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Donnerstag, 12. März 2009 23:48

Nicht von schlechten Eltern

Heute war es mal wieder so weit. Wir, d.h. mein Schatz Florian, meine Schwiegermutter in Lauerstellung und meine Mama haben ihre Weihnachtsgutscheine bei mir eingelöst und wir sind zu Claus von Wagner gegangen, um sein neues Programm "3 Sekunden Gegenwart" in der Lach- und Schiessgesellschaft anzuschauen. Das war mal wieder großartig, eine direkte Fortsetzung von "Im Feld", denn seine Freundin, mittlerweile Ex-Freundin Penthiselia... Leute, schaut es euch selber an!!! Allerdings ist die Show diese Woche restlos ausverkauft.

Vielleicht nur so viel: Er bleibt seinem Stil treu, dass er vordergründig die Geschichte eines ganz normalen Menschen erzählt, der so seine kleinen Problemchen hat, aber dann immer wieder ausschweift, um über die Politik und die Bankenkrise und über den Klimawandel zu wettern. Dabei bezieht er sich immer wieder gerne auf Pointen, die er bereits gebracht hat, also immer schön zuhören ;-) Und es gibt einen gigantischen Showdown, in dem er von Rolle zu Rolle wechselt und wortgewaltig die Zuschauer in seinen Bann zieht.

Etwas nachdenklich gestimmt hat mich die Stelle, an der er über Hauptschulen und Gymnasien gesprochen hat... Ein Zeichen?

Im Anschluss blieben wir noch einen Augenblick da, nicht um eine CD zu kaufen, denn die haben wir beide schon, sondern um ein Groupiefoto zu machen ;-) und ein paar Worte zu wechseln. Claus von Wagner trug einen Schal. Ob das noch die letzten Auswirkungen seiner Kehlkopfentzündung war, wegen der er im November nicht auftreten konnte? Ich fragte ihn, wieso er seinem Literarischen Ich (ein paar Kabarett-Besuche sind fast ein Germanistikstudium) Isaak Nix nicht treu geblieben ist und die Figur nun Joachim Wagner heißt ("Im Feld" hatte das Literarische Ich überhaupt keinen Namen). Er meinte, dass Isaak Nix zu sehr Kalauer wäre. Dabei fand ich den Namen so genial. Wir werden Claus von Wagner auf jeden Fall treu bleiben.

Sandra und Claus von Wagner

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Mittwoch, 11. März 2009 20:29

DVD: Sharkwater

Eigentlich wollte Rob Stewart nur eine Dokumentation über den wunderbaren Fisch drehen, den es schon seit 400 Millionen Jahren auf unserem Planeten gibt: SharkWater. Der Hai, ein wichtiges Glied in der Nahrungskette, ist nicht nur ein Überlebenskünstler, sondern ohne ihn würden wir wohl weniger Sauerstoff zum Atmen haben. Denn der Hai dezimiert die Planktonfresser, und wenn sich Planktonfresser unkontrolliert vermehren würden und das Meer leerfressen würden, wäre eine wichtige Sauerstoffproduktionsstätte unseres Planeten in Gefahr.

Doch während der Dreharbeiten wurde Rob Stewart Zeuge vom grausamen Sharkfinning. Was wie eine Sportart klingt, ist nichts anderes als das brutale Fangen aller möglichen Haiarten, das Abschneiden ihrer Flossen bei lebendigem Leib (!) und das Zurückwerfen des blutenden, jeder Überlebenschance geraubten Körpers in das Meer. Millionen Haie werden jedes Jahr Opfer dieser furchtbaren Geldmacherei, denn in einigen Ländern zählt Haifischflossensuppe (100 Dollar pro Teller) als Delikatesse. Es geht nur um's Geld. Und den meisten Menschen ist das egal, denn Haie haben keine Lobby, Haie haben kaum Fans und sie haben einen denkbar schlechten Ruf.

Doch wer diesen Film gesehen hat, der kann unmöglich die Augen vor den Qualen dieser wunderschönen Tiere verschließen, die sie für ein paar geschmacklose (!) Einlagen in Hühner- oder Rinderbrühe erleiden müssen. Unglaublich, wie Rob Stewart nahezu zärtlich einen Hai streichelt, der von ihm mit Fischen gefüttert wird. Oder wie er am Schluss ohne jeglichen Schutz nur mit Badehose, Flossen und Taucherbrille/Schnorchel bekleidet zwischen vielen Haien schwimmt, ohne dass diese den geringsten Versuch unternehmen, von ihm zu "kosten". Auch in Rob Stewart haben diese Bilder etwas bewirkt und er versteht es, dieses Entsetzen und die Faszination auch im Zuschauer hervorzurufen.

Dennoch möchte ich erwähnen, dass die Idee, dem Hai eine Lobby zu geben, nicht neu ist. Auch das Ehepaar Ron und Valerie Taylor, die als erstes mit weißen Haien ohne Käfig schwammen, und die Autoren Hans Hass und Irenäus Eibl-Eibesfeldt versuchten dies im Jahr 1986 mit ihrem Buch Wie Haie wirklich sind.

SharkWater ist keine schöne Dokumentation mit gewaltigen Naturaufnahmen geworden. Es ist eine Dokumentation von der Ungeheuerlichkeit und Grausamkeit der Menschheit geworden. Und - nebenbei bemerkt - versteht es der junge und durchaus gut gebaute Rob Stewart, sich selbst in Szene zu setzen. Also wer gerne Haie mag oder wer gerne einen gutaussehenden, jungen Mann beim Tauchen beobachten möchte, der ist mit dieser DVD bestens bedient.

Themen: Filme | Wale, Delfine und Haie
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09.01.2012 13:02 Clicks: 145934

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