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Samstag, 23. Juli 2016 23:48

Star Trek Beyond

Wir haben den Film bereits das zweite Mal gesehen, da wir das Glück hatten, die Pressevorführung bereits am Montag zu sehen, um eine Kritik zu schreiben. Ich hoffe, die ist nicht zu negativ.

Achtung, Spoiler

Mir hat der Film druchaus gefallen. Aber ich hatte schon früher bemängelt, dass es für die Filmemacher (egal ob Star Trek oder anderes Fantastik-Genre) immer schwerer wird, neue Geschichten zu erzählen und sich neue Dinge einfallen zu lassen, die man so noch nie im Kino gesehen hat. So ist der Notruf, der in die Falle lockt, schon oft vorgekommen. Häuser kopfüber haben wir in Inception bereits gesehen und werden es in Doctor Strange wieder sehen. Eine Bruchlandung eines Raumschiffs auf einem Planeten gab es auch schon. Verbitterte Bösewichte auf einsamen Planeten zurückgelassen gab es auch schon (Khan). Die Falle von Jaylah erinnerte an das Bernstein von Fringe. Das sich der Feind wie ein Schwarm verhält, gab es auch schon. Die Waffe erinnerte ein wenig an Replikatoren aus Stargate. Und so weiter und so fort.

Aber ist das schlimm? Nein. Der Film kombiniert das alles zu einer neuen Story, die zwar nicht gerade vor intelligenten Windungen trotzt, aber einfach nur Spaß macht. Und Jaylah ist so ein absolut sympathischer Charakter, sie muss man einfach lieben.

Die meisten Figuren haben auch ihren Part, auch wenn sich natürlich in erster Linie auf das Triumphat Kirk - Spock - Pille konzentriert wird. Und Star Trek lebt auch, wie in Sulu, der eben mit einem Mann verheiratet ist und eine Tochter hat. Oder dass alle zusammenhalten und niemanden zurücklassen, egal von welchem Planeten sie kommen. Oder dass man auch fremden hilft und nicht gleich misstrauisch ist.

Ich werfe den neuen Star Trek Filmen gerne vor, dass sie zu sehr Mainstream sind. Aber ist das wirklich negativ? Ich denke: Nein! Denn so wird ein junges Publikum erreicht, dass vielleicht auf die alten Serien neugierig gemacht wird und nicht nur gut unterhalten werden möchte, sondern auch auf die Werte, die ich unter meinen Trekkie-Freunden immer wieder finde, aufmerksam gemacht wird.

Vielleicht bin ich ein Gutmensch oder unverbesserlich, weil ich auch in der heutigen Zeit trotz regelmäßigem Nachrichtenlesen an eine positive Zukunft glaube, aber ich möchte es nicht anders.

Fazit: Anschauen! Er ist unterhaltsam, zeigt beeindruckende Bilder und ist witzig! Und wer mag, kann auch ein wenig Star Trek Feeling zulassen!

Und ganz ehrlich: Ich bin so froh, dass kein Vulkan in die Luft gesprengt wurde oder so eine bescheuerte, rote Materie vorkam. Orci, Kurtzman und Abrams, bitte lasst in Zukunft die Finger von Star Trek!

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Freitag, 15. Juli 2016 19:48

Independence Day 2 (3D)

Wir haben uns Independence Day 2 angeschaut. Er war wie zu erwarten war ein gigantomanischer Emmerich, witzig und unterhaltsam. Leider ist es aber so, dass ich immer mehr übersättigt bin von diesen FX-Schlachten. Ich würde gerne mal wieder einen Film sehen wie "Ziemlich beste Freunde".

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Mittwoch, 13. Juli 2016 18:13

Sportlerkind - Tommy & Werner Krappweis

Glücklicherweise hatte ich nicht ganz so ehrgeizige Eltern. Papa Werner wollte aus Tommy einen Spitzenrennradler machen, das hat aber nicht so ganz geklappt, weil der Bua lieber Lustige Taschenbücher las und Lego baute. In kleinerem Maßstab kann ich das auch gut nachvollziehen. Meine Eltern gingen immer wandern. Ich fand das sowas von öde. Meistens stellte ich mir vor, ich wäre ein Pferd oder ritte ein solches. Dann war das erträglicher. Aber ein Wanderer ist aus mir nicht geworden. (Aber ein Wanderreiter.)

Die meist abwechselnd geschriebenen Kapitel von Vater und Sohn sind sehr vergnüglich zu lesen. Jeder hat seinen Standpunkt und vertritt ihn hier. Trotzdem lieben sie sich. Schöner kann es eigentlich nicht sein.

Für mich persönlich war dieses Buch auch eine kleine Reise in die Vergangenheit. Denn ich bin auch in Neuperlach aufgewachsen. Daher kenne ich viele Orte: Die Kafkaschule, die Ori, das Schulzentrum Nord, wo ich das Gymnasium besuchte, Tommy aber mit der Schulband und seinen lustigen Flausen im Kopf bekannt war wie ein bunter Hund. Mir wurde nie die Fresse poliert, weshalb ich eigentlich überwiegend gute Erinnerungen an diesen Stadtteil habe. Das mag aber daran gelegen haben, dass ich ein Mädchen war. Ich wurde eher plump angebaggert. Und mir wurde auch nur einmal ein Fahrrad gestohlen. Und ich finde es auch heute noch bemerkenswert, dass wir die einzigen damals in dem Hochhaus waren, deren Keller nicht mit ein paar Holzlatten eingefasst und mit einem schnöden Vorhängeschloss gesichert war, sondern eine Ziegelmauer mit Stahltür besaß. Aber mein altes DDR-Rad hätte da auch niemand rausholen wollen.

Fazit: Ein vergnüglicher Lesespaß für Jung und Alt. Und vielleicht auch ein wenig sowas wie ein Erziehungsratgeber ;-)

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