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Freitag, 23. Februar 2018 19:45

Kostenloser ÖPNV

Im Zuge der Dieseldebatte wird über einen kostenlosen ÖPNV diskutiert. Aber die Dieseldebatte ist irgendwie auch so ein trauriges Kapitel. Die Emissionen von Stickoxiden sind bei Dieselfahrzeugen etwas vier Mal so hoch, wie bei Benzinern. Aber Stickoxide zerfallen in Bodennähe innerhalb eines Tages zu Stickstoff und Sauerstoff, zwei natürliche Komponenten der Erdatmosphäre. Selbst das Umweltbundesamt kann nicht sagen, welcher Antrieb umweltfreundlicher ist, das ändert sich ständig und wechselt sicher auch ab und zu und verbessert sich kontinuierlich. Und Grenzwerte wurden willkürlich und sicherheitshalber auch sehr niedrig angesetzt. Was ich auch nicht wusste: Diesel hat einen höheren Wirkungsgrad, weshalb man einen geringeren Verbrauch hat.

Am Beispiel vom VW Golf sehe ich für Diesel einen Durchschnittsverbrauch von 4,8 - 6,3 l/100km und beim Benziner 6,6 -9,5 l/100km. Der einzige Grund, sich für einen Diesel zu entscheiden, war bisher der eigene Geldbeutel, denn ab einer gewissen Kilometerleistung pro Jahr lohnten sich die höheren Steuern bei Diesel wegen der geringen Kraftstoffkosten, war also für Vielfahrer interessant. Benziner dagegen kosteten zwar weniger Steuern, dafür waren die Kraftsoffkosten höher, wegen dem Literpreis und auch wegen dem höheren Verbrauch. Ich hatte damals bei meinem ersten Auto mal rumgerechnet und bin auf eine Schwelle von 30.000 km pro Jahr gekommen, die man fahren musste, bevor sich der Diesel lohnt, weshalb ich seither Benziner fahre und nie wieder nachgerechnet habe, weil ich etwa 15.000 km pro Jahr fahre. Laut ADAC würde sich da aber bereits ein Diesel lohnen. Naja, bei unserem Hybrid dann wahrscheinlich doch nicht mehr...

Fakt ist aber, dass die momentane Diskussion um Dieselfahrverbote in Innenstädten den Wert von Dieselfahrzeugen massiv nach unten drückt. Aber ich freue mich, dass deswegen die Diskussion über einen kostenlosen ÖPNV losgetreten wurde, wenn auch aus seltsamen Gründen. Und das will natürlich auch mal wieder keiner zahlen.

Von einem passionierten Autofahrer, der es für einen persönlichen Affront hält, dass öffentliche Verkehrsmittel staatlich gefördert werden und er als Autofahrer deshalb ständig zur Kasse gebeten wird, habe ich gehört, dass die Nutzer von ÖPNV doch gefälligst auch den Preis dafür bezahlen sollen, was der ganze Spaß auch kostet. Ich habe mal wieder Bahn- und Flugpreise nach Berlin verglichen, und fliegen ist tatsächlich günstiger, selbst mit dem Sparpreis der Bahn. Dabei wäre es doch auch für die passionierten Autofahrer von Vorteil, wenn mehr Leute ÖPNV nutzen würden. Weniger Staus und weniger 150 km/h-Schleicher auf der Autobahn. Und wieviel würde das dann kosten, wenn man als Bahnfahrer die tatsächlichen Kosten zu tragen hätte? Das wäre wahrscheinlich unbezahlbar.

Genau, alles soll so viel kosten, wie es tatsächlich kostet. Kitas und Schulen zum Beispiel. 350 Euro für einen Kindergartenplatz? Lächerlich, das kostet gut 1000-1500 Euro. Und die Schule noch mehr. Eltern könnten sich das dann nicht leisten? Selbst Schuld, hätten sie halt die Bälger nicht in die Welt gesetzt.

Oder wieviel kostet Arbeit? Wenn ein Mensch 40 Stunden pro Woche seiner Lebenszeit zur Verfügung stellt, dann sollte er doch auch davon ein menschenwürdiges Leben, ja ein Leben mit sozialer Teilhabe bestreiten können, oder? Genau, da reicht der mikrige Mindestlohn nicht für, da müssen schon 15 Euro pro Stunde mindestens berappt werden.

Nicht gut?

Mein ich doch auch. Wir leben nicht in einer Welt, in der alles nur durch Angebot und Nachfrage, durch die Mechanismen der Geldströme, die von Neoliberalen gerne als Naturgesetze angebetet werden, gesteuert wird. Das wäre auch fatal, denn dann würden die Armen so schnell verhungern und die Reichen so schnell alles Geld bei sich bunkern, dass Sozialdarwinismus die Menschheit wohl halb ausrotten würde. Nein, das wäre nicht human, das geht doch nicht. (Auch wenn Überbevölkerung ein Riesenproblem ist, aber das würde ich eher mit Bildung insbesondere von Frauen und kostenlosem Zugang zu Verhütungsmitteln regeln - aber das ist ein anderes Thema.)

Geld und Geldströme unterliegen einem Wust an unübersichtlichen und wahnsinnig komplizierten Regeln. Damit wird das Schlimmste verhindert. Das sind keine Naturgesetze. Geld ist eine Erfindung des Menschen und die Regeln, nach denen wir damit umgehen, ebenso. Da können jede Menge Stellschrauben gedreht werden. Deshalb werden manche Projekte eben öffentlich gefördert und andere nicht. Oft mit Hirnpatsch, aber immerhin. Warum also kein kostenloser ÖPNV? Mit hochfrequenten Zügen, die vielleicht komplett vollautomatisch gesteuert werden?

Ja, ja, ich weiß, arbeitslose Lokführer und so. Aber machen wir uns doch von dem Gedanken einmal frei, dass man überhaupt noch arbeiten müsste, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wenn wir ein bedingungsloses Grundeinkommen hätten. Aber wer soll das bezahlen? Blabla, wir erinnern uns, die Regeln, nach denen Geld verkehrt, sind menschengemacht. Außerdem haben wir bereits ein fast bedingungsloses Grundeinkommen in Form des Kindergeldes. Es geht also wirklich!

Wäre das nicht eine tolle Welt, in der sich niemand mehr Sorgen um seine Existenz machen müsste? In der schwere Arbeiten von Robotern und stupide Mausklickarbeiten von KIs erledigt werden? In denen wir mit einem kostenlosen ÖPNV und selbstfahrenden Autos überall hinreisen könnten? Wir unsere Freizeit, die dann im Überfluss vorhanden wäre, mit Dingen füllen könnten, die uns Spaß machen und erfüllen? Wo wir Zeit hätten, uns um unsere Kinder und um unsere pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern, ohne Geldsorgen haben zu müssen?

Man wird doch noch träumen dürfen. Aber das ist die Richtung, wo ich hin möchte: Eine Welt ohne Existenzängste, ohne Missgunst und ohne Kriege. Stellt euch das mal vor!

Themen: Auto | News [ Senf dazugeben ]

Dienstag, 20. Februar 2018 19:43

Viel Spaß mit Amazon Prime und Netflix

Eigentlich finde ich Streamingdienste praktisch. Keine nervtötende Werbung, einfach Bingewatching, keine Silberscheiben in irgendein Gerät einlegen. Aber was mich langsam abschreckt, sind die blöden Lizenzbedingungen. Mal gibt es die Serie im Preis inbegriffen, mal endet sie plötzlich und fliegt aus dem Programm, mal wird sie plötzlich kostenpflichtig. So geschehen bei Greys Anatomy, bei Forever und jetzt auch bei Touch, obwohl mir nur noch drei Folgen gefehlt hätten. Grmpf!

Vielleicht doch lieber wieder DVDs bestellen bei videobuster?

Thema: Serien [ Senf dazugeben ]

Freitag, 16. Februar 2018 19:35

Wird Siemens irgendwann BlackRock gehören?

Für mich ist die Finanzwirtschaft so etwas wie eine überdimensional aufgeblähte Zecke, die sich an der Realwirtschaft festgebissen hat und diese aussaugt. Die größte Zecke ist wohl BlackRock. Manchmal frage ich mich, ob der Name von Black Friday und Rockefeller kommt. Aber das ist natürlich nur verschwörungstheoretische Vermutung. Durch das große Gelddrucken wird im Moment noch verhindert, dass es wieder zu so einer Katastrophe wie 1929 kommt. Aber eigentlich sind die Fantastilliarden auf den Konten der Reichsten der Reichen nicht wirklich was wert, denn was können sie davon noch kaufen? Es treibt lediglich die Preise in der Realwirtschaft in exorbitante Höhen, wie man am Beispiel des Immobilienmarktes gut erkennen kann. Oder wie die Chinesen gerade einkaufen. Das passiert, wenn zu viel Kapital da ist und seine zerstörerische Wirkung entfalten kann (also Wohnraum unbezahlbar macht und vielen Menschen die Jobs kostet). Wir erinnern uns... die Zecke.

Ich frage mich auch manchmal, ob irgendwann Siemens aufgekauft und dann filetiert wird. Wäre unschön für alle Mitarbeiter. Im Zuge der letzten Hauptversammlung stand in der Zeitung, dass die drei größten Aktionäre die Siemens-Familie, BlackRock und der Staat Katar sind (und btw finde ich es unglücklich, dass sich N24 in welt umbenannt hat, erinnert mich doch an so ein Schmierenblatt für mittelschichtige Bildzeitungsleser). Aber ich frage mich, ob das wirklich stimmt, dass BlackRock "nur" 5,4% an Siemensaktien hält.

  • 20.01.2015: 4,86% von BlackRock, Inc., New York, NY, Vereinigte Staaten von Amerika (leider kann man das nur noch sehen, wenn man eingeloggt ist, falls überhaupt, aber ich habe Screenshots)
  • 14.04.2015: 5,5 % von BlackRock Financial Management, Inc., Wilmington, DE, U.S.A.
  • 30.04.2015 5,19% und 19.10.2015 dann 5,42% von BlackRock, Inc., Wilmington, DE, U.S.A.

Ich verstehe vom Aktienrecht und der Meldepflicht Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG nichts, aber wenn ich mir das so ansehe, dann sind das drei verschiedene BlackRock-Firmen, die jeweils uuups leider melden mussten und zusammengenommen schon ca. 15% haben, oder sehe ich das falsch? Und wenn ich da mal durchzähle, wie viele BlackRock-Gesellschaften es weltweit zu geben scheint, komme ich auf 168 Gesellschaften. Wenn nur ein Teil davon jeweils nicht meldepflichtige Anteile von 1% halten, dann wäre es also theoretisch möglich, dass Siemens eigentlich schon zu über 50% BlackRock gehört, in kleinen Stücken? Oder gilt die Meldeschwelle für die gesamte Kette der Tochterunternehmen und die 5,97% stimmen? Weiß eine Aktiengesellschaft, wer Aktien besitzt oder unterliegt das irgendeinem Bankgeheimnis?

Ich habe mich mal gefragt, ob das der Grund ist, weshalb Siemens möchte, dass möglichst viele Mitarbeiter Aktien halten. Aber wenn ich mir die Zahlen so anschaue, dann reicht das nicht aus, vor einer feindlichen Übernahme zu schützen. Siemens hat 850 Mio. Aktien ausgegeben. Es sind 9% nicht identifizierte Anleger, was meine Frage von vorhin beantwortet, ob eine Aktiengesellschaft alle ihre Aktienbesitzer kennt. 165.000 der Aktien gehören der Belegschaft, das sind gerade mal 0,0194%, also keine Chance, eien Übernahme zu verhindern. Aber vielleicht wird mit Ownership Culture auch gemeint, dass man immer bereit ist, sich den Arsch aufzureißen, schließlich "gehört" einem ja die Firma, in der man arbeitet.

Thema: News [ Senf dazugeben ]

Montag, 12. Februar 2018 23:52

Shape of Water (Vorpremiere)

Wir msind al wieder ins Kino gegangen und haben uns Shape of Water angeschaut. Aufgrund des Trailers habe ich einen romantischen Film mit etwas Action wegen dem Militär und den Forschern erwartet, die dem Meereswesen natürlich an den Kragen wollten. Ich wurde aber schon an der Kinokasse überrascht, als man mich fragte, ob meine Begleitperson auch schon 16 oder älter wäre.

Achtung, Spoiler

In diesen Punkten hat der Film leider etwas über das Ziel hinausgeschossen, denke ich. Nekrotische Finger sind einfach nur eklig, sonst nichts. Die meisten Dinge an dem Film haben mir gefallen, wie die wunderschönen Bilder, die Kulisse im Jahr 1952, die Menschen. Ein Wiedersehen mit Octavia Spencer aus Hidden Figures und The Help (und auch hier muss sie den offenen Rassismus der damaligen ertragen), David Hewlett aus Stargate Atlantis (und auch hier wieder als etwas schrulliger Wissenschaftler) und Doug Jones aus Star Trek Discovery / Saru (und auch hier wieder als komplett in einem Kostüm verstecketes Wesen). Ich habe Doug Jones bisher nur einmal ohne Maske gesehen, als Scully in Z Nation, da war er ein UFO-Gläubiger.

Achtung, Spoiler

Fazit: Ich bin mir nicht sicher, ob mir der Film gefallen soll und ob ich ihn jemals wieder ansehen möchte. Bildgewaltig und herzerwärmend war er schon. Und er hatte ein Happy End, was mir sehr wichtig ist. Aber das mit den Fingern, das war einfach zu eklig. Am besten hat mir die Szene gefallen, in der die Putzfrau ihren Nachbarn überredet, das amphibische Wesen zu retten. Er argumentierte, dass er so etwas nicht tun könne für ein Wesen, das noch nicht einmal menschlich ist. Und sie hält dagegen, dass sie - wenn sie es nicht retten - es auch nicht sind.

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Kino [ Senf dazugeben ]

Freitag, 9. Februar 2018 18:48

ZNation

Z Nation

Dienstag, 30. Januar 2018

Achtung, Spoiler

Die Serie Z Nation wurde mir von Netflix vorgeschlagen, weil ich dort als Zombiefan gelte. Spaßenshalber habe ich mal reingeschaut. Sie kommt an Walking Dead nicht heran, obwohl man ihr sofort ansieht, dass sie vieles einfach nachmacht. Die Charaktere sind blasser und echte Gefühle kommen nicht wirklich auf. Das liegt aber nicht an den Schauspielern, die finde ich alle sehr gut.

Achtung, Spoiler

Die Zombies werden auch so genannt, aber sie können rennen wie in World War Z. Das irritiert, weil ich nicht glaube, dass man bei solchen Zombies wirklich eine Überlebenschance hat. Deshalb verirren sie sich auch gerne mal im Hintergrund, wenn es gerade ins Drehbuch passt.

Achtung, Spoiler

Dabei mangelt es den Autoren nicht an Ideen. Tobias mit seiner kannibalistischen Truppe, die ihre menschlichen Opfer bei lebendigem Leib verspeisen. Ja, gab es schon, aber die Agonie der Betroffenen - Gänsehaut! Wurde aber in nur einer Folge abgefrühstückt. Ich schätze mal, dass auch für Zombiedrehbuchautoren das Thema Kannibalismus zu heiß ist. Bei dem Cliffhanger bei Walking Dead (sorry, aber der Vergleich muss einfach sein) mit Denise Crosby ging das Thema auch ganz schnell durch.

Achtung, Spoiler

Andere Folgen dagegen wie die mit dem wiederkehrenden Traum von Addy oder mit dem russischen Kosmonauten, der bei Citizen Z in der Polarstation der NSA mit einer Kapsel von der ISS landet, sind dagegen fast unerträglich. Mal sehen, wie es weitergeht.


Update Freitag, 09. Februar 2018

Achtung, Spoiler

Jetzt bin ich mit der zweiten Staffel durch. Die erste endete mit dem Cliffhanger, dass Atomraketen quer über die Himmel rasten. In der zweiten Staffel muss Citizen Z seine Polarstation aufgeben. Dafür erreicht die Gruppe das CDC-Labor auf einem U-Boot, wo die Menschheit mit Murphys Blut gerettet werden soll. Wieder ein Mega-Cliffhanger. Auf Staffel 3 und 4 werde ich noch ein Weilchen warten müssen, aber - anders als bei Walking Dead - wird mir das nicht schwerfallen...

Thema: Serien

Freitag, 26. Januar 2018 23:55

Trekdinner im Januar 2018

Dieses Mal hatten wir beim Trekdinner sogar Programm. Erst haben wir die Siegerehrung nachgeholt, auch wenn die Hälfte der Gewinner nicht anwesend waren, und dann haben wir darüber diskutiert, wie wir nächstes Jahr mit dem Trekbowling weitermachen wollen. Wir haben uns ein kompliziertes System ausgedacht, nach dem wir abstimmen, aber ich glaube, so kommen wir zu einem guten Ergebnis :)

19 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Trekdinner [ Senf dazugeben ]

Freitag, 19. Januar 2018 18:49

Lie To Me

Ich weiß gar nicht mehr, wer mir die Serie empfohlen hat, aber sie war schon lange auf meiner Watchlist. Jetzt bin ich mit den nur 3 Staffeln von Lie To Me durch. Eigentlich hat mir die Serie sehr gut gefallen und ich finde es schade, dass nach nur drei Staffeln schon Schluss war. Ich denke, dass das Ende auch relativ plötzlich kam, denn die Autoren hatten kaum Zeit, die Stränge zu Ende zu erzählen.

Habe ich was verschlafen? Wieso ist eigentlich Cals Exfrau doch nach Chicago gezogen und hat Tochter Emily nicht mitgenommen? Wurden die Finanzprobleme der Lightman Group jemals gelöst? Agent Ben Reynolds ist nicht gestorben, sondern einfach nicht wieder aufgetaucht, nachdem die Zusammenarbeit mit dem FBI beendet wurde? Sind Gillian und Cal zusammen oder nicht? Zumindest letzteres wird in der Schlussszene dem Zuschauer überlassen.

Vielleicht wäre die Serie erfolgreicher gewesen, wenn Cal nicht so ein Narzist gewesen wäre. Mit seinem offen stehenden Mund und dem ständigen Gestikulieren mit den Händen nervte er schon manchmal. Und er war immer so superheldenhaft, auch wenn er dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen ist. Und seine Tochter war auch ständig in Gefahr...

Thema: Serien

Freitag, 12. Januar 2018 19:50

Im Aufzug

Heute in der Mittagspause bin ich mit dem Aufzug gefahren. Ich hatte aus Versehen auf Erdgeschoss gedrückt, wollte aber in den Keller, wo die Kantine ist. In einer anderen Etage stiegen einige Männer zu. Als der Aufzug im Erdgeschoss hielt, aber niemand einstieg, war ziemlich klar, dass ich falsch gedrückt hatte. Einer der Herren sah mich dann halb belustigt, halb vorwurfsvoll an. Darauf ich: "Wenn ich das prograrmmiert hätte, könnte man das wieder ausschalten!" Grins!

Thema: mein Job

Samstag, 6. Januar 2018 21:45

Trekbowling 2018

Das Trekbowling stand dieses Jahr unter keinem guten Stern. Erst habe ich das ganze Jahr versucht, irgendwo unseren beliebten Pokal Paul zu bekommen, aber alle Pokalversender hatten die gleiche Nachricht für mich: Wird nicht mehr hergestellt, nicht mehr lieferbar, obwohl sie auch nach meiner Anfrage noch in den Online-Shops drinnen blieben. Das war sehr frustrierend. Aber mit Pino und Pina haben wir ganz niedliche Nachfolger bekommen, auch wenn sie Paul nicht wirklich ersetzen können.

Dann hat mich leider die Nachricht erreicht, dass unser Italiener La Corte dell Angelo Ende 2017 schließen wird. Daher habe ich mich nach einem anderen Restaurant umgesehen, das dem vielleicht am nächsten kommt. So habe ich das La Locanda gefunden und im November-Trekdinner in die Runde gefragt, ob das etwas wäre. Ich hatte schon meine Bedenken geäußert, dass es vielleicht zu teuer war, und mein erster Anruf dort hatte ergeben, dass bei großen Gruppen (ich rechnete wie immer mit 20-22 Personen) keine à-la-carte-Bestellung möglich ist, was auch ein Minuspunkt war. Aber das Feedback beim Trekdinner war erstaunlich positiv. Das man sich zum Auftakt des Jahres gerne etwas besonderes gönnen würde und so weiter. Ich wollte eigentlich noch eine Umfrage über Facebook und per Mail starten, aber da ich im November und Dezember unter starker Antriebslosigkeit litt (Winterdepression nennt man das, glaube ich) und mit ganz einfachen Dingen schon überfordert war (zum Beispiel beim Restaurant anrufen, ich hatte da jedes Mal Magenschmerzen und musste mir eine Outlook-Erinnerung setzen, damit ich das auch wirklich tue), habe ich das wie so vieles nicht auf die Reihe bekommen.

Man wollte uns erst Drei-Gänge-Menüs aufschwatzen, vegetarisch hätte dann 40 Euro gekostet und mit Fleisch 45. Aber da wussten wir, dass wir dann alleine da sitzen würden, deshalb habe ich nochmal mit Magenschmerzen angerufen und gesagt, dass das nicht durchgeht, dass die Leute einzeln wählen möchten. Wenn Geschäftsmann mit mir Weichei aufeinandertreffen... Da prallen Welten aufeinander.

Es haben trotzdem nur sehr wenige zugesagt und wegen Krankheit, was zu dieser Jahreszeit normal ist und womit ich eigentlich auch immer rechne, blieben am Ende nur sechs Leute übrig, die ins La Locanda gegangen sind. Das war sehr frustrierend. In erster Linie aber, weil ich nur von wenigen auch eine Begründung für die Absage erhalten habe. Zu teuer, übersichtliche Portionen, keine à-la-carte-Bestellung waren die Kritikpunkte, also genau meine Befürchtungen, die ich in meiner Ansprache im November-Trekdinner hervorgebracht hatte, als es noch keinen Aufschrei gab. Alles natürlich verständlich, aber ich hätte mir gewünscht, dass man mir das vielleicht schon im November gesagt hätte, da hätte sich vielleicht noch ein anderes Restaurant gefunden. Aber so ist das nun mal. Verstehe ich auch. Ich habe auch Probleme damit, etwas Negatives oder meine negative Meinung über etwas offen auszusprechen. Kann ich nachvollziehen, welche Dynamiken hier gewirkt haben. Traurig macht es mich trotzdem.

Das Bowling selbst war sehr schön, auch wenn ich bei der Bahneinteilung nicht nachgedacht habe. Als ich dann gesehen habe, dass die zwei Bahnen mit Kindern etwas hinten dran waren und die Gefahr bestand, dass wir vielleicht nicht auf allen Bahnen drei vollständige Durchgänge schaffen, haben wir dann nochmal ein wenig getauscht. Memo für nächstes Jahr! Falls ich bis dahin wieder Lust bekomme, das zu organisieren :(

Aber weil wir noch nicht genug mieses Karma hatten, spielte dann der Computer verrückt und man konnte uns die Auswertung nicht ausdrucken. Man wollte sie mir dann später per Mail zuschicken. Enttäuscht lösten wir die Versammlung dann auf. Zumindest letzteres war nicht meine Schuld, aber das hat mir auch nochmal einen Dämpfer verpasst. Kaum waren dann einige gegangen, teils zur eigenen Essensverabredung, kam dann zumindest die einfache Auswertung. Die Siegerehrung werden wir dann erst beim nächsten Trekdinner machen können.

Die kleine Gruppe ist dann in das La Locanda gegangen. Es war ein sehr feines Lokal, das nach Geld riecht. In solche Lokale gehe ich normalerweise nur mit der Firma. Aber wir haben den Abend und das Essen dann in gemütlicher Runde genossen. Das Essen war hervorragend und die Portionen waren gar nicht so klein wie befürchtet. Die Fiocchetti und der gemischte Nachspeisenteller sorgte für eine Explosion der Geschmacksnerven. Es war wirklich göttlich und der Weißwein dazu war auch hervorragend. Aber eben auch nicht ganz billig.

Ich danke unseren Begleitern, dass sie mich aufgemuntert haben. Und ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder besser läuft.

30 Fotos

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Trekdinner | Fotoblog [ 2 Mal Senf dazugegeben ]

Samstag, 16. Dezember 2017 23:15

Trekdinner Kino-Event: Star Wars - Die letzten Jedi

Wir waren mit dem Trekdinner im Kino und haben den neuesten Star Wars-Film gesehen. Das war ein Pflichttermin. Ich habe erfolgreich verhindert, im Vorfeld irgendwelche Trailer zu sehen oder Diskussionen zu lesen oder dergleichen. Auch hier möchte ich in keinster Weise spoilern. Mir hat der Film gefallen. Er war witzig, hatte eine Handlung, der ich folgen konnte, hat vielleicht sogar die eine oder andere Stimme aus dem Fandom erhört und eingebaut. Anspruchsloses Popcorn-Kino eben. Und Luke war so genial!

Nach dem Film standen einige Fans in Kostümen bereit und ließen sich geduldig fotografieren. Jemand von der Imperialen Flotteninfanterie fragte mich dann mit Blick auf meinen TNG-Hoodie, wer mich denn aus der Arrestzelle gelassen hätte. Ich meinte nur, ich wurde gebeamt :)

Sandra und Florian

Fotoshooting

Trekdinner Gruppenbild

Imperiale Flotteninfanterie

Themen: Meine Sonderanfertigung Florian | Farid | Kino | Star Wars | Star Trek | Trekdinner | Fotoblog
 
Last Update: 23.03.2016 14:07

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