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Donnerstag, 31. Dezember 2009 12:56

Mary Christmas

Gestern waren wir mal wieder im Deutschen Theaterzelt und hatten phantastische Plätze in der 6. Reihe zu Mary Christmas. Herrlich selbstironisch zieht Mary auch das Publikum durch den Kakao. Sie hat sogar Farid gefragt, wie er heißt, doch zunächst nur Harry verstanden, bis Farid seinen Namen buchstabiert hat. Als nach der Pause Noah auf seinem Platz saß (er hat einen leichter zu merkenden Namen), ist sie aber nicht nochmal auf das junge Publikum eingegangen.

Es war wirklich komisch. Und an einigen Stellen stimmte sie uns auch nachdenklich und traurig, wenn es um Obdachlose oder den Nahostkonflikt ging. Das ist auch Weihnachten. Nach der Pause ist es zwar nicht mehr so viel Kabarett wie vor der Pause und einige Witze kannte ich schon. Doch am Ende lässt Mary die Hüllen fallen und wird zu Georg Preuße, der auch ein paar private Einblicke in sein bewegtes Leben gibt.

Fazit: Absolut sehenswert!

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Dienstag, 29. Dezember 2009 19:12

Wo die wilden Kerle wohnen

Die Verfilmung eines meiner Lieblingsbücher meiner Kindheit Wo die Wilden Kerle wohnen ist insofern gut gelungen, dass die Musik sehr gut dazu passt und die Monster wirklich genau so aussehen wie im Buch. Ansonsten dachte ich mir irgendwie, dass die Drehbuchautoren ganz schön bekifft gewesen sein müssen. Irgendwie mussten sie das Buch, das man in 10 Minuten durchgelesen hat, natürlich aufbauschen zu einem abendfüllenden Kinofilm.

Florian hat es mir dann erklärt: Der Junge war egozentrisch und alles musste sich um ihn drehen. Bei den wilden Kerlen als König musste er einsehen, dass es nicht so einfach ist, alle glücklich zu machen, und was Verantwortung bedeutet. KW war wohl seine Schwester Claire, die lieber mit ihren Freunden rumhing statt mit ihrem kleinen Bruder. Und Carol, das war er selbst, mit seiner unbändigen, zerstörerischen Wut.

Am Ende sieht Max ein, dass man es nie allen recht machen kann. Und was für eine schwere Bürde Verantwortung sein kann. Und will ab sofort wohl ein braver Junge sein? Gut, dass wir die Jungs mit ins Kino geschleppt haben. Noah hat der Film gefallen. Farid trotz vorherigem Protest dann doch. Und ich weiß nicht so ganz genau, was ich von dem Film halten soll. Die wilden Kerle sahen zwar genau so aus, wie ich sie mir vorgestellt hatte, aber sie haben nicht so gehandelt. Alle haben sogar Namen bekommen, außer The Bull. Es ist wohl schwierig, so ein kurzes Buch zu verfilmen.

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Themen: Patchwork-Familie | Kino
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Sonntag, 27. Dezember 2009 13:15

Unberührt - Arne Hoffmann

Die Website ohne-erfahrung.de wurde wegen zu großem Erfolg geschlossen und anscheinend hat sich noch kein neuer Forenbetreiber gefunden. Die Zahlen schwanken zwischen 3-10% der erwachsenen Bevölkerung, die noch keinerlei Beziehungserfahrung haben, zum Teil sogar noch nicht einmal einen Kuss oder eine Umarmung erlebt haben.

Das ist wohl noch ein größeres Tabuthema, als wenn Leute SM-Spiele lieben oder Schuhfetischisten sind. Jedenfalls wird es kaum in den Medien thematisiert und anscheinend sind auch die meisten Therapeuten damit überfordert, da es hierfür keine wissenschaftlichen Untersuchungen gibt.

In diesem Buch [Unser Amazonstore: ] "Unberührt" trägt Arne Hoffmann [/Amazonstore Ende] einige Interviews von Menschen ohne Beziehungserfahrung zusammen, lässt Fachleute zu diesem Thema zu Wort kommen und gibt am Schluss einige Denkanstöße, die eventuell Lösungsmöglichkeiten anbieten könnten.

Ich sehe das so, dass es eben Menschen gibt, die schüchtern sind. Vielleicht sind sie auch körperfeindlich erzogen worden, weil ihre Eltern sich nie vor den Augen der Kinder berührt oder geküsst haben, vielleicht weil sie streng katholisch sind. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass sie nicht aussehen wie die Models und Schauspieler, die uns von Plakaten und Zeitschriften ständig anlächeln mit ihren perfekt weißen Zähnen und der makellosen Haut (Fotoshop sei dank). Vielleicht sind sie einfach introvertiert und zu selbstreflektiert. Solche Menschen haben es eben nunmal etwas schwerer, einen Partner zu finden.

Manchen gelingt es dennoch. Manche fallen durch das Raster und bleiben allein. Jahrzehntelang. Den Teufelskreis kann man wohl nur durchbrechen, indem man an sich arbeitet. Vielleicht sein Äußeres versucht zu verbessern durch gepflegtere Kleidung, vielleicht Sport, vielleicht Zahnpasta extraweiß, vielleicht Selbstbräuner, vielleicht einem Gang zum Friseur. Aber auch die Schüchternheit kann man überspielen, indem man bewusst versucht, auf andere Menschen zuzugehen. Und glaubt mir, ich weiß, dass das verdammt schwer sein kann.

Einen absoluten, ultimativen Tip für alle kann Arne Hoffmann auch nicht geben. Dazu sind wohl die individuellen Probleme zu unterschiedlich, die zu der langanhaltenden Beziehungslosigkeit geführt haben. Aber ich denke, dass dieses Buch vielleicht dazu beitragen könnte, dass ABs und ABinen die Dinge an sich selbst entdecken, die ihnen im Weg stehen, und damit anfangen könnten, diese aus dem Weg zu räumen, damit sie doch noch den Deckel finden, der auf ihren Topf passt. Und glaubt mir, es sind nicht alle Woks ;-)

Zwei Dinge fand ich besonders interessant:

  1. Die äußere Attraktivität von möglichen, zukünftigen Partnern wird als viel zu hoch bewertet. D.h. dass ABs sich nur verlieben, wenn der Gegenpart äußerst attraktiv ist. Dies spiegelt sich auch in der verbitterten Erkenntnis wieder, dass der politisch korrekte aber völlig blödsinnige Satz "es kommt auf den Charakter und nicht auf das Aussehen an" sich immer wieder eben NICHT bewahrheitet und die guten Charaktere auf der Kumpelschiene und nicht im Bett landen.

    Dieses Überschätzen der äußeren Attraktivität jedoch ist ein Überbleibsel aus der Pubertät, denn eigentlich sollte nur in dieser Phase des Austestens und Ausprobierens die körperliche Attraktivität im Vordergrund stehen. Im fortgeschrittenen Alter und mit größerer Lebenserfahrung spielt das eine untergeordnetere Rolle. Natürlich ist auch später das äußere Erscheinungsbild nicht vollkommen unwichtig, aber es ist eben das Gesamtbild, das sich aus Äußerlichkeiten und Charakter und anderen Merkmalen zusammensetzt, entscheidend, ob man einen Menschen anziehend findet oder nicht.

    ABs jedoch bleiben in dem Stadium der Pubertät stecken und legen viel zu viel Wert auf Äußerlichkeiten. Wenn dann gleichzeitig noch hinzukommt, dass man sich selbst in puncto körperlicher Attraktivität eher als Omega einstuft, dann ist ein Scheitern von Annäherungsversuchen von vornherein absehbar.

  2. Die zweite Erkenntnis betraf die Homosexualität. Die Betroffene erzählte, dass hier vor den ersten Annäherungsversuchen erst einmal eine Phase kommt, in der sich die Betroffenen selbst eingestehen müssen, dass sie anders ticken. Und wenn dann noch Schüchternheit und eine Abneigung zu Discos hinzukommt, ist es um so schwerer, einen Partner zu finden, da die Auswahl an potentiellen Partnern in der Gesamtbevölkerung nur etwa 5% ausmacht. Daran hatte ich vorher noch nie gedacht.

Ich selbst sehe mich zumindest als einen Menschen, der nicht leicht eine Partnerschaft eingeht. Viele Aspekte, die auf viele ABs zutrifft, treffen auch auf mich zu. So bin ich doch recht introvertiert, schüchtern, finde mich selbst oft unattraktiv, vor allen Dingen zu dick, habe hohe Ansprüche an potentielle Partner (gehabt, bevor ich Florian kennengelernt habe, der meinen Ansprüchen wundersamer Weise vollkommen entsprach), war zwischen den Partnerschaften immer sehr lange allein und konnte auch dann lange Zeit verliebt bleiben, wenn eigentlich nicht die geringste Chance auf eine gemeinsame Zukunft bestand. Trotzdem habe ich an manchen Dingen an mir selbst arbeiten können, mich nicht mit weniger zufrieden gegeben, als ich haben wollte, nur um nicht mehr allein zu sein, und im entscheidenden Moment habe ich all meinen Mut zusammen gekratzt und bin ins kalte Wasser gesprungen, um meinem Glück gemeinsam mit Florian nicht im Wege zu stehen. Und es hat sich gelohnt :-)

Leider sind die Internet-Foren, die am Ende des Buches für Betroffene als erste Anlaufstelle aufgelistet sind, alle nicht mehr da. Aber ich habe zwei gefunden, die ich hier nun verlinken möchte:

Vielleicht können Menschen ohne Beziehungserfahrung mit Hilfe dieses Buches und dieser Foren zum ersten Schritt in ein neues Leben finden, indem sie erkennen, was sie selbst daran hindert, Beziehungen einzugehen, und diese Steine nach und nach aus dem Weg zu räumen. Ich wünsche es allen.

Thema: Bücher
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Samstag, 26. Dezember 2009 13:10

Planet 51

Ein wirklich süßer Film ist die spanisch-britische Koproduktion Planet 51. Mit viel Witz und Charme erzählt er die Geschichte von Astronaut Chuck Baker, der in dem verschlafenen, an irdische 50er-Jahre erinnerndes Örtchen Glipforg auf Planet 51 landet und sich fortan vor dem von Aliengräuelfilmen geprägtem Militär verstecken muss.

Auch diese Computeranimation bedient sich vieler Anspielungen auf Klassiker des Genres wie Alien (der Säure pinkelnde "Hund"), 2001 (das Raumschiff hieß Odyssey und der kleine Rover war eine Mischung aus HAL 2001 und Wall-E), E.T. (ein Junge versteckt den Außerirdischen, um ihn zu schützen), dem Autor Stanis?aw Lem (dieser Junge heißt "Lem") und Invasion vom Mars (die Leute glaubten, in willenlose Zombies verwandelt zu werden). Trotzdem hat mir dieser Film sehr viel besser gefallen als Monsters vs. Aliens.

Fazit: Ein erfrischend witziges Abenteuer, das sich bestimmt bald in unserer Sammlung befinden wird :-)

Das Witzige an diesem Trailer ist, dass in der deutschen Kinoversion keine lila "Candy"-Verpackung verwendet wurde (bei 0.57), sondern eine goldene "Twix"-Packung ;-) Regionales Product Placement sozusagen.

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Mittwoch, 23. Dezember 2009 20:52

Der letzte seiner Art - Andreas Eschbach

Ein völlig ungewohntes Lesegefühl bot [Unser Amazonstore: ] Der letzte seiner Art von Andreas Eschbach [/Amazonstore Ende]. Normalerweise scheucht er seine Protagonisten einmal um den Globus und erklärt Zusammenhänge von globalem Ausmaß, die man dann auch in den Nachrichten nicht ohne beängstigendem Aha-Effekt nachlesen kann.

Doch in diesem Roman lässt es Eschbach etwas ruhiger angehen. Er handelt vollständig in einer irischen Kleinstadt namens Dingle, in dem sich die ganze Geschichte - mit Ausnahme einiger Flashbacks - abspielt.

Duane Fitzgerald ist ein Cyborg, eine Killermaschine hergestellt vom amerikanischen Militär, aber nie in den Kampfeinsatz geschickt. Da das Experiment sich letztendlich als Fehlschlag erwiesen hatte, wurden die Viele-Milliarden-Dollar-Männer in den Ruhestand versetzt. Doch das friedliche Leben in dem beschaulichen Fischerort nimmt ein jähes Ende, als innerhalb weniger Tage drei Morde geschehen und Duane feststellen muss, dass er ein Gejagter ist.

Der römische Philosoph Seneca leuchtet ihm auf seiner letzten Reise den Weg, doch erleuchtet wird er von der unerfüllten Liebe zu Bridget Keane, der Rezeptionistin des Hotel, in dem der erste Mord geschieht. Auch hier endet die Geschichte ohne Happy End. Allmählich finde ich das ein wenig unbefriedigend, wenngleich es in Büchern wie "Ausgebrannt" absolut passend erscheint.

Fazit: Sicherlich nicht der spannendste Eschbach.

Thema: Bücher
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Donnerstag, 17. Dezember 2009 18:47

Avatar

Gestern haben wir uns Avatar in 2D angeschaut. Der Film ist keine Minute langweilig. Pandora ist der fremdartigste Planet (bzw. eigentlich ist es ein Mond), den ich je im Kino gesehen habe. Man taucht in diese Welt ein und hat das Gefühl, viele Lichtjahre von der Erde entfernt zu sein.

Die Geschichte erinnert ein wenig an "Der mit dem Wolf tanzt". Und die Geschichte um die Flugdrachen erinnern an "Dinotopia". Und die komischen Roboterlenkdinger erinnern an "Aliens". [Update 20.12.2009 11:50: Und das Zusammentrommeln der bis dahin unbekannten Stämme an "10'000 BC".] An manchen Punkten hätte ich mir gewünscht, dass etwas mehr von der wissenschaftlichen Arbeit der Erforschung des Volkes der Na'Vi gezeigt worden wäre, aber da der Film so bereits Überlänge hat, war das wohl nicht möglich. Vielleicht findet sich die eine oder andere Szene noch auf der Bonus-DVD.

Der Schluss und Showdown ist leider relativ einfallslos. Wildes Herumgeballer und die Guten gewinnen. In etwa so wie der Vietnamkrieg, in dem die Amerikaner trotz ihrer überlegenen Technologie sich nicht gegen die Vietnamesen durchsetzen konnten, auch nicht mit Napalm. Wobei ich aber denke, dass man einen Krieg nicht gewinnen kann, denn es gibt immer schmerzliche Verluste auf beiden Seiten. Insgesamt ist die Geschichte meist recht leicht vorhersehbar - und das will bei mir etwas heißen. Und so hat mich die Wendung am Schluss nicht wirklich überrascht (ich möchte sie trotzdem nicht verraten).

Fazit: Ein optisches Meisterwerk voller erstaunlicher Ideen. Sicherlich macht der Film in 3D noch etwas mehr her, sollte aber nicht der Hauptgrund sein, weshalb man den Film ansieht. Er wirkt auch in 2D schon. Ich denke, den werden wir auf jeden Fall auf bluray erwerben.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Freunde | Kino
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Sonntag, 6. Dezember 2009 21:40

Disney's Eine Weihnachtsgeschichte

Okay, diese Weihnachtsgeschichte war echt too much. Gut animiert, interessante Kameraführung, gruselige Effekte. Aber teilweise langatmig und was mich echt genervt hat war der Geist der Gegenwart mit seiner Lache und dem furchtbaren Brusthaartoupet.

Für Kinder ist der Film absolut nicht geeignet, viel zu gruselig. Und die 11,90 Teuronen, die wir beim matäsa hinblättern mussten, obwohl wir 3D-Brillen dabei hatten, sind der Film echt nicht wert. Ich glaube, das war der letzte 3D-Film, den ich gesehen habe (läuft Avatar nur als 3D, oder kann man den auch normal angucken?).

Fazit: Nein, empfehlen kann ich den Film nicht. Und ich will ihn nie wieder sehen. Und ich will ihn auch nicht auf DVD haben. Und eure 3D-Scheiße könnt ihr euch auch in die Haare schmieren!

Themen: Freunde | Kino | Disney
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Last Update:
09.01.2012 13:02 Clicks: 131301

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