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Sonntag, 25. Mai 2008 02:27

Indiana Jones 4 - und das Königreich des Kristallschädels

Nachdem wir wirklich von überall mit Indiana Jones berieselt wurden, war unser Mund schon so wässrig, dass wir Samstag Nacht noch ins Kino gegangen sind. Beinahe hätten wir den Film bereits am 21. Mai auf Französisch gesehen :-) Was gibt es zu Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels zu sagen?

Achtung, Spoiler

Der Film gibt durchaus das Indiana Jones Feeling :-) Nicht kleckern, sondern klotzen! Action, Ekelfaktor und bombastische, überirdische Gigantomie garantiert. Es gibt diesmal ein Wiedersehen mit Marion aus dem ersten Teil und mit der Bundeslade, die in einer riesigen Lagerhalle aufbewahrt wurde, aber im weiteren Film keine Rolle mehr spielen wird. Anfangs wird die Spannung immer wieder durch Witze gedämpft. Im Showdown war dafür dann keine Zeit mehr, was ich ein wenig schade fand.

Achtung, Spoiler

Im Maya-Tempel haben wir darauf geachtet, ob man tatsächlich R2D2 und C3PO irgendwo sieht, aber diese Anpielung gibt es wohl tatsächlich nur bei Lego. (Da habe ich wohl Teil 1 und Teil 4 verwechselt. Bin übermüdet...) Aber zumindest geht es in Richtung Außerirdische, was Erich von Däniken schon lange über die Nazca-Linien in Peru behauptet. Indiana Jones goes X-Files... Zumindest hatte die Mission diesmal nichts mit biblischen Relikten zu tun, wie der Bundeslade oder dem Heilien Gral.

Achtung, Spoiler

Am Schluss hat sich der Grünschnabel Henry Jones Jr. der Dritte schon beinahe den braunen Schlapphut von Indy aufsetzen wollen, aber das geht doch nicht :-) Das Zepter wird hier noch lange nicht überreicht.

Achtung, Spoiler

Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Übertreibung und doch sehr unrealistische Darstellung der Actionszenen am Schluss. Man fällt nicht mal eben drei gigantische Wasserfälle runter und klettert dann wieder ins Boot. Oder die turbulente Jagd mit zwei Fahrzeugen durch den Dschungel, das war fast ein bisschen viel.

Achtung, Spoiler

Aber die Riesenameisen, die waren schon heftig. Die Größten Ameisen der Welt, Dinoponera quadriceps, werden bis zu 5 cm lang, leben tatsächlich in Peru. Denen möchte ich nicht begegnen...

Achtung, Spoiler

Fazit: Mir hat der Film gefallen. Er reiht sich durchaus gut an die ersten drei Teile an und den werden wir uns sicher auch auf DVD zulegen.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Kino
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Samstag, 24. Mai 2008 20:47

Paris - Linksammlung

Meine Weblogeinträge und Fotos


Nützliche Links


Meine Empfehlungen

Man sollte sich vor Antritt der Parisreise einen Katheter legen lassen und sich nur von vollständig absorbierbarer Astronautennahrung ernähren, denn die Toiletten sind entweder hors service, funktionieren auch nicht nach Betreten, sind schmutzig und aus Bistros wird man rausgeworfen.

Die Tagestickets für das Gesamtnetz Zonen 1-3 bzw. 1-6 sind sehr praktisch. Man braucht sein Ticket aber auch beim Verlassen des Verkehrsnetzes, also nicht wegwerfen :-)

Das Ufer der Seine ist um die Pont Neuf herum sehr schön. Dort wo die Schiffsanlegestellen sind (z.B. beim Eiffelturm), gibt es keine Uferpromenade, da kann man Spazierengehen also vergessen.

Die Steckdosen in Frankreich haben so einen zusätzlichen Stift, daher braucht man für die dicken, runden Stecker schon einen Adapter. Für die schmalen Stecker braucht man allerdings keinen Adapter, der passt auch so.

Freunde des Fast Foods können bei einem McDonalds-Besuch mal den Croque-McDo ausprobieren. Käse-Schinken-Toast heißt auf französisch nämlich Croque-Monsieur, und dazu gibt es eben die entpsrechende Variante im Restaurant zum goldenen Bogen. Die Franzosen sagen zu McDonalds auch einfach McDo.


Meine Empfehlungen für Disneyland Resort Paris - ohne Spoiler

Hier braucht man keine Angst zu haben, dass man ohne Französisch nicht weit kommt, denn es herrscht ein babylonisches Sprachgewirr.

Man darf weder Getränke noch Essen mit in den Park nehmen und es werden am Eingang auch die Taschen kontrolliert. Ich weiß nicht wie streng die sind, aber da steht eine große Mülltonne rum, deshalb haben wir mal nix riskiert. Im Disney Studio gab es gleich rechts nach dem Eingang ein Stand, an dem man zwei Softdrinks für 4,- Teuronen kaufen konnte. Ansonsten kosten Softdrinks zwischen 2,60 und 3,10 Teuronen. Wem das stark chlorhaltige Wasser nichts ausmacht, der kann aber an vielen Trinkbrunnen seinen Durst stillen. Hot Dogs gibt es zu 4,70 Teuronen, die kann man aber spätestens am dritten Tag nicht mehr sehen. Im Cowboys Cookout Barbecue gibt es ein SpareRips-Menü für 12 Teuronen, allerdings macht das Lokal wie viele andere bereits 17.00 Uhr zu!

Wenn man jedoch die Essenszeit außerhalb der Parköffnungszeit legen möchte, kann man anschließend noch ins Disney Village gehen, wo man auch noch in Ruhe bis Mitternacht shoppen kann. Da gibt es praktisch alles, was es auch im Park zu kaufen gibt, man braucht also die kostbare Parköffnungszeit nicht mit shoppen und rumtragen der Beute verschwenden. Allerdings muss man da kurz nach Parkschließung auch mit längeren Wartezeiten im Shop und bei den Lokalen rechnen.

Ich schätze mal, dass das Besucheraufkommen deutlich geringer ist, als von den Parkbetreibern erwünscht. Das hat für uns Besucher den Vorteil, dass wir maximal 45 Minuten an den Attraktionen anstehen mussten, aber eben den Nachteil, dass das mit dem Essen und Trinken so gehandhabt wird.

Absolut praktisch: Das FASTPASS-Ticket. An manchen Attraktionen kann man sich vorab mit dem Eintrittsticket an Automaten das sogenannte Fastpass-Ticket holen. Diese Attraktionen sind im Plan besonders gekennzeichnet. Man holt sich also so ein Ticket, hat noch eine halbe bis eine Stunde Zeit, etwas anderes zu machen (essen, trinken, Toilette, eine Attraktion mit kurzer Wartezeit) und kehrt dann zurück, um durch den Fastpass-Eingang an der wartenden Schlange vorbeigeschleust zu werden. Das bedeutet nicht, dass man gar nicht warten muss, aber die Wartezeit wird doch deutlich reduziert.

Meine Must-Dos im Park, für Leute die es turbulent mögen :-)

  • Im Discoveryland
  • Space Mountain (Achterbahn in Dunkeln)
  • Star Tours (für Star Wars Fans)
  • Buzz Lightyear Laser Blast !!!!! (Fun, Fun, Fun)

  • Im Fantasyland
  • Peter Pan's Flight

  • Im Adventureland
  • Pirates of the Caribean (Wildwasserbahn)
  • Indiana Jones and the Temple of Peril (Achterbahn)
  • La Cabane des Robinson (Baumhaus - gleich wie im Disneyland Los Angeles)

  • Im Frontierland
  • Big Thunder Mountain (Achterbahn)
  • Phantom Manor (Gruselvilla - gleich wie im Disneyland Los Angeles)

  • In den Disney Studios
  • Crush's Coaster (Achterbahn im Great Barrier Reef aus Findet Nemo)
  • Studio Tram Tour
  • The Twilight Zone Tower of Terror (unbeschreiblich - ein absolutes MUST DO)

Thema: Urlaub
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Freitag, 23. Mai 2008 22:48

Paris - 6. Tag - Disneyland und Disney Village 3. Tag

Achtung, Spoiler ;-)

Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Aber das Discoveryland ist wohl unsere Lieblingsecke. Während ich einmal mit dem Space Mountain gefahren bin, war Florian mit den Kindern im Buzz Lightyear Laser Blast. Der Space Mountain ist eine Achterbahnfahrt in völliger Dunkelheit. Anfangs bleibt man dann kurz stehen, bevor man ins All geschossen wird und ab und zu sieht man ein paar Planeten, Lava und rote Neonröhren. Crush's Coaster fand ich besser. Anschließend haben wir uns am X-Wing nochmals zur Star Tours getroffen. Danach ist Florian mit dem Space Mountain gefahren und ich bin mit den Kindern nochmal in den Laser Blast.

Dann haben wir uns doch in die Nähe des viel zu rosa Schloss getraut, wo ständig liebliche Musik gespielt wurde, und haben uns einlullen lassen. Ah, diese süßen Prinzessinenkleidchen... Also, wenn ich eine Tochter hätte... die hätte so ein Kleid verpasst bekommen! ("Ich will das Kleid aber nicht anziehen!" - "Doch, du musst!") Seufz! Und ein neues Wort auf französisch habe ich auch gelernt: Zuckerwatte heißt barbe à papa, also Papa's Bart. Das erinnert mich irgendwie an eine [Unser Amazonstore: ] Zeichentrickserie [/Amazonstore Ende]. Ach ja, bin halt doch ein Mädchen ;-)

Anschließend sind wir noch einmal in das Adventureland gegangen, damit Florian auch mal die Indiana Jones-Fahrt machen konnte. Die Kinder hatten inzwischen ihre Belohnung für's Bravsein erhalten, jeder durfte sich ein Gewehr aussuchen. Farid ein richtig langes und Noah ein Revolver. Er hätte auch gerne einen Indiana-Jones-Hut gehabt, aber der hat 45 Teuronen gekostet, das war mir etwas zu viel für einen etwas besseren Faschingshut mit Indiana-Jones-Lizenz-Label. Ich gebe lieber 70 Teuronen für einen echten Stetson aus... Da stimmt dann das Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber in einem anderen Geschäft hat er dann einen einfachen Hut für 6,90 Teuronen gefunden, der ihm auch gefallen hat. Noah möchte nämlich zum nächsten Fasching Indiana Jones werden :-)

Ich finde es unglaublich, wie es durch die schönen, detailreichen Kulissen und entsprechende unaufdringliche Musikberieselung geschafft wird, eine ganz bestimmte Stimmung zu erzeugen. Die Kinder sind durch das Gebüsch geschlichen und haben uns vor den Menschenfressern beschützt. Bei der Cottonwood Creek Ranch war Woody, der Cowboy aus Toy Story, und hat für Fotos posiert und Autogramme gegeben. Das war sehr lustig, wie er gestikuliert hat. Ich habe die ganze Zeit nur daran gedacht, was für ein anstrengender Job das ist...

Im Park gibt es zwar überall kleine Imbissbuden, allerdings gibt es da überall denselben Fraß. Man hat die Wahl zwischen Hot Dogs (4,70 Teuronen), Donut, drei Mini-Muffins, hin und wieder Eis und Chips. Am dritten Tag kann man das Zeug einfach nicht mehr sehen und ist dann tatsächlich bereit, die Preise in den dortigen Restaurants zu bezahlen, nur damit man etwas anderes zu Essen bekommt. Wir hatten uns schon auf Spare Rips im Cowboys Cookout Barbecue gefreut, doch die Lokale haben fast alle schon um 17.00 Uhr oder früher geschlossen. Das war natürlich schade. Also doch wieder bloß Hot Dogs...

Zum krönenden Abschluss sind wir noch einmal die Star Tour gefahren und haben unseren Punktestand im Buzz Lightyear Laser Blast noch einmal erhöht. Aber Florian war der absolute Crack in diesem Spiel. Immerhin sind die Kids Interstelare Piloten (pilote interplanitaire) geworden und Florian und ich haben immerhin den Raumkundschafter (éclaireurs spatial) geschafft. Florian wollte dann doch noch ein paar Star Wars-Disney-Figuren kaufen, doch wir konnten dann nicht mehr in das Geschäft neben den Star Tours zurück, weil es bereits nach 19.00 Uhr war. Nur in den anderen Laden neben den Laser Blast konnten wir noch rein, wo die Kids dann einen Kredit für die Laserwaffen, für die sie schon seit drei Tagen geschwärmt haben, aufgenommen haben. Jetzt bekommen sie sieben Wochen kein Taschengeld...

So ganz wollten wir dann aber doch noch nicht gehen, also haben wir beschlossen, noch das Disney Village zu erkunden... und festgestellt, dass dort die Party weitergeht :-) Zirkus für Kinder, Kinos, eine Wild-West-Show, ein riesiger Disney Store, in dem man all die Dinge noch kaufen konnte, die man im Disneyland verschmäht hat oder verpasst... Es gibt also noch genügend Möglichkeiten, sein Geld doch noch an den Mann zu bringen. Und Florian hat dort auch noch seine Star Wars-Disney-Hybriden bekommen :-) Und ich meinen Stitch ;-) Dabei habe ich doch eigentlich Stofftierkaufverbot. Aber bei dem süßen Kerlchen konnte ich einfach nicht widerstehen. Danke, Florian!

Hinter der Partymeile mit den Restaurants liegt noch ein See mit Bäumen umrandet, auf dem der riesige Heißluftballon steht. Und dahinter sind dann die riesigen Hotelkomplexe. Das ist der absolute Wahnsinn! Schließlich sind wir noch zum McDo eingekehrt und haben unsere Riesentüte mit in die RER genommen, damit wir es noch rechtzeitig vor 22.00 Uhr ins Hotel schafften, denn ich wollte an der Rezeption noch ein Taxi für morgen 8.00 Uhr bestellen und fragen, ob wir ausnahmsweise schon vorher frühstücken dürften. ("Nous avons besoin d'un taxi pour demain à huit heur. Est-ce que c'est possible d'avoir le petit-déjeuner avant?") Beide Wünsche wurden uns erfüllt :-) Die Dame an der Rezeption hat auch schön langsam gesprochen, so dass ich sie gut verstanden habe. Ich denke schon, dass die Leute hier etwas entgegenkommender sind, wenn man versucht, französisch zu sprechen, auch wenn man eine katastrophale Grammatik hat und keine Ahnung, wie man die Verben konjungiert.

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Donnerstag, 22. Mai 2008 21:44

Paris - 5. Tag - Disney Studios und Disneyland 2. Tag

Heute morgen haben wir ein schönes Frühstück bekommen, weil die Schulklasse endlich weg war, die vorher im Restaurant immer eine Verwüstung hinterlassen hat.

Wir waren dann auch fast pünktlich zur Öffnungszeit im Parc Disneyland. Oder besser gesagt im kleinen Park Disney Studios. Dort hatten wir nicht wirklich die tollen Fahrgeschäfte erwartet, aber da hatten wir uns getäuscht. Crush's Coaster ist eine rasante Fahrt durch das Great Barrier Reef mit der Meeresschildkröte aus Findet Nemo.

Danach waren wir in der Cars Race Rally mit den Flitzern aus dem Film Cars. Das hatten wir eigentlich nur wegen den Jungs gemacht, aber dann war es - abgesehen von gewissen Platzproblemen in den kleinen Autos - wirklich lustig, weil die Dinger Achter fahren.

Die Studio Tram Tour: Behind the Magic war auch super. Da fährt man mit einem Zug mit coolen Türen durch die Studios, wo man dann in ein Erdbeben, eine Überschwemmung und in ein Feuer fangenden Öltanker gerät. Super! Dort war auch ständig die Rede von Dinotopia. Muss auf die Leihliste :-)

Aber dann sind wir in das Hollywood Tower Hotel gegangen. Hihi, der Gruselspaß pur! Unser Page, der uns in unseren Aufzug begleitet hat, fragte nach den Sprachen der Mitreisenden und gab dann live die Sicherheitshinweise in französisch, englisch, deutsch und spanisch! Beeindruckend! Dann verdrehte er irre die Augen und schloss die Tür... Dann haben wir das Feeling vom freien Fall gespürt. Unglaublich! So etwas Irres habe ich noch nie erlebt. "Il a peur!"

Eigentlich wollten wir dann noch Stitch Live erleben. An der Anzeigetafel stand, dass die Vorstellung in 17 Minuten beginnen würde und noch 200 Plätze frei waren. Also haben wir uns noch schnell etwas zu Essen geholt. Als wir dann aber zurückgekommen sind, waren nur noch 0 Plätze frei.

Also haben wir darauf verzichtet und uns statt dessen CinéMagique angeschaut. Allerdings war das lediglich ein Zusammenschnitt von emotionsgeladenen Filmausschnitten, die ein Wechselbad der Geühle auslösen sollten, und anschließend hat man anhand der Figur Muschu aus Mulan erzählt bekommen, wie solche Charaktere entstehen. Per Kopfhörer konnte man dann die eigene Sprache hören, allerdings hat man den Muschu kaum verstanden, weil der französische Muschu auf der Leinwand so geschrien hat. Animagique wäre vielleicht interessanter gewesen, eine Show mit Schwarzlichteffekten.


Anschließend sind wir wieder in's Disneyland gegangen, um das Frontierland zu erkunden. Los ging es mit der Thunder Mesa Riverboat-Fahrt. Allerdings gab es auf dem Boot keine Toilette, deshalb mussten wir kurz nach dem Anlegen zur nächsten Toilette rennen...

Aber die war auch gleich neben der nächsten Attraktion, die wir unbedingt mitnehmen mussten: Phantom Manor, die Gruselvilla. Da hat man noch ein paar mehr Effekte gehabt, als im Tower of Terror, aber dafür war die Fahrt nicht ganz so rasant. Ich musste Farid die Augen zuhalten, aber ab und zu hat er dann doch neugierig rausgelugt und am Schluss fand er es gar nicht mehr gruselig.

Anschließend sind wir mit der Big Thunder Mountain Bahn gefahren. Da mussten wir zwar etwa 40 Minuten anstehen, aber es hat sich definitiv gelohnt. Die Bahn fährt nämlich erst einmal unterirdisch in völliger Dunkelheit in die Mitte von dem See, um dort wild um und durch den Berg zu fahren. Da lag auch die eine oder andere Mütze.

Die Legends of the Wild West waren geschlossen. Im Plan stand etwas von "witterungsabhängig". Ich würde eher sagen "besucheraufkommenabhängig", denn am Wetter kann es nicht gelegen haben. Aber es wäre wohl nur ein Rundgang gewesen, bei dem man Figuren aus dem Wilden Westen hinter Glas hätte bewundern können. Zumindest Buffalo Bill konnte man sich ansehen.

Zum krönenden Abschluss sind wir dann noch einmal ins Discoveryland gegangen, haben uns Fastpass-Tickets für Buzz Lightyear Laser Blast geholt und in der Zwischenzeit die Star Tours noch einmal mitgemacht. Allerdings machen solche Sachen beim zweiten Mal nicht so viel Spaß wie beim ersten. Dies gilt jedoch nicht für den Laser Blast. Denn da braucht man ein bisschen Übung, und beim zweiten Mal bekommt man vielleicht mehr Punkte.

Ob ihr es glaubt oder nicht, gegen 18.45 Uhr konnten wir immer noch ins Autopia rein, obwohl die Wartezeit mit 45 Minuten angegeben war. Mit den Schließungszeiten meinen sie wohl, dass dann die Attraktionen erst den Einlass schließen, man aber immer noch die Schlange "abarbeitet". Das war jedenfalls sehr lustig, Farid ist sogar ganz alleine gefahren. Bei Noah haben die Füße noch nicht ganz bis zum Gaspedal gereicht, also musste ich Gas geben und er hat gelenkt, wobei der Spielraum wegen der Schiene nur recht begrenzt ist. Das war auf jeden Fall sehr lustig.

Zum Schluss haben wir uns schnell noch etwas zu Essen besorgt, weil ein Restaurantbesuch erstens etwas teurer ist und zweitens auch mehr Zeit kostet. Dafür waren wir heute etwas früher im Hotel und können morgen gut ausgeschlafen unseren letzten Tag im Disneyland Resort Paris antreten.

Parkmüde? Kein bisschen... Wir freuen uns auf morgen! Allerdings wird das wohl nix mit gemütlichem Frühstück, denn auf dem Hotelparkplatz stehen schon wieder zwei Busse...

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Mittwoch, 21. Mai 2008 22:59

Paris - 4. Tag - Disneyland 1. Tag

Endlich waren wir in Disneyland. Schließlich wollen wir viel Geld in Frankreich lassen. Man darf auch nichts zu Essen oder Trinken in den Park mitnehmen, deshalb werden am Eingang die Taschen kontrolliert... Aber dafür gibt es im Park dann auch Bankautomaten, falls man doch Hunger oder Durst bekommen sollte oder die Tochter plötzlich ein Prinzessinnenkleid haben möchte. Und es gibt an jeder Ecke saubere Toiletten, bei denen man NICHT anstehen muss oder das Schild "hors service" lesen muss. Ein wahres Paradies! Aber fangen wir am Anfang an.

Zunächst haben wir uns von einem Werbemobil von Herzt zum Central Plaza schippern lassen. Schließlich sind wir die letzten Tage genug gelaufen, nun tun wir mal so, als wären wir Amerikaner. Von dort hat uns der X-Wing magisch angezogen. Aber bevor wir zu den gewünschten Koordinaten vordringen konnten, haben wir schon eine Runde im Orbitron geflogen und ein paar Hot Dogs für 4,70 Teuronen gegessen. Ich habe beschlossen, die Ist-mir-zu-teuer-ich-esse-die-Reste-der-Kinder-Diät zu machen. Zum Space Mountain durften die Jungs nicht rein, denn die Mindestgröße ist 1,32 m. Aber dann waren wir in den Star Tours, wo wir mit dem Starspeeder live miterleben durften, wie der Todesstern zerstört wurde. Beim Ausgang gab es noch eine Spielhölle, so dass den Besuchern nochmals Geld aus der Tasche gezogen wurde. Die Kids drehten zwei Runden mit dem Podracer, die sie zu Hause hätten kostenlos haben können. Was soll's... Im dortigen Geschäft gab es dann auch die Star Wars Figuren als Disney-Edition. Wusstet ihr, dass Goofy Mickeys Vater ist? *g* Que la Force soit avec toi!

Nachdem wir uns Captain Nemo's Nautilus angesehen haben, sind wir noch in den Buzz Lightyear Laser Blast gegangen. Das ist echt ein Spaß, denn da kann man mit Laserpistolen auf Zorg-Symbole schießen und die Punkte werden dann zusammengezählt. Auf den Pistolen sind grüne Schienen, und wenn man die als Kimme und Korn verwendet, dann kann man erstaunlich gute Treffer erzielen. Florian war natürlich der Schützenkönig. Aber die Jungs haben auch ihren Teil dazu beigetragen, die Batterien zu retten. Nach einer gemütlichen Runde mit der Dampflok haben wir auf den Weg ins Fantasyland noch ein Stück der Parade mitbekommen.

Im Fantasyland haben wir uns allerdings nicht allzu lange aufgehalten. Da war alles rosa, und rosa ist ja für Mädchen. Aber Alice' Curious Labyrinth und der Flug des Peter Pan waren wirklich schön. Ich glaube, ich muss mal den Film Peter Pan ansehen. Was mir besonders gut gefallen hat, waren die leeren Schlangenpferche... Wenn dort überall Menschenmassen gestanden hätten (und es sind Pfingstferien und ein tolles Wetter), dann hätten wir uns wohl des öfteren die Beine in den Bauch gestanden.

Und schon waren wir im Adventureland. Dort sind wir auf der Adventure Isle Captain Jack Sparrow und Indiana Jones begegnet. Auf dem Cabane des Robinson, einem tollen Baumhaus, hatte ich ausnahmsweise mal keine Höhenangst nach dem Härtetraining gestern. Die Tour um Pirates of the Caribbean war auch beeindruckend. Ich habe den Kindern dann die Geschichte mit dem verfluchten Schatz erzählt, dessen Besitzer untot werden und bei Vollmond nur noch als Skelette rumlaufen. Das hat die richtige, gruselige Stimmung erzeugt. Und immer wieder haben die Kinder gefragt, ob dies oder jenes echt sei. Die Frage ist auch berechtigt, denn die Leute von Disney sind Meister der Illusion. Aber vor Plastikskeletten haben die Kinder mehr Angst, als vor echten Skeletten in den Katakomben.

Die letzte Tour an diesem Tag durfte ich machen. Während Florian mit den Kindern gewartet hat, bin ich noch eine Runde mit dem Indiana Jones and the Temple of Peril gefahren, einer Achterbahn als wild gewordener Minenzug. Die war toll, sogar mit Looping, und ich musste auch nicht warten, da es bereits fast 19.00 Uhr war. Für 45 Teuronen hätte es auch billige Filzhüte im Indiana Jones-Design mit entsprechendem Lizenzlabel gegeben. Hm... Wenn die Dinger wenigstens wie 45 Teuronen aussehen würden, aber ich denke, da bekommt man von Stetson oder sogar in Pullman City authentischere Hüte...

Wiedermal hat sich eine meiner Befürchtungen nicht bewahrheitet. Ich hatte nämlich gedacht, dass bereits eine halbe Stunde vor Schluss die Attraktionen schließen, damit die Leute auch pünktlich aus dem Park draußen sind. Aber dem war nicht so. Überall wurden wirklich bis zum Anschlag die Leute durch die Luft gewirbelt und ihnen Vergnügen bereitet und erst kurz nach 19.00 Uhr kam die Durchsage auf französisch, englisch, deutsch, holländisch und was weiß ich, dass die Besucher doch bitte den Park verlassen mögen. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich plötzlich diese Menschenmassen hinausbewegten und eine riesige Meute das Tor zum Disney Village, wo die ganzen superteuren Hotels sind, passierte. Und noch eine Befürchtung stellte sich als unberechtigt heraus. Wir haben im Zug einen Sitzplatz bekommen.

Im Conforama in Torcy haben wir dann Pizza und Viande gegessen und ein bisschen Französisch geübt, ein Kellner hat ein bisschen deutsch geübt. Und als wir satt und die Kinder völlig übermüdet waren, sind wir in unser Hotel gegangen und freuen uns schon auf die nächsten zwei Tage.

Fotos kommen noch :-)

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Dienstag, 20. Mai 2008 23:10

Paris - 3. Tag - Sich den Ängsten stellen

Heute waren wir als erstes in den Katakomben. Irgendwie habe ich die Website nicht so ganz verstanden. Deshalb dachte ich, dass heute 11.00 Uhr eine Führung wäre. Aber es handelte sich wohl um eine ganz besondere Führung. Man kann eigentlich immer rein, außer Montags. Insofern war es gut, dass wir heute dort hingegangen sind. Die Tickets kauft man auch gleich vor Ort. Der Eintritt für die Kinder war frei. Zunächst steigt man dann eine Wendeltreppe mit 130 Stufen hinab und geht durch einen langen Gang, bevor es dann so richtig gruselig wird. Viele, viele Beinknochen und viele, viele Schädel sind dort zu Mauern aufgetürmt. Es scheint gar kein Ende zu nehmen. Das war schon ein wenig gruselig, aber die Kinder hat es nicht gestört. Ich hatte ja befürchtet, dass sie davon Alpträume bekämen. Aber anscheinend bin ich es eher, die hier Alpträume bekommt...

Anschließend sind wir noch ein wenig Metro gefahren, um bei Blanche kurz auszusteigen, um ein paar Tourifotos vom Moulin Rouge zu machen. Dann sind wir wieder Metro gefahren, um uns die kleine Freiheitsstatue anzusehen. Die wurde kurz nach der großen Freiheitsstatue in New York dort aufgestellt, nachdem Frankreich den USA die Unabhängigkeit geschenkt hat. Von dort aus konnte man dann den Eiffelturm schon sehr schön sehen. Ich dachte mir, so ein Spaziergang die Seine entlang wäre doch schön, aber dort ist das Ufer von den Schiffsanlegestegen belegt, so dass wir an einer lauten Straße entlang gehen mussten. Diese Strecke ist nicht wirklich zu empfehlen. Vom Louvre zur Pont Neuf war wesentlich hübscher.

Gegen 15.53 Uhr haben wir uns dann an eine der drei Schlangen am Eiffelturm angestellt. Die vierte Kasse war heute geschlossen. Außerdem muss man aufpassen, wenn man nicht Treppen steigen will, dass man sich nicht an die "Escaliers"-Kasse anstellt. Das heißt nämlich Treppe, und nicht Aufzug ;-) Um 16.30 Uhr hatte ich dann die Karten in der Hand. Ich dachte schon, dass wir Glück hatten, dass wir nicht so lange anstehen mussten. Aber das war erst der Anfang. Auf der zweiten Ebene haben wir nochmal eine halbe Ewigkeit an der Toilette angestanden, weil diese gerade geputzt wurde. Außerdem passt das Personal auf, dass man nur einzeln eintritt, hat manchmal aber die Augen im Putzeimer und merkt nicht, dass vielleicht wieder eine Kabine frei geworden ist. Sowas kann schon wütend machen, wenn die Blase drückt. Ich bin dann mit Farid und Noah in eine Kabine gegangen, damit es schneller geht. Dann haben wir uns nochmal angestellt, um mit dem Aufzug ganz nach oben zum Sommet zu fahren. Und das mit meiner Höhenangst. Übrigens war auch die Toilette dort wegen Reinigungsarbeiten geschlossen. Aber ich habe Florians Hand fest umklammert und mich an der Innenseite einmal rundum getraut. So windig und wackelig, wie eine Arbeitskollegin mir erzählt hat, war es gar nicht, aber ich kann wirklich nicht an das Geländer rangehen. Da wird mir schwindlig. Aber ich war oben :-)

Ich habe es mir viel kleiner vorgestellt, aber glücklicherweise war es doch größer, sonst hätte es die Menschenmassen nicht ausgehalten. Ich dachte, dass immer nur so 20 Leute oben sind und dann nach 10 Minuten wieder runterfahren müssten. Aber die dritte Etage sieht nur von unten so klein aus :-)

Dann sind wir so schnell wie möglich wieder nach Hause, weil unsere Füße einfach nur noch wehtaten. Unser Supermarkt hat um 20.20 Uhr sogar noch geöffnet gehabt, obwohl nur bis 20.00 Uhr dranstand. Die Franzosen scheinen das nicht so genau zu nehmen. Und überall trifft man Deutsche ;-)

So, nun haben die Kulturbanausen Paris abgehakt :-) Ab morgen geht es ins Disneyland *jubel*

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Montag, 19. Mai 2008 23:16

Paris - 2. Tag - Die Altstadt

Das Hotelfrühstück war ganz okay. Aber irgendwie hat es genervt, dass im Frühstücksraum der Fernseher lief. Zur RER ist es doch relativ weit zu laufen, darauf sollte ich das nächste Mal auch achten. Dafür fährt sie alle 10 Minuten, deshalb muss man nicht so auf den Fahrplan achten.

Unser Startpunkt heute war der Arc de Triomphe. Trotz meiner Höhenangst sind wir die 284 Stufen hinaufgestiegen, aber es war gar nicht so schlimm. Von dort oben haben wir dann auf der einen Seite Cleopatras Needle und auf der anderen Seite Le Grand Arche de la Defense gesehen. Florian hatte gedacht, dass dieses viereckige Gebäude am Place de la Concord stehen würde. Aber dem war wohl nicht so, also haben wir kurzfristig umdisponiert und gesagt, dass wir da unbedingt hin müssen.

Es war auch sehr beeindruckend, diese modernen Gebäude zu sehen. Und den riesigen Daumen. Aber in Cafés darf man sich nicht reintrauen, wenn man nur auf Toilette will. Da wird man rüde rausgeworfen. Naja... In dem Gebäude war oben ein Computermuseum, aber darauf haben wir verzichtet. Dann sind wir wieder zu den Champs-Elysées gefahren, diese ein Stück entlang gelaufen, über den Place de la Concord mit Cleopatras Needle, bis zum Louvre, wo wir kaum anstehen mussten, um Karten zu kaufen (kein Wunder, war auch schon spät) und zielstrebig die Mona Lisa gesucht haben. Aber die riesigen Bilder haben auch die Jungs beeindruckt. Allerdings waren wir nicht lange im Louvre. Das Interessanteste war für uns wohl die Glaspyramide und die Spatzen, die einem förmlich aus der Hand gefressen haben. Wenn man ein paar Brotkrumen in die Hand legt und diese hochstreckt, dauert es nicht lange, bis auf der Hand bis zu fünf Spatzen sich um das Brot streiten. Ein faszinierendes Erlebnis :-)

Und weil es noch gar nicht so spät war, sind wir dann noch an der Seine entlang zur Pont Neuf, über diese und dann zur Notre Dame gegangen. Dort hat gerade ein Gottesdienst stattgefunden, aber das hält die Touris nicht davon ab, hineinzuschlendern und Fotos zu machen. Uns auch nicht. Aber hinauf zu den Gargoyles konnte man um diese Zeit nicht mehr. Aber das wäre auch für meine Höhenangst ein gefundenes Fressen gewesen.

Auf dem Rückweg haben wir am Châtalet-Les Halles auch ein McDonalds, ein Kentucky Fried Chicken und ein PizzaHut entdeckt. Die kind-, geldbeutel- und floriangerechte Ernährung ist also gesichert. Nur dass dort die Toilettes hors service waren, fand ich nicht so toll. Auf jeden Fall sind wir totmüde ins Hotel zurückgekehrt und denken schon an Morgen.

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