Mein aktuelles Blog

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Montag, 28. September 2020 20:51

Weiterbildung und über den Tellerrand

Ich habe noch zwei interessante Ferngespräche nachgeholt, nämlich zum Okkultismus und zum Thema Kackhörnchen. Gerade das zweite möchte ich empfehlen, weil da mal erklärt wird, wieso Demeter damit wirbt, dass es besser als nur bio sei, weil es "biodynamisch" ist. Und was es so mit Waldorfschulen auf sich hat und wie man dort in dem meistgehassten Fach Eurythmie lernt, seinen Namen zu tanzen. Das bedeutet übrigens Eurythmics auf Englisch und ich hoffe inständig, dass das nicht wirklich etwas bullshitmäßiges mit der Band zu tun hat.

Nach dem letzten Last Geek Tonight mit Mháire Stritter sind wir auf den Steampunk-Film Space 1889 aufmerksam geworden. Den haben wir uns gestern angeschaut. Und obwohl ich kein Steampunk- oder Rollenspielfan bin, war ich doch ziemlich begeistert. Nicht nur, dass der Film ziemlich professionell gemacht ist, sondern der Dino, die Pferde und die Ohren der Marsianer haben es mir angetan. Fast genauso lang ist die Doku Hinter den Kulissen dazu. Und Outtakes gibt es auch. Tommy Krappweis hat eine kleine Rolle.

Bei Last Geek Tonight haben wir auch bei dem Gewinnspiel mitgemacht, wo es die Doku Jurassic Road gibt. Auslosung ist am 03.10. bei Nessi. Wenn wir die nicht gewinnen, dann müssen wir sie uns eben kaufen. Die Story ist ja noch verrückter als unser Lego-Store-Hopping, als wir im Jahr 2018 alle Lego-Stores in Deutschland abgeklappert haben, damit mein Schatz Florian alle Stempel in seinen Lego-Reisepass innerhalb eines Jahres bekommt. Wir sind vollkommen normal :D

Interessanterweise sind wir dem Dino schon einmal begegnet, nämlich auf der RPC 2018 in Köln. Dort hat Tommy mit Mháire auch die Verleihung des Fantasy Awards moderiert. Trotz des außergewöhnlichen Namens konnte ich mich daran gar nicht mehr erinnern. Aber mein Gedächtnis ist sowieso nicht mehr zu gebrauchen...

Themen: Tommy Krappweis | Dinosaurier | 1001 Steine
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Sonntag, 27. September 2020 17:01

Menschenrechte

Das steht zwar nicht direkt auf meinem Wunschzettel der Utopie, aber wenn die Menschenrechte und das Völkerrecht weltweit für alle Staaten wie eine Art Grundgesetz verbindlich vorgeschrieben wäre, dann wäre das eine wunderbare Sache. So lange aber Kapitalismus und Korruption in den sogenannten Eliten und der Herrschaftsriege verbreitet ist, wird sich da kaum etwas ändern. Aber da Kapitalismus und Korruption beides etwas mit Geld und Wirtschaftsbeziehungen zu tun hat, ist das der einzig praktikable Hebel, um hier anzusetzen und diese demokratischen Rechte durchzusetzen.

Es steht zwar in der Charta nicht ausdrücklich drin, aber das Recht auf Trinkwasser gehört für mich zu dem Recht auf Leben. Nestlé ist in diesem Zusammenhang schon öfter in die Kritik geraten und ich kenne einige, die Produkte dieses Konzerns konsequent meiden. Aber solche Konzerne handeln eben auch nur im Rahmen des gesetzlich Erlaubten. Ohne Verbote geht es eben nicht. Und die Macht des Konsumenten ist eben auch begrenzt durch den eigenen Geldbeutel.

Das Lieferkettengesetz wäre ein ganz guter Anfang, doch wenn Hauptkonsumländer wie die USA nicht etwas ähnliches veranstalten, wird es vielleicht keinen nennenswerten Effekt haben. Schließlich sind die Konzerne da sehr findig, sich solchen Gesetzen zu entziehen, und wenn sie einfach ins Ausland abwandern.

Und selbst wenn es Gesetzesgrundlagen gibt, werden die immer wieder gerne missachtet, wie man an der Entwicklung in Polen, Ungarn und Tschechien sehen kann. Eigentlich hätte die EU durchaus die Macht, sich weltweit realpolitisch einzumischen und entsprechende Forderungen zu stellen. Aber sie tut es leider zu wenig, wie man an dem Dilemma mit der Türkei sieht. Und die Exportkontrolle versagt hier auch all zu oft.

Wenn sich die EU für Menschenrechte in China einsetzt, wird ihr gerne Einmischung in innere Angelegenheiten vorgeworfen. Übrigens auch der USA. Dabei wäre es zu schön, wenn der Schutz der Menschenrechte in der chinesischen Verfassung nicht mehr nur ein Lippenbekenntnis wäre.

Es gibt noch viel zu tun.

Thema: Schöne neue Welt
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Samstag, 26. September 2020 14:40

Brille nicht beschlagen

Wir waren gerade kurz einkaufen, weil ich dringend Kontaktlinsenmittel brauchte. In meiner Dusseligkeit hatte ich vergessen, welches nachzubestellen, nachdem ich die letzte Flasche mit in den Urlaub genommen hatte. Deshalb war ich zum ersten Mal mit Brille und Maske unterwegs. Aber erfreulicherweise ist sie in den RiemArcaden nicht beschlagen, erst als ich nach Hause kam, aber da nicht wegen der Maske, sondern weil das immer passiert, wenn man aus der Kälte in die Wärme kommt.

Echt super, ich hatte eine Maske von der Polsterei Brückl auf. Da ist oben ein Metallbügel drin, den man sehr gut an die Nasenkontur anpassen und zum Waschen ganz leicht herausnehmen kann. Bei Monika von Fantasie und Raum kann man sich seine Maske sogar nach eigenen Wünschen gestalten lassen. Die sind nach dem gleichen Muster genäht. Mein großer Sohn trägt auf Arbeit auch den ganzen Tag eine solche Maske und kommt damit als Brillenträger sehr gut klar :)

Thema: Sonnenstrahl
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Samstag, 26. September 2020 13:44

Verhörhammer

Seit gestern war ich auf der Suche nach Sid, unserem Saugroboter. Wir haben ihn so nach dem Krümelmonster benannt. Ich hatte in der Familiengruppe gefragt, ob jemand weiß, wo unser Saugroboter wäre, doch es hat niemand geantwortet. Nachdem ich ihn dann gestern Abend unter unserem Bett wiedergefunden habe, stellte ich ihn an die Treppe, damit ich ihn am nächsten Tag aufräumen kann.

Heute morgen hat sich dann folgender Dialog abgespielt:

Florian: "Sid steht im Treppenhaus."

Ich (traurig): "Oh, warum denn das?"

Florian: "Keine Ahnung. Vielleicht hat ihn jemand da hingestellt."

Ich (verwundert): "Was hast du gerade gesagt?"

Florian wiederholt: "Sid steht im Treppenhaus."

Ich lache: "Weißt du, was ich verstanden habe? 'Der Zitt ist im Krankenhaus'."

So ist das, wenn man schwerhörig ist...

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Hubert Zitt | Sonnenstrahl
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Freitag, 25. September 2020 23:38

Trekdinner im September via Jitsi

Das heutige Trekdinner war wieder sehr schön. Es ist ja nicht so einfach, neue Leute online kennenzulernen. Letzten Monat hatte sich über Facebook Raphaëlle angemeldet. Da wir jedoch in Mecklenburg-Vorpommern nur schlechten Empfang hatten, konnte ich mit ihr zwar chatten, aber sie nicht als Mitglied freischalten. Das machte ich dann erst später, als ich wieder im WLAN war.

Heute war dann Raphaëlle auch in Jitsi dabei. Zunächst war das Gespräch oberflächlich, wie das so ist, wenn man sich erst einmal kennenlernt. Mein Schatz Florian spielte in der Zwischenzeit mit seiner neuen Greenscreen und den technischen Möglichkeiten, den Hintergrund für uns zu ändern.

Raphaëlle war die Chefin vom Item-Shop, daher kannte Daniel sie auch. Thomas und Monika haben dann von ihrem Nerd-Shop Fantasie und Raum gesprochen. Dann erzählte Raphaëlle, wie es mit dem Item-Shop schwierig wurde, als dort eine monatelang eine Baustelle war, weshalb sie keinen Online-Shop wollte und wie sie dann wegen Corona und auch aus anderen Gründen den Item-Shop geschlossen hat. Irgendwann fragte Monika, wieso ich so traurig aussehen würde. Da war ich gerade auf der Seite vom Item-Shop und las parallel die Geschichte, die mir wirklich nahe ging.

Ich freue mich auf jeden Fall, eines Tages Raphaëlle persönlich kennenzulernen.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Trekdinner | Fotografie
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Donnerstag, 24. September 2020 20:47

Depressionen

Ich kenne einige Leute, die an Depressionen leiden und deswegen auch in Behandlung sind oder waren. Man sagt auch gerne so dahin: "Ich glaub ich hab eine Depression." Dabei ist eine Depression eine schwerwiegende Erkrankung. Da kommt man ohne professioneller Hilfe normalerweise nicht wieder heraus.

Ich denke, dass ich eher hin und wieder an einer depressiven Verstimmung leide. Insgesamt bin ich sehr resilient und komme mit Erschütterungen des Lebens in der Regel gut klar. Auch in der Coronasituation habe ich nach anfänglichen Panikattacken und schlaflosen Nächten relativ schnell eine Linie gefunden, um damit gelassener umzugehen. Dabei hat mir natürlich geholfen, dass ich mit dem Blog meine Gedanken gut strukturieren und rauslassen konnte, damit mir der Schädel nicht explodiert.

Trotzdem merke ich, dass ich immer mehr in einem Sumpf von ständiger Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit feststecke. Meistens merke ich das auch daran, dass ich viel zu viel am Handy spiele. Dabei bin ich objektiv betrachtet doch in einer rundum glücklichen Situation.

Als Beispiel möchte ich mein Pferd Felix anführen. Ich habe mir vor über einem Jahr den Traum erfüllt und mein Herzenspferd gekauft. Trotzdem fällt es mir immer wieder schwer, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und in den Stall zu fahren, wenn ich gerade nicht verabredet bin oder irgendwelche Schmied- oder Tierarzttermine habe. Wenn ich dann auf Gugl Mäps sehe, wie sich ein Stau zusammenbraut, dann habe ich gleich eine Ausrede, zu Hause zu bleiben. Meine Reiterfreundinnen habe ich deshalb schon gebeten, sich öfter mit mir zu verabreden, um mich aus dieser Lethargie zu holen.

Aus eigenem Antrieb mache ich im Moment eher wenig. Die meisten Dinge sind Pflichterfüllung (Arbeit, Haushalt) oder Gewohnheiten. Viele Dinge, die nur die Prädikate "nice-to-have" oder "irgendwann" tragen, schiebe ich seit Monaten vor mir her. Wahrscheinlich drückt die ganze Inaktivität und eingeschränkte Bewegungsfreiheit derzeit doch stärker auf mein Gemüt, als ich zugeben möchte. Mir fehlt das persönliche Trekdinner und die offline Conventions. Wir haben uns schon im kleinen Kreis immer wieder getroffen oder schauen Nessis SOFA-Con oder Last Geek Tonight, aber es ist halt nicht dasselbe.

Im Winter wird der Mangel an Sonne auch noch eine Rolle spielen. Und die hormonellen Schwankungen spielen ebenfalls eine Rolle - ich darf das sagen, ich bin eine Frau.

Nein, das ist keine echte Depression. Aber schön ist es auch nicht.


Updates

Süddeutsche (26.09.2020): Psychologie: Teuflisches Duo

Themen: Sonnenstrahl | Eigenes Pferd Felix | Trekdinner | Conventions
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Dienstag, 22. September 2020 22:58

Wo ist Holm?

Wenn ihr wissen wollt, wo die Esoterik- und die Naziszene ihre Schnittmenge hat, dem empfehle ich das #FERNGESPRÄCH - Hitlerhippies?! Gemeinsamkeiten von Esos & Nazis mit Pia Lamberty, Holm Gero Hümmler, Hoaxilla, Annika Brockschmidt, Jochen Blom & natürlich Tommy. Dann findet ihr auch heraus, wo Holm zwischendurch hingegangen ist.

Netterweise gab es diesmal auch eine Pinkel Werbepause, allerdings erst ziemlich am Ende, als meine Blase schon ziemlich voll war... Es wurde für das Beißholz mit Runenzauber im Beowulf-Shop und den Hoaxilla-Shop geworben.

Und ich mache auch noch etwas Werbung: Mein Schatz Florian hat schön beschrieben, wie man die Twitch- und Youtube-Künstler unterstützen kann.

Thema: Tommy Krappweis
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Montag, 21. September 2020 21:45

Seufz!

Heute war in Telepolis ein Artikel von einem Pädagogischen Psychologen (!) zu lesen, der schön alles zusammengefasst hat, was gerade an Argumentationsarsenal auf der Dagegen-Seite in Sachen Corona zu finden ist. Es beginnt schon mit dem Titel "Das Aufrechterhalten der Maßnahmen trotz einer dramatisch gesunkenen Sterberate", wobei mir das "Aufrechterhalten" aufstößt, weil die anfänglich relativ harten Maßnahmen wurden schon lange wieder aufgehoben und nun befinden wir uns im "Tanz", d.h. es müssen Maßnahmen und Lockerungen gegenseitig abwägen, je nach Lage. Da wird nichts aufrechterhalten. Das wird schon allein deshalb nicht getan, weil man der Wirtschaft nicht noch mehr Schaden zufügen möchte, als unbedingt notwendig. Gerade heute wieder gehört in der Pressekonferenz mit Dieter Reiter und Jens Spahn. Aber das sind ja Politiker, denen glaubt man schonmal per se nicht. Statt dessen wurde wieder eine völlig überflüssige Frage zum Thema LBGT gestellt, auf die Jens Spahn recht souverän antwortete, dass man da doch bitte Herrn Merz dazu befragen sollte.

Dann geht es gleich zum Thema Sterberate. Da kann man über die Berechnungen hin und her diskutieren wie man möchte, die Zahlen sind noch nicht akurat, da noch keine geeigneten Studien vorliegen. Die WHO geht derzeit von einer IFR-Rate von 0,5-1% aus. Bei der Influenza liegt die Rate mit 0,1-0,2% doch deutlich darunter. Auch diese Zahl unterliegt denselben Unsicherheiten, insofern sind sie durchaus miteinander vergleichbar.

Außerdem ärgert es mich, dass die Gefährlichkeit von Covid-19 allein auf die Sterblichkeit reduziert wird, und in diesen Kreisen ständig außer Acht gelassen wird, dass SARS-CoV-2, wenn es in den Blutkreislauf gerät, in vielen Organen schwere Schäden hinterlässt, da im menschlichen Körper nahezu alle Organe ACE2-Rezeptoren besitzen. Das gilt alldings auch für das Influenzavirus. Häufig wird vorgeworfen, dass die Grippewellen und -tote egal wären. Zumindest kam es bei Grippewellen nie zu solchen Überlastungssituationen der Gesundheitssysteme wie in Bergamo oder New York. Jens Spahn hat die Idee der Fieberambulanz vorgestellt, damit Personen, die potentiell Grippe oder Covid-19 haben, nicht in normalen Wartezimmern andere Leute anstecken können. Das Thema Grippe ist also durchaus auf der Agenda. Aber Politikern zuhören, das will ja niemand. Das wäre ja so Schlafschaf.

Die Dunkelziffer wird durch mehr Tests geringer, das ist richtig. Dadurch werden die Zahlen akurater. Der Virologe David Montefiori bedauert mittlerweile, dass er diese Idee in seinem Preprint in die Welt gesetzt hat, dass SARS-CoV-2 durch Mutation weniger gefährlich wird. Denn die neue Mutation D614G breitet sich zwar schneller aus, ist aber nicht weniger gefährlich. Der Coronavirus mutiert langsamer als der Influenzavirus und hat ein Korrekturlese-Enzym, das potenziell fatale Fehler korrigiert. Daher gibt es zwar die berechtigte Hoffnung, dass SARS-CoV-2 eines Tages harmloser wird, allerdings dürfte das nicht ganz so schnell passieren.

Die sinkende Anzahl von Hoch-Risiko-Patienten könnte sich positiv auf die Sterlichkeit innerhalb der Bevölkerung auswirken. Deshalb sterben in Indien auch weniger, da dort die Bevölkerung insgesamt jünger ist, weil die Menschen schon vorher an anderen Krankheiten gestorben sind. Oder, wie es jemand formuliert hat: Die zweite Welle hat die Pflegeheime noch nicht erreicht.

Das Herumreiten auf der Falsch-Positiv-Ergebnissen und PCR-Tests ist auch so eine Sache. Allerdings kommen sie in der Praxis selten vor und falsch-negative Ergebnisse sind ebenso problematisch.

Wir hatten in Deutschland tatsächlich nie das Problem mit einem überlasteten Gesundheitssystem. Das hat viele Gründe, z.B. dass es deutlich besser ist als beispielsweise in Italien oder Spanien. Und dass man die Langzeitfolgen (14% schwere Verläufe, 5% kritisch) herunterspielt oder einfach nur fragt, wo denn die evidenzbasierten Studien dazu bleiben, finde ich so menschenverachtend! Mal wieder wird Hendrick Streeck bemüht, der sicherlich insgesamt die Pandemie erfreulich gelassener beurteilt, als der eine oder andere Kollege, aber er ist keiner von euch!

Und dann wird das Präventionsparadox bemüht. Aber das liegt in der Natur des Präventionsparadox, dass man eben nicht mit letzter Sicherheit sagen kann, welche Maßnahmen welche Wirkung erzielt haben, weshalb gerne behauptet wird, alle Maßnahmen wären unsinnig gewesen. Ich sage ja, dass die Leute Leichenberge sehen wollen, sonst akzeptieren sie die Maßnahmen nicht -.- Aber wie Christian Drosden sagt, müssen wir Vorausdenken, sonst ist es irgendwann zu spät.

Studien zu Alltagsmasken, die eindeutig evidenzbasiert sind, wird es nie geben, da so viele Leute selbst genäht haben und die Unterschiede einfach zu groß sind, als dass man hier verlässliche Zahlen bekommen könnte. Das geht nur bei zertifizierten Produkten. Das Gejammer wegen den Masken kann ich auch nicht mehr hören. Mag sein, dass es auch im asiatischen Raum zu größeren Ausbrüchen kam, aber insgesamt sind die Übersterblichkeitsraten am Beispiel Thailand, Tokio und Südkorea bei 0%!

Ich habe keine Lust, mit Leuten in Facebook oder mit Trollarmeen im Heise-Forum zu diskutieren. Im Moment habe ich das Gefühl, dass sich dort sehr viele Leute tummeln, denen es nicht zu vermitteln ist, dass überhaupt keine Maßnahmen und Unvernunft zu den Leichenbergen führen würden, die vielleicht zur Einsicht beitragen könnten.

Aber trotzdem bin ich gelassener als im März. Denn erstens haben die Ärzte nun vielfältige Möglichkeiten, Covid-19 besser zu behandeln. Zweitens halten sich viele Leute an die Abstands- und Hygieneregeln und tragen in geschlossenen Räumen unter fremden Menschen eine Maske, wodurch die Ausbreitung von SARS-CoV-2 verlangsamt wird. Drittens möchte auch die Regierung die Wirtschaft nicht mehr schaden, weshalb sie die Maßnahmen und Verbote so gering wie möglich halten wollen. Und viertens versucht man, Schul- und Kitaschließungen möglichst zu vermeiden. Insgesamt werden wir also durch die Wellen kommen, ohne ein weiteres Mal eine komplette Ausgangsbeschränkung auf Basis des Infektionsschutzgesetzes verhängen zu müssen! Das ist der Tanz!

Wer bei diesem kindischen Wettstreit am Ende Recht behalten wird, wird man vielleicht niemals mit absoluter Sicherheit sagen können. Mich persönlich überzeugen die Argumente und Rechenspiele der Corona-Maßnahmen-Gegner jedenfalls nicht.

Thema: Corona
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Samstag, 19. September 2020 17:01

Kein Oktoberfest

Heute hätte das diesjährige Oktoberfest begonnen. Es ist kein Geheimnis, dass ich das Oktoberfest nicht leiden kann und jedes Jahr froh bin, wenn der Wahnsinn vorbei ist. Deshalb war ich nicht sonderlich traurig, als es im April abgesagt wurde. Statt dessen wurde das Programm "Sommer in der Stadt" aus dem Boden gestampft und jetzt gibt es die "Wiesn light" bzw. "WirtshausWiesn". Die heute-show hat auch einen heißen Tip, wei man Oktoberfestfeeling herstellen kann. Dabei ist das Oktoberfest in 210 Jahren schon 24 Mal ausgefallen, meist wegen Kriegen, aber auch wegen Cholera.

Überhaupt hat die ganze Corona-Sache bisher mein Leben nicht wirklich sonderlich aus der Bahn geworfen. Mich interessiert Fußball nicht. Ich muss nicht zum Skifahren nach Ischgl. Ich bin ein Partymuffel und gehe auch nur selten auf Konzerte oder ins Kino. Ich find Homeoffice mittlerweile super. Überhaupt bin ich eher ein Stubenhocker. Bei meinen Jungs hat sich auch nicht viel geändert, die kamen vorher nur aus ihren Zimmern, wenn das Internet ausgefallen ist oder es etwas zu Essen gab. Zu den Pferden durfte ich auch nach wie vor. Und Spargel esse ich auch nicht.

Das hat mir also alles kaum etwas ausgemacht.

Themen: Corona | Sonnenstrahl
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Donnerstag, 17. September 2020 20:36

Der Wertewesten

Achtung, schockierende Bilder!

Youtube: A Short Story Of Moria | Joko & Klaas 15 Minuten live.

Das ist nicht mein Europa. Stoppt Rüstungsexporte!


Updates

Telepolis (19.09.2020): Der Brand von Moria

Thema: News
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09.01.2012 13:01 Clicks: 17063

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