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Mein Blog-ArchivDonnerstag, 16. Dezember 2010 20:19Girl in the Cellar - Allan Hall und Michael LeidigDieses Buch ist nicht bei Amasonne erhältlich. Man bekommt es vielleicht über britische Händler bei ibäj. Warum? Es wurde in Deutschland und Österreich verboten. Ich hatte es kurz vor dem Verbot bestellt, daher wurde ich noch beliefert. Aber irgendwie lag das Buch dann ungelesen im Schrank - jahrelang. Natascha Kampusch wollte nicht, dass dieses Buch veröffentlicht wird. Und irgendwie dachte ich mir, sie wird dafür einen guten Grund haben. Daher hatte ich ein schlechtes Gewissen, dass ich dieses Buch überhaupt besaß. Nachdem ich aber die Geschichte mit Natascha Kampuschs eigenen Worten gelesen hatte, kramte ich dieses Buch doch wieder hervor und las es. Im Grunde genommen gibt es darin nicht viel Neues zu lesen. Es ist ein Sammelsurium an Erkenntnissen, die bereits in diversen Zeitungen zu lesen gewesen waren. Immer wieder unterbrochen durch Interviews von Leuten, die Natascha Kampusch kannten, ihren Eltern, ihr selbst und Leuten, die behaupteten, sie zu kennen. Und immer wieder wird spekuliert oder der Leser aufgefordert zu spekulieren. Wenn ich Natascha Kampusch gewesen wäre, hätte ich dieses Machwerk wohl auch verboten. Allerdings hat wohl der berühmte Reiz des Verbotenen dazu geführt, dass es wohl mehr Leute gelesen haben, als es gelesen hätten, wenn es nicht verboten worden wäre. Das nennt man dann wohl den Streisand-Effekt ;-) Jedenfalls finde ich es unmöglich, dass man der Mutter unterschwellig unterstellt, dass sie etwas mit dem Täter Priklopil zu tun gehabt hätte. Oder dass Natascha Kampusch mit ihm eine Liebesbeziehung gehabt hätte, ihn deshalb nicht verlassen wollte und viele Gelegenheiten zu fliehen ungenutzt verstreichen hat lassen. Über die erwähnten Hasstiraden im Internet bin ich auch nie gestolpert, und wenn, dann hätte ich wohl nur den Kopf geschüttelt über diese Trolle. Es wurden auch die wildesten Vermutungen angestellt, was für ein Monster Priklopil wohl gewesen war und dass er zu einem Kinderpornoring gehört hätte. Warum sonst sollte Natascha Kampusch sich nicht über ihre sexuelle Beziehung mit ihm äußern wollen? Wenigstens kommt sie in dem Buch diesbezüglich selbst zu Wort und sagt es mit unglaublicher Klarheit und Deutlichkeit: "Ich frage andere Leute auch nicht, was zwischen ihnen in den letzten acht Jahren passiert ist. Diese Leute können nichts daran ändern und sie können mir auch nicht helfen - also fragen sie nur aus reiner Neugierde." Das ist es wohl... Die Menschen sind sensationslüstern und indiskret. Sie glauben, alles über Menschen erfahren zu dürfen, die im Rampenlicht stehen, ohne Rücksicht auf ihre Privatsphäre. Natascha Kampusch hat aber ein Recht darauf, dass ihre Privatsphäre geschützt bleibt. Und wir sollten ihr dankbar sein, dass sie uns an so viel ihrer Gefangenschaft teilhaben hat lassen, an ihrer enormen Stärke und Willenskraft. Fazit: Wer die Geschichte in der Presse verfolgt hat, wird in diesem Buch keine neuen Informationen finden, sondern nur wage Vermutungen. Wer wissen will, was wirklich geschah, sollte das Buch [Unser Amazonstore: ] 3096 Tage von Natascha Kampusch [/Amazonstore Ende] lesen.
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09.01.2012 13:04
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