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Mein WeblogJuni 2009
Samstag, 27. Juni 2009 16:21Trekdinner wird politischWir hatten eine Menge Spaß gestern beim Trekdinner. Irgendwie wird doch deutlich, dass Trekkies auch internetaffin sind. Klar, wir lieben was Technisches. Wäre schon lustig, wenn einige von uns bei der Bundestagswahl dann für die Piraten stimmen, so sie es denn schaffen sollten, bis dahin zur Wahl zugelassen zu werden. Ich wüsste sonst nicht, wen ich wählen sollte. CSU geht schon mal gar nicht, ging nie und wird nie gehen. SPD haben sich mit ihrem Verhalten bei der Vorratsdatenspeicherung ("überlassen wir das mal dem Verfassungsgericht") und dem Zensurgesetz (Angst vor der Blöd-Zeitung) für mich unwählbar gemacht. Grüne haben sich zum Teil enthalten. Hallo, was soll das denn bitte? FDP haben sich zwar bei der Abstimmung zum Zensurgesetz richtig verhalten, allerdings kann ich die auch nicht wählen, weil ich da CDU/CSU mitwählen würde, weil die immer koalieren. Geht für mich also auch nicht. Viel bleibt da nicht mehr für mich übrig... Sollte es die Piratenpartei tatsächlich auf den nächsten Stimmzettel schaffen, braucht niemand Bedenken haben, dass sie sofort die absolute Mehrheit bekommen würden. Dazu klingt der Name wohl leider etwas unseriös :-( und andererseits darf man das Bild, das beispielsweise über Twitter abgebildet wird, nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragen, denn dies ist nur der Teil der Bevölkerung, die sich nicht verarschen lässt und auf die Schwingungen im Internet horcht, statt sich von irgendwelchen Blöd-Zeitungen eine vorgefasste Meinung eintrichtern zu lassen. Es wird wohl eher so eine Bewegung sein wie in den 80er Jahren die Umweltbewegung, aus der die Grünen und Bündnis'90 hervorgegangen sind und die großen Parteien dazu gezwungen haben, Umweltpolitik in ihr Programm aufzunehmen. So ähnlich hoffe ich, wird das mit den Piraten werden. Haben die ihren Fuß mal in der Tür, werden die großen Parteien gezwungen, den Schutz der Bürgerrechte (allen voran der Meinungsfreiheit) in ihr Programm aufzunehmen (obwohl das nicht notwendig sein sollte, steht doch im Grundgesetz) und die Gesetzgebung endlich der modernen, vernetzten Gesellschaftsstruktur anzupassen. Dann könnte sich vielleicht sogar eine echte Demokratie mit Schwarmintelligenz entwickeln? Wer hat eigentlich in unserem schönen Staat die Macht? Schwer zu sagen. Die Blöd-Zeitung, die erwiesener Maßen lügt und hetzt und das Wort Journalismus missbraucht? Aber die können auch nur dann Meinung machen, wenn viele Dämlacke diesen Schrott kaufen und denen damit die notwendigen monetären Ressourcen zur Verfügung stellen. Also doch die Blöd-Leser, also das Volk? Oder die CDU/CSU, die mit ihrer Politik versuchen, die Massen blöd zu halten, indem sie dafür sorgen, dass sich nur noch der Geldadel Bildung leisten kann? Da beißt die Maus wohl keinen Faden ab. Ist sozusagen ein Perpetuum Mobile. Kein Wunder, dass die alteingesessenen Politiker Angst vor dem Internet haben. Da könnten sich die Leute ja tatsächlich mal für geringe Kosten schlau machen. Mich wundert es nur, dass ganz Deutschland mit Breitband ausgestattet werden soll, wo das Internet doch so böse ist. Ups, hoffentlich habe ich die jetzt nicht auf dumme Gedanken gebracht... Okay, aber wir haben auch etwas star-trek-mäßiges gemacht, nämlich in kleiner, privaten Runde unter Freunden die Filmchen angeschaut, die wir bei diversen Besuchen in unserer Filmwerkstätte drehen und anschließend legal erwerben durften. War lustig :-)
Montag, 22. Juni 2009 20:45Star Trek in Deutschland - Mike Hillenbrand und Thomas Höhl[Unser Amazonstore: ] Star Trek in Deutschland - Mike Hillenbrand und Thomas Höhl [/Amazonstore Ende] Und wieder habe ich ein Buch zu Ende gelesen. Kurz zum Inhalt: Das Buch befasst sich mit drei Hauptthemen, nämlich Star Trek in Film & Fernsehen und deren Synchronisation, den Fans in Deutschland und Star Trek in gedruckter Form. Mir persönlich haben die beiden ersten Abschnitte besser gefallen, auch wenn sich ein Kapitel ein wenig so las, als hätte der Autor spät nachts noch am Rechner gesessen und sich mit Energy Drinks wachgehalten, um eine Liste mit Stichpunkten abzuarbeiten. Da uns verschwiegen wird, welcher der beiden Autoren für welche Kapitel verantwortlich war, kann ich das jetzt natürlich keinem der beiden in die Schuhe schieben. Geschickt eingefädelt ;-) Aber ich möchte darüber gar nicht meckern, denn so ein Buch zu schreiben ist nicht einfach, und was zählt ist doch, was am Ende dabei herauskommt. Und das ist wunderbar, eine Liebeserklärung an Star Trek und das deutsche Fandom. Im ersten Teil wird auch ausführlich darüber berichtet, dass wir Trekkies von den Medien nur zu gerne ins Rampenlicht gezerrt wurden, um uns für blöd zu verkaufen. Aber das sind wir ganz und gar nicht. So werden Formate wie Schreinemakers entlarvt, sich keine Mühe gemacht zu haben, sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen, denn "ernsthaft" und "Star Trek" passt für den Durchschnittsfernsehkonsumenten offensichtlich nicht zusammen. Schnell, guckt euch das Interview mit James Doohan an, so lange es noch online ist. Danke an Daniel *knuddel* Der zweite Teil über das Fandom ist auch sehr interessant, vor allen Dingen, weil Dirk Bartholomae ein wunderbares, weil ehrliches Interview gegeben hat und wirklich eine Bereicherung war. Auch die Aktion von Stand By, die ein Auge auf die deutsche Synchronisation ab Star Trek IV warf, ist schön beschrieben. Leider wird Stand By bereits im ersten Teil über die Filme im Zusammenhang mit der Synchronisation immer wieder erwähnt, und wer nicht weiß, was es damit auf sich hat, wird an dieser Stelle vielleicht etwas verdutzt fragen, was das eigentlich ist. Mein Lieblingskapitel ist allerdings das über die USS Thor, einem Auto, das zu einem Shuttle umfunktioniert wurde ;-) Der dritte Teil über die Druckwelt von Star Trek liest sich leider ebenfalls wie eine Abhandlung von Stichpunkten. Allerdings lohnt es sich wirklich, am Ball zu bleiben, denn es werden so manche Romane vorgestellt, die sich zu kaufen lohnen. Und mir wurde bescheinigt, dass ich wohl einsam wäre, da mein unangefochtener Lieblingsroman [Unser Amazonstore: ] Ishmael [/Amazonstore Ende] ist, der trotz fünf Sterne bei Amazon offensichtlich das Fandom polarisiert. Oder doch nur die Autoren? Nein, darüber möchte ich nicht spekulieren ;-) So, und nun muss ich mir noch eine Amazon-Rezension ausdenken, die dasselbe aussagt, aber anders formuliert ist...
Samstag, 20. Juni 2009 20:49Fotos und Eindrücke von DemoNachdem mein Schatz Florian die DigiCam noch auf dem Podcamp dabei hatte, konnte ich die BIlder erst jetzt hochladen. Es waren einige sehr gute Schilder zu sehen. Irgendwo hatte ich gelesen (wahrscheinlich auf Twitter), dass wir schon ein wenig wie eine entlaufene LAN-Party aussehen *g* Die meisten Argumente der Redner hatten wir bereits im Vorfeld im Internet gelesen, ihr wisst schon, dieses ominöse technische Dings, in dem sich Informationen in Echtzeit übertragen lassen, bevor sie zensiert werden konnten.
Wer glaubt, eine Zensur findet nicht statt, der liest wohl seit Jahrzehnten seine immer gleiche Zeitung und wurde durch seine Redaktion bereits einer Gehirnwäsche unterzogen. Ich behaupte: JEDE Zeitung, egal ob Bild oder die Süddeutsche oder die Abendzeitung oder [hier bitte jedes beliebige Blatt einsetzen], Vielleicht noch ein Wort zu dem Vorwurf, dass Internetsurfer "angefixt" werden könnten, wenn sie versehentlich auf eine Seite geraten, auf der Kinderpornographie zu sehen ist. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Bericht gelesen, gesehen oder gehört habe, in dem ein Polizeibeamter davon berichtete, wie schlimm es eigentlich ist, dieses "Material" sichten zu müssen, um darin versteckte Hinweise zu finden. Diese Arbeit ist psychisch extremst belastend und ohne entsprechende psychotherapeutische Behandlung nicht durchführbar! Ich glaube, dass KEIN normaler Mensch in so einem Fall Blut lecken und mehr wollen würde, sondern dass es den meisten wohl eher so ergehen würde, wie diesem Polizeibeamten. Und da will Zensursula den Bundesdatenschützern diese Arbeit zumuten? Mal ganz abgesehen davon, dass dies nicht deren Aufgabe sein kann...
Dienstag, 16. Juni 2009 20:23Terminator - Die ErlösungWir haben uns mal wieder einen Kinoabend gegönnt. Diesmal haben wir den vierten Film von Terminator angeschaut. Er ist durchaus kurzweilig, zeichnet Menschlichkeiten und beeindruckt durch interessante Kamerafahrten und Szenen ohne Schnitt. Alles ist grau in grau, was eine gewollte, düstere Stimmung erzeugt. Achtung, Spoiler Leider haben die Macher einen Kardinalfehler gemacht. Sie haben uns sehr viel der Spannung geraubt, indem sie bereits im Trailer verrieten, dass Marcus kein Mensch (mehr) ist. Dieser unverzeihliche Spoiler konnte jedoch nicht verhindern, dass Sam Worthington den Batman Christian Bale gnadenlos an die Wand spielt. Achtung, Spoiler Kyle Reese wurde von Anton Yelchin verkörpert, der schon in Star Trek (XI) einen hinreißenden Chekov spielte. Zumindest für mich gab es dann eine kleine Überraschung, als Roland Kickinger als Arnold-Schwarzenegger-Double auftrat, inklusive Original-Gesicht von Arnie mal eben auf seinen Hals gerendert. Ein nettes Gimmick, ebenso die berühmten Zitate "Komm mit mir, wenn du leben willst!" und "Ich komme wieder!" (I'll be back), die ein wenig wie "musste unbedingt ins Drehbuch" wirkten. Achtung, Spoiler Vermissen könnte man vielleicht das Morphing, das im zweiten Terminator-Teil Filmgeschichte schrieb. Aber da es diese Terminatoren aus flüssigem Metall in diesem Quasi-Prequel aus der Zukunft noch nicht gab... äh, geben wird... naja, ihr wisst schon, macht das auch Sinn, auf solche Effekthascherei zu verzichten. Es gab genügend andere Wiesen, auf denen sich die FX-Spezialisten austoben konnten. Achtung, Spoiler Und jetzt spoiler ich nochmal so richtig. Wer also noch vor hat, den Film anzusehen, möge an dieser Stelle nicht weiterlesen. Am Schluss opfert sich Marcus in einer grandiosen Geste, um John Conner (der die Initialen von Jesus Christus trägt, aber ebenso die von James Cameron) das Leben zu retten. Das war meiner Meinung nach überflüssig. Und jetzt weiß ich auch, was P. Zander damit gemeint hatte, als er dem Film vorwarf, mit Humanismus zu nerven. Achtung, Spoiler Fazit: An die ersten beiden Teile reicht dieser Film nicht ran. Aber er ist immerhin nicht so kühl und flach wie der dritte Teil, der so gar nicht überzeugen konnte, trotz guter Effekte. Aber er hat etwas. Und wenn die Werbetreibenden beherzigen, das größte As im Ärmel bitte nicht schon wieder mit dem Trailer zu verspielen, dann könnte man sich doch glatt auf die nächsten beiden Teile der geplanten Trilogie freuen. Hm, ich setze ihn mal mit auf die Wunschliste. So der Vollständigkeit halber.
Sonntag, 14. Juni 2009 12:23Depeche-Mode KonzertIm Oktober 2008 habe ich bereits die Karten gekauft gehabt. Dann wurden sie in ein Weihnachtsgeschenk umgewandelt :-) Irgendwie dachte ich, dass es eine Ewigkeit bis zum Konzert ist, doch die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Meine Arbeitskolleginnen hatten ihre Karten in Sitzplätze getauscht, deshalb haben wir uns auch nicht gesehen. Aber dafür waren von Florian zwei Arbeitskolleg(inn)en und noch jemand dabei, also waren wir zu fünft. Die ersten Worte, die ich hörte, waren: "Man sieht, dass du nicht erst seit gestern Depeche-Mode-Fan bist." Mein erstes Album war Black Celebration. Also hat sich mein Outfit gelohnt. Ich habe nur noch eine mit schwarzen Fingernägeln gesehen (oder war es ein Mann?) und vereinzelt rasierte Nacken, Korsetts und ein paar wenige Gothics. Ist wohl nicht mehr Mode ;-) Die Vorband M83 war nicht schlecht, aber Depeche-Mode hat fast bis 21.00 Uhr auf sich warten lassen. Aber das war auch ganz gut so, denn bis dahin war die Sonne niedrig genug, um niemanden mehr zu blenden. Dann gab es inklusive Zugabe zwei Stunden Musik. Die Stimmung war von Anfang an großartig, wie man es von Depeche-Mode-Konzerten gewohnt ist. Einige Songs von Sounds of the Universe wurden gespielt, aber auch viele Klassiker, wie Question of Time, Enjoy the Silence, Strangelove, Stripped, Flys on the Windscreen etc. Da konnte ich dann mitsingen. Teilweise wurde irgendwie Weihrauch oder so verteilt. Das war schon irgendwie lustig, als ob es eine religiöse Erfahrung sein soll, einmal auf einem Depeche-Mode-Konzert gewesen zu sein. Auf dem Heimweg ging es in der U-Bahn wieder fast so zu wie beim Oktoberfest. Unglaublich! Aber es war sehr schön gewesen. Florian hat es auch gefallen, obwohl das nicht unbedingt seine Musikrichtung ist. Ich wusste auf Anhieb, dass Everything Counts auf dem Album Construction Time Again drauf ist. Und wenn Depeche-Mode mal wieder im Lande ist, dann werde ich auch wieder auf das Konzert gehen. Am nächsten Tag trudelte dann noch eine E-Mail ein. Ja, es ist entsetzlich, dass sich da Leute mit bunt geringelten Shirts oder rosa Kleidchen mit Flipflops hingetraut haben. Das geht schon mal gar nicht ;-) Zum Glück hatte Florian einen Imageberater: Mich! 31 Fotos vom Depeche-Mode-Konzert Update 14:04 Uhr:Jetzt weiß ich auch, warum so viele Leute "I ♥ NY"-T-Shirts angehabt haben: Weil Dave Gahan in New York operiert worden ist!
Donnerstag, 4. Juni 2009 21:09DVD: Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951)Mehr nach meinem Geschmack war die Version von 1951 des Klassikers Der Tag, an dem die Erde stillstand. Was für ein wundervoller Film! Es ist einfach absolut richtig, die vielen Streitereien der Menschheit als "kleinlich" zu bezeichnen. Und die Art und Weise, in der Klaatu seine Macht demonstriert, indem er einfach für eine halbe Stunde den elektrischen Strom abschaltet, außer bei kritischen Systemen wie Flugzeugen und Krankenhausequipment, ist einfach genial. Es ist auch sehr bezeichnend, dass Klaatu gerne mit Wissenschaftlern aus aller Welt sprechen möchte, statt den Kleinkrieg und die Machtspielchen der Staatsoberhäupter mitzumachen. Diesen Film haben wir nicht geliehen, sondern gekauft. Und er landet ganz bestimmt nicht in ibäj. Es ist eine Perle in unserer Sammlung.
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