzimmerschrank. Seit dem hat sich die Sammlung immer mehr erweitert. Außerdem waren wir mindestens einmal im Jahr im Legoland und hatten alle vier lange auch Jahreskarten gehabt, so dass wir auf längeren Autofahrten auf der A8 auch mal einfach nur für eine Stunde Pause ins Legoland gegangen sind. Die Jahreskarte, auf der ich ein Halloween-Foto hatte, behielt ich natürlich als Andenken. In einem Jahr haben wir auf einer Karte fünf Stempel geholt und durften dann an einer Backstagetour teilnehmen. Das war ein absolutes Highlight.

Eine Legoland-Jahreskarte mit dem Portrait von Sandra halloweenmäßig als Lily Munster geschminkt. Daneben prangt das Logo in Form eines Ritterschildes, auf dem 'Helden gesucht' steht. Unter der Jahreskarte aus Plastik liegt noch eine Stempelkarte aus Papier, auf der jeder Besuch im Legoland mit einem Stempel dokumentiert wurde.

Nach unserem Umzug in unsere "Scheibe Haus", wie Florian unser Traumhaus gerne nennt, hatten wir sogar ein Lego-Computer-Kaninchen-Zimmer. Aber auch im Treppenhaus und im Wohnzimmer und im Heimkino sammelte sich immer mehr Lego an. Im Treppenhaus schmale Vitrinen, die eigentlich für Modelleisenbahnen gedacht waren, aber für die Minifiguren-Reihen ideal waren. Nachdem unser letztes Kaninchen über die Regenbogenbrücke gegangen ist, wurde es zum Lego-Computer-Zimmer, was so ziemlich unser Lebensmittelpunkt ist.

Die großartigste Aktion war jedoch unser Millenium Falke. Den hatte ich schon ziemlich lange auf meiner Wunschliste bei Amazing, aber 580 Euro waren schon eine Hausnummer. Irgendwann war er dann in der Vorweihnachtszeit auf 450 Euro reduziert. Da ergriffen wir die Gelegenheit und schenkten ihn uns zu Weihnachten. Es dauerte jedoch noch einige Zeit, bis wir zu Ostern 2013 Zeit fanden, ihn aufzubauen. Damals gab es noch kein Twitch, aber wir streamten über Jutjub vier Tage lang aus unserem Keller. Am ersten Abend hat Florian sogar einen Chäd zusammengeklöppelt, den wir mit dem Beamer an die Wand hinter uns warfen und ab Tag 2 dann mit unseren 4-6 Zuschauern sogar chatten konnten. Für das Modell habe ich sogar einen Vitrinen-Couchtisch in passender Größe besorgt und in einer fabelhaften Schwertransportaktion, die man auch auf Jutjub ebenso wie unsere mehrstündigen Aufbaustreams im Zeitraffer und sogar in voller Länge noch sehen kann. Die Dreharbeiten zum Schwertransport haben zu meinem 42. Geburtstag stattgefunden.

Florian hat ein Space Invader-T-Shirt an und Sandra ein rotes Sweatshirt. Sie breiten die Arme aus, um den fertig gebauten Millenium Falken zu präsentieren, der auf einem Tisch mit grüner Tischdecke steht. Im Hintergrund stehen Umzugskartons.

Wir hatten auch einmal die Idee, dass wir alle Legoländer der Welt besuchen wollen. So waren wir in Billund (Dänemark), Windsor (UK), Tampa (Florida/USA - meiner Meinung nach das schönste Legoland), Carlsbad (California/USA) und Malaysia. Dort hatten wir uns beim Grenzübertritt aufgrund der schwer bewaffneten Grenzbeamten nicht wohl gefühlt und beschlossen, dass wir das Legoland in Dubai niemals besuchen wollen. Japan steht aber auf jeden Fall noch auf der Bucketlist.

Was wir aber Großartiges geschafft haben, war unsere Lego-Store-Tour im Jahr 2018. Auf einem unserer Wochenendtrips quer durch Deutschland meinte Florian im Sommer, dass wir in dem Jahr bereits 9 von 11 Lego-Stores in Deutschland besucht hätten. Wenn wir Hamburg und Saarbrücken auch noch schaffen würden, dann hätte Florian in seinem Lego-Reisepass von jedem Store innerhalb nur eines Jahres alle Stempel gesammelt. Wir wären nicht wir, wenn wir das nicht geschafft hätten, gerade weil es verrückt war. Wenn wir es nicht gemacht hätten, dann hätten wir es mit Sicherheit bereut. So sind wir im November zum Jubiläumskonzert 20 Jahre Schandmaul nach Köln gefahren. Und wenn wir schonmal da waren, sind wir auf dem Rückweg über Hamburg gefahren. Und im Dezember waren wir in Dillingen zur Ghostsitter-Lesung von Tommy Krappweis im Drachenwinkel, was in der Nähe von Saarbrücken war. Mission Completed!

Inzwischen sind natürlich noch weitere Stores hinzugekommen, die werden wir natürlich auch noch alle besuchen. Über unseren Verein Schwabenstein konnten wir sogar zum Preopening des Lego-Stores in der Fußgängerzone gehen.

Florian hat jahrelang Star Wars-Sets von Lego gesammelt. Das war aber eher eine Ersatzhandlung, weil wir mehr Trekkie als Warsler sind. Der Star Trek-Serie von Bluebrixx hat er widerstehen können. Aber seit 2025 das erste Enterprise-Modell rausgekommen ist, sind wir Feuer und Flamme. Das wird teuer. Das wird sehr teuer... Denn diesmal werden wir alles haben müssen. Florian hat immer mal wieder schöne Sets haben brauchen wollen müssen, wie die Achterbahn oder den Mittelaltermarkt. Ich selbst war vor allen Dingen von den NASA-Sets begeistert und natürlich dem Gruselhaus, und den Dinosaurieren und den Back to the Future-Sets.

Und seit ein paar Jahren streamen wir auch hin und wieder über Florians Twitch-Kanal. Dort könnt ihr also sehen, wie sehr ich zusammen mit Florian unsere gemeinsame Lego-Leidenschaft zelebriere.

Sandra hat eine rote TNG-Uniform an, Florian den roten TNG-Hoodie. Sie sitzen an einem Tisch mit Weltraumtischdecke. Im Hintergrund ist das Innere eines Raumschiffs zu sehen, ein Hintergrundbild. Auf dem Tisch stehen Getränke und Schälchen zum Sortieren vom Lego bereit. Die Miniwarpgondeln und der Unterboden des Shuttles von Ro Laren ist bereits fertig. Florian hält einen Stapel Schälchen in den Händen und Sandra schaut freudig auf ihr Tablet, wo sie den Chäd verfolgt.

Der nächste Schritt wird sein, dass Florian endlich wohlverdient sein eigenes Legozimmer bekommen wird, das er dann sein "Brickoseum" nennen wird. Sobald Ferdinand ausgezogen ist. Damit wird für ihn ein großer Traum in Erfüllung gehen.


Update 16.03.2026

Beim Schwabenstein e.V. sind ca. 20% der Mitglieder weiblich.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Blick in die Vergangenheit | Sonnenstrahl | 1001 Steine | Fotos | Star Trek | Star Wars | Traumhaus
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Freitag, 6. März 2026 19:45

Das Tagebuch der Anne Frank

Kaum eine Schullektüre hat so einen Einfluss auf mein Leben gehabt, wie das Tagebuch der Anne Frank. Das ganze Ausmaß des Schreckens der NS-Zeit war darin mehr oder weniger hautnah zu erleben. Wir hatten auch einen S/W-Film dazu angeschaut und die ganze Klasse hatte danach geheult. Eine Klassenkameradin war sogar noch schockierter, weil sie Jüdin war. Ich glaube, in dieser Zeit bin ich Antifaschistin geworden.

Ich habe mein erstes Tagebuch zum 10. Geburtstag (1982) geschenkt bekommen. Damals wusste ich noch nicht so recht, was ich da hineinschreiben hätte sollen. Deshalb habe ich nur sporadisch mal ein paar Dinge notiert. Mit 12 (1984) habe ich dann angefangen, mehr oder weniger regelmäßig zu schreiben. Und mit 13 (1985) nach der Lektüre dieses Buches habe ich sehr lange wirklich jeden Tag geschrieben. Teilweise habe ich auch ihren Schreibstil imitiert, nur "Liebes Tagebuch..." habe ich nicht geschrieben. Irgendwann wurden die Einträge wieder sporadischer. Der letzte handschriftliche Eintrag im 37. Buch ist von 1994. Danach habe ich ab und zu mal im Computer auf Word meine Gedanken festgehalten und sortiert, wenn zu viel Chaos in meinem Kopf herrschte. Und seit 2005 blogge ich, aber auch ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Seit ich aber festgestellt habe, wie praktisch es ist, wenn ich in meinem Blog auch Dinge nachlesen kann, die ich vergessen habe, blogge ich wieder täglich. Meistens nur für mich, selten "for friends only", was man nur als eingeloggter User lesen kann, und hin und wieder öffentlich, insbesondere wenn wir von unseren Touren berichten.

Als Tommy während der Corona-Pandemie die WildMics Community darum bat, für sein Projekt Da Bist Du Nicht Allein (Charity) Beiträge zu liefern, war für mich sofort klar, dass ich unbedingt die Zeile mit dem Tagebuch der Anne Frank lipsyncen möchte. Das Exemplar, das ich in dem Video hochhalte, ist exakt das Buch, das ich damals in der Schule gelesen hatte.

Screenshot von Youtube. Sandra mit einem warmen Schal, offenen, scharzen Haaren hält das rote Tagebuch der Anne Frank neben das Gesicht. Sie singt die Zeile 'andere halten sich ernsthaft für Anne Frank'. Im Hintergrund ist eine Wiese und Bäume im Nebel zu sehen. Der Youtube Kanal ist von Tommy Krappweis und hat 716 Likes.

Florian und Sandra schmiegen ihre Gesichter aneinander, während sie '... da bist du nicht allein...' singen. Sandra hat den weiß-schwarz-rosa Loopschal umd, Florian einen schwarzen Hoodie an, unter dem man das Ferngesprächs-T-Shirt erahnen kann. Der Nebel im Hintergrund ist mittlerweile verflogen und hinter den kahlen Baumkronen und den Häusern sieht man den blauen Himmel.

Im innerehelichen Wohlfühl-Laberpodcast "Ja, Schatz!" von Sophia und Tommy schreibe ich in Folge 6 in den Twitch-Chäd, dass ich auf dem 18. Geburtstag von Tommy zu Gast gewesen war. Tommy wollte dann wissen, ob das peinlich gewesen wäre. Es war nicht peinlich. Ich habe ihm den Eintrag aus meinem Tagebuch von 1990 herausgesucht, aber ich hatte die Party damals eher als langweilig empfunden, auch wenn ich Tommy und seinem damaligen Musiker-Kumpel zugestanden hatte, dass sie sich echt Mühe gegeben hatten. Aber was für ein Schätzchen, dass ich das nachlesen kann!

Ich hatte immer gedacht, dass ich irgendwann in meinem Leben meine Tagebücher nochmal lesen müsse und sie dann verbrennen. Ich bin gerade bei Tagebuch Nummer 3 - und nein, ich habe sie nicht verbrannt. Ich habe aus Gründen gerade einen sehr nostalgischen Anflug. Ich finde es faszinierend, wie ich verschiedene Schriftarten ausprobiert habe. Am Ende bin ich jedoch wieder bei Druckschrift gelandet, wie 1984. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich in den Büchern nie explizit geworden bin. Vermutlich hatte ich immer im Hinterkopf, dass die ja auch jemand lesen könnte, oder noch schlimmer, veröffentlichen wie das Tagebuch der Anne Frank. Aber wenn ich das so lese, weiß ich natürlich, was da noch passiert ist oder was ich gefühlt habe. Das ist eine sehr interessante Reise in die Vergangenheit. Man könnte sagen, dass ich gerade meine Pubertät ein zweites Mal durchlebe.

Und ich wollte noch sagen, weil wir gerade bei Antifaschismus sind: die Arschkrampen von der AfD vertragen die Wahrheit nicht.

Themen: Blick in die Vergangenheit | Tommy Krappweis | Bücher | Menschenrechte | Demokratie | Corona | Weltfrieden | Zeugen Kühlwaldis
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Montag, 2. März 2026 19:36

Meine erste USA-Reise

In der 7. Klasse 1985 war ich so grottenschlecht in Englisch, dass mich meine Eltern für fünf Wochen in den Sommerferien zu unseren Verwandten in die USA geschickt haben. Sie wohnten in der Nähe von Chicago. Ich war 13 Jahre alt, meine Großcousine 14 und mein Großcousin 16. Im Vorfeld war ich sehr aufgeregt und irgendwie wollte mir niemand glauben, dass ich in das Land der Träume reisen würde, noch dazu ohne meine Eltern. Ich flog damals mit KLM über Amsterdam und wurde von den Stewardessen und Stewards gut betreut.

In den ersten Tagen war noch meine Großtante aus Berlin vor Ort, da gab es noch drei Mahlzeiten am Tag. Als sie weg war, ging jeder in die Küche, wenn er/sie Hunger hatte und irgendwann habe ich nur noch Hot Dog Buns und Ketchup vorgefunden. Das war etwas frustrierend. Die guten Sachen wurden irgendwo versteckt, so dass ich sie nicht finden konnte.

Meine Cousine und ich gingen uns ziemlich auf die Nerven und es herrschte ein kleiner Zickenkrieg, obwohl wir beide das gleiche Hobby hatten: Reiten. Alle paar Tage waren wir im Barn. Sie ritt auf dem Englischen Vollblut Roger und ich auf dem 25jährigen Hardford, der sich aber als recht fit herausstellte. Eines Tages ist er mit mir durchgegangen und ich stürzte. Meine Brille war dann kaputt und ich hatte ein riesige Schürfwunde am Oberschenkel. An dem Tag weinte ich mich in den Schlaf, weil mir bewusst geworden ist, dass ich hätte sterben können, wenn mir das Pferd auf den Kopf getreten wäre.

Mit meinem Cousin verstand ich mich besser. Überhaupt verstand ich mich oft mit Jungs besser als mit Mädchen. Er ist mit mir ein paar Mal ins Kino gegangen und auch in ein Wasserrutschenparadies. Außerdem durfte ich viel am Computer spielen und Briefe nach Hause schreiben. In der Familie gab es einige Tiere, die Colliehündin Sandy, die Katzen Blacky und Tiger und ein paar Meerschweinchen und Mäuse. Damit war ich im Paradies. Außerdem habe ich Pferdebücher verschlungen, allen voran die von Walter Farley (The Black Stallion). Mir war aber auch viel langweilig und ich habe mich etwas einsam gefühlt, besonders am Ende, als meine Cousine und mein Cousin wieder in die Ganztagsschule mussten. Da war ich dann froh, als ich wieder zu Hause war.

Aber mein Englisch hatte sich danach deutlich verbessert.

Sandra als 13jährige sitzt an einem Holzschreibtisch. Darauf steht eine klobige Tastatur, ein klobiger Bildschirm mit braunem Bild und weißer Schrift und ein überdimensionaler Nadeldrucker. Sandra hat eine kurze, blaue Adidas-Hose an, ein weißes T-Shirt, eine rote, digitale Armbanduhr. Ihre langen braunen Haare sind mit einer roten Klammer hinter den Ohren nach oben gesteckt. Außerdem hat sie eine große, rote Metallbrille auf der Nase. Sie schat rechts über die Schulter und strahlt über das ganze Gesicht.

Sandra als 13jährige hält einen großen Rotschimmelwallach am Kopf. Sie hat blaue Jogginghosen und ein weißes T-Shirt an, auf dem irgendetwas geschrieben steht. Der Wallach hält seine Ohren seitlich entspannt und trägt einen braunen Zaum und einen schwarzen Sattel. Die beiden stehen auf einer grünen Wiese mit hohen Gräsern. Im Hintergrund ist ein Zaun, Stormleitungen und Bäume. Der Himmel ist hellblau.

Auf einem Wiesenhügel hockt Colliehündin Sally falch auf dem Boden. Sie ist überwiegend beige, ihre Brust und ihr linkes Vorderbein sind weiß. Die Ohrenspitzen sind schwarz. Sie blickt nach links.

Und was für eine Überraschung, ein AfD-Politiker hat mal ein paar N*ziparolen gegrölt und tritt deshalb jetzt zurück. Vielleicht hat er sich auch die Taschen inzwischen genug vollgestopft mit unseren Steuergeldern. Wer weiß...

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Sonntag, 1. März 2026 13:38

Sandras Trickfilmkiste

Wenn wir im Urlaub waren, hat mein Papa mit unserer Super 8-Kamera gefilmt. Die hat er von einem Verwandten abgekauft, der als Early Adopter immer die neuesten Gadgets hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte dieser sich dann eine Super 8-Kamera gekauft, die auch Ton aufnimmt. Es existieren deshalb auch Aufnahmen von meiner Taufe 1972. Nach den Urlauben hat Papa immer ein wenig auf der Kassette, die so 3-3,5 Minuten fassten, übrig gelassen, um mit den roten Tafeln mit weißen Magnetbuchstaben die Titel zu verfassen, die er dann mit der Schneidemaschine (hat mich immer an einen Locher erinnert) einfügte und dann die Filme zu etwa 20-minütigen Erinnerungsschätzen zusammengeschnitten hat, die dann auf den großen Rollen aufbewahrt werden konnten.

Meist blieb am Ende immer noch ein wenig Film übrig, und damit es dann nicht bis zum nächsten Urlaub warten musste, bis der voll war und man ihn zum Entwickeln bringen konnte, hat er mir gezeigt, wie man Stop Motion-Filme dreht und erklärt, dass eine Sekunde Film aus 24 Einzelbildern besteht. Es war für mich aber eher ein "Abfallprodukt" und nicht wirklich ein Hobby. In der Zeit von 1984 bis 1989 sind dann ein paar kleine Trickfilme entstanden, die mir Papa vor geraumer Zeit mal als Datei geschickt hat. Er hat das einfach mit einer Kamera von der Wand abgefilmt, deshalb entält die Aufnahme nostalgische Staubflusen und das originale Projektorknattern. Das Geräusch löst Kindheitserinnerungen aus.

Die verlinkten Filmschnipsel zeigen eine Stadt aus Bauklötzen, Papas Modellflugzeuge, kleine Männchen aus den Toasties-Packungen und ein lustiges Lego-Auto. Dann einen Stift, der etwas gezeichnet hat, was man aber nicht erkennen kann, weil das überbelichtet ist. Als Tiernarr habe ich natürlich meine Zootiere mit einer Holzeisenbahn herumtransportiert. Ein schwarzer Hund jagt ein Schaf.

Dann hatte ich ein Gummipferd mit Drahtgestell, das eigentlich ideal für Stop-Motion-Filme gewesen ist, allerdings sieht man sehr deutlich, bei welchen Passagen mir mein Papa geholfen hat, und wo ich selbst experimentieren durfte. Mit den Magnetbuchstaben habe ich auch comic-haft das Gebellte an die Tafel geschrieben. Der schwarze Hund war auf der Suche nach Freunden (ich Sonderling irgendwie auch immer). Anscheinend habe ich auch ein Lego-Fabuland-Auto besessen. Daran kann ich mich gar nicht erinnern.

Dann habe ich eine Verkehrsstudie mit Straßenbahn (ich habe sie erst viel später als Zuagroaste "Tram" genannt) und allerlei Fahrzeugen an einer großen Kreuzung erstellt und eine Bewegungsstudie mit meinem Barbiepferd "Isara" ("die Reißende"). Da die Gelenke relativ natürlich beweglich waren, ist mir Schritt, Trab, Galopp und Pass recht gut gelungen. Am Ende hat Isara noch ausgeschlagen und ist gestiegen. Zum Schluss musste ich den Film noch vollkriegen und wollte nochmal was Zeichnen, da hat der Film dann aber nicht mehr gereicht.

Zum Abspielen clicken :-)

Und jetzt bin ich mal wieder überhaupt nicht überrascht, wie menschenverachtend so mancher Politikabschaum ist.

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09.01.2012 13:02 Clicks: 788949

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