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Samstag, 28. Mai 2016 23:48

Legoland - Star Wars Tage

Heute waren wir mal wieder im Legoland zu den Star Wars Tagen. Die Jungs waren auch dabei, obwohl sie sich nicht mehr erinnern konnten, dass ich sie gefragt hatte, ob sie mitkommen wollen, als ich vor Monaten die Tickets gekauft habe. Aber es ist trotzdem auch für sie ein schöner Tag geworden. Nicht nur, dass das Wetter absolut spitze war und ich diesmal nicht vergessen hatte, mich einzuschmieren, gab es auch wieder viele tolle Sachen zu sehen.

Bis auf die Kuka-Roboter-Fahrt in der Hero Factory haben wir aber nichts geschafft, kein Ninjago, keine Wasserfahrt, nichts. Das Programm war so dicht gepackt, dass wir nur Star Wars geschafft haben. Als erstes war die Parade dran. Es ist einfach grandios anzusehen, wie diese Mengen an Stormtroopern an einem zu Star Wars Musik vorüberziehen. Es waren auch unheimlich viele Kinder dabei. Und drei Darth Vader. Insgesamt waren über 250 Kostümierte da, die meisten wohl von der 501st German Garrison. Die Kostüme kann man z.B. bei maskworld.com kaufen, oder bei MovieFX sonderanfertigen lassen. Man kann sie sich aber natürlich auch mit viel Liebe zum Detail selbst basteln. Wäre ich doch nur Zeitmillionär :)

Nach der Parade waren wir in der Arena und haben viele schöne Fotos geschossen, ich mit der kleinen Ixus und Florian mit der großen Kamera. Anschließend war dann die Show vom Saberproject. In der Choreographie steckt unheimlich viel Arbeit, denn die Kämpfe sind wirklich sehr rasant. Dabei geht auch mal ein Lichtschwert zu Bruch, aber dafür liegen am Rand der Bühne mehrere Ersatzschwerter bereit, die dann einfach schnell ausgetauscht wurden. Der absolute Hammer! Und das hat auch den Jungs gefallen.

Auf dem Weg zu den Studios haben wir noch kurz das Imperium der Steine besucht, aber konnten die wunderschönen Bauten nicht genügend würdigen. Im Miniland konnten wir dann die neuen Hochhäuser bewundern. Allerdings ist es irgendwie schon schade um den Flughafen, der so viele liebevolle Details hatte. Die Hochhäuser sind dagegen fast langweilig. Dafür war der Star Wars Film wirklich sehr süß gemacht und lustig. Das war dann aber auch schon der letzte Programmpunkt, bevor der Park schloss. Ein toller Tag!

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Dienstag, 17. Mai 2016 18:18

FedCon XXV

Das Pfingstwochenende haben wir in Bonn auf der FedCon XXV verbracht. Wir hatten uns relativ spät angemeldet, da wir die meisten angekündigten Gäste bereits kannten. Aber als ich erfahren habe, dass George Takei kommen würde, haben wir uns spontan doch noch entschlossen, auf die FedCon zu fahren. Leider gab es da keine Wochenendtickets mehr, so dass ich behelfsmäßig drei Tagestickets gekauft habe. Leider hatte ich nicht bedacht, dass bei Tagestickets in den Hauptsaal unter Umständen der Einlass verwehrt werden könnte, wegen Brandschutz und so. Falls wir uns nochmal so spät entschließen sollten, dann würde ich erst mal ins Forum schauen, ob nicht jemand sein Ticket verkauft.

Da erstmal keine Streiks zu befürchten waren, haben wir sogar Lufthansa gebucht. Unser Flieger am Freitag Abend hatte leider etwas verspätet und wir mussten auf dem Rollfeld einsteigen. Gewohnt haben wir im Parkhotel am Kurpark Bad Godesberg, wo vor Kurzem ein 17jähriger zu Tode geprügelt worden ist. Das Hotel war sehr schön und hatte ein tolles Frühstück. Auf dem Weg von der U-Bahn zum Hotel sind eine Menge arabische Geschäfte. Teilweise steht überhaupt kein weiterer deutscher oder englischer Text dabei, da man offensichtlich unter sich bleiben möchte. Das ist nicht schön.

Den ersten Vortrag von Hubert Zitt über 50 Jahre Star Trek haben wir leider verpasst, da es Probleme mit Florians erstem Tagesticket gab und wir uns noch einmal anstellen mussten. Als wir dann fertig waren, war der halbe Vortrag bereits vorbei und der Hauptsaal natürlich proppevoll. Da kamen keine Tagesticketinhaber mehr rein.

George Takei hatte nicht abgesagt und wir kamen als Tageskartenbesitzer kurz nach Beginn seines Panels auch auf die Empore. Er erzählte heartbreaking stories von jungen Menschen, die von ihrer Familie verstoßen wurden, nur weil sie schwul oder lesbisch sind. In den 60iger Jahren war es Gene Roddenberry noch nicht möglich, dieses Thema in Star Trek anzugehen, da die Serie auch so schon ständig bedroht war, abgesetzt zu werden, da sie andere heiße Eisen anfasste. So wurde die Folge Platos Stepchildren, in der Captain Kirk Uhura küsste, was der erste interracial Kuss im Fernsehen war und die Folge deshalb in vielen Staaten nicht ausgestrahlt wurde. George Takei ist ein großartiger Mensch!

Auf William Shatner angesprochen, meinte er, dass er ihn zu seiner Hochzeit mit Brad eingeladen hatte, aber er sich nicht gemeldet, nicht abgesagt hatte und natürlich auch nicht erschienen war.

Die Kostüme waren wieder großartig. Es lief sogar ein Gamorreanischer Krieger herum (die Schweinewache von Jabbas Palast). Leider hatte ich da meine Kamera zu spät gezückt. In den Händlerräumen haben wir diesmal leider (oder zum Glück) nicht so viel entdecken können, was uns gefiel. Florian hat bei Fantasie und Raum seine vorbestellte Classic-Phaser-Bauchtasche abgeholt. Ansonsten haben wir nur den Jungs ein paar T-Shirts mitgebracht. EMP hatte vor allen Dingen Star Wars Stuff dabei, dabei hätte ich mir zu gerne mal ihr Sortiment von Queen of Darkness angeschaut.

Ein paar bekannte Gesichter haben wir natürlich auch getroffen. Aber so wie früher ist es nicht mehr. Einerseits hatte ich mich darüber gefreut, dass auch viele junge Leute wie meine Jungs Interesse an Star Trek haben und sich auf der Convention tummelten, aber das Confeeling, das innerhalb von nur drei/vier Tagen mal das Gehirn freigeblasen hat, wollte nicht so richtig aufkommen. Das hatte auch mit dem Frust über die Tagestickets zu tun, aber auch damit, dass mir mittlerweile das Maritim in Düsseldorf fast besser gefällt, auch wenn ich mich etwas an die kühlerer Athmosphäre dort erst gewöhnen musste. Und dann werde ich auch nicht jünger und bin trotz fast acht Stunden Schlaf und einigen Energy Drinks dauernd müde gewesen.

Am ersten Tag waren wir in Classic gegangen. Ich hatte mir auch irgendwann meine Öhrchen angeklebt. Am zweiten Tag dann TNG, Florian als Vulkanier und ich als Trill. Und am dritten Tag hatte ich die First Contact Uniform an, die nun aber leider wirklich ausgedient hat. Für so wunderschöne Kostüme fehlt mir einfach die Zeit und die Muse. Aber vielleicht können wir zumindest mal als Lily und Herman Munster rumlaufen?

Am witzigsten war der laufende Earl Grey Teebeutel. Am beeindruckendsten die Transformer, die aber professionelle Kostümbauer (AJdesigns.de) waren, so dass ich es schon ein wenig unfair fand, dass sie beim Kostümwettbewerb antraten. Denn da hatten die zum Teil wirklich tollen, anderen Kostüme keine Chance mehr, zumindest die Gruppen nicht. Am häufigsten war gefühlt Rey und mit und ohne BB8 in verschiedenen Farbvarianten vertreten. Es gab sogar eine klingonische Hochzeit, die haben wir aber fast verpasst.

Am ersten Tag holten wir uns auch unsere Autogramme von Karl Urban (das ich in Frankfurt nicht geholt hatte) und von George Takei. Auch hier kam man als Tagesticketbesitzer erst gegen Ende rein. Aber wenn man bezahlt hatte, dann bekam man natürlich auch sein Autogramm. Walter Koenig war kurz aufgestanden und hatte ich sie lange Schlange angeschaut. Und sich dann an den Kopf gegriffen, weil er noch so viele Autogramme schreiben musste.

Orion hatte auch seinen 50. Geburtstag gefeiert und wurde am Sonntag in einem zweiten Vortrag von Hubert Zitt gewürdigt. Es gab sogar eine extra Ausstellung mit Spitzern und dem berühmten Bügeleisen.

Außer George Takei und Hubert Zitt hatten wir auch noch Terry Farrell angeschaut. Sie ist frisch geschieden und war sehr gut drauf. Vielleicht bringt sie das nächste Mal ihren Sohn Max mit. Julie Benz haben wir auch gesehen (Dexter, Defiance). Sie hat Kaugummi gekaut. Das finde ich etwas daneben. Eigentlich wollten wir noch einmal Karl Urban anschauen, obwohl wir ihn schon in Frankfurt auf der Destination gesehen hatten, aber obwohl ich die Programmänderung fotografiert hatte, habe ich sie nicht gelesen, ich Dummie.

Dafür haben wir uns William Shatner noch einmal angetan. Auf der Opening Ceremony hat Chase Masterson wohl versucht, George Takei neben William Shatner zu stellen, doch der ist dann einfach von der Bühne gegangen. Es hat sich sogar jemand getraut zu fragen, wieso er und George Takei sich so uneins sind. Darauf erzählte William Shatner seine Version, dass George Takei seit fünfzig Jahren immer wieder erzählen würde, dass es schwierig sei, mit William Shatner zusammenzuarbeiten und er damit seinen Ruf schädigt. Ich fürchte, dass wir die beiden in diesem Leben nicht mehr zusammen bringen werden.

Beim Kostümwettbewerb werden keine Showeinlagen mehr gezeigt, sondern jeder führt lediglich sein Kostüm vor und bekommt vom Moderator ein paar Fragen gestellt. Die Transformer waren großartig, aber auch die anderen Kostüme haben mir gefallen und es steckt so viel Arbeit und Herzblut drin, dass ich es wirklich schade fand, dass es nicht noch mehr Preise für Gruppen zu vergeben gab, dann hätten vielleicht auch noch andere einen Preis mit nach Hause nehmen können, die nicht alleine aufgetreten waren.

Am letzten Tag haben wir uns Marina Sirtis angeschaut. Sie ist eine super Stimmungskanone und erzählt immer ganz viele "true stories". Im Zuschauerraum haben wir dann ein paar Leute beobachtet, wie sie Star Trek Online oder Nintendo gespielt haben. Damit James Morrison nicht so alleine ist, hat sich Chase zu ihm gesetzt und ihm Fragen gestellt, wenn aus dem Publikum keine mehr kamen. Danach war Walter Koenig noch einmal auf der Bühne. Ob es seine letzte Con in Deutschland/Europa ist? Wir werden alle nicht jünger, nicht wahr? Robert Beltran und Ethan Phillips haben dann noch einmal richtig Stimmung gemacht. Und Connor Trinneer ist auch ein sympathischer Kerl.

Die Closing Ceremony war mit den Siegerehrungen für die Zuschauer-Award-Kostüme, Modellbauten und Kunstwerke und anschließendem Aufmarsch aller noch verbliebenen Schauspieler sehr lustig gewesen. Danach mussten wir aber schnell los, damit wir unseren Flieger nicht verpassen. Ich werde dann immer nervös. Lieber bin ich zwei Stunden früher am Flughafen und esse dann noch irgendetwas sündhaft Teures, bevor ich den Flieger verpasse.

Die FedCon war schön. Aber ich vermisse das Confeeling. Immer noch. Ich wünschte, ich könnte sagen "Nach der Con ist vor der Con", denn es zieht mich nicht mehr so hin wie früher. Mal sehen, welche Gäste noch kommen und ob andere Cons wieder dieses Gefühl in mir wecken können. Oder habe ich einfach schon zu viel gesehen? Oder werde ich alt? Oder sind meine Erwartungen zu hoch? Mal sehen...

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