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Mittwoch, 29. Dezember 2010 19:52

Magic Misch Masch bei Krist und Münch

Gestern haben wir einen sehr schönen Abend verbracht. Zuerst waren wir im Wirtshaus am Sendlinger Tor, wo wir lecker zu Essen bekamen. Nach meinen Rahmschwammerln mit Semmelnknödeln hatte ich natürlich erst einmal Kußverbot ;-)

Anschließend sind wir zu Krist und Münch gegangen. Für den Magic Misch Masch hatten wir Karten zu Weihnachten bekommen. Im stilvollen Foyer konnte man noch einen Prosecco genießen, oder sich einfach nur unterhalten. Jörg Alexander suchte sich jemanden aus und verschwand die Treppen nach oben. Wir waren gespannt, was da in die Show eingebaut werden würde.

Die Show war einfach nur genial. Meine Jungs saßen wie hypnotisiert auf ihren Stühlen. In dem winzigen Theater ist man hautnah dabei, wie die Zauberkünstler ihre Kunststücke vorführen. Manche kennt man, aber bei den Meisten habe ich einfach nur gestaunt und nicht den blassesten Schimmer, wie die das gemacht haben.

Die Sache mit der Kombination für das Zahlenschloss erraten ging leider schief, aber dafür hat Jörg Alexander erraten, dass ich die Sonnen-Karte gezogen hatte und in Gedanken die Sonne nachgemalt hatte. Man braucht schon eine besondere Beobachtungsgabe, wenn man auf winzigste Details achten kann und so Rückschlüsse auf die gezogene Karte ziehen kann. Faszinierend! Und ausgerechnet eine Sonne hatte ich gezogen, wo mein Spitzname doch Sonnenstrahl ist :-)

Ich kann die Zaubershow nur empfehlen. Allerdings muss ich auch eine Warnung aussprechen. Wer sich den Magic Misch Masch anschaut, wird Blut lecken und mehr wollen! Wir sind auch schon am überlegen, mit wem wir das nächste Mal hingehen könnten :-)

Meine Jungs waren so begeistert, dass sie heute den ganzen Tag mit Karten gespielt hatten, ein paar Zauberutensilien gebastelt haben und mir nachmittags dann eine Privatvorführung gaben.

Themen: Familienbande | unterwegs
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Donnerstag, 23. Dezember 2010 19:16

Exponentialdrift - Andreas Eschbach

Und wieder hat mich ein Roman von Andreas Eschbach verschluckt, durchgekaut und nach relativ kurzer Zeit wieder in die Realität ausgespuckt. Diesmal war es [Unser Amazonstore: ] Exponentialdrift [/Amazonstore Ende]. Als ich das Vorwort von FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher las, fand ich die Idee, einen Fortsetzungsroman für eine Sonntagszeitung zu schreiben, ... nun ja ... interessant. Aber schon im ersten Kapitel spürte ich, wie Andreas Eschbach mich in den Bann zog und nicht mehr loslies. Nach vier Jahren wacht Bernhard Abel aus einem Koma auf - vor laufenden Kameras...

Es war um mich geschehen. Zwischen den dreiseitigen Kapiteln waren die Hauptschlagzeilen der entsprechenden Woche zu lesen, so dass man ein Gefühl dafür bekam, in Welcher Zeit der Roman handelte. Es war kurz nach 9/11, während der Euroeinführung und der PISA-Studie. Und ich war verdammt froh, dass ich nicht Woche um Woche auf die nächste Ausgabe der Sonntagszeitung warten musste, sondern einfach weiterlesen konnte.

Zwei Handlungsstränge wurden miteinander verwoben. Zum einen die der Außerirdischen, die sich der Körper von Apallikern bemächtigten, um sich unter die Menschen zu mischen, und die vier Verschwörer, die mit einem genialen Coup versuchen, die Menschheit zu retten. Doch dann kam das Ende mit einer interessanten Wendung und einem Paukenschlag, der einen fahlen Geschmack hinterließ. Wie, war das etwa schon alles?

Darüber war ich auch insofern überrascht, da das Buch eigentlich noch viele Seiten hatte. Und auf diesen Seiten befand sich ein unglaublicher Schatz, nämlich das Nachwort von Andreas Eschbach höchstpersönlich im wahrsten Sinne des Wortes, denn auf diesen Seiten gibt er nicht nur tiefe Einblicke in die Entstehungsgeschichte eben dieses Romans, sondern man lernt den Menschen Andreas Eschbach ebenfalls etwas kennen.

Viele Gedanken, die mir bereits beim Lesen des Buches kamen, las ich nun hier als die Gedanken von Andreas Eschbach, was mich in hohem Maße erstaunte. Ich kann mir dies nur damit erklären, dass wir wohl soetwas wie Seelenverwandte sein müssen - bis zu einem gewissen Grad, versteht sich, denn wir kennen uns schließlich nicht persönlich.

So erklärte er zum Beispiel, weshalb der Fortsetzungsroman mit Kapitel 42 endete, wie schwierig es war, sich in 3-seitigen Portionen auszudrücken und weshalb der Roman auch zu so einem plötzlichen Ende gekommen war. Er hätte gerne weitergeschrieben, genauso wie ich gerne weitergelesen hätte. Aber andererseits lässt so ein Roman, der wie ein Spotlight hin und wieder ein Licht auf die Protagonisten wirft, sehr viel Platz für Phantasie und eigene Überlegungen zum Handlungsstrang. Ich muss mich einfach daran gewöhnen, dass mir in einem Roman nicht unbedingt jedes Detail vorgekaut wird.

Außerdem lernt man Andreas Eschbach auf diesen köstlichen Seiten als Fußball-Banause kennen. Besonders amüsiert habe ich mich über seine Beschreibung, wie er sich durch das Fernsehprogramm gezappt hat, was mich wieder in meiner Meinung bestärkt hat, auch dann keinen Fernseher mehr anschaffen zu wollen, wenn die haushaltsabhängige Medienabgabe eingeführt worden ist. Er bedankt sich in gewisser Maßen für die "Geschenke des Zufalls", wie er es nennt. Das ist mein Konzept der "Bestellungen beim Universum", nur dass meine Wortwahl etwas esoterisch-durchgeknallt klingt.

Und in einer Sache möchte ich Andreas Eschbach tausendfach unterstreichen und beipflichten. Nämlich dass sein Roman [Unser Amazonstore: ] Eine Billion Dollar [/Amazonstore Ende] "jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten" etwas angeht, insbesondere Banker, Börsenmakler und Aktionäre.

Fazit: Auch wenn der Roman unglaublich plötzlich aufhört und die Handlung durchaus das Potential zu einem 700-Seiter gehabt hätte, ich mich immer noch frage, wieso der Außerirdische im Körper des Menschen es für so überaus wichtig gehalten hatte, "das Gleichgewicht zu halten", ist er mal wieder absolut lesenswert, ganz besonders natürlich auch wegen dem umfassenden und persönlichen Nachwort von Andreas Eschbach.

Thema: Bücher
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Donnerstag, 16. Dezember 2010 20:19

Girl in the Cellar - Allan Hall und Michael Leidig

Dieses Buch ist nicht bei Amasonne erhältlich. Man bekommt es vielleicht über britische Händler bei ibäj. Warum? Es wurde in Deutschland und Österreich verboten. Ich hatte es kurz vor dem Verbot bestellt, daher wurde ich noch beliefert. Aber irgendwie lag das Buch dann ungelesen im Schrank - jahrelang.

Natascha Kampusch wollte nicht, dass dieses Buch veröffentlicht wird. Und irgendwie dachte ich mir, sie wird dafür einen guten Grund haben. Daher hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich dieses Buch überhaupt besaß.

Nachdem ich aber die Geschichte mit Natascha Kampuschs eigenen Worten gelesen hatte, kramte ich dieses Buch doch wieder hervor und las es.

Im Grunde genommen gibt es darin nicht viel Neues zu lesen. Es ist ein Sammelsurium an Erkenntnissen, die bereits in diversen Zeitungen zu lesen gewesen waren. Immer wieder unterbrochen durch Interviews von Leuten, die Natascha Kampusch kannten, ihren Eltern, ihr selbst und Leuten, die behaupteten, sie zu kennen. Und immer wieder wird spekuliert oder der Leser aufgefordert zu spekulieren.

Wenn ich Natascha Kampusch gewesen wäre, hätte ich dieses Machwerk wohl auch verboten. Allerdings hat wohl der berühmte Reiz des Verbotenen dazu geführt, dass es wohl mehr Leute gelesen haben, als es gelesen hätten, wenn es nicht verboten worden wäre. Das nennt man dann wohl den Streisand-Effekt ;-)

Jedenfalls finde ich es unmöglich, dass man der Mutter unterschwellig unterstellt, dass sie etwas mit dem Täter Priklopil zu tun gehabt hätte. Oder dass Natascha Kampusch mit ihm eine Liebesbeziehung gehabt hätte, ihn deshalb nicht verlassen wollte und viele Gelegenheiten zu fliehen ungenutzt verstreichen hat lassen. Über die erwähnten Hasstiraden im Internet bin ich auch nie gestolpert, und wenn, dann hätte ich wohl nur den Kopf geschüttelt über diese Trolle.

Es wurden auch die wildesten Vermutungen angestellt, was für ein Monster Priklopil wohl gewesen war und dass er zu einem Kinderpornoring gehört hätte. Warum sonst sollte Natascha Kampusch sich nicht über ihre sexuelle Beziehung mit ihm äußern wollen? Wenigstens kommt sie in dem Buch diesbezüglich selbst zu Wort und sagt es mit unglaublicher Klarheit und Deutlichkeit:

"Ich frage andere Leute auch nicht, was zwischen ihnen in den letzten acht Jahren passiert ist. Diese Leute können nichts daran ändern und sie können mir auch nicht helfen - also fragen sie nur aus reiner Neugierde."

Das ist es wohl... Die Menschen sind sensationslüstern und indiskret. Sie glauben, alles über Menschen erfahren zu dürfen, die im Rampenlicht stehen, ohne Rücksicht auf ihre Privatsphäre. Natascha Kampusch hat aber ein Recht darauf, dass ihre Privatsphäre geschützt bleibt. Und wir sollten ihr dankbar sein, dass sie uns an so viel ihrer Gefangenschaft teilhaben hat lassen, an ihrer enormen Stärke und Willenskraft.

Fazit: Wer die Geschichte in der Presse verfolgt hat, wird in diesem Buch keine neuen Informationen finden, sondern nur wage Vermutungen. Wer wissen will, was wirklich geschah, sollte das Buch [Unser Amazonstore: ] 3096 Tage von Natascha Kampusch [/Amazonstore Ende] lesen.

Thema: Bücher
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Dienstag, 7. Dezember 2010 19:19

Megamind

Am Sonntag waren wir mal wieder im Kino. Der Film Megamind ist eine Homage an Superman. Daher hießt die Stadt auch Metrocity (statt Metropolis) und die Reporterin Roxanne Ritchi (statt Lois Lane).

Story: Was passiert, wenn es dem Bösewicht gelingt, den guten Superhelden zu besiegen? Richtig, ihm wird langweilig.

Megamind ist sehr witzig. Ich musste ständig an Michael Schumacher denken, weil er so ein laaaaanges Kinn hat. Die Figur wandelt sich im Laufe der Zeit, was ein wenig an den Plot von "Ich, einfach unverbesserlich" erinnerte. Der Fischkopp hatte auch den Namen Minion, genau wie der genmanipulierte Mais aus "Ich, einfach unverbesserlich"... Und die Evil Bank (ehem. Lehman Brothers) war hier der Gegenspieler Tighten, dessen Name der einzige war, bei dem die Rechte noch frei waren.

Meine Lieblingsszene war die, als die Reporterin und Megamind den ehemaligen Unterschlupf von Metroman aufsuchten. Warum, wird nicht verraten. Aber vielleicht habe ich auch nur deshalb so viel gelacht, weil vorher im Kino Glühwein verteilt wurde ;-)

Themen: Patchwork-Familie | Kino
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